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Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P18 / Gen
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
13.03.2020
40
100.156
12
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Dieses Kapitel
1 Review
 
07.03.2020 2.292
 
Kapitel 34





Nachdem Louise ihre Kraft einige Sekunden aufrecht erhalten hat, ließ sie diese wieder abklingen und öffnete die Augen.
>>Und? Was sagst du dazu?<<
Der Cyborg, der nach wie vor im Schneidersitz vor ihr schwebte, zuckte mit den Schultern.
>>Da ist noch Luft nach oben. Aber es ist eine Steigerung.<<
>>Oh, nur nicht zu viel des Lobes Cell.<<
Grummelnd verschränkte die junge Frau die Arme und sah ihn gespielt beleidigt an, während Cell grinste und sich wieder auf den Boden stellte.
>>Um gegen mich was auszurichten reicht es noch lange nicht, kleines Mädchen.<<
Das war Louise ja nun wirklich mehr als bewusst. Als ob sie jemals die Fähigkeiten hätte um irgendwie an Cells Kraft heranzureichen. Allein die Vorstellung war lächerlich.
>>Ist doch egal.<<
Auch Louise stellte sich wieder auf die Bodenplatten, ging auf Cell zu und tippte ihm gegen die Brust.
>>Ich wette das ich dich nachher trotzdem erwischen kann. Da kannst du machen was du willst.<<
Diesmal war es Louise die grinste und einem etwas ratlosen Cell in die Augen sah. Dieser fragte sich was seine kleine Schülerin ausgeheckt hatte und lächelte sie dann an. Die Neugier war zurück. Was würde sie ihm wohl entgegensetzen? Was hatte die Brünette getan, das sie sich so sicher war ihn auch nur einmal erwischen zu können? Obwohl sein Hauptaugenmerk auf den Kampf gegen Goku lag, erfüllten ihn Louises Worte mit einer wundervollen Vorfreude. Ein Kampf gegen einen ebenbürtigen Gegner war etwas wonach beinahe jeder Kämpfer strebte. Doch es gab noch andere Dinge. Es ging nicht immer um den Sieg, nicht immer um das Kräftemessen mit jemanden, der die gleiche Kraft wie man selbst besaß. Kampf war so viel mehr. Es ging um den Rausch des Neuen. Zu sehen was der andere einem entgegensetzte und wie gut man selbst in der Lage war, darauf zu reagieren. Louise verstand das ebenso wie Cell.
>>Dann solltest du mich nach deinen großen Worten aber auch nicht enttäuschen. Das würdest du bereuen.<<
Schmunzelnd nahm Louise die Worte des Mischwesens hin und atmete einmal tief durch. Dann sah sie in die Ferne.
>>Ich werde das hier nicht aufhalten können, nicht wahr? Du musst gegen Goku kämpfen.<<
Auch das perfekte Wesen sah in die Ferne und verschränkte die Arme.
>>Ja und ich will es auch gar nicht anders.<<
War zu erwarten. Doch was würde nach dem Kampf geschehen? Nach ihren Recherchen im Labor von Dr. Gero sah die Zukunft düster aus. Wenn Cell den Kampf gewinnt würde er die Erde zerstören. Dies hatte die junge Frau voller entsetzen erfahren, als sie sich immer weiter in die kranke Welt Geros begeben hatte. Dem Scheusal reichte es nicht Goku zu töten. Er wollte alles Leben auslöschen. Jene die ihn einst auslachten, ebenso wie diejenigen, die nicht Mal wussten das er je existiert hat. Und letztlich sollte Goku auch tot bleiben. Keine Dragonballs, keine Hoffnung, kein Leben, das war das letzte Ziel des wahnsinnigen Doktors, bevor er starb. Wenn Goku verlor würde die Welt vernichtet werden.
Die junge Frau seufzte und ließ den Kopf hängen.
>>Was ist los?<<
Was für eine überflüssige Frage. Cell wusste ganz genau was los war und doch wollte das perfekte Wesen es von der kleineren Frau neben sich hören.
>>Was soll schon sein? Ich will nicht das du stirbst. Ich will das alles hier nicht. Und es gibt keine Möglichkeit das ich das irgendwie ändern kann.<<
Die Kämpferin sah wieder in die endlose Weite, die sich bis zum Horizont erstreckte.
>>Wenn du es nicht änderst, dann gibt es nichts und niemanden der diesen Wahnsinn aufhalten kann.<<
Der Cyborg sah zu ihr hinab. Sein Blick war kritisch und forschend. Er verstand nicht wie Louise darauf kam, das gerade er das ändern musste. Das er, ihren Worten nach, der Einzige war, der das Unvermeidliche doch noch aufhalten konnte.

