Under Grey Skies

GeschichteDrama, Romanze / P18
30.07.2018
16.05.2019
40
52015
12
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Lg Aria

„Du siehst besser aus“, sagte Viola am nächsten Tag. „Ich denke, du kannst die Krankenstation verlassen.“ „Das freut mich zu hören“, entgegnete Friederike. „Ich bin fast wahnsinnig hier geworden. Außerdem möchte ich meine Tochter wieder um mich haben.“ „Das verstehe ich.“ Die Rote stand auf und wandte sich zum Gehen. „Friederike, ich muss dir noch was sagen.“ „Und was?“, wollte diese wissen.

Die Schiffsärztin sah sie matt an. „Im Laufe dieses Tages erreichen wir Land.“ „Oh“, sagte die Brünette. Also war es soweit. Der Zeitpunkt das Schiff zu verlassen, war gekommen. Der Moment auf den sie lange gewartet hatte. Bis jetzt. „Friederike“, sagte Viola und schaute etwas besorgt. „Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung für dich und Mara ist.“ Friederike senkte den Kopf. „Ich kann Mara nicht weiter so einer Gefahr aussetzen.“

„Und deine Gefühle?“, erwiderte Viola. „Was ist mit denen?“ „Maras Wohl steht an erster Stelle“, entgegnete Friederike. „Danach komme ich dran.“ „Aber auch du bist wichtig! Denk an deine Gesundheit!“ „Das tue ich, Viola. Das tue ich wirklich.“ „Sicher bin ich mir nicht.“ Friederike stand auf. „Jedenfalls danke ich Niles und dir für die Umsorge.“ „Nicht dafür, meine Liebe.“

Nach einer Dusche und in frischen Klamotten ging Friederike an Deck. Das Licht der Sonne blendete sie zuerst, gewöhnte sich aber schnell wieder daran. Drei Tage die Sonne nicht zu sehen war nicht gerade schön. Die Whitebeardpiraten erblickten die Brünette und schenkten ihr ein freundliches Lächeln. Jeder war froh, dass es ihr wieder besser ging. „Willkommen zurück, meine Liebe“, sagte eine Stimme.

Friederike wirbelte herum und sah Whitebeard, der auf seinem Thron saß und breit lächelte. „Es freut mich zu sehen, dass du wieder fit bist“, sagte der alte Kaiser und schwenkte seine Sakeflasche. „Ich nehme an, du weißt schon Bescheid?“ Die Brünette nickte. „Ja.“ „Es dauert noch zwei Stunden bis wir die Insel erreichen.“ „Ich danke dir schon mal im Voraus, dass Mara und ich hier sein durften.“ „Das kannst du auch später.“

Whitebeard lächelte breit. „Ich glaube, jetzt ist was anderes dran.“ Gepolter ertönte auf den Planken. „Mami!“, rief Mara und rannte in ihre Mutter hinein. Friederike ging auf die Knie und umarmte sie fest. „Hallo, meine kleine Maus.“ „Ich hab dich vermisst, Mama.“ „Ich dich auch, mein Schatz. Sehr sogar.“ Mara ließ von ihr ab. „Bist du wieder gesund, Mama?“ Friederike lächelte. „Es geht mir wieder gut, Mara. Sonst hätten Niles und Viola nicht gesagt, dass ich gehen kann.“

Das kleine Mädchen, als hätte es verstanden. „Gut.“ Friederike schaute sich um. Wo steckte Ace? „Wieder unter den Lebenden?“, fragte eine Stimme. Sie hob den Kopf. Der, an den sie gerade dachte, stand vor ihr. Die Brünette stand auf. „Ja, wie du siehst. Es geht mir wieder gut.“ Ace lächelte. „Da bin ich erleichtert.“ Allein, dass Friederike sein Lächeln sah, begann ihr Herz schnell zu schlagen und merkte, wie ihr Blut in die Wangen schoss.

Mara zupfte an Ace‘ Hose. „Fährst du mit mir raus, Ace?“ Dieser schmunzelte. „Immer mit der Ruhe. Der Striker läuft dir nicht weg.“ Friederike hob die Augenbrauen. „Wie bitte?“ „Keine Angst, ich fahre nicht zu schnell“, versicherte der zweite Kommandant ihr. „Ich fahre kindergerechte Geschwindigkeit.“ „Kindergerechte Geschwindigkeit?“ Friederike wusste nicht wirklich, was sie von diesem Wort halten sollte.

