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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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Dieses Kapitel
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25.08.2018 1.107
 
So nervös wie in diesem Moment war Boris noch nie gewesen. Er knöpfte sich gerade sein Hemd zu als Viktor ins Zimmer kam. "Du siehst aus als würdest du dich gleich übergeben.", grinste er ein bisschen. Boris schaute ihn durch den Spiegel an. "Ich hab auch das Gefühl ich übergebe mich gleich.", erwiderte er und schlüpfte dann in sein Sako. Viktor stellte sich hinter ihm und richtete ihm den Kragen. "Wenn es dich beruhigt, dein künftiger Ehemann sieht ungefähr genauso aus wie du.", grinste er. Tobi war mit Romy unten im Wohnzimmer damit sich alle beide in Ruhe umziehen können. Boris drehte sich um und blies Luft aus. "Hast du die Ringe?', fragte er Viktor heute schon zum dritten Mal. Der rollte leicht mit den Augen. "Ja, immer noch in meiner Tasche.", sagte er dann. Er legte eine Hand auf die Schulter von Boris. "Hör mal...es gibt keinen Grund durchzudrehen. Es wird alles laufen. Wir haben alles organisiert. Die Gäste sind sicher schon unterwegs. Im Fürstenhof ist alles vorbereitet. Du atmest jetzt mal durch.", sagte er beruhigend zu ihm. Boris schaute nochmal in den Spiegel und nickte. Viktor klopfte ihm auf die Schulter. "Bist du soweit?", fragte er dann. Boris richtete nochmal seine Weste und kontrollierte die Haare. Dann nickte er. "Kann losgehen.", sagte er und er und Viktor gingen nach unten.

Als er die Treppe runter kam sah er Tobi unten schon auf ihn warten. Er trug einen wahnsinnig schicken Anzug und seine Haare saßen super perfekt. Boris blieb für einen Moment auf der Treppe stehen und schaute ihn an. Tobi fing an zu grinsen und Boris ging langsam weiter. "Du siehst gut aus.", sagte er sanft und küsste Tobi kurz. Der nahm seine Hand. "Du aber auch.", erwiderte er. Boris drückte die Hand und dann gingen sie nach draußen. Viktor fuhr den Wagen von Boris indem die beiden Männer hinten drin saßen und Romy auf dem Beifahrersitz. Paul wartete mit Jonathan am Fürstenhof auf sie.

Viktor stellte das Auto ab und die beiden stiegen von hinten aus. Draußen wurden ein paar wunderschöne Rosenbüsche vor dem Eingang aufgestellt. Boris grinste. Er hatte die Deko komplett an Tina abgegeben, weil er genau wusste, dass sie ein Händchen dafür hatte und es sah wirklich wunderbar aus. Tobi lächelte und schaute Boris an. "Gleich ist es soweit.", sagte er sanft während Romy und Viktor schon mal nach innen gingen und als Trauzeugen ihren Platz vorne einnahmen. Boris nickte und küsste Tobi nochmal. "Ich freu mich einfach.", sagte er sanft bevor sie auch rein gingen wo die ganzen Gäste und die Standesbeamtin auf sie wartete.

Gemeinsam gingen sie durch die Stuhlreihen und die Blicke ihrer Gäste folgten ihnen. Fast die ganzen frühren Kollegen der Münchner Feuerwehr von Tobi waren gekommen und auch einige aus Tölz waren da. Boris hatte sich genauso wie Tobi über die ganzen Zusagen gefreut. Boris hatte einige alte Studienfreunde eingeladen und auch dort mehr Zusagen erhalten als gedacht.
Familie und andere Freunde waren auch zahlreich erschienen. Sogar die Eltern von Tobi hatten sich überwunden. Sie saßen ganz hinten, aber sie waren da. Boris schilete kurz noch zu Tobi und sah wie zufrieden er lächelte und dann setzen sie sich vorne auf ihre Stühle zwischen Romy und Viktor.

