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Insanity Love

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Access Time Chiaki Nagoya Fynn Fish Marron Kusakabe Miyako Toudaiji OC (Own Character)
30.07.2018
06.03.2020
34
130.375
16
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Dieses Kapitel
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22.08.2019 4.924
 
Chapter 25: As long as we exist…

Maron stand über ihrem eigenen toten Körper.
Es war dunkel und ein schwacher Wind wirbelte durch ihre Haare. In der Ferne konnte Maron Lichter von Wolkenkratzern sehen. Sie wusste, dass sie sich auf der Erde befand.
Sie konnte in der Ferne Stimmen hören, konnte allerdings nicht verstehen, was sie sagten.
Die Maron vor ihr lag auf dem Boden, und Blut war auf ihrem Gesicht, in ihren Haaren und auf ihren Klamotten verteilt. Leblos starrten ihre braunen Augen in den Himmel.
Maron kniete sich runter, um ihrem anderen selbst die Schulter zu berühren, als plötzlich der Boden unter ihr zu beben anfing und jemand nach ihren Namen rief.
Nach Luft schnappend wachte sie auf.
Für einen desorientierten Moment wusste sie nicht, wo sie war. Sie spürte Chiaki’s Arm um ihre Taille und blickte zu einem kaleidoskopartigen Morgenhimmel auf. Chiaki regte sich neben ihr, stöhnte leise im Schlaf. Allmählich kamen die Erinnerungen wieder und Maron’s Herzschlag beruhigte sich.
Nur ein Traum..., dachte sie sich, atmete einige Male tief durch.
„Alles okay?“, hörte sie Chiaki verschlafen sagen.
Maron blickte ihn an und dachte an die letzte Nacht zurück. Verlegen drehte sie sich weg.
„Nur ein Traum...“, murmelte sie und stand auf.
Chiaki setzte sich auf, warf ihr einen besorgten Blick zu und nickte. Sie war froh, dass er nicht näher nachfragte.
Wenige Minuten später hatten sich beide umgezogen.
Maron sah mit einem verzückten Lächeln auf ihr weißes Kleid herab. Dann warf sie Chiaki einen unauffälligen Blick zu, der ebenfalls von oben bis unten weiß trug und die Ärmel seines Shirts richtete.
„Ich muss sagen, Weiß steht dir gut“, merkte sie mit einem Schmunzeln an. Chiaki sah überrascht zu ihr rüber und dann zu Boden, nicht wissend was er darauf erwidern soll. Unbeholfen steckte er sich die Hände in die Hosentaschen.
„Ich will Fin und Access besuchen gehen. Kommst du mit?“, fragte Maron, als sie die Tür aufmachte und in den Korridor rausging.
„Klar“, entgegnete er ihr.
Gemeinsam liefen sie nebeneinander her, Richtung Krankenflügel. Dort angekommen sahen sie Toki und Cersia sowie zwei belegte Betten auf denen Fin und Access lagen.
„Wie geht es ihnen?“, fragte Maron besorgt, als sie auf Fin’s Bett zulief.
„Besser“, antworte Cersia.
„Bisher sind sie aber noch nicht aufgewacht“, sagte Toki bedauernd.
Chiaki und Maron machten beunruhigte Gesichtsausdrücke.
„Keine Sorge, das gehört zum Energietanken dazu“, beschwichtigte Cersia ihnen. „Fin zum Beispiel hatte schon immer einen etwas zu hohen Energiebedarf, weshalb es bei ihr immer etwas länger dauert.“
„Und Access schläft einfach gern“, grinste Toki.
Anschließend erzählten die Engel ihnen Geschichten über ihre Freundschaften mit Fin und Access. Gespannt hörte Maron zu und lachte ab und an sogar mit. Flüchtig warf sie Chiaki einen Seitenblick zu und sah, dass er ebenfalls lächelnd zuhörte.
Ebenso erzählten Cersia und Toki auch davon, wie Access zu einem gefallenen Engel wurde, was die Stimmung etwas kippte.
„Es ist ziemlich langweilig hier“, sagte Cersia nach einigen Momenten. „Ihr solltet rausgehen und die Stadt erkunden. Wir halten hier die Stellung.“
Toki nickte zustimmend.
„Uhm...“ Fragend sah Maron zu Chiaki rüber, der sorglos mit den Schultern zuckte.
„Sie haben recht. Wir sind schließlich auch nur einmal hier oben. Da sollten wir uns ein Bild vom Himmel machen“, sagte er.
„Okay“, nickte sie anschließend.
Nach einigen freundlichen Verabschiedungen verließen die beiden Diebe den Palast und liefen durch die Stadt.
Überall flogen Engel über ihnen und an ihnen vorbei. Ob jung oder alt.
„Ein bisschen komme ich mir dämlich vor“, kam es von Maron plötzlich.
