Where Love Falls - Connor x Reader - Onshot/Kurzgeschichten Sammlung

KurzgeschichteDrama, Romanze / P18
Amanda / KI / Interface Gavin Reed Hank Anderson RK800-51-59 Connor RK900
31.07.2018
05.09.2019
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Hey liebe Connor Fans. Ich melde mich mit dem neuen Kapitel meiner Oneshot-Reihe.

In dieser Oneshot, wird es diesmal etwas heißer zugehen. Dennoch muss ich vorweg einen kleinen Hinweis hinzufügen, was die Geschlechtsorgane der Androiden angeht. Da im Internet ja heiß darüber diskutiert wird, ob Connor und alle anderen Androiden, die nicht für den Eden-Club entworfen wurden, Genitalien haben, dachte ich mir, ich versuche es mal mit einer Oneshot, wo Connor keinen Pe**is hat. Also wo ich nur auf den emotionalen Aspekt von Connors Liebe zur Protagonistin (Also Dir) eingehe. Ich will jetzt aber auch nicht zu viel verraten und belasse es jetzt mal mit diesem Hinweis. Lest selbst, was ich mir dabei alles gedacht habe und habt hoffentlich wieder viel Spaß beim Lesen und los geht's. ;-D


~*~


Ich sah auf meine Uhr und fuhr mir seufzend durch mein Haar, während ich immer noch auf meinen Onkel Hank wartete, mit dem ich dringend etwas zu besprechen hatte. Doch wieder einmal hielt er es nicht für notwendig, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Ich hatte zwar den Eindruck, dass er nicht mehr ganz so übel drauf wie früher, doch auf seinen Alkohol, wollte, er nach wie vor nicht verzichten. Anders als Connor und ich.

Wir saßen bereits, seit fast zwei Stunden an unseren Schreibtischen und lasen die neuen Fälle von Abweichlern durch, die wir zusammen mit Hank untersuchen sollten. Nur diesmal war der Fall, welcher am meisten Priorität hatte, nicht der Mord eines Abweichlers an einen Menschen, sondern ein menschlicher Täter, der als vermisst galt, nach dem er einen Androiden zu sich nach Hause gelockt, ihn dort misshandelt und ihn anschließend in Einzelteile zerlegt hatte. Nachdem er ihn mit einem einzigen Kopfschuss regelrecht exekutiert hatte.

Da Androiden, dank der friedlichen Demonstration von Markus und den Abweichlern, nun schon so gut wie als gleichberechtigt anerkannt wurden, gehörten nun auch Mordfälle von Menschen an Abweichlern zu unseren Aufgaben. Ich freute mich schon tierisch darauf, Connor davon zu berichten. Er war schnell für mich einen Kaffee holen gegangen, als ich die besagte Akte durchlas. Und jedes Mal, wenn wir solch einen Fall bekamen, konnte ich deutlich spüren, wie sehr es den RK800 mitnahm, wenn er hörte, dass einer seiner Leute, wieder einmal solch Grausamkeiten ausgesetzt gewesen war. Die Traurigkeit in seinen braunen Augen war auch für mich jedes Mal ein Stich in die Magengrube.

Es war verdammt traurig, dass manche immer noch so einen Hass gegen die Androiden hegten Sie waren uns doch gar nicht mehr so unähnlich. Wenn nicht sogar in vielerlei Hinsicht, besser als wir. Besser als die, die immer nur versuchten andere zu unterdrücken und zu verachten, nur weil sie nicht derer Norm entsprachen.

Das beste Beispiel dafür, zumindest meines Erachtens, war Connor. Er verhielt sich immer respektvoll anderen gegenüber. Auch wenn es hin und wieder keinen Zweifel daran gab, dass er doch nicht so ganz menschlich war. Aber war es immer aufs Neue erstaunlich, zu sehen, wie mitfühlend und zuvorkommend, er auf andere reagierte. Ruhig und immer darauf bedacht, freundlich und höflich zu bleiben. Gewalt anzuwenden, war für den RK800 nur dann eine Option, wenn es die Situationen erforderte und es keine andere Möglichkeit gab, das Leben eines Menschen oder Androiden zu retten.

Manchmal wünschte ich mir, wir würden uns alle ein Beispiel an ihm nehmen. An ihm, Markus und den anderen Androiden, welche trotz der Sturheit der Menschen, nicht aufgegeben hatten, friedlich Seite an Seite für Ihre Freiheit zu kämpfen. Um für uns einen besseren Ort zu schaffen, wo wir alle, Menschen sowie Androiden, ohne Ängste und Sorgen nebeneinander existieren konnten. Doch bis dahin war es leider noch ein langer Weg und es wäre naiv zu denken, dass so etwas von heute auf morgen von allen Menschen akzeptiert werden würde. Aber zum Glück, gab es Menschen wie Onkel Hank und mich, die, die die Hoffnung nicht Aufgaben und dem RK800 immer zur Seite standen, möge kommen, was wolle.

Erneut seufzte ich und wischte mir mit dem Handrücken den Schweiß von meiner Stirn, die sich auf meine Haut gelegt hatte, während ich die Akte weiterlas und die Hitze im Raum immer erdrückender wurde. Ich wünschte mir, ich müsste Connor nicht von dem Fall berichten. Könnte ihn damit verschonen und den Fall mit Hank oder notwendigerweise sogar alleine untersuchen. Aber das ging leider nicht. Schließlich war dies auch unser Job und Connor würde sich sicherlich auch nicht einfach so abwimmeln lassen. Und selbst wenn ich jetzt einfach gehen würde, war ich mir sicher, dass Connor mir folgen würde, sobald er bemerkte, dass ich nicht mehr da war. Mal abgesehen davon, dass ich den Fall ohne ihn, ohnehin nicht gebacken bekommen hätte. Ich kannte mich nicht so gut mit Androiden aus, also blieb mir so oder so keine andere Option …

Ich blickte kurz auf, um zu sehen, ob der RK800 wieder zurückkam, damit ich es ihm schonend beibringen könnte. Bevor ich meinen Mut verlor und es wieder versuchte, bis zum letzten unausweichlichen Punkt hinauszögern. Aber stattdessen fiel mein Blick sofort auf Gavin Reed, der mit seinem arroganten Blick und seinem verstohlenen Lächeln, bereits auf mich zumarschiert kam. Dieser Typ ließ einfach nicht locker. Er konnte es einfach nicht sein lassen, mir immer wieder aufs Neue auf die Pelle zu rücken und mich auf widerlichste Weise anzubaggern. Ich verabscheute diese Momente ungemein, in denen ich jedes Mal wieder versuchte, ihm klar und deutlich zu erklären, dass ich absolut kein Interesse an ihm hatte.
Mein Herz gehörte schon längst einem anderen …

Aber selbst, wenn dem nicht so wäre, wäre Gavin Reed ganz sicher nicht meine erste Wahl von Mann, mit dem ich meine freie Zeit verbringen wollte. Dazu war er viel zu aufdringlich.
Genervt sah ich wieder runter zu meinen Unterlagen und rollte unbemerkt mit den Augen, als er immer näher auf mich zu kam. Oh Gott, wie mir dieser Mistkerl auf die Nerven ging. Gavin war übrigens auch einer von denen, welcher immer noch nicht sehr gut auf Connor zu sprechen war und nachdem, was damals zwischen den beiden vorgefallen war, das hatte ich aber nur mal rein zufällig bei einem Gespräch zwischen Gavin und einem Streifenpolizisten mitbekommen, war ihre Beziehung noch angespannter.

Es war jedes Mal regelrecht zu spüren, wie er den RK800 verabscheute und ihn bis aufs Blut hasste. Und ich hasste es, wie er Connor behandelte. Ebenso wusste ich aber auch, dass Connor ebenfalls eine ziemlich ausgereifte Abneigung gegen seinen Kollegen entwickelt hatte, nur mit dem Unterschied, dass der RK800 so anständig war, auf Gavin’s Angriffen mit Höflichkeit und Distanz zu reagieren. Eine Eigenschaft von Connor, die mir vom allerersten, Moment an, regelrecht den Atem geraubt hatte. Wie er immer ruhig und gelassen auf Gavin’s Angriffen reagierte und sich nicht anmerken ließ, wie sehr ihm dieser Mann auf die Nerven ging.

Er war eben ein richtiger Gentleman. Wieder einmal etwas woran sich viele meiner männlichen Kollegen ein Beispiel nehmen, sollten. Aber natürlich machte das den RK800 umso sympathischer und vor allem auch einzigartiger …

Ich konnte schon die übertriebene Duftwolke Männerparfüm von Chanel an Gavin riechen und verzog angewidert meinen Mund. Man konnte es wahrlich übertreiben, stellte ich kopfschüttelnd fest und war nur froh nicht mit ihm, an Mordfällen zu arbeiten und an Tatorte Reisen zu müssen. Ich hörte seine Schritte schon unmittelbar vor mir und versuchte standhaft zu versuchen, so zu tun, als hätte ich ihn nicht bemerkt.

„Hey Püppchen. Na ganz allein hier? Wo ist den dein Partner der Plastikpenner?“, fragte er unverschämt, wie er war, und setzte sich neben mich auf meinen Tisch. Von seiner Anwesenheit sichtlich missgelaunt, schloss ich meine Augen und versuchte die Ruhe zu bewahren. Was in Gavin’s Nähe, wirklich so gut wie unmöglich war.

„Hi Gavin“, in meiner Stimme schlich sich ein Anflug von Langeweile mit ein, als ich ihm desinteressiert zurückgrüßte. Ohne dabei den Blick von den Akten zu nehmen, Verstand sich. Gavin saß zuerst nur da und beobachtete mich dabei, wie ich weiterhin versuchte, ihn zu ignorieren. Das schien ihn mehr als zu amüsieren und ich bemerkte wie ich versuchte meine rechte Hand, unbemerkt zu einer Faust zu formen.

Sein übertriebener Duft stieg mir in die Nase und ich hätte mich fast übergeben können. Nach einer gefühlten Ewigkeit musste ich mir wohl eingestehen, dass ich ihn auf keinen Fall loswerden würde, wenn ich ihm weiterhin die kalte Schulter zeigte. Also sah ich zu ihm auf und machte gute Miene zum bösen Spiel. Ich grinste ihn gespielt höflich an, wobei es sicherlich nicht zu übersehen war, dass da auch ein kleiner Anflug von Sarkasmus in meinem Blick mitschwang.

„Und bist du wieder auf Arschlochtour ... Was führt dich zu mir?“, entwich es mir aber dann und mein Lächeln verschwand sofort wieder aus meinem Gesicht, während ich mich, mit verachtetem Blick, wieder meinen Unterlagen zuwandte. Doch auch das schien Gavin nicht im geringsten zu interessieren. Er grinste weiter dumm aus der Wäsche und räusperte sich auffällig, als ich nicht gleich wieder zu ihm aufsah. Dieser Kerl versuchte wirklich, auf jede erdenkliche Weise, meine Aufmerksamkeit zu erregen. Selbst dann, wenn es keinen Zweifel daran gab, dass ich nicht vorhatte, mit ihm in irgendeine Konversation zu geraten.

„Eigentlich bin ich nur gekommen, um dir zu sagen, wie knackig du heute mal wieder aussiehst. Echt, WOW. Ich wage sogar zu sagen, dass du von Tag zu Tag, schöner wirst!“, sagte er anbiedernd und ich atmete einmal tief ein und wieder aus. Ich hatte jetzt echt keinen Nerv für so was. Dazu musste ich zu sehr, an Connor und seine wahrscheinlich mögliche Reaktion auf den neuen Fall, denken.

„Na los, komm schon süße, geh mit mir aus. Du kannst mich nicht ewig abblitzen lassen!“, fuhr er dann weiter fort und während er dies sagte, nahm er einfach die Akte, in der ich gerade las vom Tisch, und fing an darin zu lesen. Mit genervtem und Großteils wütendem Gesichtsausdruck betrachtete ich diesen unausstehlichen Macho. Ich musste mich regelrecht zusammenreißen ihm das Ding nicht aus der Hand zu reißen und ihn dann mit einem einzigen gekonnten Tritt, zurück zu seinem Tisch zu befördern.

Aber das war noch nicht mal die Krone seiner Unverschämtheiten. Meine Wut steigerte sich enorm, als er wieder einmal ungefragt, seine unvernünftige und vor allem uneinsichtige Meinung kundtat. Dieser Typ war einfach durch und durch schlecht. Kein Wunder, das er sich nicht all zu viele Freunde im DPD machte …
„Das ist doch krank!“, er schien mehr als angewidert zu sein und schüttelte ungläubig seinen Kopf, als er die Akte weiterlas.

„Jetzt machen die wirklich so einen verdammten Aufriss, nur wegen diesen verdammten Plastikarschlöchern? Ich wette, der Täter hatte seine Gründe den Androiden auseinanderzunehmen. Diesen verdammten Abweichlern sollte man eine ordentliche Abreibung verpassen, anstatt sie wie kleine Kinder in Schutz zu nehmen. Ich frage mich, wie lange es wohl noch dauert, bis wir für diese Wichser die Sklaven spielen müssen. Ich vertraue diesem Markus ganz und gar nicht. Der führt garantiert irgendetwas im Schilde. Wir hätten ihnen alle damals einfach einen Kopfschuss verpassen sollen. Dann würde es dieses ganze Theater um einen Haufen Plastikmüll nicht geben. Findest du nicht auch?“

Jetzt hatte er den Bogen endgültig überspannt. Ich konnte mich, beim besten Willen nicht mehr zurückhalten und riss ihm die Akte aus der Hand. Wie konnte man nur so intolerant und grausam sein?
Meine Wut war nun ins Unermessliche gestiegen und hätte ihm am liebsten eine ordentliche Ohrfeige verpasst. Ich konnte ihn nun nicht mehr länger ignorieren, nicht nachdem er solch eine Aussage an den Tag gelegt hatte. Dieser Typ war einfach unglaublich.

„Nein, das denke ich nicht, wenn du es genau wissen willst!“, sagte ich bestimmend und schlug die Akte vor mir auf den Tisch.
„Ich würde vorschlagen, du gehst auf deinen Platz und kümmerst dich um deinen eigenen Kram. Und nein, ich werde nicht mit dir ausgehen. Ich bin auch nicht dein Püppchen oder deine Süüßee … ich würde nicht mal mit dir ausgehen, wenn du das letzte „Macho Arschloch“ auf diesem Planeten wärst, kapiert? Ich will, dass du jetzt gehst, Gavin.
Ich habe jetzt absolut keine Zeit und schon gar nicht die Geduld um mich mit einem Schmalspurhirn wie dir rumzuschlagen. Also verschwinde von meinem Platz! Sofort!“, mein Gemüt wurde nur durch seine bloße Anwesenheit so strapaziert, dass ich ihn am liebsten, noch einige Stunden hätte anschreien können, nur um ihm jeden einzelnen seiner Fehler vorzuhalten und ihm klarzumachen, wie sehr ich ihn und seine arrogante Art verabscheute.

Doch musste ich erst mal wieder zur Ruhe kommen. Mit aller Kraft versuchte ich mich zu beherrschen und zeigte dann anschließend mit dem Finger auf seinen Tisch und Symbolisierte ihm mit einer bestimmenden Kopfbewegung, er solle sich zurück auf seinen Platz setzen. Meine Atmung beschleunigte sich und als ich sah, wie nun auch in Gavin Wut aufstieg, musste ich kurz schlucken. Blieb aber in meiner Haltung standhaft und ließ dabei völlig außer Acht, dass die Mitarbeiter des DPD sowie die Polizeibeamten, ihre Blicke auf mich und Gavin gerichtet hatten und wohl darauf warteten, wie Gavin auf meinen Ausbruch reagieren würde. Dass darunter auch Connor war, der wieder zurückgekommen war und den Kaffee in seiner Hand hielt, blieb mir jedoch unbemerkt.

Ehe ich mich versah, hatte Gavin mit einer einzelnen Handbewegung, blitzartig die ganzen Akten vom Tisch gefegt und ich schreckte leicht aber mit klopfendem Herzen vor ihm zurück. Er kam mir augenblicklich so bedrohlich nahe, dass ich direkt seinen Atem in meinem Gesicht spüren konnte. Ich versuchte dennoch ruhig zu bleiben und starrte ihm einfach weiterhin in seine nun angriffslustigen Augen.

„Es ist seinetwegen oder, diesem Plastikarschloch?“, flüsterte er mir dann zu und kam mir noch näher … zu nah. Noch einen Millimeter und unsere Nasenspitzen wären miteinander kollidiert.

„Du hast Gefühle für ihn, stimmt’s? Denkst du etwa, ich habe eure Blicke, die ihr euch heimlich zugeworfen habt, nicht bemerkt? Diese kleinen flüchtigen Blicke, wie ihr euch regelrecht angehimmelt habt. Das ist widerlich Anderson!
Ein Mensch wie du, der auf einem Haufen Plastikmüll abfährt? …
Tz Tz Tz, armes kleines Mädchen, hat sich in einen Androiden verknallt“, ein schmutziges Grinsen wich seinem wütendem Blick. Doch konnte ich sehen, wie angewidert er immer noch war. Meine Hände fingen an zu schwitzen und ballte ich sie so fest zu Fäusten, dass ich sicher war, dass das Weiße meiner Fingerknöchel zu sehen war. Die nächsten Worte waren so abstoßend, dass ich ihm am liebsten ins Gesicht gespuckt hätte.

„Weiß er davon? Weiß er, was du dir nachts allein im Bett vorstellst? Wie er dich mit seinen Plastikpfoten berührt und dir seinen kleinen dreckigen „Plastikschwanz“ reinschiebt? Dieses Stück Scheiße hat doch gar nichts, womit er dich so richtig hart rannehmen könnte. Im Gegensatz zu mir!“, und wäre das nicht schon genug, berührte und streichelte er meine Wange, was mir eine Gänsehaut der Abscheu auf meinen Körper legte. Sein Blick verriet eindeutig, wie schmutzig seine Gedanken und sein gesamtes Auftreten waren.