Sowohl Cell als auch Louise waren zu sehr mit ihrem Wiedersehen und ihrem Gespräch beschäftigt um den Neuankömmling zu bemerken, der nur 50 Meter entfernt, hinter ihnen auf dem Felsen gelandet war, auf dem auch die junge Frau kurz zuvor landete.
„Was geht hier vor sich?“
Der Namekianer stand mit verschränkten Armen auf dem Felsen und beobachtete Cell und Louise. Er hatte jedes Wort gehört, seit er ankam und wusste diese Situation nicht einzuordnen. Die junge Frau, die auch ihn einst nach seinen Kämpfen ausgefragt hatte, schien keinerlei Angst zu haben, obwohl sie direkt neben einem Monster stand. Viel mehr erschien es Piccolo so, als würde sie den Cyborg kennen. Sie unterhielt sich mit ihm nicht anders als mit ihren Freunden. Es war geradezu grotesk. Der namekianische Kämpfer spürte eine eigenartige Angst in sich, die er vor Cell hatte. Dieses Monstrum war so übermächtig, das Piccolo noch immer nicht wusste, ob Goku fähig sein würde, diesen Kampf zu gewinnen. Und da stand diese Menschenfrau neben Cell und sprach mit ihm, als wäre es vollkommen normal für sie. War ihr die Gefahr nicht klar? Das konnte Piccolo unmöglich einschätzen. Er kannte Louise nicht gut genug, um zu wissen, wie gut ihre Fähigkeiten und Sinne waren. Von Dende hatte Piccolo erfahren, dass Louise im Raum von Zeit und Geist trainiert hatte, dass sie gegen Cell kämpfen wollte. Etwas das der Sohn des Oberteufels nicht verstand. Was wollte diese junge Kämpferin schon ausrichten? Und jetzt war die ganze Situation noch eigenartiger geworden.
„Was redet sie da? Cell soll den Kampf aufhalten? Ist sie verrückt geworden? Und warum kann sie so mit diesem Ding reden!?“
Auch empfand er die Kraft von Louise als sonderbar. Sie war erstaunlich hoch. Viel höher als beim letzten Mal, als er diese spürte und das war nur wenige Wochen her. Selbst im Raum von Geist und Zeit konnte sie unmöglich solche Fortschritte gemacht haben. Im ersten Moment wusste er nicht einmal wessen Aura hier in die Höhe geschossen war. Alles im allem, hatte der Namekianer das Gefühl etwas überaus wichtiges verpasst zu haben.

