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Insanity Love

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character)
30.07.2018
06.03.2020
34
130.375
16
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Dieses Kapitel
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28.02.2020 3.094
 
Chapter 33: Happy-Go-Lucky

Ein paar Tage gingen seit dem Endkampf vorüber.
Es fühlte sich alles wie ein langwieriger Traum an. Nachdem alle Dämonen von der Erde verschwunden waren, zogen Nell und alle anderen Engel sich auch wieder zurück.
Nur Fin und Access blieben noch eine Weile bei ihren Partnern.

Es war Wochenende. Und gerade waren Maron und Chiaki bei seinen Eltern zu Besuch.
Chiaki saß mit seinem Vater auf der Terrasse, während Maron, Minami und Nanako im Garten mit den Hunden spielten.  
Amüsiert lächelnd schauten die Männer ihnen dabei zu.
Unsichtbar für die Augen der meisten schwebten eine grüne und eine lilane Lichtkugel umher. Chiaki sah, wie die Hunde immer mal versuchten die beiden Engel zu schnappen, nur ohne Erfolg. Schmunzelnd beobachtete er, wie Fin und Access sich auf einem Baum in Sicherheit begaben. Maron blickte lachend zur Baumkrone hoch.
Anschließend wandte Chiaki sich von ihnen ab und blickte seinen Vater mit einem nachdenklichen Blick an. Kaiki erwiderte dessen Blickkontakt.
„Was ist los?“, fragte er in einem ruhigen Ton.
Seufzend fuhr Chiaki sich eine Hand durch die Haare, schaute beschämt zu Boden.
„Ich...“ Er sah wieder zu seinem Vater auf, ihre Blicke trafen sich erneut. „Ich wollte mich für mein Verhalten letztens entschuldigen. Was ich letztens über dich und Nanako gesagt habe im Krankenhaus. Es war sehr unangebracht und unsensibel und...Naja, der ganze Stress und was Mina passiert ist, rechtfertig sowas nicht.“
„Hm.“ Kaiki verschränkte die Arme vor der Brust, lehnte sich nach hinten und legte die Stirn in Falten. Chiaki konnte nicht einschätzen, was er gerade dachte, was ihn wiederrum etwas verunsicherte.
„Also....was ich sagen will-… Ich war nicht ich selbst...“, murmelte er, was teilweise auch stimmte, „Und es tut mir leid.“
Einige lange Sekunden vergingen, in denen Kaiki ihn mit einem undurchdringlichen Blick anschaute.
„Entschuldigung angenommen“, sagte sein Vater schließlich, seufzte und ließ die Arme wieder sinken. „In gewisser Weise... hast du, denke ich, auch recht.“
Überrascht sowie verwundert sah Chiaki ihn an. Kaiki seufzte erneut, fuhr sich wie sein Sohn mit der Hand durch die Haare. Eine nervöse Geste die beide teilten.
„Es wird niemanden geben, die ich so sehr liebe wie deine Mutter“, begann er nach einiger Zeit zu erklären. „Und vielleicht habe ich mich auf Nanako eingelassen, um den Schmerz und Verlust zu entkommen. Was ihr gegenüber natürlich nicht fair war. Aber...“ Er blickte ihn mit einem kleinen Lächeln an und sah anschließend zu seiner Frau rüber. „Aber über die Jahre habe ich Nanako lieben gelernt.“
Chiaki machte große Augen.
„Ich hätte vielleicht mehr mit dir darüber reden sollen. Dich verstehen lassen sollen“, sprach Kaiki weiter, blickte betreten zu Boden. „Ich werde Midori -deine Mutter- nie vergessen können... Aber ich bin glücklich. Mit unserer Familie.“ Er sah auf und lächelte ihn an.
Chiaki erwiderte das Lächeln und nickte.
Im nächsten Moment kamen die beiden Hunde, Haru und Sora, auf ihn zugelaufen. Haru hatte einen Ball im Maul.
„Na ihr.“ Chiaki nahm ihm den Ball ab und tätschelte dessen Kopf. Haru bellte zufrieden.
Nanako lief zur selben Zeit an ihm vorbei und setzte sich zu Kaiki dazu. Er hatte einen Arm um sie gelegt, blickte sie liebevoll an.
Chiaki lächelte seine Eltern an.
„Hey, big Bro!“, rief Minami. Sie und Maron winkten ihm zu. „Wirfst du den Ball?“
Er grinste. Ohne zu antworten, warf er den Ball über die Köpfe der Mädels vorbei. Haru und Sora liefen wie von der Pistole geschossen los.
Lachend ging Chiaki auf Maron und Mina zu, drückte seiner Freundin einen Kuss auf die Schläfe.
„Alles gut?“, fragte sie lächelnd.
„Ja. Alles gut“, grinste er. Ihm ging es mehr als gut. Seit dem Endkampf fühlte er sich so sorglos und befreit, wie schon seit langem nicht mehr und er genoss jede einzelne Minute davon.
***