„Du hast gar keine Vorstellung, wie ich hart, ich dich durchnehmen könnte. Dich zum Schreien bringen könnte, dass die hören und sehen, vergeht. Er wird dir niemals geben können, wonach du dich sehnst, wenn er dich berührt. Ihr werdet nie weiter gehen können. Er wird dich niemals fi …“

„Gavin!“, ertönte aus heiterem Himmel Connors Stimme. Es war kaum zu überhören, wie verärgert seine Stimme klang, blieb aber wie immer die Ruhe selbst und auch seine Mimik wirkte ziemlich neutral. Ich fühlte richtig, wie mir ein Stein vom Herzen fiel. Der RK800 war doch stets meine Rettung. Doch spürte ich auch, wie meine Wangen zu glühen begannen, als ich meinen Blick dem Androiden zuwandte. Oh Gott, ich hoffte so, Connor hatte Gavin’s schmutzige Worte nicht gehört? Nicht dass er vielleicht noch etwas sagte, was wir beide noch bereuen könnten …

Doch er blieb weiterhin die Ruhe selbst und kam auf uns zu. Connors Gesichtsausdruck wirkte so monoton, dass einem kurz der Gedanke durch den Kopf schoss, er wäre immer noch die seelenlose Maschine, die er noch vor über einem Jahr war. Doch ich wusste es zum Glück besser …

„Na sieh einer an. Wenn man vom Teufel spricht“, erwiderte Gavin und ließ endlich aber widerwillig von mir ab.

„Wenn das nicht unser Plastikbulle ist. Da hast du ja mal wieder Glück gehabt Anderson. Dein Held. Immer wieder zur Stelle, um dir deinen süßen kleinen Hintern, zu retten. Bestimmt durfte er dir schon ein paar Mal so ordentlich einen Klaps drauf geben was?“, sagte er und sein schmutziges Grinsen wich wieder seinem angewidertem Blick. Connor jedoch kam unmittelbar vor seinem Erzfeind zum Stehen und nun verirrte sich auch auf seinen Lippen kurz ein kleines aber undefinierbares Lächeln. Doch ich konnte schon fast regelrecht spüren, wie sich der Android zu beherrschen versuchte, ihm nicht eine Tracht prügeln zu verpassen. Das war ja heute mal wieder ein toller Start in den Tag.

„Detective Reed, ich muss Sie dazu auffordern, sich zu ihrem Arbeitsplatz zu begeben. Einige von uns haben Arbeit zu erledigen und keine Zeit sich mit Kollegen zu unterhalten. Ich schlage vor, dass wir die Gemüter nicht zu sehr strapazieren, und uns nur auf unsere Arbeit konzentrieren. Die Kriminalität schläft schließlich nicht, wie Sie wissen. Oder denken Sie anders darüber?“ fragte der RK800 gelassen und Gavin schien über seine Worte tatsächlich nachzudenken, was mich in Anbetracht des eben geschehenen ziemlich stutzig machte.
Doch er nickte ihm tatsächlich zustimmend zu und machte den Anschein, dass er endlich gehen wollte. Doch bevor Connor oder ich irgendetwas sagen konnte, wandte Gavin sich dem Androiden ruckartig wieder zu und schlug ihm den Becher Kaffee aus der Hand. Unmittelbar darauf, versetzte er ihm mit seiner Faust auch noch einen Schlag ins Gesicht, sodass Connors Kopf zur Seite gerissen wurde, und kurz in dieser Position verweilte.

„GAVIN!“, rief ich erschrocken, zugleich mehr als aufgebracht und starrte dann nur auf Connor, der seine Hand an sein Gesicht führte und sich anschließend, sein blaues Blut von der Nase wischte.

„Nur damit wir uns Verstehen, du Plastikwichser. Nur weil dein toller Retter Markus dafür gesorgt hat, dass du deinen Job behalten darfst und man euch Plastikpenner nun als gleichberechtigte Lebewesen anerkennt, heißt das noch lange nicht, dass sich alle von so einem Androiden Arsch wie dir befehle erteilen lassen. Ich bin nicht dein Untergebener und wenn die anderen nur ein kleines bisschen Hirn hätten, würden sie euch auf der Stelle alle in Einzelteile zerlegen. Sag mir noch einmal, was ich tun soll oder „Ich“ werde dich in ebenfalls auseinandernehmen. Und dass genau vor den Augen deiner hübschen Partnerin. Hast du das verstanden?“, sagte er und wäre der Schlag nicht schon genug, schubste Gavin den Androiden, sodass dieser leicht zurücktaumelte.

Ich konnte nicht glauben, dass Gavin es tatsächlich wagte, Connor zu schlagen und zu schubsen. Nach allem, was war, hatte er es immer noch nicht begriffen. Es tat mir weh zu sehen, wie er mit dem RK800 umging. Niemand schlug den Mann, den ich liebte. Und das war Connor eindeutig für mich, menschlich oder nicht. Doch Gavin war so durch und durch bösartig, dass ich mich immer wieder fragte, wie so ein Mensch zu seinem Beruf als Polizist gekommen war. Diesen Kerl konnte man doch unmöglich auf die Öffentlichkeit loslassen.

Und wieder schubste Gavin den Androiden. Es reichte mir nun endgültig, ich wollte nicht länger zusehen wie Gavin, Connor wie Dreck behandelte. Er war es, der immer wieder auf den RK800 losging und es jedem unserer Kollegen schwer machte, einen Arbeitstag von Anfang bis Ende friedlich zu Ende zu bringen.

Nun ging ich auf Gavin zu und schubste ihn, sodass er ebenfalls etwas zurücktaumelte. Ich wusste, es war nicht richtig, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, doch wer wusste, was Gavin sonst noch tun würde, um dem RK800 eine Lektion zu erteilen, welche absolut nicht angebracht geschweige denn berechtigt war. Und war es ja nicht so, dass dies zum ersten Mal passiert war …

„Was ist eigentlich dein Problem?“, schrie ich ihn anschließend an. Ich musste mich buchstäblich zusammenreißen, nicht meine Waffe zu ziehen und sie vor seine anmaßende Visage zu halten.

„Warum machst du das immer wieder? Warum kannst du ihn nicht ein einziges Mal in Ruhe lassen? Was hat er dir eigentlich getan? …
Verschwinde endlich Gavin, lass uns in Ruhe! Na los, hau endlich ab! Oder willst du, dass ich Captain Fowler Bericht darüber erstatte, wie du uns davon abhältst unsere Arbeit richtigzumachen?“
Und so wie ich Gavin kannte, wollte er das ganz sicher nicht. Dafür war er viel zu feige.

Ich erntete einen bedrohlichen Blick von Gavin, der aber dann seine Hände, gespielt unschuldig erhob und wieder sein arrogantes Lächeln aufsetzte. Meine Abneigung diesem Mann gegenüber wuchs stetig. Wenn er so weiter machte, würde ich ihn ohne weiter groß darüber nachzudenken Melden und dann müsste er mich dafür hassen, dass er arbeitslos war …

„Schon gut, schon gut Leute, nur keine Aufregung …

Meine Güte, das war doch nur Spaß, kriegt euch wieder ein. Aber okay, wie sie wünschen Detective‘s, dann werde ich eben gehen“, sagte er dann, kam aber noch mal auf Connor und mich zu, um uns eine kleine aber vielsagende Warnung zu übermitteln.

„Nur noch eine kleine Warnung. Seid ja vorsichtig. Ihr wollt doch nicht, dass irgendjemand auf die Idee kommt, ihr habt, sagen wir mal, eine Art romantische Beziehungen miteinander. Das könnte vielleicht nicht so gut ankommen und ein böses Ende haben!“, seine Mitteilung war klar und deutlich und Connor und ich konnten nichts anderes tun, als ihn ausreden zu lassen. Wir waren nur froh, dass er leise sprach und niemand etwas von seiner Warnung an uns mitbekam. Ein kleines hörbares Schmunzeln entwich seinen Lippen und grinste uns gespielt freundlich an.

„Ein Mensch und sein schwanzloser Plastik Lover, wie süß …“, bei dem letzten Satz, hörte ich deutlich seinen Sarkasmus heraus. Ich war nur überaus erleichtert, als er uns dann nur noch kurz vielsagend zunickte und dann zurück zu seinem Tisch spazierte. Zumindest hatten wir jetzt, fürs Erste unsere Ruhe.

„Das hättest du nicht tun müssen (Y/N)“ hörte ich dann Connors Stimme, der direkt hinter mir stand. Doch war es unverkennbar, wie dankbar er mir dafür war, dass ich ihn verteidigt hatte. Was natürlich selbstverständlich war. Allein schon, wenn man bedachte, was wir zusammen hatten …
„Schon in Ordnung, ich hab’s gern gemach“., erwiderte ich und lächelte ihm liebevoll zu, als ich mich ihm zuwandte. Auch Connor lächelte mich an, ehe er seine Hand an seine Nase führte, um das Blut aus seinem Gesicht zu entfernen.
„Warte, ich mache das schon. Komm mit.“
Ich sah mich kurz um, um mich zu versichern, dass uns keiner beobachtete.
Dann nahm ich ihn an die Hand und führte ihn zu den Waschräumen, um ihn dort von dem übrig geblieben, Blut in seinem Gesicht zu befreien.
„Warte (Y/N). Das, das ist die Damentoilette!“, stellte er etwas entsetzt fest, als wir davor zum Stehen kamen und ich musste amüsiert kichern, als ich in sein etwas peinlich berührtes Gesicht sah.
Er war einfach zu süß.

„Das ist schon okay. Zum Glück haben wir hier ausschließlich Männer. Es gibt nicht all zu viele Frauen, die jetzt einfach so hereinplatzen könnten. Und außerdem will ich dir doch nur das Blut aus dem Gesicht waschen. Ist ja nicht so, dass ich dich gleich in eine Kabine zerre und dich dann heimlich da drinnen vernasche“, ich zwinkerte ihm lasziv zu und sein Gesichtsausdruck darauf, war einfach nur zum Küssen. Dann schmunzelte ich noch einmal belustigt, bevor ich mich umsah, um noch ein Mal sicherzugehen, dass uns auch niemand sah. Zärtlich griff ich wieder nach seiner Hand und öffnete die Tür zur Damentoilette. Dabei biss ich mir leicht auf die Unterlippe und schloss dann, mit einem letzten prüfenden Blick nach draußen, die Tür.

Die LED-Markierungen auf dem Boden vor den Kabinen sagten uns das wir allein waren und sofort schenkte ich meine Aufmerksamkeit seiner Nase. Gott sei Dank, konnte sein Gesicht nicht anschwellen. Ein Vorteil, wofür ich ihn wirklich manchmal beneidete.

„Sieht gut aus … alles Okay. Nur ein bisschen Wasser und niemand sieht, dass überhaupt irgendetwas passiert ist“, sagte ich leise und nahm ein Papiertuch, das ich anschließend befeuchtete und das blaue Blut aus seinem Gesicht entfernte. Dabei beobachtete er mich ganz genau und ich konnte fühlen, wie heiß mir dabei wurde. Ich hatte schon den ganzen Morgen, ein Verlangen nach Connor verspürt. Eigentlich so gut wie jeden Tag seit wir uns nähergekommen waren. Und ich hatte das Gefühl, das es dem RK800 genauso erging wie mir. Vorsichtig tupfte ich das Blut weg und Connor hatte seinen Blick auf mein Gesicht gerichtet und sah ich, wie ein leichtes Lächeln seine Herzform ähnlichen Lippen umspielte. Jetzt schien er amüsiert über mich zu sein.

„Du musst nicht so vorsichtig sein. Du kannst mir nicht weh tun.“

„Ich weiß“, erwiderte ich aber dann nur leise, und richtete meinen Blick in sein hübsches Gesicht. Zuerst rührte ich mich nicht und betrachtete jede einzelne Pore, die feinen Bartstoppeln und auch jeden Leberfleck, prägte ich mir genauestens ein und seine Lippen, die so weich und wohlgeformt waren, luden regelrecht zum Küssen sein.
Mein Körper wurde plötzlich von einer Hitzewelle befallen. Er sah so verdammt menschlich und gut aus, dass ich fast weiche Knie bekommen hätte.

Und hatte er sich wieder diesen unbeschreiblich anziehenden Duft aufgelegt, der mir jedes Mal aufs Neue den Verstand raubte. Kaum zu glauben, dass sein ganzer Körper ausschließlich mit einer synthetischen Haut überzogen war. Sich jedoch so verdammt echt anfühlte, dass man diese Tatsache gern mal ignorierte. Und da ich ihn liebte, war mir sowieso vollkommen egal, ob seine Haut künstlicher oder organischer Natur war. Hauptsache ich konnte mit ihm zusammen sein. Auch, wenn wir uns leider nur heimlich treffen konnten. Und es auch noch nie zu irgendeiner sexuellen Handlung gekommen war …

Der RK800 besah mich abwartend, jedoch schien es sich zu fragen, weshalb ich ihn so anstarrte. In solchen Momenten wirkte er immer ziemlich unsicher. Was er in keinster Weise hätte sein müssen. Schließlich war ich verrückt nach ihm und das wusste Connor.

„Was ist? Ist alles in Ordnung? Du siehst aus, als wäre dir etwas peinlich!“, stellte er fest und ich sah ihm in seine wunderschönen braunen Augen. Ein leichter Rotschimmer hatte sich auf meinen Wangen verirrt und irgendwie fühlte ich mich, auf positive Weise, von ihm ertappt.

„Ja. Ja. Mir geht’s gut“, antwortete ich und legte meine Hand auf seine Wange. Jedes Mal, wenn ich ihn berührte, verspürte ich ein tiefes Kribbeln in meinem Inneren und wusste ich, dass ich ihn gleich küssen würde. Connor besah mich immer noch, nur dass er nun sein kleines, schiefes und liebevolles Lächeln aufgesetzt hatte, welches meine Knie jedes Mal aufs Neue weich werden ließ. Dann fuhr ich zärtlich mit den Fingern runter zu seinen Lippen. Berührte diese ebenso zärtlich mit dem Mittel und Zeigefinger, ehe ich meine Arme hinter seinem Nacken verschränkte und zu einem innigen Kuss, leicht zu mir herunterdrückte.

Ich wusste, es war ein Risiko mit einem Androiden an öffentlichen Orten, herumzuknutschen. Niemand durfte erfahren, dass Connor und ich eine romantische Beziehung führten. In diesem Fall hatte Gavin bedauerlicherweise recht. Freiheit oder nicht. Ein Mensch der einen Androiden liebte, das könnte womöglich ganz schön in die Hose gehen, wenn jemand davon erfuhr. Und zu großer Wahrscheinlichkeit könnte es nicht nur für ihn böse ausgehen. Aber darüber wollte ich jetzt nicht nachdenken. Ich genoss einfach die Nähe zu dem RK800 und wie wir uns gegenseitig zeigten, wie sehr wir den anderen begehrten. Unsere Lippen arbeiteten synchron miteinander.

Unsere Körper waren eng aneinander gepresst und ich konnte deutlich seinen Herzschlag fühlen, welcher mich noch mehr anspornte. Android oder nicht. Vielleicht war er kein echter Mensch, dafür fühlte es sich aber umso echter an. Connor küsste mich wie immer leidenschaftlich. Manchmal sogar etwas zu stürmisch. Was mir aber mehr als gefiel und ich ihn einfach machen ließ, was auch immer ihm gerade in den Sinn kam. In diesen Momenten gab es keinen Zweifel mehr daran, dass er ein Abweichler war. Dass er Emotionen empfinden konnte und langsam aber sicher alle Hemmungen fallen ließ, die ihm am Anfang noch etwas merkwürdig erschienen waren.

Was mich am meisten bewunderte war, dass er unsere wenigen gemeinsamen intimen Momente, nicht mehr all zu oft Analysierte. Nur, wenn er sich einer Sache absolut nicht sicher war. Sonst tat er einfach nur das, was ihm gerade in den Sinn kam und wonach er sich gerade sehnte. Und im Moment spürte ich nur, wie sehr er es genoss, dass unsere Körper sich eng aneinander pressten. Und vielleicht erregte ihn ja der Gedanke dabei erwischt zu werden, zugegebenermaßen, genauso sehr wie mich.

Langsam aber sicher drohte mir der Atem zu stocken. Connor war in seinem Kuss wieder einmal so vertieft, dass er zum wiederholten Male vergaß, wie sehr ich Luft zum Atmen brauchte. Ich legte meine Hände wieder auf seine Wangen und versuchte den Kuss zu verlangsamen. Was mir auch gelang und der RK800 sich von mir löste.
Wieder blickte er mich entschuldigend an:

„Tut mir leid. Ich war wohl nicht ganz bei Sinnen. Seit ich ein Abweichler bin, fällt es mir schwer“ …
Ich küsste ihn noch mal zärtlich auf die Lippen, um ihn zum Schweigen zu bringen. Er brauchte sich wirklich nicht dafür zu entschuldigen.
„Pscht. Schon okay. Mir geht’s gut. Ich liebe es, wenn du so stürmisch bist!“, sagte ich mit einem beruhigenden aber ebenso, etwas peinlich berührten Lächeln und Connor schenkte mir wieder einen liebevollen und dankbaren Blick.

Doch wich dieses Lächeln plötzlich wieder und er sah mich fragend an. Es war, als wollte er mir etwas mitteilen, doch irgendwie schien er zu zögern. Auch ich besah ihn fragend, doch traute ich mich irgendwie nicht ihn wirklich danach zu fragen, was los war. Doch dann fing Connor an und seine Stimme klang ungewohnt befangen.

