Strange Twist Of Fate

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16 Slash
Byun Baekhyun Park Chanyeol
01.08.2018
07.08.2019
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Hallo zusammen!
Es ist endlich soweit, wir melden uns zurück - mit unser dritten Fanfiktion!!

Die Geschichte ähnelt sich in manchen, kleinen Aspekten „Torn Out“, jedoch ist die Storyline eine komplett neue und wir haben die Charaktere natürlich wieder anders gestaltet.
Allerdings sollt ihr gewarnt sein: Die Geschichte behandelt sensible Themen, wie z.B. Depressionen und auch Andeutungen von Suizid. (Vielleicht kann man das in der Kurzbeschreibung erkennen.) Wir haben uns mit dem Motto an die Planung gesetzt, eine emotional tiefere Geschichte zu schreiben, inwieweit wir das hinbekommen, sei mal dahin gestellt. Es geht um das Leben mit all den positiven, wie auch negativen Dingen, die es bereithalten kann.
Wir hoffen, dass wir damit euer Interesse geweckt haben und wir einige Leser wiederlesen werden. Das würde uns sehr freuen.
Ein fester Hochlade-Tag steht noch nicht fest, aber wir werden es euch zeitnah wissen lassen.
Die ersten Kapitel sind einleitende Kapitel in den beiden Sichten der Hauptcharaktere.
Viel Spaß beim Lesen!
Bis bald. <3

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*Chanyeol PoV*

„This is the part where our tour will end and I‘ll have to say „Goodbye“. Thank you for your attention. I hope you enjoyed sightseeing with me. Have a nice stay in Seoul and maybe we‘ll see each other again! Goodbye“, die Gäste verabschiedeten sich ebenfalls von mir und applaudierten, bevor der Bus anhielt und alle aussteigen konnten. Ich musste noch warten bis alle gegangen waren. An der Bushaltestelle für die Sightseeing-Touren stand schon meine Kollegin, die die nächste Tour übernehmen würde; hinter ihr ein paar Touristen. „Viel Spaß“, wünschte ich ihr als ich an ihr vorbei ging. Mein Arbeitstag hatte soeben ein Ende genommen, die englischsprachige Tour war meine Letzte. Deswegen konnte ich nun direkt nach Hause gehen. Es war wirklich eine Seltenheit, dass ich das konnte, denn normalerweise war ich überall auf der Welt unterwegs. Nur diese Woche hatte ich als Reiseleiter einige Touren in Seoul und Umgebung zu absolvieren. Ich führte diese Sightseeing-Touren in Englisch, Japanisch, Chinesisch und Koreanisch durch. Mein Job machte mir sehr viel Spaß, was sich einige vielleicht nicht vorstellen konnten, da ich so gut wie immer unterwegs war. Aber ich wollte es gar nicht anders. Ich liebte das Reisen und wollte so viel wie möglich von der Welt entdecken. Dadurch konnte ich meine Freiheit voll und ganz ausschöpfen, was mir persönlich sehr wichtig war. Klar vermisste ich meine Familie und meine Freunde, wenn ich unterwegs war. Doch das Gefühl eingeschlossen zu sein, in einer Stadt oder auch in meiner Wohnung, hasste ich mehr als alles andere. Außerdem konnte man nirgendwo so viele Erfahrungen sammeln, wie wenn man sich selbstständig auf den Weg macht, um neue Kulturen kennenzulernen. Mit 18 Jahren konnte mich nichts und niemand mehr zurückhalten, weswegen ich für ein Jahr als Backpacker nach Australien ging. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und erwachsener gemacht. Dadurch ist mir sogar bewusst geworden, was ich einmal werden wollte. Glücklicherweise unterstützte mich meine Familie, zu der ich einen sehr guten Draht hatte, in dem, was ich tun wollte, wofür ich sehr dankbar war.