Die Zeremoni war sehr schön gestaltet und verging quasi wie im Flug. Als Tobi "Ja, ich will.", gesagt hatte kämpfte Boris mit den Freundentränen. Er steckte ihm vorsichtig den Ring an den Finger und schaute ihm dann verliebt in die Augen. Er konnte es gar nicht glauben, dass sie jetzt wirklich verheiratet waren.
Als sie sich küssten gab es viele glückliche Gesichter in den Zuschauerreihen aber am meisten strahlten Boris und Tobi.

Die Feier war turbulent und Boris und Tobi hetzten gefühlt nur zwischen Fotos, dem Essen und Gästen hin und her. Boris war froh als alles an erledigt war und sie sich wirklich mal in Ruhe auf ihre Plätze setzten konnten. Tobi küsste Boris kurz und trank dann mal einen großen Schluck von seinem Wasser. Boris grinste. "Du weißt, dass wir gleich noch tanzen müssen, oder?", fragte er seinen Mann. Tobi schmunzelte. "Jaaa, weiß ich...das wird schon."
Tobi hatte sich beim tanzen üben deutlich schwerer getan als Boris.
Viktor winkte die beiden geran und Boris nahm die Hand von Tobi und zog ihn zur Tanzfläche.
Sie fingen an zu tanzen und Tobi ließ sich von Boris führen. Sie kamen nach ein paar Bewegungen richtig gut rein und schauten sich dabei tief in die Augen. Boris lächelte sanft. Mit Tobi sich hier über die Tanzfläche zu der wunderschönen Musik zu bewegen machte ihn so unfassbar glücklich.
Langsam kamen mehr Paare auf die Tanzfläche und tanzten mit. Irgendwan löste sich dann Tobi von Boris und gemeinsam gingen sie Hand in Hand von der Tanzfläche in Richtung ihres Tisches. Plötzlich standen sie vor TobisEltern. Boris biss sich leicht auf die Lippe, aber seine Sorge war unbegründet. Tobis Mutter drückte ihren Sohn lange an sich. "Wir freuen uns für euch. Wirklich.", sagte sie sanft und streichelte seine Wange nachdem sie sich aus der Umarmung zurückgezogen hatte. "Ich weiß. Es ist nicht immer alles perfekt gelaufen und wir würden dann jetzt auch fahren. Wir müssen auf den Hof, aber vielleicht..naja kommt halt einfach mal vorbei auf einen Kaffee oder zum Essen.", sagte Tobis Mama und er lächelte leicht. Boris sah genau, dass er mit den Tränen kämpfte. Der Vater legte die Hand auf die Schulter seines Sohnes. "Du bist glücklich, das sieht man. Und naja...dann soll mir das alles auch recht sein.", meinte er. Boris nahm die Hand von Tobi und streichelte sie sanft. Er musste, dass das jetzt vielleicht nicht die größte Liebeserklärung aller Zeiten war, aber für Tobi bedeutete das sicher die Welt.
Nachdem sie sich endgültig verabschiedet hatten, drückte Boris Tobi kurz und lächelte. "Alles gut?", fragte er und Tobi nickte. Er hatte sicher noch mehr Redebedarf deswegen, aber das mussten sie auf später verschieben. Es war langsam Zeit den Kuchen anzuschneiden.

Am späten Abend verabschiedeten sich Boris und Tobi noch von den übrig geblieben Gästen. Sie hatten einen turbulenten aber wunderschönen Tag hinter sich. Jetzt wollten sie einfach nur noch nach Hause und für sich alleine sein.
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So, das ist jetzt Version 3 dieses Kapitels. Die ersten beiden hab ich weggeworfen. Ich finds immer noch nicht gut, aber damit bin ich immerhin einigermaßen zufrieden :D
Bin übrigens gerade wieder auf dem Weg zu mir nach Hause :)
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