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Where Love Falls - Connor x Fem.Reader - Onshot/Kurzgeschichten Sammlung

KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Amanda / KI / Interface Gavin Reed Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
31.07.2018
29.04.2020
23
160.787
24
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.05.2019 4.469
 
Hi, meine lieben Deviant-Connor Fans. <3

Hier ist das neue Kapitel zu „Return Of The Wrong Deviant - You'll Be Mine". Dieses Kapitel wird diesmal etwas Kürzer als die anderen. Da ihr auf das letzte solange warten musstet, dachte ich, ich mache ein kürzeres, da ein längeres nochmal so viel Zeit brauchen würde. Ich hoffe dennoch, dass euch dieses Kapitel wieder gefallen wird und wünsche euch hiermit wieder viel Spaß am Lesen und noch einen schönen erholsamen Abend.

Ganz liebe Grüße eure Connor-4-Ever<3

PS: Und noch ein riesiges Dankeschön an die Kommentare im letzten Kapitel und in der ersten (eigentlich zweiten xD) Geschichte. Es ist sehr schön zu wissen, dass es Leser gibt, die sich mit der Story auseinandersetzen und mitfiebern. Das gibt Autoren eine Menge Schub weiterzumachen und sehr viel an Motivation. Antworten auf die Reviews folgen in nächster Zeit. ;-)

Und nochmal vielen lieben Dank dafür. <3 :-3

Und ein richtig dickes Dankeschön an Unschuldsengel21, die als meine Beta-Leserin tätig ist. Danke für deine nette unterstützende Hilfe. Ich hoffe auf weitere gute Zusammenarbeit und dir auch einen schönen erholsamen Abend und einen richtig guten Start ins Wochenende. <3<3 :-D

