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Where Love Falls - Connor x Fem.Reader - Onshot/Kurzgeschichten Sammlung

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Amanda / KI / Interface Gavin Reed Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
31.07.2018
29.04.2020
23
160.787
24
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
20.08.2019 5.554
 
Hi, liebe Deviant-Connor Fans. <3

Hier ist nun das letzte Kapitel zu Return To The Wrong Deviant – You'll Be Mine.
Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, diese Story für euch zu schreiben und hoffe ich, es hat euch ebenso viel Spaß gemacht sie zu lesen. :-D
Hätte nie gedacht, dass sie so lange werden würde. XD Aber wie auch immer. ;-)
Ich bedanke mich vielmals bei meinen fleißigen Lesern, sowie Kommentar Schreiberinnen – es sind zwar nicht viele, aber umso wertvoller sind sie auch für mich.
:-*
Nochmal vielen, vielen lieben Dank für eure Treue, auch wenn euch vielleicht einige Kapitel nicht so sehr zugesagt haben. Ich wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen und mitfühlen und hoffe wir sehen uns auch in der nächsten Kurzgeschichte. :-D
Noch schöne Ferien und erholsame Urlaubstage, ebenso einen schönen, nach der Arbeit ausklinkende Abend und bis zum nächsten Mal. :-D

Eure Connor-4-Ever ;-D


~*~*~


Drei Wochen später.

„So hier wären wir. Willst du wirklich hineingehen?“, stellte Connor den Wagen vor unserem Haus ab und blickte mich fragend an. Waren wir, nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen worden war, nicht gleich wieder zurück nach Hause gefahren, sondern wohnten zusammen mit Hank in seinem Haus. So konnte Connor sich, um meinen Onkel und um mich gleichzeitig kümmern. Hatte es seine Zeit gedauert, bis ich mich dazu bereit erklärt hatte, wieder zurück zu uns nach Hause zu fahren. Aber hier waren wir nun, auch wenn es mir doch noch etwas schwerfiel in das Haus zugehen – vor allem, da wir alles genauso vorfinden würden, wie wir es hinterlassen hatten.

Das einzige, was mich mit Sicherheit nicht erwarten würde, waren die Thiriumspuren des bösen RK800, welche immer noch überall auf dem Boden klebten, nur Connor vermochte sie noch zu sehen. Aber wollte ich es einfach nur endlich hinter mich bringen, also atmete ich einmal tief ein und wieder aus, blickte Connor an und nickte ihm dann zu. „Ja, ja ich bin bereit“, sagte ich, nicht ganz ehrlich zu ihm und hoffte der RK800 würde nicht bemerken, dass ich ihn etwas anflunkerte. Doch nickte Connor daraufhin – konnte ich in seinen Augen jedoch sehen, dass er wohl noch nicht so ganz, davon überzeugt war, dass es mir mit dieser Situation auch wirklich gut ging.

„Dann los!“, stieg er dann aber aus, kam rüber auf meine Seite, öffnete die Wagentür und half mir beim Aussteigen. Daraufhin musste ich leicht Lächeln, es war einfach zu süß, wie er sich immer noch, so liebevoll um mich kümmerte. Doch aus dem Auto aussteigen, schaffte ich mittlerweile wieder allein. „Danke Connor, aber mir geht es gut, du musst mir nicht mehr die Tür aufmachen und mir beim Aussteigen helfen“, legte ich ihm meine Hand sanft auf seine Wange und lächelte ihm zu. Seine Haut war ganz warm und vermittelte mir ein Gefühl von Sicherheit, sodass ich doch wieder einen kleinen Funken Mut in meinem Inneren auflodern spürte, der mich dazu antrieb, zurück in diesen Höllenpfuhl zu gehen – egal welche Erinnerungen dort gnadenlos über mich hereinfallen würden.

„Ja ich weiß!“, antwortete Connor mir und zauberte ebenfalls ein sanftes Lächeln auf seine wohlgeformten Lippen – die mich immer wieder aufs neue, zum Dahinschmelzen brachten. „Dann lass uns jetzt reingehen, ja?“, mein Blick fiel zum Haus und ich sah wieder hoch in seine Augen. „Ja lass uns reingehen“, erwiderte ich dann und wir setzten uns in Bewegung. Vor der Tür blieben wir kurz stehen, die Sprachsteuerung war wieder von Connor deaktiviert worden, nachdem wir, übergangsweise, zu Onkel Hank gezogen waren, weshalb er sie jetzt wieder aktivierte, damit sie sich öffnete. Konnte ich dabei sehen, wie sich dabei seine LED, über diese bereits wieder synthetische Haut gewachsen war, kurz rot und dann wieder blau färbte.

