Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P16 Slash
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
26.01.2020
31
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Kapitel 23





>>Seit wann gibst du denn solche Laute von dir?<<
Cell sah weiter zu Louise hinab, die wieder ein kichern von sich gab.
>>Ich bin bis unter die Schädeldecke zugedröhnt. Will Mal sehen wie du dann drauf bist.<<
Noch einmal kicherte sie, dann löste sie sich von dem Cyborg und sah zu ihm rauf.
>>Danke Cell. Ohne dich wäre ich wohl nicht mehr so lebendig.<<
Das perfekte Wesen zuckte mit den Schultern. Obwohl es ihm schon gefiel das die junge Frau sich bedankte.
>>Nicht der Rede wert. Training fällt aber erst einmal aus. Wir werden hier bleiben, bis du wieder fit bist.<<
Louieses Freude folgte ein zerknirschter Ausdruck und sie sah zu den Stahltoren. Hier zu bleiben war nicht unbedingt das was sie wollte. Dieser Ort war der Kämpferin unheimlich und nicht wirklich geheuer.
>>Muss das sein? Der Computer da drin macht mir echt Angst. Alles da drin ist irgendwie… äh ja… na ja… nichts wo ich mich wohl fühle.<<
Mit ernstem Ausdruck folgte Cell dem Blick von Louise. Er konnte verstehen was die junge Frau meinte. Der Ort hinter den Stahltoren war alles andere als einladend. Das Labor war das Abbild eines wahnsinnigen Geistes und versuchte dies nicht einmal zu verbergen. Es war ein kalter Ort, an dem so viel Blut vergossen wurde, das es sich zwischen den Spalten der Stahlplatten fest gefressen hat. Der Geruch von Chemikalien lag ebenso in der Luft wie der hauch der Verwesung, der diesen Ort nie wieder verlassen würde.
Doch konnte Louise nur hier so behandelt werden, das sie schon in wenigen Wochen wie neu sein würde. In einem Krankenhaus oder irgendwo draußen in der Wildnis, konnte sie noch Monate mit den Nachwirkungen zu kämpfen haben.
>>Du hältst das schon aus. Ist immer noch besser als gar nicht mehr kämpfen zu können. Findest du nicht?<<
Zähne knirschend gab die junge Frau nach und nickte.
>>Ja… Aber was ist das überhaupt für ein Ort?<<
Eigentlich hätte Geros Schöpfung diese Frage vorher sehen müssen. Und doch traf sie ihn unerwartet und er musste nachdenken. Sollte er seiner Schülerin sagen was es damit auf sich hatte? Einige Momente, in denen ihn schon die fragenden Blicke von Louise trafen, dachte er nach und seufzte dann.
>>Cell, hallo?<<
Louise legte den Kopf schief. So abwesend kannte sie den Cyborg gar nicht.
>>Erst besorgen wir dir was zu essen, dann reden wir darüber.<<
Essen? Das klang in Louises Ohren geradezu himmlisch und sie vergaß das Labor erst einmal.
>>Ich bringe dich zum Stadtrand und warte dort, dann kannst du dir was holen. Wie klingt das?<<
>>Äh? Du bringst mich?<<
Der jungen Kämpferin war vollkommen entfallen, das sie kaum die Kraft hatte ein paar Schritte zu gehen und ihr fliegen schlicht nicht möglich war.
>>Oh nein! Vergiss es Cell. Ich lass mich doch von dir nicht durch die Gegend tragen!<<
Der Angesprochene grinste breit. Und ehe es sich Louise versah, hatte Cell sie auch schon hoch gehoben.
>>Halt mich doch auf.<<
Er lachte gehässig und sah in das knallrote Gesicht von Louise, die grummelte und weg sah.
Es gab nicht wirklich etwas das die junge Frau dagegen tun konnte. Und so versuchte sie sich nicht einmal zu wehren. Gesund war sie dem Cyborg schon um Dimensionen unterlegen. Jetzt würde sie sich im schlimmsten Fall nur noch selbst verletzen, wenn sie versuchte sich aus den seinen Armen zu befreien. Und so war sie schon besiegt als Cell los flog und sie zur westlichen Hauptstadt brachte.