„Wieso das?“, fragte Chiaki verwundert.
„Weil ich über drei Jahren mit Fin zusammengearbeitet habe und so wenig über sie wusste.“
„Ah... Da ist was dran. Peinlich ist das schon“, schmunzelte er. „Access und ich hatten daraus ein Geduldsspiel gemacht. Es wird solange über die Vergangenheit geschwiegen bis der erste die Geduld verliert und plaudert.“
„Auf sowas bescheuertes kommen auch nur Männer“, murmelte Maron augenrollend. Gerade passierten die beiden den Springbrunnen von gestern.
„All die Jahre habe ich mich gefragt weshalb er ein gefallener Engel wurde. Und jetzt wo ich den Grund weiß-…“ Theatralisch zuckte Chiaki mit den Schultern. „Ich hatte mir was spektakuläreres vorgestellt.“
Maron blieb stehen, verschränkte die Arme vor sich und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Einen Menschen für seine große Liebe zu töten, ist für dich nicht spektakulär?“
„Kommt drauf an. Schließlich wollte er sie beschützen. Andererseits ist es unter Umständen Mord. Findest du das etwa romantisch?“
„Eh… Ehm…Also-“
„Hm? Also?“, hakte Chiaki nach und beugte sie leicht zu ihr nach vorne.
„Uhm…“ Ihr Herz machte einen Sprung. Er war ihr zu nah.
„K-Keine Ahnung!“, stotterte Maron und warf genervt ihre Arme in die Höhe. Dabei stieß sie ihn von der Seite an und schubste ihn unbeabsichtigt in den Springbrunnen rein. Erschrocken sah sie, wie Chiaki mit einem großen, lauten Platsch ins Wasser fiel.
„Ohje! Bist du o-“, wollte sie fragen, als sein Kopf aus dem Wasser kam. Die Worte blieben ihr jedoch im Halse stecken, als sie Bilder -so klar und deutlich- wie ein Film vor ihrem geistigen Auge sah.
Es war Nacht und sie sah sich als Jeanne mit Sindbad auf dem Dach eines Gebäudes. Der Vollmond strahlte im hellen Licht über ihnen. Was Maron erstaunte war, dass Sindbad einen weißen Mantel trug, statt einen schwarzen sowie ein Tuch, welches seine untere Gesichtshälfte verbarg. Ebenso trug sie selbst ein anderes Kostüm. Beide diskutierten miteinander.
„Also, wie lautet deine Bitte?“, frage Jeanne ungeduldig.
„Machst du auch wirklich alles?“, kam es als Gegenfrage von ihm zurück.
„Ich frage dich nicht nochmal!“
Im nächsten Moment sah Maron, wie Sindbad Jeanne’s Handgelenkt packte, geschickt das Tuch herunterschob und sie zu einem Kuss heranzog. Diesen Kuss bei Mondlicht zuzusehen, ließ ihr Herz für einen Moment schneller schlagen.
„Ich will, dass du mit den stehlen aufhörst“, hörte sie Sindbad letztlich sagen, als die Bilder genauso plötzlich verschwanden wie sie gekommen waren.
Maron blinzelte einige Male und sah wieder Chiaki vor sich, der immer noch im Brunnen saß, von oben bis unten durchnässt. Ihre Blicke trafen sich und Maron bemerkte, wie seine Wangen sich verlegen rot färbten. Sie erkannte, dass er dasselbe gesehen haben muss, wie sie. Sie spürte, wie ihr Gesicht ebenfalls rot wurde. Der Begriff ‘Paralleluniversum’ ging ihr wieder durch den Kopf.
Hmm…
Hustend stand Chiaki auf und stieg aus dem Brunnen raus.
„Ich habe etwas Wasser geschluckt...“, sagte er. Seinem Gesichtsausdruck zufolge schien er zu ahnen, dass sie dieselbe Vision hatte.
Maron nickte verstehend.
„Bist du okay?“, fragte sie mit einem entschuldigenden Lächeln. „Das war vorhin keine Absicht.“
Er winkte unbesorgt ab. „Keine Sorge. Du hattest mich schon schlimmer fertig gemacht“, grinste Chiaki und zwinkerte ihr zu.
„Weißt du...Auch wenn ich es dir heute schon mal gesagt habe-“ Ein leichtes Kichern entkam ihr. „Aber die Farbe Weiß steht dir wirklich gut.“ Maron lächelte ihn aufrichtig an.
Sprachlos starrte er sie an. Wasser triefte ihm herunter.
Plötzlich kam Nell mit einem Handtuch in der Hand zu ihnen angeflogen. „Ich flog gerade vorbei und habe gesehen, was passiert ist“, sagte sie schmunzelnd und überreichte Chiaki das Tuch.
