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Insanity Love

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character)
30.07.2018
06.03.2020
34
130.375
16
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26.09.2019 1.732
 
Chapter 29: You die, I die

Der nächste Tag war angebrochen. Maron und Fin waren schon früh auf, um das Frühstück vorzubereiten.
Wohl eher bereitete Maron es vor und ihr Engel saß in ihrer kleinen Form auf ihrer Schulter.
„Es ist unfair“, seufzte die Braunhaarige.
Fin sah verwundert zu ihr auf. „Was ist unfair?“
„Die Liebe“, murmelte Maron resigniert, „Wie kann sowas schönes so grausam sein…? Wieso haben Chiaki und ich das verdient?“
Seufzend atmete Fin aus. „Kann ich dir auch nicht sagen… Ihr beide tut mir leid.“ Sei seufzte. „Er scheint aber anders zu sein, als gedacht. Man merkt wie sehr er dich liebt.“
„Genauso sehr, wie auch ich ihn liebe.“
„Da freue ich mich auch für dich.“ Fin lächelte Maron an. „Sollte er allerdings es ein weiteres Mal wagen dir so weh zu tun, kriegt er es mit mir zu tun“, sagte sie mit ernster Stimme.
Maron kicherte.
Für eine Weile sagte niemand mehr was. Nur das Brutzeln der Pfanne war zu vernehmen.
„Ich muss dir was sagen“, durchbrach Maron plötzlich die Stille zwischen ihnen. Die Stimme in einem leisen, flüsternden Ton.
Fin drehte sich besorgt zu ihr. „Was ist los?“
Zögernd biss die Diebin sich auf die Lippe und sah betreten nach unten.
Einige Momente vergingen, bis sie die Worte aussprach: „Ich glaube, ich werde sterben.“
Sprachlos und geschockt starrte Fin sie an, ihr Gesicht verlor an Farbe. „Was?“, brachte sie fassungslos zustande.
„Seit der ersten Nacht im Himmel träume ich jedes Mal davon“, erzählte Maron, denn letzte Nacht hatte sie wieder den Traum, „Ich sehe mich tot auf dem Boden liegen.“
„Du darfst nicht sterben!“, zischte Fin, „Wenn du stirbst, hat Gott verloren!“, kurz hielt sie inne und fügte leise hinzu, „Außerdem…, wenn du stirbst-“
„Ich weiß! Ich weiß...“ Maron blinzelte sich die anbahnenden Tränen in ihren Augen weg. „Vielleicht ist der Traum auch nur eine Warnung, anstatt eine Vorahnung.“
„Weiß er was davon?“
„Nein...“
„Gott... Maron, ich weiß, dass ist nicht leicht, aber du musst es Chiaki sagen.“
„Was muss sie mir sagen?“
Maron und Fin zuckten erschrocken zusammen. Chiaki betrat soeben die Küche, Access flog hinter ihm in seiner kleinen Gestalt her.
„Ehm... Dass ich dich gerne mal in einen Anzug sehen will“, log Maron und setzte ein unschuldiges Lächeln auf. Dabei warf sie Fin einen scharfen Blick zu, die ein unzufriedenes Gesicht machte.
Chiaki zog ungläubig eine Braue hoch. „Gehört das zu deinen Fantasien von denen ich noch nichts weiß?“, sagte er in einem flirtenden Ton.
„Ugh, Leute, bitte nicht am Frühstückstisch“, kam es von Access, der sich schon einen Pfannkuchen in den Mund geschoben hatte.
„Als ob du und Fin besser seid“, entgegnete Chiaki augenrollend. Unterdessen setzten sich alle am Tisch hin.
„Bei uns ist das was anderes“, wendete Access ein.
„Im wie fern?“
„Bei uns besteht keine Kotzgefahr.“
„Ich behaupte das Gegenteil.“
Die Mädels sahen den beiden bei der Argumentation zu und mussten herzhaft lachen.
Einige Zeit aßen die vier entspannt ihr Frühstück, als es plötzlich anfing zu Beben.
„Was zum-… ein Erdbeben?!“, kam es von Maron erschrocken.
„Kein Erdbeben“, sagte Access ernst, „Zu mindestens kein normales.“
Die Engel hatte sich schon in die Lüfte erhoben, flogen ans Fenster und blickten raus. „Du meine Güte...“, flüsterte Fin.
Maron und Chiaki sahen ebenfalls raus, ihre Augen weiteten sich.
Die Sonne wurde von einer dunklen Masse komplett verdeckt. Sofort breitete sich eine Eiseskälte im Raum aus. Der Himmel war so pechschwarz wie die Nacht.
In der nächsten Sekunde tauchten aus jeder Ecke Dämonen auf.
„Komm!“ Chiaki nahm Maron’s Hand und zog sie aus der Wohnung raus. Die Engel gaben ihnen dabei Rückendeckung. Gemeinsam begaben sie sich zum Dach hoch.
Dort schien eine Gruppe dunkler Gestalten sie schon zu erwarten. Es war Satan mit seinen Dämonenrittern.
„Einen schönen guten Morgen“, begrüßte der Teufel sie mit einem kalten Grinsen. „Lange nicht mehr gesehen.“
Sofort verwandelten Maron und Chiaki sich.
„Was willst du?“, verlangte Jeanne zu wissen.
„Ist das nicht offensichtlich?“, rollte Satan gelangweilt mit den Augen, „Gott und die Welt vernichten. Dafür muss ich euch loswerden.“ Mit einem Handzeichen ließ er tausende von Dämonen um die vier erscheinen. In der nächsten Sekunde griffen Dämonen sowie Dämonenritter an.
Die Kaitos und die Engel teilten sich in unterschiedliche Richtungen auf und ein langwieriger Kampf brach aus.

