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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
20.08.2018 567
 
Als Boris am nächsten Morgen aus dem Bett stieg hatte er maximal zwei Stunden geschlafen und sein Kopf fühlte sich an als wäre ein Zug drüber gerollt. Dass von Tobi weit und breit noch nichts zu sehen war, machte es auch nicht gerade besser. Er schleppte sich ins Badezimmer und sah sich im Spiegel an. "Du bist so ein Idiot.", sagte er zu sich selbst. Er nahm sich eine Schmerztablette aus dem Schrank und spülte sie runter. Danach schlurfte er in die Küche und holte sich einen Kaffee. Mit der dampfenden Tasse setzte er sich draußen auf die Terrasse und fuhr sich durch seine Haare. Er nahm sein Handy und rief Tobi an. Es klingelte ewig und irgendwann sprang die Mailbox an. "Scheiße...", seufzte er und warf sein Handy auf die Liege.

Er hatte den Kaffee irgendwann runtergewürgt als die Wohnungstür auf ging. Boris stand auf und ging ins Wohnzimmer. Tobi schaute ihn an. Er sah mindestens genauso zerstört aus wie er.
"Wo warst du? Ich hab mir Sorgen gemacht...", sagte Boris leise.
"Kannst du dir das nicht denken?", brummte Tobi. Er war offensichtlich immer noch ziemlich sauer und ließ sich aufs Sofa fallen. Natürlich war Boris sofort klar, dass er bei Robert geschlafen hatte. Ihn überkam sofort wieder dieses ungute Gefühl, aber er schluckte es runter und setzte sich neben Tobi.
"Ich hätte gehofft du würdest noch nach Hause kommen.", sagte er leise.
"Wie gesagt...Ich wollte dich nicht sehen.",   meinte Tobi und schaute Boris an. Boris seufzte. "Tobi...ich bin ein riesiger Idiot. Ich hab mich aufgeführt als wäre ich nicht mehr ganz dicht und ich hätte dich nicht anschreien dürfen. Es tut mir leid."
Tobi schaute ihn lange an. "Das ist alles was du zu sagen hast?", sagte er nach einer langen Pause. Boris schaute ihn verwirrt an.
"Du hast mir gestern Abend unterstellt ich würde dich betrügen und mir gezeigt, dass du mir nicht vertraust und alles was du zu sagen hast ist, dass du mich nicht anschreien hättest sollen?", sagte er ganz ruhig. Boris machte den Mund auf und schloss ihn tonlos wieder. "Ja genau, dass dachte ich mir. Dazu hast du nichts zu sagen. Robert hatte echt so Recht."
Tobi stand auf und Boris starrte ihn an. "Robert hatte Recht? Womit hatte er Recht?", fragte er und musste sich zusammenreißen nicht wieder pampig zu werden.
"Er hat gesagt, dass du gar nicht checkst was das Problem zwischen uns ist und das du mich nicht richtig behandelst..", sagte Tobi. Boris stand jetzt auch auf. "Bitte was?! Der ist doch nicht mehr ganz dicht", fauchte er.
"Fang jetzt bloß nicht wieder so an!", fauchte Tobi sofort zurück. Boris ließ sich zurück aufs Sofa fallen.

Er schaute seinen  Verlobten sehr lange schweigend an.
"Tobi...", sagte er und schluckte dann. "Was ist gestern zwischen dir und Robert noch passiert?"
"Was?", schaute Tobi ihn entsetzt an. "Fragst du mich gerade wirklich ob ich dich betrogen hab?"
Boris fuhr sich durch seine Haare. "Ja, Tobi...das frage ich dich. Hast du mich mit Robert betrogen?"
"Nein, hab ich nicht.", sagte er leise.
Tobi schüttelte den Kopf, drehte sich um und verschwand dann ins Schlafzimmer.
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