Den zweiten Besucher konnten Louise und Cell unmöglich übersehen, denn er landete genau neben der Brünetten, griff dieser an den Arm und zog sie ein Stück von Cell weg.
>>LOUISE! Was tust du hier!? Bist du verrückt geworden!?<<
Perplex stemmte Louise sich gegen diesen plötzlichen Ruck an ihrem Arm und befreite sich.
>>Krillin?<<
Noch immer verwirrt über das Handeln des ehemaligen Mönches, sah sie diesen an.
>>Was soll das?<<
Doch Krillin reagierte gar nicht auf Louise, sondern stellte sich vor sie, den ernsten Blick auf Cell gerichtet und bereit zu kämpfen, wenn es dazu kommen würde.
Cell hingegen sah Krillin ruhig an, die Arme weiterhin verschränkt. Doch lag in seinem ernsten Blick ein gefährliches Glänzen. Dieser kleine Kerl hatte es tatsächlich gewagt Louise anzupacken und sich zwischen sie und Cell zu stellen. Der Cyborg drehte sich ganz zu Krillin und ließ die Arme sinken.
>>Du willst wohl sterben. Dabei bin ich gern behilflich!<<
Ein eiskalter Schauer durchzog Gokus ältesten Freund beim Klang von Cells Stimme, doch wich er nicht zurück. Er wollte Louise vor diesem Monster beschützen und bemerkte nicht, dass die Brünette ihn schon drei Mal beim Namen gerufen hatte. Seine Aufmerksamkeit lag voll und ganz bei dem Mischwesen vor ihm.
>>KRILLIN!<<
Doch dieser reagierte noch immer nicht auf Louise. Cell jedoch wendete seinen Blick von dem ehemaligen Mönch ab und sah die junge Kämpferin an, die inzwischen eine Faust geballt hatte.
>>HEY!<<
Letztlich gab sie dem armen Kämpfer eine Kopfnuss, damit dieser endlich Mal auf sie aufmerksam wurde.
>>AU! AU! AU!<<
Erschrocken drehte der Kleinere sich zu Louise und sah sie verständnislos an, während er sich die Beule rieb, die ihm die junge Frau einfach so verpasst hatte.
>>Warum machst du so was? Das hat echt weh getan!<<
Mit einem ernsten Blick verschränkte die junge Frau die Arme.
>>Dann mach die Ohren auf! Und jetzt hör auf mit dem Blödsinn. Was treibst du hier?<<
>>Was ich hier treibe? Du stehst hier neben dem Monster und tust als wäre die Welt in Ordnung. Ich wollte dich von ihm weg holen, damit er dir nichts tut. Du hast ja keine Ahnung wie gefährlich dieser Cell ist!<<
Krillin schluckte und drehte sich leicht um Geros Schöpfung wieder im Sichtfeld zu haben. Dieser hatte jedoch wieder die Arme verschränkt und sich dem dem Horizont zugewendet.
>>Mir passiert nichts Krillin. Jetzt komm Mal wieder runter.<<
Der ehemalige Mönch verstand einfach nicht wie seine Freundin so ruhig bleiben konnte. Er verstand nicht warum sie hier war. Und am aller wenigsten verstand er, warum Louise hier im Ring stand, neben Cell und scheinbar bester Laune war. Gerade als er noch etwas sagen wollte, ertönte Piccolos markante Stimme.
>>Lass es Krillin. Komm lieber her, bevor du noch zur Zielscheibe wirst.<<
Irgendwas sagte dem Namekinar das Krillin gerade in viel größerer Gefahr war, als die junge Kämpferin.
Noch einmal sah Krillin zu Cell, dann zu Louise und flog letztlich zu Piccolo. Diese Situation war verrückt.
Zusammen mit Piccolo flog der Kämpfer zu einem Felsvorsprung, der etwas entfernter lag und sah zum Ring hinab, wo Louise sich schon wieder neben Cell gestellt hatte, zu ihm auf sah und scheinbar mit ihm redete.
>>Ich….. Ich verstehe nicht was hier vor sich geht...<<
Verständnislos sah der Erdenkrieger zu dem Namekianer hinauf, der die Situation eingängig beobachtete und nachdachte.
>>Ich auch noch nicht. Aber wir haben irgendwas übersehen.<<

