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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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21.08.2018 492
 
Tobi starrte Boris lange an nachdem der ihm eröffnet hatte was Herr Richter ihm angeboten hatte.
"Du verarscht mich doch oder?", sagte er dann ungläubig, aber Boris schüttelte den Kopf. "Du willst das machen oder?", sagte er nach kurzem Zögern. Boris fuhr sich durch seine Haare. "Ja...nein...es steht gar nicht zur Diskussion."
Tobi schaute ihn lange an. "Boris, wenn du das machen willst...dann sollten wir zumindest drüber reden. Es geht in dieser Beziehung um uns beide. Nicht nur um mich.", meinte er dann und nahm die Hand von Boris und drückte sie. Boris erwiderte den Druck sanft. "Ich hab dir versprochen, dass du deine Ausbildung hier machen kannst und das Versprachen  werde ich halten. Der Fürstenhof ist ein tolles Hotel, aber bei weitem nicht das einzige auf der Welt."
"Aber...", wollte Tobi widersprechen, aber dann klingelte sein Handy. Er schaute kurz aufs Display. "Romy.", sagte er zu Boris und drückte sich das Handy ans Ohr. Boris lehnte sich zurück und ließ sich das Gespräch durch den Kopf gehen während Tobi mit seiner Cousine sprach.

Plötzlich wurde Tobi kreidebleich im Gesicht und Boris wurde sofort nervös. "Was ist los? Ist was mit dem Baby?", fragt er nachdem Tobi aufgelegt hatte, aber er schüttelte den Kopf.
"Oma...Sie ist im Krankenhaus. Sie hatte einen Schlaganfall.", sagte er dann leise und die ersten Tränen rollten ihm über die Wangen. Boris fühlte sich so als hätte ihm jemand den Boden unter den Füßen weggezogen. Er zog Tobi sofort an sich und drückte ihn fest. "Scheiße...", sagte er leise und vergrub seine Nase in der Schulter seines Verlobten. Auch er musste mit den Tränen kämpfen.
Nach einer Zeit lösten sich beide voneinander und Boris streichelte sanft seinen Hinterkopf. "Komm, wir fahren hin .", sagte er sanft und küsste ihn auf die Stirn.

Als sie durch den Krankenhausflur gingen hatte Boris den ganzen Weg das Gefühl gleich zusammenzubrechen. Er hatte Angst davor in welchem Zustand sie gleich Greta sehen würden. Er war sich nicht sicher ob er es ertragen würde diese wunderbare Frau in einem Krankenhausbett zu sehen. Sie hatte soviel für die beiden getan und war so wundervoll zu ihnen gewesen. Er liebte sie so sehr als wäre sie seine eigene Oma. Er schielte zu Tobi. Er hatte die ganze Autofahrt kein Wort gesagt und stumm geweint. Er musste gerade auch durch die Hölle gehen und Boris konnte nichts dagegen tun. Er konnte nur bei ihm sein und ihm den Rücken stärken. Egal wie schlecht es ihm gerade selbst damit ging.

Vor dem Zimmer blieben sie nochmal stehen und Boris zog Tobi in eine feste Umarmung. Er streichelte seinen Rücken und hielt ihn fest an sich gepresst. Langsam löste er sich und nickte leicht. Boris nahm ihn an der Hand, klopfte an der Tür und ging mit ihm zusammen in das Zimmer.
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