Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P16 Slash
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
25.07.2019
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Hallo an alle Leser. ^.-.^
Nach etwas warten, hier mein neustes Kapitel.
Ich hoffe doch auch weiterhin euch gefällt was ihr lest.

Liebe Grüße an euch alle, Draco ^.-.^




Kapitel 26




Die nächsten Tage verliefen ähnlich wie der, an dem die Zwei in der Wüste angekommen waren. Die Trainingseinheiten blieben kurz und wurden am Abend durchgeführt. Während Tagsüber meditiert, sich unterhalten oder einfach schweigend die Gegend beobachtet wurde. Allmählich gewöhnte sich Louises Körper an das Klima. Außerdem hatte sie sich vollkommen von den schweren Verletzungen erholt, die Yamchu ihr zugefügt hatte.
Es war der Morgen des sechsten Tages in der Wüste und Louise stand allein im rötlichen Sand, der sich bereits stark aufheizte. Sie sah in die scheinbare Endlosigkeit dieses Ortes und atmete bewusst tief die warme, trockene Luft ein. Der Wüstenwind wirbelte Sand auf, der über die Haut der jungen Frau strich und ein leichtes Kribbeln verursachte. Cell war nicht in der Nähe. Er war der Meinung nach 6 Tagen Echsen, Spinnentieren, Larven und Wurzeln, sollte Louise Mal wieder etwas anderes in den Magen bekommen. Da der Cyborg noch nicht wollte, dass die junge Frau sich durch die Tageshitze bewegte, war er allein aufgebrochen. Und die Brünette nutzte es aus, das er sie gerade nicht überwachte. Immerhin war Louise eine erwachsene Frau, vollkommen gesund und irgendwas kam auf sie zu. Auf ihrer Haut spürte sie ein prickeln, das von irgendetwas ausgelöst wurde. Irgendwo da draußen, hinter den Dünen, war etwas. Es bewegte sich auf Louise zu. Eine Macht, die sie noch nicht deuten konnte. Aber die Warnung der roten Wüste war nicht zu überhören. So schloss sie die Augen und lauschte.
Einige Echsen liefen zwischen ihren Beinen hindurch und bewegten sich auf die Felsformation zu. Die Wüste flüsterte:
„Es kommt….“
Ein pfeifender Warnruf von einem marderartigen Tier durchschnitt die Stille des Morgens. Andere Vertreter dieser Art, jedes beigefarben und von drei schwarzen Streifen geziert, die quer über die Rücken der Tierchen verliefen, antworteten mit ebenso schrillen Rufen. Dann verschwanden sie in Erdlöchern.
Die Wüste flüsterte:
„Spürst du es…?“
Mehr Tiere flohen aus der Wüste zu den Felsen hinter Louise. Ein Rudel Wildhunde lief kläffend, bellend und jaulend an ihr Vorbei. Selbst diese gefürchteten Räuber flohen vor der Urgewalt, die langsam auf sie zu rollte.
Die Wüste flüsterte:
„Öffne deine Augen….“
Louise öffnete die Augen und sah jetzt was auf sie zu kam. Eine riesige, rote Wand wälzte sich über die Dünen hinweg und verschlang alles auf ihren Weg.
Und die Wüste rief:
„Lauf!“
Doch die junge Kämpferin wollte nicht vor dieser Naturgewalt davon laufen. Sie stand weiter einfach da und sah der Wand entgegen, die sich unbeugsam auf sie zu bewegte. Der Himmel verdunkelte sich angesichts der Kräfte, die hier frei gesetzt wurden.
Es wurde lauter, als der Wind, der den roten Sand vor sich her jagte die Gefahr näher trug. Ein tiefes grollen, wie von Donner oder einem Ungeheuer nahm die Umgebung ein und übertönte die letzten Warnrufe der Tiere, die sich vor dem Sandsturm in Sicherheit bringen wollten.
Allmählich schlug Louises Herz schneller. Ihr Atmung beschleunigte sich. Bevor der Sand sie erreichte, riss sie einen ordentlichen Fetzen von ihrem Top und band es sich als Tuch vor Nase und Mund. Im Grunde war sich die Brünette selbst noch nicht sicher, was sie hier eigentlich tat. Ihre Überlebensinstinkte sagten ihr, sie solle zu den Felsen gehen und in deren Schutz den Sandsturm abwarten. Doch sie konnte nicht. Etwas anderes war stärker als der profane Wunsch das hier einfach unversehrt zu überstehen. Ihr Herz schlug noch schneller. Ihr Geist und ihr Körper verlangten danach sich dem zu stellen, egal wie dumm es nun sein mochte.