„Willkommen zu Hause Connor und Detektive Anderson. Schön, dass sie beide wohl und sicher zu Hause eingetroffen sind. Treten Sie ein“, ertönte die metallene weibliche Stimme und öffnete die Tür. Wieder zögerte ich. Die Erinnerungen, die plötzlich wieder wie ein Blitz auf mich einschlugen, lähmten mich für einen kurzen Moment. „Süße alles in Ordnung. Wir müssen das nicht tun!“, holte mich erst Connors Stimme wieder ins hier und jetzt zurück und blickte zu ihm auf. Zuerst sah ich ihn nur an, doch dann lächelte ich wieder:

„Nein schon okay. Bringen wir es hinter uns!“, sagte ich dann und wir traten ein. Connor ließ mich vor und berührte kurz sanft und beruhigend meine Schulter. Der Anblick, der sich mir bot, war schlimmer, als ich es in Erinnerung hatte. Diese verfluchte, Videoausrüstung stand immer noch neben dem Fernseher. Auch erblickte ich das Jackett des bösen RK800, welches auf der Couch lag, ebenso das Kissen auf dem Boden, mit dem ich mein Erbrochenes abgedeckt hatte. Doch was mir erst recht alle Erlebnisse wieder durch den Kopf schießen ließ, waren die Blutspuren von Onkel Hank, nachdem der böse Connor ihn angeschossen hatte.

Nur die Blutspuren des bösen RK800 waren bereits verblasst. Ich sah rüber zu der Stelle, an dieser der leblose Körper des falschen Connors gelegen hatte. Connor stand dort und blickte Gedankenverloren gen Boden. Langsam näherte ich mich ihm, legte ihm dann behutsam meine Hand auf seine Schulter und brachte ihn dazu mich anzusehen. „Alles in Ordnung Connor? Über was denkst du nach?“, fragte ich ihn ruhig und sah, wie auch ihn diese Situation etwas zusetzte. „Glaubst du, ich hätte auch so werden können oder könnte so werden wie er? Böse, skrupellos … ein Mörder?“, fragte er mich dann unerwartet, doch wusste ich im ersten Moment nicht, was ich darauf antworten sollte?
„Ich, ich weiß es nicht Connor. Vielleicht ja, vielleicht auch nein. Aber spielt das eine Rolle? Du bist nicht wie er!“, antwortete ich ihm dann und stellte mich vor ihm hin.

Wieder blickte er mich traurig an, ich hasste es, wenn er so dreinblickte. „Du bist ein gutmütiger Mann Connor. Du bist liebevoll und fürsorglich, du könntest nie etwas bereitwillig tun, was anderen schadet. Es ist nicht wichtig, ob du auch so hättest, werden können, viel wichtiger ist doch, dass du es nicht bist und das wir uns lieben und endlich in Frieden weiterleben können!“, redete ich weiter und streichelte über seine Wange. „Denk nicht darüber nach Connor. Du bist du und könntest niemals so etwas Grausames tun, wie er es getan hat. Nur weil ihr beide RK800 Modelle seid, heißt das nicht, dass ihr Ähnlichkeiten miteinander habt und du so hättest, werden können wie er. Was du und Hank miteinander erlebt habt und was wir gemeinsam erlebt haben, hat dich zu dem werden lassen, wer du bist und die Entscheidungen, die du getroffen hast, nicht weil du ein RK800 Android bist. Und das ist auch der Grund, warum ich dich so liebe.

Du entscheidest immer moralisch und weißt, wo man eine Grenze zieht! Er war es der mich gefoltert und gequält hat, aber du warst es, der mich gerettet hat. Also Nein, ich glaube nicht das du so werden könntest wie er, selbst dann nicht, wenn seine Erinnerungen in deinem System gespeichert wären. Du bist und bleibst ein Held und das nicht nur für mich“, strich ich ihm zärtlich über die Wange, zwinkerte ihm zu und gab ihm einen sanften Kuss auf seine Lippen. „Und jetzt, lass uns hier aufräumen und unsere Sachen mitnehmen, die wir brauchen. Ich will das alles endlich hinter mich bringen“, sagte ich dann wieder ernst und wir lösten uns voneinander. Auch Connor schien mit mir einer Meinung zu sein, lächelte dankbar und nickte mir dann zu. „Ja du hast recht. Je schneller wir von hier weg sind, desto eher können wir mit diesem Kapitel abschließen.“

Zusammen hoben wir einige zu Bruch gegangene Gegenstände, die heruntergefallen waren, vom Boden auf und stopften sie in Müllsäcke. Ich ging kurz nach draußen, um ein paar Umzugskartons aus dem Wagen zu holen. Nur die Gegenstände, die ich noch behalten wollte, fanden lediglich einen Platz auf dem Boden, die ich dann in die Umzugskartons packte. Connor hingegen war in die Küche gegangen, um einen Lumpen und einen Eimer Wasser mit Mittel gegen Blut und anderer hartnäckigen Flecken zu holen. Ich beobachtete ihn dabei, wie er versuchte das blaue Blut des bösen RK800 wegzuschrubben, welches für mein bloßes Auge nicht mehr zu erkennen war. Für einen kurzen Augenblick starrte ich zu Connor hinüber.

