Unverhofft kommt oft

von finngirl
GeschichteAllgemein / P12
04.08.2018
15.09.2019
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So... hallo ihr Lieben :)
Hmm... ich versuche es mal wieder und hoffe, ich kann euch ein paar süße Lesestunden bescheren.
Leser, die mir schon länger folgen, wissen, dass ich ganz früher in der F1- und Fußballsparte hängen geblieben bin, danach war es Jeremy Renner, der mir einige Stunden meiner Nächte "geklaut" hat, um mehr oder weniger sinnfreie/sinnvolle Storys zu schreiben ;) Und ganz eigentlich war mein Plan, nach einen kleinen Schaffenspause, auch weiterhin dem lieben Jeremy weiter treu zu bleiben. Aber Erstens kommt es anders, Zweitens als man denkt ;)
In den letzten Wochen habe ich mich nach laaaaaanger Zeit von Marvel mal über den Comic-Äquator zu DC getraut und verdammt... meine Schaffenspause hat sich in Luft aufgelöst und - an Henry Cavill - ausgelebt. ;)
Ich weiß noch nicht, wohin genau mich diese "Reise" führen wird, aber auch das sind "alteingesessene" Leser gewohnt. :D
Ich habe allerdings festgestellt, dass sich diese Story hier, bisher (und ich habe "erst" 100 Seiten geschrieben) etwas anders formt, als andere Storys. Mal schauen...
Für Anregungen und Kritik bin ich offen, fragt, was ihr fragen wollt, habt Spaß und lasst mir fleißig Kommis da!!! :)
Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit meinen "neuen" Protagonisten, von denen NUR die OCs "mir gehören". ;) (nicht, dass ich was dagegen hätte, wenn Mr. Cavill einen Stempel mit meinem Namen irgendwo auf seinem Körper tragen würde *husthust* ;) )
Und jetzt geht es auch schon los...
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„Tara, bitte.“ Dany schniefte ins Telefon. „Ich… zahle alles, wie immer und du bekommst noch einen Bonus. Aber… ich kann wirklich nicht selbst fliegen.“ Hustend drehte sie sich vom Telefon weg und klickte sich durch ein paar Daten in ihrem Laptop. „Kommst du vorbei? Dann können wir alles persönlich klären.“
„Dany… natürlich.“, seufzte Tara ins Telefon und raffte ihre Schultern. „Gib mir eine halbe Stunde. Ich war grad Laufen.“
„Das wird ihm gefallen. Er läuft selbst ziemlich viel.“ Dany nieste und schnäuzte sich. „Also, bis gleich.“
Tara legte ebenfalls auf und spurtete die Treppe ihres Wohnhauses nach oben, um ihre kleine Zweizimmerwohnung aufzuschließen, schnell zu duschen und zehn Minuten später wieder nach unten zu rennen. In ihrer Tasche ihren Kalender und ihr Tablet für alle wichtigen Daten, die Dany ihr geben würde. Auch, wenn der Auftrag ziemlich spontan kam und sie einige Termine absagen müsste, war sie stolz, dass ihre Chefin ihr das zutraute.
Tara war erst seit einem knappen Jahr in Amerika. Eigentlich gehörte sie nicht nach Amerika, lebte gern in England, aber für den Job, den ihr Dany Garcia, eine angesehene Managerin und Beraterin für diverse Schauspieler, Models, Sportler und so weiter, angeboten hatte, hatte sie England vorerst hinter sich gelassen. Mit England auch eine Eigentumswohnung, die sie nun zeitweise vermietete, an Urlauber und Kurzmieter. Außerdem ihre Freunde, ihre Familie – okay, ihre Eltern waren beide seit zehn Jahren nicht mehr am Leben und Geschwister hatte sie keine, aber Onkels, Tanten, all den Quatsch eben. Und ihre Freunde, mit denen sie glücklicherweise guten Kontakt halten konnte.
