Zeiten ändern sich und dich

GeschichteSchmerz/Trost / P18
Cell OC (Own Character)
20.07.2018
13.03.2020
40
100.156
10
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21.07.2018 1.360
 
Da ich momentan recht produktiv bin, hier Kapitel 1.
Und ja, wieder viel Kitsch und noch nichts wirklich spannendes. Verzeiht mir. Aber es muss sein. Ich hoffe wirklich es ist nicht zu langweilig und ihr müsst euch zu sehr hindurch quälen. Doch das Kap musste genau so sein. ^.-.^"
Ich gelobe Besserung und verspreche, nach diesem Kapitel wird sich endlich Mal ein bisschen was ändern.
So, jetzt aber Konzentration auf das traute Paar.



Kapitel 1



Wieder lief sie durch den Garten. Ihre Füße in den schlichten, weißen Schuhen mit niedrigen Absatz schritten durch das Gras. Ihr war als würde sie schweben. Dieses Gefühl wurde von dem leichten Wind noch verstärkt, der sich in ihren Haaren und ihrem Kleid verfing.
Jeder, der sie jetzt sehen würde, wäre einen Moment von seinen Sinnen betrogen worden und hätte einen Engel, statt eines Menschen gesehen. Es war nicht nur ihr leicht blasses Äußeres, oder das ärmellose Kleid, samten, schlicht mit gestickten Blumen am Ausschnitt, welches diesen Eindruck vermittelte. Auch ihr glückseliges Lächeln, die hellbraunen Augen, die im Sonnenlicht strahlten, einfach alles ließ die junge Frau auf den ersten Blick so wirken.
Louis selbst wäre nie auf den Gedanken gekommen. So schlicht wie sie sich Kleidete, so bescheiden war sie auch. Im Boden würde sie vor Scham versinken, bei dem Vergleich von ihr mit einem übernatürlichen Wesen.
Und so eilte sie weiter durch den Garten, nur auf ihren Liebsten konzentriert, den sie hier irgendwo finden würde. Er musste noch hier sein. Wäre er zum Haus gegangen, hätte Louise ihm begegnen müssen. Weiter führten ihre Füße sie durch den ausladenden Garten, an Beeten und alten Bäumen vorbei, bis sie die Wiese verließ und einem langen Weg folgte. Rosensträucher säumten den Kiesweg auf dem sich die Braut jetzt entlang bewegte.
Und dann sah sie ihn, Yamchu. Wieder das Hochgefühl in ihr, eine Stunde noch, dann wäre es besiegelt, das Band zwischen ihm und ihr.
Die Schritte von Louise wurden schneller, sein ganzer Körper kam in Sichtweite, als sie dem Kiesweg weiter folgte und der so die Entfernung zu ihrem zukünftigen Gemahl in einem leichten Bogen schloss.
>>Yam…...<<
Der Atem stockte der Braut. Ihre Brust verkrampfte sich schmerzhaft, als ihr Herz für einen Moment aussetzte und dann um so heftiger gegen ihre Rippen trommelte. Inmitten ihrer Bewegung war sie stehen geblieben, sah auf das Bild vor sich und alles schöne fiel von ihr ab, als wäre sie eine Porzellanpuppe, die auf den Boden fiel und zerschellte.
Dort war er, Yamchu, ihr Kämpfer, ihr Herz, ihre Liebe und in seinen Armen eine andere Frau. Eine Blonder Haarschopf, gebunden in einem geflochtenen Zopf, fiel über Yamchus Hand, als er den Hinterkopf des Mädchens nahm, sanft zu sich zog und dann küsste.
Es verlief wie in Zeitlupe für Louise, die nur Machtlos zusehen konnte.
Nachdem der Kuss gelöst wurde, sahen die Fremde und Yamchu sich an. Sein Blick war sanft, einnehmend und voller Gefühl. Ein Blick den er sonst Louise schenkte. Von dem sie dachte das sie die Einzige war, die bei ihm solch einen Blick verursachen konnte. Und doch strafte das Leben sie jetzt mit der niederschmetternden Wahrheit. Die eben noch glückliche Braut  sank leicht in sich zusammen, verkrampfte die gefalteten Hände und zerdrückte dabei die Blume in ihrer Hand. Keine Träne fand ihren Weg, nur ein ungläubiges, brüchiges Röcheln entfuhr ihr, als ihre Lungen nach endlosen Momenten endlich ihre Arbeit wieder aufnahmen.
Louis drehte sich um, ließ den zerdrückten Ansteckstrauß fallen, der auf dem Weg landete und lief los. Yamchu hörte die schnellen Schritte, als der Kies unter den Schuhen seiner Braut knirschten und leicht aufflogen.
>>Louise!<<
Der Kämpfer sah sie weglaufen und seufzte nur.
>>Na mein schönes neues Leben kann ich mir abschminken.<<
Er hatte noch immer die blonde Frau im Arm, die ihn traurig lächelnd ansah.