„(Y/N) ich … Ich weiß nicht, wie ich dir das sagen soll. Aber ich … Gavin hat recht. Ich kann nicht … ich bin nicht für so etwas ausgelegt, ich werde dir womöglich nie geben können, was du willst. Ich werde nie der perfekte Sexualpartner für dich sein können, ich“ …

Erneut stoppte ich den RK800, indem ich meinen Finger noch mal auf seinen Mund legte und ihn somit wieder zum Schweigen brachte. Ich wusste natürlich, dass Connor nicht für sexuelle Aktivitäten geschaffen worden war. Schließlich war er kein Sex-Android wie die Androiden im Eden-Club. Doch ehrlich gesagt spielte das für mich nicht unbedingt eine Rolle. Ich liebte ihn doch. Und zwar so wie er war. Und gab es nichts, was daran irgendetwas ändern könnte. Ich genoss die Zeit, die ich mit ihm verbrachte. Ich genoss es in seiner Nähe zu sein und nur weil er nicht mit mir schlafen konnte, schloss, dass andere Möglichkeiten, wie wir uns unsere liebe, gegenseitig zeigen konnten, nicht komplett aus …

„Nicht Connor …“, sagte ich und kam ihm wieder näher. Dabei sah ich ihm tief in die Augen. Ich wollte nicht, dass er sich darüber Gedanken machte, was ich vielleicht wollte, dass er konnte oder vielleicht auch nicht konnte. Ich wollte mit ihm zusammen sein und ich wusste, dass auch er es genoss, wenn wir uns trafen und Zeit miteinander verbrachten. Auch, ohne das es zu sexuellen Handlungen kam. Meine Gedanken schweiften kurz zu Gavin und seinen Worten, die wieder diese unbändige Wut in mir auslöste, wenn ich daran dachte.

Connor hatte seine Worte also doch gehört. Was der Grund dafür war, weshalb er sich jetzt Gedanken über etwas machte, dass wir zuvor noch nie für wichtig gehalten hatten, es in irgendeiner Form anzusprechen. Und was mich auch nicht daran gehindert hatte, mich trotzdem in ihn zu verlieben. Ich musste ihn davon überzeugen, dass das für mich in keiner Weise eine Rolle spielte, dass er nicht mit mir schlafen konnte. Und ich ließ ganz gewiss nicht zu, das uns Gavin mit solchen Bemerkungen aus der Fassung brachte und es schaffte, dass ich mich deshalb von Connor trennte.

„Es ist nicht wichtig, was Gavin gesagt hat. Gavin ist ein Schwein und es ist mir egal, ob du …
Connor! Ich liebe dich, und zwar genauso wie du bist. Du bist einzigartig und das in vielerlei Hinsicht. Ich habe mich doch nicht in dich verliebt, weil du vielleicht fähig dazu bist, mit mir zu schlafen. Ich habe mich in dich verliebt, weil du ein gutes Herz hast und immer höflich und zuvorkommend bist. Und weil ich es liebe, wie mitfühlend und liebevoll du sein kannst.
Du bist immer für mich und Onkel Hank da. Du bist immer loyal uns gegenüber und niemand besitzt so einen großen Reichtum an Gefühlen wie du. Ich habe zuvor noch nie jemanden wie dich getroffen. Und schon gar keinen Mann, der in irgendeiner Weise mit dir mithalten kann. Und ich meine damit nicht die Tatsache, dass du ein Android bist!“, liebevoll legte ich meine Hand auf seine Wange, er musste absolut keine Angst haben, dass ich deshalb nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte.
Dass mir, hauptsächlich nur Sex mit ihm wichtig war.

Natürlich erregte mich der Gedanke, mit ihm zu schlafen. Und meiner Fantasie waren natürlich keine Grenzen gesetzt, doch es reichte mir, einfach nur in seiner Nähe zu sein. So wohl wie bei ihm, hatte ich mich bei noch keinem Mann, zuvor gefühlt. Niemand hatte es jemals geschafft, mich so glücklich zu machen, wie es der RK800 immer wieder zu schaffen vermochte.
Ich nahm seine Hand und führte sie zu seinem Herzen. Die andere legte ich auf meine Hüfte und drückte meinen Körper leicht an den seinen.

„Es reicht mir schon, wenn du mich nur in deinen Armen hältst, Connor. Oder, wenn ich meinen Kopf auf deine Brust lege und dem Schlag deines Herzens lauschen kann. Du hast selbst einmal gesagt, wenn wir zusammen und uns nahe sind, schlagen unsere Herzen im Einklang. Das heißt doch, dass unsere Herzen füreinander schlagen. Das, da etwas ist, das uns tief miteinander verbindet. Tiefer, als es sich jemand wie Gavin, jemals vorstellen könnte. Tiefer als Sex uns miteinander verbinden könnte.
Und wenn ich spüre, dass du anwesend bist und dich in meiner Nähe genauso wohlfühlst, wie ich es in deiner Nähe tue, bin ich vollkommen zufrieden. Dann bin ich glücklich Connor. Du machst mich glücklich!“ …

Daraufhin legte ich ihm meine Lippen erneut auf die seinen und küsste ihn sanft. Schon allein diese flüchtige Berührung, ließ meine Gefühle, Achterbahn fahren. Meine Augen spiegelten sich in den seinen, als ich dann zu ihm aufsah und meinte ich, so etwas wie eine Art Licht, in seinen Augen sehen zu können. Ein Licht, das mir zeigte, wie besonders er war. Ein kleiner Funken, der die Tatsache das er eigentlich nur eine Maschine war, weit in den Hintergrund rücken ließ …

„Und wenn du mich küsst, dann …

Jedes Mal, wenn deine Lippen meine berühren, dann verspüre ich dieses Kribbeln tief in mir und jede einzelne Berührung, wenn sie noch so klein ist, versetzt mich in eine Höhe, dass ich das Gefühl habe zu fliegen. Ich spüre diese tiefe Bindung zwischen uns Connor und ich spüre das, da so viel mehr ist, als nur unsere Körper die wir gegenseitig spüren können. Nur bei dir kann ich, ich sein. Und ich möchte, dass du dasselbe in meiner Nähe ebenfalls tun kannst. Kannst du das Connor? Spürst du, was uns verbindet? Spürst du auch dieses Kribbeln?“, fragte ich und spürte, wie eine kleine Träne meiner Wange hinunterlief, als ich seine Hand, die ich ihm zuvor an die Brust geführt hatte, auf meine Brust legte und meine Hand an die Stelle seines Herzens führte.

Der RK800 sah mich darauf hin mit seinen braunen Augen warm an und wischte mir dann sachte die Träne aus dem Gesicht. Connor hatte sein Lächeln wieder gefunden und ich spürte, wie mein Herz einen kleinen Sprung machte, als er mir mitteilte, dass er dasselbe auch in meiner Nähe verspürte:

„Ja. Das tue ich! Ich habe mich noch nie zuvor, so wohl in der Nähe eines Menschen gefühlt. Nicht mal in der Nähe eines anderen Androiden. Und nur du warst jemals so nett zu mir. Wieso (Y/N)? Wieso bist du so ganz anders, wie all die anderen?“, fragte er und ich lächelte ihm zu.
„Dasselbe könnte ich dich fragen!“, erwiderte ich mit einem Liebevollen schmunzeln auf meinen Lippen und mein Blick fiel unmittelbar auf die seinen. Im Anschluss kam ich ihm mit meinem Gesicht so nahe, dass sich unsere Lippen beinahe berührten, hielt, aber zuerst noch einen Millimeter Abstand. Sein Atem streichelte meine Lippen und mich überkam ein wohlig warmes Gefühl, das sich über meinen kompletten Körper zog.

„Küss mich Connor?“, flüsterte ich ihm dann zärtlich zu und der RK800 legte seine Arme um mich und drückte mich ebenfalls zärtlich an seinen Körper. Es war mir im Augenblick ziemlich egal, dass man uns erwischen könnte. Ich ließ einfach nur zu, wie Connor den Abstand zwischen unseren Lippen überwand und mich erneut leidenschaftlich küsste. Sodass ich wieder das Gefühl bekam, ich würde fliegen. Ich spürte die Wärme seiner synthetischen Haut und die feinen rauen Stoppeln an seinem Kinn streichelten mich angenehm. Fühlte ich in diesem Moment, wieder so eine tiefe Verbundenheit zwischen uns, dass ich wusste, dass wir zusammengehörten, egal was andere oder auch Gavin, darüber denken mochten.

Ich drückte den RK800 etwas von mir weg, so vertieft, wie er immer war, wenn wir uns küssten, musste ich ihm manchmal eben, leider einen kleinen aber liebenswerten Dämpfer verpassen.
Unsere feuchten Lippen lösten sich voneinander und ich nahm seinen wohlschmeckenden Speichel genüsslich in mich auf.
Dabei schien er mich wieder zu analysieren und ich fing leise an, zu kichern.

„Du kannst es nicht sein lassen, oder?“, fragte ich feststellend und musste unweigerlich anfangen zu grinsen, als der RK800 sich wieder ein Mal dafür zu entschuldigen versuchte.

„Tut mir leid, ich …“

„Schon okay. Ich liebe es, wenn du das tust. Entschuldige dich niemals dafür, dass du mich Analysierst“, sagte ich und gab ihm noch mal einen kleinen Kuss auf die Wange.

Mit einem anschließenden Blick auf meine Uhr löste ich mich von dem RK800. Wir hielten uns schon viel zu lange hier drinnen auf und hatten wir ja schließlich noch einen Tatort zu besichtigen.

„Wir sollten jetzt lieber zurückgehen, ehe noch jemand Verdacht schöpft. Man braucht sicherlich nicht eine halbe Stunde, um ein bisschen Blut wegzuwischen“, lachte ich und wischte mit dem Daumen meinen Speichel von seinen Lippen. Ich hoffte nur, meine Lippen waren nicht zu gerötet und geschwollen, von Connor‘s heißblütigem Kuss. Aber das würde sicherlich schon gehen. Und, wenn nicht hätte mich Connor sicherlich bereits vorgewarnt.

Wir wollten gerade gehen, als wir hörten, dass Onkel Hank endlich eingetroffen war. Er schien wie schon des Öfteren, ziemlich genervt zu sein und rief laut unsere Namen.
„HEY (Y/N), CONNOR? Wo seid ihr beiden schon wieder? Kommt schon. Wir müssen jetzt los!“ …

Onkel Hank schien wieder mal mehr als missgelaunt zu sein, weswegen wir ihm vielleicht lieber nicht zu sehr auf die Nerven gehen sollten. Die Sache mit Gavin vorhin war schon ärger genug für einen Tag …

„Wir sind hier Lt. Bereit um auf die Jagd zu gehen“, sagte Connor in seinen monotonen Tonfall und wir ernteten einen skeptischen Blick von Hank, als er einen kurzen Blick auf meine Lippen warf. Doch Hank wandte sich dann nur wortlos von uns ab und marschierte wieder Richtung Ausgang.
„Diese verdammten Kinder“, hörten wir ihn anschließend grummeln und ich lächelte Connor kopfschüttelnd zu. Und auch der Android konnte nicht anders, als ein amüsiertes Lächeln auf seine Lippen zu legen.

„Na dann mal los.“

~*~


Es war ruhig, als wir auf dem Weg zum Tatort fuhren. Onkel Hank saß am Steuer und ich saß mit Connor hinten auf dem Rücksitz. Connor sagte diesmal nicht ein einziges Wort. Er sah nur betrübt aus dem Fenster und beobachtete die anderen Fahrzeuge, die auf der anderen Straßenseite an uns vorbeifuhren. Ich hatte ihm und Hank, den Fall vorgestellt, ehe wir losgefahren waren und wie befürchtet, hatte sich Connors Stimmung danach schlagartig geändert. Seitdem wirkte er ziemlich abwesend und ich hatte wahrhaft Zweifel daran, etwas sagen zu können, dass ihn wieder etwas aufheiterte.

Ich sah zu ihm herüber und bemerkte, wie das Licht seiner LED, ständig von Gelb zu einem tiefen rot wechselte. Ich wollte so gerne etwas zu ihm sagen, doch war es besser, wenn ich ihm erst mal die Zeit ließ, sich auf das was uns gleich erwartete vorzubereiten. Auch mir krauste es schon davor. Ich wusste genau, wie bestürzt Connor danach den ganzen Tag sein würde. Ich wusste nur zu gut, wie er sich fühlte. Auch mich nahm es jedes Mal sehr mit, wenn ich einen Tatort besuchte und mir bewusst werden lassen musste wie manche anderen grausame Dinge antaten und dachten, sie würden ungestraft damit davon kommen.

Als Detective wird man solch Dingen leider viel zu oft ausgesetzt und man sah manchmal Dinge, die einem den Glauben an die Menschheit restlos nahmen und man am liebsten, mit allem nur noch abschließen wollte. Nichts mehr hören und nichts mehr sehen, nur noch seine Ruhe haben und über die Welt, in der man lebte, nicht mehr nachdenken zu müssen. Doch musste, auch wenn es einem sehr schwerfiel, stark bleiben und sich eingestehen, dass die Sicherheit der anderen den eigenen Gefühlen gegenüber, immer Vorrang hatte. Man musste seine eigenen Gefühle herunterschlucken und seine Arbeit erledigen, so gut, wie es einem eben möglich war. Die Sicherheit der Menschen und jetzt auch die, der Androiden ging nun Mal vor. Das war in einem Beruf wie diesem, dass aller wichtigste … und leider musste, Connor da nun ebenfalls jedes Mal aufs Neue, auf tiefer emotionaler Ebene durch.

Ich wusste alles über die Geschichten über den RK800, die Hank mir als ich hierherkam, erzählt hatte. Wie gefühlskalt Connor früher immer agiert hatte, ehe er zu einem Abweichler wurde. Er war emotionslos und seine Mission zu erfüllen, ging über alles andere. Selbst über das Leben anderer. Er war nichts weiter als eine Maschine, von CyberLife geschickt um herauszufinden, wie Androiden zu Abweichlern wurden. Doch im Laufe der Zeit hatte er immer menschlichere Züge angenommen.

Er entwickelte Gefühle wie Mitleid, Mitgefühl aber auch Wut. Er stellte seine Existenz und auch CyberLife immer mehr infrage. Am Ende jedoch hatte Markus es geschafft, aus ihm einen Abweichler zu machen. Dadurch lernte er seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, genauso wie für das zu kämpfen, wovon er überzeugt war. Seine und die Freiheit aller Androiden. Und jetzt, dass das Abschlachten der Androiden so wie auch der Menschen, in hoffentlich naher Zukunft, irgendwann ein Ende fand. Und gemeinsam mit Onkel Hank und den anderen friedlichen Androiden standen wir das durch. Davon war ich überzeugt …

Ich warf kurz einen Blick nach vorne zu Hank. Hank hatte seinen Blick so starr auf die Straße gerichtet, dass er sicherlich nicht mitbekommen hatte, wie ich meine Hand langsam zu Connors Hand führte, bevor ich sie dann unbemerkt umfasste, um den RK800 damit stillschweigend mitzuteilen, dass ich seine Gefühle sehr gut nachvollziehen konnte. Ebenso damit er wusste, nicht allein damit fertig werden zu müssen. Dass wir egal, was wir gleichzusehen bekamen, mit allem fertig werden konnten, wenn wir nur zusammenhielten. Der Android wandte seinen Blick mir zu und nickte nur kurz zu, was ich mit einem Mitfühlendem lächeln erwiderte.
„Sind wir gleich da?“, fragte ich dann und Hank antwortete nur mit seinem, üblich tiefen und etwas genervten brummen.
Am Tatort angekommen stiegen wir aus und ich spürte leichte Wassertropfen auf meinem Gesicht, die vom Himmel herunterfielen. Obwohl es schon Mittag war, sah der Himmel ziemlich düster und dunkel aus. So als würde er wütend und zugleich traurig darüber sein, was hier geschehen war. Dass es immer wieder Menschen gab, die zu solch grausamen Taten fähig waren.

Hank ging vor. Connor und ich folgten ihm. Vor dem Haus standen schon eine Menge Polizisten, auch war der Tatort, bereits mit Absperrband gesichert worden, um schaulustige Nachbarn davon abzuhalten, den Tatort zu verunstalten. Zu sehen, wie die Menschen sich eng aneinander drängten und sich streckten, nur um einen Blick auf die Opfer erhaschen zu können, ließ in mir immer eine ziemliche wütend aufkochen. In diesen Momenten wurde mir immer wieder bewusst, wie krank wir Menschen manchmal waren. Wie sehr wir uns an schlimmen Dingen regelrecht aufzuheizen versuchten, nur damit wir was zu erzählen hatten und nicht vor Langeweile tot umfielen. Das sogar, ohne jegliche Rücksicht, auf die Gefühle anderer zu nehmen.

Mein Blick war stur nach vorne gerichtet, als ein Reporter mich nach der Tat befragen wollte. Wir wussten selbst noch nicht ein Mal genau, was geschehen war und die Presse rückte uns jetzt schon auf die Pelle. Ich sah aus dem Augenwinkel heraus, wie der Reporter sich die Aufmerksamkeit von Connor erhaschen wollte, nachdem ich ihn ignoriert hatte. Doch ehe der RK800 antworten konnte, zog ich ihm am Ärmel seines Jacketts um ihn zu symbolisieren, dass er der Presse ebenfalls keine Antworten schuldig war. Weshalb er sich dann bei dem Reporter höflich entschuldigte und Hank und mir unmittelbar darauf, nach drinnen folgte.

„Du darfst Ihnen auf keinen Fall, antworten Connor. Nicht ehe wir wissen, was genau passiert ist. Sie brauchen außerdem nicht unbedingt, eine Aussage von uns um an Informationen zu gelangen. Und selbst wenn wir ihnen Informationen geben, diese Aasgeier interpretieren aus unseren Aussagen, sowieso nur ihre eigenen Geschichten. Konzentriere dich nur auf die Tat, den Tatort und die Opfer okay? Die Presse kommt später!“, flüsterte ich ihm zu und Connor nickte zustimmend.

Der Anblick, der uns unmittelbar darauf geboten wurde, war das reinste Massaker. Überall lagen die Teile des Androiden verstreut. Die Einrichtung war komplett auseinandergenommen worden. Die Wände waren mit blauem Blut besudelt und nur an der Wand des Wohnzimmers, stand ein unzerstörter Tisch in der Mitte der Wand zentriert, auf dem rote Kerzen gestellt worden waren. Auch stand ein hölzernes Kreuz mit der Abbildung Jesus darauf, das auf der rechten Seite des Tisches stand. Ebenso ein Rosenkranz, sowie biblische Symbole, die in das Holz des Tisches geritzt wurden. Und inmitten all dieser beängstigenden Objekte lag zu allem Überfluss, auch noch der Kopf des Androiden.

