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Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P18 / Gen
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
13.03.2020
40
100.156
12
Alle Kapitel
36 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
13.03.2020 4.002
 
Hallo meine lieben Leser. ^.-.^

Diese Kapitel ist etwas länger geraten. Ich wünsche euch dennoch viel Spaß beim lesen.
Lasst ruhig ein paar Worte zu diesem, vorletzten Kapitel meiner FF da, wenn ihr etwas dazu zu sagen habt. ^.-.^

Doch jetzt lest in Ruhe und noch einmal wünsche ich viel Spaß.

liebe Grüße, Draco.




Kapitel 38




Ratlosigkeit hatte sich in der Gruppe um Goku breit gemacht. Was hatte Cell jetzt wieder vor? Handelte es sich hier um einen undurchschaubaren Trick des Monsters, das gerade zum letzten, alles vernichtenden Schlag ausholen wollte?
Doch es geschah nichts. Die kleinen Kopien schwebten weiter in einigem Abstand zu Vegeta und Piccolo, die ihre Chance nutzen um etwas zu Atem zu kommen. Die 5 Wesen sahen zu ihrem Schöpfer hinab, der noch immer lächelte, die Augen geschlossen hatte und die Stille in seinem Geist genoss.
Während Die Gruppe noch immer darauf gefasst war, wieder von Cell angegriffen zu werden, erkannte Louise was mit ihm gerade geschah und lächelte erleichtert. Er hörte auf. Das perfekte Geschöpf, das ihr unendlich viele wundervolle Erinnerungen geschenkt hatte, kämpfte gegen seine Bestimmung und gewann.
Nie zuvor war Cell von solcher Ruhe erfüllt worden. Selbst in den Momenten, als er mit Louise zusammen am Feuer saß, ihr lauschte, sie im Arm hielt, während sie vor Erschöpfung einschlief oder ihren Gedankengängen lauschte, war seine Programmierung immer präsent gewesen. Wenn auch nur als Rauschen, aus scheinbar endloser Ferne, die Programmierung war da und drängte ihn seine Aufgabe zu erfüllen. Doch jetzt fühlte das Mischwesen sich zum ersten Mal befreit von diesen geistigen Ketten. Wenn sein Reise mit Louise ihm bisher schon soviel gegeben hatte, wie sehr würde er die zukünftigen Entdeckungen genießen können? Es war Cell nicht möglich sich das vorzustellen und so blieb nur, es herauszufinden.
>>Das Turnier ist vorbei.<<
Das perfekte Geschöpf öffnete die Augen und sah zu der Gruppe hinauf, die ihn misstrauisch betrachtete. Auch Goku, Krillin und Tenshinhan waren inzwischen wieder auf den Beinen, wenn auch eher schlecht als recht. Langsam drehte Cell seinen Kopf und sah letztlich Gohan an.
>>Du solltest lieber weiter Trainieren. Ich werde bestimmt wieder gegen dich und deinen Vater kämpfen wollen. Und da will ich was richtiges sehen und nicht so eine lahme Vorstellung wie heute.<<
Ein wenig bedrohlich grinste der Cyborg den kleinen Jungen an, der verständnislos zu ihm auf sah.
Cell fand sich damit ab, seine Bestimmung nicht zu erfüllen, aber das bedeutete noch lange nicht, dass er nie wieder von sich hören lassen würde. Er war ein Kämpfer, genau wie jene, aus deren Zellen er einst erschaffen wurde. Doch war der Tot seines Gegners nicht mehr von Nöten. Ein Sieg blieb auch dann ein Triumph, wenn der Gegner weiter lebte. Und so konnte er sich in der Zukunft darauf freuen immer wieder jemanden zum Spielen zu haben, wenn ihm Mal langweilig war und er seine eigenen Grenzen austesten wollte.
Wieder sah Cell hinauf zu der Gruppe und fixierte Goku mit seinem Blick.
>>Ich habe mich umentschieden. Ihr dürfte eure Leben behalten. Bei unserem nächsten Kampf solltest du aber bereit sein Goku, sonst überlege ich mir das Ganze doch noch einmal.<<
Arrogant grinste der Cyborg.
Zuerst war Goku ziemlich verwirrt über diese Wendung, grinste dann aber ebenfalls und nickte.
>>Nochmal werde ich dich nicht so unterschätzen. Beim nächsten Mal werde ich gewinnen!<<
Kurz kratze sich der Saiyajin am Hinterkopf und sah das perfekte Geschöpf auf der Ebene, mit schief gelegtem Kopf an.
>>Du wirst keine Unschuldigen mehr töten, oder? Sonst kann ich dich hier nicht einfach weg gehen lassen.<<
Der Angesprochene zuckte mit den Schultern.
>>Ich habe nicht vor jemanden zu töten, solang man mir nicht auf die Nerven fällt.<<
Das reichte um Goku zu beruhigen und wieder grinsen zu lassen. Wenn Cell niemanden mehr etwas tat, dann war der Krieger damit vollkommen zufrieden. Auch wenn Goku nicht wusste woher genau der Sinneswandel Cells kam, so sollte es ihm nur recht sein, das es jetzt so endete. Immerhin konnte er sich nun auf zukünftige Kämpfe freuen. Was wollte man mehr, als vom Kampf besessener Saiyajin?
Von seinen Freunden erntete der naive Krieger nur ungläubige Blicke. Doch wer von ihnen sollte schon etwas gegen diese Wendung sagen? Fast jeder im Umfeld von Goku war Mal sein Feind gewesen. Manch einer verdankte sein jetziges Leben der Gutmütigkeit der auf der Erde aufgewachsenen Saiyajin. Auch wenn es manchmal schwer war diese Tatsache zu akzeptieren.