Louis lief weiter durch den Garten, zurück in das alte, riesige Haus und durch den Saal, der auf dem Weg zu ihrer Rettung lag.
Blicke streiften sie. Die Hochzeitsgäste wussten nicht was sie davon halten sollten. Louis wirkte gehetzt, wie auf der Flucht vor irgendeiner Gefahr, aber keiner konnte etwas ausmachen. Was auch immer die junge Braut verfolgte, es musste nur für sie selbst sichtbar sein.
Als sie am Büfett vorbei lief, sah sie ein verwunderter Son-Goku an.
>>Louif??<<
In einer Hand hatte er eine Keule und er musste den riesigen Bissen runter schlucken, der sein Aussprache gerade zu einem unansehnlichen Schauspiel machte, weil er unwillkürlich Krümel spuckte, während er redete.
>>Louise? Was ist los, was hast du?<<
Keine Antwort kam von der Brünetten, die inzwischen an der Treppe angelangt war, die in den Seitenflügel des Hauses führte, wo ihr Zimmer lag.
Ratlos sah der Saiyajin ihr hinterher. Und sah dann seine Frau an, die neben ihn getreten war.
>>Weißt du was sie hat Chi-Chi?<<
Seine Frau schüttelte den Kopf und sah auf die nun leere Treppe.
Auch andere gesellten sich zu Son-Goku und Chi-Chi. Eine kleine Diskussion begann, was wohl mit der eben noch so glücklichen Braut los sein könnte.
Dann meldete sich eine raue, ruhige Stimme von der Wand.
>>Warum fragt ihr nicht Mal den Vogel, den sie heiraten will?<<
Vegeta war kein Freund vieler Worte. Aber erfasste das Ganze als Erster. Vielleicht weil der Saiyajin-Prinz die Situation auf sich wirken ließ, anstatt Unmengen an Worte der Vermutung zu verlieren. Es konnte alles nur mit Yamchu zu tun haben. Das war schlicht das naheliegendste. Wundern würde es ihn nicht. Er konnte diesen Kerl nicht ausstehen und zeigte er meist ganz offen.
Und kaum das Vegeta seine Vermutung geäußert hatte viel Bulma alles aus dem Gesicht. Sie kannte Yamchu lang genug und hatte ihn nicht umsonst den Laufpass gegeben.
>>Das hat er nicht getan. Das hat er sich nicht gewagt!<<

Inzwischen war Louise in ihrem Zimmer angelangt. Kaum das sich die Tür geschlossen hatte, warf sie sich auf ihr Bett und ließ ihren Tränen freien lauf. Die Welt war zusammengebrochen. Das Licht der Sonne, die Gerüche des Gartens, die vom Wind durch die geöffneten Flügelfenster bis in ihr Zimmer getragen wurden, waren nicht mehr so wunderbar wie noch vor wenigen Minuten. Nichts schönes mehr für sie. Nicht in diesem Moment.
Die heißen Tränen rannen ihr über die erhitzen Wangen und fielen dann auf ihr Kissen, wo sie letztlich versiegten. Ihr Schluchzen war sogar durch die Tür bis hinauf auf den Flur zu hören. Louise war zutiefst verletzt worden und nichts konnte sie jetzt noch trösten.
Ein klopfen und die sich öffnende Tür, veranlassten die junge Frau dazu sich aufzusetzen.
>>Louise, was ist passiert? Bitte, sag es mir.<<
Bulma, war ihrer Freundin letztlich gefolgt und wollte von Louise selbst erfahren was genau nun passiert war. Traurig blickte sie in das verweinte, matte Gesicht der eben noch so glücklichen Braut. Inzwischen war diese ganz aufgestanden und ging zur hellen Holztür, die mit Schnitzereien verziert zwischen den Beiden Frauen lag. Louise legte eine Hand auf das feine Holz und sah Bulma in die Augen.
>>Sag bitte allen, das die Hochzeit abgesagt ist.<<
Damit schloss Louise die Tür. Bevor sie sich wieder auf ihr Bett warf, entledigte sie sich des Brautkleides und warf es in eine Ecke. Das Ding kam ihr jetzt wie ein Hochverräter vor, der sich über ihr Leid lustig machte. Dann ließ sie sich in ihr Bett fallen, zog die Decke über ihren leicht zitternden, noch immer erhitzen Körper und vergrub sich in ihrer Trauer.
Bulma konnte nichts anderes tun als allen zu sagen, das die Hochzeit nicht stattfand. Yamchu erwischte sie nicht mehr. Gern hätte sie ihn bluten lassen. Denn sie konnte sich sehr gut ausmalen was er getan hatte. Sie selbst hatte am eigenen Leibe erfahren wie Rücksichtslos der Kämpfer mit Frauen umging, die ihn liebten.
So sehr hatte sie gehofft, ihr Ex habe sich geändert. Doch manche Dinge änderten sich wohl nie. Scheinbar schon gar nicht ein ehemaliger Wüstenbandit der nur auf der Jagt nach Frauen und Geld ist.
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