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Where Love Falls - Connor x Fem.Reader - Onshot/Kurzgeschichten Sammlung

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Amanda / KI / Interface Gavin Reed Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
31.07.2018
29.04.2020
23
160.787
24
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.03.2020 6.180
 
Hallo liebe Deviant Connor Fans. <3
Nach einer sehr sehr langen Pause melde ich mich mit meinem neuen Kapitel zu "Can I Trust You?" zurück. Ich entschuldige mich vielmals für die lange Wartezeit und hoffe ihr seid mir nicht all zu böse dass, solange nichts von mir kam? Aber jetzt bin ich wieder hier und auch wenn ich euch nicht versichern kann, wieder regelmäßig Kapitel hochzuladen, so sollt ihr jedoch wissen, dass es trotzdem weitergehen wird und das bis zum Schluss dieser Story. Also wenn einige von euch noch da sind und immer noch wissen wollen wie es weitergeht, würde ich mich sehr freuen von euch zu hören oder auch nur zu sehen, dass ihr mich und meine Storys noch nicht aufgegeben habt.

In liebe und nochmal ein großes Sorry eure Connor-4-Ever. <3<3

PS: Das nächste Kapitel ist auch schon fertig und wird heue Abend oder Morgen veröffentlicht. (Je nachdem wie es Zeitlich hinausläuft) :-) :-)

~*~*~*~


Ich schluckte leise, als Hank mir mit etwas harscher Stimme anwies ihm alles zu erzählen und ihn dabei nicht anzulügen. Mein Herz klopfte wie verrückt. Was meinte er damit, ich solle ihn nicht anlügen? Warum sollte ich in solch einer Situation lügen, ich brauchte seine Hilfe, hatte mir erhofft, dass er mir beistehen würde, doch hörte es sich in diesem Moment so an, als würde er mir meine Worte von heute Morgen nicht wirklich abkaufen. Schoß mir kurz durch den Kopf, dass Joshua mittlerweile vielleicht herausgefunden hatte, wo ich war, hatte Hank im Revier angerufen und ihm sonst irgendetwas über mich erzählt. So wie er es bei meinen Kollegen im CPD ebenfalls getan hatte, was der Grund dafür war, dass ich dort nicht mehr all zu viele Freunde hatte. Ich tat mich wieder verdammt schwer damit, die richtigen Worte zu finden, doch hatte ich das Gefühl, dass Hank etwas unruhig wurde. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und erzählte ihm alles von Anfang bis Ende. Nachdem ich ihm alles erzählt hatte, stand er auf und hielt sich die Hand vor dem Mund. Dabei wandte er sich von mir ab und ging zu einem der Küchenschränke. Dort holte er einen Flasche raus, die ich sofort als eine Flasche Bourbon Whisky erkannte. Dazu holte er zwei Schnaps Gläser heraus und kam wieder zu mir an den Tisch. Er stellte dann eines der Gläser vor mich auf den Tisch, öffnete die Flasche und schenkte uns etwas ein. „Hier trink das. Das beruhigt die Nerven!", doch lehnte ich zunächst ab: „Nein Danke, ich trinke nicht!" „doch, heute schon", erwiderte er und ich nahm das Glas in die Hand.

Mit einem Zug schluckte ich das Gesöff hinunter und spürte, wie der Schnaps meiner Kehle entlanglief und einen brennenden und bitteren Nachgeschmack in meinen Lungen hinterließ. Angewidert kniff ich meine Augen zusammen und stellte das Glas wieder vor mir ab. „Noch einen!", sagte ich leicht röchelnd und Hank schenkte nach. Dabei schien er sich ein kleines Schmunzeln nicht entgehen zu lassen. „Ja das brennt einem die Eingeweide raus, ist aber sehr intensiv. Danach wirst du dich ein kleines bisschen besser fühlen ..., wenn auch nur für den Moment", sagte er und setzte sich auf seinen Platz. Schweigen breitete sich aus und ich spürte die eindringlichen Blicke von Hank auf mir. „Also dann. Dann würde ich sagen du kannst so lange hierbleiben, wie du willst. Aber nur unter einer Bedingung!", blickte er mich dann ernst an und schenkte mir nochmal ein. „Und die wäre?", fragte ich, trank den Whisky erneut in einem Zug leer und stellte das Glas wieder ab. „Du regelst das, und zwar so schnell wie möglich. Ich gewähre dir Unterschlupf und sorge dafür das du anonym hier in Detroit bleiben kannst. Sagen wir eine Art Zeugenschutzprogramm, dafür wirst du dir gründlich überlegen, wie du gegen Joshua vorgehen willst und deine verdammten Probleme aus der Welt schaffen kannst. Du kannst nicht ewig vor ihm davonlaufen, irgendwann musst du dich ihm und deinen Ängsten stellen", sagte er und ich nahm die Flasche selbst zur Hand um mir noch einen Schluck nachzuschenken.