Bilder huschten plötzlich vor meinem inneren Auge an mir vorbei. Erinnerte ich mich daran, wie ich mich auf dem Boden übergeben hatte. Wie der böse Connor mich plötzlich geschlagen hatte und mir befohlen hatte einen Eimer Wasser und einen Lumpen zu holen, um mein Erbrochenes wieder vom Boden wegzuwischen. Ich hörte noch klar und deutlich, das schadenfrohe Lachen des bösen RK800, wie dieser mich verspottet hatte, wegen dem Blut auf dem Spiegel in meinem Schlafzimmer, als ich ihn immer wieder gesäubert hatte, aus Angst, das Thirium könnte wieder sichtbar werden und mich daran erinnern, was er mir vor sechs Monaten angetan hatte.

Bei diesem Gedanken erschauderte ich immer wieder aufs neue. Ich hatte so gehofft, das mit dem Tod des falschen Connors, alle Erinnerungen über das, was er uns angetan hatte, ebenfalls mit ihm gestorben waren, aber hin und wieder, fanden sie doch immer wieder einen Weg zu mir zurück. „(Y/N)? (Y/N)!“, holte mich Connors Stimme, erneut aus meinen Gedanken und ich sah ihn an. Man konnte deutlich sehen, wie besorgt er wieder um mich geworden war. Doch wollte ich ihn nicht schon wieder mit meinen Erinnerungen an die Taten des bösen Connors behelligen.

„Ist wirklich alles in Ordnung Süße?“, wollte der RK800 wissen. Ich zog meine Augenbrauen hoch und versicherte ihm stattdessen, dass alles in bester Ordnung war. „Ja, ja. Alles gut, ich hab nur … soll ich dir helfen?“, zeigte ich mit dem Finger, dann auf die Stelle, wo das Blut von Onkel Hank noch zu sehen war und die Connor ebenfalls bereits mit dem nassen Lumpen befeuchtet hatte, doch der Android verneinte. „Nein ich mache das schon, pack du die Sachen weiter ein. Damit wir bald wieder von hier verschwinden können!“, erwiderte Connor darauf.

Er hatte recht, wenn jeder von uns eine andere Aufgabe erledigte, könnten wir schneller wieder von hier verschwinden, also nickte ich ihm zu und lächelte ihn an. „Ist gut. Dann werde ich mal nach oben gehen und mir meine Klamotten und die Sachen aus dem Badezimmer zusammenpacken“, ging ich dann an dem RK800 vorbei Richtung Treppe und begab mich nach oben. Mit einem Karton unter meinem Arm stieg ich die Stufen hinauf, blieb aber dann auf einer kurz stehen. Mein Blick fiel auf die Stufe, auf dieser ein kleiner roter Fleck zu sehen war, diesen ich nie wieder geschafft hatte wegzubekommen.

Es war Blut. Mein Blut, von dem Sturz vor sechs Monaten, nachdem ich vor dem bösen RK800 geflohen und nach oben gelaufen war, um mir meine Dienstwaffe, beziehungsweise Ersatzwaffe zu holen, die ich unter meinem Bett versteckt gehabt hatte. Mein blick verharrte kurz darauf, erinnerte ich mich nur zu gut daran. *„Oh (Y/N) … gleich bin ich bei dir und dann werden wir viel Spaß miteinander haben. Du wirst es nicht bereuen … versprochen“ …* Bei dieser Erinnerung, fing ich an zu zittern. Der Gedanke daran, wie er mir immer näher gekommen war, als ich verletzt auf der Treppe gelegen hatte, nicht imstande nur einen verdammten Muskel zu rühren, lähmte mich erneut für einen kurzen Moment.

*„Tz Tz Tz, (Y/N) du bist ja so ungeschickt! … komm, ich helfe dir auf!“ …*Diese Erinnerung war einfach nur furchteinflößend. Aber auch daran wollte ich mich nicht mehr zurückerinnern – wenn wir hier fertig waren, würden wir sowieso nicht wieder in dieses Haus zurückkehren. Also ging ich weiter nach oben ins Schlafzimmer. Als ich dort ankam, fiel mir sofort die Schlafzimmertür ins Auge, durch die mich der böse RK800 geworfen hatte und spürte noch genau den Schmerz, den ich gehabt hatte, als ich hart dagegen aufgeprallt war.