Wochen vergingen.
Der normale Alltag nahm das Leben ein.
Prüfungen wurden geschrieben.
Und ehe man sich versah, hatten die Semesterferien schon begonnen.

„Ihr müsst gehen?!“
Geschockt und traurig blickte Maron Fin und Access an, die beschämt nickten. Auch Chiaki machte einen niedergeschlagenen Gesichtsausdruck.
„Eigentlich hätten wir schon gehen müssen nachdem Satan besiegt war. Aber wir hatten Gott darum gebeten noch etwas länger zu bleiben“, erklärte Fin seufzend.
„Leider hat Rill gesagt, dass heute unser letzter Tag ist und wir uns verabschieden müssen“, fügte Access hinzu.
„A-Aber… Müsst ihr jetzt gehen?“, hackte Maron nach, wollte noch nicht, dass ihre Engel sie schon verließen.
Fin und Access tauschten sich einen langen Blick aus und begannen verschwörerisch zu lächeln.
„Hmm…Rill hat nichts dazu gesagt, dass wir jetzt gehen müssen“, sagte Fin kichern.
„Theoretisch hätten wir bis 23:59 Zeit“, grinste Access verschmitzt.
Maron lächelte breit. „Dann haben wir noch genug Zeit, um die letzten Stunden zusammen zu genießen.“
Fin nickte und klatschte erfreut mit den Händen. „Dürfen wir uns ein letztes Mal Pfannkuchen wünschen?“
„Klar“, lachte Maron. „Es wird Pfannkuchen ohne Ende zum Abendessen geben“, fügte sie augenzwinkernd hinzu, worauf ihr Engel sich noch mehr freute.
„Hey, heute Abend wäre noch eine Semesterabschluss-Party am Strand“, merkte Chiaki an.
Access lachte. „Willst du uns unterschwellig sagen, dass wir in den letzten Stunden auf Erden richtig die Sau rauslassen sollen?“
„Vielleicht. Können Engel sich betrinken?“, kam es von seinem Partner als Gegenfrage interessiert.
„Nö“, schüttelte Access lachend mit dem Kopf. „Aber eine Party klingt nach viel Spaß.“
„Das ist die Hauptsache“, grinste Chiaki.
„Dann ist das beschlossene Sache“, rief Maron begeistert aus. Sie fand es zwar traurig, dass die Engel nicht mehr bei ihnen sein werden, aber auf keinen Fall wollte sie sich von dieser Tatsache die Stimmung vermiesen lassen.

