Tailoring Fowler

von DieBunny
GeschichteMystery, Übernatürlich / P12
OC (Own Character)
21.07.2018
16.11.2019
31
77.145
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21.07.2018 2.829
 
Ein kühler Wind wehte durch die Straßen. Jedoch war es bereits so spät in der Nacht, dass niemand ihn bemerkte, geschweige denn noch unterwegs war. Nicht einmal aus der einzigen Schneiderei der winzigen Kleinstadt strahlte noch ein Licht durch die Fensterscheiben. Dabei legte die Schneiderin häufig Nachtschichten ein. Keine Straßenlaterne brannte noch. Kein einziger Hund bellte. Und doch... Es regte sich etwas. Nicht auf der Straße. Nicht im Geschäft. Im Hinterzimmer.
Im Hinterzimmer waren die privaten Räume der Schneiderin, die nur durch eine Holztür vom Laden getrennt waren. Die Frau namens Clara, welcher das gesamte Gebäude gehörte, atmete in einem gleichmäßigen Rhythmus ein und aus. Sie schlief. Doch das Bett war leer. Noch bis tief in die Nacht hinein hatte sie wie immer gearbeitet. Vergeblich hatte Clara noch auf einen Kunden gewartet, bis sie irgendwann vor ihrem Laptop eingeschlafen war. Noch immer warf der Bildschirm ein leichtes Licht auf die Schlafende herab. Es war die einzige Lichtquelle im ganzen Raum. Im ganzen Haus sogar. Sie merke nicht, wie sich zwischen all den Schatten etwas regte und sich ihr langsam näherte. Nur die grau getigerte Katze war Zeuge davon, wie sich ein Schatten durch das offene Fenster bewegt hatte und sich nun hinter der Frau aufbäumte. Diese schien jedoch tief genug zu schlafen, um nicht einmal das laute Fauchen ihres Haustieres mitzubekommen. Die Gestalt in den Schatten würdigte den grauen Fellball keines weiteren Blickes. Stattdessen betrachtete er die scheinbar Wehrlose. Claras Kopf ruhte auf ihren Armen, welche sie auf den Schreibtisch gebettet hatte. Die langen roten gelockten Haare waren zu zwei Zöpfen zusammen gebunden und lagen zerzaust bei ihr. Ihr Körper war schlaff und es fehlte jegliche Anspannung. Es grenzte fast an ein Wunder, dass die Frau noch nicht aus ihrer Haltung gerutscht und Bekanntschaft mit dem Holzparkett gemacht hatte. Ihre Jeans sowie die grüne Bluse und der noch immer nicht abgelegte Schmuck verrieten ihr langes Warten auf ihren letzten Kunden. Sie hatte es nicht einmal gewagt etwas bequemeres gegenüber der Kundschaft anzuziehen, ganz gleich, dass sie dafür nicht einmal die Zeit gehabt hätte.
Die Schattengestalt näherte sich ein weiteres Stück an die Frau heran. Nicht mal ein Meter trennte ihn noch von ihr. Doch egal wie gut er sich anschlich; sobald er ihren Nacken betrachtete, wusste er, es war zu spät. Ein unscheinbarer Schlitz, der glatt als Narbe hätte durchgehen können, öffnete sich und ein großes grünes Auge starrte ihn an. Die noch roten unverheilten Ränder verrieten, dass es sich noch nicht lange dort befand und erst kürzlich dort eingesetzt worden war. Verwirrung stand in das Gesicht des Mannes geschrieben. Nun regte sich auch die Schneiderin wieder. Sie wurde wach. Sie gähnte und strecke sich, bevor sie sich auf ihrem Stuhl herum drehte.
"Du hast mich ganz schön lange warten lassen. Ich weiß, dass es dir erst nach Einbruch der Dunkelheit besser passt, aber es war Mitternacht ausgemacht, Pitch."
Aus dem Schatten gab sich nun der schwarze Mann zu erkennen. Wie jedes Mal bedachte er sein Gegenüber mit einem hoheitsvollen Blick. In den meisten Fällen schwang dabei auch etwas verachtendes mit. Doch dies blieb der Frau heute erspart.