>>Ich dachte immer, das peinlichste was mir je passiert ist, sei der Moment als ich mit einem schweren Rucksack hingeflogen bin und aussah wie ein Maikäfer auf dem Rücken, der nicht mehr allein auf die Beine kommt. Aber das hier schlägt den Tag um Längen.<<
Mit verschränkten Armen lag sie in den Armen des künstlichen Wesens und grummelte immer noch vor sich hin. Also daran wollte sie sich nicht gewöhnen.
Cell nahm diese Geschichte lachend zur Kenntnis. Es amüsierte ihn wirklich, das Louise eine solche Abneigung gegen diese Hilfe hatte. Ihr Sturkopf würde sie immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Doch im Moment war er ja da um sie vor Dummheiten zu bewahren.
Am Stadtrand landete Cell ungesehen und ließ Louise runter, die gleich etwas Abstand nahm und sich das Genick rieb.
>>. . . Ich habe kein Geld dabei. Du hast mich viel zu schnell überrumpelt. Außerdem liegt mein Zeug noch auf dem Feld, auf dem ich trainiert habe.<<
Nach dieser Erkenntnis ließ Louise sich hängen. Sie hatte Hunger, kein Geld, musste sich von Cell bemuttern lassen und sah auch noch mehr als unvorteilhaft aus in der dreckigen Hose und dem viel zu weiten Hemd. Das war alles nicht besonders toll. Eigentlich hatte sie sich ihr Wiedersehen mit Cell ganz anders vorgestellt und jetzt das.
>>Wofür hältst du mich? Ich hab deinen Kram ins Labor gebracht und dein Geld ist in der Hemdtasche. Vergiss nicht wen du hier vor dir hast.<<
Wieder dieses Grinsen, das Louise unwillkürlich lächeln ließ, obwohl sie gerade nicht in bester Stimmung war.
>>Ich werde genug holen damit du mich in nächster Zeit nicht nochmal durch die Gegend tragen musst.<<
>>Tue was du nicht lassen kannst.<<
Er lehnte sich gegen einen Baum und wartete, während Louise in die Stadt hinein ging.
Es brauchte eine gute Stunde bis Louise zurück kam. Zum einen war sie nicht gerade schnell unterwegs, aufgrund ihres Zustandes und den immer noch sehr hoch dosierten Mitteln in ihrem Blut. Zum anderen wurde sie in zwei Läden gar nicht erst rein gelassen.
Als die junge Frau zurück war keuchte sie ganz schön und stellte den Beutel ab.
>>Lass uns bloß verschwinden. Ich bin echt am Ende….<<
Das ließ Cell sich nicht zwei Mal sagen. Er nahm sich den Beutel und hob Louise wieder hoch. Diesmal grummelte die junge Frau nicht Mal sondern gähnte nur und wartete darauf das dieser Flug schnell vorüber ging.
Im Labor angekommen setzte sich Louise möglichst weit weg von diesem Computer weg, der den Raum gänzlich beherrschte und aß eins dieser Fertig-Sandwiches.
>>Los, sag schon. Was ist das hier für ein Ort?<<
Im Gegensatz zu Louise hatte der Cyborg kein Problem mit dem Umfeld und lehnte sich an den Computer, bevor er mit reden anfing.
>>Das ist das Labor von Doktor Gero. Dem Kerl, der mich erschaffen hat.<<
Er deutete mit einer Kopfbewegung zu dem leeren Glaszylinder an der hinteren Wand.
>>Da drin bin ich 20 Jahre heran gereift bevor ich dann raus kam und zu dem wurde, den du damals in dem Dorf kennen gelernt hast.<<
Es war schwer für Cell in Louise zu lesen, als diese ihren Blick zu dem Zylinder wandte und ihm zuhörte. Sie sah so neutral und nichtssagend aus, das er unmöglich herausfinden konnte was die junge Frau nun dachte. Darum gab er ihr etwas Zeit zu begreifen was seine Worte bedeuteten und wartete eine Reaktion von ihr ab.