Hunderte Kilometer entfernt von dem Ort, an dem ein scheinbar unvermeidliches Schicksal im letzten Moment abgewendet wurde, stand Yamchu noch immer auf einem Hügel und sah erwartungsvoll zu Shenlong hinauf. Kurz leuchteten die roten Augen des Drachen auf, nachdem Yamchu seinen Wunsch ausgesprochen hatte.
>>Diesen Wunsch kann ich nicht erfüllen.<<
Es war nicht zu fassen. Yamchu konnte kaum glauben was er hörte, nicht einmal Shenlong konnte ihm seinen Wunsch erfüllen. Es war unglaublich und der ehemalige Wüstenbandit wollte es einfach nicht wahr haben.
>>WAS!? Wie ist das möglich!? Los, erfülle mir meinen Wunsch! Wie kann dieser Wunsch deine Kraft übersteigen!? DAS IST NICHT MÖGLICH!<<
Der Drache hingegen blieb vollkommen ruhig und ungerührt von den Worten Yamchus.
>>Ich kann ein Herz nicht dazu bringen jemanden zu lieben, wenn es bereits jemand anderen liebt.<<
Wieder fühlte Yamchu sich vor den Kopf gestoßen. Seine Louise liebte bereits jemand anderen? Sie wagte es wirklich ihn einfach zu vergessen und sich jemand anderen zu suchen? Ungezügelte Wut flammte in ihm auf. Louise sollte ihm gehören, sonst niemanden und jetzt war es wieder geschehen. Wie einst bei Bulma kam dem Kämpfer wieder ein anderer dazwischen und dieses Mal wusste er nicht einmal wer es war. Warum nur spielte ihm das Leben so unfair mit, obwohl er so etwas doch gar nicht verdient hatte.
>>Nenne mir deinen zweiten Wunsch.<<
Die dröhnende Stimme Shenlongs riss Yamchu aus seinen Gedanken.
>>Zweiter Wunsch? Du hast mir meinen ersten nicht erfüllt!<<
>>Wenn du weiterhin so Respektlos bist, kleiner Mensch, dann wird sich auch dein zweiter Wunsch nicht erfüllen.<<
Shenlong mochte ein mächtiges Wesen sein, der jedem zwei Wünsche erfüllte. Doch konnte er die Regeln durchaus biegen, wenn er beleidigt wurde. Und das bekam Yamchu gerade zu spüren.
Zähne knirschend musste der einstige Bandit die Entscheidung des Drachen hin nehmen und brauchte einen Moment, bis er wusste, was er sich wünschen sollte.
>>Bring mich zu Louise.<<
Wieder leuchteten die Augen Shenlongs auf und diesmal wurde der Wunsch auch erfüllt. Yamchu verschwand, ebenso wie der Drache. Die Kugeln stiegen auf und flogen hinaus in die Welt, wo sie neue Kräfte sammeln würden und auf den nächsten warteten, der sie zusammen trug.

