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Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P18 / Gen
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
13.03.2020
40
100.156
12
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25.07.2019 2.399
 
Kapitel 28




Noch immer war die junge Frau verwirrt weil sie plötzlich den Saiyajin vor sich hatte. Es dauerte einen Moment bis sie sich fing und das Gesehene verarbeiten konnte.
>>Goku! Oh Mist! Hab ich dir weh getan?<<
Sie ging zu ihrem Freund und sah ihn entschuldigend an. Er war ja nun nicht unverwundbar, wie Louise wusste und sie hatte alle Kraft in diese Ki-Kugel gelegt. Der Krieger winkte aber nur ab und legte der Brünetten eine Hand auf die Schulter.
>>Wir haben uns alle ganz schön sorgen gemacht Louise.<<
Die junge Frau verstand nicht sofort was ihr Saiyajinfreund meinte. Erst nach einem Augenblick kam ihr der Gedanke, das Yamchu vielleicht seinen schrecklichen Fehler vor dem Saiyajin gestanden haben könnte. Doch es blieb keine Zeit um darüber nachzudenken. Goku war ungestüm, wie immer und nur einen Moment später fand sich Louise auf dem Grundstück der Capsul Corporation wieder.
>>Goku? Was soll das denn, ich war mitten im Training. Wieso bringst du mich hier her?<<
Man sah der jungen Frau an, das sie nicht unbedingt begeistert davon war, das Son-Goku sie im Grunde gegen ihren Willen verschleppt hatte. Wenigstens eine kleine Vorwarnung wäre, in Louises Augen, angebracht gewesen. Doch nun war es eh schon zu spät und bevor die junge Kämpferin auch nur resigniert seufzen konnte, um sich dann ihren Freunden zu zuwenden, wurde sie auch schon von Bulma stürmisch umarmt.

Vor wenigen Minuten erst hatte Cell die Gruppe um Son-Goku hinter sich gelassen. Seine Gedanken kreisten um die kommenden Tage. Sollte die Gruppe doch trainieren, es würde ihnen eh nichts nutzen. Für Geros Geschöpf waren die Tage viel wichtiger als für seine Feinde. In Gedanken versunken überlegte Cell wie er die Tage nutzen sollte. Louise trainieren vielleicht, wie er es die ganzen letzten Monate die meiste Zeit getan hatte? Oder doch die rote Wüste verlassen, Neues entdecken und seine Schülerin dabei zusehen, wie sie diese Welt staunend betrachtete? Auch die Idee den eigenartigen Gedankengängen von Louise zu zuhören war mehr als verlockend. Und während Cell vollkommen in Gedanken versunken auf dem Weg zurück in die Wüste war, bemerkte er nicht einmal, das sich Louise nur wenige Kilometer hinter ihm befand.

Wieder war Louise verwirrt und etwas überfordert. Denn Bulma hatte sie fest umschlungen und weinte, ohne das Louise wusste warum eigentlich nun. Unbeholfen legte sie der Blauhaarigen die Hände auf den Rücken.
>>Hey Bulma. Was hast du denn?<<
Noch immer drückte die Erfinderin ihre jüngere Freundin an sich und brauchte etwas, bis sie antworten konnte.
>>Louise, du lebst….<<
Ein leises Schluchzen, dann lies Bulma die junge Frau los, wischte sich die Tränen weg und sah sie genau an. Die junge Mutter lächelte jetzt zaghaft und sah Louise weiter an. Louise hingegen war noch verwirrter. Sie konnte sich nicht vorstellen das Yamchu der Erfinderin gesagt hat, das er beinahe seine Ex getötet hätte. Irgendwas ging hier vor das Louise nicht verstand. Und es gefiel ihr ganz und gar nicht. Die Verwirrung und das Misstrauen wuchsen, als sich die Brünette umsah und in erstaunte oder erleichterte Gesichter blickte, bis sie Yamchu sah, der wirkte als hätte er einen Geist gesehen.
Dieser dumme, ungläubige Ausdruck. Louise machte es rasend, das ihr Ex sie so ansah. Das er es überhaupt wagte noch in ihrer Nähe zu sein, anstatt gleich zu fliehen. Vergessen war Bulma und ihr eigenartiges Verhalten. Vergessen waren die anderen, die scheinbar überrascht waren sie zu sehen. Der verwirrte Blick von Louise war bitterem, wütendem Ernst gewichen, als sie sich in Bewegung setzte und auf Yamchu zu ging.
