SummerLove

GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
Die Kaoru Kyō Shinya Toshiya
02.08.2018
24.11.2019
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Zur gewohnten Zeit erwachte Kaoru in einem Bett, welches nicht seines war. Auch dieses Zimmer kam ihm nicht bekannt vor und er brauchte ein paar Momente, bis ihm wieder einfiel, was geschehen war. Da spürte er auch schon ein leises Seufzen neben sich und sein Herz begann, etwas schneller zu klopfen. Er atmete tief durch, wappnete sich innerlich für den Anblick und wandte dann den Kopf um.
Doch egal, wie sehr er sich auf Shinyas Anblick vorbereitet hatte, seine Reaktion war dennoch heftig. Sein Herz stolperte kurz, um noch schneller gegen seine Brust zu schlagen, ihm stockte der Atem und er musste all seine Willenskraft aufwenden, um nicht über den Schlagzeuger herzufallen. Andächtig nahm er das Gesicht des anderen aus nächster Nähe wahr und sein Inneres zog sich vor Sehnsucht zusammen. Wie gerne hätte er Shinya geküsst, aber er traute sich nicht, zumal er den anderen damit sicher aufgeweckt hätte.
Kaoru warf einen Blick auf die Uhr und stellte fest, dass es noch sehr früh am Morgen war. Er war froh, dass ihm noch ein wenig Zeit vergönnt war und so schloss er nochmals die Augen und genoss die Zweisamkeit in der Nähe des Schlagzeugers. Seine innere Aufregung konnte er nicht abstellen, daher entspannte er nur noch und döste vor sich hin, als er spürte, wie sich das Bett bewegte und Shinya immer näher zu ihm rutschte.
Mit einem leisen Seufzen schmiegte der Drummer sich an ihn und abermals stolperte Kaorus Herz. Er versuchte, sich nicht zu bewegen, während Shinya seinen Kopf an seine Brust kuschelte und die Glücksgefühle in Kaoru wurden unbeschreiblich. Wie gerne hätte er diese Situation jeden Morgen gehabt, aber er wusste selbst, dass das hier eine einmalige Situation war. Er würde den Teufel tun und seine Chancen schmälern, falls da welche waren, daher bewegte er sich nicht und nutzte die Situation nicht aus.
Kaoru entspannte sich irgendwann wieder und genoss den Moment, bis er langsam wieder wegdämmerte.

Shinya erwachte eine Stunde später auf Kaorus nacktem Oberkörper und er brauchte einen Moment und zu kapieren, dass Kaoru nicht sein ultrabequemes Kissen war. Peinlich berührt schoss er vom Bett herunter und starrte mit klopfendem Herzen auf den Leader, der so selbstverständlich in seinem Bett lag als würde er dorthin gehören.
„Oh mein Gott“, flüsterte Shinya und ihn ließ das keinesfalls kalt, wie er vor allem weiter südlich spürte.
Er musste hier raus, bevor er noch etwas ganz Dummes tat und so verflüchtigte sich der Schlagzeuger lieber ins Bad. Im Nu war er aus seinen Klamotten heraus und stellte sich unter den Duschkopf, um kurz darauf kaltes Wasser auf sich herabregnen zu lassen. Die Kälte half, um wieder etwas klarer im Kopf zu werden und er blieb solange, bis er sich einen Plan zurechtgelegt hatte, wie er ab jetzt mit Kaoru in seiner Wohnung umgehen würde.
Shinya beschloss, in die Küche zu gehen und ein Frühstück vorzubereiten, um sich so spät wie möglich mit Kaoru zu befassen. Er ließ den Leader schlafen und zog einfach seine Schlafsachen wieder an, die ein wenig nach Kaoru dufteten. Es brachte ihn leicht aus dem Konzept, aber mithilfe einiger Atemübungen bekam er sich wieder in den Griff.
Er hatte zum Glück genug Zutaten für ein kleines japanisches Frühstück da und machte sich sogleich ans Werk. Es tat gut, die vertrauten Handlungen durchzuführen und sie beruhigten ihn langsam aber sicher.
