Folge 7: Kindergarten-Daddy

GeschichteKrimi, Mystery / P16
Javier Esposito Kate Beckett Kevin Ryan Richard Castle
15.07.2018
15.07.2018
5
14201
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 

Kindergarten-Daddy

Staffel 9, Folge 7

Geschrieben von ky03elk

Übersetzt von kbrc87 und crazysecondname

Gegengelesen von Copop83

Der nachfolgende Text ist eine fiktive Geschichte von Autoren ohne jegliche Beziehung zur ABC-Sendung “Castle”. Erkennbare Charaktere sind Eigentum von Andrew Marlowe und ABC. Namen, Orte und Geschehnisse sind Produkt der Kreativität des Autors oder werden fiktiv genutzt. Jegliche Ähnlichkeit zu tatsächlichen Personen, lebend oder tot, Unternehmen, Firmen, Ereignissen oder Örtlichkeiten ist rein zufällig

***

Kapitel 1

Da war ein heftiges Klopfen gegen Sues Haustür. Schnell und ungeduldig. Das Geräusch konkurrierte mit Dr. Phils schlechtem Rat auf dem Breitbildfernseher, einem Streit zwischen drei ausgelassenen Vierjährigen im angrenzenden Wohnzimmer, wer das iPad haben durfte und dem Schrei eines Babys - verängstigt und gefangen in einem Reisebett, das ins Schlafzimmer geschoben worden war, ihre Windel hing unbequem herunter mit dem Gewicht von Stunden - und Sue hatte kaum eine Chance, das alles aus der Küche zu hören.

Das Klopfen hielt an, härter, schneller, bis schließlich extremere Maßnahmen ergriffen wurden. „Sue?! Sue, machen Sie die Tür auf!"

Das Klappern eines Messers, das auf die Arbeitsplatte fiel, schloss sich dem Krawall an.

Sue drehte sich um und ihre Sinne suchten nach dem, was ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Ihr Herzschlag nahm Fahrt auf, als ihr Blick zur Uhr aus dem Supermarkt flog, die schief an der Wand hing. Es war mitten am Tag und die Eltern sollten ihre Kinder erst in Stunden abholen.

„Sue!”

Verdammt.

„Komme...”

Mit einer Geschwindigkeit, die eine dünne Schweißlinie an ihrem Haaransatz erzeugte und Zwillingsflecken an ihren Achselhöhlen, schob Sue das schäbige Magazin, das sie gelesen hatte, in den Vorratsschrank und trat ins Schlafzimmer, um den Lärm vom kleinsten Balg mit einem Schnuller zu stoppen. Ein böser Blick und ein auf sie gerichteter Zeigefinger, ließ die Jungen, die auf dem Boden um das iPad rangen, verstummen und Sue schloss die Innentür hinter ihnen. Mit einem kurzen Druck auf die Fernbedienung brachte sie den Rat des guten Doktors, wie man Hämorrhoiden loswird, zum Schweigen.

Sue schnaubte, als sie die Tür weit aufstieß und ein falsches Lächeln aufsetzte. „Hallo. Kommen Sie herein."

Sie war niemand, der auf Manieren oder gar allgemeine Höflichkeit stand - als sie fünfzig geworden war, hatte Sue all diese Aspekte ihrer Persönlichkeit über den Haufen geworfen - sie drehte sich auf der Stelle um, ihr Magen knurrte aus Protest gegen das Eindringen.

Ihr Mittagessen wartete.

Vor langer Zeit hatte es sie gekümmert. Eltern, Freunde, andere Betreuer aus der Gegend wären mit einem echten Lächeln begrüßt, mit einem einladenden „möchten Sie etwas zu trinken?" und dann eingehakt zum nächsten Stuhl geführt worden.

Aber nicht mehr heutzutage.

Ein abgehackter Husten rang sich aus ihrer Kehle und sie wischte sich mit dem Ärmel die Spucke von den Lippen.

Immer öfter war sie müde und neigte dazu, nichts auf das zu geben, was andere dachten, es sei denn, es würde sich auf ihr Leben oder ihr Geschäft als Tagesmutter auswirken.

Und das war keine unangemeldete Kontrolle vom Amt, also…

Mit dem Rücken zu dem Besucher griff sie nach dem Edelstahlkessel, ein Überbleibsel aus ihrer Zeit in England, als der einzige Weg, Tee zu machen, der richtige Weg war. Ihre Finger legten sich um den Griff und ihr Arm hob den Kessel weit genug an, um zu prüfen, wie viel Wasser darin war.

Aber im verzerrten Spiegelbild erhob sich ein Messer. Sue neigte ihren Kopf nach links, ihre Augen blinzelten über die Absurdität dessen, was sie sah.