Das Haar der jungen Frau wurde bereits zerzaust und wirbelte ihr in wilden Strähnen um den Kopf. Die ersten Ausläufer des Sandsturm erfasste sie und zwangen Louise die Augen zusammen zu kneifen, da der Sand hinein geweht wurde und sie schmerzhaft brannten. Leicht schützend nahm sie einen Arm hoch und deckte ihre Augen etwas ab. Inzwischen war es bedrückend dunkel geworden. Die rote Wand verschlang das Sonnenlicht und nur einen Moment später auch die junge Kämpferin.
Augenblicklich musste Louise sich gegen diese Gewalt stemmen, um nicht von den Füßen gerissen zu werden. Der Wind peitsche den Sand so heftig vor sich her, das er ihr über die Haut schmirgelte und nach wenigen Sekunden brennende Schmerzen verursachte. Die Haut der jungen Frau wurde von den winzigen Körnern aufgerissen und geradezu abgeschliffen. Gleichzeitig herrschte ein höllischer Lärm. Blitze zuckten durch die Geladene Wolke aus rotem Sand, Ästen und allem was der Sturm auf seinen Weg mit sich gerissen hatte.
Knurrend stemmte sich Louise dieser Kraft entgegen und mit einem Schrei flammte ihre Aura auf, die in dem, von Blitzen durchzuckten, roten Halbdunkel violett leuchtete. Das provisorische Tuch, vor Nase und Mund flog davon und wurde von den gewaltigen Mächten des Sandsturms in Fetzen gerissen. Doch das war nicht weiter wichtig, denn der Sand kam nicht mehr an ihren empfindlichen, inzwischen leicht verschrammten Körper. Blinzelnd konnte Louise die Augen wieder öffnen und jetzt diese Urgewalt sehen, die um sie herum tobte und die Welt scheinbar vollends verschlungen hatte.
Die Muskeln der jungen Frau waren angespannt und sie hielt die Aura weiter aufrecht. Dieser Sturm würde sie nicht in die Knie zwingen. Sie wollte sich dieser Naturgewalt nicht unterwerfen. Aus welchen Gründen auch immer. Der Wille der jungen Frau war stärker als jede Vernunft oder Logik. Weiter strahlte die, von ihrem Ki genährte Aura um sie herum und schütze den Körper von Louise vor dem immer schärfer und stärker werdenden Wind.
Mit einem Mal tauchte im rötlichen Halbdunkel des Sturms ein grünes Leuchten auf und nährte sich ihr. Das Mischwesen Cell hatte bemerkt das Louises Kraft sich steigerte und war zurück gekehrt, um zu sehen was sie trieb. Das er sie nun inmitten eines Sandsturms vorfinden würde, hatte der Cyborg nicht geahnt.
>>Was treibst du hier, kleines Mädchen?<<
Er stand nur zwei Handbreit von ihr entfernt, hatte die Arme verschränkt und sah zu ihr hinab. So nahe war er nur, damit das unbeschreiblich laute Tosen seine Worte nicht davon trug, ohne das sie Louise erreichten.
>>Keine Ahnung. Ist doch ganz nett.<<
Frech grinsend sah sie zu ihrem Lehrer hinauf, der nicht die geringste Mühe hatte sich diesem Sturm entgegenzustellen, im Gegensatz zu der Brünetten, die dafür ziemlich Kraft aufwenden musste. Geros Schöpfung hob eine Augenbraue und grinste ebenfalls.
>>Du bist verrückt, das weißt du? Solche Sandstürme können einem Menschen das Fleisch von den Knochen fetzen.<<
Wieder grinste Louise und ihr Blick wurde entschlossener.
>>Also mir geht‘s gut.<<
Mit einem nicken entfernte Cell sich ein gutes Stück von Louise und streckte die Hand vor.
>>NA MAL SEHEN WIE LANG NOCH!<<
Und schon schoss eine grüne Ki-Kugel auf Louise zu. Doch die junge Frau grinste immer noch, streckte ihren rechten Arm aus und schoss ihrerseits eine Kugel, aus violetter Energie, der von Cell entgegen. Eine kleine Explosion erhellte das Halbdunkel einen Moment, wie es auch die Blitze um sie herum taten.
Immer noch grinste die junge Kämpferin und wich den nächsten Ki-Kugeln aus, die auf sie zu flogen. So schnell es ihr möglich war flog sie zu Cell und passte dabei genau ab, wann die nächste Ki-Kugel auf sie zu kam. Sie flog an ihm vorbei und drehte sich neben ihm. Ihr Beine ausgestreckte trat sie dem Cyborg in den Nacken.