~*~*~


Ich stand mitten auf einer Wiese, deren Grashalme sanft durch die Brise im Wind hin und her tanzten. Doch um mich herum, herrschte Weltuntergangsstimmung. Meine Sicht war verschwommen. Doch als der Nebel, welcher um meine Augen lag sich lichtete, erkannte ich Trümmer, die überall verstreut herumlagen.
Trümmer meiner Vergangenheit und dem Schmerz, der mich gefangen hielt, während ich versuchte mich irgendwie zurechtzufinden. Zu begreifen, was all dies hier zu bedeuten hatte.
Ich fühlte mich schwach und auch spürte ich, wie heiße Tränen meinen Wangen hinabliefen. Eine gewisse leere überkam mich und mein Herz drohte in tausend kleine Stücke zu zerbrechen.
Ich war am Verzweifeln, wollte weg von diesem tristen Ort, der mich gefangen zu halten schien. Meine Füße waren nackt, spürte die Grashalme welche zwischen meinen Zehen meine Haut kitzelten, das einzige Gefühl welches mich nicht in den Wahnsinn trieb.
Vorsichtig wischte ich mir eine Träne aus meinem Gesicht. Besah mir meinen Finger, der vom Wasser glänzend schimmerte. Wie erstarrt blickte ich darauf, bis ein Schuss die Luft durchbrach und mich aus meiner Bewegungslosigkeit hochschrecken ließ.
Ich hatte nicht genau gehört, aus welcher Richtung der Schuss gekommen war, doch wusste ich sofort, was geschehen war. So als würde gleich ein Blitz auf mich einschlagen rannte ich los. Auch wusste ich genau wo ich hinlaufen musste.
Wusste, dass wenn ich mich nicht beeilte, nie wieder Frieden erleben würde, einen Verlust erlitt, der mit keinem Wort der Welt mein gebrochenes Herz wieder zusammenfügen könnte. Eine Ewigkeit so schien es, dauerte es bis ich endlich an mein Ziel angekommen war.
Traute meinen Augen nicht, wollte nicht wahrhaben was ich sah. Dieses Bild würde sich sicherlich tief in mein Gedächtnis einbrennen. Würde mich in meinen Albträumen verfolgen, sodass ich nicht mehr gerettet werden könne.
Doch auch dieses Mal zögerte ich nicht, lief sofort auf das geschehene zu – und wieder schien ich nicht voranzukommen. Je weiter ich lief, desto länger kam es mir vor. Der Horizont trat immer weiter in die Ferne, ehe ein helles Licht erstrahlte und mir jegliche Sicht auf das Geschehene nahm. Vom Licht geblendet blieb ich stehen, wartete bis der helle gleisende Schein wieder erlosch und meine Sicht dadurch wieder klarer wurde.
Nahm meinen Arm herunter, erblickte aber nicht, was ich zuvor gesehen hatte. Fand ich mich plötzlich an einem ganz anderen Ort wieder, einem ruhigeren, friedlicheren Ort. Zuerst erkannte ich nicht wo ich mich befand, doch fiel es mir dann wieder ein.
Dort war ich schon einmal mit Connor gewesen. Hatte ihn dort hingebracht, um ihm zu zeigen, wie schön und friedlich die Welt erscheinen konnte, auch wenn sie einem hin und wieder Dunkel und Furchterregend vorkam.
Erinnerte mich aber auch daran, wie oft ich als kleines Mädchen schon hier gewesen war, wie viele schöne Tage ich als Kind hier schon erleben durfte. Hatte mir dieser Ort, immer ein Gefühl von Zufriedenheit und Sicherheit gegeben, wenn mein Vater meiner Mutter und mir wieder das Leben zur Hölle gemacht hatte.
