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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
07.08.2018 985
 
Gerade als Boris unter der Dusche dabei war sich seine Haare einzuschäumen und  dabei die Beste Performance von Mamma Mia, die es in einer Duschkabine je gegeben hatte, hinzulegen klingelte im Zimmer nebenan sein Handy. So schnell es ging sprang er aus der Kabine und hetzte mit einem Handtuch um die Hüften und jede Menge Schaum in den Haaren zu seinem Telefon.

"Saalfeld.", keuchte er etwas außer Atem in den Hörer und hielt sich das Handtuch, dass nach unten zu rutschen drohte mit einer Hand fest.
"Hallo. Tobias hier...stör ich?", erklang es nach einem kurzem Zögern durch den Lautsprecher. Sofort schob sich ein Grinsen auf das Gesicht von Boris. Er hatte zwar gehofft er würde sich heute noch melden, aber wirklich damit gerechnet hatte er bis eben nicht.
"Nein du störst gar nicht.", sagte Boris sofort. Er konnte sich ein noch breiteres Grinsen nicht verkneifen.
"Okay.", erwiderte Tobias und danach folgte eine etwas längere Pause.
"Bist du gut heimgekommen?", brach Boris schließlich das Schweigen.
"Ja, ging ganz gut. War nicht viel los auf den Straßen.", erzählte Tobi und Boris lehnte sich etwas gegen die Wand.
"Ging mir ähnlich.", erwiderte Boris. Das Gespräch zog sich schlimmer als ein Kaugummi.
Bevor Tobi wieder etwas sagen konnte platze es aus Boris herraus.
"Hör zu...Ich wollte, dass du anrufst, weil ich dich einladen wollte. Ich würde gern mit dir essen gehen. Hast du heute Abend Zeit?"
"Ist das ein Date?", fragte Tobi zweifelnd nachdem er einen Moment gezögert hatte.
"Ja, das ist ein Date.", bestätigte Boris und biss sich leicht auf die Lippe. Er hoffte wirklich, dass er zu sagen würde, aber er hörte nur wie Tobias laut ausatmete.
"Tobias, komm schon.", schob Boris nach. Er konnte sich  nicht erinnern, dass er jemals so verrückt nach einem Mann gewesen wäre, dass er auch nur daran gedacht hätte, nach einem Date zu betteln.
"Okay. Lass uns treffen.", gab Tobi schließlich nach und Boris grinste in sich rein. Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr.
"Ich freu mich. Ich hol dich um 7 ab, okay?"
"Okay. Bis dann"
"Bis dann."
Boris legte auf und sprintete zurück in die Dusche.

Fast eine Stunde später stand er mit dem Auto vor der Wohnung von Tobias. Er hatte sich nach dreimaligen umziehen für eine schwarze Hose und ein weißes Hemd entschieden. Er war nervöser als er zugeben wollte.
Gerade als er aussteigen wollte kam Tobias aus der Tür. Er trug ein karierte Hemd und eine Jeans. Boris konnte seinen Blick nicht wirklich von ihm abwenden als dieser zum Auto gelaufen kam.
Mit einem Lächeln glitt Tobi auf den Sitz neben Boris. "Hey.", lächelte Boris und konnte nicht anders als ihn einen Moment zu lange anzustarren. Dieser Mann war einfach so unfassbar attraktiv.
"Hey.", erwiderte Tobi seinen Blick und Boris hätte schwören können sein Herz setzte für einen Moment aus. Gerne hätte er sich jetzt rüber gebeugt und Tobi geküsst, aber begnügte sich damit kurz über seinen Oberschenkel zu streicheln und dann den Wagen zu starten und loszufahren. Während der Autofahrt kam das Gepräch wieder nur stockend in Gang, aber Boris hoffte, wenn er bald das erste Glas Wein in Tobi rein bekommen hat würde sich das bessern.

Er hielt vor einem hübschen kleinen Restaurant und lächelte Tobi an. "Da wären wir."
"Sieht gut aus.", nickte Tobi und folgte Boris aus dem Auto.
Gemeinsam gingen sie nach drinnen und setzten sich an einen Tisch. Boris bestellte eine teure Flasche Wein und sie suchten sich etwas zu Essen aus. Tobi rutschte etwas tiefer in seinen Stuhl. Nach kurzer Zeit kam der Wein und Boris probierte ihn. Er wollte extra mit seinem Wissen ein bisschen angeben und erzählte etwas darüber wie der Wein auf der Zunge perlte. Der Kellner schenkte beiden ein Glas ein und beide stießen zusammen an, aber Boris entging nicht, dass Tobi nicht so glücklich aussah.
Während des Essens würde Tobi lockerer und sie kamen wieder besser ins Gespräch und Boris entspannte sich auch mehr.

Nach dem Essen fuhr Boris Tobi wieder nach Hause und ließ es sich nicht nehmen Tobi bis zur Tür zu begleiten. Er spielte mit dem Schlüssel in der Hand während er vor Tobi stand.
"Ich hoffe der Abend hat dir gefallen.", lächelte er Boris leicht verlegen an. Tobi schaute ihn an und machte einen Schritt auf ihn zu.
"Ich hab es genossen dich zu sehen, aber...", antworte er schließlich.
"Aber?", hackte Boris nach.
"Das warst nicht du heute Abend. Du musst mich nicht beeindrucken mir teuren Weinen in schicken Restaurants und sowas. Ich hab mich in dich verliebt, weil du so ein gutes Herz hast und so auf dem Boden geblieben bist. Ich mag dich viele lieber wie auf dem Westerntunier mit Cowboyhut und Pommes in der Hand.", erklärte sich Tobi und legte dabei seine Hand auf seine Hüfte.
"Du bist in mich verliebt?", flüsterte Boris schon fast. Tobi schüttelte leicht den Kopf und grinste schief.
"Ist das nicht offensichtlich? Ja es ist schwierig, weil du mein Chef bist und ja ich hab eine scheiß Angst davor, dass es schief geht und alles, aber ich kann nichts machen gegen das was ich für dich fühle."
Boris antwortete gar nichts mehr. Er zog Tobi einfach fest an dich und küsste ihn verlangend und leidenschaftlich. Konnte ein Mensch noch perfekter sein?
Als sie sich aus dem Kuss lösten schauten schaute Boris Tobi tief in die Augen.
"Du bist der Wahnsinn.", hauchte er und holte sich noch einen kurzen Kuss ab.
Tobi griff die Hand von Boris. "Komm noch mit nach oben.", grinste er und zog seinen Chef mit auch bevor er widersprechen konnte.
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