„Ist das für dich in Ordnung?“, sagte Ace und sah sie dabei an. Die Brünette nickte. „Ja. Ja, es ist okay.“ „Dann hast du nichts dagegen?“, wollte Mara wissen und ihre Augen funkelten vor Freude. Friederike lächelte. „Nein, Schatz. Solange Ace aufpasst, brauche ich mir keine Sorgen um deine Sicherheit zu machen.“ Mara hüpfte fröhlich herum. „Juhu!“ „Na komm, Mara“, sagte Ace und beide gingen los.

Friederike drehte sich um, weil sie ihm noch etwas sagen wollte, doch auch wie anderen Male zuvor, war er weg. Mit gesenktem Kopf ging die Brünette Richtung Walkopf. Sie stieg hinauf, hielt die Hände an die Ellenbogen und sah aufs Meer. Das Schiff näherte sich Land. Doch anstatt Freude und Erleichterung, empfand Friederike Trauer. Ihr Magen zog sich zusammen und in ihrem Hals steckte ein Kloß.

„Was mache ich bloß?“, flüsterte sie. Die Brünette sah den Striker übers Wasser fahren und hörte ihre Tochter lachen. Ein wehmütiges Lächeln legte sich auf ihre Lippen. ‚Wenigstens sie hat ihren Spaß‘, dachte sie. „Spannend die Beiden zu sehen?“, fragte eine Stimme. Friederike sah sich um. Etwas Blaues flatterte über sie und landete neben ihr. Es war Marco. „Schön, dass es dir wieder gut geht.“ „Danke.“

Friederike sah wieder zum Striker und sah Ace. Er grinste breit. Auch ihm schien das Ganze Spaß zu machen. Sie senkte den Kopf und biss sich auf die Lippen. Marco war dies nicht entgangen. „Womit haderst du, Friederike?“ „Ich weiß es nicht. Alles, was ich wollte, war dass Mara in Sicherheit ist. Doch jetzt wo uns dem Land nähern …, bin ich mir nicht mehr so sicher.“

„Das ist nicht das Einzige, was dich beschäftigt“, meinte der Vize und sah sie besorgt an. „Du haderst mit deinen Gefühlen zu Ace.“ Erschrocken schaute Friederike ihn an. „Was? Aber … Wie kommst du darauf?“ „Das sieht ein Blinder mit dem Krückstock.“ „Du bist albern, Marco.“ „Nein, das ist Lebenserfahrung.“ „Wenn du meinst.“ „Friederike, ich weiß, welchen Konflikt du mit dir austrägst.“

Der Blonde trat einen Schritt vor. „Du glaubst, dass wenn du einen Anderen liebst, deine Gefühle zu Sven verraten würdest.“ Friederike hielt den Atem an und ihre Augen weiteten sich vor Schreck. „Was …?“ „Hör mal, Friederike“, sagte Marco und sein Blick wurde matt. „Auch wenn Sven fort ist, wird er immer ein Teil deines Lebens sein, Ein Teil von ihm lebt in Mara. Sven hat alles dafür getan, damit es euch beiden gut geht. Das würde er auch jetzt wollen.“

„Aber Marco …“, sagte Friederike leise. „Was ich dir damit sagen möchte“, fuhr er fort. „Er würde wollen, dass du glücklich bist und nicht vor Trauer verzweifelst. Es würde ihn traurig machen, dich so zu sehen.“ „Aber Mara …“ „Du hast das Recht mit jemanden zusammen zu sein. Und wenn derjenige deine Tochter liebt wie dich, hast du keinen Grund besorgt zu sein, oder?“ „Marco, ich …“, sagte die Brünette und Tränen sammelten sich in ihren Augen. „Ich … Ich …“

Der Vize nahm sie in den Arm, um sie zu beruhigen. „Ich weiß, was du fühlst und ich verstehe deinen Sichtweise. Aber ich gebe dir einen guten Rat als Freund: Lass dein Herz sprechen.“ „Mein Herz?“, hauchte Friederike. „Marco, ich … Ich weiß nicht …“ „Du wirst es wissen“, entgegnete dieser, klopfte ihr vorsichtig auf den Rücken und wandte sich zum Gehen. „Nur warte nicht zu lange. Es ist eine wichtige Entscheidung. Für dich und Mara.“ Danach ging er. Friederike hielt sich die Hand auf die Brust. Hatte Marco Recht damit, was er sagte?

So, das war's auch wieder.
Bis zum nächsten Mal!

Lg Aria
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