Onkel Hank hatte mich des Öfteren hierhergebracht, nachdem ich ihn angerufen und ihm erzählt hatte, wie mein Vater uns das Leben schwer machte.Wie groß meine Angst war, wenn ich mit ihm allein zu Hause war. Sein eigener Bruder war ein Monster gewesen, doch Hank war ein Schutzengel, mein Schutzengel.
Ich erinnerte mich, als wäre es erst gestern gewesen, als wir hier auf der Bank gesessen waren und hinaus aufs Wasser geblickt hatten, während die Sonne angenehm warm, auf uns herunterschien. Hatte mit mir geredet, mich wieder zum Lachen gebracht und mir neuen Mut gegeben.
Hatte mir sogar gezeigt, wie man Steine auf der Wasseroberfläche springen ließ. Was ich lange Zeit nie geschafft, es aber immer weiter versucht hatte, bis es irgendwann doch klappte, sodass Hank ebenfalls lachen musste und genau wusste, dass ich niemals aufgeben würde. Eine Kämpferin war, die nichts und niemand so schnell unterkriegen konnte, selbst mein gewalttätiger Vater nicht.
Ich blickte mich um, suchte nach jemanden wusste aber nicht, ob es Hank oder Connor war, nach dem ich Ausschau halten sollte. Aber es war niemand zu sehen, nur die warmen Morgensonnenstrahlen, die mein Gesicht küssten und das Wasser in ein sanftes orange tauchten.
Als ich mit Connor hier gewesen war, um ihn die Unantastbarkeit der Natur, der Ruhe und des Friedens zu zeigen, war es auch so wunderschön und ruhig an diesem Ort gewesen. Ich erinnerte mich nur zu gut an das Gesicht des Androiden wie dieser es mehr als genoss, wie schön und ruhig hier doch alles erschien.
Wie gut man hier den ganzen Alltagsstress und den Hass der Menschen ausblenden und einfach nur die Ruhe und den Frieden genießen konnte. Ich hatte mich mit Connor auf dieselbe Bank gesetzt, auf der ich mit Hank immer gesessen war und habe mit ihm hinaus aufs Wasser geblickt.
Redete mit ihm und versuchte ihm beizubringen Steine auf dem Wasser springen zu lassen. Aber hatte sich schnell herausgestellt, dass der Android dies bereits konnte, mich aber trotzdem nicht unterbrochen hatte, während ich versuchte es ihm zu zeigen.
War darüber sehr amüsiert gewesen und hatte gelacht bevor er einen Stein aufgehoben und ihn dann auf der Wasseroberfläche zum Springen gebracht hatte.
»"Du kannst einfach alles, nicht wahr?" hörte ich mich in meiner Erinnerung etwas beleidigt zu ihm sagen und musste Lächeln.
Doch schnell erstarb mein Lächeln wieder, als mir bewusst wurde, dass er nicht hier war. Traurig darüber setzte ich mich auf die Bank und sah hinaus aufs Wasser. Wurde melancholisch und Tränen benetzten mein Gesicht.
Viele Fragen huschten in meinem Kopf umher. Warum war ich hier? Aus welchem Grund hatte ich das grausame Szenario verlassen und war plötzlich hier gelandet? Was hatte es mit diesem Ort auf sich, dass mein Verstand mich hierhergebracht hatte? Noch dazu, dass ich ganz alleine hier war.
Doch sollte ich nicht lange alleine bleiben, spürte eine starke Hand, welche sich sanft auf meine Schulter legte. Dann drehte ich mich um und erkannte die Person die sich mir genähert und mich anscheinend die ganze Zeit schon beobachtet hatte.

