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Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P18 / Gen
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
13.03.2020
40
100.156
12
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.07.2018 1.519
 
So, da ich schon einige weitere Kapitel fertig habe, kann ich getrost das hier online stellen.
Ja, der Aufbau der Geschichte nimmt etwas Zeit in Anspruch. Aber glaubt mir, es wird nicht mehr lange dauern bis es spannender wird.
Bis dahin, viel Spaß mit dem hier.

Gruß Draco ^.-.^



Kapitel 3



Kaum bei Bulma angelangt, wurde sie durch die Tore und Gänge geschleust. Es verwunderte die junge Frau immer wieder, wie ausladend das Anwesen der Briefs war. Und wie modern. Kein Vergleich mit dem alten Herrenhaus ihrer Familie. Für Louise hatte Beides ihren Reiz. Zwar kannte sie sich nicht mir Technik aus, aber hörte doch immer wieder gespannt zu, wenn Bulma in einen Redefluss über ihre Erfindungen geriet.
Und nun merkte Louise auch wie sehr sie sich auf Bulma freute. Die Beiden hatten sich so schnell angefreundet. Vielleicht weil sie Beide Töchter von Reichen Leuten waren und doch nie abgehoben waren. Irgendwie schweißte das zusammen. Außerdem liebte Louise die freundliche, aufgeschlossene Art von Bulma. Sie wirkte so unglaublich taff und mutig, ohne an Fraulichkeit einzubüßen. Das war einfach großartig. Hätte die Unternehmertochter eine große Schwester gehabt, sie wäre glücklich, wenn sie wie Bulma wäre. Nun gut, sie hatte keine Schwester und „was hätte sein können“ war eine unnütze Frage.
Weiter wurde sie von dem Personal geführt, durch gleichbleibende Gänge, hinter dessen Türen sich wer weiß was für fantastische Erfindungen befanden. Und nach gefühlt einer Ewigkeit kam sie endlich im Wohnbereich der Briefs an.
>>LOUISE!<<
Eine überglückliche Bulma strahlte die Jüngere an. Sie breitete die Arme aus und umschloss Louise damit fröhlich.
>>Ach wunderbar. Dein Vater und ich hatten schon darüber gesprochen dich aus dem Zimmer zu zerren.<<
Sie lachte und ließ ihre Freundin wieder los.
Louise war etwas rot geworden und strich sich beschämt über den Arm.
>>Ja, Papa hatte so etwas schon erwähnt. Aber jetzt bin ich ja hier.<<
Bulma nickte zufrieden und ging mit ihrem Gast in das Wohnzimmer, wo Trunks in einem Laufstall angestrengt versucht sein Gleichgewicht mit Hilfe der Stäbe zu halten, an denen er sich hoch gezogen hatte.
Die beiden Frauen setzten sich und tranken Tee.
>>Gut siehst du aus Louise. Mir gefällt dein Outfit, passt irgendwie zu dir.<<
Bulma war froh ihre junge Freundin so zu sehen. Und nicht mehr versunken in ihrem Kummer.
>>Etwas ungewohnt, aber wirklich gut.<<
Louise lächelte aufrichtig.
<<Danke, ich fühle mich jetzt auch viel besser und wohler. Aber ich bin nicht nur hier um dich zu besuchen. Zum einen…. Tut mir leid, das ich mich so kindisch benommen habe und dich immer weg schickte.<<
Man sah ihr deutlich an, das es ihr leid tat. Solch dummes verhalten wegen eines Mannes war ihr im nach hinein mehr als unangenehm. Doch Bulma winkte Kopf schüttelnd ab. Sie kannte Yamchu zur genüge und ihr wurde von ihm auch das Herz gebrochen. Sie verstand die Jüngere sehr gut und für Bulma war das erledigt. Louise war wieder zu sich gekommen, alles andere interessierte nicht. Jedoch fragte sie sich was genau Louise jetzt von ihr wollte.
>>Also, was ist los? Wobei soll ich dir helfen?<<
>>Nun ja, ich wollte dich bitten ein gutes Wort bei Krillin und Muten Roshi für mich einzulegen.<<
Verlegen lächelte die junge Frau. Sie hatte einen Entschluss gefasst. Doch dies jetzt wirklich in Angriff zu nehmen war noch immer seltsam und zugleich spannend.
>>Krillin und Muten Roshi? Was willst du denn von den Beiden?<<
Bulma konnte ihr Erstaunen nicht verbergen. Was wollte denn dieses liebe Mädchen von dem alten Perversling und dessen Schüler?
>>Ich möchte… Nun ja, ich wollte sie bitten mich zu trainieren.<<
Louise atmete einmal tief durch, strahlte aber dann über das ganze Gesicht.
>>Ich wollte mein leben lang das, was Krillin kann und was Yamchu kann. Verstehst du? Kämpfen und stärker werden. Schon als Kind wollte ich einmal bei so einem Turnier dabei sein. Aber ich durfte nie. Doch jetzt! Bitte Bulma…. Kannst du mit ihnen reden?<<
Die Blauhaarige fiel aus allen Wolken. Sie wusste ja, das Louise einen Narren am Kämpfen gefressen hatte. Hatte sie doch oft genug beobachtet wie sie Son-Goku oder Krillin ausfragte und ihren Geschichten mit der Faszination eines Kindes lauschte, das von Märchen aus fremden Welten hörte. Yamchu hatte Louise immer abgeschmettert, aber Goku und sein Freund erzählten ihr gern alles, was die neugierige Louise hören wollte.
>>Du meinst das wirklich ernst.<<
Noch immer sah Bulma die Jüngere mit Erstaunen an. Momente des ungläubigen Schweigens vergingen. Dann fasste Bulma sich wieder, lehnte sich entspannt zurück und trank von ihrem Tee.
Louise platze fast vor Anspannung, weil Bulma ihre nicht antwortete, das war so unerträglich. Gebannt verharrten ihre Augen auf den Lippen der jungen Mutter.
>>Na gut. Klar ich rede mit ihnen.<<
Lächelnd neigte Bulma ihren Kopf zu ihrer Freundin.
Einen Moment passierte nichts, dann fiel Louise der Blauhaarigen in die Arme und bedankte sich tausend Mal. Endlich war da jemand, die nicht s dagegen hatte, das sie sich ihren Traum erfüllte. Und sofort machte sich Bulma ans Telefon, neben ihr eine zu zerreißen nervöse Louise, die nur auf und ab gehen konnte. Sie wollte trainieren und das nicht irgendwo, sondern bei dem Besten! Noch dazu kannte sie Muten Roshi inzwischen sehr gut und wäre bei weitem nicht so scheu, wie bei einem Fremden.
Das Telefonat verlief anfangs ganz ruhig, bis Bulma die entscheidende Frage an den alten Meister richtete.
>>WAS!? Oh, die süße Louise will bei mir trainieren!? Ja, natürlich. Es kann sofort los gehen.<<
Muten Roshi konnte sich kaum halten vor Freude darauf, dieses süße, junge Ding zu trainieren. Er brüllte so laut, das Louise jedes Wort mitbekam, nur das kichern des Greises zum Schluss blieb ihr verborgen.
>>Wirklich! Wirklich, ihr trainiert mich!<<
Sie nahm Bulma das Telefon ab und ihr wurde ganz kribbelig vor Vorfreude.
>>Ja, natürlich. Morgen werde ich auf eurer Insel sein Meister Muten Roshi!<<
Louise legte auf und sah dann wieder Bulma an.
>>Danke Bulma. Ohne dich hätte ich nie den Mut gefunden.<<
Bulma lächelte nur, bei ihr waren gerade ganz andere Gedanken aufgetaucht.
„Ich muss Krillin unbedingt darauf ansetzten, das er auf Louise aufpasst und der alte Perversling ihr nicht zu sehr auf die Pelle rückt.“
Zusammen verbrachten die Beiden Frauen den restlichen Tag. Trunks war bei Bulmas Eltern und die beiden Frauen gönnten sich einen Shoppingtag, bevor Louise ihrem Vater erklären würde, was sie vor hatte.