„Und ein Handtuch hattest du auch zufällig dabei?“, fragte er mit hochgezogener Braue und nahm es mit einem knappen Danke an. Er setzte sich am Rande des Brunnens hin und trocknete sich die Haare.
Maron wollte etwas sagen, als unerwartet eine kleine Gruppe von Engeln -wohleher Kinder- auf sie zu gerannt kamen.
„Was seid ihr denn für Engel?“, fragte ein Junge. „Wieso habt ihr keine Flügel?“
„Eh... Ehm...?“, starrte Maron die Kinder mit großen Augen an.
„Also, kids“, kam es von Nell mit etwas Strenge, „Erstens: sowas fragt man nicht einfach so. Und zweitens: das sind Maron und Chiaki. Und die beiden sind Menschen von der Erde, keine Engel.“ Die Hände hatte sie an den Hüften gestemmt.
Die Augen der Kinder wurden riesengroß und machten faszinierte Oooohs und Aaaahs. „Wirklich? Du bist ein richtiger Mensch?“, fragte ein Mädchen an Maron gewandt.
Diese nickte mit einem süßen Lächeln. „Spielst du mit uns?“, kam es von den Engelskindern im Chor.
Leicht überfordert sah die Braunhaarige zu Chiaki rüber, der nur schief grinste. Das Handtuch hatte er sich um den Nacken gelegt. „Ich warte hier.“
Auch Nell machte eine genehmigende Geste. „Ein bisschen Spaß schadet nicht.“
„Oh, ehm, okay“, sagte Maron an die Kinder gewandt, die vor Freude jubelten. Ehe sie reagieren konnte, wurde sie schon an beide Händen gepackt und einige Meter entfernt zu einer kleinen Wiese gezogen.

„Süß, nicht?“, hörte Chiaki Nell kichern, „Irgendwie auch traurig. Wenn Kinder in ihren jungen Jahren sterben, werden sie als Engel im Kindesalter auch wiedergeboren. Sie sterben unschuldig und leben unschuldig weiter. Ohne eine Chance richtig erwachsen zu werden.“
Ihre Stimme bekam einen melancholischen Ton.
Chiaki nickte geistesabwesend. Schweigend beobachtete er, wie Maron lachend mit den kleinen Engeln spielte und tanzte.
Automatisch dachte er an den gestrigen Kuss zurück. Sie verhielt sich normal ihm gegenüber und dennoch wusste er nicht, wo und wie sie zueinander jetzt standen. Er konnte eine gewisse, emotionale Distanz zwischen ihnen spüren.
Natürlich hatte er die Kluft zwischen ihnen selbst verursacht. Er wollte ihr auch Zeit geben. Doch waren vierundzwanzig Stunden genug?
Die Sehnsucht und die Liebe nach ihr schmerzte in seiner Brust. Nicht nur seelisch, auch körperlich. Sie schnitt tiefer als die schärfste Klinge auf der Welt.
Es war nicht einfach zu fühlen. Es war nicht leicht zu lieben. Es bestand die Alternative sich komplett von der Welt abzuschotten und sein Herz zu leeren. Doch diese Alternative war nicht menschlich. Das wusste er jetzt.
Chiaki war so in seinen Gedanken vertieft, dass er nicht bemerkte, wie Nell sich neben ihn hinsetzte.
„Warum das lange Gesicht?“ Ihre Stimme ließ ihn hochschrecken.
Stöhnend fuhr er sich mit beiden Händen über das Gesicht. „Habe nur nachgedacht“, beantwortete er ihre Frage.
„Sieht man.“ Nell neigte neugierig den Kopf. „Über Maron?“
„Unter anderem...“, seufzte er.
„Worüber noch?“
Chiaki presste sich zögernd die Lippen zusammen. Er war sich nicht sicher, ob er mit ihr darüber reden will. Doch ein Teil von ihm, wollte mit ihr darüber reden. „Ich habe viele Fehler in meinem Leben begangen…“, setzte er an.
„Und du kannst dir nicht verzeihen“, vollendete Nell ruhig.
Er nickte bestätigend. „Ich weiß auch nicht, ob Maron mir verzeihen kann.“
Nell blickte zu Maron rüber, die herzhaft mit den Kindern lachte.
„Weißt du es gibt einige Dinge die Engel und Menschen gleich haben. Wir treffen Entscheidungen, die wir am Ende bereuen. Wir haben die Kapazität unendliche Fehler zu machen und wir haben die Kapazität unendliche Male zu verzeihen“, sagte sie in einem sanften Ton. „Wenn sie dir gestern nicht verzeihen konnte, dann heute. Wenn nicht heute, dann morgen.“ Nell schaute ihn aufmunternd an. „Sie wird dir auf jeden Fall verzeihen. Dem bin ich mir sicher.“
„Vielleicht.“ Chiaki ließ einen langen Seufzer aus. „Diese Gefühle, die ich für sie empfinde, …die sind so überwältigend. Im positiven sowie im negativen Sinne.“
„Die Liebe… Beschreib es mir“, bat Nell ihn plötzlich, „Beschreib mir, wie es sich anfühlt, jemand zu lieben.“
„W-Wieso?“
„Wieso nicht?“ Interessiert blickten ihre Augen in seine. Chiaki wusste zuerst nicht, wie er darauf reagieren sollte. Er überlegte für einen Augenblick nach den richtigen Worten.
