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Insanity Love

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character)
30.07.2018
06.03.2020
34
130.375
16
Alle Kapitel
66 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
30.08.2019 1.530
 
Super kurzer Lückenfüller ^^

Trotzdem viel Spaß beim Lesen!

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Chapter 26: Return

Chiaki saß hellwach auf der Bettkante und blickte gedankenverloren in die Dunkelheit hinein.
„Solange du existierst und ich existiere, werde ich dich lieben. Ich werde dich immer lieben.“ Maron’s Worte füllte sein Herz und brach es gleichzeitig.
Ich weiß nicht, ob ich der Alte bleiben werde, oder nicht. Doch egal was kommt, ich werde an deine Worte denken. Ich werde mich an sie erinnern und wissen, dass ich dich genauso liebe und für immer lieben werde“, hatte er ihr gesagt.
Eigentlich wollte er sagen: Was ist, wenn aufhöre zu verstehen, was es bedeutet dich zu lieben? Wenn ich vergesse, dich zu lieben?
Sie war so stark und mutig, seine Maron, und so wunderschön. Schlafend lag sie im Bett, die Decke sachte um ihren Körper gelegt.
Chiaki blickte auf seine Hände herab. In der einen Hand hielt er ein Messer, in der anderen Hand sein Pentagramm. Das silberne Metal sowie der dunkelrote Edelstein leuchtete im hellen Licht des Mondes. Er drehte es einige Male in der Hand und setzte für einen Moment die Messerspitze in die Mitte des Symbols an.
Sofort konnte er den schmerzlichen Druck der Spitze in seinem Inneren spüren.
Chiaki hob das Messer wieder an und der Schmerz war verschwunden. Er drehte den Anhänger um, sodass die metallische Rückseite nach oben gerichtet war. Wieder setzte er doch Messerspitze darauf an. Bis auf sein klopfendes Herz, war nichts zu spüren.
Er konnte die flüsternden Stimmen aus dem Wald in seinem Kopf hören. „Du befindest dich in diesem Käfig, Junge.“
Er dachte an dieses leere Gefühl zurück, welches er seit dem Zauber mit sich trug, ohne dass es ihm bewusst war. Wie ein Mensch, der von einem Dämon besessen war, sich die Seele auffressen ließ, ohne zu bemerken, woher sein Leid kommt.
Tief nahm Chiaki Luft und brachte die Klinge auf das Metall runter.  
***

