DGzS III - Die Suche im Vergänglichen Labyrinth

von Nakago
GeschichteAbenteuer / P16
OC (Own Character)
29.07.2018
12.06.2019
79
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Dorn


Auf dem Markt kaufen wir noch ein paar Güter ein, von denen wir glauben, dass wir sie gewinnbringend auf Cyphera verkaufen können. Wir können gerade mal den Laderaum zu einem Drittel füllen. Macht nichts, viel mehr Geld haben wir momentan nicht mehr flüssig. RD 79 verstaut die Waren. Ich klemme mich hinter die Konsole des Co-Piloten und mache mit Lyn den Checkup. Wir haben immer noch einen leichten Schaden vom Blastertreffer, aber noch keine Zeit gehabt, den zu beheben. Wir heben ab, alle Signale zeigen grün an. Routiniert geht die orangene Twi´lek in den Steigflug über. Wie üblich helfe ich Scav bei der Auswahl der Route und programmiere ein paar unterstützende Routinen. Schließlich sind wir im freien Raum und außerhalb des Gravitationsfeldes des Mondes Quaria und der Welt Varia. Da meine Arbeit getan ist, gehe ich in die Passagierkabinen mit Valerie Virin und rede etwas mit ihr. Dummerweise haben wir es verpasst, ihr neue Kleidung zu kaufen. Die alte Faserrüstung von Lyn passt ihr am besten. Sie kann sich eine von unseren erbeuteten Blasterpistolen aussuchen, da sie ja mit in die Anlage will.

Bisher war sie eher im zivilen Geschäftsbereich ihrer Familie unterwegs. Also zeige ich ihr, wie man mit einer Blasterpistole schießt. Sie stellt sich dabei gar nicht so ungeschickt an und ich bin mir bald sicher, dass sie in der Lage ist, uns nicht ausversehen über den Haufen zu schießen.

Da wir noch 25 000 Credits Kaution auf der "Hunters Rest" hinterlegt haben, steuern wir die erst einmal an. Wir docken an und Valerie würde sich gerne mal dieses berühmt berüchtigte Schiff ansehen. Da auf sie ja kein Kopfgeld ausgesetzt ist, kann sie das gerne tun. Ich führe sie etwas herum und zeige ihr verschiedene "Attraktionen". Wie eben die Box, wo man sich als Team beweisen kann oder eben die Rancorkäfige mit Arena.

Bevor wir den alten Mandolorianer finden, trifft er uns. Auch er ist ganz von unserer Arbeit auf Nilvax Station begeistert und wird uns bei der nächsten Aktion einen kleinen Rabatt gewähren. Auch hat die Jägergilde vor, verstärkt ins Söldnergeschäft zu investieren. Könnte durchaus sein, dass wir da Interesse hätten. Kann ja durchaus passieren, dass wir professionelle Unterstützung brauchen könnten, wenn wir verstärkt den imperialen Aktivitäten im Vergänglichen Labyrinth auf die Füße treten. Ich schätze mal, über kurz oder lang wird das eskalieren. Auch werden nun die Kopfgelder auf meine Kameraden ausgesetzt, sprich kein Mitglied der Gilde wird Jagd auf uns machen. Haben sie bisher ja auch nicht wirklich, schadet aber garantiert nichts. Wir verabschieden uns und ich kaufe mir bei einem Waffenstand ein Rapier. Ist natürlich gebraucht, aber in gutem Zustand. Ich erwerbe gleich noch ein ausbalanciertes Heft dazu, was die Waffe präziser und leichter zu führen macht.