„Wenn du jemanden liebst, dann wird er nicht nur zu einem Bestandteil deines Lebens, sondern auch zu einem Bestandteil deiner Selbst. Ihre Berührungen bleiben auf deiner Haut und ihre Stimmen bleiben in deinen Ohren und ihre Gedanken bleiben in deiner Seele. Ihre Albträume tun dir im Herzen weh und ihre guten Träume sind auch deine guten Träume. Und du weißt, dass sie nicht perfekt sind, aber du kennst ihre Fehler und die schrecken dich nicht zurück. Vielmehr noch, du liebst sie mehr dafür. Ihre Unvollkommenheit macht sie vollkommen. Du willst sie. Du willst— “
Chiaki stoppte sich, als er Nell’s breites Grinsen bemerkte. Verlegen räusperte er sich und sah weg, das Gesicht mit einer leichten Schamesröte gezeichnet.
„Du liebst sie so sehr“, lächelte sie. „Maron kann sich glücklich schätzen.“
Schweigend rieb er sich den Nacken, die Lippen zu einem Strich zusammengepresst.
Einige Minuten saßen beide stillschweigend nebeneinander bis Chiaki sich erhob. „Ich muss was erledigen. Sagst du Maron, dass ich sie in unserem Zimmer wiederseh’?“
Verwundert sah Nell zu ihm auf und nickte bejahend.
Gerade als er sich abwenden wollte, spürte Chiaki, wie er am Ärmel festgehalten wurde.
„Warte.“ Fragend blickte er zu Nell runter. Sie zögerte kurz, als sie schließlich fragte: „Kanntest du mich in meinem früheren Leben?“ Die Frage kam für ihn überraschend. Sein Gesicht verlor leicht an Farbe. „Du schaust mich immer so an…“, merkte Nell an und vergrub augenblicklich ihr Gesicht in beiden Händen. „Obwohl - es war dumm von mir zu fragen. Es ist besser, wenn ich es nicht weiß“, schüttelte sie den Kopf.
„…Wieso fragst du dann?“, fragte Chiaki, versuchte seine Stimme eben zu halten.
Nell blickte ihn mit einem unsicheren Ausdruck an. „Weil ich den Schmerz in deinen Augen sehe“, sagte sie und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Er zwang sich bei der Berührung nicht zusammenzuzucken. Seine Hände ballten sich zu Fäusten, sein Hals schnürrte sich zusammen. So gerne wollte er ihr sagen, dass sie Midori Nagoya war. Dass sie seine Mutter war. Doch er konnte nicht. Er konnte sich nicht dazu bringen. Er brachte die Worte nicht über die Lippen.
„Wer auch immer ich in deinem Leben war… Ich will, dass du deinen Frieden über den Verlust findest. Bestimmt hatte ich ein glückliches Leben. Genauso glücklich wie ich jetzt hier bin“, sprach sie bestimmt auf ihn ein.
Chiaki machte den Mund auf und wieder zu. Eindringlich blickte er in ihre Augen. „Was wäre, wenn ich erst Frieden finden kann, wenn-…wenn...“ Er brach ab.
„Wenn was?“
„Vergiss es.“
Damit machte er am Absatz kehrt und ging, ließ den Engel erstaunt zurück.

Gezielt lief Chiaki durch den Palast und blieb vor einer großen Tür stehen. „Ich würde gerne mit Gott sprechen“, sagte er zu Rill.
Dieser öffnete die Tür und trat mit ihm ein.
„Ich habe dich erwartet, Chiaki“, sagte Gott.
Wortlos sah der Blauhaarige zum Podest auf und anschließend zu den Engeln, die um ihn herumstanden. Wie als wüsste Gott was Chiaki wollte, sagte er: „Lasst uns bitte allein.“
Sofort verließen Rill und alle Wachen den Saal.