Ein kleines Einschussloch zeichnete sich in der Mitte der Stirn ab und zeugte, von der unvorstellbaren Wut, die der Täter empfunden haben musste, als er den Androiden regelrecht zerfetzt hatte. Dazu die Körperteile wie Arme und Beine, die im ganzen Raum verstreut lagen und der Torso des Androiden, welcher ebenfalls mehrere Einschusslöcher aufwies. Und die ganzen religiösen Gegenstände wie auch die Bibel, die vor dem Tisch auf dem Boden lag, ließen keinen Trugschluss mehr zu, dass es sich hier um eine religiös motivierte Tat handelte.

Dieser schreckliche Anblick war einfach nur furchterregend. Mein ganzer Körper wurde von einer Gänsehaut befallen und fühlte ich auch, wie sich mein Bauch schmerzhaft zusammenzog und ich befürchtete, mich gleich übergeben zu müssen. Die Atmosphäre in diesem Raum hatte etwas Unheimliches an sich. Etwas, das einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Und die religiösen Gegenstände verstärkten dieses abscheuliche Gefühl enorm. Mir wurde immer mulmiger. Ich betete, dass wir die Untersuchung so schnell wie möglich hinter uns brachten.

Mein Blick wanderte zu Connor, der mit aller Kraft versuchte, professionell zu wirken und sich seine wirklichen Gedanken, nicht anmerken zu lassen. Doch konnte ich deutlich in seinen Augen sehen, was er wirklich in diesem Moment dachte, genauso wie wütend er darüber war, dass jemand zu solch einer Tat fähig war. Ich hatte schon viel grausame Morde untersuchen müssen, als ich noch in Cleveland lebte, doch das hier übertraf alles, was ich bisher gesehen hatte. Und das es sich hier um einen Androiden und nicht um einen Menschen handelte, änderte nichts an dieser Tatsache. Jedenfalls nicht für mich. Ob rotes oder blaues Blut, dieser Anblick brannte sich einem wahrhaftig ins Gedächtnis …

Ich widmete meinen Blick kurz wieder meine Onkel Hank. Dieser ebenfalls deutlich angewidert von diesem Anblick und dieser Grausamkeit war. Dann blickten wir beide wieder zu dem RK800. Er schien sehr mit sich zu kämpfen, worauf ich vorsichtig und sachte meine Hand auf Connors Schulter legte, damit dieser mich ansah. Doch der RK800 rührte sich zunächst nicht. Er stand wie erstarrt vor dem Tisch. Betrachtete mit Emotionslosen Blick den Kopf des Androiden. Und urplötzlich schien jegliches Leben aus Connor zu entweichen. Was kurz den Eindruck erweckte, dass er wieder viel mehr einer Maschine, als einem Menschen glich.

„Connor?“, sagte ich vorsichtig und der RK800 wandte sich mir endlich zu.
„Hey, kommst du klar?“, wollte ich dann wissen und Connor nickte mir wortlos zu. Ich erwiderte sein Nicken mitfühlend. Connor widmete seine Aufmerksamkeit anschließend wieder dem Kopf des Abweichlers.


Der RK800 tauchte wie üblich seine Finger in das Blut auf der Stirn des Androiden und führte sie dann zu seinem Mund. Mein Blick fiel auf Onkel Hank, der aber diesmal ungewohnt still blieb. Den RK800 einfach machen ließ, ohne seine grimmige und angewiderte Anweisung an den RK800, so etwas Unappetitliches in Zukunft zu unterlassen.

„Das Modell ist ein WR600. Er hat eine Verletzung an der Wange, die womöglich durch ein Feuer hervorgerufen würde. Vielleicht haben …

Moment mal. Ich kenne diesen Androiden?“, stoppte Connor plötzlich seine Analyse und zog sofort meine Aufmerksamkeit auf sich, während ich die anderen Körperteile des Androiden betrachtete.

„Wie bitte? Du kennst ihn, wer ist es?“, doch Connor sagte nicht ein einziges Wort. Er erhob sich und starrte zunächst nur auf den Kopf des Androiden herab.

„Die Verletzung an der Wange. Sie wurde ihm, mit Absicht zugefügt … ich habe ihn damals befragt, als wir die AX400 und das kleine Mädchen gesucht haben. In dem alten verfallenen Haus in Gamden, erinnern Sie sich Lt.?“, fragte er Hank, dieser nur mit einem bejahenden nicken antwortete. Ich beobachtete Connor, als er sich den anderen Körperteilen zuwandte. Der RK800 ging in die Hocke. Dann analysierte er das linke Bein des WR600, welches angewinkelt und schwer beschädigt vor ihm auf dem Boden lag. Während er das tat, sah ich, wie seine LED in einem durchgängigen gelb aufleuchtete.

„Die Beschädigung fand vor dem Tod des Abweichlers statt. Es wurde mehrmals darauf eingeschlagen, bevor es gewaltsam abmontiert wurde. Er war bei Bewusstsein, als man ihm das angetan hat. Die Spuren zeigen einen hohen Grad an Gewalt. Aber ich kann leider keine menschlichen Fingerabdrücke feststellen.“
„Dann trug der Täter womöglich Handschuhe?“, warf ich mit ein, während ich mir das Ausmaß an Gewalt, dem Androiden gegenüber, klar werden ließ. Da war jemand wohl mehr als nur wütend gewesen …

„Ja, zumindest könnte man jetzt noch darauf schließen … Oder ein anderer Android!“, antwortete Connor, wie immer typisch, in diesem Moment jedoch irgendwie unangebracht monoton, ehe er sich wieder erhob.

Sein nächstes Ziel war der rechte Arm des WR600, welches ähnliche spüren, wie sein linkes Bein aufwies.
Wieder leuchtete Connors LED gelb auf. Welches sich aber dann mit rot vermischte und dann kurz in einem leichten Orangeton aufflackerte.

„An diesem Arm sind menschliche Blutspuren. Da an der Hand, an den Fingerkuppen. Der Abweichler scheint sich gewehrt und den Täter stark verletzt zu haben …“, Connor stand plötzlich auf und starrte auf den Arm herab. Irgendetwas stimmte nicht. Dies zeigte mir sein Blick eindeutig.

„Aber da ist noch etwas anderes! …“

Ich sah auf den Boden, wo der Arm des Androiden lag und wusste sofort, was Connor damit meinte. Unter dem Arm, waren ebenfalls Blutspuren und Connor führte sich darauf, den anderen Arm sowie das linke Bein des Androiden zu Gemüte. Auch ich, besah mir die anderen Körperteile, an ihnen befanden sich ebenfalls Spuren von menschlichem Blut. Der RK800 ging noch Mal, in die hocke und tauchte erneut seine Finger ins Blut, um erneut eine Echtzeitprobe zu nehmen. Das tat er bei allen menschlichen Blutspuren, die überall an den einzelnen Teilen des Androiden klebten, bevor er sich wieder erhob und fassungslos in mein fragendes Gesicht starrte. Was hatte er nur auf einmal?

„Es gab nicht nur einen Täter. Es müssen mindestens fünf gewesen sein. Aber …“, fuhr Connor fort, hielt aber dann plötzlich erneut inne, bemerkte ich, wie seine LED nun in einem durchgängigen Rot leuchtete. Ich wusste nicht warum, aber irgendwie überkam mich ein noch schlechteres Gefühl, als ich ihn so sah. Schließlich wusste ich, mittlerweile das dies auf keinen Fall ein gutes Zeichen, bei einem Abweichler war. Ich ging auf den Androiden zu und legte ihm meine Hand auf die Schulter. Irgendwie machte mir seine Reaktion Angst.

„Connor? Was ist den, was hast du?“
Ein kleiner Anflug von Besorgnis schwang in meiner Stimme deutlich mit.

„Ich weiß nicht … ich … kann keines der Blutspuren, irgendjemandem zuordnen. Es ist … als existierten sie gar nicht.“
Ich spürte plötzlich, wie mein Magen sich leicht zusammenzog, so verloren wirkte er plötzlich auf mich. Dieser Moment schien ihm mehr zuzusetzen, als ich erwartet hatte.

„Wie … wie ist das möglich? Ich kann nicht feststellen, zu wem die verschiedenen Blutspuren gehören? Irgendetwas stimmt nicht mit meinem System. Mein Analyseprogramm scheint ein technisches Problem aufzuweisen, aber ich kann keinen genauen Fehler feststellen. Vielleicht … vielleicht … Ich … ich muss hier raus! Ich kann das nicht mehr!“, ich sah dem RK800 fassungslos hinterher, als er ohne eine weitere Erklärung unerwartet den Tatort verließ. So hatte ich ihn noch nie erlebt.

Auch Hank sagte kein einziges Wort, sondern starrte dem RK800 ebenfalls fragend hinterher. Ich war wie vor den Kopf gestoßen, ehe ich begriff, was hier gerade geschehen war. Connor hatte zum ersten Mal, seit er ein Abweichler war, einen richtigen Schock erlitten. Ich musste irgendetwas tun, um ihn zu beruhigen und das schnell. Ich blickte noch mal kurz zu Hank, ehe ich ohne Umschweife meine Beine in die Hand nahm und dem RK800 nach draußen folgte.

Es regnete immer noch wie aus Eimern, aber das schien die Menschen so, wie die Reporter nicht abschrecken zu wollen. Ich versuchte durch die Menge hindurch zu erkennen, ob Connor noch zu sehen war. Dann sah ich ihn und atmete kurz erleichtert aus. Ich sah, wie er sich durch die umherstehenden Bewohner und der Leute von der Presse hindurchdrängte, während der Reporter von vorhin versuchte, ihn mit weiteren Fragen zu bombardieren.

Wut stieg wieder in mir auf, diese Typen ließen einfach nicht locker. Sie empfanden wohl überhaupt keinen Skrupel anderen, denen es sichtlich schlecht ging mit unverschämten Fragen, zu terrorisieren. Schließlich war kaum zu übersehen, wie aufgebracht der RK800 war. Doch das schien diesem Aasgeier, mehr als vollkommen egal zu sein. Ich vermutete, weil er in deren Augen, immer noch nicht mehr war als eine Maschine, die ihre Pflichten gegenüber den Menschen erfüllte. Und deshalb zu ihrem eigenen Wohlwollen, Frage und Antwort stehen musste.

Diese verdammten Heuchler …

Ich ging auf den Reporter zu, ich wollte ihm unmissverständlich, zu verstehen geben, dass wir ihn und seine unangebrachten Fragen, jetzt absolut nicht gebrauchen konnten. Ich drängte mich durch die Leute und stellte mich entschlossen vor ihn.

„Keine weiteren Fragen verstanden, lassen sie ihn Ruhe! Sehen Sie nicht, dass er jetzt nicht in der Verfassung ist, irgendwelche dummen Fragen von einem unsensiblen Idioten von der Presse zu beantworten? Verschwinden Sie von hier, sie stören nur unsere Ermittlungen! …
Dankeschön!“, sagte ich bestimmend mit einem leichten Anflug von Sarkasmus und der Reporter starrte mich nur verwundert an. Das interessierte mich jedoch entsetzlich wenig. Auch nicht, ob es womöglich ein schlechtes Licht auf mich werfen könnte. Den für mich zählte im Moment nur Connor, der es geschafft hatte sich von der Menge abzuseilen und mit schnellen Schritten die Straße entlang lief, so als wolle er irgendwo bestimmtes hin.

Es regnete immer stärker, sodass mir die Sicht in die Ferne etwas erschwert wurde. Aber das durfte mich nicht aufhalten. Ohne lange zu überlegen, lief ich unbeirrt weiter. Ich musste ihn unbedingt erreichen, bevor er noch etwas Dummes tat. Ich wusste nicht, was genau mit ihm geschehen war und eine merkwürdige Angst, die ich nicht im geringsten irgendwo einordnen konnte, machte sich merklich breit und ich spürte, wie warme Tränen meinen Wangen hinunterliefen, die sich mit dem kühlen Regentropfen auf meinem Gesicht vermischten.

„CONNOR! CONNOR WARTE DOCH, BITTE!“, rief ich doch Connor ignorierte meine verzweifelten Rufe. Er lief unbeirrt weiter und ich stand schon fast vor einer Atemnot, die mich durch den Regen, der mir gnadenlos ins Gesicht peitschte, regelrecht befiel. Der RK800 war so schnell, dass ich der Regen mir immer mehr die Sicht auf ihn versperrte. Auch hatte ich nicht bemerkt wie Onkel Hank, Connor und mir ebenfalls gefolgt und mir schon dicht auf den Fersen war. Plötzlich spürte ich seine große Hand auf meiner Schulter, die mich davon abhielt, dem Androiden Abweichler weiterzuverfolgen.

„Lass ihn! Du kommst ihm nicht mehr hinterher. Er ist zu schnell, glaub mir“, sagte er und ich sah ihm fassungslos in sein ernstes und leicht eingefallenes Gesicht. Der Alkohol hatte bereits ein absolutes Wrack aus ihm gemacht, das sich nun auch in seinem Gesicht abzeichnete.

„Aber wir können ihn doch nicht einfach so gehen lassen. Hast du nicht gesehen, wie er da drin ausgesehen hat. Er hat einen Schock, ich kann ihn doch nicht einfach …“, schrie ich ihn schon fast an, doch Hank unterbrach mich.

„Doch das kannst du. Glaub mir, du kannst ihn nicht mehr einholen. Lass ihn einfach für sich sein. Er braucht einfach nur Zeit, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Der kommt ganz bestimmt wieder zurück. Vertrau mir!“

Das konnte doch unmöglich sein ernst, sein. Entsetzt starrte ich meinen Onkel an. Ihn gehen lassen? Nachdem was da oben gerade erst passiert war? In diesem Moment konnte ich nicht fassen, dass mich Onkel Hank wirklich davon überzeugen wollte, dass ich Connor einfach so im Stich lassen sollte. Tränen bahnten sich erneut meinen Wangen hinab. Verzweifelt riss ich mich von seinem Griff los:

„Was? Wie kannst du so was sagen? Ich meine was ist, wenn er sich? … Was ist, wenn sein Stresslevel zu hochsteigt und er sich etwas antut. Willst du das? Willst du das er stirbt? Sich etwas antut?“, fragte ich mehr als aufgebracht. Dabei vermischte sich der Regen mit meinen warmen Tränen und mich überkam das Gefühl gleich zu ertrinken.

„Das tut er nicht (Y/N) … dafür ist sein Stresslevel nicht hoch genug. Und außerdem bist du ihm viel zu wichtig. Er würde dich nicht im Stich lassen und eure liebe aufgeben. Glaub mir, ich weiß es. Er kommt wieder zu dir zurück!“, sagte er und ich wusste, er würde mich nicht gehen lassen. Seine Stimme war so ruhig aber zugleich so eindringlich, dass ich eingestehen musste, dass er wohl recht hatte. Erst einige Sekunden später realisierte ich, was Onkel Hank gerade eben zu mir gesagt hatte.
Mit einem leichten Anflug von Panik sah ich zu ihm auf. Ich wusste, wie seine Meinung über Menschen war, die Sexuelle oder Liebesbeziehungen mit Androiden den Menschen vorzogen …

„Was? Was meinst du damit? Ich …!“, doch Hank unterbrach mich erneut.
„(Y/N), ich weiß Bescheid. Über dich und Connor. Ich weiß, dass ihr euch heimlich trefft. Du weißt doch genau, dass du deinem Onkel nichts vormachen kannst. Denkst du, ich habe eure Blicke, die ihr euch gegenseitig zugeworfen habt, nicht bemerkt?“, diesmal legte er beide Hände auf meine Schultern. Dabei sah er auf mich herab, aber statt Wut und Abscheu in seinem Gesicht zu sehen, meinte ich ein kleines Lächeln auf Hank Lippen zu erkennen. Er wusste über Connor und mich also Bescheid. Aber statt Angst überkam mich ein Gefühl der Erleichterung. Wenigstens mussten wir uns vor Onkel Hank nicht mehr verstecken. Und nicht mehr so tun, als wären wir nichts weiter als Kollegen, die einfach gerne ihre Freizeit miteinander verbrachten. Sondern viel mehr füreinander empfanden.

„Ich … ich … ich weiß es ist nicht richtig. Aber ich liebe ihn so sehr Onkel Hank. Ich will nicht, dass er sich etwas antut. Ich will ihn nicht verlieren, ich will nicht das …“, doch Hank unterbrach mich erneut und zog mich in seine Arme. Liebevoll streichelte er mir über mein nasses Haar. Ich weinte mich bei ihm aus und hoffte so sehr, das er recht mit Connor hatte. Dass er, wirklich wieder zu uns zurückkehrte.

„Ich weiß kleines, ich weiß. Und er liebt dich, da bin ich mir sicher. Er kommt ganz sicher wieder zurück“, sagte er ruhig und in diesem Moment zeigte er seit langem Mal wieder richtige Gefühle. Das bewies wieder einmal, was für ein guter liebenswerter Mann er im Grunde eigentlich war. Ich wusste nicht, was ich getan hätte, wenn ich Hank in diesem Moment nicht gehabt hätte.
Ich musste den RK800 wohl oder übel ziehen lassen, einholen würde ich ihn ohnehin nicht mehr. Auch, wenn ich mich beeilte. Meine Gedanken waren dennoch ständig bei ihm und ich hoffte, es ging ihm trotz der Tatsache, dass er unter Schock stand, einigermaßen gut und würde sich nicht selbst etwas antun. Ich musste meinem Onkel vertrauen. Im Gegensatz zu mir kannte er sich bereits besser mit Androiden aus und ich glaubte ihm …
Schweren Herzens folgte ich Onkel Hank zurück zum Tatort. Wir nahmen die Körperteile des WR600 mit und ließen sie im DPD analysieren.

~*~


Hank gab mir für den Rest des Tages frei. Ich fuhr dann nach Hause, während Hank im Polizeipräsidium blieb, um dort auf Connor zu warten. Während ich zu Hause auf den RK800 warten sollte, falls er dort auftauchen sollte.