Mit neuer Kleidung ausgestattet kam sie dann gegen Abend zurück nach Hause, wo ihr Vater schon auf seine Tochter wartete.
>>Kind, ich habe mir schon sorgen gemacht. Wo warst du d…...<<
Er sah die Tüten aus verschiedensten Boutiquen und lächelte.
>>Ah, shoppen. Es freut mich das du dich amüsiert hast. Warst wohl mit Bulma unterwegs.<<
Die junge Frau nickte, stellte die Tüten ab und führte ihren Vater in das große Wohnzimmer. Dort war es etwas dunkel. Große, schwere Möbel standen in dem Raum. Alles war alt und ganz anders als die moderne Einrichtung bei Bulma. Und doch war es schön. Wobei diese Möbel in einem kleineren Raum erschlagend gewirkt hätten.
Sie führte ihren Vater zu seinem Ohrensessel, schnappte sich einen Holzstuhl und erzählte ihm dann was sie vor hatte. Mit Besorgnis hörte er seiner Tochter zu. Sie wollte Kämpfen lernen, immer noch. Irgendwie hatte er ja gewusst das er das nicht verhindern konnte. Aber wirklich freuen tat ihn das nicht. Nachdem seine kleine Tochter fertig war, seufzte er er tief und lehnte sich in den Ohrensessel zurück.
>>Du möchtest es wirklich, nicht wahr mein Schatz?<<
Wieder ein tiefes seufzen, gefolgt von einem geschlagenen Lächeln. Seiner Tochter ging es so schlecht in letzter Zeit und jetzt strahlte sie wieder über beide Ohren. Während sie erzählt hatte, war sie glücklich, gestikulierte wild und fröhlich. Wie hätte er da nein sagen können? Verbieten konnte der Unternehmer ihr eh nichts mehr. Und so nickte er. Es war Nathan wichtiger das seine Tochter glücklich war, als an irgendwelchen, verstaubten Konventionen fest zu halten.
Und so stimmte er trotz seiner Sorge zu. Was ihm eine Umarmung einbrachte, die fester nicht hätte sein können.
Zusammen verbrachten die Beiden den Abend, aßen, redeten und als sich Louise in ihr Zimmer zurück zog war einfach alles perfekt. Rücklings ließ sie sich auf ihr Bett fallen und sah hinauf zu den Stoffen, die ihr Himmelbett überragten. Eine Nacht noch und sie könnte endlich das tun was sie immer wollte. Und das nur weil ihre alte Welt zusammen gebrochen war. Das schien in weite Ferne gerückt. Manchmal muss eine Welt eben zerbrechen damit eine neue entstehen konnte. Und das Leben, das jetzt vor ihr lag, war viel mehr sie selbst, als jenes in dem sie einen Mann anhimmelte und vollkommen verfallen alles tat was er wollte.
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