„Connor! Was machst du denn hier? ... Komm setz dich zu mir!", sagte ich ruhig, berührte seine Hand auf meiner Schulter und lächelte ihm zu. „Bist du sicher?", wollte dieser wissen und ich nickte. „Ja natürlich, ich weiß, dass du es bist!", erwiderte ich darauf und der Android leistete mir Gesellschaft.
Saßen eine Weile nur da und sahen hinaus aufs Wasser vor uns, während wir unsere Hände ineinander verschränkt hielten und die Ruhe und den Frieden um uns herum genossen, der allein durch die bloße Anwesenheit des Androiden eine noch stärkere Wirkung auf mich hatte.
Doch irgendwann erhob sich Connor sprachlos, hielt immer noch meine Hand und symbolisierte mir mit einem Lächeln, ich solle ihm folgen. Der Android führte mich an den Rand des Sees, blieb dort stehen und hob einen Stein auf, den er über das Wasser springen ließ. „Du weißt, warum du hier bist oder?", fragte mich dieser darauf und mein Blick ihm gegenüber wurde fragend. „Was meinst du damit?", wollte ich wissen und wartete auf eine Antwort des RK800, während dieser einen weiteren Stein aufhob und auch diesen springen ließ. „Du darfst dich nicht täuschen lassen (Y/N)", war seine Antwort, was mich zunehmender noch mehr verwirrte, ehe ich meinte zu verstehen worauf er hinauswollte. „Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Wenn du denkst verrückt zu sein, bist du es womöglich gar nicht. Und wenn du denkst, dass du völlig in Ordnung bist, bist du vermutlich krank. Es liegt jetzt an dir, was du denkst!", fuhr er weiter fort, wandte sich mir dabei wieder zu und kam mir etwas näher.
Dann legte er seine Hand an meine Wange und ich schloss genüsslich meine Augen. Ließ diesen unbeschreiblich kurzen aber wundervollen Moment auf mich wirken. Es fühlte sich so real an, dass erneut eine Träne meine Wange benetzte.
Ich wünschte mir so, dieser Augenblick wäre real und dass dieses Gefühl der Sicherheit, welche seine Berührung in mir auslöste, niemals wieder ein Ende nehmen würde. Am liebsten würde ich für immer hierbleiben. Hier mit Connor, auch wenn das bedeutete nie wieder aufzuwachen.
Alles was mir im Leben wichtig war einfach aufzugeben und zurückzulassen. Tief in meinem inneren wusste ich jedoch, dass dies nicht möglich war. Ich konnte nicht ewig hier bleiben. Gab es Leute die auf mich zählten, mich brauchten. Sollte ich sie etwa einfach so im Stich lassen? ...
„Was denkst du über dich (Y/N)? Bist du in Ordnung oder bist du verrückt? Nur du kennst die Wahrheit.", holte mich Connor aus meinen Gedanken. Ich öffnete meine Augen wieder und schüttelte langsam meinen Kopf.
Genau das war mein Problem, ich wusste es nicht. Ich war nur noch ein Schatten meiner selbst. "Ich weiß nicht. Einerseits denke ich, ich bin total übergeschnappt aber andererseits bin ich mir sicher, dass ich mir nicht alles nur eingebildet habe?", sagte ich und hielt kurz inne ...
"Connor, ich weiß einfach nicht was ich denken soll! Ich weiß nicht, ob das da draußen doch du bist, der mir helfen will oder doch der böse Connor, der nur mit mir spielt. Ein verdammt grausames und mieses Spiel. Doch seine Worte, bevor ich mein Bewusstsein verloren habe, er ... Es ist alles so verwirrend, ich weiß nicht ob ich meinem eigenen Verstand noch vertrauen kann. ", gab ich zu doch der Android lächelte nur. Es war ein schönes, sehr beruhigendes Lächeln, ehe sein Gesichtsausdruck wieder ernst wurde.
"Dann musst du zurückkehren und es so schnell wie möglich herausfinden. Den eines ist klar, du darfst nicht so lange an diesem Ort hier verweilen, wenn du nicht willst, dass du endgültig den Verstand verlierst. Wenn du ihn nicht schon verloren hast. Aber nur du allein kannst diese Frage beantworten (Y/N)! Welches Gefühl ist stärker? Das Gefühl den Verstand verloren zu haben oder das der falsche Connor dich hinters Licht führen will?", sagte er und tief in meinem inneren wusste ich, dass er recht hatte, nur ich wusste was real war und was nicht.