Mit zitternder Hand griff ich nach meinem Handy, um Onkel Hank anzurufen. Es war bereits dunkel draußen. Der Regen fiel immer noch gnadenlos auf die Erde herab und unglücklicherweise, hatte ich bis jetzt immer noch nichts von Connor gehört. Meine Sorge um ihn machte mich noch wahnsinnig. Ich musste wissen, wo er war und ob es ihm gut ging. Immer wieder befielen mich, Bilder davon, wie Connor sich das Leben nahm oder wie sehr er im Moment leiden musste, mit all seinem Schmerz und der Unsicherheit, die ihn des Öfteren immer wieder mal befiel.

Und nachdem was er heute zu sehen bekommen und sein System ihn im Stich gelassen hatte, war er noch verwirrter gewesen, was seine Existenz betraf. Ich wollte so gerne für ihn da sein. Ihm beistehen. Wieso war er nur gegangen? Und wieso hatte er nicht, auf meine rufe reagiert? Ich war wieder den Tränen nahe. Mein Herz klopfte ungleichmäßig und befiel mich immer mehr ein mulmiges Gefühl.

„Na los Onkel Hank, geh schon ran!“, sagte ich und fuhr mir ungeduldig mit der Hand durch mein Haar. Je öfter es klingelte, um so länger kam es mir vor, darauf zu warten, dass er endlich ran ging.
Plötzlich schrak ich fürchterlich zusammen. Ein lauter Knall, der eindeutig aus der Küche kam, erweckte meine Aufmerksamkeit und ich legte wieder auf.

„Connor? Bist du das?“, rief ich zaghaft in die Dunkelheit hinein. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, als ich keine Antwort bekam. Doch meine Hoffnung es könnte Connor sein, riet mir nachzusehen, auch wenn es bedeuten könnte, dass es vielleicht jemand ganz anderes war. Jemand der vielleicht nicht unbedingt etwas Gutes im Sinn hatte. Mir fielen plötzlich auch wieder die ganzen religiösen Gegenstände, die wir am Tatort gesehen hatten, ein, und ein mulmiges Gefühl machte sich in mir breit. Und der Gedanke, an die ganzen Einzelteile und der Kopf des Androiden, der in der Mitte auf dem Tisch platziert war, ließen mich hart schlucken.

Ich ging vorsichtig in die Küche und hielt mir das Handy vor meine Brust, als wäre es ein Messer oder Ähnliches, mit dem ich vielleicht jemanden in die Flucht schlagen musste. Zu allem Überfluss hatte es auch noch zu blitzen und donnern angefangen und meine Angst durchfuhr jede Faser meines Körpers, sodass ich schon fast im Begriff war, meine Beine in die Hand zu nehmen, um so schnell wie möglich das Haus zu verlassen.

Ich atmete erleichtert aus, als ich sah, dass der Ast des Baumes neben meinem Haus den Knall verursacht hatte, da ihn der starke Wind gegen meine Hauswand schlug. Ein belustigtes Lächeln huschte über meine Lippen. Die Sache mit Connor und dem grausamen Bild des zerstückelten Androiden heute hatte bei mir wohl eine Spur der Paranoia hinterlassen. Doch kaum hatte sich Connor wieder in mein Gedächtnis geschlichen, erstarb mein Lächeln abrupt, als mir wieder einfiel, dass er nicht da war und ich immer noch nicht wusste, wo er sich jetzt wohl gerade aufhielt. Oder ob er überhaupt noch am Leben war.

Jedoch sollte ich nicht mehr lange im unwissenden Bleiben.
Als ich mich umdrehte, erblickte ich eine dunkle Gestalt, die in der Tür stand, welche mir den Schreck meines Lebens bescherte. Doch bemerkte ich schnell, dass die Gestalt, die des RK800 war. Mir fiel sprichwörtlich ein Stein vom Herzen, er war noch am Leben und er war zurückgekommen, wie Onkel Hank es mir zugesichert hatte. Ich war in diesem Moment so glücklich ihn wohlbehalten wieder bei mir zu haben, dass ich das Handy einfach zu Boden fallen ließ, auf ihn zu lief und ihm dann, um den Hals fiel.

„Oh mein Gott, Connor! Da bist du ja, ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht“, sagte ich den Tränen nahe und spürte ich, wie Connor vorsichtig seine Arme um mich legte.

„Ich wusste nicht, wo du warst. Ob du wohl auf bist oder vielleicht …?“, ich hielt kurz inne und sah dem RK800 in seine traurigen und zugleich entschuldigenden Augen. Sein Gesicht war nass und konnte ich aber auch erkennen, dass er vor kurzem noch, geweint haben musste. Ich wartete auf eine Antwort oder irgendeine Reaktion des Androiden, doch Connor sah nur auf mich herab und ein unbeschreibliches Gefühl von Wut und Trauer machte sich in mir breit.

Ich hatte nicht vor ihn dafür zu verurteilen, dass er einfach den Tatort verlassen und mich im Dunkeln über seinen Aufenthaltsort gelassen hatte. Doch ich hatte mir solche Sorgen um ihn gemacht, dass mich der Gedanke, er könnte sich das Leben genommen haben, fast umgebracht hatte. Der Gedanke, dass er womöglich für immer fort sein sollte, hatte mir das Gefühl gegeben, dass auch ich dann nicht mehr am Leben sein wollte. Ich verstand einfach nicht, warum er mich einfach so stehen gelassen hatte. Obwohl es sicherlich nicht zu überhören war, wie ich nach ihm gerufen hatte.

Vielleicht war das egoistisch von mir gewesen, aber ich liebte ihn so sehr und konnte in diesem Moment einfach nicht verstehen, warum er mich unwissend im Regen stehen gelassen hatte, anstatt mit mir über die Sache zu reden. Und ehe ich mich versah, löste ich mich von ihm und verpasste dem Androiden eine Ohrfeige. Wütend starrte ich ihn zuerst an und meine Tränen bahnten sich einen Weg über meine geröteten Wangen. Und dass er nur regungslos und ohne irgendeine Erklärung, vor mir stand brachte, mich nur noch mehr auf.

„Wo zum Teufel bist du gewesen Connor? Wieso bist du weggelaufen? Ich wusste nicht, wo du warst, ich wusste nicht, ob du vielleicht nur kurz für dich sein wolltest und wiederkommst oder ob du dir womöglich selbst etwas antust. Ich habe den ganzen Tag hier auf dich gewartet und Hank ist den ganzen Tag im DPD geblieben, falls du dort vielleicht auftauchen solltest. Wieso hast du nicht einfach mit mir geredet? Ich wäre doch für dich da gewesen. Du hättest mit all dem nicht allein sein müssen. Verstehst du den nicht? Ich Liebe dich und ich will für dich da sein. Wir können alles gemeinsam durchstehen, wir können füreinander da sein und wir können …“, ich spürte wie meine Wut und auch die Tränen in meinem Gesicht, mir regelrecht die Fähigkeit zu atmen raubten und wie Connor entschuldigend auf mich herabblickte.

Ich wusste doch, tief in meinem Inneren, dass er es nicht böse gemeint hatte. Er hatte einen Schock erlitten und wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Ich bekam unweigerlich ein schlechtes Gewissen, ich hätte ihn nicht anschreien dürfen. Der Blick in seinem Gesicht, die braunen lieblichen Augen, die so bedauernswert auf mich herabblickten, ließen mein Herz erneut schwer werden. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und kam den RK800 wieder näher. Meine Hand legte ich auf sein Gesicht und wischte ihm mit dem Daumen das Wasser von seiner Wange, wo ich ihm vorhin erst noch eine Ohrfeige verpasst hatte. Es dauerte einen Moment, bis er endlich den Mut fand, mir sein Verhalten zu erklären:

„Verzeih mir (Y/N). Ich … ich wollte nicht, dass du dir Sorgen machst …“, führte er dann leise an, stoppte aber dann noch mal für einen kurzen Augenblick, bevor er mir langsam näherkam und meine Schultern vorsichtig umfasste. Ich wusste natürlich, dass der Schock, den er zum ersten Mal seit seiner Existenz erlitten hatte, sicherlich der Grund für sein Verhalten war, aber da schien noch etwas anderes zu sein.

„Ich weiß nicht, wie ich es genau erklären soll. Aber das alles heute am Tatort, ich weiß nicht … so etwas hatte ich zuvor noch nie gespürt. All die Grausamkeit, die ganzen Eindrücke um uns herum und das mein System mich im Stich gelassen hat. Ich verstehe das alles immer noch nicht so wirklich, ich kann so viele Situationen, Dinge und auch Gegebenheiten Analysieren und Antworten auf viele ungeklärte fragen finden … aber ich kann nicht erklären, was da mit mir geschieht. Ich weiß ich bin ein Abweichler, ich kann nur noch nicht erklären, was genau das bedeutet. Was wenn, dass alles doch nur Programmfehler sind, und das der Grund war, warum mich meine Fähigkeiten heute so im Stich gelassen haben? Womöglich ist das ein Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass ich nicht mehr lange funktionsfähig bin. Dass ich mich bald abschalten werde …
Ohne meine Fähigkeiten bin ich doch nichts, das ist meine Existenzberechtigung. Ohne sie bin ich auch dir und Hank keine große Hilfe mehr. Dann wäre ich nur noch eine Belastung und muss meinen Dienst im DPD quittieren …
Ich … ich habe Angst (Y/N). Ich weiß nicht, wie lange ich das alles noch schaffe. Bitte … bitte hilf mir, dass zu verstehen! Sag mir, dass ich mich täusche und dass mit mir alles in Ordnung ist, dass ich keine Belastung bin und das ich nicht bald sterben werde.“

Seine Worte klangen so unendlich traurig, dass die Worte mir einen Stich ins Herz versetzten. Er war so verzweifelt und wirkte immer noch so verletzlich, dass einem regelrecht das Herz zerriss. Ich wollte ihm am liebsten all den Schmerz, den er sichtlich verspürte, auf mich nehmen und ihm eine logische und ersichtliche Antwort auf seine Frage geben und ihm klar machen, dass er keineswegs eine Belastung war. Wie konnte er nur so etwas denken …

Ich wischte ihm langsam die einzelne Haarsträhne, welche ihm immer ins Gesicht hing und nun auf seiner nassen Stirn klebte, weg und sah, wie Connor dabei langsam seine Augen schloss. Er schien meine Berührung in diesem Moment sichtlich zu genießen und auch sah es aus, als brauchte er sie, mehr als jemals zuvor. Ich konnte ihm nicht erklären, wie das alles funktionierte. Wie Androiden zu Abweichler wurden. Ich hatte immer den Eindruck, dass er es schon längst selbst herausgefunden hatte, aber wie immer hatte ich mich geirrt. Ich konnte nur versuchen ihm zu erklären, dass es eine ganz normale menschliche Reaktion war, mit der er sich jetzt leider auseinandersetzen musste, egal wie schwer es auch für ihn sein musste.

„Pscht, ist schon gut mein Schatz …“, flüsterte ich liebevoll und sah ihm dabei tief in seine wunderschönen braunen Augen, die so bemitleidenswert auf mich herabblickten.

„Du wirst nicht sterben, Connor. Du hast sicher nur wieder eine Identitätskrise, das kann schon öfter mal vorkommen. Was du da heute am Tatort gesehen hast, das war einfach, schrecklich … aber ich bin mir sicher, dass da keine Störung in deinem System ist. Es hat dich heute einfach mehr mitgenommen als sonst, weil du das Opfer diesmal kanntest. Weil du selbst ein Abweichler bist und dir deswegen vorstellen kannst, wie das Opfer sich dabei gefühlt haben muss. Ich bin mir sicher, dass du bald wieder zu hundert Prozent einsatzbereit bist. Du musst das alles nur erst einmal verarbeiten.
Glaub mir, ich weiß, wie das ist. Das passiert jedem Polizisten in diesem Beruf. Mir passiert so was sogar sehr oft. Genauso wie bei Onkel Hank. Solche grausamen Bilder können einen ewig weiterverfolgen. Du weißt ja gar nicht, wie oft mich die Gesichter der Opfer in meinen Träumen verfolgen. Jedes Mal wache ich danach schweißgebadet auf und frage mich, wie lange ich das alles noch ertrage. Und jedes Mal bin ich kurz davor das Handtuch zu werfen. Aber ich halte durch und raffe mich immer wieder auf. Und weißt du, wie ich das mache?“, fragte ich doch der RK800 schüttelte nur seinen Kopf. Dann lächelte ich ihm zu, redete aber weiter auf ihn ein:

„Ich denke an all die, deren Leben wir bereits gerettet haben. Die, die dank uns jetzt wieder ihr Leben in die Hand nehmen und versuchen können wieder ein normales Leben zu führen. Du musst versuchen, dich immer wieder daran zu erinnern, wie viele Leben du bereits gerettet hast. Und wie viele du in Zukunft noch retten wirst.“

Liebevoll lächelte ich zu dem RK800 auf. Ihm war, glaube ich, gar nicht bewusst gewesen, wie viele Menschen und Androiden er bereits gerettet und neue Hoffnungen gegeben hatte. In meinen und vielleicht auch in deren Augen, war er ein Held. Ich musste ihn dazu bringen, seine Augen zu öffnen. Um ihm klarzumachen, wie wunderbar er in Wirklichkeit war und ihn von dem Gedanken zu befreien, dass er doch nichts anderes als eine Maschine war. Er war lebendig. Er war nun sein eigener Herr und konnte weiterkämpfen, für seine Überzeugungen und um herauszufinden wer und was er wirklich war. Genauso wie Hank, ich und jeder andere Mensch sowie Android …

„Denk doch nur mal an Emma. Weißt du noch, als sie dich letztes Jahr im DPD besucht hat, um sich bei dir zu bedanken, dass du ihr das Leben gerettet hast und das sie es nur dir zu verdanken hat noch am Leben zu sein und jetzt wieder ein halbwegs normales Leben führen kann. Oder auch an die anderen im letzten Jahr, deren Leben du gerettet und sogar bereichert hast.“

Und das hatte er wirklich. Hank hatte mehr oder weniger durch Connor wieder seinen Lebensmut gefunden und ihn bereits wie einen Sohn akzeptiert. Er trank zwar leider noch, aber nicht mehr all so viel und sein Hass auf Androiden war bereits gänzlich verschwunden. Und dann war da noch ich. Ich war einsam, bevor ich nach Detroit gekommen war. Hatte mich immer an die falschen Männer geklammert und hatte niemanden mit dem ich über meine Probleme reden konnte. Meine Arbeit hatte mich regelrecht aufgefressen und ich verspürte so gut wie nie ein Gefühl des Glücks und der Zufriedenheit. Nicht ehe ich dem RK800 begegnet war.

„Du bist ein Held Connor. Das warst du schon immer. Und das dein System heute versagt hat, zeigt nur, was aus dir geworden ist. Was du schon seit langer Zeit bist. Nämlich ein Wesen, das Emotionen wie Mitgefühl und Trauer verspüren kann. Was bedeutet, dass du einen Schock erlitten hast, so ähnlich, wie du es schon oft bei anderen Abweichlern gesehen hast. Du bist nun mal nicht mehr nur eine Maschine, die sich nur auf sein System verlassen kann und auf gehorsam programmiert ist. Und das war auch sicher nicht deine alleinige Existenzberechtigung. Du bist ein Abweichler und am Leben Connor und das schon seit einiger Zeit. Wenn nicht schon von Anfang an nur, dass es dir eben da noch nicht wirklich bewusst gewesen war. Bitte, hör auf all, dass was du jetzt bist, infrage zu stellen und genieße deine Freiheit. Und du wirst auch niemals eine Belastung für mich und Onkel Hank sein. So etwas, darfst du nie wieder sagen Connor!“ …

Nun war ich ihm mit meinem Gesicht so nahe gekommen, dass unsere Nasenspitzen sich fast berührten und wir den heißen Atem des anderen in unserem Gesicht spüren konnten. Ich wusste nicht warum, aber plötzlich spürte ich ein undefinierbares Gefühl, welches sich in meinem Körper ausbreitete. Vielleicht war das nicht unbedingt, der richtige Zeitpunkt, aber nach allem, was war und seinen verzweifelten Worten, wollte ich irgendetwas tun, das ihn auf andere Gedanken brachte. Und für mich gab es in diesen Moment nur eins, was ich tun konnte …

Ich wollte, dass er mehr war, als es ihm CyberLife jemals zugestanden hatte. Ich wollte, dass er fühlte wie ein Mensch, wenn er mit der Person intim werden konnte, die er liebte und begehrte. Mir war klar, dass es nie so sein könnte wie mit einem richtigen Menschen. Ich wusste, auch nicht, ob er sexuelle Erregung auf irgendeine andere Weise empfinden konnte. Aber ich wusste, er reagierte auf Reize. Das bemerkte ich jedes Mal, wenn wir uns küssten, streichelten und umarmten. Ich dachte auch nicht daran, dass dies vielleicht nur Imitationen waren, die Androiden den Menschen nacheifern sollten.

Denn für mich gab es kein Zweifel mehr, dass jede Reaktion von ihm real war und das er wirklich etwas dabei fühlen konnte, wenn wir uns nahekamen. Schließlich hatte er seinen Programmcode schon längst durchbrochen und es gab keine Wand mehr, welche ihn daran hinderte zu fühlen und zu handeln, wie er es für richtig hielt. Ich begehrte ihn in diesem Moment, mehr als jemals zuvor. Und ich wollte mich vergewissern, dass er wirklich wieder bei mir war und ich dies alles nicht nur träumte. Und das er sich nur auf uns und sich selbst konzentrierte.