"Das interessiert mich herzlich wenig.", gab er Clara leicht spöttisch zu verstehen. "Was mich interessiert ist, ob du es schaffst die Löcher meines Mantels zu stopfen." Er deutete mit einer Handbewegung auf seine Kleidung. Die Schneiderin erhob sich von ihrem Stuhl und schaltete das Licht ein, bevor sie sich dem Mantel ihres Kunden widmete.
"Wow, den hast du ordentlich zerrissen.", stellte Clara mit kühler Mine fest. Der komplette untere Teil des Mantels, welcher über den Boden lag, war total zerfetzt. Auch auf dem Rücken zeichneten sich Risse ab. An der linken Schulter war die Naht eingerissen. Im Groben und Ganzen sah der Albtraumkönig selbst nicht besser aus. Sie hatte bereits durch ihre Kundschaft gehört, dass es in den letzten Tagen zu einer Auseinandersetzung zwischen Pitch und den Hütern gekommen war. Zumindest hatte Amor ihr bruchstückhaft davon erzählt, als sie ihm einige Federn für neue Pfeile verkauft hatte.
Pitch sah jedenfalls sehr zerstört aus. Zwar gab er sich Mühe so unantastbar und angsteinflößend wie immer zu wirken, doch der Kampf hatte Spuren hinterlassen. Die Augen wirkten erschöpft und leichte Schatten bildeten sich unter ihnen. Er wirkte noch blasser als sonst, wenn das überhaupt möglich war und auf seiner Stirn prangerte eine große Schramme, die man bereits als frische Narbe betiteln konnte. Sie würde später ohne irgendwelche Rückstände verheilen, keine Frage, doch momentan signalisierte sie fast schon seine erneute Niederlande. "Um die Löcher kann ich mich kümmern, es dauert nicht lange.", erklärte Clara müde und brach mit ihrem Kunden hinter ihr in Richtung ihres Ladens auf. Auch dort schaltete sie eines der vielen Lichter ein und begann damit in ihren Schubladen nach einem geeigneten Faden, einer Schere und einer Nadel zu suchen. Sie hatte ihrem Kunden dabei den Rücken zugekehrt, doch das Auge in ihrem Nacken ließ sie wissen, dass der schwarze Mann genau dieses eindringlich betrachte.
"Neu?", fragte er gleichgültig um seine tatsächliche Neugier gegenüber der Hexe zu verschleiern. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie sich ihm wieder zuwandte.
"Ja, allerdings. Eine Freundin half mir dabei es einzusetzen. In meiner Branche muss man achtsam sein, wie du dir sicherlich vorstellen kannst." Das konnte er tatsächlich. Clara war zwar keine Mythe, doch als Hexe zählte sie durchaus zu einer Sagen- und Märchengestalt. Hexen folgte jedoch kein besonders guter Ruf, da die Geschichten der Menschen und ihr Handel mit teils schwarzer Magie für fehlende Sympathie sorgte. Die Schneiderin hatte sich aber bereits vor vielen hundert Jahren aus dem magischen Geschäft mit Zaubertränken zurückgezogen und ihre Schneiderei eröffnet. Nur hin und wieder erfüllte sie noch Freundschaftsdienste mit recht harmlosen Tränken. Ein Auge zu besitzen, welches einem fast wortwörtlich den Rücken frei hielt, schien selbst dem Albtraumkönig keine dumme Idee zu sein. Clara beäugte währenddessen eingehend den unteren Teil des Mantels und seufzte. "Bist du dir immer noch sicher, dass ich ihn nicht doch kürzen soll? So wie ich es sehe bist du nicht nur einmal drauf getreten." Wie gewohnt sprach die Rothaarige ohne jegliche Gefühle in ihrer Stimme. Kein Wunder. Die meisten von ihnen hatte sie bereits verkauft. Dennoch reizte Pitch die Art und Weise wie sie mit ihm sprach etwas. Sie sollte ihn schließlich nicht auf seine Fehler aufmerksam machen, sondern dessen Resultat lösen.
Seine verengten Augen sprachen für Clara bereits Bände, doch sie wusste, sie konnte es sich erlauben. Ihr Geschäft war unter den Mythen eine Marktlücke. Außer ihr gab es keine fähigere Schneiderin zu der sich Pitch hätte wenden können. Geschweige denn eine, die selbst gefährliche Kunden wie ihn bedient.