Für eine Weile herrschte Stille, bis der Blauhaarige sie durchbrach: „Du weißt, wieso ich hier bin.“
„Hmmm.“, kam es vom Herrn bestätigend. „Und du willst meine Hilfe.“
Chiaki nickte. „Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Zauber, den ich mir auferlegt habe, immer noch wirkt, sobald wir zu Hause sind...“
„...Das ist dunkle Magie, die du angewendet hast“, sagte Gott ernst, „Da können weder ich noch die mächtigsten Erzengel was dagegen tun.“
„Natürlich“, murmelte Chiaki trocken. Mit so einer Antwort hatte er gerechnet. „Angenommen, ich bleibe der Alte... Dann wird der Fluch wieder auf uns lasten.“
„Ja.“
„Und du würdest nichts dagegen tun, um uns aus dieser misslichen Lage zu helfen?“, fragte Chiaki sarkastisch mit hochgezogener Augenbraue. „Ich meine, schließlich besteht die Gefahr, dass wir uns gegenseitigen umbringen können. Und dann sehen deine Gewinnchancen gegen Satan schlecht aus.“
„… Es gibt nur drei Dinge zu der ich fähig bin“, sagte Gott nach einigen Momenten, „Menschen eine Seele geben, über diese Seelen wachen und die Atmosphäre bewegen.“
„Warum bist du überhaupt Gott?!“, platzte es aus Chiaki heraus. „Okay. Schön. Du hast diese Welt erschaffen, gibst uns das Leben und veränderst das Wetter. Aber was das ‚über die Seelen wachen‘ angeht, machst du einen schlechten Job!“
„Chiaki...“
„Wie viele Menschen beten wohl zu dir und hoffen dass du ihnen hilfst, ihnen ihre Wünsche erfüllst-... Wenn du dabei nur tatenlos zuschaust?“
„Hier geht es um mehr als nur den Zauber oder den Fluch“, stellte Gott ruhig fest.
„Klar, geht es um mehr!“, kam es von Chiaki wutentbrannt, „Menschen werden unfreiwillig aus dem Leben gerissen und du kannst nichts dagegen tun!“
Sekunden, Minuten, vergehen in der niemand was sagte.
„Es tut mir leid, dass du leiden musstest…“, sprach Gott schließlich, „Genauso tut es mir leid, was du und Maron durchstehen müsst. Ich kann verstehen, dass du dich machtlos fühlst. Genauso machtlos, wie ich mich in vielen Situationen fühle. Allerdings muss ich sagen, dass das Schicksal weder in meinen Händen noch in die des Teufels liegt – sondern in deinen. Ich hoffe, du kannst das verstehen.“
Wortlos hielt Chiaki sich die Hand vor das Gesicht und setzte sich zu Boden. Frustriert fuhr er sich einige Male durch die Haare.
„Ich verstehe schon“, sagte er resigniert, „Du kannst keine Wünsche erfüllen oder Wunder vollbringen. Wir müssen uns selbst helfen und es liegt in unserer Hand etwas zu verändern. Es sind unsere Entscheidungen, die unser Leben ausmachen. Seien die gut oder schlecht – wir müssen lernen mit den Konsequenzen umzugehen.“
Er seufzte tief aus, senkte seine Hand und sah zu Gott auf. „Entschuldige meinen Ausbruch. Ich... Ich fühle mich einfach nur verloren.“ Ebenso wollte er sagen, dass er sich gefangen fühlt. Wie in einem Käfig.
„Verloren bist du erst, wenn du alleine bist. Doch du bist nicht alleine. Freunde und Familie stehen zu dir“, erwiderte Gott in einem verständnisvollen Ton, „Besonders Maron steht zu dir.“
„Maron?“ Chiaki lachte bitter auf. Der Gedanke an sie, versetzte ihm einen schmerzhaften Stich ins Herz. „Das bezweifle ich. Ich habe ihr viel zu sehr wehgetan...“, sprach er leise.
„Dennoch müsst ihr einander vertrauen“, sagte Gott, „Glaube an das Gute in ihr und dann kannst du auch an das Gute in dir vertrauen.“
Chiaki ließ sich die Worte auf sich wirken. Maron war alles Gute in ihm, dachte er sich. Alles, was hell leuchtete und seine Sünden überstrahlten.
„Du solltest zu ihr gehen“, sprach der Herr sanft. „Es ist schon spät und morgen wird ein langer Tag werden.“
„Morgen? Ahnst du etwas?“
„Ja.“
Nickend erhob sich Chiaki und verließ Gottes Saal.
***

„Dekorierst du um?“
Maron drehte sich überrascht zu Chiaki um, der das Schlafzimmer betrat. Er wirkte erschöpft, die Haare standen ihm etwas ab.
Sie blickte sich um. An allen Ecken hatte sie Blumen verteilt, die die Kinder ihr gegeben hatten. „Das Motto ist Blumengarten“, entgegnete sie scherzhaft.
Kichernd ging Chiaki ins Bad. Maron konnte das Wasser laufen hören.
Sie hatte sich schon Bettfertig gemacht und sich eines der Männer-Hemden im Kleiderschrank geliehen. Wie ein Nachthemd trug sie es über ihrer Unterwäsche. Nicht unbedingt sexy, aber komfortabel, dachte sie sich schulterzuckend.