Gegen neun begaben sie sich schließlich Richtung Strand zur Party. Dort trafen Maron und Chiaki sich auch mit Miyako und den anderen. Die Party fand in einem Club statt, welches auch eine große Terrasse hatte. Musik war lautstark von draußen zu hören.
Hand-in-Hand begab sich das Paar zum Eingang, die Engel flogen ihnen als kleine Leuchtkugeln hinterher. Miyako und Touya warteten schon vor der Tür.
„Wo sind denn Yamato und Yusuke?“, fragte Maron, nachdem sie beide mit einer Umarmung begrüßt hatte.
„Die kommen noch“, antwortete Miyako ihr. „Wir sollten aber schon rein, meinten sie.“
„Ah okay!“ Damit hakte Maron sich bei ihrer besten Freundin ein und nickte mit dem Kopf in den Club rein.
Chiaki steckte sich die Hände in die Hosentaschen und kicherte. Wenige Minuten später hatte sich die kleine Gruppe Einlass bei den Türstehern gewährt.
Drinnen war es ziemlich dunkel. Nur ein paar bunte Lichter erleuchteten den Raum. Maron ging mit Miyako voraus, schlängelte sich durch die Masse durch. Die Jungs liefen ihnen hinterher.
Chiaki konnte seinen Blick nicht von seiner Freundin abwenden. Wie die Lichter ihren Körper erleuchteten und wie ihre Kurven in diesem schwarzen Kleid zur Geltung kamen.
Es war sehr, sehr voll im Club. Nichtsdestotrotz konnten sie einen freien Tisch auf der Terrasse finden. Chiaki setzte sich auf einem kleinen Strandsofa hin, Maron gesellte sich allerdings nicht zu ihm dazu.
„Man, ist das voll hier“, sagte sie, schaute sich um. Besonders die Terrasse und der Strand waren voller Menschen. Es war schließlich eine sehr warme Sommernacht heute. Sowohl drinnen als auch draußen gab es eine Tanzfläche. „Ob die anderen uns finden werden?“
„Bestimmt“, entgegnete Chiaki geistesabwesend. Es war nahezu unmöglich sich auf irgendwas anderem zu konzentrieren als auf Maron in diesem Kleid.
Sie bemerkte den Ausdruck auf seinem Gesicht und er konnte trotz der Dunkelheit sehen, dass sie errötete.
„Ich will tanzen“, sagte sie, strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.
Er legte den Kopf schief und lächelte seine Freundin an.
Er würde sich ihr anschließen, aber jemand sollte hier warten, dass die anderen auftauchten. Und abgesehen davon-…
„Ich bevorzuge es zuzuschauen“, erwiderte er mit einem schiefen Grinsen.
Touya schnaubte lachend. „Glaub ich dir.“ Er streckte eine Hand nach Maron aus. „Keine Sorge, M. Ich werd mit dir tanzen.“ Lachend verdrehte sie ihre Augen, nahm seine Hand und ging mit ihm auf die Tanzfläche am Strand.
„Ich bleib auch erstmal hier“, kam es von Miyako und setzte sich unterdessen neben Chiaki hin.
Eine Kellnerin, die in einem sehr knappen Bikini gekleidet war, kam und warf ihm einen langen Blick zu. „Kann ich dir was bringen?“, fragte sie, ohne von ihm wegzusehen und ignorierte Miyako komplett.
„Cola“, sagte er.
„Nicht was Hartes? Wir sind schließlich auf einer Party.“
Daraufhin hielt Chiaki der Kellnerin, ohne sie anzusehen, seinen Autoschlüssel hoch. „Ich würde mich und meine Freundin drüben heil nach Hause fahren wollen. Also…“ Anschließend wandte er sich an Miyako. „Willst du was?“
Sie überlegte kurz. „Pina colada.“
Die Kellnerin schrieb sich die Bestellungen auf und stolzierte davon.
Immer wieder drehte Miyako sich in Richtung Eingang um, saß förmlich auf heißen Kohlen.
„Warum bist du mit Yamato eigentlich nicht zusammen hierhergefahren?“, erkundigte Chiaki, blickte sich ebenfalls kurz um. Einige bekannte Gesichter aus der Uni waren zu sehen, die ihm immer mal zu Begrüßung zu nickten. Er sah, wie Access und Fin zusammen durch den Club rumflogen und sich zu amüsieren schienen.
Sie zuckte mit den Schultern. „Er meinte, er müsste noch schnell was von Zuhause holen.“
„Ah...okay.“
Sie schaute ungeduldig auf ihr Handy. „Er ist spät dran... genauso Yusuke.“
Die Kellnerin kam mit den Getränken wieder und Chiaki gab ihr zur Bezahlung ein paar Scheine.
„Danke fürs bezahlen.“ Miyako nahm direkt ihr Glas und trank daraus. Er ließ seins unberührt.
Er konnte nicht aufhören Maron anzuschauen. Und er war nicht der einzige.
Sie und Touya bewegten sich synchron im Takt zur Musik.
„Tanzen kann er“, kommentierte Miyako amüsiert.
„Japp.“
„Kannst du tanzen?“, fragte sie ihn.
„Kann ich.“
„Wieso bist du dann nicht auf der Tanzfläche?“
Chiaki sah wieder zu Maron. Ihre Augen waren geschlossen und sie ließ sich von der Musik leiten. „Weil das was ich vorhin gesagt habe wahr ist“, antwortete er Miyako. „Ich bevorzuge es zuzuschauen.“
Lachend schüttelte sie amüsiert mit dem Kopf.
Eine Weile sagten die beiden nichts mehr und schauten ihren Freunden beim Tanzen zu. Plötzlich drängten sich von drinnen zwei bekannte Gestalten nach draußen.
Chiaki begrüßte Yamato und Yusuke mit einem Handschlag.
Miyako sprang neben ihm vom Sofa auf und umarmte ihren Freund erfreut. Yusuke hatte sich direkt zu Touya und Maron auf die Tanzfläche begeben.
Miyako stand mit Yamato noch eine Weile neben dem Tisch. Sie blickte unsicher zwischen Chiaki und der Tanzfläche hin und her.
„Ihr müsst nicht auf mich warten“, sagte er ihnen. „Geht tanzen.“
„Bist du dir sicher?“
„Ja. Ich muss das eh noch fertig trinken.“ Er deutete auf sein volles Glas.
Nickend ging sie mit Yamato zu den anderen, tanzte sofort zum Rhythmus der Musik mit.