"Fragst du mich das, weil du den Mantel nicht nähen willst, oder weil du es schlicht und ergreifend nicht kannst?", gab er angesäuert zurück.
"Weder noch.", antwortete Clara. "Ich Frage dich nach deinem Wunsch und gebe dir einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Aus fachlicher Sicht."
Gleichgültig sah Pitch zur Hexe hinab, die sich zum Endstück seines Mantels gebeugt hatte und zu ihm aufsah. Keine allzu schlechte Perspektive, wie er fand.
"Wie viel würdest du denn gerne kürzen?", gab er ihr gelangweilt zu verstehen. Mit gekonnten Handbewegungen klappte sie das zu entfernende Stück nach innen. Das neue Endstück würde nun nur noch knapp über dem Boden schweben. Im Spiegel hinter ihr konnte Pitch schon den Unterschied sehen. Zu seinem bedauern würde es nun weniger hoheitsvoll aussehen und auch das Auf- und Eintauchen in den Schatten würde eine menge Stil einbüßen. Dennoch war es wesentlich funktionaler.
"Ich persönlich würde zwar noch mehr kürzen, doch ich denke dir würde es so besser gefallen." Die Schneiderin betrachtete den Blick ihres Kunden im Spiegel. Er überlegte, was für sie hieß, dass sie mit ihrer Beratung auf dem richtigen Weg war.
"Ich denke es sollte passen.", war schlussendlich sein Urteil. "Wie lange dauert es?"
"Nicht allzu lange.", antwortete sie und kramte aus ihrer Hosentasche eine Schachtel mit kleinen Stecknadeln hervor um das Ende abzustecken. "Vielleicht eine halbe bis eine Stunde. Du darfst dich auch gerne setzten." Mit einer höflichen Geste deutete sie auf die Sessel in einer Ecke, die für die wartenden Kunden gedacht waren. Es war zwar kein Tron, geschweige denn irgendwelche überteuerten Designer-Möbel, aber sie verfügen über einen hohen Komfort. Erhaben setzte sich der Albtraumkönig während die Schneiderin noch einige Utensilien zusammen suchte. Er würde den Mantel nicht ausziehen, da war sie sich sicher und brauche es erst recht nicht versuchen ihm einzubläuen. Zudem war es schließlich nicht irgendein Mantel und sie brauche ihren Zauberstab um die neuen Nähte vernünftig zu versiegeln. "Darf ich dir noch irgendwas an Kaffee oder Tee anbieten?", fragte sie ihn aus reiner Höflichkeit. Jeder wartende Kunde wurde das von ihr gefragt. Außerdem brauche sie selbst einen Kaffee um erst einmal wieder richtig wach zu werden.
"Nein, danke.", war die gleichgültige Antwort von Pitch.
Während Claras eigener Kaffee in der Küche des Hinterzimmers durch den Filter in die Kanne lief, kümmerte sich die Rothaarige um die aufgeplatzte Naht an der linken Schulter. Vorsicht nähte sie diese Stich für Stich wieder zu ohne ihren Kunden zu verletzen. In den über dreihundert Jahren, in denen sie nun schon ihre Schneiderei führte, hatte sie genug Übung. So ganz schien ihr Kunde ihren geübten Fingern jedoch auch nicht zu vertrauen und beäugte jede einzelne Bewegung kritisch. Das ihre Hände vor Furcht nicht einmal annähernd zitterten war zudem sehr ungewohnt. Selbst ihre dunklen blauen Augen strahlen große Gelassenheit aus. Sie konzentrierte sich einzig und allein auf ihr Handwerk. Normalerweise verfiel jeder in seiner Gegenwart durch seine bedrohliche und angsteinflößende Aura in Furcht. Clara hingegen schien dies kalt zu lassen. Ihre Angst hatte sie bereits vor vielen Jahrhunderten verkauft und doch konnte sich Pitch nie so richtig an diese Tatsache gewöhnen. Ihre größte Angst war es damals noch gewesen, auf dem Scheiterhaufen bei lebendigen Leib verbrannt zu werden. Bis auf ihn und vielleicht ein oder zwei andere Mythen wusste sowieso niemand von ihren verkauften Gefühlen. Der Grund dafür war aber jedem gänzlich unbekannt. Diese Hexe hatte nie viel von sich Preis gegeben. Sie hörte sich höchstens die Geschichten ihrer Kundschaft an. So wie sie es auch heute wieder tat.