Maron setzte sich auf das Bett hin, lehnte sich mit dem Rücken an das Kopfende an und blickte zum Bad rüber. Sie verkniff es sich Chiaki zu fragen, ob er okay sei. Sie wollte ihn fragen, wo er gewesen war, doch es war besser, dass er es ihr von selbst erzählte.
Mit Herzklopfen hatte sie auf ihn gewartet. Auf den Weg zurück hatte sie sich ein wenig mit Nell unterhalten, doch die innere Anspannung in ihrer Brust ließ nicht los.
Als Chiaki aus dem Bad wiederkam, waren seine Haare und sein T-Shirt feucht und er wirkte wacher als vorher. Maron vermutete, dass er sich Wasser ins Gesicht gespritzt hat.
„Die sehen hübsch aus“, sagte er, als er die Blumen betrachtete. Er lächelte ein Lächeln, welches seine Augen nicht erreichte. „Maron, ich muss dir was sagen.“
Sie richtete sich auf. Ihr Herz klopfte laut auf, doch sie zwang sich eine ruhige Miene beizubehalten.
Chiaki setzte sich auf die Bettkannte hin und sah zur Decke auf. Eine sternenklare Nacht war projiziert. Die Sterne funkelten um die Wette.
„Ich war eben bei Gott”, offenbarte er. Geduldig wartete Maron darauf, dass er weitersprach. „Ich hatte gehofft, dass er uns irgendwie helfen kann. Doch leider sind wir auf uns alleine gestellt.“
„Nun ja... nicht wirklich allein“, erwiderte Maron sanft. Sie hatte vermutet, dass der Herr ihnen nicht beistehen konnte. „Wir haben uns. Wir stehen das gemeinsam durch.“
Etwas in seinen Augen veränderte sich. Sie konnte es nicht deuten.
Einige lange Sekunden vergingen, bis Chiaki wieder zu Wort kam.
„Maron... Ich habe mir diesen Bann auferlegt, weil ich Angst hatte“, sagte er, seine Stimme zitterte, „Beziehungsweise immer noch Angst habe...“
Maron sah ihn an, wartete darauf, dass er weitersprach.
„Nämlich dich zu verlieren“, sagt er. „Du bist die einzige Person, die ich so liebte und ich weiß, du wirst die einzige sein, die ich so lieben werde. Ohne dich bin ich nicht ich selbst, Maron. Du bist ein Teil von mir, welche ich nicht aus mir entfernen kann. Das wäre gleichbedeutend, wie wenn man mein Herz herausschneiden würde - und ich mag mich ohne mein Herz nicht. Das weiß ich jetzt.“
„Chiaki“, wisperte Maron.
Mit einem beschämten, zugleich verletzlichen Gesichtsausdruck blickte er runter. „Nun... es sei denn, du empfindest nicht mehr so für mich...“, sagte er, „Ich kanns dir nicht verübeln, wenn du aufgehört hast mich zu lieben, während ich unter dem Bann stand.“
„Ich schätze, damit wäre das Problem mit dem Fluch gelöst“, sagte sie, ohne nachzudenken.
Chiaki zuckte zusammen.
Schnell krabbelte Maron auf dem Bett zu ihm rüber. Sie kniete sich vor ihm hin und reichte nach seiner Schulter. Er drehte seinen Kopf, um sie anzusehen. Er sah sie an, wie als würde er in die Sonne blicken.
„Chiaki...“, sagte sie, „Ich war wütend auf dich. Du hattest mir gefehlt. Aber ich habe nie aufgehört dich zu lieben.“ Sachte strich sie mit der Rückseite ihrer Hand über seine Wange. Die Bilder ihres Traumes blitzten vor ihren inneren Augen auf, ein leichter Schauer lief ihr über den Rücken, doch sie ließ sich nichts anmerken.
„Glaubst du an Paralleluniversen?“, fragte sie plötzlich.
Fragend sowie verwundert zog er die Brauen zusammen.
