A Clone Wars Story - Eine verlorene Geschichte

von SRH
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Ahsoka Tano Anakin Skywalker / Darth Vader Count Dooku / Darth Tyranus Obi-Wan Kenobi OC (Own Character)
28.07.2018
13.07.2019
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„Padawan Shaw, unser Mitgefühl du hast. Du dich sammeln, du musst. Im Archiv arbeiten, deine Aufgabe wird sein.“
Ich schaue Meister Yoda an. Er ist tot. Mein Meister ist tot. Sie haben gesagt, dass er verschollen ist, aber ich spüre, dass er tot ist.
Sie fühlen mit mir. Das spüre ich. Durch die Macht. Was ist die Macht? Sie umgibt und lehrt uns. Sie soll uns beschützen. Aber tut sie das? Nein! Sie ist nie für uns da, wenn wir sie wirklich brauchen. Aber Vertrauen sollen wir in sie haben. Vertrauen.
„Padawan Shaw. Du darfst jetzt gehen.“

Meister Mace Windu schaut mich mit dem tiefsten Mitleid an. Ich will kein Mitleid. Nicht jetzt. Nicht heute. Und auch nicht morgen. Was ich will, ist Gewissheit wer meinen Meister getötet hat und wie ich zu einem richtigen Jedi werde.
„Sehr wohl, Meister Windu.“
Hinter dem Fenster sehe ich die Nacht von Coruscant. Die verschiedenen Lichter, die sich ständig hin und her bewegen, sind Schiffe und Gleiter von Senatsmitgliedern oder anderen hochrangigen Persönlichkeiten.
Das erinnert mich an eine Mission, die ich mal zusammen mit meinem Meister hatte.

Flashback

„Und Cassio, was hältst du von dieser Information?“
Mein Meister schaut mich erwartungsvoll an.
„Hmmh, ich weiß nicht recht. Irgendwie will ich unserer Kontaktperson glauben, aber es so unglaublich, dass es unrealistisch ist. Was hätte die Galaxis davon, wenn Krieg herrschen würde? Die Einzigen, die davon profitieren sind Waffenhändler beziehungsweise Waffenexporteure, der Bankenclan, Kopfgeldjäger oder die Sith.“

Während ich meine Gedanken Meister Lovre mitteile, verlassen wir das Haus unserer Kontaktperson über den Hof in Richtung unseres Gleiters. Meister Lovre lauschte mir angespannt.
„Wieso ausgerechnet die Sith? Sie waren schon seit Jahrhunderten nicht mehr aktiv, geschweige denn präsent. Was lässt dich vermuten, dass die Sith etwas damit zu tun haben könnten?“
Mit offenem Mund bleibe ich stehen. Mein Meister hält ebenfalls an und mustert mich mit seinem undefinierbaren Blick, den er immer aufsetzt, wenn jemand seinem Gedankengang nicht folgen kann oder gar versteht.

„Ich habe nie gesagt, dass ich die Sith insbesondere verdächtige. Aber ja, Ihr habt recht. Ich vermute es tatsächlich. Sogar schon seit einiger Zeit.“
Inzwischen haben wir uns wieder in Bewegung gesetzt und fast unseren Gleiter erreicht. Es trennen uns nur noch wenige Meter.

„Die Beziehung zwischen Meistern und Schülern ist sehr stark, musst du wissen. Uns verbindet ein sogenanntes Band der Macht. Wir können die Gedanken des jeweils anderen erraten und fühlen. Dadurch wird unser Vertrauen zueinander und in der Macht gestärkt. Das Band zwischen Meistern und Padawanen ist das Stärkste und Bedeutendste im Leben eines Jedis. Es gibt natürlich auch noch andere, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Zwischen Padawanen. Zwischen Jünglingen beim ersten Lichtschwertkampf. Diese müssen stätig erneuert werden, damit auch in Krisenzeiten der Jediorden eine Zukunft hat und nicht zerfällt. Verstehst du, was ich dir damit sagen will?“

Während Meister Lovre mit mir gesprochen hat, haben wir unseren fahrbaren Untersatz erreicht und er hat sichäschon auf dem Beifahrersitz positioniert.
„Meister, seid Ihr sicher, dass ich fahren soll? Ihr wisst doch, was beim letzten Mal passiert ist.“
Panisch blicke ich in Pastalo Lovre´s Augen. Er muss verrückt sein. Verrückt.
Beim letzten Mal hab ich einen Unfall gebaut, wobei wir beide auf die Medistation mussten. Ich habe von der Kollision damals ein paar kleine Prellungen und Schrammen davongetragen. Mein Meister kam nicht so glimpflich davon. Ein Teil der Scheibe vom entgegengekommenen Fahrzeug sein Herz gestriffen.

Fazit: Er musste für ganze drei Monate auf der Medistation bleiben. In dieser Zeit meditierte er fast täglich, da er auf keinen Fall seinen Körper überanstrengen dufte.
Und nun soll ich wieder fahren? Ich meine, heute ist sein erster Tag, an dem er sich wieder frei bewegen darf. Und ich soll fliegen?

„Cassio, ich habe vollstes Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. An dem Unfall vor drei Monaten trägst du keine Schuld. Der andere Gleiter war als Geisterfahrer unterwegs gewesen. Meine Verletzung war einfach nur ein dummer Zufall. Bitte mach dir in Bezug auf das keine Gedanken mehr.“
Warm durchdringen mich Meister Lovre´s dunkelgrüne Augen. Ich schlucke schwer. Ok, das kann ja heiter werden.
Mit krächzender leiser Stimme antworte ich: „Auf Eure Verantwortung Meister.“

Flashback Ende

Ja, damals war meine kleine heile Welt noch in Ordnung. Ich wende mich wieder Meister Yoda zu.
„Ihr habt recht Meister. Ich muss mich erst sammeln. Ich werde nachher meditieren und nicht die Einsamkeit suchen. Meister Lovre hat mir mal vom Band der Macht erzählt. Dieses  möchte ich an einigen Stellen wieder neu aufbauen und stärken. Morgen erscheine ich pünktlich im Archiv.“

Ich verbeuge mich.
„Kluge Antworten du uns gegeben hast. Viel von deinem Meister du gelernt hast. Wir großes Vertrauen in dich haben. Dich nicht von der dunklen Seite blenden darfst. Jetzt gehen du darfst und ausruhen.“
Ich stutze. Dunkle Seite? Was meint er damit?
Schüchtern trete ich ein Stück nach vorne: „Meister, was meint Ihr mit dunkler Seite? Und was meint Ihr damit, dass ich mich nicht blenden lassen darf?“

Die Augen von Meister Windu verengten sich zu Schlitzen, sodass man sie noch kaum erkennen konnte. Währenddessen ergreift Meisterin Shaak Ti sanft das Wort: „ Darüber werden wir ein anderes Mal reden, Cassiopeia. Dann wirst du es besser verstehen. Komm erstmal zur Ruhe. Im Moment bist du dafür zu aufgewühlt.“
„Ich verstehe Meisterin.“
Ich nicke ihr zu und verbeuge mich vor allen Meistern.
Bevor ich gehe, schaue ich nochmal aus dem Fenster auf das Nachtleben von Coruscant. Ja, morgen ist auch noch ein Tag. Ein Tag, der mir den Weg zurück ins Leben zeigen soll. Ich bin Cassy >Cassio< Shaw und ich werde den Tod meines Meisters aufklären.
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