Als ich Zuhause ankam, kam mir mein bellender Hund entgegen. Ich hockte mich hin und streichelte ihn, während er mit seinen Vorderpfoten auf meine Knie sprang und mein Gesicht ableckte. „Hey, ganz ruhig, Kleiner. Du hast mich ja jetzt wieder“, ich lachte. Während ich um die Weld reiste, passte meine Schwester Yoora auf den kleinen Hund auf, weswegen sich Toben umso mehr freute, wenn sein Herrchen endlich mal für längere Zeit bei ihm war. Nachdem ich meine Sachen abgestellt hatte, kümmerte ich mich um Tobens Futter und füllte seine Näpfchen auf. Kurz bevor ich den Wassernapf auffüllen konnte, klingelte allerdings mein Handy. Ich zog es aus meiner Hosentasche und blickte auf den Bildschirm, welcher mit dem Namen „Kyungsoo“ aufleuchtete. Mit einem „Hey“ ging ich ran. „Hi Chanyeol. Wann bist du denn heute mit der Arbeit fertig?“ „Ich bin vor ein paar Minuten Zuhause angekommen, wieso?“ „Ich dachte wir könnten mal wieder etwas zusammen machen; jetzt, wo du schon mal im Land bist.“ „Ja klar, gerne. An was hast du denn gedacht?“ „Das weiß ich nicht so recht.“ „Lass uns doch einfach ein bisschen mit dem Auto durch die Stadt fahren und einfach in Ruhe chillen. Heute ist perfektes Wetter zum Auto fahren.“ „Klingt gut; wie in alten Zeiten“, lachte mein bester Freund. „Genau“, ich schmunzelte. „In einer halben Stunde bin ich bei dir, wäre das okay?“, fragte ich. „Auf jeden Fall!“ „Gut, dann bis gleich.“ „Bis gleich.“ Ich füllte auch den Wassernapf noch auf und holte dann schnell alle Dinge, die ich brauchen würde. Dann machte ich mich auf den Weg. Kyungsoo und ich sind schon seit einer halben Ewigkeit beste Freunde und auch wenn wir zwischendrin mal zusammen waren, hat sich unsere Freundschaft nie wirklich verändert. Wir haben uns damals getrennt, weil das zwischen uns mehr Freundschaft als Liebe war. Anfangs wollten wir das zwar nicht einsehen, aber im Endeffekt war es besser so. Ich bin um ehrlich zu sein sehr froh darüber, denn wenn wir noch länger zusammen gewesen wären, hätten wir auch im Schlechten auseinander gehen können und dementsprechend den Kontakt abbrechen können. Wie gut, dass wir damals so vernünftig waren. Vor Soos Wohnblock angekommen, hupte ich und deutete ihm somit, dass ich da war. Schon kurz darauf öffnete sich die Haustür und Kyungsoo lief auf mein Auto zu. Als er die Tür aufmachte und sich auf den Beifahrersitz setzte, begrüßte ich ihn mit einem fröhlichen „Hey!“, was er nur erwiderte. „Lange nicht gesehen!“, meinte der Jüngere während ich losfuhr. „Da hast du Recht. Wie geht es dir denn?“ „Mir geht’s gut, danke der Nachfrage. Und dir?“ „Kann mich nicht beklagen. Es ist auf jeden Fall schön wieder hier zu sein“. „Das glaube ich gerne“. „Wie geht es Jongin?“, fragte ich meinen besten Freund. „Gut. Er ist mit seinem Tanzstudio beschäftigt. Momentan kommen richtig viele Anmeldungen rein und da muss er die Kurse umorganisieren und mehr Tanzlehrer einspannen“. „Freut mich, wenn es in dem Sinne in seinem Studio läuft. Vor ein paar Monaten hätte er diesen Hype noch nicht erwartet“. „Das stimmt. Ich bin auch richtig stolz auf ihn. Er hat es geschafft sein Hobby zum Beruf zu machen und auch, wenn es momentan stressig ist, ist er dabei richtig glücklich“. „Und wenn er glücklich ist, dann bist du es auch, stimmt’s?“ Kyungsoo nickte.                                                                              
Die beiden waren wirklich ein süßes Paar. Seit fünf Jahren sind die beiden schon zusammen und sie sind genauso glücklich und verliebt wie am Anfang, wenn nicht noch mehr. Jongin ist, neben Kyungsoo, einer meiner besten Freunde. Die beiden haben sich durch mich kennengelernt und haben dann angefangen zu daten. Als sie mir berichtet haben, dass sie in einer festen Beziehung sind, habe ich mich wahnsinnig gefreut.                                                  
„Wie geht’s Yifan?“ „Ganz gut. Er meint auf Arbeit läuft es momentan super und sonst geht es ihm auch gut“. „Seht ihr euch heute noch?“ „Nein, heute muss er leider arbeiten, aber morgen können wir uns sehen. Ich freue mich total“. „Kann ich mir vorstellen. Wann habt ihr euch das letzte Mal gesehen? Vor zwei Monaten?!“ „Ja das kommt hin. Tatsächlich das letzte Mal als er mich an unserem Jahrestag in Portugal besucht hat“. „Das ist schon wieder so lange her, krass“. „Oh ja schon“.                      
Yifan und ich sind seit etwas mehr als einem Jahr zusammen. Wir hatten uns damals in Kanada kennengelernt. Ich war beruflich unterwegs und er lebte und arbeitete dort. Nachdem wir in einem Club Nummern getauscht hatten, gingen wir auf ein paar Dates. Als wir uns etwas später zufällig in Seoul wiedersahen, erzählte mir der Halb-Kanadier, Halb-Chinese, dass er beruflich nach Korea versetzt wurde. Das war für uns ein Grund endgültig eine Beziehung einzugehen. Wir wussten von Anfang an, dass es durch meinen Job oft zu einer Fernbeziehung werden würde, aber damit kamen wir klar. Bis heute sind wir glücklich und ich bin sehr froh Yifan zu haben.    