Ich trank nicht so gerne und häufig Alkohol, es gab nur wenige Spirituosen welche mir mundeten und hatte ich auch schon oft bei Joshua gesehen, was dieses Gebräu mit dem Charakter eines Menschen anrichtete. Welchen dunklen Seiten es in einem hervorbringen konnte – in Joshuas Fall sogar noch dunkler. Aber in diesem Moment tat es wirklich gut, sich seine Sorgen mit Alkohol herunterzuspülen und nur noch das brennen im Halse zu spüren wenn es langsam und heiß den Rachen hinunterlief. Hank hatte nicht gelogen, man fühlte sich in diesem Moment trotzdem ein klein wenig besser, auch wenn ich wusste, dass mich die schrecklichen Erinnerungen bald wieder einholen würden und versuchten mir jeglichen Lebensmut den ich noch hatte, zunichte zu machen. Glaubte ich sogar, dass ich im Moment sogar mehr als Hank getrunken hatte. „Danke Onkel Hank. Und ja, das werde ich. Ich brauche nur etwas Zeit um mich darauf vorzubereiten!", erwiderte ich darauf, woraufhin Hank lächelte und seine Hand auf die Meine legte.

„Wir machen das schon. Zusammen finden wir eine Lösung. Auch Connor wird uns sicherlich dabei helfen!", sagte er und mein Lächeln verschwand. Wie bitte, dieser Blechhaufen sollte mir helfen? Nein, das kam überhaupt nicht infrage. Ich wollte nicht, dass dieser Android von meiner Situation erfuhr. Ich wollte es so gut es ging Geheim halten, solange bis ich einen Weg gefunden hatte, meine Probleme mit Joshua aus der Welt zu schaffen. Mal abgesehen davon, dass ich Abweichlern nicht traute und schon gar nicht einem Androiden Detective. Da ich die Loyalität der Androiden gegenüber den Menschen, schon ziemlich anzweifelte, wollte ich nicht, dass der RK800 von der Sache mit Joshua und mir Wind bekam. Ich konnte das Risiko auf keinen Fall eingehen, dass er mich womöglich sogar an Joshua verraten könnte. Dies durfte ich auf keinen Fall zulassen. Räuspernd zog ich meine Hand wieder zu mir. Wie sollte ich ihm das jetzt nur schonend beibringen? Ihm erklären, warum ich nicht wollte, dass sein Androiden Freund von meiner misslichen Lage erfuhr und ohne Hank damit womöglich auch noch zu beleidigen? Fragend blickte Hank mich an: „Was? Was hast du?", wollte er wissen. Ich nahm die Flasche Whisky und schenkte uns beiden nochmal ein. „Tut mir leid Onkel. Aber ich will nicht, dass dieser RK800 davon erfährt. Ich ... ich traue ihm nicht. Bitte, bitte sag ihm nichts davon, sag einfach, ich will nur ein paar Tage in Detroit und bei dir verbringen, um etwas Abstand von zu Hause und meiner Arbeit zu bekommen", bat ich ihn doch Hank schien nicht ganz zu verstehen, warum ich ein Problem mit dem Androiden hatte und das, obwohl ich ihn gar nicht wirklich kannte.

Hatte er wohl vergessen, dass es ihm früher nicht anders mit diesen Androiden ergangen war. „Aber ich muss es ihm sagen (Y/N). Er ist ein Androiden Detective, ein RK800. Er würde irgendwann sowieso herausfinden, was hier vor sich geht. Du hast ja nicht Mal irgendwelche Klamotten dabei, das sieht nicht gerade so aus, als hättest du deinen Besuch hier geplant ... Glaub mir, mir erging es Anfangs nicht anders mit Connor, als er das erste Mal zu mir gekommen war. Auch ich habe ihm Anfangs nicht wirklich vertraut, ihn sogar regelrecht gehasst. Aber er ist ein guter Junge und er würde nichts mutwillig tun, was anderen oder uns schaden könnte. Komm schon (Y/N), gib ihm eine Chance und lerne ihn erstmal kennen, bevor du ihn verurteilst!", versuchte er mich zu überzeugen, aber ich konnte mich mit dem Gedanken, dass ein mir fremder Android über mein Privatleben Bescheid wusste, nicht anfreunden. Auch empfand ich die Worte, er wäre ein guter Junge, nicht besonders überzeugend. Er war ein Android, eine Maschine und kein Junge, ich konnte nicht riskieren, dass er mich verraten könnte, nur weil sein System ihm vielleicht möglicherweise sagte, dass dies die einzig richtige Entscheidung wäre.

„Tut mir leid Onkel Hank. Ich glaube dir, dass er nicht böse ist, aber ich will, dass vorerst nur du darüber Bescheid weißt. Ich verspreche dir, dass ich versuchen werde, ihm eine Chance zu geben, trotzdem will ich, nicht dass er davon erfährt. Niemand außer du und ich sollen es wissen. Bitte Onkel Hank, versprich mir, dass du es für dich behältst", versuchte nun ich ihn zu überreden und schien meine Bitte für ihn vorerst kein großes Problem zu sein. „Na schon okay. Wie du willst, ich werde ihm nichts sagen. Aber sollte er von selbst Nachforschungen anstellen oder nur den leisesten Verdacht bekommen, was hier wirklich vor sich geht, werde ich ihn darüber in Kenntnis setzen und ihm alles erzählen. Auch wenn du ihm nicht vertraust, er ist mein Freund und mein Partner im DPD und es gibt eigentlich nichts, was ich vor ihm Geheim halten würde. Ich tue das nur dir zuliebe. Umso mehr, musst du versuchen so schnell wie möglich eine Lösung zu finden, bevor Connor oder sonst irgendjemand Verdacht schöpft, hast du das verstanden?", appellierte er an mich und Ich lächelte dankbar.