Chiaki nippte an seinem Getränk, sah ihnen und insbesondere Maron auf der Tanzfläche zu.
Er konnte sich an ihr nicht sattsehen. Ihre Augen waren immer noch geschlossen und ein wohliger Ausdruck war auf ihrem Gesicht. Sie leuchtete förmlich in der Dunkelheit, wirkte wie als wäre sie jenseits von dieser Welt.
Manchmal konnte Chiaki es selbst kaum fassen, dass dieses Mädchen real war. Aber sie war realer als alles oder jeder andere. Lebendiger als alles und jeder andere.
Sie machte ihn lebendig. Ohne sie wäre er nicht der Überzeugung, dass er wirklich existierte. (Von der Tatsache abgesehen, dass er dank ihr den Tod überlebt hatte.)
Sie öffnete ihre Augen und für eine lange Sekunde trafen sich ihre Blicke. Sie warf ihm ein Lächeln zu.
Sein Lächeln. Das Lächeln, was nur ihm bestimmt war.
Sofort verspürte er diesen Drang ihre Lippen auf seinen schmecken zu wollen. Ihr Lächeln gegen seine Brust zu spüren. Und es von oben herab zu sehen.
Zu viele Augen waren auf ihrer nackten Haut geheftet.
Chiaki stand auf und ging zu ihr.
Als er Maron erreicht hatte, beugte er sich zu ihr herunter bis seine Lippen ihr Ohr berührten.
„Komm“, sagte er mit tiefer Stimme.
Sie fragte nicht wohin. Brauchte sie auch nicht - sie wusste, was er wollte. Er konnte sehen, dass sie es auch wollte.
Ohne Weiteres nahm er ihre Hand, führte sie von der Tanzfläche und ging mit ihr rein. Drinnen war es jetzt nur halb so voll wie draußen.
Chiaki nahm auf die nächste freie Couch Platz und zog Maron zu sich auf den Schoß, ihre Beine hingen seitlich über sein Bein. Einen Arm hatte er fest hinter ihrem Rücken um die Taille gelegt. Sie legte ihre Arme um seinen Hals.
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. Liebevoll und verführerisch zugleich.
Anschließend fanden seine Lippen die ihre. Wie als hätte er für Jahre nichts gegessen, küsste er gierig ihren Mund. Dennoch war sein Hunger nach ihr nicht zu stillen. Sein Griff um ihre Taille verstärkte sich und er umfasste mit der anderen Hand ihr Gesicht, strich mit seinen Fingern nach hinten durch ihre langen Haare.
Sie schlang ihre Arme fester um seinen Hals, zog ihn näher zu sich heran.
Heiß bewegten sich ihre Lippen auf seinen, öffneten sich und ließen seine Zunge passieren.
Trotz der lauten Musik konnte er hören, wie ihr ein Stöhnen entkam. Was ihn noch mehr anregte.
Ihre Finger begannen sich ihn seinen Haaren festzukrallen und sie drückte ihren Körper gegen seinen, presste sich noch mehr an ihn, sofern es noch möglich war.
Ihre Lippen trennten sich für keine Sekunde.
Dieses Mädchen machte ihn wirklich wahnsinnig. Er seufzte, wanderte mit seinen Lippen ihren Hals herab.
„Alter, sucht euch ein Zimmer.“ Sofort erstarrte beide. Maron hielt sich kichernd eine Hand vor das glühendrote Gesicht und Chiaki musste innerlich stöhnen als er Access auf seinem Kopf landen spürte. Fast hätte er die beiden vergessen.
„Eure Freunde vermissen euch schon“, grinste Fin, die sich auf Maron’s Kopf abgesetzt hatte und eine Augenbraue hochzog.
Maron blickte kichernd zu Chiaki auf. „Wir sollten zu den anderen zurückgehen“, sagte sie, worauf er entnervt seufzte und nickte.
„Ich freu mich schon, wenn wir das zu Hause dann fortsetzen“, wisperte er ihr in einem verführerischen Ton ins Ohr. Mit rosaroten Wangen rollte sie mit den Augen, stand auf und zog ihn an der Hand mit hoch.