„Shin...?“, fragte irgendwann eine schlaftrunkene Stimme hinter ihm und er wandte sich kurz nach Kaoru um.
Ein weiterer Blick fiel auf die Küchenuhr, die ihm sagte, dass es bereits kurz nach halb neun war und seit seinem Erwachen war bereits eine Stunde vergangen.
„Guten Morgen“, sagte der Schlagzeuger und Kaoru erwiderte den Gruß mit merklich rauer Stimme.
Er hatte sich wieder vollkommen angezogen und Shinya war genauso froh wie er auch enttäuscht war. Schnell schüttelte er diese Gefühle ab, um normal wie immer zu reagieren, so als hätte es die gemeinsame Stunden in seinem Bett nicht gegeben.
„Hast du gut geschlafen?“, fragte Shinya lächelnd und Kaoru nickte.
„Ja, dein Bett ist sehr bequem“, erwiderte der Leader, auch, wenn er das Gefühl hatte, dass nicht das Bett der Grund war, welches ihn so gut hatte schlafen lassen.
„Ich weiß“, lachte Shinya und stellte Geschirr auf den schmalen Küchentisch.
Wenig später servierte er das Frühstück und bedeutete Kaoru sich zu setzen. Der Leader sah dermaßen zerknautscht und zerwuschelt aus, dass sein Herz gleich wieder höher schlug und Shinya unterdrückte nur mit Mühe ein sehnsüchtiges Seufzen. Wie gerne er in diesem Moment Kaorus Haare berührt hätte oder auch dessen Gesicht, das konnte Shinya kaum beschreiben. Er schluckte diese drängenden Gedanken hinunter und kümmerte sich darum, dass der Leader eine riesige Tasse schwarzen Kaffees bekam.
„Danke“, seufzte Kaoru und lächelte schief. „Ich muss wirklich fertig aussehen.“
Shinya unterdrückte den Drang, dem Leader zu widersprechen und grinste stattdessen.
„Nicht fertiger als sonst. Du wirkst wie das strahlende Leben, als hättest du niemals einen Stalker verfolgt“, sagte der Schlagzeuger augenzwinkernd und Kaoru lachte kurz, ehe er sich den ersten Schluck belebenden Kaffees genehmigte.
Sie hatten noch eine halbe Stunde, ehe sie los mussten und der Leader hätte am liebsten die vormittäglichen Proben abgesagt, um noch ein wenig Zeit mit Shinya zu verbringen. Er bemerkte allerdings, wie hungrig er war und so ließ er sich bald darauf das Essen schmecken.
„Danke nochmal für gestern“, warf Shinya nochmals ein und Kaoru lächelte ihn an.
„Schon in Ordnung. Ich bin froh, dass ich dir helfen konnte.“
„Ich bin einfach nur froh, dass dir nichts passiert ist.“
Kaorus Blick drückte Überraschung aus und Shinya errötete.
„Du hast dir Sorgen gemacht?“
„Natürlich! Was wäre Dir en Grey ohne Leader? Die anderen würden mich irre machen“, versetzte Shinya ausweichend und Kaoru lachte.
„Ist das der einzige Grund?“, fragte er dann und Shinya verschluckte sich an seinem Kaffee, den er gerade getrunken hatte.
Kaoru war sofort bei ihm und klopfte ihm auf den Rücken und obwohl der Grund unerfreulich war, so war Shinya dankbar, die Hand des Leaders auf sich spüren zu können. Er war schon wirklich verzweifelt verliebt oder vollkommen hinüber.
„Alles in Ordnung?“, fragte der Leader besorgt und Shinya nickte.
„Ja, alles gut. Lass uns fertig werden, sonst kommen wir zu spät“, lenkte der Schlagzeuger ab und Kaoru nickte, ehe er dem Vorschlag sogleich nachkam.