Ohne jede Vorwarnung stand Yamchu plötzlich neben Louise und schlug ihr mit brachialer Gewalt in den Nacken. Es war der Brünetten unmöglich auszumachen, was da gerade geschehen war. Sie spürte nur einen ungeheuren Schmerz, der sich durch ihre Wirbelsäule zog und von dort wellenartig  in ihren Körper jagte. Mit aufgerissenen Augen kippte sie nach vorn und wurde von einer großen Hand aufgefangen, die ihren Hals umgriff, sie anhob und sie gegen die Felswand schmetterte, vor der sie gestanden hatte.
>>Du wagst es mich zu verarschen und dich an jemand anderen ran zu machen! WER IST ES!<<
Louise begriff kaum was gerade geschah. Sie sah nur das von Wut entstellte Gesicht ihres Ex und wie dieser sie anbrüllte. Nach dem Kampf gegen Cell konnte sie unmöglich die Kraft aufbringen, sich gegen diesen urplötzlichen Angriff zu wehren. Da Yamchu noch immer den Hals der jungen Frau mit eisernem Griff gepackt hielt, war es ihr auch nicht möglich zu sprechen. Sie konnte ihn nur ansehen, während ihr die Luft ausging.
„Was redet er da?“
Dies war der letzte Gedanke, den sie noch zusammen brachte, während ihre Blick sich von Yamchu löste, an ihm vorbei sah und an Cell haften blieb, der dich gerade in Bewegung setzte. Nur ein Augenblick konnte die junge Frau den Cyborg betrachten, da riss ihr einstiger Verlobte sie von der Wand weg und schlug Louise auf den steinernen Grund des Felsvorsprungs. Jetzt ließ er auch den Dragonballradar fallen, den er bis dahin krampfhaft umgriffen hatte.
>>Ich hab mich lang genug von dir zum Narren halten lassen!<<
Louise sah ein gelbes Leuchten in der nun freien Hand Yamchus, dann hörte sie nur noch berstendes Gestein. Sie fiel und der Schmerz, der sie bis eben noch betäubte, wich vollkommen von der Kämpferin. Ihre Sinne versagten der jungen Frau und letztlich schwand ihr Bewusstsein ins Nichts.