Ein schwebendes Messer?

Die Schreie des Babys entsprachen denen von Sue, als sie auf dem schmutzigen Boden zusammenbrach. Der Aufschlag des Kessels ging im Gebrüll der Jungen hinter der geschlossenen Tür des Wohnzimmers unter.

Die hastigen Schritte und das Klappern der Haustür waren kaum hörbar, verglichen mit dem Lärm aus dem Apartment 4D.

***

In Castles Brust verbreitete sich langsam ein Summen der Freude und aus seinen geschlossenen Lippen drang ein Grollen, als er von der Theke zum Kühlschrank schlurfte. Nichts konnte das strahlende Sonnenlicht dämpfen, das ihre Wohnung in goldene Töne badete, der Tanz der Partikel, die sich um seinen Körper bewegten. Heute war ein guter Tag. Verdammt, jeder Tag war ein guter Tag, aber solche, die beinhalteten, heimlich nach Hause zu schleichen zum Mittagessen... Nun, diese waren außergewöhnlich gut.

Er ignorierte die Muskelanspannung, als er die Tür aufstieß und die Kälte von innen durch die dünne Schicht seines Hemdes wogte, als er nach den Früchten griff, die auf ihre Schlachtung warteten.

Auf Ihre Schlachtung warteten?

Wirklich? Ein bisschen melodramatisch, sogar für ihn.

Mit einem Seufzen stieß seine Schulter sanft gegen die Tür, um sie zu schließen, sein barsches Unterbewusstsein war ihm ein wenig zu selbstbewusst und mit einem Augenrollen, das mehr Kate war als alles andere, warf Rick die Melone, die Äpfel und die Erdbeeren achtlos auf die Theke.

Die Früchte kullerten weg - natürlich taten sie das - und mit einem Aufschrei streckte er sich, um ihr tatsächliches Mittagessen einzufangen, bevor es ein Smoothie wurde.

Kates Aktentasche - ihre „Captain-Tasche", wie er sie nannte, wenn auch nicht direkt ihr gegenüber - schloss sich der Lawine an, die zum Rand der Theke rutschte, bewegt von dem Versuch der Melone, ihrem Schicksal zu entkommen. Papiere und Prospekte verbreiteten sich in alle Richtungen über die Granitoberfläche, als sich die Ledertasche verlagerte.

Prospekte?

Castles Finger ergriffen den Riemen, bevor die Tasche auf die polierten Dielen fallen konnte. Mechanisch richtete er sie, während seine Augen die glänzenden Werbeblätter überflogen.

Kinderbetreuung.

Kate war überall dorthin gegangen? Auf der Suche nach jemandem, der sich um ihr Baby kümmerte? Und okay, sie hatten noch Monate vor sich, um sich darüber zu unterhalten, was als nächstes kam, nachdem sich die glänzende Neuheit langsam zu geschwollenen Knöcheln und dem tiefsitzenden Wissen, dass das real war, wandelte.

Ihr Baby war kein Traum, aus dem er erwachte, um sie beide blutend auf dem Küchenboden vorzufinden...

Er schüttelte den Kopf, seine Augen öffneten sich schlagartig - wann hatte er sie geschlossen? - sein Blick richtete sich wieder auf die geheimen Dokumente, die seine Entrüstung nährten.

Auf jeden Fall wäre er die Kindertagesstätte? Hatte seine Frau, die Mutter seines in ihr reifenden Babys, nicht bedacht, dass er zu Hause bleiben und ihr Kind aufziehen würde, falls oder wenn sie wieder zur Arbeit ging?

„Hallo, du", murmelte Kate, die Arme erhoben, die Waden gestreckt, als sie aus ihrem Schlafzimmer erschien. Der Blick auf ihre freigelegte, delikate Taille war hypnotisch, fast eine Aufforderung.

Er könnte sie davon überzeugen, sich wieder umzudrehen. Seine Lippen an ihrem Hüftknochen, seine Zähne in die leichte Schwellung ihres Bauches gedrückt und sie würde diese Geräusche tief in ihrem Hals machen und ihnen die Erlaubnis geben, wieder ins Bett zu gehen und eine zweite Runde in Angriff zu nehmen. Oder müsste das als Runde drei eingestuft werden?

„Willst du einen Haftbefehl für die Melone?"

Die Neckerei in ihren Worten rutschte durch seine Fantasie und er hob sein Kinn mit einem Ruck, seine Augen suchten ihre.

„Hä?”