>>Da drin…?<<
Noch immer lag Louises Blick wie gebannt auf den Zylinder. Erst jetzt war ihr bewusst geworden, wie wenig sie doch wusste. Sie dachte Cell irgendwie gebaut worden. Irgendwie per Hand erschaffen. Doch seinen Worten nach war er gewachsen. Er war ein durch und durch lebendiges Wesen aus echten, lebenden Zellen. Die dennoch irgendwie anders sein mussten. Immerhin hatte Cell nicht nur einmal erwähnt, er habe eine Art Programmierung, der er folgte. Auch wenn Louise nicht wusste worin diese bestand.
>>20 Jahre warst du da drin? Aber warum?<<
Nun sah Louise wieder Cell. Ihr Blick war verständnislos und irritiert.
>>Weil er es eben konnte. Gero war Genial und teste jede Grenze aus.<<
Gelogen war das nicht. Und Cell vermied seinen wahren Existenzgrund zu nennen. Den würde seine Schülerin noch früh genug heraus finden.
>>Er hatte mehrere Versuche gestartet um etwas wie mich zu schaffen. Alle anderen wahren Fehlschläge. Doch ich sollte perfekt sein und bin es auch.<<
Als Louise die Fäuste ballte hörte Cell auf zu reden. Wieder verstand er nicht was im Kopf dieser Frau vor sich ging. Doch es verwirrte ihn sichtlich, als Louise scheinbar wütend wurde.
>>Hör auf Cell… Bitte. Rede nicht weiter. Ich will gar nicht mehr darüber wissen….<<
>>Du willst etwas nicht wissen? Hast du einen Schlag an den Kopf gekriegt oder wie?<<
Louise stand auf.,
>>Hör auf. Das ist nicht lustig! Und rede nicht so! Rede nicht so als wärst du nur ein Ding. Das ist schrecklich und ich will nicht mehr über diesen Gero wissen. Wenn er dich nur als Objekt geschaffen hat, weil er es konnte ist das grausam!<<
Das war ja Mal was vollkommen verrücktes. Da wusste Louise nicht einmal den wahren Zweck von Cell und hatte trotzdem sofort begriffen das Gero kein netter Kerl war, der von wissenschaftlicher Neugier getrieben wurde.
>>Reg dich ab kleines Mädchen.<<
>>Nein, ich will mich nicht abregen Cell. Ich will hier weg und nichts mehr davon wissen. Du bist kein Ding sondern mein Freund. Und du solltest auch vergessen was dieser Gero schaffen wollte und einfach du selbst sein.<<
Ein leises knurren von der Brünetten.
>>Ich will hier weg… Ganz ehrlich Cell, ich will hier nicht sein.<<
Es war erstaunlich. Cell wurde wieder von Louise überrascht. Sie sah ihn nicht anders. Ihre Wut galt einzig und allein Gero. Doch was sie sagte war nicht möglich. Er würde sich niemals gegen sein Programm stellen. Louise würde das nicht begreifen, aber das war nicht wichtig. Cell hatte für sich schon entschieden, das er die Zeit ausnutzen würde, in der er einen freien Willen hatte. Aber hier weg gehen ging dennoch nicht.
>>Wir bleiben hier bis du wieder fit bist. Alles andere wäre dumm. Selbst für deine Verhältnisse.<<
>>Und wie lang soll das sein!?<<
>>Hm, nach deinem großen Mund zu Urteilen. Eine Woche, dann dürften Geros Gerätschaften und Mittel dich wieder hin bekommen haben.<<
Der Cyborg grinste als er Louise resigniert seufzen sah. Er ahnte schon das die junge Frau nach exakt einer Woche regelrecht von hier flüchten würde. Selbst wenn sie dann noch nicht wieder gesund sein sollte.
>>Du musst ja nicht den ganzen Tag hier drin rum hängen. Ich kann dich auch zwischen durch wo anders hin bringen.<<
Cells lachen hallte durch den Raum und Louise verschränkte die Arme.
>>Du findest es echt witzig, das ich grad so gar nichts allein machen kann, was?<<
Das künstliche Wesen lachte immer noch und grinste Louise dann an.
>>Na ja, wenn man dein gesicht so sieht, ist das schon witzig. Und hey, du kannst zwar nicht trainieren. Aber zumindest deine Konzentrationsübungen machen. Ich wette die hast du schleifen lassen.<<
Ertappt. Cell kannte Louises Probleme, die sie hatte wenn sie meditieren wollte. Natürlich sah man ihr sofort an, das er recht hatte.