Zurück auf dem Schiff verkünde ich die frohe Kunde, dass niemand mehr länger gesucht ist, was allgemeinen Jubel auslöst. Ein Problem weniger. Wir fliegen nun zur Oberfläche von Cyphera, drücken tausend Credits ab und verkaufen gewinnbringend unsere Ware, was bei der kleinen Charge gerade so die Gebühren und Treibstoff deckt. Immerhin sind wir nicht umsonst her geflogen. Leider hat Valerie keine konkreten Pläne über die geheime Anlage. Sie kennt die Koordinaten des Standorts, mehr aber auch nicht. Also brauchen wir deutlich mehr Informationen. Da Shaka Kontakte zu den örtlichen Rebellen hat, geht sie alleine los, um von denen Informationen zu bekommen. Wir selbst schauen, das wir allgemeine Informationen über die momentane Situation in Erfahrung bringen. Viel hat sich seit unserem letzten Aufenthalt nicht verändert. Der Konflikt zwischen Rebellen und Imperiale schaukelt sich hoch. Bombenattentate und Vergeltungsaktionen wechseln sich in immer schnellerer Reihenfolge ab. Das zeigt mir, dass die Rebellen hier recht wenig von Kriegsführung verstehen. Bombenattentate auf Posten und Fahrzeuge machen nur Anfänger. Profis setzen Sprengstoff nur bei Sabotage von wirklich wichtigen Anlagen ein, welche die Infrastruktur des Feindes nachhaltig stören wie Waffenlager, Massendatenspeicher oder Depots. Bombenattentate auf Fahrzeuge oder Posten haben meist wie auch hier zivile Opfer zur Folge und das gibt keine gute Presse. Wer das Herz der einheimischen Bevölkerung verliert, der verliert auch den Krieg.

Es gibt aber noch andere bedenkliche Entwicklungen im Bezug auf Suúl und seine Kirche. Vorfälle in der Traumwelt häufen sich. Ob da das Imperium seine Hände im Spiel hat? Darüber können wir nur spekulieren, aber irgendwas erforschen die hier ja. Und wir wissen ja alle, dass dabei nie was gutes heraus kommt. Aber Valerie hat eine brisante Information parat. Die Familie Tanca, also der zweite Namensteil der Suul-Tanca Corporation, ist ein Familienzweig der Familie Virin. Das ist natürlich traurig zu erfahren, da damit Valerie indirekt unser Gegner ist. Aber wie heißt es so schön, der Feind von heute ist der Verbündete von morgen. So wie es aussieht, war die ursprüngliche Tanca Corporation hier auf dieser Welt aktiv und fusionierte schließlich mit dem Träumer Suúl. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich dieses träumende Alien einschätzen soll. Diese Lebensform ist so unglaublich fremd und Rätselhaft.

Da Shaka noch nicht wieder aufgetaucht ist, versuche ich mein Rapier zu verbessern. Leider klappt das nicht ganz so gut, da Scav trotz meiner Mithilfe mit dem ausgewogenen Heft nicht so richtig klar kommt. Schade, aber nur dadurch zu ändern, wenn wir ein neues Zubehörteil kaufen. Da das Rapier nur als Seitenwaffe für Calfa und deren Monde gedacht ist, muss es halt so gehen.

Schließlich taucht auch Shaka wieder an einem Stück auf. Sie hat keine Informationen erlangen können. So viel zum Thema gute Kontakte zu den örtlichen Rebellen. Aber wenn wir einen ihrer Verräter töten, werden sie ihre Informationen mit uns teilen. Vor meine geistigen Auge tauchen ein paar grobe Schläger auf. Einer schaut uns breit grinsend an und sagt: "Tja, leider wissen wir rein gar nichts über die Anlage. Aber Danke, dass ihr den Verräter kalt gemacht habt."  Ich hoffe nur, dass dieses Szenario so nicht eintreffen wird.

Bis auf einen Namen – Tobin Apeel – gibt es keinerlei Informationen. Na Prima! Aber für was gibt es HoloNet? Fünf Minuten haben wir ein Bild von ihm, wie ihm von einem Offiziellen der planetaren Regierung für seine Einsatz gegen die Rebellen gedankt wird. Dieser Apeel arbeitet nun bei der imperialen Administration als Verbindungsmann zur Verwaltung in einem Büro, dessen Adresse sich als schwimmender Bunker entpuppt, als wir nachsehen gehen. Die Bunkeranlage hat drei offen lafettierte Lasergeschütze auf dem Dach, die tief schwenkbar sind. Ein Teil des Bunkers grenzt an einem Kanal, der andere ist von einer Deckungslosen und unbebauten Freifläche umgeben. Wahrscheinlich war die Anlage entweder größer konzipiert oder die haben vor, diesen Stützpunkt weiter auszubauen. Bewaffnete angehörige der Imperialen Armee in Grauschwarzen Kampfanzügen patrouillieren je in Teamstärke die Perimeter der Anlage. Weitere drei Zweimannteams der Sturmtruppen schieben ebenfalls Wache. Der Graben ist etwa zehn bis fünfzehn Meter breit, je wie die Strömung die Inseln aus Permabeton dreht, da die ja hier alle frei schwimmen. Bis zur Wasseroberfläche sind es sieben Meter. Auf zwei Meter Höhe befinden sich ein Ausfluss für Abwasser, ist aber zu klein, dass ein erwachsener Mensch rein passt. Zwischen Graben und aufragenden Bunkerwänden gibt es einen Meter breiten Absatz und sogar eine Zugangsluke für Wartungsdroiden, die aber im Feuerbereich des mittleren Lasergeschützturmes ist. In der Mitte der schwimmenden Platte gibt es einen offiziellen Zugang in Form eines freistehenden Bunkers.