Dann hob ich mein Glas Whisky in die Luft und Hank tat mir nach. „Ja, danke Onkel. Ich verspreche, dass ich alles tun werde, dass sich diese Situation nicht unnötig in Länge zieht. Cheers." Wir stießen gerade an, da ging auch schon die Tür auf und der RK800 betrat das Haus. Ich ging davon aus, dass er draußen gewartet hatte, was seine nassen Klamotten auch sogleich bestätigten, da es draußen wie aus Eimern goss. „Detective", erklang seine Stimme sofort als er mich erblickte, was mir sogleich ein kleines stechen in meiner Brust bescherte. Woher wusste er, dass ich ein Detective war? Ich hatte ihm nicht erzählt, dass ich ebenfalls als Polizei Beamtin arbeitete. Aber wahrscheinlich hatte Hank es ihm bereits gesagt. Jedoch sagte ich nichts und richtete meinen Blick auf das Glas in meiner Hand. „Hallo", entfuhr mir trocken, überkam mich die Hoffnung, er würde sich gleich wieder in Coles altem Zimmer verkriechen. „Ich werde in mein Zimmer gehen", kam dann auch schon von ihm, was mich meine Hände zu Fäusten ballen ließ. Das war nicht sein Zimmer, er hielt sich nur darin auf, aber gehören tat es ihm nicht. „Du wolltest sagen Coles Zimmer. Dieses Zimmer gehört Cole!", platzte es aus mir heraus und der RK800 wandte sich mir wieder zu.

„(Y/N) bitte!", sagte Hank, es schien ihm nicht entgehen zu sein, wie aufgebracht ich durch die eigentlich harmlosen Worte des Androiden geworden war. Auch ich bemerkte, dass ich mich sogar erhoben hatte und dem RK800 einen missbilligenden Blick zuwarf. „So ist es doch. Es ist nicht sein Zimmer. Das war es nie und das wird es auch nie sein. Du magst vielleicht die Nacht darin verbringen, aber deswegen gehört es noch lange nicht dir. Du brauchst doch gar kein eigenes Zimmer, du bist ein Android. Warum kannst ›du‹ nicht hier im Wohnzimmer bleiben?", fragte ich aufgebracht, der Alkohol zeigte wohl langsam seine Wirkung. Er hatte überhaupt nichts getan und ich bluffte ihn an. Konnte ich meine Gedanken nicht länger für mich behalten, abgesehen davon, dass ich es sowieso nicht mehr all zu lange ausgehalten hätte, selbst wenn ich nicht angetrunken gewesen wäre.

„(Y/N) das reicht jetzt, du bist betrunken. Connor ist ein Abweichler, er hat genauso ein Recht auf Privatsphäre wie wir. Ebenso hat er Coles Zimmer bekommen, weil ich nicht möchte, dass er die ganze Nacht im Wohnzimmer herumlungert!", mischte Hank sich mit ein und stellte sich zwischen mir und dem RK800. „Auch wusste keiner von uns beiden, dass du herkommen würdest. Du hast nicht angerufen oder geschrieben, du bist plötzlich einfach so vor meiner Tür gestanden und Connor hat dich hereingelassen. Er wird Coles Zimmer also behalten und wir finden eine andere Lösung für dich. Von mir aus kannst du in meinem Bett schlafen und ich übernachte im Wohnzimmer", sagte er, jedoch war die Sache, wer wo schlief nicht das Problem. Ganz und gar nicht. „Darum geht es doch überhaupt nicht. Ich habe kein Problem damit auf einem Sofa zu übernachten. Mein Problem ist, dass du einem Androiden Coles Zimmer gegeben hast, obwohl du gesagt hast, dass Coles Sachen so bleiben wie er sie zurückgelassen hat und jetzt steht nicht mal mehr sein Bett darin. Du hast deine Prinzipien über Bord geworfen und das nur wegen so einem dämlichen Schrotthaufen. Einem Abweichler, der jedem Moment plötzlich ausrasten und uns sonst was antun könnte. Du hast diese Dinger genauso gehasst, wie ich sie hasse, weil einer von ihnen Cole auf dem Gewissen hat und jetzt, jetzt gibst du einem von ihnen plötzlich sein Zimmer?", hielt ich ihm vor, jedoch wollte ich all diese Dinge überhaupt nicht sagen, da ich einfach nur dankbar darüber war, dass Hank mir helfen wollte. Aber diese Situation brachte mich einfach nur in Aufruhr. Es ist vielleicht zu Klischeehaft, aber im Nachhinein gab ich dem Alkohol die Schuld daran.

Auch wünschte ich mir, ich hätte gar nicht erst damit angefangen, doch waren die Worte nun ausgesprochen, sodass ich jetzt nicht mehr zurückkonnte. „Ja ich habe Androiden gehasst und ja der Grund dafür war Cole. Aber weiß ich nun, dass es nicht die Schuld eines Androiden gewesen war, sondern die seines verdammten Arztes. Er hatte die Verantwortung und hat sie auf einen Androiden übertragen. Er hätte bei der Operation dabei sein müssen, hat sich aber lieber mit beschissenen Red ICE zu gedröhnt. Das ist jedoch nicht die Schuld der anderen Androiden geschweige den die von Connor. Auch ist Connor nicht gefährlich, er ist ein guter und loyaler Freund und ich kann mich immer auf ihn verlassen. Du hast nicht mit ihm zusammengearbeitet und mit ihm Dinge erlebt die dich geprägt haben, dir einen neuen Sinn gegeben haben. Du weißt gar nichts über ihn, also wage es nicht, so mit oder über ihn zu reden, hast du das verstanden?", sah er mich mit strenger Miene an und wollte ich nicht riskieren, dass er mich vielleicht sogar noch hinauswarf, wenn ich jetzt noch ein dummes Wort darüber verlieren sollte.