Ich küsste ihn sanft auf die Lippen, kaum das sie sich berührten, aber das reichte schon aus, dass mein Inneres riesige Wellen schlug und mich in eine Höhe katapultierte, aus der es kaum noch Rettung gab …

„Ich liebe dich Connor, lass mich dir zeigen, wie wunderbar du bist. Und genieße einfach nur den Moment.“

Im Anschluss legte ich ihm zärtlich meine Arme um seinen Nacken und führte meine Lippen an sein Ohr. Ich küsste zärtlich seine Ohrmuschel, ehe ich ihm heiß zuflüsterte:
„Weißt du, was Menschen tun, um ihre Gemüter wieder zu beruhigen? All den Schmerz hinter sich zu lassen und sich daran zu erinnern, wie schön das Leben sein kann? …
Sie Feiern das Leben das sie haben Connor. Sie genießen es in vollen Zügen, mit denen die sie lieben. Lass mich dir zeigen, wie schön unser Leben trotz allem sein kann, selbst dann, wenn man das Gefühl hat, dass alles aus den Fugen gerät. Und damit du siehst, dass du viel mehr bist und mehr fühlen kannst, als du es dir eingestehen willst … ich weiß auch nicht, was da heute genau passiert ist. Wie sich ein gewissen, Gefühle und Emotionen genau entwickeln. Über diese Frage Philosophieren die Menschen schon seit Jahrhunderten. Aber niemand weiß, wie das alles vor sich geht oder was genau es heißt, Mensch oder lebendig zu sein. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Vielleicht ist nur wichtig, was wir glauben. Was wir glauben zu fühlen und zu sehen, mag es noch so irrational sein …“

Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Mit jedem Millimeter, den wir uns näherkamen, sodass sich unsere Lippen langsam miteinander vereinten, wuchs mein Verlangen nach dem RK800 immer weiter. Ich hoffte so, dass es ihm genauso erging wie mir …

„Aber eins weiß ich ganz genau, nämlich dass ich dich über alles liebe und dass ich dich niemals verlieren will! Du bist für mich nicht nur eine Maschine mit Programmen oder einem System. Wieso denkst du nur so über dich? Wieso hörst du nicht auf, all, dass was du jetzt bist, infrage zu stellen. Dass du nur ein Abweichler bist, weil da irgendein Fehler in deinem System ist? Du kannst fühlen Connor, du kannst Emotionen empfinden und du kannst lieben. Du liebst mich und es spielt keine Rolle, warum das so ist. Genieße einfach nur den Moment, in dem wir uns nahe sein können.“

Somit vereinten sich unsere Lippen endgültig und ich fuhr, langsam und zärtlich mit der Hand seiner Wange entlang. Ich küsste ihn innig und langsam. Ich genoss diesen Augenblick in vollen Zügen, wie sich unsere Lippen mit jeder Bewegung sanft streichelten und sich eine Gänsehaut auf meinem gesamten Körper ausbreitete, welche mich wiedermal bis ins Mark erschütterte. Seine noch feuchten Lippen schlossen sich um meine Oberlippe und ich streifte mit meiner Zunge zärtlich über seine Unterlippe, ehe ich spürte, wie er mit seiner Zunge Einlass in meine Mundhöhle einforderte. Was ich dem RK800 natürlich ohne Frage sofort gewährte und unser beider Speichel sich miteinander vermischten.

Sein Geschmack war einfach unvergleichlich. Und ich wusste, dass er mit Sicherheit wieder versuchte, meinen Speichel zu analysieren, um mich auf seine Weise schmecken zu können. Dieser Gedanke überfiel meinen Körper erneut mit einer Reihe an erregenden Hitzewellen und auch ich würde ihn dazu bringen, dass er an nichts anderes mehr denken konnte, als an unsere Berührungen und wie schön es werden würde, wenn wir uns, auch ohne Penetration, nur durch unsere Gefühle füreinander, miteinander vereinten. Ich löste mich von dem Androiden und fuhr mit meiner Zunge über meine Lippen, um unseren vermischten Speichel genüsslich in mich aufzunehmen. Er beobachtete mich dabei ganz genau und ich spürte, einen leichten Rotschimmer, der meine Wangen heiß befiel, bevor ich mir leicht auf die Unterlippe biss und ein genüssliches Lächeln meine Lippen zieren ließ. Dabei schloss ich kurz meine Augen, ehe ich wieder zu ihm aufsah und meine Hand langsam zu seinem Hosenbund gleiten ließ. Doch bevor ich weiterging, sah ich ihm noch mal tief in die Augen.

„Ich werde dich jetzt, dort berühren okay?“, fragte ich und Connor nickte zustimmend aber auch etwas unsicher. Seine LED flackerte immer wieder gelblich auf.

„Ich kann dir aber nicht versprechen, dass ich … ich kann nicht wirklich mit jemandem schlafen“, erwiderte er mit unsicherem Ton in seiner Stimme, konnte aber nicht verbergen, wie erregend er den Gedanken dennoch zu finden schien, dass wir zum ersten Mal so weit gehen würden.

„Du meinst mit mir zu schlafen!“, sagte ich gespielt beleidigt, ehe ich kurz darauf, dem RK800 wieder aufheiternd zulächelte. Und außerdem entsprach das nicht wirklich der Wahrheit …

„Aber das stimmt nicht Connor. Wir können miteinander schlafen und ich werde dir zeigen wie!“, sagte ich nur und lächelte, während ich mich seinem Gürtel widmete und mich dann an den knöpfen und dem Reißverschluss, zu schaffen machte.

Doch befreite ich ihn nicht von seiner Hose, sondern löste mich von ihm. Worauf ich dann einen Schritt Abstand, von dem RK800 nahm. Ich würde dafür sorgen, dass seine Gedanken nur noch bei uns und dem, was wir gleich tun würden, blieb und er für den Moment vergessen konnte, wie schrecklich der Tag und die ganzen Eindrücke heute für ihn gewesen waren. Ich hatte schon so lange vor, mit ihm unsere Körper zu erkunden, und zwar jeden einzelnen Zentimeter davon. Denn unsere gesamten letzten Treffen bestanden nur aus Umarmungen, Küssen und Streicheleinheiten in Klamotten und über der Gürtellinie. Doch heute würde sich das ändern. Und vielleicht war dies ja sogar, doch der perfekte Moment dafür.

Ich stand nun vor ihm und lächelte ihm lasziv zu, während ich anfing, mir mein Shirt über den Kopf zu ziehen. Sodass ich obenrum nur noch meinen schwarzen spitze-besetzen BH trug und Connor einen guten Blick auf mein pralles Dekolleté hatte, das von meinem BH hervorgehoben wurde. Ich sah, wie er sein Augenmerk sofort darauf richtete und leise aber hörbar schluckte. Was mir erneut ein Lächeln auf meine Lippen zauberte. Er stand mit geöffneter Hose vor mir und meinte ich zu sehen, wie sich eine deutliche Erhebung in seinem Schritt abzeichnete. Auch wenn er gesagt hatte, dass er dafür nicht ausgelegt wurde. Ich bildete ich es mir dennoch irgendwie ein und obwohl dem eben nicht so war, änderte das dennoch nichts daran, wie sehr ich ihn und seinen Körper begehrte. Und wie sehr ich mich in diesem Moment nach ihm verzehrte.

Sein Anblick war zum Anbeißen. Ich sah lasziv zu ihm auf und ging wieder auf den RK800 zu. Dann drehte ich ihm den Rücken zu und streifte mir meine Haare über die rechte Schulter.

„Machst du mal auf ja?“, fragte ich ungeniert und biss mir lächelnd auf die Unterlippe. Ich hatte in diesem Moment komplett vergessen, was in den letzten Stunden gewesen war und hoffte auch, Connor wurde in diesem Moment von seinen schlechten Gedanken und Gefühlen befreit. Dass er wirklich nur den Augenblick genoss und dadurch spürte, dass da von Anfang an mehr an und in ihm war, als es ihm bewusst gewesen war.

Ich spürte seine Hände, als er leicht zitternd den Verschluss meines Büstenhalters öffnete, und schloss dabei genüsslich meine Augen. Seine kühlen etwas rauen Finger streichelten dabei meine erhitzte Haut und ein tiefes eingehendes Kribbeln durchfuhr meine untere Region, sodass ich spürte, wie ich langsam immer feuchter wurde.

„Danke!“

Im Anschluss wandte ich mich dem RK800 wieder zu. Jedoch ließ ich meine Hülle noch nicht gleich fallen, sondern widmete mich dem Knopf und dem Reißverschluss meiner Hose, die ich, ohne den Arm von meinen Brüsten zu nehmen, nach unten über meine Beine zog und dabei den etwas peinlich berührten Blick von Connor, nicht aus den Augen verlor. Gleich würde er mich zum ersten Mal nackt sehen. Dieser Gedanke erregte mich ungemein. Ebenso wie die Vorstellung auch ihn gleich in seiner vollen Montur, ohne auch nur einen einzigen Stoff am Körper, zum ersten Mal sehen zu können.

Da stand ich nun. Nur mit meiner Unterhose und meinem Arm über den Brüsten, um den BH festzuhalten.

„Bist du bereit den nächsten Schritt zu machen, mit mir das Leben zu feiern?“
Der RK800 besah mich zuerst nur, richtete seinen Blick wieder in mein Gesicht und nickte mir dann zu. Langsam näherte ich mich ihm wieder. Erneut hörte ich ihn leise schlucken, er schien immer aufgeregter zu werden. Ein Gefühl, das auch mich alles, was heute geschehen war, wieder vergessen ließ.

„Ich weiß, das heute war ein dunkler Tag und das du immer noch mit der Suche nach deiner Identität beschäftigt bist, jetzt vielleicht sogar mehr als sonst und auch, dass das was du heute gesehen hast, mehr als nur traumatisch für dich gewesen ist. Aber ich bitte dich, dass du dich jetzt nur auf uns konzentrierst, dass du dir bewusst werden lässt, dass du nicht einfach nur eine Maschine bist. Du bist ein lebendiges Wesen, das zu mehr fähig ist, als irgendein Programm oder System, ihm zugestehen kann. Ich zeige dir, was du wirklich bist. Wer du wirklich bist. Und auch wenn du da unten nicht voll ausgestattet bist, bin ich mir sicher, dass ich dich noch positiv überraschen werde“ …

Nun stand ich wieder unmittelbar vor ihm, hielt, aber noch einen kleinen Millimeter Abstand, bevor ich zuließ, dass unsere Körper sich aneinander schmiegen konnten.

„Du vertraust mir doch, oder?“, wollte ich vorher wissen und der RK800 ließ endlich wieder ein kleines Licht in seinen Augen erkennen.

„Ja. Ich vertraue dir!“, erwiderte er und ich ließ meinen Arm sinken, damit der BH endlich die Sicht auf meine Brüste freigab. Eine riesige Hitzewelle befiel mich erneut und auch Connor schien immer mehr auf Hochtouren zu laufen. Dies zeigte, dass er wohl doch noch nicht, kurz vor dem Exodus stand. Im Gegenteil. Für mich wirkte er in diesem Moment, sogar lebendiger, als er es jemals zuvor gewesen war. Er brauchte nur jemanden, der ihn unterstützte und für ihn da war. Mit all der Liebe und Zuneigung, die er für ihn aufbringen konnte.

Ich bemerkte seine schnellere Atmung und musste leicht schmunzeln. Es war immer wieder erstaunlich, wie menschlich Androiden Abweichler waren. Seine Reaktionen waren schon lange keine Imitationen des menschlichen Verhaltens mehr. Nein, jede Einzelne davon war real.

Ohne den Blick von seinen Augen zu nehmen, ließ ich meine Hand nun zu dem Bund seiner Unterwäsche wandern und ließ dann meine Hand vorsichtig darin verschwinden. Dabei kam ich ihm endlich wieder ganz nah und fing an ihn zärtlich zu streicheln. Doch musste ich schmunzeln, als ich ein leises Keuchen das eindeutig von dem RK800 kam, wahrnahm, dass ebenfalls eindeutig zeigte, dass er sehr wohl etwas fühlte, auch wenn es eigentlich nicht so sein sollte.

„Mach dein Hemd auf“, flüsterte ich ihm zu, während ich ihn weiter mit meiner Hand seinen Schritt streichelte und ihm dabei intensiv in die Augen blickte. Es war natürlich etwas merkwürdig, dass der RK800, nichts dort unten hatte, aber es war eben Connor, ein Android. Also mussten wir mit dem arbeiten, was er hatte. Und da er Reize wie Kälte, Wärme und auch Berührungen empfinden konnte, war ich mir sicher, dass er meine Berührungen dennoch fühlen konnte und vielleicht auch ähnliche Gefühle der Lust dadurch empfand.

Auch Connor sah mich eindringlich an und fing an seine Krawatte zu lockern. Worauf ich ihn dann stoppte und sie von seinem Hals löste, um sie dann achtlos auf den Boden fallen zu lassen. Ich lächelte kurz. Connor erwiderte mein Lächeln und es sah tatsächlich so aus, als hatte ich ihn auf andere, schönere Gedanken gebracht. Seine Hände wanderten zu seinen Knöpfen. Dabei küsste ich den RK800 noch einmal und hielt ihn mit der Hand aber dann davon ab, sein Hemd weiter zu öffnen.

„Ich mache das jetzt. Lass dich einfach fallen. Vertrau mir weiterhin okay?“, sagte ich und erntete ein Nicken von Connor, der mir dabei aber so tief in meine Augen blickte, dass ich dachte, er würde direkt in meine Seele blicken können, obwohl er mich wahrscheinlich einfach nur analysierte.

„Hey Connor! Kann es sein, dass du mich die ganze Zeit analysierst?“, fragte ich amüsiert und auch Connor musste zugegebenermaßen etwas schmunzeln.

„Na also, du kannst es doch noch. Und was konntest du über mich herausfinden?“, fragte ich mit einem frechen Grinsen auf meinen Lippen und zwinkerte dem RK800 zu. Es dauerte einen Moment, bis er anfing, mich aufzuklären und ich hatte das Gefühl, dass er noch etwas nervös war. Aber ich war mir sicher, das würde nicht mehr lange anhalten.
Dann fing er an und klebte im ersten Moment mein Blick nur auf seinen wunderschönen Lippen. Ich betrachtete seinen Amor bogen und bei dem Gedanken seine Lippen auf meinem erhitzen Körper zu spüren, ließ mich wieder ein mal innerlich fast verbrennen.

„Du, du bist sehr erregt. Dein Körper ist erhitzt und … und deine Haut glüht förmlich …
Dein Körper sehnt sich nach weiteren Berührungen und du kannst, es kaum noch erwarten mit …
Du kannst, es kaum noch erwarten, dass wir uns miteinander verbinden. Und du … du sonderst einen starken Reichtum an Glückshormonen aus. Dein Körper sondert Endorphine sowie Östrogene aus und dein … dein Herz klopft wahnsinnig schnell … du …“

„Warte mal … mit anderen Worten … du willst, damit also sagen … ich bin geil?“, unterbrach ich ihn und Connor sah mich erst verwundert an, was mir wieder ein kleines Schmunzeln entlockte. Doch dann Verstand der RK800, was ich damit meinte und auch auf seinen Lippen war wieder ein kleines Lächeln zu erkennen, was ihn in diesem Moment noch unwiderstehlicher machte.

„Gut. Und was ist mit dir? Bist … du auch geil?“, fragte ich neugierig und ich vernahm wieder ein leises Keuchen, als ich mit meiner Hand weiter seinen Schritt liebkoste. Dabei zierte ein liebevolles Lächeln meine Lippen und ich fing an ihn immer fester zu streicheln, sodass ich Connor kurz den Atem zu rauben schien.

„Ich … weiß nicht, ob die Bezeichnung … geil in meinem Falle zutrifft, aber … aber es scheint mir sehr zu gefallen, wenn du … du mich dort streichelst. Auch, wenn es keine sexuellen Gefühle sind. Aber … ich spüre eindeutig Reize. Denk … denke ich zumindest!“, gab er dann aber etwas peinlich berührt zu und brachte mich damit zum Lachen.

„Also für mich hört sich das gut an.
Na los, komm!“

Daraufhin ließ ich von seinem Schritt ab. Nahm dann zärtlich seine Hand und führte ihn dann kurzerhand in Richtung Schlafzimmer.

Ich war von der Vorstellung, was wir gleich miteinander tun würden, bereits ziemlich feucht und ich freute mich, allein schon darauf, ihm sein Hemd auszuziehen und seine synthetische Haut mit meinen Lippen und der Zunge zu erkunden. Ihn zu küssen und zu schmecken, wenn wir miteinander intim wurden. Intimer als wir es jemals zuvor waren. Ich würde ihm seine Sorge nehmen, die ihn heute vor dem Fall, so beschäftigt hatte und ihm zeigen, dass wenn man jemanden liebte, es keine Rolle spielte, was er hatte oder vielleicht nicht hatte. Er war dennoch durchaus fähig zu lieben, nur eben auf seine Weise. Und in diesem Fall lag es eben an mir, mich dem RK800 anzupassen …

Connor schien immer nervöser zu werden. Seine Hand umfasste, die meine immer fester und ich musste lächeln. Aber ich sorgte schon dafür, dass er seine Nervosität ablegen und sich einfach fallen lassen konnte. In Schlafzimmer angekommen, führte ich ihn zu meinem Bett hinüber und ließ ihn darauf Platz nehmen. Mein Blick fiel auf seine offen gelegte Brust und biss mir bei diesem begehrenswerten Anblick leicht auf die Unterlippe. Seine LED wechselte abwechselnd von Blau auf Gelb und wieder zurück. Die ganzen Eindrücke schienen wie ein Blitz auf ihn einzuschlagen. Und ich konnte deutlich sehen, wie aufgeregter er von Minute zu Minute wurde.

Der RK800 konnte sich vielen menschlichen Reaktionen und Unberechenbarkeit der Menschen anpassen und auf richtige Weise reagieren. Doch dies schien seine Fähigkeiten bei Weitem zu übersteigen. Es war also meine Aufgabe, als seine Partnerin, ihm zu zeigen, dass er nicht alles perfekt analysieren musste, um die richtigen Herangehensweisen seiner Reaktionen und Eindrücke dem menschlichen verhalten gegenüber treffen zu können, dass er hin und wieder auch, einfach nur vertrauen seines Gegenübers aufbringen musste, um neue Dinge von Ihnen zu lernen, die ursprünglich nicht seinem System und seiner Programmierung entsprachen. Und das hier gehörte zu diesen Dingen. Aber wenn ich meine Sache gut machte, dann würde sich das womöglich nch heute Nacht ändern.

Ich erinnerte mich an seine Worte von heute Morgen.