Wusste ich ja auch, dass dies hier nur ein Traum war. Dass dies kein Augenblick war, wo ich mich im Nachhinein fragen musste, ob ich nun wirklich geträumt oder ob Connor wirklich mit mir hier gewesen war und mich berührt hatte. Eine Tatsache die mir aber noch mehr Tränen in die Augen trieb.
Das Gefühl von Trauer und Selbstzweifeln überfiel mich gnadenlos tiefer, durch diese trostlose Erkenntnis. Aber war ich auch so müde und ausgelaugt, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte zu weinen.
Ich war so schwach und fragte mich, wie ich das alles nur heil überstehen sollte? Wahrscheinlich konnte ich diesen Kampf gar nicht alleine gewinnen. Ich hatte doch keinerlei Chance gegen eine solche Kraft, wie die des falschen Connors.
Doch der RK800 schien da anderer Meinung zu sein. „Hör auf zu weinen (Y/N). So wirst du dich nie gegen ihn behaupten können. Du musst jetzt stark bleiben, ein schwerer Kampf wartet auf dich." teilte mir Connor liebevoll aber auch streng mit und wischte mir ebenso zärtlich eine Träne aus dem Gesicht.
„Dieser Ort hier ist nur in deiner Fantasie, in deiner Erinnerung. Dieser Ort hat dir Stärke verliehen, dich dazu gebracht, deinem grausamen Vater die Stirn zu bieten. Deswegen hat Hank dich immer wieder hierhergebracht, um dir zu zeigen, dass nur du allein, für dich die Sonne wieder zum Scheinen bringen kannst. Deswegen hat auch dein Verstand dich hierhergebracht.
Du musst diese Stärke wiederfinden (Y/N), die dieser Ort in dir geweckt hat. Nur so kannst du dich auch gegen den falschen Connor wehren. Ihn bekämpfen. Dich nicht täuschen lassen.
Bevor du das Bewusstsein verloren hast, wurde dir klar, dass es nur ein mieses Spiel ist. Er hat es selbst unbewusst zugegeben als er diese Worte sprach, ehe du ohnmächtig geworden bist. Also bekämpfe ihn weiter (Y/N), lass dich nicht unterkriegen ... und vor allem, lass dich nicht von der Wahrheit abbringen!", und das würde ich auch nicht.
Connors Worte machten mir erneut Mut, ob Traum oder Wirklichkeit, er schaffte es immer wieder die Kämpferin in mir zu wecken und dieser Ort, sowie die Erinnerung mit Hank, half ihm ebenfalls dabei. Nur hier, hatte ich neue Kraft getankt um mich gegen meinen Vater wehren zu können und dasselbe würde dieser Ort jetzt auch für den Kampf gegen den bösen RK800 tun.
Mir neue Kraft schenken, damit ich ihn endlich besiegen konnte. Ja, ich würde kämpfen, denn ich war nicht krank, ich wusste genau, dass der falsche Connor mich nur verwirren wollte. Aber wenn, dem wirklich so war, hatte ich dadurch noch eine äußerst wichtige Frage an den Traum Connor.
„Connor? Bist ... bist du tot?", fragte ich und sah ihn traurig an, auch wenn ich wusste, dass der Traum Connor diese Frage wohl nicht beantworten konnte. „Ich weiß nicht? ... was glaubst du?", antwortete er darauf nur und nun näherte ich mich dem Androiden, sah zu ihm hoch und verspürte dabei den Drang ihn zu küssen.
Ich schüttelte meinen Kopf, plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, schien mein Verstand seinen Weg zu mir zurück gefunden zu haben. Die Lösung war ganz einfach. "Nein! Nein, das denke ich nicht, er will uns beide leiden sehen. Doch er kann dir kein Leid zufügen, wenn du tot bist.
Deswegen hat er auch mich noch nicht getötet. Er will uns beide am Boden sehen, sowie auch Hank. Will das wir vor Trauer und Verzweiflung zu Grunde gehen. Aber das werde ich nicht zulassen Connor. Ich werde alles tun um dich zu finden und ihn ein für alle Mal zu besiegen!", sagte ich, war ich kurz selbst überrascht davon, wie entschlossen ich plötzlich war.
Die Sache war so klar, Connor war irgendwo da draußen in der Realität und litt vermutlich genauso sehr wie ich unter dem falschen Connor und dieses Mal würde ich
»ihn«retten. Der RK800 lächelte daraufhin und nickte mir zu.