Es viel mir in diesem Moment sehr schwer, meine Emotionen zu kontrollieren. Mein innerstes war einfach nur ziemlich aufgewühlt und hatte ich auch jedes Wort tief in meinem Inneren vollkommen ernst gemeint. Ich traute den Androiden einfach nicht und bei dem RK800 war dies nicht anders. Egal was Hank über ihn sagte, ich konnte und wollte es einfach nicht glauben. Aber wollte ich meinem Onkel nicht weiter zu nahe treten, also beließ ich es einfach dabei und entschuldigte mich bei den beiden. „Es ... es tut mir leid! Ich wollte euch nicht zu nahe treten. Ich bin heute einfach etwas Hitzköpfig.", entschuldigte ich mich nur halbherzig, schien meinem Onkel sowie dem RK800 aber fürs Erste zu genügen. Hank kam daraufhin zu mir, wandte sich aber dann kurz dem RK800 zu. „Connor, du kannst in dein Zimmer gehen und (Y/N) du solltest dich hinlegen. Wie es aussieht, verträgst du nicht viel, deine Wangen sind ganz rot", umfasste er dann vorsichtig meine Schultern und ich nickte ihm zu.

„Ja da hast du wohl recht, mir ist auch irgendwie schwindelig!", gab ich zu und während der Android in Coles Zimmer ging, führte Hank mich zum Sofa und ich legte mich hin. „Schlaf jetzt und Morgen sehen wir weiter!", deckte Hank mich zu und kam es mir so vor, dass er nicht mehr all zu griesgrämig war, wie dass letzte Mal, als ich ihn gesehen hatte. Doch kam mir nicht in den Sinn, dass wirklich der RK800 dafür verantwortlich war, dass Hank wieder etwas zufriedener und vielleicht sogar wieder etwas glücklicher geworden war. Aber wollte ich jetzt nicht über den Androiden nachdenken, dafür nahmen andere, beweglichere Gedanken seinen Platz ein. Fragte ich mich, was wohl passieren würde, würde Joshua mich wirklich finden, wie sollte ich dann gegen ihn vorgehen? Was wenn er irgendwelche Ausreden erfand, die man ihm mehr glauben würde als mir. Wenn er mich einschüchterte und mir drohte, damit ich wieder mit ihm nach Hause zurückkehrte. Würde er dann wieder in einem falschen guten Licht dastehen und ich wäre wieder die böse? ... Fragen von fragen, auf die ich keine Antwort hatte und mir wahrscheinlich erneut den Schlaf raubten.

Irgendwann übermannte mich die Müdigkeit doch und ich schlief ein. Erst als ich hörte, wie jemand Sumo seine Futterschüssel laut neben ihm auf seinen Platz stellte, wachte ich auf. Ich öffnete meine Augen und erblickte den RK800. Dieser erhob sich und blickte mich mit monotonem Ausdruck in seinem Gesicht an. „Tut mir leid, hab ich sie geweckt?", fragte er scheinheilig und ich setzte mich mit rollenden Pupillen auf. Wirklich sehr witzig. Wahrscheinlich war er mit Absicht etwas lauter gewesen, damit ich wach wurde. Kam es mir so vor, dass er wohl ein kleines bisschen beleidigt war durch Meinen Ausraster und meinen Worten gestern Abend ihm gegenüber? Aber ehrlich gesagt, war mir das egal, Hank zu liebe wollte ich nicht mit ihm streiten also tat ich so, als würde es mich nicht Stören, dass er mich geweckt hatte. „Nein schon gut. Ich wollte sowieso aufstehen!", erwiderte ich stattdessen, ebenfalls monoton, und stand auf. Dann ging ich an ihm vorbei ins Badezimmer und warf ihm dabei einen gleichgültigen Blick zu, bevor ich darin verschwand.

Ich putzte mir die Zähne, spülte meinen Mund aus und betrachtete mich dann im Spiegel. Ich sah aus, als wäre auf meinem Kopf ein Staubsaugerbeutel geplatzt. Meine Haare waren zerzaust und standen in alle Richtungen ab. Wenn dieser Kerl ein Mensch gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich vor Scham im Erdboden versunken. Ich hatte nicht mal etwas schminke dabei, um mich zurechtzumachen. Jetzt konnte ich nicht mal meine Augenringe kaschieren die sich durch meine schlaflosen Nächte bemerkbar machten. Wenigstens lag eine Bürste in Hanks Badezimmer, die ich mir lieh, um wenigstens meine Haare etwas zu bändigen und wieder in Form zu bringen. Aber vielleicht sollte ich vorher duschen gehen, damit ich nicht herumlief wie eine ungewaschene Proletin. Ich kam gerade um die Ecke in die Küche, da stieß ich plötzlich gegen den Androiden, der eine Kaffeetasse in der Hand hielt, und sie mir beinahe über meine Klamotten kippte. Jedoch hatte ich rechtzeitig zurücktreten können, sodass ich nur einige Spritzer der braunen Brühe abbekam, die auf meinem, beziehungsweise Hanks Shirt landeten. „Sag mal, hast du sie noch alle? Du hättest mich damit verbrühen können!", fuhr ich ihn entnervt an, doch der Android blickte mich zunächst nur monoton an. „Verzeihung, das war gewiss nicht meine Absicht. Aber vielleicht sollten Sie das nächste Mal besser aufpassen, wo sie hingehen." Wie bitte? War das sein Ernst? Ich sollte besser aufpassen? ... Was bildete sich dieser Android eigentlich ein? Somit bestätigte er nur meine Gedanken bezüglich dieser künstlichen Individuen.