Shinya war zumindest froh, dass er zum Umziehen in seinem Schlafzimmer verschwinden konnte, um Kaorus Präsenz zu entkommen. Sein Blick fiel auf das zerwühlte Bett und sofort wurde ihm ganz anders. Es stand fest, dass er die Bettwäsche eine ganze Zeit lang nicht wechseln würde, zumindest nicht, bis der Geruch des Leaders gänzlich verflogen war.
Als er in die Küche zurückkehrte, sah er, wie Kaoru bereits unruhig im Flur auf und ab tigerte. Anscheinend konnte der andere doch nicht so locker über ein Zuspätkommen hinwegsehen, vor allem nicht, wenn es ihn selbst betraf.
Shinya gab einen leisen prustenden Laut von sich, dann begab er sich betont ruhig zu Kaoru.
„Können wir?“
Der Gitarrist nickte als Antwort und griff schon nach der Türklinke, doch dann hielt er doch noch einmal inne und drehte sich zum Schlagzeuger um.
„Kann ich dich mitnehmen? Es wäre doch Schwachsinn, mit zwei Autos zu fahren, oder? Ich bringe dich natürlich auch wieder zurück“, sagte er und Shinya war so überrumpelt, dass er erst einmal ein paar Momente brauchte, um zu antworten.
Er hätte Nein sagen müssen, um sich nicht noch weiter in die Idee zu verrennen, dass es für ihn und Kaoru einen Möglichkeit gab. Doch alles, was seinen Mund in diesem Moment verließ, war eine kurze und knappe Zusage und er wurde mit einem strahlenden Lächeln von Seiten des Gitarristen belohnt.
Wieder einmal musste Shinya sich zusammenreißen, damit ihm daraufhin nicht die Knie weich wurden und er folgte Kaoru zu dessen Auto.

Kaoru war trotz seiner leicht spürbaren Müdigkeit in Topform, als er bei den Proben aufschlug. Die Zeit, die ihm mit Shinya vergönnt gewesen war, beflügelte ihn geradezu und dieses Mal war eher er der nervöse Springball und nicht Toshiya. Kaoru ließ sich sogar dazu hinreißen, seine Gitarrensolos ausufernder als sonst zu gestalten, so dass Kyo seinen Einsatz zweimal verschieben musste. Dafür gab es einen ungehaltenen Blick, aber den Leader störte das rein gar nicht.
„Du bist ja heute in Hochform, Kao“, lachte Toshiya nach dem Song und Kaoru lächelte breit.
„Ich hatte ein besonders gutes Frühstück, vielleicht liegt es daran“, meinte er und aus den Augenwinkeln sah er, wie Shinya darüber lächeln musste, was ihn gleich noch fröhlicher machte.
„Was immer in diesem Frühstück war, nimm weniger“, knurrte Kyo immer noch missgestimmt und Kaoru ging zu ihm, um leicht den Kopf zu neigen.
„Tut mir leid, Kyo. Aber lass mir doch diesen einen Tag, an dem ich trotz meiner Pflichten mal gute Laune habe“, brachte Kaoru hervor und Kyo überlegte kurz.
Dann seufzte er und ließ sich dazu herab, Kaoru diese überschwängliche Laune wenigstens dieses Mal zu verzeihen.
„Also gut. Aber lass es nicht die Proben beeinträchtigen, ich kann mich nicht immer für dich umstellen und das weißt du“, knurrte Kyo nur warnend und Kaoru nickte.
Er drehte sich zu Dai, um mit diesem die Einstellungen der E-Gitarren abzusprechen, während Toshiya zu Shinya ging, um mit diesem zu plaudern.
„Ist etwas passiert, wovon ich wissen müsste?“, wollte er leise und im Verschwörerton wissen.
„Wieso?“
Shinyas Herz klopfte etwas schneller, dabei war es unwahrscheinlich, dass Toshiya wusste, wie er zu seinem neuen Handysperrbildschirm gekommen war. Trotzdem trat er schuldbewusst von einem Bein aufs andere, was der Bassist aber durch das ausladende Drumset nicht sehen konnte.
„Na  ja, nicht nur Kaoru hat heute nahezu blendende Laune, sondern auch du“, bemerkte Toshiya lächelnd, doch Shinya ließ sich nicht in die Karten schauen.