„Verdammt sind das viele!“, sagte Access feuerte ein paar Dämonen mit Lichtstrahlen weg. „Es ist vollkommen utopisch, dass wir die alle besiegen.“
„Wir müssen“, erwidert Fin, „Wir haben keine andere Wahl.“
Einige Meter entfernt sah sie Jeanne und Sindbad gegen eine Gruppe Dämonenritter kämpfen. Zwei von ihnen erkannten die Engel sogar aus dem Höllenpalast wieder. Avea und Edacus, wenn Fin sich richtig entsinnen konnte. Die Dämonenritterin attackierte Jeanne mit einer Mordlust in ihren Augen, welche sie erschaudern ließ. Maron’s Worte über ihren Traum kamen ihr wieder in den Sinn.
Die Angst, um ihre Freundin, verstärkte sich um ein Vielfaches.
„Lass uns zu den anderen helfen“, rief sie, an Access gerichtet. Als Antwort bekam sie einen schmerzerfüllten Schrei. „Access?!“ Erschrocken wandte Fin sich um und sah wie der Engel von einem riesigen Dämon hart zu Boden geworfen wurde.
Sie flog zu ihn runter, rüttelte ihn an den Schultern. „Access! Wach auf!“ Doch er regte sich nicht. Nur schwach konnte Fin spüren, dass er atmete. Sie drückte ihn fest an sich
Tränen liefen ihr das Gesicht herunter.
Sie wollte nach den anderen schreien. Die Worte blieben ihr allerdings im Halse stecken, als sie sah, wie unzählige Dämonen sich vor ihr auftürmten und wie eine schwarze Welle auf sie einfiel.

Währenddessen waren Jeanne und Sindbad in ihren eigenen Kämpfen vertieft. Mit Mühe hatten sie es geschafft die meisten Dämonenritter außer Gefecht zu setzen.
Nun standen nur noch Edacus und Avea vor ihnen.
Sie kämpften erbittert. Nach einiger Zeit bekam Jeanne mit, wie Sindbad seinen Gegner erledigte. Zur selben Zeit schlug sie Avea ihre Waffe aus der Hand und kickte ihr in die Brust. Mit einem Schrei wich die Dämonin davon.
Jeanne hörte Sindbad nach ihren Namen rufen. Als sie ihren Kopf zu ihm drehte, sah sie, wie er auf sie zugelaufen kam.
Auf einmal wurde Sindbad jedoch von einem Dämon am Bein gepackt und weggezogen.
Jeanne schrie seinen Namen, schrie nach ihm. Sie wollte zu ihm rennen, als ein Schlag sie hart in den Rücken traf.
Der Schmerz kam eine Sekunde später. Jeanne drehte sich überrascht um und sah Avea mit einem kleinen Messer in der Hand. Der Griff war rot und triefte.
Sie hatte Jeanne in den Rücken gestochen. „Habe ich dich, Kamikaze-Schlampe“, lächelte sie böse.
Jeanne wollte nach ihrem Schwert griffen, doch ihr Arm gehorchte nicht. Er fühlte sich taub an. Ihre Gedanken rasten. Fin war nirgends zu sehen. Als sie nach ihr oder Sindbad rufen wollte, erstickten ihre Worte in Blut.
Die Dämonin hatte das Messer in Jeanne’s Brust gerammt. Dann löst sie sich schallend lachend im Nichts auf.
Jeanne’s Beine gaben nach. Sie fiel.