Damit gingen die beiden wieder zum Strand raus und fanden nach einigen Momenten auch direkt ihre Freunde.
„Und? Habt ihr den armen Leuten da drin eine kostenlose Show geboten?“, fragte Touya, schenkte ihnen ein zweideutiges Grinsen und wackelte mit den Augenbrauen.
Chiaki lachte und Maron schlug ihrem Kumpel auf dem Arm.
„Oooh! Schau!“, kam es plötzlich von mehreren Mädchen im Hintergrund, die in Richtung Meer hinauszeigten.
Neugierig drehten alle sich um. In der Ferne war ein Feuerwerk zu sehen.
„Wow“, sagte Maron, ihre Augen leuchteten vor Begeisterung. Chiaki legte ihr einen Arm um die Taille. Mittlerweile hatten fast alle Partygäste sich an den Strand versammelt und schauten dem Feuerwerk zu.
Auf einmal hörte man, wie Miyako überrascht nach Luft schnappte. „Oh mein Gott!“
Verwundert drehte Maron sich in ihre Richtung um. Ihr fiel die Kinnlade herunter, als sie Yamato sah, der sich vor Miyako hingekniet hatte und einen Ring in der Hand hielt.
Anscheinend hatte er schon die Fragen aller Fragen gestellt. Denn das nächste was man sah, war wie Miyako, beide Hände vor dem Mund haltend, heftig mit dem Kopf nickte. Er lächelte sie erleichtert und mit leuchtenden Augen an. Im nächsten Moment warf sie sich Yamato in die Arme und küsste ihn.
Jubel und Applaus war von der Menge im Hintergrund zu hören.
Nachdem beide sich voneinander gelöst haben, kam Maron auf sie zu gerannt, umarmte das frischverlobte Paar stürmisch.
„Oh mein Gott! Herzlichen Glückwunsch!“ Ihr kamen selbst fast die Tränen, freute sich so sehr für ihre besten Freunde.
Yamato grinste verlegen, während Miyako einfach nur vor Freude heulte. Unterdessen kamen auch Chiaki, Touya und Yusuke sowie ein paar andere, um den beiden zu gratulieren.
„Deswegen bist du wohl zu spät gekommen“, klopfte Chiaki Yamato auf die Schulter, der zur Bestätigung nickte. Anscheinend hatte dieser diesen Moment genaustens geplant habt, hatte durch Kontakte seiner Eltern das Feuerwerk organisiert. Und diese Kontakte gehörten zufällig zu Yusuke’s Familie, der für ihn ein gutes Wort eingelegt hatte und mithalf.
Das Feuerwerk ging nach wenigen Minuten zu Ende und damit ging die Party anschließend weiter.
Es wurde ausgelassen getanzt und gefeiert.
Unsichtbar für alle, außer Maron und Chiaki, tanzten und schwebten Fin und Access in ihrer menschengroßen Form über dem Wasser.
Als es schließlich kurz vor Mitternacht war, blickte Maron mit einem traurigen Lächeln zu ihnen rüber. Chiaki folgte ihrem Blick mit einem bedauernden Gesichtsausdruck.
„Tja...das heißt jetzt wohl Abschied nehmen“, kam Fin auf die beiden zugeschwebt und umarmte sie. „Keine Sorge, wir werden euch bestimmt irgendwann besuchen kommen.“ Maron wollte ihre Partnerin und Freundin zurückumarmen, aber das würde für Außenstehende merkwürdig aussehen.
„Bleibt anständig und haltet euch von Problemen fern“, grinste Access mit erhobenem Finger.
„Danke für alles“, sagte Maron, eine kleine Träne entkam ihr. „Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.“
Keinen Moment später flogen die Engel winkend davon und waren verschwunden.
Seufzend sah sie ihnen noch eine Weile nach. Sie spürte, wie Chiaki sie in seine Arme nahm und ihr einen Kuss auf den Kopf drückte.
„Wir werden sie bestimmt wiedersehen“, sagte er, worauf Maron nickte.
Im nächsten Augenblick kam eine angeheiterte Miyako auf ihre Freundin zugelaufen, hakte sich bei ihr ein und animierte sie dazu mit ihr zu tanzen.
Lachend gesellte das Paar sich wieder zu ihren Freunden.
***

