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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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20.08.2018 700
 
Breit grinsend hielt Tobi sein Handy unter die Nase von Boris. Der schaute von seinen Unterlagen auf und ging ein Stück zurück um überhaupt zu erkennen was er ihm zeigen wollte.
"Hat Romy grad geschickt. Man erkennt jetzt schon richtig, dass es ein Baby ist.", erklärte Tobi. "Natürlich. Was soll es sonst sein...eine Kartoffel?", grinste er und schaute auf das Ultraschallbild. Es war schon wirklich faszinierend wie schnell das Kind in Romys Bauch wuchs.
"Haha. Du weißt genau was ich mein.", schüttelte Tobi den Kopf und legte sein Handy auf den Tisch. Boris schaute nochmal drauf. "Ist schon wahnsinn, oder?", sagte er dann zu seinem Verlobten. "Ja, ist es. Bekommt meine Cousine einfach ein Baby.", lächelte er.
Boris legte seinen Stift auf die Unterlagen.
"Willst du Kinder?", fragte er. Tobi schaute ihn an. "Ich würde gern Kinder haben. Ist nur mit dem schwanger werden nicht so einfach. Bei zwei Männern.", meinte er nach dem er einen Moment überlegt hatte. Boris lehnte sich zurück. "Also da muss ich jetzt Tina zittrieren. Sie meinte mal zu mir, dass es da genug Möglichkeiten gäbe. Und damit hat sie auch recht.", erzählte er. Tobi legte den Kopf leicht schief. "Adoption?", fragte er.
Boris nickte. "Zum Beispiel. Leihmutterschaft ist auch eine Möglichkeit. In Deutschland verboten, aber in den USA ist das kein Problem."
"Du kennst dich ganz schön gut aus.", stellte Tobi fest und Boris wurde etwas verlegen. "Ich hab da mal nachgelesen...", sagte er und kratzt sich dabei am Nacken. Tobi beugte sich rüber und küsste Boris. "Ich würd gern Kinder mit dir haben, aber noch viel lieber würde ich dich vorher heiraten.", sagte er sanft. Boris küsste ihn nochmal. "Ich denke wir sollten uns langsam mal auf ein Datum festlegen."

Mir einem Stapel Unterlagen kam Boris in das Büro von Herrn Richter. Sie hatten sich für eine Besprechung verabredet um die Quartalszahlen des Hotels durchzusprechen. Leider hatte Boris nicht so gut Zahlen zu präsentieren wie er gern hätte. Die Buchungen waren in den letzten Monaten zurückgegangen und alle Gegenmaßnahmen hatten nicht viel gebracht. Er erwartet, dass dieses Gespräch für ihn nicht  so rosig laufen würde.
"Hallo, Herr Saalfeld.", begrüßte ihn Herr Richter und bat ihn dann sich zu setzen. Boris setzte sich auf den Stuhl und packte seine Unterlagen aus.
"Also was haben sie mir zu präsentieren?', wollte Herr Richter wissen. Boris führte die vorbereiteten Zahlen aus und erklärte hier und da wie sie zustande  gekommen waren.
"Also kann man zusammenfassend sagen...das Hotel geht vor die Hunde.", stellte Herr Richter fest nachdem Boris geendet hatte. Der nickte leicht. "Leider ja.", bestätigt er die Aussage. Herr Richter lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
"Herr Saalfeld, ich gebe Ihnen nicht die Schuld an der Situation. Die Lage des Hotels hat sich als schlechter als gedacht heraus gestellt und die Renovierungen kosten mehr als geplant."
Boris war schon mal froh, dass er nicht den schwarzen Peter zu geschoben bekam.  
"Nichts desto trotz muss ich Ihnen sagen, dass ich plane das Hotel anzustoßen solange ich damit noch Gewinn mache. Es gibt vielleicht schon einen Käufer.", fuhr Herr Richter fort und Boris rutschte das Herz in die Hose. "Ich würde sie ungern verlieren Herr Saalfeld. Könnten sie sich eine Versetzung vorstellen?"
Boris musste das ein paar Sekunden sacken lassen. "Naja. Ich bin aktuell schon sehr an München gebunden. Es käme sicher auf den Einzelfall an, aber grundsätzlich wäre mir etwas ortsnahes schon recht.", versuchte er sich diplomatisch auszudrücken. Herr Richter nickte. "Das verstehe ich. Ich werde versuchen ihnen demnächst etwas passendes anzubieten. Sie können es sich dann immer noch überlegen."

Wenig später verließ Boris das Büro und er fühlte sich richtig schlecht. Er hatte versagt und würde vielleicht bald arbeitslos werden. Offensichtlich war er doch nicht so der tolle Hecht, für den er sich immer hielt. Zerknirscht machte er sich auf den Heimweg um sich dort auf der Couch zu vergraben und sich selbst zu bemitleiden.
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