„Das hast du mit Absicht gemacht!", sagte ich leise zischend, konnte ich mir einen grimmigen Blick zu ihm nach oben nicht verkneifen. Der Android hingehen, neigte seinen Kopf leicht zur Seite und legte seine Stirn in falten: „Wirklich? Hab ich das? Wenn sie das sagen, sie scheinen ja sowieso besser über mich Bescheid zu wissen, als jeder andere oder vermutlich sogar mehr als ich selbst, dann wird dies wohl die Wahrheit sein, nicht wahr?", war seine Reaktion und mir gingen nur zwei fragen durch meinen Kopf – wollte er mich gerade verspotten, mich verarschen, oder versuchte er mich zu provozieren? Wahrscheinlich, jedoch ließ ich mir das auf keinen Fall gefallen und schon gar nicht von einem Androiden. „So, jetzt hör mir mal gut zu ...", „Lt. Guten Morgen, gut geschlafen?", unterbrach mich der RK800 unerwartet und lächelte unschuldig zu Hank hinüber. Ich hingegen blickte genervt auf den Boden und versuchte meine Hände nicht zu Fäusten zu formen. Dann wandte auch ich mich lächelnd meinem Onkel zu: „Morgen Onkel. Du siehst gut aus!", bemerkte ich anschließend, warf Hank uns beiden jedoch einen skeptischen Blick zu.

Ich hoffte so, er hatte unsere beinahe Auseinandersetzung, nicht mitbekommen. "Was geht hier vor sich? Und wieso hast du Kaffeeflecken auf meinem T-Shirt?", fragte er, mich von oben bis unten betrachtend, blickte aber dann fragend zu Connor, der die Tasse immer noch in seiner Hand hielt. Auch nahm er mir die Arbeit ab, Hank zu erklären was passiert war. Oder eher gesagt, was Hank glauben sollte." Ihre Nichte war nur etwas ungeschickt mit ihrem Kaffee, den ich für sie gemacht hatte. Ich hab natürlich auch einen für sie Lt.", sagte er fast schon zu höflich, drückte mir die andere Tasse in die Hand und ging zur Küchentheke hinüber, auf der Hanks Kaffee stand und reichte sie ihm. „Hier bitteschön Lt." „Dankeschön mein Junge."
»Mann echt jetzt? So schaffst du es meinen Onkel einzulullen? Pass aber bloß auf, dass du nicht auf deiner Schleimspur ausrutscht.«
Das war schon fast widerlich, wie sich dieser Kerl bei Hank anbiederte. Aber sagte ich nichts dazu und stellte die Tasse auf der Küchenablage ab. „Connor könntest du schon mal im Wagen auf mich warten? Ich muss noch was mit (Y/N) besprechen", bat ihn Hank und der RK800 nickte ihm zu. Warf mir davor, aber noch einen monotonen Blick zu bevor er nach draußen verschwand. „Ich habe mir überlegt, dass du mit uns mitkommst. Dann kannst du dich in der Stadt etwas umsehen und dir vielleicht etwas Anständiges zum Anziehen besorgen. Am besten auch eine Bluse und eine passende Hose dazu, damit ich dich Captain Fowler vorstellen kann", sagte er und ich blickte ihn fragend an. „Dem Captain vorstellen?" „Ja, du kannst schließlich nicht hierbleiben ohne einen Job. Auch wenn du nicht willst das jemand anderes von deiner Lage erfährt, muss ich dem Captain die Sachlage mit dir und deiner Situation erklären. Er ist mir noch etwas schuldig, weswegen er uns dabei helfen wird, dass du hier bleiben und eine neue Identität annehmen kannst. Er kann dich ins Zeugenschutzprogramm einschleusen und dir einen Job im DPD verschaffen."

Dann nahm er seinen Geldbeutel und holte zweihundert Dollar Scheine heraus, die er mir in die Hand drückte. „Danke Onkel, ich werde meine Schulden begleichen, wenn das mit einem Job klappt", bedankte ich mich, doch Hank winkte ab. „Du begleichst deine Schulden bei mir, indem du einen Weg findest deine Probleme mit Joshua aus der Welt zu schaffen. Am besten wenn du vor Gericht gehst und diesen Penner verklagst. Außerdem gebe ich es hauptsächlich nur für Alkohol aus, ich glaube, in deinen Händen findet es Verwendung für etwas wirklich Nützliches." Dankbar sah ich ihn daraufhin an. Er hatte recht, vielleicht wäre es wirklich keine so schlechte Idee, wenigstens dem Polizei Captain des DPDs über meine jetzige Situation in Kenntnis zu setzen — auch wenn dies bedeutete das der RK800 doch davon erfuhr, dass irgendetwas im Argen lag. Was aber nicht hieß, dass er von der Sache mit Joshua und mir erfahren musste. Ich selbst wusste ja, dass man niemanden in ein Zeugenschutzprogramm einschreiben konnte, ohne die Erlaubnis von ganz oben. Ich hoffte nur, Fowler würde mir wirklich dabei helfen mir Schutz zu gewährleisten. Immerhin, ging es hier um Joshua, ein Polizist, der in ganz Amerika bekannt war und den alle für einen Rechenschafenden Menschen hielten. Wer wusste, schon, ob er mir glauben würde. Aber ich vertraute Hank, also zog ich mich an und fuhr mit Hank und Connor in die Stadt.