"Dann erzähl mir mal was genau passiert ist.", sprach sie ihn auf sein unschönes Zusammentreffen mit den Hütern an, ohne dabei von ihren Fingern aufzusehen. Die Rothaarige spürte seinen vernichtenden Blick auch so. Wütend funkelte er sie an.
"Ich wüsste nicht was das eine einfache Hexe wie dich angehen würde."
"Ich möchte nur deine Version der Geschichte hören.", erklärte sie. "Nicht das ich Amor und seinen Erzählungen nicht vertrauen würde, aber... Nein. Stimmt. Das ist genau der Punkt." Nun sah sie doch in seine Augen, während ihre eigenen leicht Belustigung funkelten.
"Hättest du nur deinen Humor und die Freude anstelle deiner Angst verkauft...", bemerkte der Albtraumkönig bissig. Clara bewegte sich stets auf einem sehr schmalen Grad, welcher sich seine Geduld nannte. Dennoch stellte sie für ihn keine große Bedrohung dar und momentan benötigte er, leider, ihre Dienste. Das belustigte Funkeln ließ sowieso gerade nach und ihr Ausdruck wurde wieder ernst, bevor sie sich weiter seinem Mantel widmete.
"Irgendwo muss auch ich schlagfertig bleiben. Zudem glaube ich einfach nicht, das du dich nach deiner Niederlage heulend in deine Höhle zurück gezogen hast." Pitch konnte kaum glauben was er gerade gehört hatte.
"Er hat WAS erzählt?! Meine Albträume haben mich hintergangen! Ich habe nicht einmal ansatzweise auch nur eine Träne vergossen!" Seine sonst so kühlen Gesichtsausdrücke waren ihm vor Wut glatt entgleist.
"Genau das meine ich.", gab Clara gelassen von sich und versiegelte die neue Naht mit ihrem Zauberstab indem sie diese kurz antippte. "Ich bin gleich wieder zurück." Mit diesen Worten holte sie kurz ihren Kaffee aus der Küche. Bei ihrer Rückkehr trottete allerdings auch ihr Stubentiger hinter ihr her und machte es sich auf dem noch freien Sessel gemütlich. "Dann erzähl mal.", sagte Clara, nachdem sie ihre Tasse auf dem Kaffeetisch vor den Sesseln abstellte und sich wieder ihrem Kunden zuwandte. "Was ist passiert?"
Normalerweise nahm die Schneiderin Gefälligkeiten oder spezielle Stoffe und Utensilien als Bezahlung für ihre Tätigkeit. Pitch hatte allerdings momentan keinen großen Einfluss auf die Albträume die ihn hintergangen hatten und so ließ die Hexe auch Geschichten ihrer außergewöhnlichen Kunden als Bezahlung gelten, wie es nun gerade der Fall war. Nicht einmal Pitch verstand wieso, aber es war ihm auch gleichgültig. Solange sie das tat was er ihr aufgetragen hatte, nämlich das Nähen seines Gewandes, war er zufrieden. Und so erzählte er in allen Einzelheiten was geschehen war und kam nicht drum herum sehr verächtlich über die Hüter zu sprechen.
"Das wird ihnen noch Leid tun..." Zähneknirschend war dies der Satz, mit dem er seine Erzählung beendet hatte. Clara war inzwischen fast mit seinem Mantel fertig. Dieser war bereits gekürzt worden und die meisten Löcher zugenäht. Auch am Rücken war sie bereits fertig. Es fehlte nicht mehr viel und das Gewand des schwarzen Mannes sah aus wie neu. Ohne ihm ins Wort zu fallen hatte Clara Pitch erzählen lassen. Tatsächlich unterschied sich seine Version stark von der, die ihr der Liebesgott hatte auftischen wollen. Typisch.