Dieser miese Bastard hatte es regelrecht genossen, mich zu quälen und zu schlagen. Erneut brach eine Erinnerung über mich herein, konnte ich plötzlich ganz klare Bilder vor mir sehen, so als würde ich es noch einmal real miterleben, was er mir alles angetan hatte – diesmal aber nur als Zuschauerin. *„Ah hier willst du also unser Spiel weiterführen, in deinem Schlafzimmer. Ich hatte eigentlich kein Interesse daran, gleich so weit zu gehen, aber für dich werde ich natürlich eine Ausnahme machen, … wenn du es so nötig hast – kannst meine Berührungen von vorhin wohl nicht vergessen was?“ …
... "Nein, niemals. Ich würde lieber sterben als mit dir da reinzugehen!“ … *


Hörte ich mich selbst klar und deutlich zu ihm sagen und sah dann, wie er mich packte und durch die Tür warf. Erschrocken wich ich zurück, als mein vergangenes Ich, mit einem dumpfen Aufprall gegen die Tür prallte und danach hart auf dem Boden aufkam – der böse Connor darauf zu mir ins Zimmer kam und die Tür hinter sich verschloss, um dort sein krankes Spiel weiterzuspielen. Mich in meiner Erinnerung weiter zu quälen, ehe sie sich wieder in Luft auflöste.

Die Tür war wieder geöffnet und konnte ich die Risse im Holz sehen und auch die Holzsplitter, diese sich nach und nach durch die Wucht gelöst hatten und anschließend zu Boden gefallen waren. Die Tür war sogar komplett zerstört worden, wahrscheinlich hatte er sie so fest gegen die Wand geschlagen, bevor er mir nach unten in den Keller gefolgt war, dass sie dadurch endgültig ihren Geist aufgegeben hatte. Diese Erinnerung ließ mir wieder neue Tränen in die Augen schießen, welche ich aber sofort wieder wegwischte und mich dazu durchrang in das Zimmer zu gehen, wo ein totales Chaos mich erwartete.

Ich stellte den Karton ab und schloss meine Augen, als ich vor meinem kaputten Bett stand, welches der böse Connor ebenfalls komplett zerstört hatte – wahrscheinlich aus lauter Wut, dass ich es geschafft hatte, ihn ans Bett zu Fesseln und hinters Licht zu führen. Ebenso das Bettgestell, war total verbogen und auch die Matratzen waren nicht mehr wirklich zum Schlafen geeignet. Meine Bettdecke lag zwischen dem verbogenen Gestell und den kaputten Matratzen und boten einen kläglichen Anblick dar. Ebenso die beiden Kissen die neben dem Bett und auf einer der Matratzen lagen, die ebenfalls davon zeugten, wie Zornig der böse RK800 gewesen sein musste.

Ich schluckte laut, als ich auf die andere Seite des Bettes ging. Dort lagen die Handschellen und das kaputte schloss auf dem Boden, welche auch nicht mehr zu gebrauchen waren. Tränen bildeten sich erneut in meinen Augen, auch diese Erinnerung fand einen Weg zurück in mein Verstand und ließ die Bilder wie ein kurzer Film vor meinem inneren Auge abspielen. Wie ich es schaffte ihn aus der Fassung zu bringen und ihn ans Bett zu Fesseln. Und die Worte, die ich zu ihm gesagt hatte, welche einen unangenehmen Knoten in meinem Magen bildeten.

*… „Connor war in diesem Fall, leider ziemlich zurückhaltend, hatte Angst mir weh zu tun. Oder schämte sich bei der Vorstellung, dass er mir schutzlos ausgeliefert wäre, wenn ich ihn damit fesselte … Aber du … du nicht hab ich recht? Du bist nicht so ein Weichei, du stehst sicher auf kleine erotische Fesselspiele?“ …
… Aber bezweifle ich, dass du ebenfalls diese Vorzüge besitzt. Du hast doch noch nie erlebt, wie sich so etwas anfühlt. Du hast keinerlei Ahnung, bist noch ganz grün hinter den Ohren. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch … vielleicht, bist du ja wenigstens Manns genug dafür“ …
*

Wenn ich nur an diese Worte dachte, lief es mir kalt den Rücken hinunter. Ekelte ich mich sogar ein wenig vor mir selbst, dass mir solche Worte über die Lippen gekommen waren und das vor dem bösen RK800. Ich spürte wie sich meine Wangen dabei rot verfärbten, es widerte mich an, mich daran zurückzuerinnern. Die Bilder bekamen immer mehr Farbe und Struktur und sah ich, wie ich den falschen Connor berührt und geküsst hatte, damit er mir aus der Hand fraß. Mein Blick schweifte zur Seite, versuchte die Bilder aus meinem Kopf zu verbannen. Jedoch schien mir dies einfach nicht gelingen zu wollen. Im Gegenteil sie wurden immer lebhafter und realistischer.

Wut stieg in mir auf, als ich mich daran erinnerte, wie er mich plötzlich gepackt und dann geschlagen hatte. Wie er seinen Gürtel geöffnet hatte, um mich dazu zu zwingen, intim mit ihm zu werden. Dieser miese Bastard! All seine widerwärtigen Worte huschten plötzlich ebenfalls durch meinen Verstand. Die Worte, als ich den Boden unten, von meinem Erbrochenen sauber gemacht hatte. Auch wie er mir mitgeteilt hatte, dass sein Blut, Thirium, in meinen Venen floss und wir somit miteinander für immer vereint wären.