Ihr Job brachte ihr ein gutes Gehalt, von dem sie, wenn es die Zeit zuließ, auch oft nach England fliegen konnte, um alle zu besuchen.
Aber gerade jetzt… wo sie ein paar freie Tage und geplant hatte zu renovieren und sich mit Freunden hier in L.A. zu treffen. Egal, sie würden es verstehen. Oh ja, sie würden es verstehen!
Aber sie selbst hatte ein bisschen Angst davor. Sie hatte Dany schon oft zu den Klienten begleitet, war aber immer im Hintergrund geblieben, hatte Zimmer gebucht, Abläufe geplant und weitergegeben, alles, was eine Assistentin einer erfolgreichen Managerin eben zu tun hatte.
Zusammengekommen waren sie bei einer Filmpremiere vor eineinhalb Jahren, bei der Tara noch als Hostess des Veranstalters gearbeitet hatte und kurzfristig, bei einem Stromausfall, ganz ruhig alles gemanagt hatte, indem sie die Gäste durch ruhige Anweisungen und nachvollziehbare Erklärungen eine gute halbe Stunde beruhigt hatte, bis alles wieder weiterging, wie geplant. Kurz danach hatte Dany Garcia sie angesprochen und ein halbes Jahr später war sie nach L.A. gezogen.
Sie hatte viel lernen müssen, aber inzwischen war ihr egal, mit wem sie telefonierte, wenn sie ans Telefon ging, um Klienten zu Dany durchzustellen oder Dinge auszurichten und zu organisieren.
Die wahren Kontakte allerdings, führte Dany nach wie vor selbst.
Nur jetzt… jetzt sollte Tara nach London und dort Danys Schützling Henry Cavill zur Premiere von „MI6“ begleiten und ihm alles so leicht wie möglich machen. Und das, obwohl er selbst ja in London lebte. Sie müsste vermutlich nicht mal ein Hotelzimmer buchen.
Als sie bei Dany klingelte, öffnete Simone, Danys Tochter. „Hey Tara… Mum ist oben im Büro. Du sollst hochkommen. Aber steck dich nicht an.“, grinste die junge Frau, inzwischen 17 Jahre.
„Danke Simone.“, lächelte Tara. „Du bist gesund?“
„Ja. Ich sehe Mum ja kaum. Entweder bin ich in der Schule oder Mum ist unterwegs.“, grinste Simone und zwinkerte dann. „Ich bring ihr gleich neuen Tee hoch. Magst du auch was trinken?“
„Bring mir einfach eine Tasse mit nach oben. Danke.“ Tara huschte die Treppe nach oben und klopfte an Danys Büro.
„Komm rein!“, krächzte Dany und Tara lächelte, als sie zu ihrer Chefin ging.
„Wow… du siehst echt beschissen aus, Dany. Und ich weiß, dass das nicht gerade höflich ist.“, seufzte Tara und setzte sich an den Tisch, Dany gegenüber.
„Ich weiß. Danke, dass du da bist. Also… du weißt ja schon… Henry lebt in London, also kannst du dir für ihn ein Hotelzimmer sparen. Ich habe drei Hotels notiert, in denen ich selbst schon öfter…“
„Ich hab meine Wohnung in London, Dany. Sie ist zur Zeit frei.“
„Ah, okay. Umso einfacher und angenehmer für dich.“
„Wie lange wird es dauern?“
Dany presste die Lippen aufeinander. „Also… die Premiere ist am Samstag. Am Freitag hat Henry ein paar Interviewtermine, die schick ich dir auf den Kalender. Du kannst in zwei Minuten synchronisieren.“, murmelte Dany und tätigte ein paar Klicks, als Simone den Tee und meine Tasse brachte.
„Danke.“
„Gern. Braucht ihr noch was? Mum? Ich würde sonst… du weißt doch… wir wollten an den Strand.“ Simone biss sich auf die Lippen.
