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Under wolves

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
03.08.2018
13.02.2021
19
5.694
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03.08.2018 286
 
Ich bin es leid.
Ich bin es leid, ein Opfer zu sein.
Doch ich kann aus dieser Rolle nicht ausbrechen.
Es geht nicht, ist nicht einfach. `Nein` zu sagen.
Ich möchte niemandem die Schuld daran geben. Mama hat mich darauf vorbereitet. Dachte sie jedenfalls.
Wir sollten nicht mit Fremden mit gehen, wenn sie uns Süßigkeiten geben wollten oder uns mit Tieren lockten.
Ich versinke immer tiefer in diesem schwarzen Nichts, in einer schwarzen Leere.
Damals, ich wollte nur helfen. Der Mann sagte, er sucht seine Kinder, kann sie nicht finden und dass er sich sorgt.
Es war nicht meine Schuld.
Ich bin es so leid.
Meine Kindheit zerstört, mein Erwachsensein gestört.
Die Wölfe wittern es. Egal wo ich bin, sie finden mich.
Das Schaf, die leichte Beute.
Ich fühlte mich allein mit dieser Last der Vergangenheit.
Ich will darüber reden, ich muss. Ich will es nicht.
Nachts sehe ich die Wölfe; Schatten in den dunklen Ecken meines Zimmers. Mein Herz rast, wenn sie die Zähne fletschen.
Alpträume. Schatten. Nein, ich bin wach.
Und selbst wenn ich wach bin, werfen sie ihre Schatten. Ich höre das Knurren der Wölfe. Egal wo ich bin, sie finden mich.
Ich will kein Opfer mehr sein. Ich will mich nicht mehr so fühlen.
Doch es gibt keinen sicheren Ort für Schafe.
Der Mann, der seine Kinder suchte, er war nicht der Einzige.
Und ich schäme mich, obwohl ICH es nicht sollte.
Die Wölfe wittern es.
Mein Vertrauen ausgenutzt und mehr als meine Seele missbraucht.
Meine Kehle wie zugeschnürt, meine Stimme verstummt.
Ich falle zurück in die Vergangenheit. Dieser Mann, dieses Gebüsch.
Und selbst so viele Jahre später, finden mich die Wölfe.

Nein.
Ich bin kein Opfer. Ich bin eine Überlebende.
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