"Dann geh, es ist Zeit!", sagte er nur mit seinem wunderschönen Lächeln auf den Lippen, dass mich jedes Mal aufs Neue verzauberte. Doch eine Sache wollte ich noch tun, bevor ich wieder in der Wirklichkeit erwachte. Ihn küssen.
Für den Fall, dass ich ihn doch nie wiedersehen würde. Langsam näherte ich mich dem RK800. Wir lächelten uns gegenseitig zu, als unsere Lippen nur noch einen Hauch voneinander entfernt waren. Dann legte ich meine Lippen auf die seinen.
Zuerst langsam, doch dann immer intensiver und diesmal fühlte es sich verdammt real an. Spürte richtig, die weichen Lippen des Androiden auf den meinen, nahm seinen unvergleichlichen Geschmack in mich auf. Es war, als wollten unsere Lippen sich nie wieder voneinander trennen. Wollten nie wieder damit aufhören uns zu Küssen.
Spürte ich plötzlich seine starken Hände mit diesen er meine Hüften umfasste und mich näher an sich heranzog. Ich genoss diesen Moment ungemein und wollte nie wieder erwachen und zurück in die grausame Realität zurückkehren. Doch ich musste, der wahre Connor sowie auch mein Onkel brauchten – zählten auf mich.
Auch sollte unser traumhafter Kuss nicht lange von Dauer sein, da plötzlich ein lauter Knall ertönte und ich wusste sofort was dieser Lärm zu bedeuten hatte. Es war dasselbe Geräusch, das ich am Anfang meines Traumes vernommen hatte. Ein Schuss.
Die Lippen des RK800 bewegten sich nicht mehr und ich öffnete meine Augen. Er stand nur da und starrte mich an. Sein Gesicht meinem immer noch nah, sah ich, wie eine blaue Flüssigkeit über sein Gesicht, über seinen Nasenrücken bis hin zu seinen Lippen hinablief. „Connor?", flüsterte ich leise und mit Tränen in den Augen, entfernte mich von ihm und erblickte ein Einschussloch auf seiner Stirn.
Plötzlich flackerte alles um mich herum. Die Umgebung wechselte sich im Sekundentakt, von dem Ort an dem Connor und ich uns gerade noch geküsst hatten, bis hin zu dem Ort, an dem überall die ganzen Trümmer herumlagen und der erste Schuss erklungen war. „Nein, nein nicht ... Connor!", sagte ich entsetzt und verzweifelt, ehe der Android zu Boden ging und mit geöffneten Augen leblos gen Himmel blickte.
In dem Moment, als er zu Boden gegangen war, sah ich ihn mit der Waffe einen Meter von uns weg stehen und wie er damit immer noch auf den Androiden zielte. Der falsche Connor. Dabei sah er mich an und ein zufriedenes und schadenfrohes Lächeln zierte seine Lippen.
Doch das einzige wozu ich imstande war, war mich runter zu meinem geliebten Connor zu knien und ihn in meine Arme zu nehmen. Legte seinen Kopf auf meinen Schoß und ließ meiner Verzweiflung freien Lauf.
„Connor nein bitte nicht. Wach wieder auf, lass mich nicht allein ich brauche dich ... CONNOR BITTE!", aber er rührte sich nicht, der falsche Connor hatte ihn erschossen. Regelrecht hingerichtet. Aber der nächste Schock sollte nicht lange auf sich warten. Mit Tränen in den Augen besah ich den bösen RK800, der Schadenfroh auf mich herabgrinste.
Doch als ich erneut runter zu dem leblosen Connor blickte, erblickte ich das pure entsetzen. Dasselbe Bild, welches ich am Anfang meines Traumes gesehen hatte. Sein ganzer Körper war beschädigt und überall sickerte blaues Blut aus seinen Wunden und beschädigten Öffnungen.
Seine Schädeldecke war ebenfalls nicht mehr vorhanden und ich sah die Schaltkreise seines künstlichen Gehirns, welche in einem hellen blau leuchteten und davon zeugten, wie brutal man ihn zugerichtet hatte. Es war nur ein Traum, aber dieser Anblick schmerzte mich so sehr, dass ich spürte, wie mein Herz regelrecht in meiner Brust zersprang und mir das Gefühl gab, ebenfalls gleich sterben zu müssen.
Der falsche Connor hingegen, stand immer noch dort, von wo aus, er den echten Connor erschossen hatte. Doch in seinen Augen erkannte ich nur das pure Böse. Es schien ihm egal zu sein, was er getan hatte und es zu genießen mich so leiden zu sehen. Genau das, was er wollte. Er wollte mich verletzen, sehen wie ich vor Trauer um den echten Connor zugrunde ging. Aber diesen gefallen würde ich ihm nicht tun.
Ich wusste jetzt, der echte Connor war noch am Leben und dieser Albtraum hier, war nur eine Vorwarnung und ein Zeichen an mich, dass dieses Szenario noch verhindern werden konnte. Dazu musste ich nur endlich wieder aufwachen und dem bösen RK800 so richtig in den Hintern treten.
Eine Träne tropfte von meinem Kinn herab und fiel auf das Gesicht, des toten und zerstörten Traum Connors. Ein letztes Mal blickte ich zu ihm herunter, strich ich ihm seine Strähne aus der Stirn und gab ihm einen sanften Kuss. „Ich werde kämpfen Connor. Ich werde für uns beide kämpfen und dich finden, das schwöre ich dir!", sagte ich entschlossen.
Legte den leblosen und zerstörten Körper des Androiden neben mich auf den Boden, ehe ich mich erhob und mit finsterem, noch entschlossenerem Blick zu dem bösen Traum Connor aufblickte.
Dessen grinsen war nun ebenfalls dessen arroganten Blick gewichen und schien es mit der Angst bekommen zu haben.
„Du wirst mich nicht mehr in die Irre führen. Ich werde dich ein für alle Mal aus dem Verkehr ziehen du mieser Haufen Scheiße!", das war ein ernstes Versprechen an den bösen Traum Connor, bevor ich meine Augen wieder öffnete und endlich wieder aus diesem Albtraum erwachte. Zeit um sich endlich gegen den falschen Connor zu wehren ... Und ihn ein für alle Mal zu besiegen.