Es war relativ spät, als sie von der Party nach Hause kehrten.
„Oh Gott“, entkam es Maron, die sich mit dem Gesicht voraus plumsend aufs Bett fallen ließ.
Chiaki zog ihr einen ihrer Schuhe, dann den anderen, ließ sie beide auf dem Boden fallen. Anschließend zog er ihr den Reißverschluss ihres Kleides herunter.
Maron drehte sich auf dem Rücken, sah ihn verträumt blinzelnd an und wölbte ihren Oberkörper so, dass er ihr das Kleid abziehen konnte.
Und dann sah er, was sie darunter trug. Ihre Brust war mit schwarzer Spitze bedeckt und dazu trug sie den passenden Slip, auch aus Spitze. Voller Ehrfurcht blickte er auf sie herab, könnte mit Freunde den Rest seines Lebens damit verbringen sie einfach nur anzusehen und zu bewundern.
„Gefällt dir was du siehst?“, fragte sie, ihre Stimme sanft und die Augen geschlossen.
„Nicht genug, um es an dir dran zu lassen“, grinste er, stieg aufs Bett und wollte ihr die Sachen herunterziehen, aber sie rührte sich nicht.
„Maron?“
Keine Antwort.
Leise konnte er ihren ruhigen, regelmäßigen Atem hören.
Chiaki hüpfte etwas auf dem Bett, nur um sicherzugehen und -in der Tat- sie war tief und fest eingeschlafen.
Mit einem schweren, jämmerlichen Seufzer stand er auf und zog ihr die Decke über den Körper. Er legte sich zu ihr dazu, küsste ihr die Wange und flüsterte: „Du bist gemein, Maron Kusakabe.“
Sie lächelte im Schlaf.



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Noch ein Kapitel und dann wird der Vorhang gezogen :)
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