>>Du!<<
Wie oft noch wollte dieser Mann sie eigentlich verhöhnen? Mit Worten, Taten und nun mit seiner reinen Anwesenheit. Die Wut hatte die junge Kämpferin vollkommen übernommen, ihr jeden anderen Gedanken geraubt und lenkte sie weiter zu dem ehemaligen Wüstenbanditen, dessen Ausdruck sich nach wie vor nicht geändert hatte.
Krillin ging zu seiner Freundin und nahm sie vorsichtig am Handgelenk.
>>Louise? Komm schon, was ist los. Beruhige dich doch. Wir sind alle froh das du noch lebst. Yamchu doch auch.<<
Der Glatzkopf lächelte schief und verunsichert. Eigentlich hatte er sich gefreut Louise zu sehen. Sie am Leben zu wissen. Die Erleichterung das sie nicht diesem Monster zum Opfer gefallen war hatte ihn einen Moment überwältigt. Doch das war so schnell verflogen, wie es aufgewallt war. Etwas stimmte nicht mit der jungen Frau, mit der er ein halbes Jahr trainiert hatte. Nie zuvor sah er sie so wütend und gerade Yamchu hatte ihr nun oft genug Gründe gegeben wütend zu sein.
Die Beschwichtigungsversuche scheiterten jedoch. Die junge Kämpferin wollte nichts hören, nicht jetzt. Sie entzog sich dem Griff von Krillin mit solch einer Kraft, das dieser staunend stehen blieb. Noch bevor der Nächste versuchen konnte Louise zu beruhigen, war diese bei Yamchu angekommen, starrte ihn voller Hass an und schlug ihn im nächsten Moment mit solch brachialer Gewalt, das er von den Füßen gerissen wurde, einige Meter durch die Luft flog und in der Hauswand landete, die unter der Kraft einbrach und den ehemaligen Wüstenbanditen unter sich begrub.
>>LOUISE!<<
Bulmas Stimme übertönte das Geräusch der einbrechenden Mauer.
Louise aber sah sich nicht einmal um, sondern weiterhin auf die Trümmer, unter denen ihr Ex langsam hervor kroch.
>>Du verdammtes Dreckschwein!<<
Es war kaum mehr als ein Knurren, was die junge Kämpferin von sich gab. Und die anderen konnten nur erahnen, was Louise gerade gesagt hatte.
Kaum das sich der Ex von Lousie wieder aufgerappelt hatte, wollte die Brünette wieder auf ihn los gehen, wurde diesmal aber aufgehalten. Son-Goku hatte sie am Arm gegriffen und hielt sie zurück. Dem konnte Louise nichts entgegensetzen. Ihre verkrampften Muskeln lockerten sich langsam, sie atmete einmal durch und gab jeden Widerstand auf.
>>Du kannst mich los lassen Goku, ich tue nichts weiter.<<
Der Saiyajin ließ seine Freundin los und sah sie dann forschend an.
>>Was ist los mit dir Louise?<<
Eine gute Frage, die sich alle dort stellten, bis auf Yamchu, der wie ein getretener Hund da stand und seine Ex-Verlobte ungläubig ansah.
>>Was los ist? WAS LOS IST!?<<
Wieder stieg die Wut auf und Louise musste sich von Yamchu abwenden um nicht doch wieder auf ihn los zu gehen.
>>Ihr habt doch scheinbar alle gedacht ich bin tot. Dann muss euch Yamchu doch gesagt haben, was passiert ist!<<
Es war einfach unbegreiflich für die junge Kämpferin. Verstand denn wirklich niemand hier warum sie Yamchu hasste?
Die Gruppe war von Louises Verhalten ebenso verwirrt, wie die juneg Frau von dem Verhalten der anderen. Sie glaubten ja, das Cell an ihre junge Freundin geraten war und sie getötet, oder beinahe getötet hatte.
