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The Heir of Slytherin

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Mix
Draco Malfoy Harry Potter OC (Own Character) Regulus Arcturus Black Remus "Moony" Lupin Severus Snape
30.07.2018
17.09.2019
211
592.159
273
Alle Kapitel
1.538 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
 
30.07.2018 1.236
 
Außer meinen zwei OCs gehört alles J.K.R. (hab mir nur ein paar Namen ausgedacht, wo sie Lücken gelassen hat).
Lasst mir Reviews da ;-)
(Und ja, die Kapitel werden länger :-))
Jetzt auch zum Hören auf Youtube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLOKtL1GF5Gw4GJ3AS8Lm6lSL4blCc8cRv
2. Platz beim HP-Award 2019/20 in der Kategorie "Beste Geschichte - Alternate Universe", 3. Platz in der Kategorie "Beste Familie"
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Es war ruhig in Malfoy Manor. Eigentlich war es immer ruhig dort, wurde das Manor doch nur noch von drei Personen bewohnt, seit Abraxas Malfoy vor einigen Jahren an Drachenpocken gestorben war. Aber an diesem Tag war die Ruhe fast unheimlich. Etwas Furchtbares war geschehen. Nun ja, der Hausherr selber sah das vermutlich nicht so, aber Lucius Malfoy befand sich zurzeit im Ministerium. Seine Frau jedoch konnte die Stille beinahe hören, so erdrückend war diese. Und durch die Stille hörte sie ein anderes Geräusch, was sie noch viel mehr beunruhigte. Sie folgte diesem Geräusch durch die endlosen Gänge des Manors und gelangte schließlich zu einem von dreizehn Badezimmern im Gästetrakt. Eines der Gästezimmer war schon seit zwei Jahren dauerhaft bewohnt und würde auch in nächster Zeit nicht geräumt werden, es sei denn, seinem Bewohner stieße etwas zu. Was durchaus passieren konnte, Todesser sein war kein ungefährlicher Job.
Langsam stieß Narzissa Malfoy die Türe zum Gästezimmer auf. Mit schnellem Schritt eilte sie durch den spärlich eingerichteten Raum. Die junge, bildschöne Frau hatte keinen Blick übrig für die edlen Möbel und Vorhänge oder die wenigen Habseligkeiten seines Bewohners. Diese Habseligkeiten bestanden ohnehin nur aus einigen wenigen Büchern, noch weniger Kleidung, welche ganz in schwarz gehalten war und einigen Bögen Briefpapier. Der Rest war im Labor im Malfoy´schen Keller untergebracht.
Narzissa öffnete, nun bedächtiger, die Badezimmertüre. Ihre kühle Miene verrutschte bei dem Bild, das sich ihr bot. Ihr sonst so hochnäsiger Blick wurde weich und ihre gesamte Haltung drückte eine Besorgnis und Zärtlichkeit aus, welche die Öffentlichkeit noch nie an der geborenen Black gesehen hatte.
Trotz der beträchtlichen Kugel, die Narzissa seit einigen Monaten vor sich her schob, da sie im neunten Monat schwanger war, kniete sie sich ohne zu zögern neben ihren besten Freund auf den Boden. Dieser saß mit bebenden Schultern vor der Toilette und es war offensichtlich, dass er mehr als einmal erbrochen hatte. Mit einem Schlenker ihres Zauberstabes beseitigte Narzissa die Überreste und den Gestank des Erbrochenen. Dann legte sie dem Mann vor ihr zögernd eine Hand auf die Schulter.
„Severus?“ Der Angesprochene zuckte zusammen als er ihre leise Stimme hörte. Er hatte nicht bemerkt, dass er nicht mehr alleine im Bad war. „Was ist geschehen? Bist du verletzt?“ Rasch suchte die junge Frau mit den Augen seinen Körper nach Blutspuren ab, doch diese wären auf der schwarzen Kleidung ohnehin nicht zu sehen. Bevor Severus Snape seiner Freundin antwortete versuchte er rasch, mit drei tiefen Atemzügen seine Fassung wieder zu erlangen und seine undurchdringliche Maske aufzusetzen. Es misslang ihm gründlich. „Du musst dich vor mir nicht verstecken!“ Bestimmt hob sie sein Kinn an und zwang ihn, ihr direkt in die Augen zu schauen. Dann kam ihr ein schrecklicher Gedanken. „Ist es wegen Regulus? Hat man ihn gefunden?“
Ihr Lieblingscousin war vor zwei Wochen verschwunden. Keiner wusste, was genau passiert war, aber es gab Gerüchte. Stimmten diese Gerüchte, so hatte Regulus Black den Dunklen Lord verraten und würde nicht mehr zurückkehren. Narzissa jedoch, die sich für ihren jüngeren Cousin verantwortlich fühlte, weigerte sich, die Hoffnung aufzugeben. Severus Snape war nicht so optimistisch wie Narzissa, aber auch für ihn wäre Regulus´ Tod äußerst schmerzhaft und so weigerte er sich schlicht, über diese Möglichkeit nachzudenken.