Die Worte als er mich nach oben geschickt hatte und mir im Badezimmer zugeflüstert hatte, wie gerne er es mir hart besorgen würde und die Worte auf dem Bett, bevor ich es geschafft ihn an das Gestell Festzumachen, sowie alles andere was er getan hatte, nur um mir zu zeigen, dass er viel mächtiger und stärker als ich war … All diese Erinnerungen ließen zu, dass mein Zorn, dem bösen RK800 gegenüber stetig wuchs. Auch die Wut über mich selbst wurde von Mal zu Mal größer – das ich so schwach gewesen war, mich gegen diesen grausamen Androiden zu wehren. Dass ich zugelassen hatte, dass er so mit mir spielen konnte, mir weiß machen konnte, ich wäre verrückt und …

Ich wollte mich nicht mehr an all das erinnern, meine Atmung beschleunigte sich, meine Hände fingen an zu zittern und meine Wut und all der Zorn kochten dermaßen in mir über, dass ich anfing zu schreien, vor lauter Verzweiflung. Verzweiflung darüber, dass er es geschafft hatte, solch ein schwaches und hilfloses Opfer aus mir zu machen. Ich schrie und ich weinte, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen.

Die Erinnerungen, das Haus und dieses Zimmer, all das brach über mich herein. Ließ mich erneut zu einem reinen Nervenbündel verkommen, dass am liebsten mit allem Schluss machen wollte. Aus lauter Wut und Verzweiflung, nahm ich die Decke und das Kissen und warf sie irgendwohin in eine Ecke des Zimmers, genauso erging es der Matratze und den Gegenständen auf dem Nachtkästchen, die ich vor Zorn runter auf dem Boden fegte.

Dabei zitterte ich und mein Adrenalin schoss auf Hundertachtzig in die höhe. Tränen benetzten meine Wangen und tropften meinem Kinn hinunter, als ich zu der Kommode ging und dort ebenfalls alles auf den Boden warf, ehe ich mit der Faust gegen den Spiegel schlug, der unmittelbar darauf zu Bruch ging und nur noch ein verzerrtes Bild meiner selbst darin widerspiegelte.

„Sieh, was du aus mir gemacht hast? … BIST DU JETZT ZUFRIEDEN, DU MIESER WICHSER, IST ES DAS WAS DU WOLLTEST?“, schrie ich, griff nach den Seiten der Kommode, diese ich mit einem Ruck zur Seite gen Boden warf, dann den Spiegel von der Wand entfernte und ihn ebenfalls zu Boden schleuderte. Ich hatte gar nicht mitbekommen, wie Connor nach oben gelaufen war, um nach mir zusehen. Natürlich hatte er meinen Ausbruch gehört und war sofort nach oben geeilt.

„(Y/N) HEY, HEY HÖR AUF. HÖR AUF DAMIT!“, versuchte er mich zu beruhigen, zog mich plötzlich an sich, nachdem ich angefangen hatte, gegen seine Brust zu schlagen und drückte mich fest an seinen Körper. „Hör auf Süße. Alles ist gut, alles ist gut. Beruhige dich doch!“, streichelte er mir über den Kopf und ich weinte mich bitterlich bei ihm aus. Drückte ihn so fest, wie ich nur konnte, an mich und schluchzte unaufhörlich. Meine Hände vergruben sich ich seinem Jackett und mein ganzer Körper zitterte.

„Psst alles ist gut kleines, er wird dir nie wieder weh tun. Ich bin bei dir, gemeinsam schaffen wir das, hörst du, ich bin bei dir!“, tröstete er mich liebevoll und meine Atmung wurde langsam wieder etwas ruhiger. Ich war einfach nur überaus froh, dass Connor bei mir war und mich immer wieder auffing, wenn ich zu fallen drohte, genauso wie jetzt, wo alles wieder auf einmal über mich hereinbrach. Connor drückte mich leicht von sich weg, seine Finger fanden ihren Weg unter mein Kinn und hob meinen Kopf etwas an – blickte ich ihm direkt in seine fürsorglichen und besorgten Augen, die mich mitfühlend betrachteten.

Es war immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich die beiden Androiden doch waren, trotz ihrer identischen Optik. Diese Wärme die von dem guten Connor ausging, während die Augen des bösen RK800, so kalt gewirkt hatten, dass man das Gefühl gehabt hatte, man würde nur allein durch den Anblick innerlich erfrieren. Doch in Connors Augen, spiegelte sich so viel an Gutmütigkeit wider, dass man sich sofort warm und geborgen fühlte – wusste, dass man in Sicherheit war und vor nichts Angst zu haben brauchte.

Zärtlich wischte er mir meine Tränen von meinen Wangen und lächelte mir beruhigend zu, als ich tief in seine Seelenspiegel blickte. Er war ein Android, eine künstliche Intelligenz, aber war ich mir sicher, dass auch Connor eine Seele besitzen musste, dies war mehr als deutlich in seinen braunen wunderschönen Augen zu erkennen. Er beruhigte mich und all die Erinnerungen, die mich gerade noch eingeholt hatten, verschwanden plötzlich wieder im Nichts.