>>Tz, ihr seid doch alle samt durchweg gleich dämlich.<<
Nach dem Krach und der Erschütterung, die durchs Haus ging hatte sich Vegeta doch wieder nach draußen bequemt, um zu sehen wer hier so ein Theater veranstaltete. Und was er dann sah wunderte ihn gar nicht. Er hat mit seiner Vermutung richtig gelegen, da war sich der Saiyajinprinz jetzt absolut sicher.
>>Könntest du uns dann aufklären, wenn wir so dämlich sind und du ja scheinbar über alles bestens Bescheid weißt.<<
Krillin hatte endgültig genug für den Moment. Erst Cell, dann Gokus verschwinden, der kurz danach mit Louise wieder auftauchte, der Ausraster der jungen Frau und jetzt noch Beleidigungen von Vegeta. Das war nun wirklich mehr als genug für einen Tag. Da war dem ehemaligen Mönch auch egal, wenn Vegeta jetzt beleidigt war.
Der Prinz jedoch sah Krillin nur mit einem ernsten Ausdruck an, bis er sich der Brünetten zu wand, die einfach nicht begriff, wie die anderen so ruhig bleiben konnten.
>>Dein feiner Ex hat dich fast umgebracht, nicht wahr?<<
Es brauchte eigentlich keine Antwort von Louise, denn immerhin hatte der Krieger die Geschichte des ehemaligen Wüstenbanditen von Anfang an nicht geglaubt.
>>Ja verdammt! Ich dachte das wisst ihr alle!<<
Wieder ein Knurren von Louise, die ihre Fäuste ballte.
>>Warum um alles in der Welt solltet ihr denn sonst geglaubt haben, das ich drauf gegangen bin!?<<
Jetzt erst kam Yamchu auch Mal wieder richtig zu sich. Doch bevor er sich verteidigen oder auch nur ein Wort sagen konnte, hatten ihn die Blicke seiner Freunde schon festgenagelt. Es gab kein Entkommen vor dieser Situation. Goku sah seinen Freund an. Es lag keine Wut in seinem Blick, nicht einmal Unglaube, nur ein Ausdruck des Realisierens, das es stimmen musste. Krillin hingegen ging ein paar Schritte auf Yamchu zu, er lächelte wieder schief und schluckte.
>>H-hey Yamchu… Das ist Blödsinn, nicht wahr? Nur irgendein Hirngespinst von Vegeta...<<
Er wollte nicht wahr haben, das einer seiner engsten und ältesten Freunde zu so etwas fähig war. Da ignorierte Krillin sogar die Tatsache, das Louise das schon längst bestätigt hat.
Es kam keine Antwort von dem ehemaligen Wüstenbanditen. Nur der Ausdruck, das er erwischt wurde. Keine Reue, keine Entschuldigung oder ein versuch von Gegenwehr. Es war unmöglich das falsch zu deuten. Für Krillin war das unbegreiflich. Wie konnte das ganze so derartig ausarten und eskalieren? Es war doch kaum ein Jahr her, das Louise und Yamchu heiraten wollten.
Louise fing sich wieder. Ihre Freunde hatten wirklich nicht gewusst was sich vor wenigen Wochen auf dem brach liegendem Feld abgespielt hatte, das Louise damals zum trainieren nutzte. Da zwang sich dann eine andere Frage auf. Und die ließ die junge Frau sogar alle ihre Wut vergessen.
>>Wenn er euch nicht gesagt hat was passiert ist, warum dachtet ihr dann, das ich tot bin?<<
Die Aufmerksamkeit lag jetzt bei der Brünetten, ein Augenblick den Yamchu nutzte um zu verschwinden. Er wollte nicht länger diesen Blicken ausgesetzt sein. Und wer wusste schon was die anderen tun würden, jetzt wo sie die Wahrheit kannten.
Niemand kümmerte sich für den Moment um Yamchu. So schrecklich es war was er getan hatte, es gab eine ganz andere Gefahr.
>>Wir sind vor einigen Wochen von einer Kreatur namens Cell angegriffen worden. Krillin und ich hatten diesem Ding nichts entgegenzusetzen.<<
Der Namekianer war, abgesehen von Vegeta, der ruhigste dort und ergriff das Wort, um Louise zu erklären was sich in den letzten Wochen abspielte.
>>Nachdem er uns fertig gemacht hat, ist er auf dich und Yamchu zu gesteuert.<<
Ein verächtliches Schnauben war von Piccolo zu hören. Das dieser Typ sie alle so an der Nase herum geführt hatte war das Letzte.