Es war irgendwie bedrückend mit dem Androiden in einem Wagen zu sitzen. Der RK800 fuhr und ich saß hinten hinter Hank. Ich ignorierte die Flüchtigen blicke des Androiden, die er mir hin und wieder nach hinten durch den Rückspiegel zuwarf. Irgendwie machte mich diese Situation nervös, wenn nicht sogar etwas ängstlich. Wer wusste schon welche Gedanken in seinem, elektronischem Gehirn, herumschwirrten. Warum hatte ich mich nicht hinter den RK800 gesetzt, dann wären mir seine monotonen und undefinierbaren Blicke erspart geblieben. Aber versuchte ich, so gut wie es ging, den Androiden zu ignorieren und sah mir die vorbeiziehenden Gebäude von Detroit an. Es hatte sich einiges verändert, seit ich das letzte Mal hier war und jetzt am Tag, sah alles viel größer aus als in der Nacht. Obwohl Detroit Nachts eine wunderschöne beleuchtete Metropole war, wenn man Abends unterwegs war. Ich nahm mir fest vor, mal einen schönen Abend in der Stadt zu verbringen. Ausgehen, etwas essen oder trinken gehen, oder vielleicht sogar mal das Tanzbein zu schwingen. Doch zuerst musste alles erst mal geregelt werden. Der Captain des DPDs, so hoffte ich, würde Hank und mir tatsächlich helfen mir vollkommene Anonymität zu gewährleisten und das mit einem Job im DPD musste auch noch klappen, damit ich mich überhaupt mal ins Detroiter Nachtleben stürzen konnte.

Bis dahin würde sicherlich noch etwas Zeit vergehen. Wichtiger war es, mich auf das Gespräch für Fowler vorzubereiten und mir erst einmal etwas Anständiges und vorzeigbares zum Anziehen zu besorgen. „Hier wären wir!", sagte der RK800 als er den Wagen am Rand kurz parkte, damit ich aussteigen konnte. „Hast du dein Geld?", wandte sich Hank an mich und sah zu mir nach hinten. „Ja natürlich!", lächelte ich ihm zu und öffnete die Wagentür. „Wo das DPD ist weißt du ja, komm einfach dahin, wenn du fertig bist", „Ja mache ich, danke Onkel Hank." Dann stieg ich aus und die beiden fuhren weiter. Als ich die richtigen Sachen gefunden hatte, machte ich mich auf den Weg zum Detroiter Polizeipräsidium. Ich war immer wieder erstaunt darüber, wie riesig das DPD Departement im Gegensatz zu dem im Cleveland war. Es war zur Hälfte nur aus Glas und wenn die Sonne drauf schien, blendete es einen so, dass man denken könnte, man würde bei dem Anblick erblinden. Hielt ich mich aber nicht lange damit auf, dieses Bauwerk zu bewundern, sondern ging hinein. Das erste was ich sah, als ich hineinging, waren die Androiden an der Rezeption. Vor mir standen einige Leute, die eine Anzeige aufgeben wollten, also stellte ich mich hinter ihnen an und wartete, bis ich dran war.

„Guten Morgen, mein Name ist (Y/N) Anderson. Ich möchte zu Lt. Anderson, er erwartet mich bereits, ich bin seine Nichte Väterlicherseits", meldete ich mich, als ich endlich an der Reihe war an und konnte kurz sehen, wie sich die LED des weiblichen Androiden kurz Gelb verfärbte und dann leicht zu rotieren begann. Wahrscheinlich analysierte sie mich, um herauszufinden, ob ich wirklich (Y/N) Anderson war, was sich dann auch bestätigte. „Guten Morgen Miss Anderson, stellen Sie sich bitte vor die Absperrung, ich lasse sie dann hinein", „danke", sagte ich und tat, wie mir gesagt wurde. Ich hasste das Wissen darum, dass Androiden die bei der Polizei arbeiteten, einen einfach nur ansehen brauchten, um zu erfahren, wer man war. Dies machte sie um so unheimlicher auf mich. Aber konnte ich nichts gegen diesen derartigen Fortschritt unternehmen und musste es wohl oder übel akzeptieren, ob ich nun wollte oder nicht. Die Absperrung öffnete sich und ich ging hinein. Reges treiben herrschte im Revier, sodass es mir etwas schwerfiel, Hank oder auch seinen Schoßhund leicht ausfindig zu machen. Doch an der Wand stand ein Android der wohl alles überwachte, zu diesem ich ging, um ihn nach meinem Onkel zu fragen.

„Hallo, ich bin auf der Suche nach Lt. Anderson. Ist er ...", „Miss Anderson?", unterbrach mich eine mir bekannte Stimme, die ich sofort als die des RK800 identifizierte. „Sie sind schon hier? ... Kommen Sie ich bringe sie zu Lt. Anderson. Er sitzt an seinem Platz und erwartet sie bereits", sagte er in seinem monotonen Tonfall, der es mir kalt den Rücken herunterlaufen ließ. Wirkte er damit sogar noch unheimlicher auf mich, vor allem weil er ja eigentlich ein Abweichler war und dennoch so maschinell auf andere wirkte. „Danke für diese überaus unnötige Information", gab ich genervt zur Antwort. „Ich weiß, dass er mich erwartet, er hatte ja gesagt ich solle kommen, wenn ich fertig bin. Logischerweise ist es also mehr als offensichtlich, dass er bereits auf mich wartet oder, für wie doof hältst du mich eigentlich?", auch wirkte ich leicht angriffslustig, war es aber eigentlich nicht so meine Art, wie ein kleines beleidigtes Kind zu reagieren. Jedoch hatte ich immer noch das Gefühl, dass er mich provozieren wollte, indem er mich als komplett zurückgeblieben hinstellte – obwohl er eigentlich nicht sehr viel dafür tun musste mich gegen ihn aufzubringen. Seine bloße Anwesenheit allein machte mich schon wütend und aufbrausend und erst seine Blicke mir gegenüber ... aber noch schlimmer empfand ich die Art, wie er mit mir redete.