>>Na gut, von mir aus. Aber sobald ich selbst wieder fliegen kann, hört das sofort auf!<<
>>Ist mir zwar neu das du mir befehle gibst. Aber na gut. Sobald du wieder fliegen kannst hört das sofort auf.<<

In den nächsten zwei Tagen war jedoch nicht viel zu tun. Louise schlief die meiste Zeit aufgrund der Medikamente, sowohl die die bei der Heilung halfen als auch die Schmerzmittel sorgten dafür das die junge Frau nicht viel tun konnte. Erst als Cell die Dosierung runter gesetzt hatte, war Louise wieder zu gebrauchen. Und sofort verließen sie für ein paar Stunden das Labor. Dank des Cyborgs konnte die Brünette meditieren, ohne das sinnlose Gedanken sie überfluteten. Es tat gut endlich die Vernebelung durch die Mittel los zu sein und klare Gedanken zu haben.
Am Abend saß Louise auf einer Wiese. Genug meditiert und es war Zeit einfach die schöne Gegend zu genießen.
>>Worüber denkst du nach? Immer noch sauer weil du nicht richtig trainieren kannst?<<
Der Cyborg ließ sich neben Louise nieder. Er hatte noch einmal Spritzen geholt, da Louise die schon bald brauchen würde.
>>Erinnere mich nicht daran. Aber nein, ich habe über zwei Sachen nachgedacht.<<
Cell sah die Frau neben sich mit der gleichen ungebrochenen Neugier an, wie in der Nacht als sie sich begegnet waren.
>>Und was?<<
>>Zum einen…. Hast du Yamchu umgebracht? Es ist mir erst vor einer halben Stunde eingefallen. Ich weiß doch wie sehr du ausrasten kannst...<<
Die junge Frau sah den Cybirg neben sich nicht an, sondern weiter über die Wiese hinweg.
>>Nein, auch wenn ich darüber nach gedacht habe. Ich hab sogar über diesem Feigling geschwebt und daran gedacht ihn und sein ganzes Viertel in die Luft zu jagen.<<
Ebenso kühl wie Louise die Frage gestellt hatte, antwortete der Cyborg.
>>Warum hast du es nicht getan?<<
Der Cyborg lachte.
>>Weil du sauer auf mich gewesen wärst.<<
Erstaunt sah die junge Frau zu Cell auf und wirkte wieder einmal wie ein kleines Kind.
>>Schau mich nicht so an. Niemanden überrascht das mehr als mich. Aber ich kann ihm gern das Lebenslicht ausblasen.>>
>>Cell! Lass den Mist. Nein, ihn töten hilft mir auch nicht. Sollte er mir je wieder zu nahe kommen wird er schon merken was er davon hat.<<
Es erleichterte die junge Frau das Cell ihren Ex nicht getötet hatte. Was einzig und allein Louises Liebe zum Leben selbst zu verdanken war.
>>Und, woran hast du noch gedacht?<<
Diesmal lachte die junge Frau.
>>Na ja. Nachdem ich mich gefragt habe ob du ihn getötet hast ist mir eingefallen das ich mein Ki gefunden habe. Ich kann es spüren. Es wird nicht mehr blockiert.<<
>>Ja, ich habs schon bemerkt. Immerhin hast du mir eine Ki-Kugel vor die Füße geworfen.<<
>>Als ob dir das was aus machen würde.<<
Der Cyborg zuckte mit den Schultern und legte sich ins Gras.
>>Tut es nicht. War nur ein Hinweis. Und du kannst dich auf ein ordentliches Training gefasst machen kleines Mädchen.<<
Das war Louise nur recht. Es war schon viel zu lang her das sie trainiert hatte und sie sehnte sich danach. Aber sie hörte auf Cell. Jetzt etwas zu überstürzen wäre Schädlich und so übte sie sich in Geduld.
