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Agenten Kuddelmuddel

von KTB
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / MaleSlash
03.08.2018
13.07.2020
8
22.220
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13.07.2020 1.186
 
Deutschland hat den 2. Weltkrieg nicht verloren. Er endete in einem Waffenstillstand.

Die Deutsche Arme im Osten scheiterte. Als die 6. Armee in Stalingrad drohte eingeschlossen zu werden, konnte General Paulus Hitler davon überzeugen, dass ein geordneter Rückzug die einzig wirksame Strategie war. Die Truppen waren zu weit auseinander gezogen und nicht für den russischen Winter gerüstet. Im Frühjahr 43 war die deutsche Ostarmee bis an die Weichsel zurück gedrängt. Selbst beim geordneten Rückzug verlor die Ostarmee fast 40% ihrer Soldaten. Dem Reich fehlten die Soldaten an der Ostfront und der Sowjetunion das Material. Die Sowjetunion brachte den Materialnachschub nicht recht in Gang und so kam der Vormarsch der Russen an der Weichsel, mit einsetzendem Frühjahr, zum Erliegen. Die Truppen gruben sich links und rechts der Weichsel ein und bald war der Krieg an der Ostfront praktisch vorbei. Beide Seiten wussten aus den Erfahrungen des 1. Weltkriegs, dass ein Stellungskrieg nicht zu gewinnen war und ergaben sich in die Patt Situation. Die Sowjetunion verlangte von dem Amerikanern Kriegsmaterial, aber die mussten sich auf den Schutz von England konzentrieren und somit war Russland auf seine eigene schwer angeschlagene Industrie angewiesen. Außerdem hatte weder Churchill noch Roosevelt Vertrauen zu Stalin.

Rommel konnte Spanien zum Kriegseintritt bewegen, was ihm die Einnahme von Malta und Gibraltar zu Beginn des Afrikafeldzuges ermöglichte. Die britische Armee war damit vom Nachschub aus dem Heimatland abgeschnitten. Das Mittelmeer war unter der Kontrolle der Achsenmächte. Nachschub für die Royal Army in Nordafrika konnte nur über die britischen Kolonien in Afrika und Palästina erfolgen, was aber schwierig was. Montgomery, war bald gezwungen seine Truppen aus Nordafrika in die britische Kolonie Palästina zu verlegen. Rommel auf der anderen Seite musste sich auf die Sicherung der eroberten Gebiete in Nordafrika versteifen. Er erhielt keinen Nachschub aus Deutschland. Der Schwerpunkt des Krieges lag an der Ostfront und dann im Kampf gegen England. Rommel musste ein weiteres Vorgehen gegen Montgomery aufgrund von Mangel an Waffen und Munition einstellen.

Da ab Frühjahr 1943 die Ostfront fast schon gespenstisch ruhig war, ging das Reich umso vehementer gegen England vor. Wenn man den Krieg an der Ostfront nicht gewinnen konnte, musste man ihn eben an der Westfront gewinnen. Deutschland hatte 1943 quasi die Lufthoheit über dem Süden Englands. Unter Air Chief Marshall Sir Dowding, waren die Jagdflugzeuge der Royal Airforce über Südengland verteilt. Angreifende deutsche Bomber wurden schon frühzeitig von kleineren, lokal stationierten, Einheiten der Royal Airforce angegriffen, die sukzessive durch Einheiten mit längerer Anflugzeit verstärkt wurden. Das Resultat war, dass die Verluste auf englischer Seite bei jedem Angriff der deutschen Luftwaffe vergleichsweise hoch waren, aber die deutschen Bomber sich sehr schnell wieder zurückziehen mussten, bevor der Feind zu stark wurde und damit nie besonders weit ins Hinterland kamen. Obwohl die verteidigenden Squadrons der Airforce zu über 70% abgeschossen wurden, waren die Verluste an Flugzeugen für die Airforce relativ leicht zu ersetzen. Obwohl die meisten Piloten die Abstürze durch rechtzeitigen Ausstieg überlebten, verlangten Sie jedoch nach stärkeren Squadrons, um den deutschen Angriffen besser Paroli bieten zu können. In einer politischen Fehde wurde Sir Dowding dann abgesägt und durch Leigh-Mallory ersetzt. Der neue Air Chief Marshall stellte dann alles auf den Kopf und führte die Big Wing Strategie ein. Große Airforce Verbände wurden zusammen gezogen, um den deutschen Bomber Verbänden große Verluste zu zufügen. Big Wing war jedoch ein Debakel. Das Zusammen-ziehen der einzelnen Verbände funktionierte nicht schnell genug und die Wahrscheinlichkeit, dass sie rechtzeitig bei den angreifenden deutschen Bomberverbänden waren, war gering. Die deutsche Luftwaffe wusste, wo die englischen Squadrons stationiert waren und hielt sich fern von diesen Orten. Somit konnten die deutschen Bomberverbände nach Herzenslust wüten, einzig eingeschränkt durch die Reichweite der Bomber und die Anzahl der maximal transportierbaren Bomben.

