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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
Alle Kapitel
174 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.08.2018 869
 
Ein Klingeln riss Boris mitten in der Nacht aus dem Schlaf. Er rieb sich die Augen und drehte sich auf die Seite. Es dauerte noch einen Moment bis er verstand woher das Klingeln kam, identifizierte es dann aber als sein Handy. Er griff danach und drückte es sich ans Ohr.
"Saalfeld...", meldete er sich sehr verschlafen.
"Boris, Gott endlich. Ich hab schon 2 mal angerufen.", hörte er Tobi ganz aufgelöst am anderen Ende. Boris setzte sich ruckartig auf.
"Tobi? Geht's dir gut? Ist was passiert?", wollte er sofort wissen.
"Ja, nein. Mir geht's gut. Das ist es nicht.", antwortete Tobi und Boris atmete sofort auf. Er hatte sich schon auf dem Weg ins Krankenhaus gesehen.
"Was ist los? Warum rufst du an?",, fragte Boris nach. Tobi seufzte laut hörbar.
"Ich hab Mist gebaut.", sagte er schließlich. Boris zog eine Augenbraue nach oben. "Jetzt lass dir nicht alles aus der Nase ziehen."
"Ich hab bei Romy bisschen viel getrunken. Wein und so. Und dann hab ich ihr von uns erzählt. Also, dass wir zusammen sind und das alles.", spuckte Tobi schließlich aus. Boris schluckte einmal und musste dann seufzen.
"Wo bist du?", fragte er danach nur.
"Unten im Hof.", sagte Tobi kleinlaut. Boris fuhr sich durch die Haare. Ich komm runter.", sagte er noch und legte dann auf. Zog sich etwas über und ging nach unten um Tobi zu suchen.

"Es tut mir so leid.", war das erste was Tobi sagte als er Boris auf sich zu kommen sah. Boris hatte den Weg nach unten genug Zeit gehabt sich darüber bewusst zu werden was das alles bedeuten konnte. Sie könnten unfreiwillig geoutet werden. Er könnte seinen Job verlieren und seine Familie. Der Gedanke daran machte ihn wirklich sehr sauer. "Ich glaub es einfach nicht! Wir sind nicht mal wirklich einen Tag zusammen und du plauderst es sofort aus. Spinnst du eigentlich?', polterte er los. Tobi sah betreten auf den Boden. "Ich wollte das echt nicht. Romy..."
"Wäre ja auch noch schöner, wenn du das gewollt hättest! Hast du überhaupt eine Ahnung was das für mich bedeutet? Mein Vater flippt aus, wenn er es rausfindest. Ich flieg hier raus! Alles was ich mir aufgebaut hab ist dann für den Arsch!", fing Boris schon an fast zu schreien. Tobi biss sich auf die Lippe und langsam stiegen im die Tränen in die Augen. "Boris, bitte. Romy ist verschwiegen wie ein Grab. Sie sagt es niemanden. Sie ist einer der ehrlichsten und verlässlichsten Menschen, die ich kenne.", warf er ein und griff nach dem Arm von Boris. Er drückte ihn fest. "Beruhig dich bitte. Der ganze Fürstenhof hört sonst zu.", sagte er leise. Boris fuhr sich über die Haare und schaute Tobi an.
"Es tut mir wirklich leid. Ich war einfach zu überschwänglich. Ich kann verstehen, wenn du jetzt nichts von mir wissen willst." , sagte der mit zittriger Stimme. Inzwischen rollten ihm einzelne Tränen die Wangen nach unten. "Oh Gott, Tobi. Red doch nicht so einen Blödsinn.", widersprach Boris sofort und zog ihn in eine Umarmung. Er drückte ihn fest an sich und schmiegte seinen Kopf an den von Tobi. "Ich verlass dich doch nicht wegen sowas, Mensch.", flüsterte er in sein Ohr. Ja, er war sauer aber er wollte Tobi weder zum weinen bringen noch wollte er ihn gleich wieder abschießen. Tobi beruhigte sich langsam und löste sich ein wenig von ihm. Sie sahen sich lange in die Augen bevor sie sich leidenschaftlich küssten. Boris seufzte danach und streichelte den Nacken. "Ich hoffe du hast Recht im Bezug auf Romy und tu mir einen Gefallen und sei in Zukunft ein bisschen vorsichtiger, okay?", sagte er zu Tobi. Der nickte und küsste Boris nochmal. "Versprochen.", flüsterte er.

Am nächsten Morgen wurde Boris zusammen mit Tobi in dessen Bett wach. Er musste leicht lächeln und zog ihn etwas mehr an sich. Die letzte Nacht lag ihm noch etwas quer im Magen, aber er liebte diesen Mann einfach so sehr, dass er es nicht schaffte länger als eine halbe Stunde sauer auf ihn zu sein. Sie würden das schon hinbekommen dachte er sich und küsste Tobi, der leicht schnarchte, auf den Hinterkopf. Er schmiegte sich eng an ihn und schloss nochmal die Augen.

Als er das nächste Mal die Augen aufschlug war es 10 Uhr. Boris schaute verschlafen auf seine Armbanduhr und schreckte dann nach oben. Er hatte verschlafen und Tobi gleich mit ihm. Er rüttelte ihn unsanft wach. "Tobi! Wach auf!"
Der schlug die Augen auf und schaute Boris erschrocken an. "Es ist 10 Uhr!", sagte Boris und Tobi riss die Augen auf. "Scheiße!", fluchte er laut und sprang dann aus dem Bett. Boris folgte ihm und beide zogen sich hektisch an bevor sie überstürzt aufbrachen.

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Danke für die vielen Reviews bisher. ich lese sie immer total gern. Sobald ich mal ein bisschen mehr Zeit habe werde ich euch auch antworten.
Ich hoffe die Geschichte gefällt euch weiterhin so gut.
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