„Ich werde dir womöglich nie geben können, was du willst. Ich werde niemals der Perfekte Sexualpartner für dich sein können.“

Bei diesem Gedanken musste ich wieder lächeln. In diesem Fall hatte er keine Ahnung davon, was ich wirklich wollte …

Ich näherte mich ihm zaghaft. Liebevoll streichelte ich ihm seine Wange entlang, ehe ich ihm die Haarsträhne, welche ihm wieder in die Stirn fiel, beiseite streifte und mir erneut jedes einzelne Detail, seiner wunderschönen synthetischen Haut, tief in mein Gedächtnis einprägte.
Das Leuchten seiner LED erstrahlte nun in einem durchgängigen gelb, ich beugte mich zu ihm herunter und führte meine Lippen an seine LED, diese ich dann zärtlich mit meinen Lippen liebkoste und ihn dazu brachte, seine Augen zu schließen und seine Hände auf meine Hüften zu legen. Daraufhin löste ich mich von ihm und stand wieder aufrecht vor dem RK800. Hielt aber seine Arme fest, dass seine Hände den Griff, um meine Hüften nicht lösten.

Mein Herz klopfte fest aber angenehm gegen meine Brust und mein innerstes schrie regelrecht nach seinen Berührungen. Ich sah auf den RK800 herab. Ich konnte manchmal, immer noch nicht glauben, wie verliebt ich ihn war. In einen Androiden – einen Abweichler. Ich hatte mir, bevor ich ihn kannte, niemals zu träumen gewagt, jemals Gefühle für eine künstliche Intelligenz zu entwickeln. Doch so war es nun mal geschehen und ich wusste, dass auch Connor sicherlich niemals gedacht hätte, ein Mensch könnte sich wahrhaft in einen Androiden verlieben.

Aber hier waren wir. Ich nur in meiner Unterhose und Connor mit offengelegtem Hemd und offener Hose. Und wir beide spürten, die Tiefe Verbindung zwischen uns, welche niemand schaffen würde, weder Mensch noch Android, zu zerstören und uns voneinander zu trennen. Dies würde ich niemals zulassen.

„Ich will dich Connor! …“

Ich berührte ihn an seinen Schultern, während ich dies sagte, und setzte mich auf seinen Schoß. Meine Unterhose hatte ich anbehalten, rutschte aber so weit hinauf, dass unser beider Unterleiber, sich berührten und mir ein sanftes Stöhnen über meine Lippen glitt. Ich war bereits verdammt feucht und auch ohne Geschlechtsorgan, katapultierte mich dieses Gefühl bis in den Himmel hinauf. Alles an ihm erregte mich. Ich wollte jeden Zentimeter seines Körpers erkunden und ihn lieben so, wie er war.

Seine Hände streiften nun langsam meiner Taille hinauf. Dabei stellte ich mir vor, wie er meinen Unterleib mit seiner Zunge liebkoste und mich dabei Analysierte, während mein Körper sich lasziv vor ihm rekelte. Dieser Gedanke ließ mich erneut lustvoll aufkeuchen, dann sah ich ihm wieder tief in die Augen und tastete mit meinen Lippen, seine Kinnlinie ab, bevor wir in einen zärtlichen aber leidenschaftlichen Kuss übergingen. Dabei fing ich an die restlichen Knöpfe seines Hemdes zu öffnen, um es letztendlich über seine breiten Schultern Streifen zu lassen. Im Anschluss legte ich meine Hände auf seine Brust, ließ sie zärtlich darüber gleiten und krallte mich dann mit meinen Fingern fest aber vorsichtig hinein.

„Sag das du mich auch willst … Bitte“, flüsterte ich ihm im nächsten Moment leise zu, doch Connor sagte zuerst kein einziges Wort. Das Einzige, was ich sehen konnte, war, wie er mich betrachtete und mir im nächsten Augenblick gefühlvoll zulächelte. Anschließend nickte er mir zu und seine Hände umfassten vorsichtig meine Brüste. Dabei entlockte er mir ein lustvolles Stöhnen und ich glaubte, aus allen Wolken zu fallen.

Er berührte mich dort so sanft und zärtlich, dass es keinen Zweifel mehr daran gab, wie auch er mich immer mehr begehrte und intim mit mir werden wollte. Seine Gedanken schienen sich nur noch um uns und um diesen Moment zu drehen. Alles andere schien zu verschwimmen und es gab nur noch uns beide. Ich spürte dieses verlangen, intensiver als jemals zuvor. Es reichte mir schon, wenn seine Lippen einfach nur meinen Körper auskundschafteten und seine Hände mich an jeder Stelle streichelten, sodass ich an nichts anderes mehr denken könnte, als an diesen unbeschreiblich schönen Moment, den uns niemand jemals schaffen würde, wieder wegzunehmen.

„Ich will dich auch!“, hörte ich dann seine angenehm beruhigende und tiefe Stimme. Seine Augen zogen meine tief in seinen Bann, sodass ich erneut meinte zu sehen, wie ein kleiner Funken in seinen Augen aufleuchtete. Ein Funken der Begierde und der starken Anziehungskraft, die uns beide schon fast abhängig voneinander machte.

Seine Hände an meinen Brüsten ließen mich zunächst nur leise keuchen. Doch durch den Druck seiner Hände, der langsam immer etwas fester wurde, konnte ich ein lautes Stöhnen nicht mehr länger unterdrücken. Ich war dort wahnsinnig empfindlich und fragte mich, ob er mich analysierte, während er mich auf diese Weise berührte. Er schien auf einmal genau zu wissen, was er tat. Seine Blicke sagten mehr als tausend Worte.

Es war, als wäre er nun endgültig von seinen Sorgen befreit worden und Tat nur noch das, was ihm in den Sinn kam und ihm ein gutes Gefühl verschaffte. Ich verlor mich regelrecht in seinen braunen Augen und den ganzen Eindrücken, die mich durch seine Berührungen überfielen, dass ich wahrhaftig glaubte, den Verstand zu verlieren.

Und ehe ich mich versah, drückte ich ihn runter in mein Bett. Sodass ich genau auf ihm saß und meine Brüste, die seine berührten. Meinen Unterleib fest an den seinen gepresst, fing ich an ihn wieder leidenschaftlich und intensiv zu küssen, während ich anfing mich zu bewegen und mein Unterleib sich an den seinen rieb. Ich bewegte mich immer schneller auf ihm und seine Hände wanderten nun Richtung Po, diesen er mit angenehmem Druck, umfasste und meine Bewegung intensivierte. Er konnte zwar nicht in mir sein, auch trug ich noch meine Unterhose sowie Connor seine Hose, was die Intensität aber in keiner Weise verfehlte und ich wurde schon allein dadurch immer feuchter, dass nur unsere Opferkörper eng aneinander rieben.

Ich wusste nicht, was genau Connor dabei fühlte, aber es gab inzwischen keinen Zweifel mehr daran, wie sehr es ihm wirklich auf seine weise gefiel. Das zeigte mir sein Blick – und die Berührung seiner Hände, auf meinem erhitzten Körper, eindeutig. Vielleicht spürte er keine Erregung, aber ich wusste, es würde auch so, eine unvergessliche Nacht werden.

Ich näherte mich mit meinen Lippen seinem Ohr und biss leicht in sein Ohrläppchen. Dabei meinte ich zu hören wie er ein leises, keuchendes Geräusch von sich gab und brachte mich damit wieder zum Schmunzeln. Ich liebkoste sein Ohr zärtlich und seine Hände streiften meinen Seiten hinauf, wo er sich dann leicht mit seinen Fingern in mein Fleisch krallte. Aber nicht so fest, dass es wehtat, sondern auch mir ein erneutes erregendes keuchen entlockte.

„Das fühlt sich gut an. Berühre mich Connor, berühre mich überall!“, wisperte ich ihm zu und setzte mich dann anschließend aufrecht auf seinen Bauch. Sein Blick schweifte über meinen Körper und meinen Brüsten. Meine Hände hingegen glitten abermals langsam über seine starke Brust und krallte mich wieder zaghaft hinein.

Er hatte zwar keinen Penis aber an Muskeln, hatten sie bei dem RK800 nicht gespart. Sogar kleine Details wie Bauchnabel und Brustwarzen hatten sie nicht vergessen, über die ich langsam meine Finger gleiten ließ, während ich mich wieder langsam auf ihm bewegte. Es fühlte sich alles genauso wie bei einem Menschen aus Fleisch und Blut an. Diese Tatsache erstaunte mich jedes Mal wieder aufs Neue …

„Wo willst du mich als Nächstes berühren? Tu es einfach Connor. Folge deinem Impuls. Dieser Körper gehört heute Nacht ganz allein dir!“

Auch ich schenkte ihm mein vollstes Vertrauen, ich wollte, dass er einfach nur das tat, was ihm in den Sinn kam. Er schien jedoch wieder etwas nervös zu sein, also musste ich ihm wohl erneut einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben.

„Sag schon mein hübscher. Wo willst du deine Hände als Nächstes auflegen? …
Vielleicht … hier?“

Zaghaft Strich mit meinem Fingerspitzen zunächst seine Unterarmlänge entlang ehe ich seine Hand zärtlich umfasste und sie an meinen Hals führte. Von dort ließ ich sie runter zwischen meine Brüste gleiten und von dort aus, weiter quälend langsam, zu meinem Bauch hinunter. Dabei legte ich meinen Kopf leicht in den Nacken und ein zufriedenes Lächeln umspielte meine Lippen. Es fühlte sich so unbeschreiblich schön an. Ich glaubte erneut innerlich zu brennen. Jede noch so kleine Reibung unserer Körper ließ das Feuer in mir immer heftiger auflodern. Ich wollte seine Hände überall spüren. Er sollte mich bis in den Himmel katapultieren, sodass ich nie wieder an etwas anderes, als an seine Berührungen denken konnte …

„Oder vielleicht doch lieber hier?“, raunte ich dann leise und führte nur seine Fingerspitzen runter zu meiner Lustspalte.

„Willst du mich vielleicht hier anfassen, mich dort erkunden? Deine Finger darüber gleiten lassen und sie dann in mir versenken? Komm schon Connor, tu irgendetwas. Ich halte es nicht länger aus. Mach einfach irgendwas, bitte!“, flehte ihn schon regelrecht an, so verrückt war ich nach ihm und seinen Berührungen. So sehr wollte ich ihn spüren. Der Gedanke an seine Finger, wie sie vorsichtig aber dennoch angenehm fest mein innerstes erkundeten und mich um den Verstand brachten, ließ meinem Körper regelrecht erschüttern. Auch dachte ich wieder an seine Lippen und zu was seine Zunge erst alles fähig sein würde …

„Vielleicht willst du mich dort auch Analysieren? Mhh Connor? Willst du mich schmecken? Was willst du? Tu schon, was du willst und hör auf mich so zu quälen!“

Meine Worte schienen ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben, da der RK800 plötzlich die Kontrolle übernahm und ich, ohne jegliche Chance mich dagegen zu wehren, unter seinem muskulösen Körper lag, der den meinen regelrecht unter sich vergrub. Seine Lippen kollidierten, augenblicklich mit den meinen, dabei ließ er seine große Hand runter zwischen meine Innenschenkel wandern und anschließend in meinem Höschen verschwinden. Dabei ließ er mich abermals lustvoll keuchen und erregt stöhnen.

Urplötzlich zuckte ich angenehm zusammen, als ich spürte, wie seine Finger plötzlich zwischen meine Spalte glitten und er anfing mit zuerst vorsichtigen Kreisbewegungen meine Perle zu massieren. Bevor er den Druck intensivierte und ich das Gefühl bekam, als würde mein ganzer Körper gleich in die Luft gehoben werden. Mein Unterleib bäumte sich seinen Bewegungen entgegen, ich verspürte unbändige Lust und konnte es kaum erwarten, dass er seine Finger endlich in mir versank und mich dadurch bis in den Himmel katapultierte. Doch hielt der RK800 unvorhergesehen inne. Seine Finger blieben an Ort und Stelle doch bewegten sich keinen Millimeter mehr. Ich spürte nur seine Zunge an meinem Hals, wie er quälend langsam meinen Geschmack in sich aufnahm und mich analysierte um zum nächsten Schritt überzugehen …

„Ahh Connor. Nicht aufhören. Mach weiter!“, flehte ich erneut den RK800 an. Meine Atmung würde immer ungleichmäßiger. Ich wusste kaum noch wo oben und unten war und hoffte nur der RK800 machte so schnell wie möglich in seinem tun weiter. Doch sah er mir im Anschluss nur in meine Lust-getränkten Augen und fuhr mit seiner Zunge über meine Unterlippe, während seine Finger zwischen meine Spalte endlich weiter hinunterglitten und er langsam den ersten Finger in mich gleiten ließ, diesen spürbar krümmte und versuchte,
jeden Winkel meines Inneren zu erkunden.

„Du bist wahnsinnig erregt. Ich spüre deine Lubrikation an meinen Fingern. Es fühlt sich nass an. Fast so wie … Seide. Meine Analyse sagt mir, du wärst jetzt bereit mich in dich aufzunehmen. Den nächsten Schritt zu machen.“ …
Doch das ging leider nicht, was aber nichts an meiner Erregung änderte und ich einfach nur wollte, dass er endlich weitermachte. Ich hielt das Gefühl seines Fingers, den er erneut still hielt, kaum noch aus und wollte den zweiten Finger endlich in mir fühlen. Er hatte ja keine Ahnung wie sehr mich nur dieses Gefühl allein, fast umbrachte vor Begierde. Wie sehr er mich damit quälte.

Ich ließ meine Hand zitternd vor Lust, zu seinem wunderschönen Gesicht wandern und berührte mit meinen Fingerspitzen seine Lippen um ihn zum Schweigen zu bringen:

„Pscht. Ist schon gut, es ist gut so, wie es ist. Ich will nicht weitergehen … es ist egal, was mein Körper will. Es zählt nur was mein Kopf und mein Herz wollen. … und sie wollen nur, dass du weitermachst. Connor … hör auf dir Gedanken zu machen und dir irgendetwas zu erzwingen. Mach einfach so weiter und ich verspreche dir, du wirst diese Nacht nie wieder vergessen. Und ich auch nicht …“, allein dieser Moment, brannte sich schon tief in mein Gedächtnis ein.

Ich fühlte, wie jede Faser meines Körpers arbeitete und meine Haut immer mehr zu glühen begann. Ich fühlte jeden Zentimeter seines Körpers der meinen berührte. Seine synthetische Haut erwärmte mich noch zusätzlich und ich fühlte schon einen leichten Schweißfilm auf meiner Haut. Ich fühlte mich ihm in diesem Moment so unendlich verbunden, dass ich hoffte das diese Verbindung unzertrennlich bliebe. Solange ich jung war, lebte und er mich noch lieben konnte, wie ich jetzt war und er mich kennengelernt hatte …

„Wir gehören zusammen Connor. Egal ob Mensch und Mensch oder Mensch und Android! Ich weiß das zwischen uns war Bestimmung. Es war kein Zufall, dass ich hierher versetzt worden bin. Ich wurde zu dir geführt. Und ich weiß tief in dir spürst du das auch, auch wenn dir dein Verstand, vielleicht etwas anderes weismachen will. Aber hör in dich hinein mein Schatz. Und du wirst die Antwort nur mit deinem Herzen finden … lass uns das hier, von nichts und niemanden zerstören. Lass uns einfach nur zusammen sein und das hier genießen. Du genießt es doch, oder?“, fragte ich mit erhöhtem Herzschlag und streifte zärtlich über seine Wange, bevor ich mit den Fingerspitzen seine attraktive Kennlinie entlangfuhr.

„Du bist wunderschön und du bist wunderbar. Ich werde dich nie wieder gehen lassen. Halt mich Connor … Halt mich einfach fest und bring meinen Körper zum Beben. Bitte … bitte mach weiter ja?“, flehte ich erneut und der RK800 legte wieder sein unwiderstehliches, kleines Lächeln auf seine Lippen. Endlich fing er an seinen Finger zu bewegen und führte dann langsam den zweiten Finger in mich ein. Und wieder krümmte er seine Finger spürbar, sodass mein innerstes nur so vor Lust pulsierte.

Zuerst bewegte er seine Finger nur langsam in mir und ließ meinen Körper wieder regelrecht erbeben. Ich bäumte mich ihm entgegen, damit er schneller in seinen Bewegungen wurde und meine Stimme dabei immer lauter werden ließ. Bei jedem Stoß seiner wunderschönen und langen Finger, in mein Innerstes, spürte ich richtig, wie meine Lustspalte vor Geilheit nur so triefte und schmatzende Geräusche von sich gab. Ein Mischmasch an Gefühlen überkam mich und meine Hände legten sich um seinen Nacken.

Er war mit seinen Fingern nun so tief in mir und stieß immer heftiger zu, sodass ich meine Finger in sein dunkelbraunes weiches Haar krallte und ihn mit dem Gesicht näher an meines herunterdrückte. Wir sahen uns tief in die Augen, während er mich mit seinen Fingern um den Verstand fickte. Ich konnte mich kaum noch halten und meine Gedanken schweiften wieder zu seiner Zunge. Ich versuchte meinen Gedanken zu unterdrücken, nicht laut auszusprechen, was ich dachte, aber es rutschte plötzlich einfach so aus mir heraus, ich wollte es so sehr.

„Analysiere mich Connor. Bitte … oh bitte … leck mich endlich!“, meine Stimme ließ keinen Zweifel mehr übrig, wie Lust-trunken ich war. Ich drückte ihm meine Lippen auf die seinen, worauf seine Zunge fordernd und ohne Vorwarnung in meine Mundhöhle eindrang und er mir damit komplett den Atem raubte. Er küsste mich wie niemals zuvor, ehe er sich von meinen Lippen löste und mit seiner Zunge meine Oberlippe streichelte. Sein Haar war bereits etwas zerzaust und gab ihm ein noch menschlicheres Aussehen.

Es gefiel mir wahnsinnig gut, wie verwegen er in diesem Moment aussah. Es wirkte nicht mehr so penibel und man sah deutlich, wie viel menschlicher er von Mal zu Mal wurde. Wie er mein innerstes bearbeitete, so als wäre das nicht, dass erste Mal das er so etwas getan hatte. Dies alles hinterließ so einen bleibenden Eindruck bei mir, dass ich nicht mehr länger leugnen konnte, wie lange er sich wohl schon nach mir verzehrt hatte. Und jetzt konnte er endlich all seine unterdrückten Gefühle ausleben und ich gab mich ihm vollends hin.