In dem Moment als Yamchu auftauchte und Louise angriff, wandte Cell sich zu dem Geschehen. Der Cyborg riss die Augen auf und sah wie der einstige Wüstenbandit die junge Frau wie eine Stoffpuppe gegen die Felsen schmetterte. Es mochte niemanden geben der so schnell reagieren konnte wie Cell und doch reichte es nicht aus, um das zu verhindern, was gerade geschah. Obwohl er Augenblicklich los flog konnte er Louise nicht rechtzeitig erreichen. Die junge Frau war zu weit entfernt gewesen, weil das perfekte Wesen sicher gehen wollte, das sie nichts abbekam während seines Kampfes. Es ging zu schnell und die gelbe Energiekugel riss die Felswand auseinander, auf der Louise bis vor wenigen Augenblicken sicher gewesen war.
Inmitten seines Fluges stoppte Cell, nur noch wenige Meter entfernt von Yamchu, der schwer atmend über den Trümmern schwebte, zwischen denen Louise reglos lag. Ausdruckslos sah der Cyborg den Kämpfer vor sich an, der noch nicht bemerkt hatte, das er von Cell ins Visier genommen wurde. Ein Atemzug, dann zwei, in denen Cell versuchte die Aura der jungen Frau zu erfassen. Doch es war ihm nicht möglich. Es mochte so erscheinen, dass das perfekte Wesen vollkommen ruhig war, aber seine Muskeln waren zum zerreißen angespannt. Noch immer konnte er die Aura der jungen Frau nicht wahr nehmen und er schwebte auf Yamchu zu, der erst jetzt die Gefahr bemerkte, in der er sich befand. Ein Fluchtversuch scheiterte daran das der Kämpfer viel zu langsam war um dem Zorn Cells zu entgehen.
Das Mischwesen packte den einstigen Banditen, indem er mit seiner Hand dessen Gesicht ergriff, seine Handfläche lag auf Nase und Mund des Mannes, der Cells Schülerin angegriffen hatte. Die Finger umgriffen die Wangen und Kopfseiten Yamchus. Noch immer ausdruckslos, ruhig sah der Cyborg Yamchu an und zwang diesen, durch seinen Griff, ihn anzusehen. Todesangst spiegelte sich in den Augen des Kämpfers wieder, der nicht damit gerechnet hatte, dass er von Cell angegriffen werden würde.
>>Wie konntest du es wagen?<<
Eiskalt durchbrach Cells Stimme die erdrückende Stille, die sich nach dem zusammenbrechen der Felswand ausgebreitet hatte.
Natürlich konnte Yamchu in seiner Lage nicht antworten und brüllte voller Angst in die Handfläche des perfekten Wesens, was nur dumpf verklang. Verzweifelt umgriff der Ex von Louise den Arm seines Angreifers und versuchte sich zu befreien. Er zappelte, doch konnte er dem Griff nichts entgegen setzen.
Während der ehemalige Wüstenbandit weiterhin versucht sich zu befreien, sah Geros Schöpfung zu den zersplitterten Felsen hinab. Sein Blick ruhte auf Louise, die dort lag, der Körper zerschunden von den scharfkantigen Brocken, die mit ihr zusammen in die Tiefe gestürzt waren. Es lag kein Ausdruck der Trauer im Gesicht Cells, nur kalte, ernste Ruhe.
Wie in Zeitlupe hob der Cyborg seine linke Hand und legte sie auf Yamchus Brustkorb. Energie sammelte sich darin, die der einstige Verlobte von Louise auf seiner Haut prickeln spüren konnte. Dieses Gefühl veranlasste ihn noch einmal dazu, zu versuchen sich zu befreien. Doch es gab keine Chance. Die Energie wurde intensiver und brannte sich durch die Kleidung Yamchus, der nur weiter dumpf in die Handfläche des Monster brüllen konnte, dessen Hass er auf sich gezogen hatte. Letztlich ließ Cell der Energie freien Lauf und diese durchschlug den Körper des Schwarzhaarigen, der sofort erschlaffte. Ungerührt ließ der Cyborg den Toten fallen und sah noch einmal zu der jungen Frau hinab, die ihn nie wieder überraschen, ihm nie wieder ihr Lächeln schenken würde.
Eben noch war Cell bereit gewesen den Grund seiner Existenz hinter sich zu lassen. Er war bereit gewesen dem Wahnsinn zu widerstehen, der ihm von Gero aufgezwungen wurde. Doch jetzt war die Stimme zurück gekehrt, die ihn für wenige Momente verlassen hatte. Ein anhaltendes Brüllen in seinem Geist, das er zum ersten Mal begrüßte, verdrängte den unfassbaren Schmerz, der sich in ihm ausbreiten wollte, während er auf seine Schülerin hinab sah. Ein roter Schleier legte sich über Cells Gedanken und verdrängte jeden Wunsch nach Freiheit. Es gab nichts mehr wofür sich die Freiheit lohnen würde, die er sich bis eben ersehnt hatte. Allein war diese Welt für ihn nichts wert. Und so gab er sich den Befehlen hin, die das Ende der Welt bedeuteten und jeden Gedanken an seine Schülerin auslöschten.
>>Tötet sie!<<

