Die Beste Bar Der Stadt

von kweenron
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P12
CT-7567 / Captain Rex Fives und Fox OC (Own Character)
01.08.2018
01.08.2018
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Die Blondine ging direkt zur Bar. Sie sah sich nicht einmal um, um festzustellen wer der anderen Besucher ihr bekannt war, oder wie gut die Bar an diesem Abend besucht war. Sie setzte sich direkt auf einen Hocker und vergrub das Gesicht in den Händen, bis der Barkeeper sie ansprach: „Das übliche?“
„Mach gleich drei davon.“ Der Mann nickte und machte sich an die Arbeit.
„War die Woche so hart?“, fragte der blonde Mann neben ihr, von welchem sie sich fragte, warum er sich eigentlich die Haare blondierte, wenn er sie doch sowieso kurz geschoren hielt.
„Hardcase hat sich drei Mal fast umgebracht und Echo hat ihm deshalb jedes Mal einen Vortrag gehalten, T hat mir beinahe das Ohr abgekaut und Fives... du weißt, wie er ist.“ Sie seufzte entnervt und rieb sich die Schläfe. „Manchmal frage ich mich, warum ich diesen Job hier überhaupt noch mache.“
„Ihr habt Verpflichtungen, General.“ Sie verdrehte die Augen.
„Komm mir nicht damit, Rex.“ Dankbar griff sie nach dem fertigen Drink und nahm einen großen Schluck. „Wir wissen beide, wie ernst ich diese Verpflichtungen nehme, und wie sehr ich die Republik liebe.“ Er zog eine Braue nach oben, bevor er den Blick auf sein eigenes Glas richtete. „Wie läuft es bei Skywalker?“
„Das übliche.“ Er zuckte mit den Schultern. „Habt ihr das von Dogma gehört?“
„Dass er Krell getötet hat? Oh ja. Aber um ehrlich zu sein kommt mir das ganz recht. Ich habe den Kerl nie ausstehen können. Er hat zu sehr auf Risiko gespielt und damit viele seiner Soldaten getötet.“
„Er ist das komplette Gegenteil von Euch.“
„Von mir?“ Sie lachte auf. „Du meinst das Gegenteil von Obi-Wan. Ich bin nicht einmal annähernd das Gegenteil von ihm. Mich kann man mehr mit Anakin vergleichen – und du willst doch wohl nicht behaupten, dass er immer auf Nummer sicher geht und all seine Soldaten vor dem Tod bewahrt, oder?“
„Natürlich nicht.“ Nun musste auch Rex schmunzeln.
Und so vergingen die Stunden. Beide unterhielten sich, während sich die Bar erst füllte und dann wieder leerte. Irgendwann mitten in der Nacht verabschiedete sich der Kapitän, während sie noch blieb. Die Musik wurde Stunde um Stunde leiser und die Müdigkeit schlich sich schließlich auch in ihre Knochen vor. Gerade wollte sie aufstehen, als sich zwei Männer links und rechts neben sie setzten. „Was wollt ihr den hier?“
„Und entschuldigen“, antwortete der erste etwas zu schnell. In seinen Augen lag ein Blick, eine Tiefgründigkeit, die nur sie verstand. „Der Vorfall heute tut uns sehr leid.“ Beinahe ungeachtet seiner Worte wandte sie sich dem Mann links von ihr zu: „Wie viel hat er getrunken?“
„Mich wundert es, dass er noch kein scheiß Alkoholiker ist“, meinte dieser. „Soll ich ihn in sein Quartier bringen?“ Sie schüttelte langsam den Kopf, schloss für einen Moment die Augen. Würde dieser Job ihr jemals eine freie Minute gönnen?
„Ich übernehme das. Danke, Qas.“ Der Angesprochene nickte kurz und stand dann auf.
„Gute Nacht, General.“ Nachdem er verschwunden war, wandte sie sich wieder dem anderen zu. Dieses Mal umspielte ein leises Lächeln ihre Lippen.
„Schlaue Idee, ihm weiß zu machen, dass du dich nur für den Vorfall mit Hardcase entschuldigen willst.“
„Ist da noch mehr nötig?“ Er grinste sie an. Dann wanderte sein Blick zu ihrem Glas. „Bist du fertig?“ Sie nickte, trank den Rest in einem Zug aus.
„Lass uns abhauen.“ Sie verabschiedeten sich vom Barkeeper, bevor sie in die kalte Nachtluft traten.
„Bist du noch sauer?“, fragte er leise, obwohl weit und breit keine Menschenseele zu sehen war.
„Ein bisschen“, meinte sie wahrheitsgemäß, zog dann aber seinen Arm um ihre Schulter. „Ich muss mich aber auch entschuldigen.“
„Für was?“
„Einfach alles.“
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