>>Yamchu erzählte uns ihr hättet einen Trainingskampf gehabt. Als er nach dem Anruf von Krillin dann zurück zu dir ist, soll Cell dich schon getötet haben.<<
Wie erstarrt sah Louise dem Sohn des Oberteufels an. Sie hörte schon gar nicht mehr zu, denn in ihrem Geist rauschte es entsetzlich. Cell soll ihr etwas getan haben? Cell hat ihre Freunde angegriffen?
>>Warum hat er das getan?<<
Die Kehle der jungen Frau war wie ausgetrocknet. Ein dicker Kloß hatte sich darin fest gesetzt und ließ sich einfach nicht hinunter schlucken. Ihre Stimme klang daher erstickt, ohne das sie etwas dagegen hätte tun können.
>>Er will mich bekämpfen.<<
Mit schief gelegtem Kopf sah Son-Goku die Jüngere an.
>>Aber ich habe echt keine Ahnung warum. Er meint nur das er mich töten wird.<<
Mit seinem typischen Grinsen, legte der Saiyajin die Hände hinter den Kopf und sah Louise eigenartig fröhlich an.
>>Ich kann es kaum noch erwarten. Mein ganzer Körper kribbelt schon vor Vorfreude auf diesen Kampf. Der Typ ist echt unglaublich stark. Du hättest sehen sollen wie schnell er Vegeta fertig gemacht hat.<<
Unbekümmert wie immer lachte Goku,
>>KAKAROTT! Rede nicht so einen Schwachsinn. Ich war abgelenkt! Ich werde dieses Ding erledigen. Du wirst dich nicht wieder in den Vordergrund drängeln, verdammter Weltverbesserer!<<
Immer noch grinste Goku und sah Vegeta an.
>>Ach komm schon Vegeta. Das wird….<<
>>Bring mich zurück Goku.<<
Mit noch immer erstickte Stimme hatte Louise den albernen, aufkommenden Streit beendet. Es war immer das Gleiche und die junge Frau wollte nichts mehr davon hören.
>>Öh… das geht nicht, wenn ich keine Aura dort habe Louise. Das weißt du doch.<<
Verlegen rieb sich der Saiyajin den Hinterkopf.
>>Willst du nicht hier bei uns bleiben? Hier ist es sicherer und du kannst mit Krillin tr…..<<
>>Bring mich zurück!<<
Es kostete Louise alle Kraft ruhig zu bleiben.
>>Nutz die Aura eines Sandteufels. Ich find dann schon allein zu meinem Lager. Goku, du hast mich her gebracht, also bring mich zurück. Die Aura der Tiere ist stark genug, wenn du mich gefunden hast, findest du auch so einen.<<
Mit Mühe und Not hatte die Brünette den Kloß in ihrem Hals herunter geschluckt. Sie musste ruhig bleiben, komme was wolle. Ihr war gerade auch egal, das sie unverständliche Blicke erntete. Und einen finsteren Blick von Vegeta, dessen Streit mit Goku sie so harsch unterbrochen hatte.
>>Ehm… Okay. Bist du wirklich sicher?<<
Nur ein Nicken kam noch von Louise und der Saiyajin legte geschlagen eine Hand auf ihre Schulter. Es dauerte einige Momente bis er eine der Auren fand, von der Louise gesprochen hatte. Dann verschwand er und tauchte mit der Jüngeren wieder in der roten Wüste auf.
>>Oh man!<<
Sie waren genau neben einem der Tiere gelandet, das sich als riesiger Wurm entpuppte, dessen Maul aus dem Sand ragte und umgeben von einem Krater war, der jedes unvorsichtige Opfer in die Falle rutschen ließ, wo es dann einfach zermalmt wurde.
Louise sagte nichts dazu. Sie kannte die Tiere bereits und hatte keine Angst vor ihnen. Sie bewegten sich unter der Erde und jagten nur passiv. Ohne ein weiteres Wort schwebte die junge Frau auf, orientierte sich kurz und flog dann los. Zurück blieb ein ziemlich verwirrter Son-Goku, der ihr noch kurz nach sah und dann, mit Hilfe seiner momentanen Teleportation, zu seinen Freunden zurück kehrte.
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