DGzS III - Die Suche im Vergänglichen Labyrinth

von Nakago
GeschichteAbenteuer / P16
OC (Own Character)
29.07.2018
18.08.2019
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Besh


Als geborene Corellianerin fühle ich mich berufen, den Co-Piloten Sessel zu okkupieren und mache mit der eigentlichen Pilotin Lyn den Checkup, bevor wir uns vom Mutterschiff abkoppeln. Das Raumschiff ist nicht gerade im besten Zustand und die Filter der Lüftungsanlage gehören ausgetauscht, da es hier deutlich muffelt. Außerhalb der Kuppelförmigen Kanzel des YT 1200 erstreckt sich der strahlende Ionennebel, der seine ganz eigene glitzernde Pracht entfaltet. Aber der erste Fehler hier bedeutet den Tod, so dass meine Gefühle eher negativ sind, wenn ich mir dieses kosmische Ereignis anschaue. Die Triebwerke laufen etwas zu laut bei der Beschleunigung. Das hört sich nach schlechter oder überfälliger Wartung an. Der Vorbesitzer hat wirklich an allem gespart.

Mit einem kurzen Hyperrraumsprung begeben wir uns zur Solar-Minenstation der Suul-Tanca Corporation im Anduras System. Schon nach wenigen Minuten fallen wir zurück in den Realraum. Eine Navigationsboje bestätigt, dass war unseren Zielpunkt erreicht haben. Die vor uns liegende Anlage ist gigantisch, geschützt von einem massivem Sonnenschild, falls mal die Schilde ausfallen sollten. Das ist die erste Minenanlage dieser Art, die ich mit eigenen Augen erblicke. Ich sende unseren Identifizierungscode, welcher, da echt, anstandslos akzeptiert wird und werden eingewiesen. Wir landen im Hangarbereich auf der Rückseite der Station und nur leicht gepanzerte imperiale Flottensoldaten kommen an Bord. Es ist schon länger her, dass ich regulär uniformierten Imperialen gegenüber gestanden habe. Jetzt wird es kritisch und versuche mir nichts anmerken zu lassen.

Die kurze oberflächliche Überprüfung durch die eher nachlässigen Soldaten überstehen wir ohne große Probleme. Wahrscheinlich sind die hier schon sehr lange stationiert und haben viel von ihrer Wachsamkeit eingebüßt. Routine ist tödlich. So können wir mit dem Abladen der Kisten beginnen. Droiden der Station helfen uns dabei. Einige imperiale Flottensoldaten überwachen den Vorgang. Uns gelingt es schließlich uns in den darunter liegenden Lagerraum abzusetzen, nur bewacht von zwei Soldaten. Nun wird es ernst. Mit kurzen Gesten sprechen wir uns ab.

Mir gelingt es problemlos in den Rücken des einen zu kommen, während der andere gerade abgelenkt ist. Mit einer fließenden Bewegung ziehe ich mein Vibromesser, umfasse meinen Gegner und halte ihm mit der linken Hand den Mund zu und ramme mit der rechten ihm mein Vibromesser in eine letale Stelle. Fast lautlos stirbt er innerhalb weniger Sekunden und ich lasse den erschlaffenden Körper leise zu Boden gleiten.

Auch der nächste ist kein Problem. Das ganze gelingt, ohne das Alarm ausgelöst wird. Es ist schon länger her, dass ich einen einfachen imperialen Soldaten getötet habe. In den letzten zwei Jahren war ich nur noch als Kopfgeldjägerin unterwegs und habe entweder Eloys Werdegang verfolgt oder Akquisen erlegt, um die Suche finanzieren zu können. Darunter waren auch Angehörige der imperialen Armee, der Flotte oder einer der vielen imperialen Organisationen, aber eben meist Offiziere und Kriegsverbrecher, keine einfachen Soldaten. Auf der einen Seite habe ich durchaus Mitleid mit dem Soldaten, dessen gebrochene Augen mich anklagend anzustarren scheinen. Auf der anderen Seite, der Krieg ist für das Imperium verloren und wer jetzt immer noch für die "Neue Ordnung" kämpft, hat seine Chance verpasst. Trotzdem fühle ich mich schlecht, da ich ein Leben genommen habe. Es stimmt zwar, je öfter man tötet, desto leichter fällt es einem, aber jedes mal stirbt auch ein kleines Stückchen von einem selbst. Und eines Tages ist vielleicht nichts mehr von mir übrig. Eine seelenlose Killermaschine, die nur noch dadurch lebendig fühlen kann, dass sie tötet. Aber jetzt ist nicht der Zeitpunkt sich Sorgen darum zu machen. Ich bin hier, um einen Auftrag zu erledigen. Es ist nur zu hoffen, dass das Resultat die Opfer rechtfertigt.