Da Cell sich neben sie gelegte hatte, lehnte sie sich einfach an den Cyborg und machte es sich gemütlich. Dieser nahm das einfach hin. Es war nicht das erste Mal seitdem sie zusammen unterwegs waren, das die junge Frau Nähe suchte und sich einfach Mal an ihn lehnte. Anfangs war das noch seltsam und Cell hatte sie nach dem Grund gefragt. Eine richtige Antwort hatte er nie erhalten. Nur das sie es gemütlich fände. Inzwischen mochte Cell es sogar, diese Nähe und dieses bedingungslose Vertrauen. Inzwischen genoss er die ebenso sehr wie das Training mit ihr. Und im Moment verschwendete er keinen Gedanken daran, das dies irgendwann vorbei sein würde. Und Louise ahnte nicht einmal im Ansatz das diese Zweisamkeit schon bald ein jähes Ende finden wird.
>>Was hältst du vom „Nichts“?<<
Was für eine Frage und dann auch noch so aus dem Stehgreif heraus. Verwundert sah er die junge Frau an, deren Rücken er sehen konnte.
>>Was? Verdammt, was geht in deinem Kopf vor kleines Mädchen?<<
>>Na im Moment geht da drin das „Nichts“ vor.<<
Es war nicht zu glauben. Louise konnte Cell selbst nach Monaten noch überraschen und zum lachen bringen. Da hatte sie seine ironisch gemeinte Frage einfach Mal eiskalt beantwortet.
>>Sag schon, was denkst du darüber? Ich zerbreche mir schon wirklich lange den Kopf darüber.<<
Einen Moment überlegte Cell, fand jedoch keine Antwort. Er hatte noch nie darüber nachgedacht.
>>Keine Ahnung. Was gibt es denn daran groß nachzudenken?<<
Louise schmunzelte.
>>Na ja, das n#Nichts bedeutet doch das es nicht existent ist. Richtig? Aber wenn es eine Namen hat, dann muss es existieren. Das widerspricht sich doch. Also kann das Nichts als solches gar nicht existieren.<<
Was sollte man dazu sagen? Der Cyborg war einfach nur erstaunt über die Denkweise seiner Schülerin und was ihr so durch den Kopf ging.
>>Warum denkst du über so etwas nach? Das ist selbst für deine Verhältnisse verrückt.<<
Anstatt gleich zu Antworten machte Louise sich lang und legte ihren Kopf auf Cells Flanke.
>>Ganz ehrlich? Das mach ich schon immer. Ist ja nicht so das ich das Absichtlich mache. Aber immer wenn ich mich langweile driften meine Gedanken zu den seltsamsten Themen. Mich zu Langweilen, das macht wich wirklich verrückt. Also denk ich über die sinnigsten und unsinnigsten Dinge nach.<<
Keine schlechte Antwort in den Augen von Cell. Nachzudenken war immer etwas positives, auch wenn es manchmal unsinnig zu sein scheint. Es  war besser als einfach stumpf die Welt so zu nehmen wie sie war und dumm zu bleiben. Die Welt zu hinterfragen, neue Wege zu gehen und sich Fragen zu stellen, das war in den Augen des perfekten Wesens etwas Gutes. Und nach all der Zeit, die er mit Louise verbracht hatte, war ihm klar geworden warum die Leute, denen die junge Frau so nahe stand, es einfacher fanden sie in ihrer Amnesie gefangen zu halten. Ihr Wissensdurst war schwer zu stillen. Sie musste zu den Kindern gehört haben die immer noch mehr Fragen stellten, immer noch mehr wissen wollten. Und wahrscheinlich hatte sich das gelegt nach ihrem Gedächtnisverlust. Für Cell war es eine Schande das man dies zugelassen hatte. Aber das war ja jetzt vorbei. Und er hoffte das sie diese Eigenschaften nie wieder verlieren würde.
>>Dann Denk ruhig weiter über so was nach. Ist besser als sich mit der Langeweile abzufinden. Und in ein paar Tagen hat dein Köpfchen wieder mehr zu tun als nur Konzentration und über das „Nichts“ nachzudenken.<<
Er spürte wie von Louises Körper eine Aufregung ausging, die sich bis in ihn übertrug. Sie freute sich darauf. Und Cell würde die Kleine ordentlich fordern. Jetzt noch mehr wo sich ihr Ki endlich gezeigt und geöffnet hatte. Auch wenn Cell es eigenartiger Weise genoss, hier mit Louise zu liegen und nichts zu tun.
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