Cell machte einen Schritt nach vorn, nachdem ihn der Tritt traf, dann drehte er sich um und wehrte die Schläge ab, die auf ihn ein prasselten. Er konnte sich nicht erinnern die junge Frau schon jemals so gesehen zu haben. Zwar war sie beim Training immer hoch konzentriert und gelehrig, aber sie zeigte nie solch eine Energie dabei. Ein Ansteckendes Verhalten. Und während Cell weiter die Schläge und Tritte seiner Schülerin mühelos abwehrte, erinnerte er sich. Dieses Gefühl des Rausches. Es war das Gleiche, wie damals bei ihren ersten Kampf. Der Moment des Unbekannten war zurück gekommen. Der Augenblick in dem absolut nicht zu sagen war was als nächstes passieren würde. Und wie schon damals entschied Cell das es recht einseitig wäre, wenn er nur langsam zurück wich und dabei ihre Angriffe blockte.
Ein behänder Schritt des Cyborgs nach links, seine Hand bewegte sich gleichzeitig in einem leichten Bogen und schon ging der nächste Schlag von Louise ins Leere.
Durch die abgelenkte Kraft geriet die junge Frau ins Taumeln. Als Cell ihr dann einen Schlag gegen den Kopf versetzen wollte, hob sie den Unterarm zur Abwehr und wurde ein ordentliches Stück weg gedrückt. Ihre Füße gruben sich in den weichen Boden und sie kam zum stehen, nahm den Arm wieder runter und sah ihren Lehrer weiter entschlossen an. Ein Blitz schlug genau zwischen den Beiden in den Boden, gefolgt von einem Ohrenbetäubenden Knall. Doch keiner von ihnen zuckte auch nur. Sie hatten sich fixiert und warteten einen Moment ab. Dann preschten Beide vor und traktierten sich mit Schlägen und Tritten.
Der Cyborg hatte seine Kraft in etwa auf das Niveau von Louise angepasst, um bei diesem spontanen Kampf zu sehen, was sie ihm in dieser Extremsituation entgegensetzen konnte. Und was da auf ihn zu kam war alles andere als enttäuschend. Ganz im Gegenteil war Cell überrascht von dem was sich gerade abspielte. Seine kleine Gegnerin schlug nicht blindlings drauf los, sondern suchte gezielt Schwachstellen in seiner Verteidigung. Er offenbarte zwar keine, aber es war doch eindeutig, was die junge Kämpferin da trieb.
Die Beiden hoben vom Boden ab und tauchten so vollends in die Macht des Sturmes. Noch immer war es Louise die ihn mit Schlägen und Tritten bearbeitete, während er diese Mühelos abwehrte. Bis auf einmal das violette Leuchten greller wurde und Cell unvermittelt einen Ki-Ball im Gesicht hatte. Der Unerwartete Angriff sorgte dafür das der Cyborg für einen Moment unkonzentriert war und so kassierte er erst einen Schlag in die Magengrube, gefolgt von einem hieb mit dem Knie, gegen das Kinn. Etwas perplex ließ Cell sich ein Stück nach hinten fallen, fing sich und schwebte wieder auf Augenhöhe mit Louise. Es war nicht so als ob ihm diese Angriffe irgendetwas anhaben konnten, aber er begriff gerade das Louises Angriffe nicht mehr so berechenbar waren, wie noch vor einigen Wochen. Selbst beim Training in den letzten Tagen waren ihre Schritte berechenbar. Immerhin hatte sie da an ihrer Präzision und Ausdauer gearbeitet. Doch im Moment, während die zerstörerischen Mächte der Natur sie noch immer vollkommen einhüllten, war das Verhalten der Brünetten anders. Er sah in das grinsende Gesicht der jungen Frau und wusste mit einem Mal, dass sie das geplant hatte.
Und es stimmte, sie hatte im Training nie alles gezeigt und gleichzeitig ihn beobachtet. Für Louise war es wichtig Cell zu studieren. Wie er sich verhielt, wann er was tat. Seine Bewegungen und sein Verhalten lernte sie beinahe auswendig. Der jungen Frau war mehr als bewusst, dass auch Cell dies bei ihr tat. Dass war genau das worauf sie in diesem Moment spekulierte. Und hier in diesem Kampf, dem ersten echten Trainingskampf, seitdem die Beiden sich das erste Mal, mitten in der Nacht, auf einem Feld kampfbereit gegenüber standen, nutze Louise die Selbstsicherheit ihres Gegenübers und alles was sie in den Monaten mit ihm gelernt hatte.