„Nein Schatz, geh ruhig. Viel Spaß. Pass auf dich auf!“
Simone strahlte, nickte und winkte. „Bis bald, Tara. Viel Spaß in England.“
„Danke! Dir auch viel Spaß!“, rief Tara hinterher und synchronisierte ihren Kalender auf dem Tablet mit dem ihrer Arbeitgeberin. „Gut, alle Termine da. Die Adressen sind auch drin, super. Die Telefonliste?“
„Schick ich gerade per E-Mail.“ Dany saß die ganze Zeit am PC und schickte Tara alles, was die junge Frau bräuchte, um den Auftrag komplett durchzuführen. „Also… Henry wird seinen Hund vermutlich überall mit hinnehmen. Wenn er dich also darum bittet…“
„Ich nehme den Hund. Geht klar.“, nickte Tara und tippte sich eine Notiz in die Datei, die sie sich anlegte, wenn sie einen Auftrag plante. Diese hieß einfach „Henry C. London“. „Bestimmte… Vorlieben für Interviews? Licht, Essen, Trinken…“, murmelte Tara fragend.
„Nicht wirklich. Du kannst ihn aber vorher einfach fragen. Im Grunde ist er nicht extravagant und alles, was er braucht, bekommst du immer in der Nähe.“
„Okay. Notiert. Wie lange?“
„Donnerstag landet er. Du solltest also, nach Möglichkeit am Mittwoch schon in seinem Haus sein und vielleicht den Kühlschrank füllen, durchlüften…“
„Machst du das immer?“, wollte Tara erstaunt wissen.
„Nein. Ich kläre das oft mit seiner Familie oder lasse jemanden kommen. Aber es ist so spontan.“ Dany zieht eine Grimasse und seufzte. „Es tut mir leid, Tara.“
„Schon okay. Krieg ich hin. Adresse? Und, wie komm ich…“
„Hier, der Schlüssel. Verlier ihn nicht. Sobald du wieder in L.A. bist, will ich, dass du ihn mir bringst.“
„Geht klar.“, nickte Tara und befestigte den Schlüssel an ihrem eigenen Schlüsselring. Da würde sie ihn nicht verlieren. „Fahrdienst?“
„Telefonnummer und Kontaktperson hab ich auf der Telefonliste geschickt. Den Zeitplan haben die schon. Es muss nur immer bestätigt werden, dass der kommende Tag sich nicht verändert hat.“
Tara nickte, notierte sich alles. „Und… wie lange?“, lachte sie dann, weil die Frage noch immer nicht beantwortet war.
„Also… Mittwoch landest du, bereitest alles vor, klärst alles mit den notwendigen Kontakten. Am Donnerstag landet Henry um zehn in London. Du holst ihn bitte persönlich ab und bringst ihn nach Hause. Stell dich vor, wenn er Fragen hat, kann er sich natürlich bei mir melden, aber er wird dich fragen. Da bin ich mir sicher. Ansonsten macht er es heimlich. Er hat zuviel Anstand, um jemanden bloß zu stellen.“, lächelte Dany. „Außerdem wird er sich mit seiner Familie treffen wollen, also, das steht fest. Am Donnerstagabend will er sie nach Hause einladen. Dafür ist alles bestellt und vorbereitet. Du musst ihm quasi nur anbieten, eventuell da zu sein, falls was schief gehen sollte. Freitag dann die Interviews. Du wirst auch andere Schauspieler zu Gesicht bekommen. Damit kannst du umgehen, schätze ich.“
Tara nickte, tippe nach wie vor eifrig mit.