Nachdem Sindbad wieder auf die Beine kam und den Dämon vernichtet hatte, kam der Schmerz. Plötzlich und schneidend.
Er krümmte sich. Der Schmerz war überall. Auf seinem Rücken, in seiner Brust.
Maron!
Sein Gesicht verlor an Farbe. Er drehte sich um. Jeanne war auf dem Boden. Die Vorderseite ihres weißen Kleides war voller Blut.
Sindbad war schon am Rennen, versuchte den Schmerz zu unterdrücken. Dämonen stellten sich ihm in den Weg, doch er schenkte ihnen keine Beachtung. Alles was zählte war sie.
Er musste zu ihr.
Er fiel neben Jeanne auf die Knie und nahm sie mit seinen letzten Kraftreserven in seine Arme. Ihr Kopf fiel gegen seine Brust. Die blonden Haare färbten sich blutrot auf ihrer Stirn. Der Boden unter ihnen war feucht. So viel Blut.
„Maron...“ Er atmete schwer. Seine Hände zitterten. Von Sekunde zu Sekunde schwanden seine Kräfte. Sindbad spürte die Wärme ihres Körpers und wie sie schwach gegen seine Brust atmete.
Er nahm ihre Hand und drückte sie fest in seine. Maron...
Erinnerungen schossen, wie ein Film durch seinen Kopf. Ihre erste Begegnung als Diebe. Ihre erste Begegnung am Campus. Maron mit Engelsflügel in ihrem weißen Seidenkleid. Maron, die sich bei der Achterbahn an ihn festklammerte. Maron am Strand und ihn über die Schulter schauend anlachte.
Man sagte, dass Leben würde an einem vorbeiziehen, wenn man stirbt.
Maron war sein Leben. Sein Herz.
Wenn sie stirbt, stirbt er auch. Es war nur richtig so.
Er könnte es nicht ertragen, wenn sie ihn auf dieser verdammten Welt allein ließe. Jeder Atemzug wäre wie Gift für ihn und jeder Herzschlag wie ein Hammerschlag auf seiner Brust.
Er hatte keine Angst zu sterben, weshalb er die anbahnende Kälte des Todes auch willkommen hieß.

Jeanne öffnete ihre Augen, den Blick auf Sindbad fixiert. Ihre violetten Augen sah ihn schwach und dennoch liebevoll an. „E-E-Es tut mir leid...“, flüsterte sie, hob eine Hand und berührte seine Wange.
„Nicht-…Dir… muss nichts leid tun“, sagte er. Der Schmerz in seinen blauen Augen tut Jeanne mehr weh, als die Klinge, die sie eben abbekam.
Sie liebte ihn so sehr.
Und sie war noch nicht bereit zu gehen. Es gab noch so viel, was sie mit ihn zusammen erleben wollte. Sie hatten beide noch nicht mal die Chance gehabt ein normales Leben, eine normale Beziehung zu führen.
„Ich... habe versagt“, wisperte Jeanne schwach.
Sindbad schüttelte kaum merklich den Kopf. „Hast du nicht... Wir beide haben versagt.“ Er hielt sie fest in den Armen, zog sie mit sich zu Boden. Selbst jetzt fühlte sie sich in seinen Armen sicher, obwohl die Welt um sie herum in Dunkelheit versank. In ihnen konnte sie alles um sich herum vergessen und glücklich sein.
Es gab nur sie und ihn.
Zwei Menschen und ein geteiltes Schicksal.
Ein schwaches Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. „Zu mindestens-… gehen wir nicht allein... sondern zusammen“, sagte sie. „Ich liebe dich. So sehr.“ Sie wollte noch mehr sagen. Sie wollte ihm so viel noch sagen, aber sie konnte nicht mehr.
Sie hatten die Grenze erreicht.
„Ich liebe dich auch“, wisperte er und schloss seine Augen. „Heute... morgen... für immer.“ Seine Arme um ihren Körper erschlafften.
Auch Jeanne’s Lider wurden schwer.
„Für immer...“
Dann wurde alles schwarz.




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… Bringt mich nicht um, okay.
:‘)

Ich weiß, das ist ein böser Cliffhanger, aber ab jetzt wird’s wieder ein Weile dauern bis zum nächsten Update hier, aufgrund von Schreibblockaden, Alltagsstress, Motivations- und Zeitmangel, usw. … die ganze Leier :b

Hoffe trotzdem ihr bleibt geduldig.

Liebe Grüße
mairio
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