Da rein zu kommen ist eine harte Nuss. In der Nähe gibt es eine Cantina, welche Meeresfrüchte serviert, die eine Terrasse mit Blick auf die Bunkeranlage haben. Dort gehen wir essen und beobachten den Stützpunkt. Wartungsarbeiten scheinen örtliche Subunternehmer zu machen, denn wir sehen mehrmals Fahrzeuge mit Firmenaufklebern rein fahren und nach einiger Zeit wieder hinaus fahren.

Leise diskutieren wir verschiedene Ansätze durch. Die Wartungsluke für die Droiden ist natürlich eine Option, besonders da in unregelmäßigen Abständen Droiden hinein und auch wieder hinaus kommen. Es ist aber Gefährlich, da der Bereich von einem Lasergeschütz abgedeckt ist. Ein Treffer davon und man kann seine in der Gegend verteilten Atome suchen gehen. Sprich, man ist ja so was von tot.

Unsere Zielperson hat keine Familie mehr, da die bei seinem Verrat ausgelöscht worden ist. Offensichtlich hing er nicht sehr an seiner Frau und seinem Bruder. Da gibt es auch keinen Ansatzpunkt.

Rein theoretisch können wir mit der "Vanguard" die drei Geschütze ausschalten, uns einen Zugang hinein sprengen und die Zielperson da drin aufspüren und töten. Aber da es nicht allzu viele E-9 in der Sperrzone gibt, hätten wir danach wirklich Ärger am Hals. Also komme ich zu dem Schluss, dass dies nicht mal eine theoretische Option ist, von der praktischen Undurchführbarkeit ganz zu schweigen. Da drin dürfte mindestens eine Kompanie Imperiale Armeesoldaten stationiert sein, vielleicht sogar zwei oder noch mehr. Dazu wahrscheinlich noch ein Zug Sturmtruppen. Nein, wir würden uns recht schnell festfressen und dann von der Übermacht einfach überrannt werden. Ich schätze, wir würden uns herorisch teuer verkaufen, aber tot wären wir am Ende trotzdem alle. Also kein Szenario, dass wir näher durchleuchten.

Wahrscheinlich wird die Station auch gegen Angriffe von unten geschützt sein. Torpedos, Wasserbomben und Unterwasserminen dürften hier vorhanden sein. Ich lasse von Scav durchrechnen, wie viel Detonite wir wohl in ein U-Boot stecken müssen, um die Anlage sicher zu sprengen. Wir würden ein ziemlich großes U-Boot für ziemlich Detonite brauchen, da es unmöglich unentdeckt nah genug annähern wird können.

Mit einem Raumfrachter würde es vielleicht gehen. Aber das wäre ein ziemlich unsubtiler Dampfhammer und ich denke, dass der Kollateralschaden an zivilen Opfer in die tausende gehen dürfte, da der Großteil der Ladung an der Oberfläche detonieren und sich sehr weit verteilen würde. Hier in der Nähe gibt es durchaus auch Wohnviertel. Also fällt der Dampfhammer komplett flach.

Vor meinem geistigen Auge sehe ich Eloy am Nebentisch sitzen, ihre bloßen Füße baumeln vom Stuhl. Sie bläst die Backen auf und meint dann frustriert ihre Ärmchen in die Luft werfend: "So wird das nix!" Das nix mit ganz vielen Is betonend. Ich fühle mich durchaus frustriert und blase ebenfalls die Wangen auf.

Nakagos wirre Gedanken

Pläne schmieden beim essen von leckeren Meeresfrüchten, man gönnt sich ja sonst nichts. Wir haben ziemlich lange an diesem Problem herum gekaut.
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