Weder Goku, noch einer der anderen konnte fassen was sich gerade abgespielt hatte. Und sie hatten keine Zeit das Geschehen zu verarbeiten, da griffen die Baby-Cells sie bereits an. Und diesmal war es brutaler. Krillin und Tenshinhan lagen schon nach einem Schlag niedergestreckt am Boden, Goku konnte sich kurz zur wehr setzen, war aber ebenfalls hoffnungslos unterlegen. Selbst Piccolo und Vegeta hatten kaum noch eine Chance auf Gegenwehr. Das Spiel von Cell war vorbei. Es ging nicht mehr darum die Kräfte in Gohan zu wecken, sondern um das erfüllen seiner Bestimmung.
Der kleine Halb-Saiyajin, der ebenso wie alle anderen, alles mit angesehen hatte war wie betäubt, bis er den Kampf bewusst wahr nahm, der über ihm statt fand. All das Chaos, die Gewalt veränderten etwas in dem Jungen. Ein mentaler Schalter hatte sich umgelegt und führte dazu, dass Gohan aufsprang und seinen Zorn hinaus brüllte. Alles war gut gelaufen, eben war alles noch dabei gut auszugehen, niemand hätte sterben müssen. Doch jetzt wurde durch das gekränkte Ego eines einzelnen Mannes, ein Monster entfesselt, das die Welt zu vernichten drohte. Und es fing damit an, indem es seine Freunde und Familie töten wollte.
Der Wutschrei des Jungen hallte über die Gegend und sein Ki explodierte förmlich, als es aus ihm heraus trat. Blitze zuckten um den Jungen herum und schlugen in den Boden ein. Seine Kraft war so sehr in die Höhe geschossen, dass sich alle ihm zuwandten. Wut entbrannt flog der junge Halb-Saiyajin auf die kleinen Kopien Cells zu, die gar nicht wussten wie ihnen geschah. Es war nur eine Sache von Sekunden und der Erste von ihnen fiel Kopflos zu Boden. Kurz danach folgte ein zweiter, die letzten Drei wurden von Gohan mit einem Energiestrahl vernichtet.
Als er mit den Baby-Cells fertig war, wandte er sich zu Cell, der dem ganzen vollkommen ungerührt zugesehen hatte.
>>Das ist deine letzte Chance Cell. Hör auf und geh, wie du es eben gesagt hast.<<
Doch dem Cyborg war egal was der Junge vor ihm sagte. Stattdessen ging er zum Angriff über und wieder waren die Beiden in einen Schlagabtausch verwickelt. Knurrend musste Cell feststellen, dass Gohan jetzt viel Stärker war als zuvor. Es ging so weit, das sich das perfekte Wesen nicht sicher war, ob die Kräfte des Halb-Saiyajin seine eigenen eventuell überstiegen. Doch inzwischen hatte das Programm beinahe volle Kontrolle über Cells Handeln und zwang ihn dazu weiter zu machen. Töten oder sterben, das war das Einzige worum es hier noch ging.
Minutenlang schlugen die beiden Gegner aufeinander ein, bis sie sich wieder gegenüber standen und einander fixierten. Keiner der Beiden gab nach, obwohl sie inzwischen deutliche Erschöpfungserscheinungen hatten und von Wunden gezeichnet waren. Schwer atmend sahen sie einander an, suchten eine Schwachstelle beim jeweils anderen, um diesen Kampf endlich zu beenden.

