Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Camp Mittelerde

GeschichteHumor, Parodie / P12
OC (Own Character)
25.07.2018
18.08.2018
6
4.729
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
25.07.2018 1.048
 
Hallihallo! Willkommen bei meiner zweiten FF! Bevor ich jetzt mit dem anderen Geschwafel beginne, muss ich mich erst mal bei Rauchendes Gnu und Narmacli bedanken, die auch einen großen Anteil an der Idee haben. Thanks, Leute! Da ich auch an Alca – Licht gegen den Schatten schreibe, wird diese FF ´nur´ einmal in der Woche, jeden Samstag erscheinen. Ich weiß heute ist nicht Samstag, aber abgesehen davon finde ich das Datum ganz passend. Dann wünsche ich euch jetzt viel Spaß beim Lesen dieser FF. Bye!

„Katrina, bitte sag, dass das ein schlechter Scherz ist!“, flehte ich meine Tante ein, während ich ihr über den Campingplatz folgte.
„Nein, meine Liebe, die Gäste werden alle etwas früher kommen.“
Ich stöhnte entnervt auf. „Etwas früher? Du meinst wohl in einer halben Stunde! Die Kohten sind noch nicht aufgebaut, die Großjourte steht als einziges Zelt. Weißt du überhaupt, wie viele Gäste wir erwarten?“
„Ja, schließlich bin ich Organisatorin hier!“
„Das ist schön ich weiß es nämlich nicht!“ Entnervt war ich stehen geblieben. „Sind die Dixiklos denn schon da?“
„Nein, Lucy. Bis morgen werden unsere Gäste in den Busch pinkeln müssen.“
Ich stöhnte auf. Bis zu den Sommerferien hatte ich meine Zeit in einem Internat für Hochbegabte verbracht, doch in den Ferien hatte ich mich bereiterklärt, meiner Tante Katrina, genannt Kati, bei ihrem Experiment beiseite zu stehen. Sie hatte ein Camp in der Walla Pampa Thüringens organisiert. Aber nicht mit normalen Gästen wie… Pfadfindern, sondern mit den Hauptpersonen aus dem Herrn der Ringe und dem Hobbit.
Jaaaay!
Nee, nichts jay. Die Gäste wollten früher kommen, die Dixiklos waren noch nicht da und meine Tante musste morgen Abend zu meinem kranken Bruder. Zur Sicherheit hatte ich schon mal meditiert.
„Lucy. Die Elbenbagage wird gleich eintreffen, hol also bitte schon mal die Waffenkiste.“
„Ich schleppe sie schon die ganze Zeit mit mir herum, Kati“, konnte ich noch sagen, da öffnete sich ein Portal und ein Haufen bewaffneter Elben in eleganten Roben (in denen ihnen ganz schön heißt werden wird, wenn es weiter dreißig Grad warm bleibt) fiel – Plumps- so gar nicht elegant heraus. Einzig allein ein braunhaariger Fuzzi wahrte Haltung und verbeugte sich.
„Mae govannen, adaneth.“
Verwirrt und leicht hilflos blickte Kati mich an. Na super, da fingen die Probleme schon an.
„Govannas o govannen, Elrond o Imladris“, erwiderte ich höflich, die ich natürlich eine Antwort parat hatte.
Ja, Elrond. Was habt ihr denn gedacht? Natürlich waren auch Elben mit von der Partie. Elrond lächelte, während einige Blondschöpfe und brünette Eldar sich aufrichteten.
Meine Tante, geborene Norddeutsche, lächelte nervös. „Moin, schön, dass ihr alle schon da seid, äh…“ Schlagfertig, schlagfertig…
„Aaaaaaahhhhhhhrrrrggggggg!“, ertönte da ein Gewirr aus Stimmen. Ein weiteres Portal öffnete sich und ein Getümmel aus Menschen und Zwergen und dem ein oder anderen Käsefußhobbit fiel unsanft in den Dreck. Kati zählte kurz durch, dann seufzte sie erleichtert.
„Gut alle da, ohne fehlende Gliedmaßen –“„Doch! Hier fehlen Gliedmaßen! König Eomer hat kein Gehirn!“, brüllte irgend so ein Zwerg. „Ja, Ihnen offenbar auch, das Gehirn ist ein Organ, keine Gliedmaße“, bemerkte ich. Meine Nerven würden Schäden nehmen, definitiv.
„Naja, schön, dass wir alle vollzählig sind, ich würde dann gerne mit ein paar Ansagen beginnen. Setzten sie sich doch bitte hier in einen Kreis.“ Kati schien etwas aufgeregt zu sein, milde ausgedrückt. Einige der Zwerge trugen sehr scharf aussehende Äxte.
„Erst einmal: Waffen und alle Instrumente, die zum Morden, Vierteilen, Hautabziehen, Ausweiden, Foltern, Verbrennen, Exekutieren oder Kastrieren verwendet werden können, sind im Camp verboten. Die werden jetzt augenblicklich in diese Kiste gelegt.“
Und schon meldeten sich lauter Stimmen zu Wort die etwas dagegen zu sagen hatten.
„Ruhe!“, versuchte Kati erfolglos, die Stimmen zu bändigen.
„Fresse halten“, schickte ich knurrend hinterher. Solche Ausdrücke waren den Elben und Menschenkönigen wohl nicht genehm, augenblicklich waren sie still. Die Zwerge schienen allerdings eher belustigt. „Also die gefällt mir“, murmelte einer seinem Sitznachbarn zu.
„Das gilt auch für Hohlköpfe“, lautete mein Kommentar.
„Also. Wir machen jetzt eine Runde im Uhrzeigersinn. Jeder, der etwas dagegen hat, möge es bitte sagen.“ Als erstes meldete sich Thorin Eichenschild zu Wort. „Ich bin ein König und werde mich nicht heimtückisch im Schlafe ermorden lassen!“
„Ermorden? Bei diesem Intelligenzquotienten ist das gar nicht nötig“, erwiderte ich zuckersüß.
Dann kam ein Mensch an die Reihe. Aragorn, hieß er nicht so? „Ich werde Narsil nicht in fremde Hände geben.“
„Das ist eine Kiste, keine Hand“, lautete mein Hinweis.
Legolas Thranduilion hatte auch ein Problem mit der Anordnung. „Ich kann ohne meinen Bogen nicht einschlafen.“
Ratlos sah meine Tante mich an. „Dann leg bloß deine Pfeile darein.“
Außer diesen Prinzesschen hatte niemand sonst einen Einwand und so wanderten ganze Berge von Dolchen, Bögen, Messern, Schwertern und Äxten in die Kiste. Bald war sie randvoll.
„Gut. Zweiter Punkt, die Zelteinteilung. Also:
Kohte 1: Thranduil, Elrond, Thorin
Kohte 2: Legolas, Lindir, Haldir
Kohte 3: Merry, Pippin, Fili und Kili
Kohte 4: Aragorn, Eomer, BardKohte 5: Balin, Ori, Gimli
Kohte 6: Galadriel, Lucy und ich.“