~*~*~


Als ich aufwachte, musste ich mich erst einmal wieder an alles gewöhnen. Meine Augen brannten und meine Ohren ließen mich nur ein leises Pfeifen wahrnehmen, welches jedoch schnell an Lautstärke abnahm und ich die Vögel draußen vor dem Fenster ihr fröhliches Lied singen hörte.
So dass ich für einen kurzen Moment inneren Frieden verspürte, bis ich endlich realisierte, dass ich nicht mehr träumte. Dass ich langsam wieder zu Bewusstsein kam, bereit um die Wahrheit herauszufinden und meinen geliebten Connor wieder zu mir zurück zu bringen.
Ich lag in meinem Bett und hörte die Schritte des RK800, welche von unten durch den Fußboden nach oben drangen. Wunderte mich, dass er mich ins Schlafzimmer gebracht hatte. Hätte ich eher damit gerechnet, dass er mich irgendwo hinbringen würde, wo man mich nicht so schnell finden konnte. Doch dem war nicht so und überkam mich plötzlich ein Gefühl von Zufriedenheit.
Dieser miese Bastard wollte wirklich immer noch mit mir spielen, aber was er nicht wusste, hin und wieder stand auch ich auf kleine Spielchen. Wenn ich es nicht schaffte körperlich gegen ihn anzutreten, dann musste ich ihn eben mit seiner anderen eigenen Waffe schlagen. Welche das sein würde, würde er schon bald herausfinden.
Ich musste mir überlegen, wie ich ihn dazu brachte sein kleines mieses Spielchen bis zum Ende weiter zu spielen. Nur so konnte ich versuchen, einen ausgeklügelten Fluchtplan zu entwickeln, der mir keinen Ärger mit dem bösen Connor einhandeln konnte.
Doch die einzige Lösung dies zu schaffen war, wenn ich so tat als würde ich ihm glauben. Ihm glauben das ich krank war und seine Hilfe brauchte, geschweige denn wollte. Aber leider auch so zu tun, als würde ich ihn für den echten Connor halten ...
Doch so sehr mich der Gedanke anwiderte, dies war vielleicht die einzige Möglichkeit da wieder heil herauszukommen. Konnte ich nur hoffen, dass er dachte ich hätte seine letzten Worte nicht mehr gehört, als ich bewusstlos geworden war.
Aber wenn, dann war es jetzt an der Zeit, dass sich das Blatt endlich wendete, damit ich mich mit dem guten liebevollen Connor endlich wieder vereinen konnte.
Das Spiel - Mein Spiel konnte beginnen ...