Mit einer gewissen Befriedigung sah sie in das überraschte Gesicht des Cyborgs, das sich zu einem angriffslustigen Grinsen wandelte. Und als Cell auf sie zu preschte wich sie gekonnt seinen ersten Angriffen aus, wie sie es immer tat. Doch nur die ersten Augenblicke blieb sie in diesem Schema, um Cell in Sicherheit zu wiegen. Er sollte glauben, das er jede ihrer Bewegungen vorhersehen konnte. Und kaum das sie bemerkte, dass ihr ungewöhnlicher Lehrer sich sicher war wieder alles zu kontrollieren, begann sie seine Angriffe zu blocken. Auch ein Trainingskampf beinhaltete gewisse Risiken, die abgewogen werden mussten und Louise ging den Schritt zu riskieren, das Cells Angriffe ihre Knochen zermalmen würden. Sie hatte die Situation richtig eingeschätzt, dass er seine Kräfte gedrosselt hatte und sie die Schläge und Tritte daher aushalten würde. Diese Tatsache ließ Louise wieder grinsen. Denn dadurch war sie in der Lage zu zeigen was sie konnte.
Ihr Körper war stärker geworden und so konnte sie inzwischen einen gewissen Grad an Hieben einstecken, ohne gleich aus den Latschen zu kippen. Die Verwunderung auf Cells Gesicht war nicht zu übersehen, als sie seinen Angriffen nicht mehr auswich, sondern sich diesen entgegen stellte. Und wie schon beim ersten unkonzentrierten Moment von Cell, nutzte sie auch diesen wieder für sich aus. Louise ließ sich von dem Cyborg etwas zurück drängen, passte einen richtigen Augenblick ab und konterte einen seiner Tritte, indem sie Energie in ihrem gesamten Unterarm konzentrierte und in einer kleinen Explosion los ließ, als das Bein des Mischwesens auf den Unterarm traf. Louise hatte es geschafft. Cell hatte mit so etwas nicht gerechnet, einen Moment gezögert und sie konnte aus der Defensive wieder in die Offensive gehen. Noch während sie den tritt mit ihrem kleinen Trick abgewehrt hatte, sammelte sie Energie in der rechten Hand und schoss im Moment von Cells zögern eine Ki-Kugel gegen seine Brust. Der Angriff war bewusst schwach. Sie konnte ihm eh keinen Schaden zufügen, da musste sie auch nicht noch Energie verschwenden. Doch es reichte um dem Cyborg einen Moment die Sicht zu nehmen, der Louise dazu diente um hinter den Cyborg zu kommen. Ihre Schnelligkeit zu verwenden war ein weiterer Kniff, den sie sich hierfür aufgehoben hatte.
Für Cell war dieser Kampf ein einziger Hochgenuss. Louise hatte ihr Ki zwar gefunden, es in den letzten Tagen aber so gut wie nie genutzt, da die Energieverschwendung dafür gesorgt hätte, dass die junge Kämpferin sich zu schnell selbst erschöpfte. Um so überraschender war es für Geros Schöpfung, dass sie diese Energie jetzt so gekonnt nutzte. Nie im Leben hätte Cell erwartet, das seine Schülerin in so kurzer Zeit fähig wäre das Defizit auszugleichen, das sie gleich beim ersten, bewussten Nutzen ihres Ki bemerkt hatte. Anstatt ihre Ki-Angriffe wild um sich zu werfen, nutzte sie diese lieber Punktgenau und Sparsam. Wie sehr er die junge Frau doch unterschätzt hatte. Und so war dieser Kampf nicht nur für Louise überaus lehrreich, sondern auch für den Cyborg.
Nach ihrem Ki-Angriff, der Cell die Sicht genommen hatte, konnte sie sich ihm tatsächlich kurz entziehen und er sah verwirrt auf die Sturm gepeitschte Landschaft vor sich. Beinahe sofort fand er die Aura von Louise wieder, drehte den Kopf nach rechts und hatte ihre Faust im Gesicht. Diese Frau hatte es doch tatsächlich mehrfach geschafft seine Verteidigung zu durchbrechen. Auch wenn es einzig und allein der Tatsache zu verdanken war, dass er sich von ihrer Unberechenbarkeit hatte überraschen lassen. Dies war eine gute Taktik und Cell musste grinsen, weil sie inzwischen so gut geworden war.