„Zufall würde ich sagen. Es war gestern Abend nicht so heiß draußen, da konnte ich besser schlafen als die letzten Nächte.“
Toshiya schaute ihn forschend an und Shinya hoffte, dass ihn sein gespielt unschuldiger Blick jetzt nicht im Stich ließ.
„Hmm...“, sagte Toshiya nachdenklich, denn er wirkte nicht überzeugt, doch ihm war auch klar, dass er nichts aus dem Drummer herausbekommen würde.
„Können wir dann weiter machen?“, wollte Kyo da zum Glück wissen und Shinya begab sich auf seinen Hocker, froh darüber, dass Toshiya auch wieder auf seinen Platz zurückkehrte.
Das war verdammt knapp gewesen...
Kaoru versuchte währenddessen, die weiteren Proben nicht nochmals aufzufallen, doch er war in einer derartigen Hochstimmung, dass es ihm doch noch ein oder zwei Mal passierte. Entschuldigend sah er zu Kyo, der irgendwann verbissen nach einer Pause verlangte.
„Es tut mir echt leid“, meinte er, aber sein breites Grinsen ließ sich einfach nicht abstellen.
Er war einfach glücklich und das durch und durch.
„Ok, machen wir für heute Schluss“, sagte Kyo genervt, doch Kaoru schüttelte den Kopf.
„Ich reiße mich zusammen,  versprochen. Lass uns eine längere Pause machen, danach ist es okay. Vielleicht brauche ich nur kurz frische Luft“, meinte der Leader und hoffte, den Sänger damit zu versöhnen, der heute besonders schlecht aufgelegt zu sein schien.
Kyo nickte und gab ein Knurren von sich, dann verließ er den Raum, während Kaoru sich zur Ruhe mahnte.
„Ich rede mal mit ihm“, sagte Dai und stellte die Gitarre ab, ehe er dem Sänger nachging.
„Tut mir leid“, sagte Kaoru wiederholt, doch Toshiya schlug ihm nur kumpelhaft auf die Schulter.
„Mach dir nichts draus, Kyo beruhigt sich schon wieder“, meinte er aufmunternd und er stellte seinen Bass weg, um ebenfalls hinter Dai und Kyo hinterher zu gehen.
Hilflos lächelnd wandte Kaoru sich zu Shinya um.
„Entschuldige, ich richte heute ziemliches Chaos an“, sagte er und Shinya lachte leise darüber.
„Das stimmt. Ich wusste gar nicht, dass ich so gut im Frühstück machen bin“, meinte er dann verschwörerisch und Kaoru lächelte.
„War irgendwo sehr viel Zucker drin? Nur das erklärt, dass ich so aufgedreht bin“, meinte er dann und Shinya lachte.
„Ich denke, das könnte auch das Adrenalin von deiner Verbrecherjagd sein“, bemerkte er.
Kaoru wurde sofort ernst.
„Ich hoffe, der Typ kommt nicht wieder“, sagte er und wenn er sich ausmalte, was hätte passieren können, ergriff ihn tiefer Ärger.
„Du hast ihm einen gehörigen Schrecken eingejagt, daher denke ich, dass er nicht noch einmal kommen wird. Danke nochmal... und entschuldige, dass ich mich nicht sofort an dich gewendet habe.“
„Schon in Ordnung. Ich weiß, dass du die Dinge gerne selbst regelst, Shin.“
Der Schlagzeuger nickte.
„Schon, aber es war in diesem Fall sehr leichtsinnig“, sagte er bekennend und Kaoru schaute ihn überrascht an.
Shinya lachte.
„Sollte es ein nächstes Mal geben, darfst du wieder den Helden für mich spielen, ok?“
„Machst du dich lustig über mich?“
„Nicht doch... Guitar-Hero“, sagte Shinya und Kaoru lachte.
„Ok, jetzt weiß ich, dass du nur Scherze machst.“
Shinya lachte nun auch.