„Alle Adressen und Zeitpläne liegen dir vor. Am Samstag wird er dich erst gegen Mittag brauchen. Davor schläft er aus, verbringt die Zeit zu Hause, geht laufen. Mittags wirst du ihm die bestellten Anzüge bringen, ihm bei der Ankleide helfen, sofern er es wünscht. Danach geht es schon wieder weiter, ein paar kurze Termine, dann die Premiere. Du bist immer im Hintergrund dabei, steckst sein Handy ein, seine Hausschlüssel, was auch immer er verlangt. Bei der Premiere bist du natürlich mit im Kinosaal, aber deinen Platz wird man dir zeigen. Die anschließende Feier ist eine Sache der Beteiligten. Sofern Henry dich nicht explizit einlädt, wirst du in Absprache mit ihm nach Hause gehen oder irgendwo warten, bis er dich wieder kontaktiert.“ Dany führte ihre Aufträge immer streng nach Klientenwunsch durch.
„Bist du immer bei allen Klienten dabei?“
„Was? Nein. Aber Henry in London… das ist seine Heimat, da ist er bestimmt froh, wenn er weiß, was auf ihn zukommt und ihn jemand lenkt. Er wollte mich dabei haben. Normalerweise kläre ich viel von hier aus und habe dann Assistenten überall. Nur dieses Mal… und da du meine persönliche Assistentin bist, dachte ich… du hast es dir auch einfach mal verdient, was Großes ohne mich zu machen und ich bin ausgeknockt.“, lächelte Dany jetzt. „Und wer weiß… wenn es gut läuft und Henry zufrieden ist, lässt er es vielleicht zu, dass ich ihn in deine Kartei schiebe.“
„In meine Kartei?“ Tara sah verwirrt auf.
„Na ja… du solltest anfangen zu ernten, was du säst, Tara. Ich möchte, dass du dich mehr um Klienten kümmerst. Und ich glaube, Henry ist ein guter Anfang. Weil er nett ist.“
„Nett? Klingt irgendwie bedrohlich. Bezüglich anderer Klienten.“, zweifelte Tara.
„Vorerst gibt es nur einen Klienten für dich. Man muss sich nach oben arbeiten.“, lachte Dany und nieste einmal mehr. „Okay… weiter geht’s. Sonntag ist erstmal Ruhe angesagt. Alle Daten und Zeiten…“
„Sehe ich.“, nickte Tara. Dann betrachtete sie sich den Kalender weiter. „Was? Weitere zehn Tage?“, erstaunt hob sie den Kopf.
„Ja. Er hat noch ein paar Promotion-Termine. In Korea, Japan und zum Abschluss natürlich hier in den USA. Dazwischen liegen immer mal ein paar freie Tage in denen du bitte abrufbar für ihn bist. 24 Stunden am Tag.“, fordert Dany von ihrer Assistentin.
„Wow… okay… ich denke… ja. Krieg ich hin. Kannst du dich um meine Post kümmern?“ Tara schob ihren Zweitschlüssel für die Wohnung über Danys Schreibtisch.
„Mache ich. Alles, was dir an Kosten anfällt, sofern es mit Henry zu tun hat…“
„Lasse ich mir quittieren und schicke es dir. Schon klar.“, nickte Tara wieder. „Brauche ich noch Infos über Henry? Wie spreche ich ihn an? Mr. Cavill? Henry?“
„Ich spreche ihn mit Henry an, aber frag ihn einfach. Er ist nur wenig älter als du, aber… frag ihn einfach.“
„Okay.“ Tara atmete durch.