Leise ging ich die Treppe herunter. Im Wohnzimmer stand der Android, welcher seinen linken Arm auf dem Kamin abgelegt hatte und mit der anderen Hand mit einer Münze spielte, welche er über seinen Fingern hin und her balancierte -Eine Eigenschaft die jeder RK800 besaß-.
Sein Blick war auf besagte Hand gerichtet und blickte nachdenklich darauf. Wahrscheinlich überlegte er sich, wie er mich als nächstes tyrannisieren konnte. Doch dazu ließ ich es nie wiederkommen.
Vorsichtig näherte ich mich dem Androiden, der meine Anwesenheit noch nicht bemerkt zu haben schien. Erst als ich ein leises »Connor« über meine Lippen brachte, wandte er sich mir zu. Die Münze bewegte sich immer noch hin und her, ehe er sie zwischen Mittel und Zeigefinger zum stehen brachte.
Dabei bemerkte ich die starke Abnutzung der Münze, die mir sagte, dass diese Münze nicht die des falschen Connors war. Erkannte ich ebenso die Prägung darauf, welche nur noch die Münze besaß die dem echten Connor gehörte.
Aber auch diese Tatsache würde mich nicht mehr täuschen können. Er hatte sie dem echten RK800 entwendet um sein Spiel zu perfektionieren. Aber ohne mich. Mich würde er nicht mehr zum Narren halten.
Ein Anflug von Wut überkam mich, als ich die Münze kurz betrachtete ehe ich dem bösen Connor in die Augen blickte, welcher mich fragend besah. Dann sah auch er runter auf die Münze, ließ diese aber dann schnurstracks in seiner Hosentasche verschwinden.
Ich schluckte leise und versuchte mir ein Lächeln abzuringen. Versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie wütend ich durch diese Tatsache war, - das war Connors Münze nicht seine und er würde sie wieder zurückbekommen ... "(Y/N) du bist wach. Wie geht es dir?", wollte er wissen. So scheinheilig wie er war, betrachtete er mich besorgt.
So dass ich mich darauf konzentrieren musste, vor Belustigung nicht gleich laut los zu lachen. Er wollte also wirklich da weiter machen, wo er aufgehört hatte. Er schien, wie es der Traum Connor gesagt hatte, wirklich zu glauben, dass ich seine letzten Worte nicht mehr mitbekommen hatte. Doch das hatte ich und auch die abfälligen Worte über Connor, hatte ich mitbekommen. Aber gut, so konnte ich meinen Plan womöglich auch ohne Probleme durchziehen?
Stattdessen besah ich ihn einfach nur. "Ja mir geht's gut danke.", erwiderte ich kurz darauf und der Android nickte. "Gut. Ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht. Ich wollte dich nicht verletzen, hatte aber keine andere Wahl.
Ich musste es tun!", sagte er, worauf ich auf den RK800 zuging. Wieder musste ich leise schlucken, als ich ihm langsam näherkam. Ich konnte selbst nicht fassen was ich gleichtun würde, doch leider gehörte dies zu meinem Spiel dazu.
Ich hoffe nur er durchschaute mich diesmal nicht. Sonst würde ich meinen geliebten Connor womöglich, doch nie wiedersehen. "Ist schon gut Baby. Ich weiß das du mir nur helfen willst und es tut mir leid, dass ich deswegen so blöd reagiert habe.
Ich hoffe du nimmst es mir nicht zu übel. Aber wenn doch dann muss ich vielleicht auf andere Weise um Vergebung bitten!", sagte ich und der falsche Connor schien nicht zu glauben, was er gerade gehört hatte.
Innerlich brachte mich diese Vorstellung fast um. Aber die Vorstellung, Connor und ich endlich wieder vereint und der böse Connor für immer fort, ließ mich dieser Gedanke noch mehr Kraft schöpfen mein Spiel weiterzuspielen.
Und als Detektiv wusste ich nur zu gut, wenn man in der Gewalt eines Psychopathen war, musste man manchmal eben mitspielen, wenn man flüchten geschweige denn überleben wollte. Und leider befand ich mich gerade in solch einer Situation.
Zärtlich legte ich meine Hand auf seine Brust. Sah ihm dabei lasziv Lächelnd in die braunen Augen, welche die Arroganz in seinem Inneren zu überspielen versuchten. Doch jetzt konnte ich es klar und deutlich sehen, der Android vor mir war ohne jeglichen Zweifel ... der falsche Connor!
Aber ich musste tun, was getan werden musste, wenn ich mich unbeschadet aus diesem Situation retten wollte. Aber im Gegensatz zum ersten Mal vor sechs Monaten, ließ ich diesmal keine Furcht mehr zu, welche mein Spiel aufliegen lassen konnte. Ich war jetzt das Selbstbewusstsein in Person und der falsche Connor ...

war jetzt »mein« Spielzeug! ...
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