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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
Alle Kapitel
174 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.08.2018 749
 
Mit lautem Quitschen drehte Tobi die letzte Schraube am zweiten Kinderbett fest und stand dann vom Boden auf. Boris lehnte in der Tür und schaute ihm dabei zu. Alles andere hatte sie schon hergerichtet. Viktor hatte fleißig beim streichen geholfen und Romy hatte Tobi und Boris einen Tag lang durch Ikea gezerrt um Möbel auszusuchen. Sie waren sogar mit Tobis Mutter einen Zwillingskinderwagen und Maxicosis fürs Auto kaufen gewesen. Jeder wollte bei der Vorbereitung irgendwie dabei sein und die beiden waren wirklich glücklich, dass sie so viel Unterstützung bekamen.

Tobi kam zu Boris rüber und küsste ihn lange. Boris schlang seinen Arm um ihn und küsste ihn auf die Stirn. "Komm, Tina kommt gleich.", sagte er und gemeinsam gingen sie nach unten. Tina hatte sich zum Abendessen angekündigt und die beiden freuten sich immer, wenn sie ein paar Stunden mit ihr verbringen konnten.  Sie war inzwischen wirklich hochschwanger und schon eine riesige Kugel vor sich her. Boris freute sich schon darauf wieder zu fühlen ob er nicht eine Bewegung seiner zwei Schätze in dem Bauch fühlte.

Es klingelte und Tobi öffnete Tina die Tür während Boris gerade noch den Tisch deckte. "Hey.", begrüßte die Boris als sie in die Küche kam und ließ sich gleich auf einen Stuhl fallen. "Oh Gott, ich sag's euch. Meine Füße bringen mich um.", jammerte sie und legte eine Hand auf ihren dicken Bauch. "Eure Zwei schaffen mich noch.", seufzte sie während Tobi mit dem kleinen Tom auf dem Arm auch in die Küche kam. "Alles okay?", fragte Boris besorgt und Tina schenkte ihm dafür einen liebevollen Blick. "Ach Boris, dass ist normal. Schwanger sein ist nicht so einfach. Schon gar nicht bei Zwilligen, aber es ist schon gut. Ich jammer einfach gern ein bisschen.", erklärte sie. Tobi grinst ein bisschen und wiegte den kleine  Tom, der sehr müde auf seinem Arm hing und den Kopf an seine Schulter schmiegte. Boris setzte sich zu Tina und lächelte. "Es ist ja bald vorbei und dann haben wir den Stress an der Backe.", zwinkerte er und Tina lachte. "Du hast echt noch gar keine Ahnung worauf du dich gefasst machen musst.", sagte sie zu ihm. Tobi setzte sich dazu und streichelte den Rücken von Tom. Er gähnte laut.
"Das kommt davon, wenn man keinen Mittagschlaf mehr machen will.", meinte Tina. Tobi grinste leicht. "Ach...dann schläft er heute Abend früher.", zwinkerte er. "Hoffentlich.", erwiderte Tina.

Sie aßen gemeinsam. Tom war immer noch völlig übermüdet und weigerte sich nach zwei Gabeln weiter zu essen und Tina ließ ihn einfach. Tobi erzählte wie er sich langsam auf seine Abschlussprüfung in der Ausbildung vorbereitete und Boris berichtete vom Fürstenhof. Er war dort gerade dabei einen neuen Kollegen einzuarbeiten, der ihm Arbeit abnahm, damit er bei den Kindern zu Hause bleiben konnte. Sie würden sich die Geschäftsleitung teilen und Boris seinen Teil von zu Hause aus erledigen. Tobi wäre auch gern eine Zeit zu Hause geblieben, aber so kurz vor der Prüfung war das keine Option gewesen. Boris machte sich aber wenig Sorgen, dass sie es nicht trotzdem alles hinbekommen würden.

Boris räumte den Tisch ab und Tobi versuchte Tom zu animieren mit ihn zu spielen, hatte damit aber wenig Erfolg.
Plötzlich stand Tina, die zuvor im Badezimmer verschwunden war, ganz aufgeregt. "Jungs! Jungs! Die Fruchtblase ist geplatzt!", sagte sie und dir beiden Mänenr erstarrten in ihren Bewegungen und starrte sie überrascht an.
"Wir müssen jetzt ins Krankenhaus fahren!", sagte sie drängend und jetzt schien der Groschen bei Boris und Tobi zu fallen. Tobi nahm den kleinen Tom auf den Arm während Boris zu Tina eilte und ihr nach draußen zum Auto half. Tobi hatte schon das Handy am Ohr. Sie hatten mit Paul und Romy vereinbart, dass sie auf Tom aufpassen würden wenn es losgehen würde.
Boris half Tina sich ins Auto zu setzen und zitterte selbst am ganzen Körper. Es war einen Monat zu früh und er machte sich gerade riesige Sorgen.
Tobi kam mit Tom auf dem Arm nach draußen. "Romy kommt gleich. Fahrt vor. Ich komm mit meinem Auto nach, okay?', sagte er zu Boris. Der nickte. "Okay.", sagte  er unsicher, aber drückte Tobi noch einen Kuss auf. Er würde das schon schaffen, sagte er zu sich selbst und stieg ins Auto ein um Tina schnell ins Krankenhaus zu bringen.
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