„Ja, da haben Sie natürlich wieder vollkommen recht Detective Anderson und jetzt folgen Sie mir bitte, ich habe schließlich noch wichtigere Dinge zu erledigen, als sie im DPD herumzuführen", erwiderte er mit einem leichten selbstgefälligen Grinsen im Gesicht und ich verengte meine Augen zu Schlitzen. Ich wusste es, er versuchte mich tatsächlich zu provozieren, zu verspotten. Was wiederum zeigte, dass er eben doch ein Abweichler war. Aber ignorierte ich ihn und folgte ihm zum Schreibtisch meines Onkels. Dieser den Blick auf den Monitor gerichtet hatte und etwas mürrisch dreinblickte. Jedoch veränderte sich sein Gesichtsausdruck, als er mich mit dem RK800 erblickte. „Ah da bist du ja endlich. Fowler wartet schon ungeduldig auf uns. Hat mir schon wie n kleines Kind, vor gejammert, dass er ohnehin schon zu so viel zu tun hätte", stand er dann auf und kam auf mich zu. Hank griff nach meiner Jacke, auch er schien es eilig zu haben. Wahrscheinlich wollte er das kommende und unangenehme Gespräch über mich und Josh so schnell wie möglich hinter sich bringen. Was ich ihm auch nicht verübeln konnte, wenn es nach mir ginge, würde ich überhaupt nicht über Josh und meine Situation reden wollen. Doch das ging leider nicht. Hank zog mir die Jacke aus und drückte sie, ohne ihn dabei anzusehen, seinem Partner in die Hand. „Na los komm. Gehen wir. Schnell", sagte er mit leichtem strengen Tonfall und drängelte mich vor das Büro von Captain Fowler. Davor blieben wir jedoch nochmal kurz stehen, musterte mich und strich mir eine Haarsträhne nach hinten, die sich in mein Gesicht verirrt hatte. „Jetzt siehst du dir wieder ähnlich", ... dabei lächelte er leicht, fast schon väterlich und entlockte mir ebenfalls ein kleines dankbares Grinsen. Dann nickte er: „Gut, dann rein mit dir!"

~*~*~*~


Müde stand im Badezimmer vor dem Spiegel. Ich hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, weshalb sich leichte Schatten unter meinen Augen bemerkbar machten. Heute war mein erster Tag im DPD. Fowler hatte zugestimmt mich unter Hanks Fittiche nehmen zu lassen, bis ich mir im Klaren war, wie ich meine Situation mit Josh in den Griff bekommen sollte. Er war von Anfang an nicht wirklich angetan von dieser Idee mich ins Zeugenschutzprogramm zu schmuggeln und mir eine stelle im DPD zu geben. Aber nachdem Hank ihn daran erinnert hatte, dass er ihm wegen der Androiden Sache damals noch etwas schuldig war – auch weil sie nicht nur Kollegen, sondern auch gute Freunde waren - stimmte er dann, Gott sei Dank zu. So stand ich nun da, vor mir mein erster Tag im DPD, im Team von Hank und seinem Androiden Freund und den Versuch nicht aufzufliegen. Den Tag gut über die Bühne zu bringen und am Ende des Tages den Tag ruhig und entspannt ausklinken zu lassen, wenn nur dieser Android nicht wäre. Er machte mich zunehmend nervöser, zumal er sich jetzt schon ziemlich misstrauisch verhielt. Wie Hank gesagt hatte, der Kerl war klug und man konnte ihm nichts so leicht vormachen. Aber hatte er bis jetzt noch nicht wirklich versucht mit Hank und mir darüber zu reden. Was es für mich aber irgendwie noch unerträglicher machte.

Schließlich konnte es jeden Moment so weit sein, dass er uns doch noch wegen, unserem Geheimnis, ansprechen könnte. Auch hatte ich die Besorgnis, dass er zwar nicht mit uns redete, aber vielleicht ja schon damit angefangen hatte, hinter unserem Rücken Nachforschungen über mich anzustellen. Doch darüber durfte ich jetzt nicht nachdenken. Ich musste mich konzentrieren, den Schein zu wahren das alles in Ordnung war und ich mich nicht vor meinem Lebenspartner zu verstecken versuchte. Ich war geradewegs auf dem Weg in die Küche, als ich Hanks und Connors Stimme hörte, die wohl gerade eine hitzige Diskussion miteinander führten. Langsam schlich ich mich näher heran, wollte ich den beiden eigentlich nicht hinterherspionieren und sie heimlich aushorchen, aber schien es wirklich um mich und meinen Aufenthalt hier zu gehen. Anscheinend war meine Anwesenheit für den RK800 auch nicht gerade berauschend. Jedoch hielt ich mich versteckt und hörte den beiden Aufmerksam zu.