Verschlafen wachte Maron auf, die Haare wirr zerzaust und die Lippen wund von letzter Nacht.
Benommen blinzelte sie einige Mal und strich sich ein paar Strähnen aus dem Gesicht.
Derselbe Traum..., ging es ihr nachdenklich durch den Kopf. Wieder hatte sie von ihrem toten Körper geträumt. Ein gewisses Unbehagen bildete sich in ihrer Brust.
Sie rollte sich auf die andere Seite und fand Chiaki fertig angezogen neben ihr vor. Er wirkte frisch geduscht und Maron konnte leichte Augenringe unter seinen Augen erkennen. Hatte er überhaupt geschlafen?, fragte sie sich.
„Morgen“, lächelte er sie an. Sie lehnte sich vor, um ihn einen Kuss zu geben.
„Morgen“, grinste sie und stand auf, „Warte kurz, ich mache mich auch schnell fertig.“
Chiaki grinste schief. „Ich warte schon seit Stunden.“ Augenrollend schmiss Maron ein Kissen nach ihm.
Kurz neckten die beiden sich bis Maron lachend ins Bad verschwand. Es war merkwürdig, wie Humor und die Fähigkeit zu Scherzen mit Emotionen zusammenhingen. Sie dachte, an den emotionslosen Chiaki zurück, dessen Humor schwarz und bitter war.
Fertig geduscht und umgezogen kam Maron wieder raus, als es in dem Moment an der Tür klopfte. Chiaki, der an der Wand angelehnt auf sie gewartet hatte, ging rüber und öffnete sie.
Nell stand mit einem ernsten Gesichtsausdruck vor ihnen. „Eine gute und eine schlechte Nachricht“, sagte sie, „Die Gute: Fin und Access sind wach. Die Schlechte: Dämonen kommen, also los!“
Sofort folgten die beiden ihr aus dem Palast.
Draußen angekommen, war das erste was Maron sah unzählige Engel, die sich kampfbereit aufgestellt hatten. Darunter erblickte sie auch Fin, die ihr zuwinkte. Maron rannte auf sie zu und umarmte ihre Partnerin stürmisch.
„Ich bin froh, dass es dir gut geht, aber solltest du dich nicht ausruhen?“, fragte sie Fin besorgt.
„Keine Sorge, ich bin fit wie ein Turnschuh“, zwinkerte die Grünhaarige ihr zu.
Hinter Fin tauchte Access auf, der Chiaki lässig zunickte. Anschließend blickten beide die Diebe ernst an.
„Es gibt einiges, was wir mit euch beiden zu bereden haben“, setzte Access an, „Doch leider ist das jetzt nicht der richte Zeitpunkt dafür.“
„Außerdem werden ich uns zur Erde zurückbringen, sobald die Situation sich hier beruhigt hat“, fügte Fin hinzu.
Maron und Chiaki nickten verstehend.
Plötzlich verdunkelte sich der Himmel. Eine dunkle Wolkendecke breitete sich über ihnen aus.
Bevor irgendwer sich gefasst machen konnte, kamen die ersten Dämonen runter und griffen die Engel an. Sofort verwandelten Maron und Chiaki sich und halfen den Engeln den Palast vor den Dämonen zu beschützen.
Minuten vergingen und die Zahl der Dämonen minderte sich kein bisschen.
Rücken an Rücken stand Jeanne und Sindbad und wehrten die gegnerischen Angriffe ab. Um sie herum kämpften Engel erbittert.
„Also als Gott sagte, dass Satan einige Dämonen geschickt hat-… da hatte er eindeutig untertrieben“, merkte Jeanne sarkastisch an.
„Sollte Noyn nicht auch hier sein?“, entgegnete Sindbad.
Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, hörten beide eine dunkle Stimme plötzlich sagen: „Suchst du nach mir?“
Die Kaitos wandten sich um und sahen Noyn, der hinter Nell stand und sie mit seinem einen Arm fest im Griff hat. Jeanne hörte, wie Sindbad der Atem stockte, wie versteinert stand er da, die blauen Augen auf Nell fixiert.
„Am besten bewegt ihr keinen Muskel, sonst drück ich ihr die Luft weg“, drohte Noyn, seine Hand fest um Nell’s Hals gelegt.  
Jeanne schrie in ihrem Inneren: Er kann sie nicht nochmal sterben sehen. Nicht nochmal! Niemand könnte sowas zweimal durchleben!
Nell’s ruhiger Blick wanderte von Jeanne zu Sindbad rüber. Es war keine Angst in ihrem Gesichtsausdruck zu erkennen.