Langsam schüttelte der düster gekleidete Zauberer den Kopf. „Nein, nichts Neues“, beruhigte er Narzissa mit rauer Stimme. „Es ist... der Dunkle Lord war... unterwegs. Manchmal macht er die Drecksarbeit ja doch selber!“ Als Severus merkte, wie verbittert er klang, schenkte er der Malfoy ein kurzes Lächeln. Dieses verrutschte jedoch schnell. „Was tust du eigentlich hier auf dem kalten Boden? Du bist schwanger, Zissy! Lass uns in mein Zimmer gehen, bevor ich weitererzähle.“ Auch, wenn Severus ehrlich besorgt um das Wohl seiner besten Freundin war, so erkaufte er sich damit auch noch ein paar Sekunden, um zur Ruhe zu kommen. Er rappelte sich auf und gab dann Narzissa eine Hand, um ihr hoch zu helfen.
Sie ließen sich auf zwei Sesseln nieder, die vor dem Fenster standen und somit eine großartige Aussicht auf den weitläufigen Park des Manors erlaubten. Doch die Aussicht interessierte sie heute wenig. „Severus...“ Narzissa wollte ihn nicht drängen, aber es würde ihm sicher helfen, über das Erlebte mit ihr zu sprechen. Sie wusste, sie war die Einzige, zu der er offen und ehrlich sein konnte und vor der er seine Gefühle nicht verstecken musste. Zwar konnte Severus auch mit Lucius über Vieles reden und diese Offenheit beruhte bei den beiden Freunden auf Gegenseitigkeit, aber es gab Sachen, für die zeigte Lucius wenig Verständnis. Zum Beispiel dafür, dass Lily Potter dem jungen Mann immer noch viel bedeutete.  
„Er wusste, dass sie eine von Dumbledores Leuten ist. Er hat sie für eine Reinblüterin gehalten, was für eine Ironie! Dann hat er es uns vorgeführt... Er hat über dem Denkarium ein Hologramm erschaffen und uns alle an den Schreien und dem Schmerz seines Opfers teilhaben lassen. Wir sollten ihn dafür bewundern und ihre Qualen genießen!“ Angewidert erhob Severus sich aus seinem Sessel. Er spürte, wie sein Magen erneut rebellierte beim Gedanken an diese furchtbaren Bilder. „Er hat sie... Er hat sie nicht nur gefoltert. Er hat sie vergewaltigt! Das einzig Positive ist, dass Bellatrix überhaupt nicht begeistert davon war. Sie würde ohne zu zögern freiwillig mit IHM das Bett teilen!“ Sein Blick fiel auf Narzissa, welche ihn mit sanftem Blick beobachtete. Der bissige Kommentar über ihre Schwester machte ihr nichts aus, sie wusste um Bellatrix´ Besessenheit vom Dunklen Lord.
„Weshalb geht dir das so nahe? Ich meine, ich als Frau bin von deinen Erzählungen auch nicht sonderlich begeistert, aber bei dir scheint es etwas Persönlicheres zu sein...“ Langsam setzte Severus sich erneut in den Sessel und vergrub das Gesicht in den Händen. „Ich weiß wer sie war. Ich weiß auch, dass sie niemandem erzählen wird, was passiert ist. Besonders den Umstand nicht, dass es der Dunkle Lord selber war, der ihr das angetan hat. Ich frage mich, ob ich Dumbledore informieren sollte. Wenn dieser Übergriff Konsequenzen hat, muss er es wissen!“ „Konsequenzen?“, fragte Narzissa irritiert. Ein kurzer Seitenblick Severus´ auf ihren Bauch gab ihr die Antwort. „Wenn sie schwanger wird und das Kind ist vom Dunklen Lord... vielleicht sollte Dumbledore das tatsächlich wissen!“ Nun war es an Severus, irritiert zu sein. „Das kann dir als Verrat ausgelegt werden. Deine Position ist nicht so hoch wie meine, also lass das bloß nicht Bellatrix hören!“, warnte er sie. „Meine Position als Lucius´  Frau, als Frau eines Todessers, ist das Eine. Das Andere ist meine Sorge um ein unschuldiges Kind, das vom Ministerium gejagt werden wird sobald die herausfinden, wer der Vater ist!“, erklärte Narzissa energisch. Dann fragte sie leiser: „Wer ist sie, Severus? Warum, bei Merlin, berührt dich das so?“ „Du weißt, dass ich gelegentlich Informationen weitergebe, wenn Lily bei einem Auftrag betroffen wäre. Sie bedeutet mir immer noch viel und... ihre Familie bedeutet ihr sehr viel! Hätte ich vorher gewusst, was der Dunkle Lord vorhat, hätte ich es verhindert! Die junge Frau, die er vergewaltigt hat... Es ist Jasmine Evans, Lilys jüngere Schwester!“
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