Entschuldigend, blickte ich zu ihm auf: „Es tut mir leid. Ich wollte nicht so ausrasten. Aber diese ganzen Erinnerungen, setzen mir wohl doch mehr zu, als ich gedacht habe. Es kam einfach alles wieder hoch und ich“ … doch unterbrach mich der RK800, strich mir dabei zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht, diese von den Tränen auf meiner Haut klebte. „Nein ist schon gut. Es war ein Fehler jetzt schon hierherzukommen. Ich hätte wissen müssen, dass du noch nicht so weit bist. Mir tut es leid, das ich dich hierher gebracht habe. Lass uns ein anderes Mal wieder hierherkommen okay?“, schlug er mir vor und ich musste zugeben, dass dies wohl die beste Entscheidung für heute war.


„Ja okay, das ist eine gute Idee. Und es muss dir nicht leidtun. Ich hatte gesagt, dass ich es möchte, ich hab mich da wohl etwas überschätzt“, gab ich schweren Herzens zu und erntete einen Kuss auf die Stirn. „Das kommt vor. Es dauert eben seine Zeit, so etwas zu verarbeiten. Aber das wird schon. Du bist stark und klug, du wirst diese Erinnerungen ganz sicher irgendwann in den Hintergrund rücken und wieder ein normales Leben führen können. Das hast du schon immer geschafft“, tröstete Connor mich und nahm mich ein weiteres Mal in seine Arme.

Er schaffte es doch immer wieder, die richtigen Worte zu finden, um mir wieder neuen Mut zu machen. Wir standen eine Weile nur so da, ehe wir uns voneinander lösten und uns wieder auf den Weg zu Hank begeben wollten. Ich hatte nur noch schnell, das aller nötigste zusammengepackt, was ich dringend brauchte, den Rest würden wir einander Mal erledigen, oder Connor und Hank würden ohne mich, noch einmal hierher zurückkommen, um den Rest, aus diesen Räumlichkeiten wegzuschaffen.

Doch eine Sache wollte ich noch erledigen, bevor wir nach Hause zu Hank fuhren. Darüber hatte ich schon seit Tagen nachgedacht. Hatten mich auch diesbezüglich schon einige Albträume heimgesucht, die mich nicht mehr loslassen wollten. Ich musste einfach unbedingt noch einmal dorthin … „Connor? Kannst du mir einen Gefallen tun? Könntest du mit mir in die Allendale Street fahren? Ich will mich etwas dort umsehen“, sagte ich zu ihm, obwohl es mir irgendwie unangenehm war, ihn das zu fragen, immerhin hatte er schon so viel für mich getan.

Doch ich musste mich einfach vergewissern, dass wenigstens dort wieder so etwas wie Normalität eingekehrt war. Vielleicht half mir das auch mit der ganzen Sache, besser fertig zu werden, wenn ich diesem Ort, zum letzten Mal einen Besuch abstattete. Auch wollte ich unbedingt in den Schuppen nachsehen – dieser ebenfalls in meinem Kopf herumschwirrte und für gewisse Albträume sorgte. Jedoch schien Connor mit dieser Idee überhaupt nicht einverstanden zu sein. Irgendwie hatte ich das Gefühl, es wäre ihm unangenehm dorthin zu fahren.

„Wieso? Wieso willst du unbedingt zur Allendale Street, findest du nicht, dein Ausraster von vorhin, reicht für heute?“, wollte er wissen, meinte ich zu sehen, wie sich seine Finger um das Lenkrad verkrampften. „Ich weiß nicht. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich dort noch ein letztes Mal hin muss. Ich Träume ständig von diesem Ort und auch von dem Opfer Julia Whittmore“, erklärte ich ihm, aber Connor schien zu zögern. „Vielleicht kann ich wenigstens mit diesem Ort schon mal abschließen, wenn ich noch einmal dort hingehe. Bitte Connor ein allerletztes Mal, dann bitte ich dich nie wieder um irgendetwas“, sah ich ihn mit Hundeblick flehend an, worauf Connor etwas schmunzeln musste.

„Doch das wirst du! … Aber ist okay. Dann fahren wir eben dorthin, aber nur kurz und das allerletzte Mal, verstanden!“, daraufhin lächelte ich und nickte ihm dankend zu. „Verstanden!“, erwiderte ich und Connor legte seine Hand auf die meine. Ich lächelte immer noch, als ich seine Hand auf meiner spürte, blickte aus dem Fenster und hoffte, dass ich diesen Ort danach, nie wieder in meinen Albträumen miterleben müsse und das womöglich auch Connor mit allem endlich abschließen konnte …

~*~*~


Ich sah, dass bereits alles gesäubert worden war, als wir in das Haus gingen. Nur eine bereits dunkelrote Spur war noch leicht auf dem Fußboden in der Küche zu erkennen, die sich wahrscheinlich schon durch das Holz hindurchgefressen hatte, sodass man das Blut nicht mehr gänzlich hatte beseitigen können. Ein mulmiges Gefühl, machte sich in mir breit, als ich hinaus in den Garten ging. Die Türen des Schuppens waren geöffnet und der Wind schlug sie gleichmäßig hin und her. Einmal sogar so laut, dass ich kurz zusammengezuckt war und mein Herz angefangen hatte wie wild gegen meine Brust zu schlagen. Vorsichtig näherte ich mich dem kleinen Häuschen aus morschem Holz und blieb einige Millimeter Abstand davor stehen.