„Wie ich sehe, bist du wieder dein vorheriges Selbst“, sagte Noyn mit dem Blick auf Sindbad gerichtet. „Ich weiß, was du dir selbst auferlegt hast.“ Ein boshaftes Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. „Ich habe den Zauber gespürt, als ich dich in der Hölle sah. Du bist wie ich. So wie ich meine Menschlichkeit abgelegt habe, so hast auch du deine abgegeben!“, lachte er vor Schadenfreude. „Ohne Empathie und Emotionen, wirst du zu einem Monster. Der Zauber mag hier zwar nicht wirken, Chiaki Nagoya, aber was passiert wohl, wenn du zurückkehrst? Was wirst du tun, wenn du die Gefühle, die du fühlst, nicht mehr aushalten kannst?”
„Halt dein Mund!“ Jeanne knirschte wütend mit den Zähnen. „Du hast keine Ahnung!“ Sie wandte sich an Sindbad, der keine Miene verzogen hatte. Ihr entging der stumme Blickkontakt zwischen ihm und Nell nicht.
Noyn lachte diabolisch.
Plötzlich, ohne dass der Dämon es mitbekam, holte Nell etwas kleines, spitzes aus ihren Ärmeln hervor und stach es ihm in den Arm.
Schreiend ließ Noyn von ihr los. Sofort entfernte der Engel sich von ihm und Jeanne stellte sich schützend vor ihr.
„Miststück“, zischte Noyn wütend. Er ging auf Jeanne zu, griff sie mit seinem Dolch an. Die Diebin wehrte ihn gekonnt ab. Trotz des einen Arms war er dennoch sehr stark.
Hinter ihn stand Sindbad, eine freie Hand nach oben halten. Jeanne verstand sofort, was er wollte.
Sie schob Noyn von sich, schlug ihm gezielt in den Bauch, ins Gesicht und kickte ihm schließlich die Waffe aus der Hand. Mit einer blitzschnellen Bewegung schnappte sie es sich und warf es Sindbad zu. Er fing den Dolch in der Luft auf.
Noyn drehte sich zu ihm um, doch ehe er reagieren konnte, hatte Sindbad ihm die Klinge schon in die Brust gerammt. Ein schmerzlicher Laut entkam dem Dämonenritter.
„Es ist nur fair, dass diese Klinge dich als ihr letztes Opfer hat“, sagte Sindbad.
Er zog den Dolch raus, Blut rannte ihm die Hand herunter. Regungslos stand er da, während Noyn wie eine lose Marionette zusammenbrach.  
Sindbad sah auf seinem sterbenden Körper herab. „Ich bin nicht wie du. Ich werde niemals so werden wie du“, fügte er leise hinzu und warf den blutigen Dolch neben seinem Besitzer ab.
Schweratmend atmete Jeanne ein und aus. Adrenalin schoss durch ihren Körper. Sie schaute sich um und sah, dass die Engel allmählich überhand gewannen.
„Jeanne!“ Die Angesprochene drehte sich zu Fin um, die mit Access zu ihr geflogen kam.
„Seid ihr unverletzt?“, fragte sie die Engel. Sie nickten.
Nach einigen Momenten war die Schlacht endgültig vorbei und der Himmel erhellte sich wieder. An jeder Ecke wurden Engel verarztet.
Jeanne sah, wie Access und Fin mit ihren Freunden sprachen und sich dann umarmten. Anschließend erstellten beide ein Portal.
„Es wird Zeit“, sagte Fin ihr, nachdem Access schon durchgeflogen war.
Dann fiel ihr ein, dass Sindbad nicht bei ihr war. Suchend drehte Jeanne sich zur Seite und sah, wie er mit Nell einige Schritte entfernt stand und ihr was zu sagen schien. Die Augen des Engels wurden groß und in der nächsten Sekunde schlang sie ihre Arme um ihn. Er drückte sie fest an sich. Ein breites Lächeln haftete auf Nell’s hübschen Gesicht, als sie sich lösten. Ebenso rollte ihr eine kleine Träne die Wange herunter.
„Chiaki.“ Jeanne ging auf die beiden zu und hielt Sindbad die Hand entgegen. Er nahm ihre Hand in seine.
„Beeilt euch, bevor es sich schließt“, sagte Nell hinter ihnen. Lächelnd winkte sie ihnen zum Abschied zu.
Gemeinsam standen sie vor dem Portal.
Sindbad sah Jeanne an-, die Augen leuchteten im Licht des Portals in einem hellen Meeresblau.
„Wir sehen uns auf der anderen Seite“, wisperte er ihr mit einem kleinen Lächeln zu. Jeanne nickte und zusammen traten sie hindurch.
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