Nachdem die unsanfte Unterbrechung vorbei war, sah Louise wieder zu Cell hinauf. Das Geschehene war für sie ohne große Bedeutung. Sie hatte keine Lust sich jetzt vor Krillin und Piccolo zu erklären. Dafür war die wenige Zeit, die bis zum entscheidenden Kampf blieb zu kostbar.
>>Cell, du hast meine Frage nie wirklich beantwortet. Warum hast du mich damals nicht getötet, obwohl ich ziemlich unvorsichtig war. Und warum hast du die ganze Zeit mit mir verbracht?<<
Erst schwieg Cell auf diese Frage und sah weiter starr zum Horizont.
>>Solltest du nicht besser zu ihnen gehen? Die Fragen sich eh schon warum du hier stehst und mit mir sprichst.<<
Am liebsten hätte Cell sich für diese Frage gescholten. Er wollte nicht das Louise weg ging. Doch da war wieder diese Sorge um die junge Frau neben ihm. Es würde zu Fragen kommen. Ihre Freunde würden herausfinden was Louise in den letzten Monaten getrieben hat. Dass sie ihre Zeit mit einem Monster verbracht hatte, das die Erde auslöschen will. Könnten Goku und seine Leute soweit gehen sich gegen die junge Kämpferin zu stellen? Ein eigenartiger Gedanke, der sich dem perfekten Wesen aber aufzwang.
>>Ich stehe noch früh genug da oben.<<
Mit einem Lächeln stellte sich Louise vor ihren eigenartigen Lehrer und sah zu ihm hinauf.
>>Bitte beantworte mir die Frage Cell.<<
Das mächtige Geschöpf sah zu ihr hinab und seufzte. Diese Frau hatte ihn wirklich komplett um den kleinen Finger gewickelt. Gegen sie konnte er sich nicht wehren.
>>Genau deswegen. Deine Neugier und deine unvorsichtige Art waren es. Anfangs war es nur ein Zeitvertreib. Ich wollte meinen Spaß haben, indem ich dich trainiere und dich studiere.<<
Eingängig sah Cell die junge Frau an, die ihn mit einem neugierigen Blick betrachtete, während sie ihm zuhörte.
>>Und irgendwann genoss ich deine Gesellschaft.<<
Ehrlicher konnte Cell das Ganze nicht ausdrücken. Er war ein Krieger, er hatte seinen Stolz und diese Worte auszusprechen offenbarten viel zu viele Schwachpunkte. Dennoch tat er es, weil er seine Schülerin mochte. Außerdem wollte er es zumindest ein wenig wieder gut machen, dass er ihr solche Schmerzen zugefügt hatte.
>>Danke Cell.<<
Wieder lächelte Louise aufrichtig.
>>Ich bin froh jetzt die Wahrheit zu wissen.<<
Der Angesprochene nickte und sah wieder in die Ferne. Nur noch wenige Stunden und das alles wäre vorbei, auf die eine oder andere Weise. Ein gutes Ende konnte es weder für Cell noch Louise geben. Wenn Cell verlor, wäre er tot, wenn er gewann würde er früher oder später Louise töten. Niemand konnte Geros Rache entkommen, wenn Goku erst einmal besiegt war, nicht einmal seine kleine Schülerin.

Es war unmöglich für Piccolo zu hören, was Cell und Louise da besprachen. Dafür war er mit Krillin zu weit weg, doch er konnte sie beobachten und hatte immer mehr das Gefühl, das sich dort keine Feinde gegenüberstanden. Und während der Namekianer die Beiden beobachtete ratterte sein Verstand auf der Suche nach einer Erklärung, für das was er da sah. Von jetzt auf gleich nahm Piccolo die Arme runter, sein Mund war leicht geöffnet und in seinem Gesicht spiegelte sich ein Ausdruck von Erkenntnis und Entsetzten wieder.
>>Hey! Krillin!<<
Der Angesprochene sah erschrocken auf, wegen des scharfen Tonfalls Piccolos. Er hatte Louise ebenso beobachtet, wurde aber nicht schlau aus dem was er sah.
>>Was ist los?<<
Noch immer war dem namekianischen Krieger der Schock anzusehen, den er hatte als ihm ein Gedanke kam, der alles nur noch komplizierter machte.
>>Wenn die Kleine damals von Yamchu beinahe getötet wurde, wer hat sie dann gerettet?<<


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Ich bedanke mich schon einmal fürs lesen dieses Kapitels. ^.-.^
Im nächsten Kapitel wird es wieder etwas spannender werden. Ihr dürft euch also freuen.

Das wars auch schon.
Liebe Grüße,
Draco
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