"Vielleicht solltest du dich das nächste Mal nicht ankündigen, sondern einfach im Hintergrund die Fäden ziehen. Oder sie vorher gegeneinander aufbringen." Man könnte meinen Clara wäre wahnsinnig, dass sie gerade ihm einen Rat gab. Dem schwarzen Mann. Dem Antagonisten in dieser Konstellation. Dem Mann, der das Ende des Goldenen Zeitalters besiegelt hatte. Doch aus den Angelegenheiten wer gut und wer böse war hatte sich die Hexe steht's raus gehalten und gab jedem ihrer Kunden, egal ob böse oder gut, einen Tipp wenn dieser gebracht wurde. Manche nannten sie dafür hilfsbereit, andere hielten sie für hinterlistig und die nächsten einfach für naiv. Letzteres traf auch auf den Albtraumkönig zu. Clara war für ihn in der Hinsicht einfach nur hoffnungslos naiv und gutgläubig. Sie war auch diejenige gewesen, die ihm hin und wieder kleine Hinweise gegeben hatte, wie er seinen neuen "Trick" mit den Albträumen hatte perfektionieren können. Das lag jedoch nun auch schon wieder knapp hundert Jahre zurück und war ein Geheimnis zwischen den beiden.
"Als allererstes werde ich aber diese garstigen Biester wieder unter Kontrolle bekommen.", säuselte er nun wieder in einem erhabenen Ton und wirkte auf Clara wesentlich entspannter als noch vor wenigen Minuten.
"Das hoffe ich doch.", sagte sie und schnitt ein Stück Faden für die letzte Naht ab. "Sonst kannst du mich irgendwann nicht mehr bezahlen." Die meisten Gefälligkeiten um die Clara Pitch als Gegenleistung bat bestanden darin, eine ihr unliebe Person mit Albträumen zu quälen oder Menschen mit der Angst, dass ihre Kleidung nicht mehr richtig sitzen würde, oder ähnlichen, in ihren Laden zu treiben. Mehr Kunden bedeutete für sie mehr Profit. Ihr Laden beschränkte sich schließlich nicht nur auf die Mythen und Sagengestalten. Auch für die menschlichen Kunden stand ihre Tür offen. Nun hatte sie auch den letzten Riss vernäht und versiegelte danach alles mit ihrem Zauberstab. "So, alles wie neu." Prüfend betrachtete Pitch ihr Werk im Spiegel. Durch ihren Versiegelungs-Zauber konnte der schwarze Sand, der das Gewand bedeckte, auch die neuen Nähte perfekt umschließen und nichts machte auch nur den Anschein danach, als wäre der Mantel je zerrissen gewesen. Auch der Gesichtsausdruck des Albtraumkönigs wirkte zufrieden.
"Keine schlechte Arbeit, auch wenn ich die vorherige Länge etwas misse.", gestand er. "Vielleicht komme ich demnächst wieder und lasse ein zweites Gewand mit der alten Länge machen." Für Clara war das wie Musik in ihren Ohren. Auch, wenn sie vorsichtshalber neuen Stoff dieser Sorte organisieren und ihr Kunde sein Bezahlungsmittel in den Griff kriegen musste. Als würde Pitch ihre Gedanken lesen, antwortete er: "Natürlich nur, sobald ich mein kleines Problem mit den Albträumen gelöst habe."
"Das würde mich doch sehr freuen. Ich wünsche dir viel Glück dabei." Ein leichtes spöttisches Lachen verließ seine Lippen.
"Mit Glück hat das nichts zu tun, Schätzchen. Wir sehen uns bestimmt bald wieder. Süße Träume." Mit dieser Verabschiedung verschwand er in den Schatten und seine Präsenz war nicht mehr zu spüren. Das einzige, was Clara noch wahr nahm, war ihre Katze die sich hinter ihr müde streckte, was sie durch ihr drittes Auge beobachten konnte.

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Helloooo!
Dieser OneShot ist das erste Kapitel einer ganzen Geschichte. Ich wollte es erst einmal als OneShot veröffentlichen um zu schauen, wie es bei euch ankommt. Schreibt mir also gerne eine Review, es würde mich sehr freuen. Anregungen und Ideen für weitere Kunden sind auch gerne gesehen. Genauso wie konstruktive Kritik, auf die ich bestehe! Ich hoffe ich konnte euch ein wenig unterhalten. :)

Liebe Grüße,
Bunny
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