Es wurde viel protestiert. Aber Kati, als die geschickte Kindergärtnerin, die sie nun mal war, ging nicht drauf ein. „Und, was die Kohten angeht, die müssen selber aufgebaut werden. Ansonsten treffen wir uns für weitere Besprechungen in einer Stunde wieder hier!“ Die Kohten waren schnell aufgebaut. Aber anstatt euch zu erzählen, wie oft welche Kohte einstürzte und wer welche Wehwehchen hatte (Es kann halt mal passieren, dass einem ein Hammer auf den Fuß fällt. Und falls du das hier ließt, Thranduil, dann hoffe ich, dass du heute wegen so einer Lappalie nicht gleich zur Dramaqueen wirst.), kann ich mich auch vorstellen. Hi! Ich bin Lucy. Ich bin vor zwei Monaten vierzehn geworden, gehe auf ein Internat für Hochbegabte und bin eigentlich sehr zufrieden mit meinem Leben. Bis auf… naja, das kann ich euch auch später erzählen. Ich habe braune Haare, nicht kack- oder mausbraun, eher Braun wie die Rinde einer Eiche. Meine Augen sind smaragdgrün und in der Lage, zu gucken, dass es alle in die Knie zwingt. Ansonsten sind meine 1,65m gegen einen Elben eher mickerig, aber ich will ja auch nicht mit ihnen Ringen. Ich habe einen Hund, Blue, ein Husky, der für sein Leben gerne Reviere markiert. Und hoffentlich auch noch den ein oder anderen Campbewohner. Was das angeht, ich sehe mit den schlimmsten Befürchtungen dem entgegen, was mich – Korrektur, uns alle – demnächst erwartet.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast