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Unter den Sternen

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Boris Saalfeld
05.08.2018
26.08.2018
62
50.249
15
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
18.08.2018 831
 
"Hier, dein Wasser.", lächelte Tobi und stellte ein Glas mit Eiswürfeln und Wasser auf dem kleinen Tischchen neben der Hängematte in Gretas Garten, in der Boris lag. Um sein Bein war noch ein dicker Verband angebracht, aber die Wunde war schon gut verheilt und das laufen klappte immer besser. Er kam sogar schon wieder alleine die Treppen zu ihrem Zimmer nach oben und musste sich nicht mehr wie man ersten Tag von Tobi nach oben tragen lassen. Wobei Greta der Anblick so gut gefallen hatte, dass sie ihre alte Kamera geholt hatte um davon ein Foto zu machen.

"Danke, Schatz.", lächelte Boris und zog Tobi für einen Kuss zu sich nach unten "Leg dich doch ein bisschen zu mir.", hauchte er danach sanft.
"Ich wollte eigentlich noch den Zaun streichen...", legte er den Kopf schief.
"Aber ich will kuscheln....", zog Boris einen Schmollmund. Tobi schmunzelte und rollte mit den Augen. Er stieg vorsichtig um nicht gegen das Bein zu stoßen zu Boris in die Hängematte und kuschelte sich an ihn. "Ich muss das vor Samstag aber noch machen.", brummte er leise. An diesem Tag stand der große Umzug nach München an. Sie hatten eine wunderschöne Wohnung am Stadtrand gefunden und Tobi hatte sogar nur 20 Minuten mit dem Auto zur Arbeit. Von seinem Gehalt könnte sich Tobi so eine Wohnung niemals leisten, aber Boris machte sich darum keine Gedanken. Er hatte einen Teil seines Geldes neu angelegt und bekam jeden Monat dadurch genug Einnahmen um die Miete zu bezahlen und das Leben von sich und Tobi zu finazieren. Er würde, sobald er wieder gesund war, trotzdem nach einer neuen Arbeit suchen. Einfach weil er gerne etwas zu tun hatte, aber im Moment machte er sich da keinen Stress. Er wollte jetzt erst mal die Zeit mit seinem Freund genießen.
"Das machst du schon.", erwiderte Boris und streichelte den Rücken von Tobi sanft. Dabei verteilte er kleine Küsse auf dem Hals und auf dem Ohr. Der brummte leise und schloss die Augen. Mit der Hängematte schaukelten sie leicht hin und her und genossen einfach nur die Ruhe.

Greta drückte erst Boris lange und dann ihren Enkel. "Fahrt vorsichtig und passt auf euch auf.", mahnte sie die beiden. "Kommt bald mal vorbei, ja?", schob sie nach. "Machen wir, Oma.", versprach Tobi und küsste sie auf die Stirn. Boris biss sich auf die Lippe und kämpfte mit den Tränen. Er würde Greta sehr vermissen. Sie hatte so viel für die beiden getan und hatte Boris so herzlich aufgenommen, dass er sich gar nicht mehr vorstellen konnte wie das ohne sie werden sollte. "Oh Boris, wein doch nicht.", lächelte sie. "Ihr habt jetzt so eine tolle Zeit vor euch." Sie drückte Boris nochmal fest und er gab ihr auch einen Kuss auf die Stirn. Obwohl es beiden Männer offensichtlich schwer viel, lösten sie sich dann und stiegen endgültig ins Auto. "Bereit?", fragt Tobi und lächelte dabei etwas schief. Boris nickte und sein Freund starte den Wagen.

Bald würden sie in München sein. Die Möbel, die sie ausgesucht hatten warteten alle schon in der neuen Wohnung darauf, aufgebaut zu werden. Boris hätte das am liebsten auch gleich die Lieferfirma machen lassen, aber Tobi hatte darauf bestanden das selbst in die Hand zu nehmen. Und da Boris zwar inzwischen ohne Verband aber immer noch etwas eingeschränkt unterwegs war, hatte sich Viktor angeboten Tobi dabei zu helfen. Eigentlich könnte es nicht besser laufen. Boris drehte das Autoradio ein wenig auf und legte den Kopf an die Scheibe.

"Wir sind da.", sagte Tobi einige Zeit später und stellte den Wagen auf einem Parkplatz ab. Boris grinste und schnallte sich ab. Er drückte Tobi noch einen kurzen Kuss auf und stieg dann aus dem Wagen. Jeder holte sich noch eine Kiste aus dem Kofferraum und dann gingen sie in ihre neue Wohnung. Boris hatte sich sofort verliebt als er das erste Mal hier war. Drei große Zimmer, Bad mit Dusche und Badewanne, eine Dachterrase und eine geräumige Küche. Tobi stellte die Kiste neben die ganzen in Kartons verpackte Möbel. Er ging auf Boris zu und küsste ihn innig. "Willkommen zu Hause.", sagte er danach und zwinkerte Boris zu. Der lachte leise.
Es klingelte an der Tür. "Das wird Viktor sein.", meinte Boris und öffnete die Tür. Herein kam Viktor mit zwei großen Kartons.
"Was hast du denn mitgebracht?", fragte Tobi.
"Romy und ich haben eure ganzen Sachen, die ihr noch im Fürstenhof hattet zusammen gesucht. Hab nochmal zwei Kisten im Kofferraum."
"Danke, das ist ja super.", freute sich Boris.
"Dann holen wir jetzt erst mal alle Kisten und dann legen wir mit dem aufbauen los oder?",  schlug Tobi vor und alle nickten.
"Na dann, an die Arbeit.", sagte er noch und dann legten sie los.
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