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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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Dieses Kapitel
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18.08.2018 1.102
 
Mit lautem Klappern räumte Boris das Bier aus dem Kasten in den Kühlschrank während Tobi im Hintergrund gerade die Zutaten für das Chilli klein schnitt. "Meinst du das reicht?", fragte er und Boris warf einen Blick über seine Schulter. "Ja das passt schon.", lächelte er, drückte einen Kuss auf die Schläfe von Tobi und stahl sich dann ein Stück Tomate vom Schneidebrett. "Hey, nicht wenn du schon alles wegfutterst.", schimpfte der scherzhaft und Boris grinste.
Heute Abend würden alle ihre Freunde zur großen Einweihungsparty in ihrer Wohnung aufschlagen. Nach zwei Wochen waren endlich wirklich alle Möbel aufgebaut und alle Kisten ausgepackt. Langsam lebten sie sich richtig gut ein und waren richtig glücklich miteinander.
"Wann kommen die nochmal?", fragte Tobi während er einen Topf auf den Herd stellte. Im Gegensatz zu Boris, der sogar Nudeln beim kochen anbrennen lassen konnte, war Tobi ein ganz guter Koch. Deswegen hielt sich Boris in der Küche zurück und kümmerte sich lieber um andere Dinge. Er schaute auf seine Armbanduhr. "Um 6. Du hast also noch 2 Stunden.", sagte er und drückte Tobi noch einen Kuss auf. "Ich wollte nochmal durchs Bad wischen.", meinte er dann noch und machte sich auch an die Arbeit.

Als es an der Tür klingelte zog Boris sich im Schlafzimmer schnell noch ein frisches Shirt über den Kopf und folgte dann seinem Freund in den Flur um die Tür zu öffnen.
"Hallo!', wurden sie strahlend von Romy begrüßt, die beide Männer fest an sich drückte. Hinter ihr stand Paul. "Ich hoff es ist okay, dass ich Paul mitgebracht hab.", lächelte sie leicht verlegen. Man hätte ihr auf 100 Kilometer Entfernung angesehen wie verliebt sie in ihn war. "Natürlich.", grinste Tobi und drückte ihn auch kurz. "Kommt rein.", bat Boris sie rein und als er gerade die Tür zu machen wollte hörte er Schritte auf der Treppe. Viktor kam mit einer Flasche Sekt unterm Arm und drückte seinen Bruder. "Hey. Na alles klar?", fragte er und drückte ihm die Flasche in die Hand. "Alles super.", erwiderte er. Viktor zog seine Schuhe und ging zu den anderen um sie auch zu begrüßen.
Boris stellte die Flasche in den Kühlschrank und stellte dabei fest, dass es gar kein Sekt sondern ein wirklich teurer Champanger war. Boris zuckte mit den Axeln und nahm dann die erste Runde Bier mit ins Wohnzimmer.

"Also, stoßen wir an...auf Tobi und Boris.", sagte Viktor und alle ließen die Flaschen aneinander klimpern. Boris nahm gerade den ersten Schluck als es nochmal an der Tür klingelte. Er zog die Augenbraue hoch. "Wer kommt denn noch?", fragte er Tobi, aber der zuckte mit den Schultern. Boris ging an die Tür und wartete gespannt wer jetzt die Treppen nach oben kam.
Er staunte nicht schlecht als er Tina mit Tom auf dem Arm erkannte. Er grinste breit und drückte sie an sich.
"Oh, Tina! Mit dir habe ich gar nicht gerechnet! Ich freu mich so."
Tina lächelte. "Ich freu mich auch riesig dich zu sehen!", strahlte sie. Boris begrüßte auch den kleinen Tom und nahm ihn ihr sanft vom Arm. "Hey, kleiner Mann. Dich hab ich auch vermisst.", sagte er sanft und Tom legte sofort seinen Kopf an seine Schulter. "Ich glaub er dich auch.", lachte Tina und folgte den beiden dann ins Wohnzimmer.

Tobi konnte seinen Blick gar nicht abwenden von seinem Freund mit dem kleinen Jungen auf den Arm. Ganz sanft wiegte er ihn hin und her.
"So eine Überraschung!", freute sich Romy  auch Tina zu sehen während Viktor genau dem Blick von Tobi folgte und sich dann ganz lässig zu ihm rüberlehnte. "So wie du ihn gerade anschaust, könnte man  meinen du hast gleich Milcheinschuss.", flüsterte er ihm zu. Tobi zuckte leicht und riss seinen Blick los. "Ääääh jaaa..ist schon süß...", erwiderte er verlegen und kratze sich leicht im Nacken. Viktor grinste in sich rein und nahm einen Schluck von seinem Bier.

Gemeinsam saßen sie alle zusmmsen, aßen aß leckere Chilli, tranken Bier und quatschen über alles mögliche. Boris war richtig entspannt und zufrieden. Der kleine Tom krabbelte über den Boden und  Tina war hinter ihm her damit er sich nirgendwo den Kopf anstieß.
Irgendwann lehnte sich Viktor zu Tobi rüber und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Der lächelte leicht und nickte. Dann stand er auf und stellte sich vor ihm. Boris schaute ihn verwundert an. Er wusste gar nicht was jetzt los war. Tobi nahm ihm die Bierflasche aus der Hand und stellte sie auf den Tisch. Dann nahm er seinen Freund an der Hand und zog ihn an der Hand aus dem Sessel zu sich nach oben. "Was hast du vor?", fragte er etwas verunsichert, aber Tobi lächelte nur und dann ging er plötzlich vor Boris auf die Knie. In dem Moment fiel der Groschen bei Boris und er hatte das Gefühl sein Herz setzte einen Schlag aus.
"Ich weiß wir sind erst ein halbes Jahr zusammen und wir wohnen noch nicht mal einen Monat wirklich zusammen, aber wir haben schon so viel zusammen durch gemacht und ich weiß einfach, dass ich nie wieder ohne dich sein will. Du bist die Liebe meines Lebens und deswegen will ich dich fragen...willst du mich heiraten?"
Tobi zog ein kleines schwarzes Kästchen aus seiner Tasche und hielt es Boris hin. Darin war ein einfacher, aber wunderschöner silberner Ring. Sofort schossen Boris Tränen in die Augen und er hatte das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er schaute den wundervollen Mann, der vor ihm kniete in die Augen und könnte platzen vor Liebe. "Ja, natürlich will ich.", antworte er schließlich mit rauer Stimme. Tobi begann zu strahlen und auch ihm kamen die Freudentränen. Er streifte den Ring über den Finger seines Freundes und küsste ihn dann innig. Boris schlang seine Arme fest um Tobi und erwiderte die Küsse. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit lösten sie sich voneinander. Ihre Freunde waren alle völlig aus dem Häuschen und beglückwünschten sie überschwänglich.
Viktor holte den Champagner aus dem Kühlschrank und schenkte jedem etwas ein.

"Du wusstest es?", fragte Boris ihn nachdem sie angestoßen hatten.
"Klar, wir alle wussten es.", zwinkerte er. "Romy hat den Ring mit ausgesucht.", erklärte Tobi und legte den Arm um die Hüfte von Boris. "Ihr macht mich fertig.", erwiderte Boris, schüttelte leicht den Kopf und alle lachten.
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