„Wenn du Fragen hast, ruf mich an. Okay? Wenn du dich nicht meldest, gehe ich davon aus, dass du gut und hart arbeitest und alles seinen Weg geht.“, lächelte Dany wieder. „Ich vertraue dir.“
„Okay. Danke. Wow…“ Tara strich sich ein paar Haarsträhnen ihrer blonden, kinnlangen Haare hinters Ohr. „Wie ist es mit…“
„Zieh an, was du für angemessen hältst. Nur bei der Premiere. Am besten auch ein festliches Kleid, dass dir Spielraum für eine Handtasche gibt oder… einen Hosenanzug. Du hast einen guten Stil und Geschmack. Aber bleib im Hintergrund.“
„Okay. Nochmal.. wow!“ Tara lachte kurz. „Dann… sollte ich mir wohl einen Flug…“
„Ich habe meine schon überschreiben lassen. Morgen früh geht es los. Um zehn geht dein Flieger. Knappe elfeinhalb Stunden Flug und du bist dann um 13 Uhr Ortszeit in London. Ich schicke dir für alle weiteren Flüge und Hotelbuchungen die Bestätigungen, Adressen und Codes.“
Tara nickte. „Dann… sollte ich nach Hause und packen.“ Sie trank ihren Tee aus. „Du kommst hier klar? Brauchst du noch irgendwas aus der Apotheke?“
„Nein, ich bin versorgt. Viel Spaß und… lass dich nicht einschüchtern. Denk an deinen Reisepass!“ Dany brachte Tara zur Haustür, verabschiedete sie und tippte eine Nachricht an ihren Schützling. „Am Donnerstag wirst du von meiner Assistentin abgeholt Tara Holmes. Sei nett zu ihr. Ich bin krank und kann selbst leider nicht reisen.“
Da nichts zurück kam, nahm sie an, dass er unterwegs war. Er würde sich melden, wenn er die Nachricht sah.

Tara war nach Hause geeilt und packte ihren Koffer. Alltagsbekleidung hatte sie teilweise in London im abgeschlossenen Kleiderschrank ihrer Wohnung. Davon bräuchte sie nicht so viel. Ein festliches Kleid? Ein Hosenanzug? Würde sie in London kaufen. Vielleicht war auch noch was in ihrem Schrank. Also packte sie sonst ein paar sommerliche, aber passende Hosen, Röcke, Blusen und ihre Laufsachen ein. Außerdem genug Wäsche, ihre Sachen aus dem Bad… seufzend ging sie dreimal alles Gepackte durch, bevor sie das elektronische Ticket von Dany aus Handy geschickt bekam. „Henry weiß Bescheid. Bitte kein Schild am Flughafen. Geh auf ihn zu, du solltest ihn erkennen.“
Tara hob die Augenbrauen. Sie würde ihn sicherlich erkennen.
Sein Auftreten war imposant. Körperlich. Und auch seine Ausstrahlung… elegant, präsent, massiv.
Ein paar Stunden Schlaf würden ihr nicht schaden. Oder sollte sie lieber im Flieger schlafen, um dem Jetlag zu entgehen? Letztlich stellte sie ihren Wecker, bestellte sich ein Taxi und schrieb ihren Freunden eine kurze Nachricht, bevor sie sich doch noch kurz nach Mitternacht für ein paar Stunden hinlegte.
Derweil seufzte Henry Cavill in seinem Haus in L.A.. Er las die Nachricht seiner Managerin, die ihn eigentlich nach London begleiten sollte, da es eine zweiwöchige Reise mit vielen Terminen war. Jetzt hatte sie ihm abgesagt und erklärt, dass ihre Assistentin seine Reise begleiten würde. Kannte er sie? Dany hatte vor kurzem Geburtstag gehabt und einige Leute eingeladen. Es waren ein paar der Assistenten, die sie hier in den USA beschäftigte da gewesen. Aber wenn er in London wäre… Na ja, Dany war krank, das konnte er nun mal nicht ändern. Am nächsten Tag würde er ihr einen Strauß Blumen schicken und sich dann noch mal mit ein paar Freunden treffen, bevor er sich für seinen London-Aufenthalt fertig machen würde. „Kal, wir fliegen nach Hause.“, grinste er dann und kraulte seinem Hund, dem amerikanischen Akita den Kopf. „Und jetzt… jetzt gehen wir schlafen, Kumpel.“, murmelte er und gefolgt von Kal verschwand er im Schlafzimmer, löschte das Licht und freute sich auf sein zu Hause, seine Familie, die gewohnte Umgebung.