Kyungsoo und ich fuhren noch eine halbe Ewigkeit durch die Gegend. Zwischendrin hielten wir an manchen Stellen an und aßen etwas oder schauten uns die Aussicht an und redeten einfach. Es war schön mal wieder Quality-Time mit meinem besten Freund zu verbringen, wir sahen uns schließlich auch selten. Natürlich schrieben wir oft miteinander, aber es war einfach nicht das Gleiche, vor allem weil wir durch unsere Schulzeit damals daran gewöhnt waren uns jeden Tag zu sehen. „Wie lang bleibst du jetzt eigentlich in Korea?“, fragte der Jüngere von uns beiden. „Voraussichtlich zwölf Tage bis zwei Wochen, das kommt darauf an, wann sie mich wieder woanders brauchen“. „Okay, aber das ist ja erst mal etwas“. „Finde ich auch“.  Kurze Zeit später waren wir auch schon wieder vor Kyungsoos Haustür angekommen. „Danke für die Tour“, meinte mein bester Freund während er sich abschnallte. „Gern geschehen. War cool mal wieder etwas abzuhängen!“ „Definitiv!“ „Dann wünsche ich dir bzw. euch noch einen schönen Abend“. „Danke gleichfalls und wir sehen uns!“ „Genau“. „Ciao!“ „Ciao!“ Soo stieg aus, machte die Tür zu und lief Richtung Haustür. Ich startete wieder den Motor und macht mich auf den Weg zu meiner Wohnung.

Zuhause traf ich dann wieder auf Toben, mit dem ich noch einmal Gassi ging. Wir drehten eine Runde im Park, in dem es mittlerweile ruhiger geworden war. Ich genoss die frische Luft Seouls. Es war eben doch immer wieder schön in der Heimat zu sein. Nach dem kleinen Spaziergang beschloss ich noch etwas Musik zu machen. Ich war im Besitz einer Gitarre, eines Klaviers und eines Schlagzeugs. Vor allem Gitarre spielte ich oft, wenn ich unterwegs war. Musik ist immer gut. Musik kann alles erzählen; jede Emotion, jede Geschichte, egal in welcher Sprache – Musik verbindet. Ohne Töne, Klänge, Harmonien wäre die Welt leer. Deshalb nutzte ich jede Minute, um zu spielen. In diesem Moment setzte ich mich an das Schlagzeug – das Instrument, was ich am meisten vermisse, wenn ich auf Reisen bin. Ich wechselte zwischen Liedern, verschiedenen Rhythmen und Freestyle. Mal lauter, mal leiser. Und es tat gut und machte wahnsinnig viel Spaß. Ich weiß nicht wie lang ich an meinem Schlagzeug saß, bis ich beschloss ins Bett zu gehen. Vorher ging ich duschen und machte mich bettfertig. Morgen würde ich wieder Touren in Seoul geben bis ich mich am Nachmittag mit meinem Freund Yifan treffen würde – ich konnte es kaum erwarten ihn wieder zu sehen.
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