Zwischen den Trümmern der zersprengten Felswand lag Louise, noch immer regungslos und obwohl ihr Körper keine spürbare Aura ab gab, atmete die junge Frau.
Als sie vor Wochen in der Kapsel, in Geros Labor lag, hatte der Computer alle Maßnahmen ergriffen, um die junge Frau am Leben zu erhalten. Die Kapsel selbst reichte nicht aus um einen Menschen in einen Cyborg umzuwandeln, doch einige Dinge waren durchaus möglich. Während die robotischen Apparaturen Louise versorgten, drohte ihr Herz auszusetzen. Auch ihr Zwerchfell war verletzt gewesen und konnte seine Aufgabe, ohne technische Hilfe, nicht erfüllen. Zwei winzige, technische Wunderwerke, wurden in Louises Körper eingesetzt und auch wenn sie nicht für diesen Zweck geschaffen wurden, so retten diese kleinen Geräte jetzt ihr Leben, indem sie Herz und Lunge weiter antrieben.
Langsam erholte sich der Körper der jungen Frau vom Schock und die Organe arbeiteten wieder selbstständig. Kaum, dass dies geschah strahlte sie auch wieder eine Aura aus und öffnete die Augen langsam. Nur allmählich erlangte die Brünette ihr Bewusstsein wieder und das Erste was sie spürte waren höllische Schmerzen, die ihren ganzen Körper einnahmen. Sie keuchte leicht und versuchte sich aufzusetzen. Erst wollte Louise ihr Körper nicht mitspielen, er verlangte nach Ruhe, wollte sie zwingen liegen zu bleiben, aber das war nicht möglich. Es ging etwas vor und Louise zwang sich selbst den Schmerz zu überwinden und aufzustehen. Eine Ewigkeit schien zu vergehen, bis die Kämpferin endlich auf ihren Beinen stand und sich mit der Schulter gegen einen der Felstrümmer lehnte, die um sie herum lagen.
„Was ist passiert?“
Nur langsam kamen ihre Erinnerungen zurück, während sie sich umsah. Dann fiel ihr alles wieder ein und erneut konnte die junge Frau kaum glauben wozu ihr Ex fähig war. Doch darum konnte sich Louise jetzt nicht kümmern. Sie hatte Cell und Gohan entdeckt, die sich gegenüberstanden. Wieso taten sie das? Der Kampf war doch vorbei. Und doch war der Ernst in der Luft spürbar. Das Schicksal der Erde stand wieder auf dem Spiel. Wie auf ein Signal hin, legten die Kämpfer, die Louise unmöglich erreichen konnte, ihre Hände an ihre Körperseiten und sammelten alle Energie, die sie noch irgendwie aufbringen konnten, in blau schimmernden Kugeln, die zwischen ihren Händen wuchs.
Warum war jetzt wieder alles so aus der Bahn geraten? Louise wollte nach den Beiden rufen, doch sie brachte nichts weiter als einen kläglichen, krächzenden Laut hervor, der in einem schmerzhaften Husten endete.
„Nein… Es war doch alles gut gewesen. Cell hatte sich doch gegen sein Programm gestellt!“
Louise konnte nichts anderes tun als zu zusehen und all ihre Hoffnungen zerfielen zu Asche.

Weder Gohan noch Cell gaben nach. Aufgeben war keine Option, es musste hier und jetzt enden, auf die eine oder andere Weise.
Immer weiter schwollen die Energie gespeisten Kugeln zwischen ihren Händen an. Gleichzeitig rissen die Kämpfer ihre Arme nach vorn und entließen die gebündelten Kräfte in zwei Strahlen, die zwischen ihnen aufeinander prallten. Eine Druckwelle jagte über die Gegend, der Boden riss auf und machte deutlich was für Kräfte dort aufeinander trafen.
Sowohl Cell als auch der junge Gohan stemmten sich mit aller Kraft gegen den Angriff des jeweils anderes. Ihre Füße Gruben sich in den Boden, während sie langsam auseinander getrieben wurden.
Anfangs schien die Kraft noch ausgeglichen zu sein, doch allmählich ließen Gohans Kräfte nach. Der gewaltige Energieball, der sich zwischen den Strahlen gebildet hatte, nährte sich Stück für Stück dem Halb-Saiyajin. Niemand war noch fähig einzugreifen und Gokus Sohn zu helfen.
Cell war sich seines Sieges inzwischen sicher und grinste bösartig. Wenn er erst den Kleinen aus dem Weg geräumt hatte, war alles andere nur noch ein Kinderspiel. Niemand konnte ihn dann noch aufhalten. Seine Konzentration lag vollkommen darauf, das Kame-Hame-Ha weiter mit Energie zu versorgen, um endlich den Jungen zu erledigen, der sich ihm noch immer entgegenstellte. Bis etwas   seine Aufmerksamkeit erregte, das er im Augenwinkel sehen konnte. Ohne seinen Angriff abzumildern sah Cell jetzt ganz zu dem, was seine Aufmerksamkeit geweckt hatte.
Der rote Schleier, der sich über den Geist des Cyborgs gelegt hatte, lichtete sich ein wenig als er erkannte, wer dort zwischen den Trümmern stand und zu ihm rüber sah. Seine Programmierung wollte das Cell sich wieder auf seinen Gegner konzentrierte, doch verdrängte er das Schreien, das er bis eben noch begrüßt hatte um seine eigenen Schmerzen abzumildern. Louise stand dort und sah ihn an. Wie war es möglich, dass die junge Frau lebte? Aus irgendeinem Grund, den er einfach nicht fassen konnte, war sie noch da. Aber wie lange noch, wenn er jetzt diesen Kampf gewann?
Er wendete den Blick von Louise ab und sah in die blaue Energie, die nach wie vor zwischen ihm und Gohan stand. Wenn Cell es jetzt zu Ende brachte, würde sein Programm ihn übernehmen, egal wie sehr er sich wehrte. Er wäre kaum mehr als eine lebendige Maschine, die vor nichts und niemanden mehr halt machen würde. Dem Cyborg wurde bewusste, das dieser Kampf jetzt kein gutes Ende mehr nehmen konnte, schloss die Augen und lächelte.
Nur ein klein wenig schraubte das Mischwesen seine Kraft herunter, obwohl die Stimme in seinem Hinterkopf ihn anschrie, ihm Schmerzen bereitet. Und sofort gewann Gohan die Oberhand. Mit einem Schrei, mit dem er seine letzten Kraftreserven mobilisierte, jagte der kleine Junge den Energiestrahl Cell entgegen, der davon erfasst wurde. Im Inneren der Explosion wurde der Körper des perfekten Wesens vollkommen vernichtet, bis nicht eine Zelle mehr von ihm übrig blieb.