„Meine Fresse.“, brummte Tara. Sie war erledigt. Trotzdem wollte sie ihren Auftrag anständig erledigen und war nach Kensington gefahren, um sich um das Haus von Henry Cavill zu kümmern. Sie hatte es tatsächlich geschafft keinem Jetlag zu erliegen. Zuerst. Jetzt traf er sie mit voller Breitseite.
Sie war kurz zuvor einkaufen gewesen. Ein paar Business-Klamotten, die zu ihr passten und nicht zu streng und steif wirkten und dann Lebensmittel und Getränke für Henry Cavill. Dany hatte ihr noch eine Liste mit bevorzugten Sachen von ihm geschickt und jetzt schleppte sie zwei große Taschen ins Haus, welches sie ehrfürchtig betrat. Sie öffnete im Vorbeigehen die ersten Fenster, räumte alles in den Kühlschrank, den sie sogar gewissenhaft auswischte, ließ dann weitere Fenster eine Weile offen stehen und schlich sich durch das Haus. Das Schlafzimmer… sollte sie wirklich auch da rein? Es war… privat, intim… aber ungelüftet. Kurz schluckte sie und eilte rein, öffnete das Fenster, eilte wieder raus und beendete ihren Rundgang. Dann fiel ihr der Stapel Post auf dem Esstisch auf, den sie aber einfach liegen ließ. Dazu hatte Dany ihr nicht gesagt. Das war auch privat. Fanpost bekam Henry nach L.A., das wusste Tara von Dany. Und was hier landete, verwaltete sicherlich seine Familie vorerst.
Eine halbe Stunde später schloss Tara wieder alle Fenster und Türen, verschloss die Haustür und setzte sich in den Mietwagen, den Dany reserviert hatte. Sofern Henry nicht dabei war, stand ihr auch der gemietete Fahrservice nicht zu. Damit konnte sie gut leben.
Jetzt hatte sie noch den Abend frei, bevor sie am nächsten Morgen auf Henry Cavill treffen würde. Vor kurzem, an Danys Geburtstag, hatte sie ihn das erste Mal in persona gesehen. Seine Erscheinung war wirklich mächtig. Aber da sie die ganze Zeit mit Phil, einem Kollegen, am Quatschen war und sich nur ungern an die Klienten von Dany ranpirschte, hatte sie ihn nur von weitem gesehen. Einmal hatten sich ihre Blicke getroffen und sie hatte erschrocken weggesehen, als er kurz lächelte.
Dieses Lächeln, das seine Grübchen und weißen Zähne offenbarte. Die sympathischen Lachfältchen um seine Augen. Ja, Henry Cavill wirkte in einem Raum.
Tara war gespannt, ob er seine Partnerin mitbringen würde und sie auch für diese zuständig wäre. Danach hatte sie Dany nicht gefragt, aber… das würde sie zur Not von Henry erfahren. Anstatt den freien Abend zu genießen, legte sie sich ihre Garderobe für die nächsten Tage zurecht. Wenn sie Henry abholte, würde sie einen unauffälligen Jeansrock und eine weiße Bluse tragen. Immerhin war Sommer. Auch in England. Dazu ihre schwarzen Ballerinas. Sie trug nicht gern Highheels, auch, wenn ihr jeder immer sagte, wie gut sie darin aussähe. Gegen Mitternacht war sie zufrieden und krabbelte in ihr Bett, als gerade eine Nachricht ihr Handy zum Piepsen brachte.
„Du musst ihm deine Nummer geben! Damit du für ihn erreichbar bist. Sobald ihr euch vorgestellt habt, bittest du um sein Handy, damit du sie eingeben kannst. Du wirst ihn nicht nach seiner Nummer fragen. Wenn er etwas braucht, soll er sich bei dir melden. Dany.“
„Okay.“, tippte Tara nur und schlief endlich ein.
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