„Glaubst du daran, dass es irgendwo Versionen von uns gibt, die keine Feinde sind? Die auf derselben Seite kämpfen? Oder in der die Situation umgedreht ist, dass ich für den Teufel arbeite und du für Gott? Oder in einer Welt leben, völlig ohne Dämonen und mit harmlosen Alltagssituationen, wie eine Matheprüfung oder Steuererklärung zu kämpfen haben?“, sprach sie weiter, „Und egal, was wir machen und wo auch immer wir existieren... glaubst du, dass wir in all diesen unendlichen Alternativen uns lieben und zusammen sind?“, fragte sie eindringlich. „Ich glaube nämlich daran. Solange du existierst und ich existiere, werde ich dich lieben. Ich werde dich immer lieben.“
„Maron.“ Er stieg aufs Bett und kniete sich ihr gegenüber hin. In der Position war sie einen Kopf kleiner als er. Er berührte ihre Haare, strich sie über ihre Schulter nach vorne. Seine Augen blickten tief in ihre. „Ich weiß nicht, was passieren wird, wenn wir zurückkommen“, sagte er, „Ich weiß nicht, ob ich der Alte bleiben werde, oder nicht. Doch egal was kommt, ich werde an deine Worte denken. Ich werde mich an sie erinnern und wissen, dass ich dich genauso liebe und immer lieben werde.“
Tränen brannten in ihren Augen. „Ich kann’s gerne nochmal wiederholen. Damit du’s doch nicht vergisst.“
„Nicht nötig.“ Sanft strich er über ihre Wange. „Ich werde mich für immer daran erinnern wie du aussahst, als du es sagtest.“
„Da wünsche ich mir jetzt, dass ich was Attraktiveres angehabt habe“, scherzte sie mit einem nervösen Lachen.
Seine Augen verdunkelten sich vor Verlangen.
„Glaub mir, es gibt nicht heißeres, als dich in meinen Hemden zu sehen“, grinste er. Sachte berührte er den Kragen des Hemdes. Eine Gänsehaut überkam sie. Seine Stimme war tief und rau. „Es gibt niemanden, die ich so begehre wie dich.“ Seine Finger fuhren ihren Schlüsselbein entlang bis zu ihrem Halsansatz.
„Chiaki...“
Für einen Moment zögerte Chiaki. Maron spürte wie ihre Wangen erröteten. Er schluckte. „Lass mich-“, sagte er und stoppte sich, „Darf ich dich küssen?“
Anstatt zu nicken, lehnte sie sich nach vorne und presste ihre Lippen auf seine. Es war ein heißer, fordernder Kuss, sie schlang ihre Arme um seinen Hals und nippte an seiner Unterlippe.
„Ich will dich, Maron“, wisperte er, als sie sich lösten. Er öffnete den obersten Knopf des Hemdes auf, entblößte dabei ein kleines Fleckchen ihrer Haut. Er sah zu ihr auf und sie nickte, wisperte unhörbar: Ich will es auch. Ja, ich will dich.
Er küsste sie leidenschaftlich, ihre Zungen trafen aufeinander.
„Ich liebe dich. So sehr“, sagte er. Seine Finger glitten nach unten. Ein weiterer Knopf öffnete sich, die Wölbung ihrer Brüste kamen zum Vorschein. Seine Pupillen verdunkelten sich.
Ein Schaudern überkam Maron, wie als würden Engelsfedern über ihre Haut streichen. Sie reichte nach seinem T-Shirt und zog es ihm über den Kopf. Ihre Hände glitten von seiner Brust zu seiner Gürtellinie herab, strichen sachte über sein Haut.
Chiaki’s Augen beobachteten sie dabei und augenblicklich küssten sie sich wieder. „Ich liebe dich heute...“, wisperte er gegen ihre Lippen.
Seine Finger öffneten nach und nach weitere Knöpfe bis schließlich das Hemd vollständig auf war und er es ihr von den Schultern schob. Unmerklich rutschte es ihr die Arme herunter. Seine Augen blickten gierig in ihre, doch seine Hände waren vorsichtig und sanft. Er streichelte ihre nackten Schultern, küsste jeden Zentimeter freie Haut, wanderte mit seinen Lippen den Pfad zwischen ihren Brüsten entlang. Sachte schob er den Träger ihres BHs von den Schultern.
Ihr Atem beschleunigte sich.
„Ich liebe dich morgen...“, murmelte er gegen ihre Haut.
Maron ließ sich nach hinten zurückfallen, zog Chiaki dabei mit sich, sodass er über ihr war. Sein Gewicht drückte sie in die weiche Matratze rein. Seine Finger fanden sich unter ihrer Taille wieder und er küsste sie intensiv. Sie strich ihre Finger durch seine Haare.
Ohne Hast entledigten sie sich ihren Klamotten. Bei jedem neue bisschen freie Haut folgten ehrfürchtige Berührungen und heiße Küsse.
Ihre Hände wanderten von seinem Rücken zu seiner Brust und tasteten sich jeden einzelnen Muskel herab, was ihn zum Seufzen brachten. Sie öffnete seine Hose, schlüpfte mit ihrer Hand rein. Stöhnend lehnte er seine Stirn an ihrer Schulter. Verschmitzt grinste sie ihn an, als er aufsah. Im nächsten Moment kickte er seine Hosen weg.
Er nahm ihre Handgelenke und fixierte sie mit einer Hand über ihren Kopf. Wiedermals trafen ihre Lippen aufeinander „Ich liebe dich für immer“, flüsterte Chiaki.