„Das Mittagessen ist auf der Flucht, Castle." Ihre hochgezogene Augenbraue deutete auf die Frucht, die nun vor ihren Füßen haltgemacht hatte und mit einer Leichtigkeit, die nichts vom Trauma im letzten Jahr verriet, beugte sie sich zu einem einsamen Apfel herunter.

Er rammte die Papiere und Prospekte dahin zurück, wo sie herkamen und hielt die Tasche an ihrem Griff, während er den Inhalt noch mehr herumschleuderte.

„Ich werde sie einfangen. Aber dein Papierkram war ein Unfall. Es tut mir leid."

Kate winkte ab und biss in die rote Haut des Apfels, scheinbar unbekümmert.

Oder versuchte sie es zu sehr? Besorgt über das, was er gesehen hatte, wollte sie ihren Verrat mit Nonchalance verdecken?

Verrat? Meine Güte, er musste wirklich wieder anfangen zu schreiben, der Thesaurus in seinem Kopf geriet außer Kontrolle.

„Castle? Hey, Rick?”

„Hä?”

Schlanke Finger strichen über seine Fingerknöchel und schnappten sich die Tasche von ihm. Ihre Lippen berührten seine kurzen Bartstoppeln, die er heute Morgen vernachlässigt hatte, während sie sich auf die Zehenspitzen stellte. „Alles in Ordnung, Babe?"

Er nickte, sein Mund senkte sich, als er ihren suchte.

„Ich bin in O-”

Das Summen ihres Telefons unterbrach seine Halbwahrheit, die Unterbrechung rettete ihn tatsächlich, anstatt ihn so zu zerstören, wie es normalerweise der Fall war.

Kate hielt sich jedoch an seiner Seite und ihr Blick musterte seine Gesichtszüge. Aber er war keiner ihrer Verdächtigen, also lächelte er breit und verdrängte das Unbehagen seiner Entdeckung in sein Inneres.

„Beckett", antwortete sie.

Er überließ sie dem Telefongespräch, sammelte den Rest ihres Mittagessens auf und ging zum Küchentresen, die „jas" und „mmhmms" waren eine tröstliche Decke, gewoben aus ihrer jahrelanger Routine.

„Rick, können wir das Essen mitnehmen?"

Er stimmte zu, während er innehielt, ein Messer über der makellosen Melone erhoben. „Du gehst zum Zwölften?"

„Nein. Jemand macht Lärm. Sie wollen mich am Tatort haben.“ Ihre Schultern hoben sich, ihre Augen waren frei von Sorge, aber ihr Daumen driftete tief auf ihren Bauch und sie schien sich ihrer eigenen Bewegungen nicht bewusst zu sein.

„Ich soll auch mitkommen?“ Seine Zögerlichkeit wirkte leicht verbittert und er schluckte den schlechten Geschmack herunter. Sein Blick wich absichtlich ihrem Bauch aus und ignorierte die Broschüren über Kinderbetreuung, die seine Unzulänglichkeiten offengelegt hatten.

Er straffte seine Schultern, verdrängte alles aus seinem Kopf und kämpfte um Ausgleich und Wagemut gegen falsche Überzeugungen. Er war schließlich ihr Berater. „Ich komme."

Und damit brach er die Frucht auf, die Klinge klemmte sich fest in das Schneidebrett.

***

Der Lärm war grell. Kinder kreischten. Eltern stritten. Ihre Officers redeten lautstark, während sie versuchten, mit dem Durcheinander am Tatort fertig zu werden.

Für eine Sekunde, nur eine, hätte Kate sich fast umgedreht, wäre den engen Flur entlang gegangen, zurück zu der stillen Ruhe ihres Büros, die im Revier auf sie wartete.

„Was haben wir, Ryan?"

Kevin richtete sich auf. Seine rechte Hand hob den kleinen Notizblock hoch und er zeigte mit entschuldigendem Blick hinter sich.

„Küche."

Sie folgten ihm und verarbeitete die Informationen um sie herum, während sie voranging.

Ein Baby wurde fest im Griff einer Frau gehalten, Tränen strömten über die Wangen von beiden. Ein tiefes, durchdringendes Heulen - von der Mutter? - durchströmte den Raum, Nerven aufreibend, während Officer Aragon hilflos an ihrer Seite stand. Ihre feinfühlige Hand hoch auf der Schulter der Frau blieb unbemerkt in ihrer Trauer.