Den nächsten Angriff von Louise konnte Cell wieder parieren, schnappte sich ihren Arm und hielt sie somit vor sich. Inzwischen war der jungen Kämpferin die Anstrengung doch anzusehen. Immerhin musste sie sich nicht nur gegen Cell durchsetzten, sondern auch immer noch dem wütenden Sturm trotzen, der langsam seinen Höhepunkt erreichte und in dem die Blitze inzwischen ununterbrochen umher zuckten. Louise lächelte Geros Schöpfung an. Schweiß rann ihr über das Gesicht, sie atmete etwas angestrengt und doch wirkte sie unglaublich zufrieden mit sich und der Welt. Cell zog Louise mit einem Ruck zu sich heran und verhinderte so, dass ein Blitz in den Körper der Frau einschlug. Diese registrierte die Gefahr und nahm es schlicht hin. Sie hatte immerhin von Anfang an gewusst, auf welch gefährliches Spiel sie sich einließ, wenn sie in den Sandsturm eintauchte. Doch jetzt war sie langsam am Ende mit ihrer Kraft. Sie nutze alles was sie noch an Energie hatte um die Aura aufrecht zu erhalten, die sie vor dem gefährlichen Sand abschirmte.
>>Ich glaub ich kann darauf verzichten das mir das Fleisch von den Knochen gerissen wird Cell.<<
Sie lächelte immer noch und die Worte kamen etwas leiser und brüchiger über die Lippen von Louise als diese sich wünschen konnte.
Der Cyborg nickte, während er Louise noch immer halb im Arm hielt.
>>Las deine Aura abklingen, ich pass schon auf, das dir nichts passiert.<<
Mit einem Grinsen nahm er Louises grummeln zur Kenntnis, die jedoch ihre Aura abklingen und verschwinden ließ, obwohl sie noch immer inmitten des Sandsturms schwebten. Sie hatte keinen Grund Cell nicht zu vertrauen und so brauchte sie nicht einen Moment zu überlegen, ob sie auf ihn hören sollte oder nicht. Der Cyborg ließ seine grüne Aura etwas stärker aufflammen, die Louise einhüllte und die junge Frau so weiter vor dem Sturm geschützt blieb.
>>Gewöhn dich nicht dran Cell! Du brauchst gar nicht so zu grinsen. Das hier ist eine Ausnahme!<<
Wieder grummelte Louise und murmelte unverständlich vor sich hin, während Cell sie einfach näher an sich drückte. Es war zu amüsant, dass es der Kämpferin derartig missfiel, wenn sie ein klein wenig auf Cell angewiesen war.
>>Zieh nicht so ein Gesicht kleines Mädchen. Du hast dich großartig geschlagen.<<
>>Was? Ich uhm…. D-Danke Cell.<<
Als Louise nach diesen Worten rot wurde und den Kopf zu seiner Brust drehte, damit er die Röte nicht ganz so deutlich sah, schwand sein Grinsen zu einem Lächeln.
>>Ich denke, dass war erst einmal genug.<<
Mit Louise im Arm flog er zu den schroffen Felsen und landete in in einer Spalte, wo sie vor dem Sandsturm geschützt waren, der nach wie vor die Wüste überrollte. Auch einige Tiere saßen dort und warteten die Naturgewalt geduldig ab.
Interessiert betrachtete die Brünette die Tiere, die friedlich in der Felsspalte saßen oder lagen und scheinbar einen Friedenspakt geschlossen hatten, solang sie hier drin eingepfercht waren. Denn das Rudel Wildhunde lag vollkommen gelassen an einer Wand, die Hunde dösten, oder sahen sich gelangweilt um, ohne eines der potenziellen Beutetiere weiter zu beachten. Von solchem Verhalten hatte Louise schon gelesen. Doch es hier zu sehen war beinahe unwirklich. Sie selbst setzte sich, nachdem Cell, sie endlich Mal los gelassen hatte, an eine Wand und kam erst einmal wieder zu Atem. Der Ganze Kampf hatte nur wenige Minuten gedauert, ihr aber die gesamte Kraft geraubt und Louise spürte eine angenehme Erschöpfung, die sich schwer über ihren Schweißnassen Körper legte. Ein wenig schmerzten ihr die Muskeln, aber auch dieses Gefühl hatte etwas eigenartig angenehmes.
Kurz danach ließ auch Cell sich neben der jungen Kämpferin nieder, er hatte eh nichts besseres zu tun. Im Geiste ging er den Kampf noch einmal Detail für Detail durch. Dieser Kampf musste analysiert werden, um Louise beim nächsten Mal nicht soi einfach auf den Leim zu gehen. Wohingegen die junge Frau einfach ihre Erschöpfung genoss, die Augen schloss und dem Sturm lauschte, der noch eine Weile toben und letztlich abklingen würde.
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