Maron nickte. „Heute. Morgen. Für immer...“, hauchte sie gegen seine Lippen, bevor sie sich erneut küssten.
Sie konnte ihn hart gegen ihren Körper spüren. Immer wieder murmelte sie unter küssen seinen Namen und er wisperte ihr, dass er sie liebte.
Nach einer Weile ließ er ihre Hände los und seine Finger strichen jede Kurve und jede Wölbung ihres Körpers entlang, ließen keinen Zentimeter aus.

Chiaki spürte, wie sich Maron’s Körper nach ihm sehnte. Ihre Lippen küssten gierig seine und sanft strich ihre Zunge über seinen Mund.
Glück, Liebe und Verlangen dominierten in ihn.
Er vernahm den süßen Duft ihrer Haut, küsste sie erneut, wanderte unter Küssen ihren Hals herab bis zu ihrem Nacken. Sie seufzte. Ihre Hände krallten sich in seinen Haaren fest und seine befanden sich auf ihren nackten Brüsten. Erneut seufzte sie erregt auf, was ihn allein schon nahezu den Verstand raubte. Er spürte, wie sie sich unter ihm regte und sich an ihn rieb, während er sie liebkostete, was ihn zum Stöhnen brachte.
Nur sie hatte eine solche Macht über ihn.
Sein Mädchen.
Seine Maron.
Seine Lippen wanderten von ihren Brüsten zu ihrem Bauch herab und noch weiter runter.
Sie stöhnte seinen Namen. Seine Hände wanderten unter ihren Beinen herab und seine Finger tasteten sich ihren Oberschenkeln hoch.
Der Druck ihrer Hände auf seinem Hinterkopf erhöhte sich. Ihr Atem wurde schneller und schneller. Ihre Stimme wurde von Sekunde von Sekunde, in der er sie mit seinen Lippen, seiner Zunge und Fingern folterte, verwöhnte und liebkostete, lauter.
Verdammt, er wollte sie - er war hungrig nach ihr. Doch er wollte auch nichts überstürzen, weshalb es sich zwang für einen Moment aufzuhören. Er zog sich etwas zurück, um sie anzusehen. Seine dunklen Augen bekamen einen verträumten Blick.
Sie war so wunderschön. Er hatte sie bei Nacht gesehen, bei Tag, mit Make-Up und ohne, die Haare hochgebunden und ungewaschen. Er hatte sie in Jeans gesehen sowie in Seide gehüllt. Er hatte sie als normales Mädchen gesehen als auch als Diebin. Ob als Maron oder als Jeanne – mit Freude könnte er den Rest seines Lebens damit verbringen sie anzuschauen.
Und nun lag sie in nichts vor ihm. Die Wangen purpurn gefärbt, die Haut schimmernd, die Lippen rot und geschwollen vom Küssen, die Augen dunkel vor Begierde und Lust.
Wer war dieses Mädchen, die ihm das alles erlaubte?
Und wie hatte er sie verdient?
Wie hatte er einen Engel, wie sie verdient?
Eine Hand auf seine Wange ließ ihn leicht zusammenzucken. Große braune Augen blickten in seine.
„Küss mich“, bat sein Engel ihn und er tat es, wagte dabei nichts anderes zu tun. Sein Herzschlag erhöhte sich mit jedem Kuss, genauso wie das Verlangen nach einander.

Jeder Kuss war anders und Maron verlor sich in ihnen.
Ihre Beine schlangen sich um ihn, ließen nicht von ihm los. „Chiaki...“, wisperte sie. Seine Lippen streiften ihrer Wange, ihre Haare, als er sich in sie bewegte. Sein Blick ließ ihren dabei nicht los. Genauso wenig, als er sie mit sich hochzog, sodass sie auf ihn saß.
Seufzend und stöhnend legte sie ihre Arme um ihn. Sie spürte seine starken Arme auf ihrem Rücken, die sie festhielten. Anschließend nahm er ihr Gesicht in beide Händen, küsste sie, während er sich vorsichtig und langsam bewegte.
Keuchend vergrub sie ihr Gesicht in seine Halsbeuge. „Ich liebe dich“, hauchte sie ihm immer und immer wieder ins Ohr, „Ich liebe dich so sehr.“

Danach lag Maron eingerollt in Chiaki’s Armen. Atemlos. Seine Wangen waren gerötet, Schweiß schimmerte auf seiner Haut, die Haare in alle Richtungen stehend. Mit einer Hand nahm er ein paar Strähnen ihrer Haare und ließ sie durch seine Finger gleiten.
„Heute. Morgen. Für immer, Maron...“, sagte er und presste seine Lippen liebevoll auf ihre Stirn.
Maron schloss ihre Augen, als sie flüsterte: „Für immer...“
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