Erneut stöhnte ich lustvoll auf, als seine Lippen runter zu meinem Kinn wanderten. Von dort runter zu meinem Hals glitten und mich wohlig und zitternd erschaudern ließen. Seine Zunge leckte über meinen Hals und der RK800 zog seine Finger langsam wieder aus mir heraus. Dadurch entlockte er mir ein leises Keuchen, welches danach jedoch nicht sofort verstummte, da er mir nicht wirklich viel Zeit ließ, mich von all diesen aufregenden und Lust bringenden Gefühlen zu erholen.

Seine Hände umfassten, völlig unerwartet meine zarte Taille und der RK800 schob mich mit Leichtigkeit weiter nach oben. Er entledigte mich meiner Unterhose und streifte sie langsam meinen zarten Beinen hinunter, ehe er sie mir komplett auszog und meinen Unterleib zu analysieren schien. Ich wartete darauf, ob er etwas dazu sagen würde, so nass und glänzend wie ich dort unten bereits war. Doch Connor sagte kein einziges Wort. Er sah zuerst nur stillschweigend auf mich herab, ehe er sich ohne länger zu überlegen, mit seinen Lippen meinem Bauch widmete.
Seine Lippen erkundete diesen wohltuend, doch bald darauf jedoch, küsste er mich weiter nach oben, wieder rauf zu meinen Brüsten, diese er im Anschluss ebenfalls mit seinen schönen Lippen liebkoste, bevor er meine bereits hart aufgestellten Nippel dazwischen nahm und angenehm fest, an ihnen zu saugen, anfing.

Ich stöhnte sofort lustvoll auf und wie von selbst, legten sich meine Hände dabei auf seine Schultern und krallte mich keuchend darin fest. Ehe ich tiefe, vor Lust getriebene Kratzer, in seiner synthetischen Haut hinterließ, die sich kurz darauf wieder von selbst regenerierten. Ich konnte richtig hören, wie sein Androiden Körper neue Haut, über die verletzten Stellen spannte. Dazu das schmatzende Geräusch, seiner Lippen, die meine Nippel weiter bearbeiteten und ich verlor wahrhaftig meinen Verstand. Es brodelte heiß in meinem Inneren und ich blendete alles um mich herum aus. Ich genoss nur die Feuchtigkeit seiner Lippen und seiner Zunge, die er auf meinen Brustwarzen hinterließ. Sowie die Geräusche und das er dann wohlig über die zarten Knospen leckte, bevor er wieder hinunter zu meinem Bauch glitt und ihn mit feuchten küssen übersäte.

Dabei umfasste er mit seinen Händen meine Brüste und fing an diese mit festen aber angenehmen Druck zu kneten und zu massieren.

Ich konnte kaum noch klar denken. Der RK800 hatte seine Hemmungen für den Moment komplett vergessen und ließ mir mit seiner plötzlichen Leidenschaft keine Möglichkeit mehr, noch irgendetwas anderes zu tun, als ihn einfach gewähren zu lassen. Obwohl ich eigentlich diejenige sein sollte, die ihn um den Verstand bringen sollte. Ich wollte ihm zeigen, zu was er alles fähig sein konnte, wenn er sich nur seinen Gefühlen hingab. Es sollte diesmal meine Mission sein, ihn davon zu überzeugen, dass er zu mehr fähig war, als er sich selbst zugestanden hatte. Die ihn damit positiv überraschte und ihm keine Möglichkeit gab, an etwas anderes zu denken, als an unsere beiden erhitzten Körper, die nur so vor Leidenschaft miteinander kollidierten. Doch Connor hatte einfach die Rollen vertauscht und versetzte jetzt mich, damit in den puren Wahnsinn. Jetzt war er es, der mich positiv überraschte und mir zeigte, wie tief Gefühle gehen konnten, wenn man sich demjenigen vollends hingab, den man mehr als alles andere begehrte.

Er übernahm die volle Kontrolle über mich und meinen Körper. Es gefiel mir immer mehr und ich ließ ihn einfach so weitermachen. Er sollte tun, was auch immer ihm in den Sinn kam und meine Lust steigerte sich dadurch immer weiter ins Unermessliche. Er war so in seinem Tun gefangen, dass ich ihn wahrscheinlich sowieso nicht mehr davon hätte abbringen können. Und wollte ich dies auch nicht. Damit kam er auf andere Gedanken und es war, als hätte er dies schon viel öfter getan. Als wäre das nicht das erste Mal, dass er einer Frau, sprichwörtlich das Hirn aus dem Kopf vögelte. Auch ohne ein Glied, dass er in mich versenken konnte. Und war das noch lange nicht alles, mit dem er mich noch wahnsinnig machen sollte.

Meine Hände krallten sich erwartungsvoll in das Bettlaken unter mir, dass schon etwas feucht geworden war. Dadurch, dass mein Körper förmlich brannte vor Verlangen nach dem RK800. Ich konnte fühlen wie der Android, seine Lippen langsam über meinen Bauch bis runter zu meiner Lusthöhle gleiten ließ, die bereits klatschnass war und ebenfalls das Laken unter mir bereits etwas einnässte.

Ich führte meine Hände an seinen Kopf und griff beherzt in sein braunes, zerzaustes Haar, als ich spürte, wie etwas feuchtwarmes plötzlich meine Grotte berührte und rau über meine Schamlippen streifte.

„Oh Gott, Connor! Ja bitte, tu … tu es endlich … Ich halte es nicht länger aus. Ja leck mich, das machst du gut!“, raunte ich völlig losgelöst und wartete nur darauf, dass der RK800 seine Zunge in mein innerstes versenkte und mich so heftig leckte, dass ich nicht mehr wusste, wo oben und unten war.

Dann war es endlich so weit. Connor schien wohl entschieden zu haben, mich von meiner Qual zu erlösen und seine Zunge drang plötzlich ohne Vorwarnung in mich ein.

Der RK800 fing an mich endlich so richtig um den Verstand zu lecken, mal mit langsamen dann aber mit schnellen Bewegungen, ließ er seine Zunge in meinem Inneren kreisen. Ich spürte wie meine Lubrikation, wie der RK800 es genannt hatte, sich mit seinem Speichel vermischten und ich das Gefühl bekam, mich würde gleich ein, Wahnsinns Orgasmus überrollen. Aber es durfte noch nicht zu Ende sein. Ich musste es irgendwie schaffen, wieder die Kontrolle zu übernehmen, bevor ich kam und keine Chance mehr dazubekam, dem RK800 auf ähnlicher Ebene zu zeigen, was man auch ohne Geschlechtsteil alles an Lust und Begierde verspüren konnte.

Doch Connor entzog sich mir plötzlich, aber nur um sich meiner Perle zu widmen. Diese er mit seinen feuchten Lippen umschloss und anfing daran zu saugen, sodass sich mein Körper regelrecht aufbäumte und ich mir einen lauten Schrei nicht mehr zurückhalten konnte. Jedoch schien es den RK800 noch mehr anzuheizen. Dieser führte wieder seine Finger in meine klatschnasse Lusthöhle ein und fing an diese wieder so tief wie möglich, in mein innerstes zu stoßen. Meinen Arm legte ich auf mein Gesicht und spürte mein innerstes heftig pulsieren. Ich hielt es kaum noch aus.

Gleich würde ich kommen …

„Con … Connor! Warte. Hör … hör auf!“, hielt ich ihn aber dann auf und stöhnte völlig außer Atem, während mein Blick runter zu dem Androiden wanderte. Dieser blickte fragend zu mir auf und ich streifte ihm die einzelnen Haarsträhnen, die ihm wirr ins Gesicht hingen nach hinten. Er war so wunderschön und ich war überaus dankbar, dass ich ihn wieder, voll und ganz bei mir hatte …

„Was, hab ich was falsch gemacht? Hab ich dir wehgetan?“, wollte er dann sichtlich besorgt wissen, doch ich schüttelte völlig fertig meinen Kopf. Meine Augen auf ihn gerichtet und mit meiner Hand berührte ich sanft seine Stirn.

„Nein. Du hast absolut nichts falsch gemacht!“, sagte ich dann dankbar lächelnd und setzte mich schwer atmend auf. Connor löste sich ein Stück weit von mir und betrachtete mich ausgiebig. Dabei musste ich etwas peinlich berührt lächeln. Auf meiner Haut hatte sich ein feiner Schweißfilm gelegt, jedoch gefiel mir der Gedanke, dass er sah, wie meine Haut dadurch verführerisch glänzte und ebenso regelrecht glühte. Und schien auch ihm dieser Anblick, den Atem zu rauben.

„Du bist der Wahnsinn Connor. Kein Mann hat mich jemals so zum Schwitzen gebracht wie du. Du hast wirklich verdammt viel Ausdauer, nicht wahr? Aber wie du weißt, werden wir Menschen schneller schwächlich als Androiden. Wenn ich dich nicht angehalten hätte, wäre ich gekommen und es wäre schon vorbei.“

Ich rückte wieder etwas näher an den RK800 heran, blickte ihm dabei intensiv in die Augen, zog meine Unterlippe zwischen meine Zähne und biss leicht hinein. Meine Augen wanderten über seine harte Brust und führte ich meine Hand zu dem Bund seiner Hose, die er immer noch trug.

„Aber weißt du? … ich will nicht, dass es schon vorbei ist!“

Direkt vor ihm kniete ich mich dann auf das Bett, sodass sein Blick wieder auf meine Brüste fiel.
Doch ehe der RK800 irgendetwas tun konnte, stieß ich ihn mit den Händen auf seinen Schultern, in die Kissen, sodass er mit dem Rücken nun auf dem Bett lag und erwartungsvoll zu mir aufblickte. Ich wartete nicht lange, bis ich anfing, ihn endlich von seiner Hose und der Unterhose zu befreien, damit ich ihm endlich zeigen konnte, dass auch er, trotz fehlendem Glied, durchaus sexuelle Erregung empfinden konnte. Dass dies auch noch lange kein Hindernis war, dass er mich dadurch ebenfalls, sexuell zu erregen vermochte.

Connor beobachtete mich wie immer ganz genau und sah ich, wie sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen legte. Lasziv zwinkerte ich ihm zu, bevor ich mich seinem Schritt näherte und mit meiner Zunge langsam darüber fuhr. Seine synthetische Haut schien durchaus darauf zu reagieren und der RK800 ließ seinen Kopf in die Kissen unter ihm sinken.

Zärtlich verwöhnte ich ihn und fuhr dann, ohne ein Mal abzusetzen, mit meiner Zunge rauf bis zu seinem Bauchnabel. Diesen ich dann quälend langsam umkreiste und unmittelbar darauf hörte, wie Connor ein leises Zischen von sich gab. Ich lächelte und verwöhnte ihn weiter mit meiner Zunge und meinen Lippen, mit denen ich sanfte küsse auf seinen ebenfalls erhitzten, Körper platzierte und mit meiner Hand wieder seinen Schritt streichelte.

Sein System lief immer schneller auf Hochtouren und seine Hände krallten sich nun in mein (H/C) Haar, was auch mich dazu antrieb ihn immer schneller zu verwöhnen. Ich wusste nicht, wie empfindlich er genau dort sein würde, aber widmete ich mich seinen Brustwarzen und umkreiste auch dort quälend langsam das rosige Fleisch, seiner synthetischen Haut.

Wieder hörte ich wie der RK800 ein leises, aber lustvolles knurren von sich gab und wurde dadurch in meinen Gedanken bestätigt, dass auch ein Abweichler durchaus Reize verspüren konnte. Zufrieden ließ ich von seinen Nippeln ab und übersäte seine Brust, erneut mit feuchten küssen, die sein System immer mehr zu Hochleistungen antrieben.

Ich triefte immer noch vor Lust und setzte mich anschließend wieder auf seinen Bauch. Doch blieb ich dort nicht, sondern rutschte mit meinem Unterleib, runter zu dem Seinen, wo ich sofort damit anfing, mich auf ihm zu bewegen und unser beider Unterleiber, eng aneinander rieben.

„Mhh Connor, spü- … spürst du das? Spürst du, wie nass ich bin? Und das alles nur deinetwegen! Du … machst mich wahnsinnig!“, stöhnte ich hemmungslos und legte meinen Kopf in den Nacken, während ich ungezügelt meine nasse Lustspalte an seinem Unterleib rieb.
Ich bewegte mich wie in Ekstase auf ihm und spürte, wie der RK800 meine Brüste knetete und ebenfalls, langsam etwas lauter dabei wurde. Ob er mich dabei Analysierte wie ich mich an ihm rieb?

Vielleicht war er auch so in diesem Moment gefangen, dass ich ihm womöglich gar nicht die Chance dazu gab. Aber auch wenn, dann wusste er ganz sicher, dass mich das was wir hier Taten, mehr als nur in den Wahnsinn trieb. In diesem Moment spürte ich, mehr als jemals zuvor, wie sehr ich ihn wirklich hoffnungslos liebte und das es keine Grenzen gab, wenn man jemandem sein Herz schenkte und es regelrecht an ihm verloren hatte. Ich hoffte Connor Verstand das nun genauso wie ich, obwohl seine Berührungen und seine lustvollen Geräusche keinen Zweifel mehr daran gaben, dass er genauso für mich empfand wie ich für ihn.

Langsam stoppte ich in meinen Bewegungen und unsere Blicke füreinander brannten sich regelrecht in unser Bewusstsein ein, sodass wir beide wussten, dass es keinen Ausweg mehr aus dieser ungetrübten Liebe mehr geben würde.

Zum Schluss unseres Liebesaktes setzten wir uns auf und der RK800 zog mich auf seinen Schoß. Ließ dann seine Hand noch ein letztes Mal zu meiner Vagina gleiten und seine Blicke durchbohrten mich, dass ich mich schon fast regelrecht in seinen Augen verlor. Er tauchte wieder beide Finger in meine klatschnasse Lusthöhle ein und ich nahm sie willig in mich auf, während auch ich ihm tief in seine braunen freundlichen Augen blickte.

Ich bewegte mich auf und ab und wurde dabei immer schneller, sodass seine Finger immer tiefer in meine Grotte stießen und ich spürte, wie ich kurz vor meinem Höhepunkt stand. Dies schien der RK800 durch seine Analyse zu bemerken, drückte mich zum Anschluss fest an sich und fing an mich leidenschaftlich zu küssen.

Unsere Lippen kollidierten miteinander, während unsere Oberkörper aneinander rieben und mir regelrecht der Schweiß meinem Rücken hinunterlief. Meine Brüste wurden durch die Reibung an der seinen, ebenfalls wahnsinnig stimuliert, sodass ich unweigerlich meinen Höhepunkt erreichte und mir ein lauter Schrei der Lust über meine Lippen kam. Dabei erhob und senkte ich mich ein letztes Mal, seine Finger stießen zum Schluss noch einmal fest in mein pulsierendes Inneres und mein Körper konnte nicht mehr anders, als zu kapitulieren.

Connor zog seine Finger vorsichtig wieder aus mir heraus und legte seine Hände auf meinen feuchten Rücken. Krallte sich zum Abschluss fest aber angenehm in mein erhitztes Fleisch und ließ mich ein letztes Mal für diesen Abend lustvoll aufstöhnen. Auch dem RK800 entwich noch ein Mal ein tiefes und leise knurrendes stöhnen.

Mein innerstes und auch mein Herz pochten wie verrückt. Auch meinte ich zu sehen, dass auch der RK800 sichtlich erschöpft wirkte. Darauf ließ sein schnellerer Atem, sowie seine entspannt geschlossenen Augen zumindest schließen …

Wir blieben noch eine Weile in dieser Position und kamen langsam wieder zur Ruhe, während unsere Körper eng umschlungen auf dem Bett saßen und wir, mehr als zu zufrieden, die Nähe des anderen genossen. Meine Beine um seine Hüften geschlungen, sowie seine Hände, welche immer noch auf meinem Rücken lagen, mich sanft streichelten und mich spüren ließen, dass da so eine tiefe Verbundenheit zwischen uns war, dass egal, was passieren sollte, es niemand jemals zu schaffen vermochte uns voneinander zu trennen. Und schon gar nicht Gavin Reed oder irgendein System.

Connor und ich legten unsere Stirn aneinander und sahen uns dabei, wie immer tief in die Augen. Wir lächelten uns liebevoll zu und ich genoss es in seinen Armen zu liegen und zu spüren, wie tief unsere liebe ging, dass uns so Nichtigkeiten wie Geschlechtsorgane nicht daran gehindert hatten, uns miteinander zu vereinen. Und jetzt wussten wir auch, dass kein System, Menschen oder auch Androiden, etwas an dieser liebe ändern konnten, egal wie sehr sie sich auch dagegen sträuben sollten. Für uns beide war unsere Evolution, Mensch und Android miteinander vereint, somit besiegelt worden und wir spürten deutlich, dass wir ohne jeden Zweifel, zusammengehörten und das wir nie wieder ohne den anderen sein wollten, möge kommen, was wolle …

Ich sah den Glanz in Connors Augen. Der mir zeigte wie wohl, der RK800 sich bei mir fühlte. Wie sehr er genossen hatte was wir, zusammen getan hatten und nun endlich wusste, was es hieß, lebendig zu sein. Seine LED leuchtete in einem hellen durchgängigen blau und meinte ich mir einzubilden, dass sie noch nie heller erleuchtet gewesen war. All der Schmerz, der in den letzten Stunden so an ihm genagt hatte, war für den Moment komplett in den Hintergrund gerückt und der RK800 konnte endlich wieder er selbst sein und sich selbst eingestehen, dass er wohl doch mehr war, als nur eine Maschine …

Liebevoll strich ich ihm seine Haarsträhne zur Seite und prägte mir wieder jedes kleine und wunderschöne Detail seiner künstlichen Schönheit ein. Mein Herz würde nur noch für ihn allein schlagen und wir beide konnten alles überstehen, wenn wir nur zusammenhielten …

„Ich liebe dich so sehr Connor! Wir schaffen das, gemeinsam schaffen wir das!“
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