EXO - Monster

GeschichteAllgemein / P16 Slash
D.O. / Do Kyungsoo Kim Jong-in Kris / Wu Yifan Suho / Kim Jummyeon Tao / Huang Zitao
01.08.2018
03.12.2019
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"Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir gerade alle hier sind. Das wirkt so...seltsam und zufällig. Aber gleichzeitig fühlt es sich an als wäre es Schicksal."

Luhan griff nach seinen Sachen und drehte sich zu Tao. Der Jüngere stand awkward neben der Tür zu Luhans Büro.

"Was ist los?"

Der Schwarzhaarige schüttelte den Kopf.

"Nichts...alles gut..."

Luhan sandte ihm einen weiteren prüfenden Blick, aber fragte nicht erneut. Tao hatte schon immer seine kleinen Geheimnisse gehabt und normalerweise hatte er sie ohnehin früher oder später erzählt, daher hatte es nicht viel Sinn ihn zu fragen.

"Okay, lass uns gehen."

Sie hatten den selben Weg nach Hause seit Tao näher an das Gefängnis gezogen war, in dem sie beide arbeiteten. Luhan war noch nie in seinem Apartment gewesen, aber er holte den Jüngeren ab und fuhr ihn nach Arbeit nach Hause, den tatsächlich besaß Huang Zitao kein Auto. Das war etwas, das dem Älteren seltsam erschien, aber in Wirklichkeit waren da so einige Dinge, die komisch waren seit Tao wieder in sein Leben getreten war.

Der Braunhaarige dachte jedoch nicht sonderlich viel darüber nach. Dinge zu viel zu überdenken war nicht gut und machte die Dinge meistens schlimmer als sie waren. Wenn mit Tao wirklich etwas falsch war, dann würde es so oder so offensichtlich werden. Der Jüngere war nie ein guter Lügner gewesen. Ganz im Gegenteil war er immer ein Engel gewesen. Ein sehr nerviger Engel, aber dennoch ein Engel.

Er war immer viel zu ehrlich mit seinen Gefühlen und Problemen gewesen und Luhan war sich immer noch sicher, dass er ihm vertrauen konnte. Tao fühlte sich für ihn immer noch wie das niedliche Kind an. Das Kind, dass er vor so vielen Jahren kennengelernt hatte als er selbst noch ein Teenager gewesen war. Der jüngste der China-Squad war immer der anhänglichste und liebenswerteste von den Maknaes gewesen und wahrscheinlich jeder der Hyungs hatte dieses übermächtige Bedürfnis verspürt ihn zu beschützen, selbst wenn sie alle wussten, dass der Junge sehr wohl in der Lage war sich selbst zu beschützen.

Luhan warf einen Blick auf den Jüngeren, der neben ihm im Auto saß. Der Schwarzhaarige starrte aus dem Fenster und schien tief in Gedanken versunken.

"Bist du wirklich okay?"

Er konnte sehen, dass der Andere sich sehr Mühe gab nicht zusammenzuzucken.

"Ja...ja...alles gut... Mach dir keine Sorgen, Ge."

Tao zwang sich zu einem Lächeln und sah wieder aus dem Fenster.

Er dachte an die Zeit als sie alle eine riesige Gruppe von Freunden gewesen waren. Er vermisste diese Tage ein bisschen. Er vermisste es das Baby zu sein, von Liebe umgeben zu sein. Das war etwas, das seine einsame Wohnung ihm nicht geben konnte. Außer für Arbeit ging er nicht viel raus, er hatte noch keine neuen Freunde gefunden - um ehrlich zu sein hatte er auch nicht nach welchen gesucht. Er war eh kein guter Freund.


"Bis morgen.", rief ihm Luhan hinterher als Tao aus dem Wagen stieg und der Jüngere setzte ein Lächeln auf.

"Yeah, bis morgen, Ge."

Er warf seine Tasche über seine Schulter und machte die paar Schritte zu dem Haus, in dem er lebte. Ein paar Momente stand er vor der Tür, überlegte ob er hineingehen sollte oder nicht, aber letztlich kramte er seinen Schlüssel hervor und öffnete die Tür.

Die paar Sekunden im Fahrstuhl waren so einsam wie immer. Wenn er nach Hause kam war normalerweise niemand sonst mehr außerhalb seiner Wohnung und er wusste, dass in dem Stockwerk, in dem er lebte, tatsächlich nur zwei Appartements bewohnt waren und eins davon von ihm selbst.

Seine Wohnung war nicht sonderlich einladend. Er war schon vor Monaten umgezogen, aber hatte sich nicht die Mühe gemacht irgendetwas außer den Notwendigkeiten aufzustellen. Es gab keine Bilder, keine persönlichen Gegenstände. Nur eine Küche, die schon in der Wohnung gewesen war als er eingezogen war, ein Bett, ein Kleiderschrank, nur die Dinge, die er wirklich brauchte.

Er musste fast lachen als er daran dachte wie Luhans Gesichtsausdruck wäre würde er das sehen. Tao war immer ein Kind gewesen, das es geliebt hatte Dinge zu sammeln, dessen Kleidung sich immer über sein komplettes Zimmer verteilt hatte, das seine Wände mit Postern und Bildern von ihrer Gruppe an Freunden gepflastert hatte. All das war nicht mehr.

Der Schwarzhaarige ließ seine Tasche neben sein Bett fallen, setzte sich und begann mit seinem Handy zu spielen.

Er würde wahrscheinlich nicht lange warten müssen.

Und tatsächlich dauerte es nur wenige Minuten bis sein Handy klingelte.

Es war eine Nummer, die er nicht eingespeichert hatte, aber eine Nummer, die er bereits auswendig kannte.

Seine Hände zitterten nichtmal mehr als er den Anruf annahm.

"Ich hörte ihr habt einen Neuen bekommen. Mochtest du diese kleine Überraschung, Zitao?"

Er antwortete nicht, aber er wusste, dass der Anrufer ohnehin keine Antwort erwartete.

"Aber zurück zum Geschäftlichen, Zitao. Wir haben eine Aufgabe für dich."

"Wer ist es diesmal?", fragte Tao leise während er sein Kissen anhob und die Pistole darunter freilegte.


Er war schon vor einer ganzen Weile gefallen. Er war kein Engel. Nicht mehr.
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