„Ganz recht, ich werde mich wohl wieder allein der Sache stellen. Aber ich werde es nicht wieder soweit kommen lassen, das verspreche ich dir.“
Kaoru nickte und hoffte, dass es nicht nötig sein würde. Er beschloss, das nähere Verhältnis zum Schlagzeuger zu nutzen, um den anderen um eine Art Date zu bitten.
„Hast du heute Abend nach den Proben noch etwas vor?“
„Nichts Spezielles. Wieso?“
Shinyas Herz begann wild zu klopfen. Wollte Kaoru etwa noch mehr Zeit mit ihm verbringen? Hatte der andere noch nicht genug von ihm?
„Würdest du mit mir länger bleiben? Ich würde gern noch mehr Moves am Schlagzeug lernen“, tastete Kaoru sich vor, denn er wollte nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, nachdem er die zweite Stufe vor der ersten genommen hatte, indem er bei Shinya übernachtet hatte.
„Gern.“
Die Antwort war schneller aus dem Schlagzeuger heraus, als dieser darüber nachdenken konnte. Er wurde etwas rot im Gesicht, doch er blieb bei seiner Entscheidung.
Kaoru freute sich darüber und so verabredeten sie sich für nach den Proben. In dem Moment kamen Kyo, Dai und Toshiya wieder herein und in einem dritten Anlauf schafften sie es endlich, die Proben erfolgreich und ohne weitere Unterbrechungen oder Extraeinlagen von Kaorus Seite. Jetzt hatte er das neue Ziel, die Zeit effektiv zu nutzen, bis es Zeit für sein erstes inoffizielles Date mit Shinya war.
Nach den Proben verabschiedeten sich alle bis auf Toshiya, der noch mit Kaoru reden wollte. Shinya ließ den beiden Raum und ging zur Toilette, um sich kurz frisch zu machen und sich gedanklich auf das Alleinsein mit Kaoru vorzubereiten. Sein Herz flatterte nervös und seine Hände zitterten vor Aufregung, weil ihm das wie einer seiner Träume vorkam.
Shinya atmete tief durch und beruhigte sich schließlich damit, dass er kaltes Wasser in sein Gesicht spritzte. Er hoffte, damit ein wenig klarer im Kopf zu werden und nicht so große Hoffnungen in dieses Treffen zu setzen.
Er trocknete sich ab, ehe er sein Handy aus seiner Hosentasche zog und das Bild von ihm und Kaoru aufrief. Es war nur ein Bild, eine Art gestelltes Glück und vielleicht würde dieser Traum nie in Erfüllung gehen. Andererseits hatte Kaoru heute Morgen so gute Laune gehabt und er hatte sogar zugegeben, dass das frühmorgendliche Zusammensein mit dem Drummer ihm gefallen hatte.
„Das wird schon, Shinya, das wird schon“, machte sich der Schlagzeuger Mut, dann steckte er das Handy wieder weg und ging zurück zum Proberaum.
Er hielt inne als er die Tür halb geöffnet vorfand und die leisen Stimmen von Kaoru und Toshiya hörte. Der Schlagzeuger wusste, dass Lauschen keinen guten Eindruck machte, also wartete er ab. Doch als keine Stimmen mehr zu hören waren, wurde er doch neugierig und deshalb trieb die Neugier ihn dahin, dass er vorsichtig um die Ecke lugte. Einen Moment später wünschte er sich jedoch, er hätte es nicht getan, denn so musste er sehen, wie Toshiya und Kaoru sich umarmten.
Shinya hatte zwar vermutet, dass er nie die Chance haben würde, mit Kaoru zusammen zu sein, doch es war immer noch eine kleine Hoffnung in ihm verblieben, die er nun tief in sich spürte. Die kleine Hoffnung wandelte sich gerade in riesige Enttäuschung und ließ ihn kaum atmen, während er den Blick nicht von dem Gitarristen und dem Bassisten abwenden konnte. Es tat sehr weh... aber vielleicht war dieser Schmerz nötig, um sich Kaoru endlich und noch dazu endgültig aus dem Kopf zu schlagen.