Wir ziehen unsere eigentliche Ausrüstung und die uns zur Verfügung gestellten Faserrüstungen mit einem grau schwarzem Tarnmuster an. Das sind die normalen Rüstungen der Allianz, die wir bei Shellys Gundarks nie verwendet haben. Dazu waren wir zum einen zu speziell, zum anderen waren wir überdurchschnittlich gut ausgerüstet. Mit meinem geliebten A-280 fühle ich mich gleich besser. Ich lege zusätzlich einen Granatengürtel mit vier Granaten an.

Scav hackt sich über einen in der Wand befindlichen Computerzugang in das interne System der Station und räumt den Weg frei, um die oben liegende Sicherheitszentrale für diesen Bereich zu erreichen. Über ein kleines Treppenhaus rücken wir nach oben vor. Schließlich erreichen wir über einen Gang ein Schott und Scav entriegelt es. Ich lege fest, wer welchen Bereich abdeckt und öffnen dann die Tür. Wir stürmen den geräumigen Raum und es gelingt uns, den Offizier, vier Soldaten und ebenso viele Techniker an ihren Arbeitskonsolen gefangen zu nehmen. Ein kurzes Verhör später haben wir unsere Zielperson grob lokalisiert. Dabei zeigt Shaka das sie in der Beziehung was drauf hat. Da sich die Jungs und ergeben haben, kommt es nicht in Frage, sie kaltblütig zu ermorden. Nicht das mir das Leben eines Imperialen, besonders da es nun keinen Imperator mehr gibt, viel bedeuten würde. Aber meine Einheit lehrte mich einen Codex und der verbietet es mir, Gefangene zu töten. Entweder man tötet sofort oder ist verpflichtet, seine Gefangenen am leben zu erhalten. Also übernehme ich es, unsere Gefangenen mithilfe meines A-280 zu betäuben. Nächster Schritt ist nun die Eroberung und Sicherung des Hangars, um später ohne Probleme evakuieren zu können. Dazu verlassen wir den Sicherheitsraum und suchen uns einen Zugang zum oberen Bereich des Hangars. Erhöhte Stellung ist immer ein großer Vorteil in einem Blastergefecht.

Wir nehmen erhöhte Stellung auf den Gangways ein, welche den Hangar durchziehen. Von dort aus nehmen wir den Feuerkampf auf, unterstützt von unseren Kameraden am Boden. Ich lege auf den Offizier an und schaffe es ihn grandios zu verfehlen. So was aber auch. Nachdem ich Feuer bezogen habe, positioniere ich mich um und erschieße nun aus besserer Postion aus den Offizier mit einem sauberen Treffer in die Brust. Die restlichen Imperialen sind führungslos schnell nieder gekämpft, da sie nun auch von unseren Leuten am Boden angegriffen werden. Gefangene werden hier keine gemacht. Damit hätte ich ein weiteres Gefecht überlebt und fühle entsprechende Erleichterung. Aber das war nur ein weiterer Schritt. Nun ist es Zeit, den Zug mit Sprengstoff los zu schicken. - Wenn das mal nur gut geht - denke ich etwas bange. Bis jetzt lief zwar alles nach Plan, aber Friktion ist bei einer militärischen Operation nie fern.

Wir selber rücken derweil in den Datenturm über einige Lüftungsschächte vor. Mehrmals muss ich auf die anderen warten, die deutliche Probleme haben, sich hier fortzubewegen und mein Tempo zu halten. Ich bin das noch von früher gut gewöhnt. Einige meiner Missionen für die Corellianische Befreiungsfront haben mich durch solche Schächte geführt. Oft gab es eben keine andere Möglichkeit ungesehen wo rein und auch wieder hinaus zu kommen. Über einen Wartungszugang verlassen wir das Lüftungssystem und befinden uns einem mäßig beleuchteten Gang im unteren Drittel des Datenturms. Viele Wandpaneele sind offen und es befinden sich Leitungen dahinter. Die Luft ist erfüllt vom Summen von Lüftern. Wir sind hier richtig. Vorsichtig mit den Blastern in den Händen rücken wir weiter vor.

Schließlich erreichen wir den Punkt, in dem wir uns einhacken können. Da das Terminal exponiert nur über eine Brücke zu erreichen ist, übernehme auch ich diesen Part, obwohl ich darin nicht wirklich gut bin. Angemessen schnell schleiche ich mich über die Brücke und erreiche die Konsole, dessen Einhausung viele offene Stellen hat. Entweder um die Kühlung zu erleichtern oder hier geht so oft etwas kaputt, dass die Techniker sich gar nicht mehr die Mühe machen, die Verschalung wieder anzubringen. Ich stöpsle das Hackertool ein, um mich in das interne Netzwerk einzuwählen. Das gelingt relativ einfach, da man hier wohl nicht damit rechnet, dass die Anlage von Innen heraus angegriffen werden könnte. Problemlos lege ich so erfolgreich die Kühlung der Hochleistungsrechner lahm und stelle sicher, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, dass System wieder hochzufahren. Die interne Überhitzung wird das Problem schnell beseitigen. Augenblicklich steigen heiße Nebelschwaden hoch und decken meinen Rückzug, da meine Manipulation nun recht schnell auffällt. Unter stetigem Feindfeuer aus erhöhter Position ziehe ich mich zurück. Die Schwaden sind so dicht, dass ich nicht mal sehen kann, wer da überhaupt auf mich schießt. Die da oben schießen demnach nur auf Verdacht in diesen Bereich, so komme ich gut durch das Sperrfeuer durch.