Mein Herz klopfte immer heftiger und auch mein Puls schoss in die Höhe. Doch musste ich hineingehen – diesmal musste ich einfach nachsehen. Ich musste meinen Verstand davon überzeugen, dass dort keinerlei Gefahr mehr, auf mich lauerte und auch das Connor sich nicht mehr in dieser Hütte befand. Dass wirklich er es war, der mit mir hierherkommen war. Auch wenn ich bereits wusste, dass mein Verstand nur wieder versuchte, mich in die Irre zu führen. Ich wusste, dies würde nicht so sein und trotzdem wollte ich mich ein letztes Mal davon überzeugen.
Auch davon, dass der falsche Connor nicht jeden Moment aus der Hütte herausspringen könnte, um mich in seine Gewalt zu bringen.

Meine Hand griff schon, nach der Klinke, aber ehe ich sie berühren konnte, schlug der Wind die beiden Türen so laut zu, dass ein kurzer erschrockener schrei meiner Kehle entwich und ich leicht zurücksprang. Erinnerte mich dieser Knall an den Schuss aus meinem Albtraum, in diesem nicht mein Connor den falschen RK800 erschossen hatte, sondern andersherum. Um mein Gemüt wieder etwas zu beruhigen, schloss ich meine Augen und atmete die kühle Luft draußen tief in meine Lungen. Bemerkte ich nicht, wie Connor mich dabei stillschweigend beobachtete.

Erst als ich mich wieder vorwärts bewegte, hörte ich seine Stimme hinter mir und zuckte leicht zusammen. „(Y/N) Warte … willst du da wirklich reingehen? Vielleicht ist es besser, wenn wir zurück zu Hank fahren und“ … „Nein Connor, ist schon gut, ich … ich will es, okay. Wenn du willst, kannst du ja mit mir zusammen da reingehen“, sagte ich zu ihm, woraufhin er zwar zunächst noch etwas zögerte, aber dann auf mich zuging und nach meiner Hand griff.

„Gut dann komm. Je schneller wir das hinter uns bringen, umso besser!“, bestätigte Connor dann, aber war es nicht zu übersehen, wie unangenehm ihm diese Situation war. „Ich … muss dir aber vorher erst … noch etwas sagen!“, kam plötzlich von ihm und hielt mich an meinem Handgelenk fest. Fragend blickte ich ihn an, doch hatte ich irgendwie schon so eine kleine Vermutung, was mir der RK800 mitteilen wollte. „Dort ist es, dort hat er mich überwältigt und anschließend nach unten gebracht. Da drin ist eine Falltür, die in ein riesiges Kellergewölbe führt. Ich habe die Polizei darüber informiert und sie haben bereits alles beseitigt nur ...“, stoppte Connor und ich wartete Geduldig darauf, dass er weitersprach.

„Nur was Baby?“, wollte ich dann wissen und Connor kam mir einen schritt näher. „Er wollte auch dich dorthin bringen. Eine kranke Art der Zusammenführung. Nur durch deinen Mut und deinem Kampfgeist, lief sein Plan aus dem Ruder, wodurch er es nicht geschafft hat, dich hierher zubringen. Erst wenn er es geschafft hätte, dich endgültig zu brechen, hätte er dich zu mir gebracht und …“, doch stoppte ich den Androiden. Ich wollte lieber nicht wissen, was sich der böse Connor noch so alles in seinem kranken Kopf ausgemalt hatte, was er zur Realität werden lassen wollte.

„Connor stopp, weißt du, was … ich … ich will lieber nicht wissen, was er … nur, wieso hast du mir das nicht schon früher erzählt? Ist das der Grund warum du nicht hierher wolltest, wegen deinen Erinnerungen?… Du hast Angst, nicht wahr?“, fragte ich und ging auf den Androiden zu, blickte ihn verständnisvoll an und strich ihm zärtlich seine Haarsträhne nach hinten. „Ja ich denke schon. Ich bin ein Android (Y/N). Androiden vergessen nie etwas. Und auch bin ich ein Abweichler, wodurch ich genauso Ängste habe wie du. Ängste, die sich immer wieder in meinem Inneren einnisten und diese Erinnerungen wieder Lebendig werden lassen. Aber … wenn ich mich von all dem distanziere, fällt es mir womöglich leichter nicht daran zu denken.