Vollkommen erschöpft ging Gohan in die Knie und atmete schwer. Er hatte es geschafft, nach allem was geschehen ist, war es nun endlich vorbei. Piccolo war der Erste, der bei Gohan ankam und ihm eine Hand auf die Schulter legte.
>>Gut gemacht Kleiner.<<
Auch der Rest folgte langsam und versammelte sich um den jungen Halb-Saiyajin. Sie alle waren schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, lebten aber noch.
>>Ich werde uns zu Dende bringen.<<
Goku konnte sich kaum auf den Beinen halten, lächelte aber stolz seinen kleinen Jungen an. Es würde Zeit brauchen all dies zu verarbeiten, aber zumindest war die Erde sicher und die Bewohner konnten durchatmen. Gohan nickte nur. Er war zu fertig um groß etwas zu tun, noch dazu belastete ihn sehr, was an diesem Tag geschehen war.
Gerade als Goku die ganze Gruppe zu Dende auf die Plattform teleportieren wollte, hielt Piccolo ihn auf. Der Namekianer hatte etwas gehört und deutete auf diejenige die er entdeckt hatte. Abseits, zwischen den zertrümmerten Felsen kniete Louise und weinte.
>>Louise! Du lebst!<<
Krillin konnte es kaum glauben und machte sich auf den Weg zu der Brünetten. Doch die junge Frau reagierte nicht auf ihn und schluchzte weiter in ihre Hände. Erst als der Kämpfer ganz nahe war, verstand er die Worte, die sie immer wieder murmelte, während sie ihrer Trauer freien Lauf ließ.
>>Cell…… Cell, bitte komm zurück….<<
Unschlüssig kniete sich der Glatzkopf zu Louise hinab und legte ihre eine Hand an den Oberarm.
>>Louise? Was….. was redest du da?<<
Die Angesprochene, nahm die Hände runter, sah ihrem Freund ins Gesicht und schüttelte seine Hand ab.
>>Geh weg Krillin… bitte…. Bitte lass mich allein.<<
Ihre geröteten Augen waren voller Schmerz über den Verlust, den sie erlitten hatte und den niemand jemals verstehen würde. Sie trauerte einem Monster nach und wollte sich nicht erklären. Sie wollte allein sein, mehr nicht.
>>Nein… Du musst mit zu Dende kommen Louise, sieh dich doch an. Und…. Und du musst uns endlich sagen was los ist.<<
>>Ich will aber nicht. Lass mich in Ruhe.<<
Goku war inzwischen dazu gekommen und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter. Er führte Krillin weg von der jungen Frau und zurück zu den anderen.
>>Ich kümmere mich um sie, sobald Dende uns geheilt hat.<<
So ließ der Saiyajin-Krieger die Brünette fürs erste zurück und brachte die anderen zur Plattform des Hüters, damit sie endlich versorgt werden konnten. Es schien ihm klüger Louise jetzt nicht zu bedrängen. Was auch immer hinter der ganzen Sache zwischen ihr und Cell steckte, es war der falsche Zeitpunkt um Louise damit zu konfrontieren.
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