Das CodeCracker Team des Mi-6 in Blechley Park, das die Enigma entschlüsseln sollte wurde aufgelöst. Die Generalität der Royal Army schätzte das Vorhaben mangels Erfolgen als undurchführbar ein. Ein schwuler, autistischer Mathematiker wollte eine Maschine bauen, die einen Code besser als ein Team ausgezeichneter Wissenschaftler knacken sollte? Es war einfach nur verrückt. Zwischen Genie und Wahnsinn ist die Grenze eben fließend. Und schwul zu sein war im Vereinigten Königreich von 1943 eh verboten und wurde mit Sterilisation bestraft.

Die Amerikaner wurden in der Bekämpfung deutscher U-boote immer besser. Sonar, stärkere und bessere Unterwasserbomben, schnellere und mehr Geleitboote, bewaffnete Frachter usw. brachten den U-bootkrieg zum Erliegen. Die „Grauen Wölfe“ mussten sehr vorsichtig vorgehen, um nicht versenkt zu werden. Mai 43 konnten die deutschen U-boote dann keinen nennenswerten Beitrag zum Krieg mehr leisten. Sie wurden von einer Angriffsstrategie in eine Verteidigungsstrategie überführt. Ein Auflaufen auf einen kombinierten U-boot – Jagdbomberverband konnte für einen amerikanischen Seekonvoi den vollständigen Untergang bedeuten. Die Jagdbomber kümmerten sich um die schellen aber auch leichten Geleitschiffe und während die U-boote die schweren Schiffe mit Torpedos versenkten. Da die Jagdbomber aber nur in Küstennähe operieren konnten, war die Reichweite eines solchen Verbandes gering. Angriffe damit unmöglich, einzig Verteidigung der Küstenlinien.

Die Amerikaner waren sehr stark im pazifischen Krieg gegen Japan gebunden. Die sehr leichten Mitsubishi A7M wurden mit dem 2700PS Daimler Benz Flugmotor DB606, der bei Aichi in Lizenz gefertigt wurde ausgerüstet. Die A7M war mehr oder weniger eine Kopie der M51 Mustang, die eh schon ein hervorragendes Jagdflugzeug war. Die Japaner hatten hierzu genug abgeschossene Mustangs zur Verfügung. Mit sehr viel Akribie machten die japanischen Ingenieure die A7M aber etwa 30% leichter und korrigierten einige andere Schwächen der M51. Zusammen mit dem DB606 hatte die A7M eine ungeschlagene Wendigkeit und Steigfähigkeit. Allerdings hatte die A7M im Gegensatz zur M51 Mustang keinerlei Panzerung. Wenige Treffer reichten in der Regel um ihr schwere Schäden zu zufügen. Die älteren, unterlegenen A6M Zero wurden Schritt für Schritt ersetzt. Die M51 Mustang und Vought F4U Corsair der US Airforce konnten gegen die A7M nur mit dem luftgekühlten Pratt & Wittney R2800 Double Wasp Motor mit 2400PS mithalten. Dieser Motor hatte aber thermische Probleme und konnte die volle Leistung nur kurzzeitig liefern. Der DB606 war wassergekühlt und konnte dauerhaft volle Leistung liefern. Die A7M war damit etwas überlegen, wobei speziell die Corsair mit ihren kurzen Flügeln bei Starts und Landung sehr viele Unfälle hatten. Die massive Motorleistung bedurfte eines sehr erfahrenen Piloten, um Überschläge beim Start und Platten beim Landen zu vermeiden. Die A7M mit ihren etwas längeren Flügeln hatten dieses Problem nicht so eklatant. Darüber hinaus sorgten die deutschen Ausbilder für sehr gute japanische Piloten. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit war es der US Airforce bis Ende 1943 nicht möglich Luftüberlegenheit herzustellen.

Ende 43, nach dem Abwurf der Atombombe auf New York, wurde dann ein Waffenstillstand vereinbart, da keine Seite mehr die Überhand erlangen konnte. Die Vx-Raketen und die Wunderwaffe waren zwar furchteinflößend, aber kriegsentscheidend waren sie nicht. Die Vx-Raketen, waren zu ungenau und eine Atombombe konnte man nur alle 2-3 Jahre abwerfen, so lange dauerte es damals genug hoch angereichertes Uran 235 und Plutonium 239 her zu stellen.

Nach dem Waffenstillstand ordnete sich die Welt neu. Alle kommunistischen Staaten schlossen sich zusammen, Süd- und Nordamerika schlossen sich zusammen und die Achsenmächte bildeten eine Allianz. Eine Randgruppe ohne militärische Relevanz war die Union der muslimischen Staaten.
 
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