Nicht daran zu denken, was noch alles geschehen wäre, hätte ich es nicht geschafft mich selbst zu befreien. Was er dir noch alles angetan hätte und ob du und Hank jetzt vielleicht nicht mehr bei mir wären, wäre ich nicht rechtzeitig gekommen, um dich zu retten“, ließ er seinen Gedanken freien lauf und erkannte ich, wie sehr er innerlich mit sich kämpfte, sich nicht an das zu erinnern, was er da unten wohl alles, hatte miterleben müssen. Mitfühlend blickte ich ihn an, überlegte kurz, ob vielleicht auch Connor an Albträumen litt.

Vielleicht nicht so wie ein Mensch, da er aber ein Abweichler war, hatte sicherlich auch der RK800 ein kleines Trauma durch die schrecklichen Taten des falschen Connors erlitten. Immerhin hatte er alles Tatenlos mit ansehen müssen. Hatte wieder nichts dagegen tun können, was mir, aber auch ihm selbst, sowie auch Hank, angetan worden war. Connor erzählte mir ebenfalls, dass der böse RK800 ihn jedes Mal besucht hatte, wenn ich geschlafen hatte. Hatte mich auch, während ich schlief unter Narkose gesetzt, damit ich nicht aufwachen würde, während er auf dem Weg zu ihm war.

Ebenso erzählte Connor mir, wie der böse RK800 vor seinen Augen den Androiden getötet und auseinander genommen hatte, dessen Gliedmaßen überall verstreut herumgelegen waren, nur um ihm zu demonstrieren, dass er auch die vollkommene Macht, über Connor besaß – nicht nur über mich. Diese Vorstellung war einfach nur grauenvoll. Wollte mir gar nicht vorstellen, wie grauenvoll das alles für Connor gewesen sein musste, da er es noch dazu über alles hasste, wenn er keine Kontrolle über gewisse Situationen hatte. War ich nur froh darüber gewesen, dass sein Stresslevel nicht zu hochgestiegen war und er sich womöglich sogar noch selbst das Leben genommen hatte.

Mir wurde ganz schlecht bei diesem schrecklichen Gedanken. Wenn ich mir nur vorstellte, er hätte sich selbst etwas angetan, bildeten sich erneut Tränen in meinen Augen. Ich wünschte mir, Connor hätte mir früher von seinen Erlebnissen erzählt, dann hätte ich genauso für ihn da sein können, wie er für mich dagewesen war. Doch immer, wenn ich ihn nach seinem Befinden gefragt hatte, reagierte er abweisend und bestand darauf, dass ›mein Befinden› doch viel wichtiger wäre, als das seine.

Wobei ich seine Meinung diesbezüglich, so überhaupt nicht mit ihm teilte. Weshalb ich auch froh darüber gewesen war, dass er es endlich geschafft hatte, sich mir endlich zu öffnen – mir zu erzählen was ihn bedrückte. Liebevoll schüttelte ich meinen Kopf und lächelte ihm zu. Natürlich konnte ich sehr gut nachvollziehen, wie Connor sich fühlte.
Immerhin war es auch mir sehr schwergefallen, zurück in das Haus zu gehen und wie sich herausgestellt hatte, war dies auch keine so gute Idee gewesen. Weswegen ich mich dazu entschied, doch nicht mit Connor in den Schuppen zu gehen. Mit ihm von hier zu verschwinden und endlich zu Hank zurückzufahren. Ich näherte mich dem RK800 und sah ihm tief in die Augen.

„Lass … lass uns gehen Connor. Ich will gar nicht mehr reingehen, eigentlich will ich gar nicht mehr hier sein“, flüsterte ich ihm leise zu, ehe ich dann sanft seine Hand mit meiner umschloss, damit wir zusammen, endlich von hier verschwinden konnten – einfach alles hinter uns lassen und einen Neuanfang starten. „Und will ich auch nicht mehr zurück in das Haus gehen, ich will endlich mit allem abschließen und mit dir von vorne beginnen, so wie ich es dir versprochen habe“, küsste ich ihn dann sanft auf die Lippen, worauf ich ein dankbares Lächeln von dem RK800 geschenkt bekam.

„Danke Süße“, sagte er darauf dankbar und mein Lächeln wurde breiter – hatte ich es viel lieber in lächelnd, statt traurig zu sehen. „Komm, lass uns jetzt von hier verschwinden!“, erwiderte ich dann nur und wir gingen zu unserem Wagen, um nach Hause zu Hank zu fahren. Und war ich mir in einer Sache zu Hundert Prozent sicher, ich musste mir nie wieder Sorgen darum machen, dass der böse RK800 wieder zurückkommen und uns unser Leben zur Hölle machen würde. Irgendwann würden ich und Connor, endlich wieder frei von jeglicher Angst sein und es einfach nur genießen, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.

Warum nur Halbwegs fragt ihr euch? Weil ein Leben mit Connor, niemals normal sein würde, aber würde ich mit niemandem … auf der Welt tauschen wollen!
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