„Connor! Ich will jetzt nicht darüber diskutieren. Sie bleibt fürs Erste hier bei uns und wird mit uns im DPD arbeiten und uns bei Abweichler Fällen assistieren. Das ist mein letztes Wort, hast du verstanden? Ich will nichts mehr darüber hören!", doch dem Anschein nach, schien der Android die Sache nicht einfach so hinnehmen zu wollen. „Aber sie hasst Androiden, unsere Arbeit besteht darin, herauszufinden, ob es einfach nur Mord war oder sich die Androiden einfach nur gewehrt haben und das die Menschen dadurch wieder Vertrauen uns gegenüber entwickeln. Doch so wie sie auf Androiden reagiert, befürchte ich, dass sie alles so hindrehen könnte, dass die Androiden als böse und schlecht hingestellt werden. Das würde jeden Fortschritt, den wir erreicht haben, das Vertrauen der Menschen den Androiden gegenüber zu stärken, beeinträchtigen und das kann ich nicht zulassen. Sie hasst Androiden Hank und sie hasst mich und ich habe ihr noch nicht mal etwas getan. Sie hat doch gar kein Interesse daran, die Menschen von der Unschuld der Androiden zu überzeugen." Hank hatte dem RK800 den Rücken zugekehrt. Konnte ich aber sehen, wie er seine Hände zu Fäusten ballte, was bedeutete, dass er die Worte des Androiden ebenfalls nicht akzeptierte.

Eigentlich sollte ich nicht sehr angetan davon sein, Onkel Hank wütend zu erleben, aber irgendwie beruhigte es mich, dass er auf meiner Seite zu sein schien und nicht auf der des RK800. Dann wandte er sich dem Androiden wieder zu. „Willst du damit etwa sagen, dass sie Korrupt ist? ... Nein Connor. Ich habe sie vielleicht lange nicht gesehen, aber ich weiß das (Y/N) eine gute Polizistin ist und professionell arbeitet. Sie ist für Gerechtigkeit, was bedeutet das, selbst wenn sie Androiden hasst, dafür sorgen wird das die wahren Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Außerdem weißt du genauso gut wie ich, dass die Androiden nicht immer die Opfer sind. Auch Androiden begehen Morde aus Hass und der Gewalt willen." Die Körperhaltung von Hank lockerte sich wieder, ging auf Connor zu und legte beruhigend seine Hand auf dessen Schulter. Auch erkannte ich ein kleinen zaghaftes Lächeln auf seinen Lippen. Das einmal wieder erleben zu dürfen, hatte ich eigentlich schon abgehackt ... „Glaub mir, sie wird eine gute Hilfe sein und vielleicht solltest du versuchen, sie davon zu überzeugen, dass sich in dir täuscht, sowie du es auch bei mir getan hast. Anstatt ihr zu unterstellen, sie würde ihre Arbeit nicht ernst nehmen ... das wird schon werden mein Junge, gib ihr Zeit. Du weißt auch ich habe etwas Zeit gebraucht, dir zu Vertrauen und sieh uns jetzt an, ... jetzt sind wir das beste verdammte Team im Ganzen DPD und sogar Freunde. Beste Freunde! Also gib ihr eine Chance, wenn sie dir schon keine gibt. Wir müssen einen Weg finden, miteinander auszukommen, damit unsere Arbeit auch weiterhin erfolgreich verläuft. Das wäre besser für uns alle, findest du nicht?", wartete Hank auf die Antwort des Androiden und dieser nickte nach kurzem zögern, meinem Onkel zu.

„Ja Lt. Wie sie wünschen und natürlich haben sie recht. Wenn sie mir schon keine Chance geben will, werde ich ihr wenigstens eine Chance geben ... nur eine Frage habe ich noch", sagte der RK800 und mein Herz klopfte wieder um einiges schneller. Hoffnungsvoll schloss ich meine Augen. „Warum ist sie eigentlich wirklich hier? Sie hatte nichts dabei, als sie plötzlich hier aufgetaucht war. Irgendetwas sagt mir, dass sie uns oder eher sie beide, mir gegenüber etwas verheimlichen. Denn wenn sie von Anfang vorhatte in Detroit zu bleiben und im DPD zu arbeiten, warum wohnt sie dann hier? Sollte sie dann nicht eine eigene Wohnung haben? Irgendetwas stimmt nicht, das spüre ich. Bitte Hank, sag es mir, ich will helfen. Vor wem oder was läuft sie davon?", wollte er wissen und ich musste schlucken. Verdammt. Wie ich vermutet und Hank es gesagt hatte, er schöpfte jetzt bereits Verdacht. Ich sah, dass Hanks lächeln wieder verschwand und wie er mit sich zu ringen schien, Connor doch noch alles erzählen zu wollen. Doch bevor er etwas darauf erwidern konnte, betrat ich die Küche. „Guten Morgen. Na bereit für unseren ersten gemeinsames Arbeitstag?", setzte ich ein gespielt freundliches Lächeln auf und kam auf die beiden zu. Hank entfernte daraufhin seine Hand von Connors Schulter und der Android wandte sich mir zu. Versuchte ich ihn jedoch nicht anzusehen. Den wie Hank sagte, nur weil er mir eine Chance geben wollte, musste ich das deswegen nicht auch tun. Denn eins wusste ich zu hundert Prozent, dieser merkwürdige Freak und ich, würden sicherlich niemals gute Freunde werden ...
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