Mit großer Erleichterung erreiche ich das restliche Team und wir bewegen uns durch die nun sehr schnell heiß werdenden Schächte zurück nach unten in den Hangar. Wir machen gerade die Schleuse hinter uns zu, als der Turm in Flammen aufgeht. Damit wäre ein Teilziel erreicht. Und die Aktion ist wortwörtlich in die hieße Phase getreten, besonders da es nun auch den Reaktorturm erwischt, welcher vom Zug mit dem Sprengstoff getroffen wird. Die Detonation ist so stark, dass wir zu Boden geschleudert werden und für einen Moment befürchte ich, dass die Station auseinander bricht. Aber zum Glück passiert nichts dergleichen. Schier undurchdringliche Dunkelheit umgibt uns.

Notenergiesysteme springen teilweise an, so dass die Schwerkraft erhalten bleibt. Da auch einige Notfallleuchten furchtsam vor sich hin flackern, ist bald wieder für ausreichend Licht gesorgt. Mit einer kleinen Wartungsbahn, die über ein eigenen Antrieb mit autarker Energieversorgung verfügt, fahren wir nun in Richtung Zielperson in eines der mittleren Segmente der Station, wo sich Wohn- wie auch Laborbereiche befinden. Mit ein paar Kisten bauen wir eine provisorische Deckung auf der Arbeitsplattform der Wartungsbahn auf, hinter der wir kauern. Und diese Maßnahme rettet uns das Leben, da wir schon nach etwa einem Drittel der Strecke von einem in einem schwer gepanzerten Turm montierten Repetierblaster unter Feuer genommen werden. Im diffusen Licht der Abschüsse kann ich genug sehen, um zu erkennen, dass wir selbst mit den Handgranaten nicht durch dessen Panzerung kommen werden. Das bleibt wohl nur eine sinnvolle Option übrig.

"Runter vom Zug!" Und wir lassen uns auf die Gleise in voller Fahrt fallen. Ich komme hart auf, kann mich aber gut abrollen und husche sofort in einen Wartungsschacht hinein, der uns aus dem Feuerbereich bringt. Das war jetzt knapp. Als klar wird, dass wir nicht verfolgt werden, atme ich auf.

Wir folgen den Schacht in einen Arbeitsbereich. Die Halle steht voller Maschinen, dessen Sinn und Zweck ich nicht einordnen kann. Wahrscheinlich um die von der Sonne gewonnen Rohstoffe weiter zu verarbeiten. Aber das wie und warum entzieht sich vollkommen meiner Kenntnis. Alles macht den Eindruck, als wäre die nächste Wartung schon längst überfällig. Die Wege sind nicht wirklich markiert und alles mutet nachlässig an. Droiden und einige Sicherheitsdroiden gehen stoisch ihrem Werk nach oder stehen herum, weil die Maschinen keine Energie haben. Es gelingt mir, die Gruppe ohne Feindkontakt durchzuschleusen. Der nächste Maschinensaal hat noch Energie, da sich dort ein gigantischer Traktorstrahl befindet, dessen Strahl nach oben in einen Schacht gerichtet ist. Das ist irgendwie seltsam, als ob der Strahl noch immer was fest halten würde.

Allerdings treffen wir in diesem Maschinensaal auf menschliche Arbeiter, kontrolliert von einem droidischen Aufseher, der seine Untergebenen mit Stromstößen malträtiert, die er über Entfernung auslösen kann. Die beiden Twi´lek Damen können gar nicht anders, als sofort die Sklaven befreien zu wollen. Das ist schön und gut, aber wir befinden uns auf einer militärischen Operation, in der gerade Phase zwei angefangen hat, da unser Frachter nun ebenfalls nach dem Ausschalten des Schirms und aller externer Kampfstationen angelandet ist. Deswegen hole ich von General Gale die Erlaubnis ein, die Sklaven zu befreien. Da die beiden Sicherheitsdroiden einer mir unbekannten Baureihe sind und ich durch den Tod meiner Mutter gelernt habe, solche Droiden niemals zu unterschätzen, schlage ich vor, die Droiden in eine Sprengfalle zu locken, welche unseren gesamten Vorrat an Handgranaten bis auf eine kosten wird. Der Vorschlag wird sofort angenommen und bereiten die Falle vor. Wenn die so funktioniert wie vorgesehen, wird das ein schnelles sehr einseitiges Gefecht werden.







Nakagos wirre Gedanken

Vielen Dank für das liebe Review, die zwei Sternchen und die Favos. Habe mich sehr darüber gefreut. Wie immer freue ich mich auch weiterhin über Kommentare, Lob, Kritik, Anmerkungen und Empfehlungen. Vielen Dank fürs lesen.
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