Ein Pärchen kauerte auf der durchgesessenen Couch, sie umschlangen einen kleinen Jungen, seine Augen starrten auf den Fernseher, der hoch an der Wand stummgeschaltet flackerte. Der Kopf der Frau neigte sich von einer Seite zur anderen, der Rhythmus war ungebrochen, als eine Träne langsam ihre Wange hinunterlief und ihr leerer Blick sich auf den abgewetzten Teppich unter ihren Füßen konzentrierte. Der Körper des Mannes war seiner Familie zugewandt, aber sein Blick richtete sich auf Espo. Seine Worte waren kalt, als sie sich über den Lärm erhoben.

„Ich scheiß drauf, ob es dem Fall hilft. Ich muss meinen Sohn nach Hause bringen. Ihn hier raus bringen."

Interessant.

Aber Becketts Aufmerksamkeit sprang zum nächsten Paar, Trauer zeichnete Linien in ihre Gesichtszüge, im Streit unterbrachen sie sich gegenseitig, mit jedem Wort lauter sprechend. Beide wollten eindeutig nach Hause gehen und kämpften dabei gegeneinander für dieselbe Sache, ohne es zu merken.

„Mädel, was machst du hier?"

Lanies fragenden Blick für den Moment ausweichend, stieg Kate über einen umgekippten Korb, die Spielzeuge verteilten sich in einem Halbkreis über ihren Weg in den Küchenbereich. Während ihre Hand die Tür schloss, um ihre Arbeit abzuschirmen, katalogisierten ihre geschulten Augen den Tatort.

Eine ältere Frau lag mit dem Gesicht nach unten, ein Messer steckte schief unterhalb der Rippen, tief und nicht der erste Versuch, gemäß den Rissen in der Bluse des Opfers. Blut sammelte sich darunter. In den Rücken gestochen. Buchstäblich.

Sie hatte es nicht kommen sehen, dem Mangel an Verteidigungswunden nach zu urteilen.

„Ich wurde vom Polizeipräsidium hierher zitiert. Ryan?"

„Das Opfer ist Sue Longreach. Neunundfünfzig. Vier Stichwunden. Arbeitete als Tagesmutter, daher die Kinder. Die armen kleinen Jungs haben so laut geschrien, dass der Nachbar uns angerufen hat. Obwohl das Geschrei seiner Meinung nach normal war, heute ist im einfach der ‚Kragen geplatzt'." Ryans Finger zeichneten Anführungszeichen in die Luft, um seine Aussage zu unterstreichen, seine Augen blickten für ihren Geschmack ein bisschen zu sehr nach ‚getretener Hundewelpe' drein. „Das ging mindestens eine Stunde lang so, bevor uniformierte Beamte auf der Bildfläche erschienen sind."

„Verdammt."

Der Ausdruck ihres Mannes passte zu Kevins, als er zögernd in den Raum ging, seine Finger berührten sanft ihre Hüfte, als er an ihrer Seite Halt machte.

„Ja, Castle", stimmte Ryan zu. „Die Eltern wehren sich dagegen, die Wohnung zu verlassen. Manche wollen Antworten, andere wollen eher nach Hause gehen anstatt zum Revier."

Nun, das erklärte, warum sie immer noch hier waren. Verzweifelt und trauernd um das, was ihre Kinder erlitten und höchstwahrscheinlich bezeugt hatten.

„Sag ihnen, sie können gehen, ihre Kinder beruhigen und dann später zum Zwölften kommen."

Ryan und Lanie zogen jeweils eine Augenbraue hoch und sahen überrascht über den Protokollbruch aus. Es war nicht so, dass sie weich wurde, es waren nur diese Kinder, die genug durchgemacht und genug gesehen hatten, ohne dass noch mehr Stress zu einem verdammt beschissenen Tag hinzukommen musste. Wenn ihr Kind Zeuge eines so schrecklichen...

Okay, vielleicht war sie doch etwas nachsichtiger...

„Mach ihnen aber klar, dass wir heute die Aussagen brauchen."

Ryan nickte. Es war ein Balanceakt und sie konnte das, ein Gleichgewicht zwischen werdender Mutter und Captain finden. Apropos-

„Warum das Polizeipräsidium, Ryan?"

Er hielt inne, die Hand an der Tür und sein Blick wandte sich von den Eltern im Flur ab.

„Ihr Bruder ist Leonard Longreach. Senior."

Mist. Nichts ging über Familie in hohen Positionen.

„Sie waren nicht eng verbunden", fuhr Ryan fort. „Er hat seit mindestens einem Jahr nicht mehr mit ihr gesprochen. Aber..."

Ja. Familie war Familie und wenn man sich arbeitstechnisch im Dunstfeld von hochrangigen Politikern aufhält, konnte man auch einen Captain bitten, einen Fall zu untersuchen.

***

„Die Eltern sind alle nach Hause gegangen, sie stehen alle unter der strikten Absprache, dass sie zurückkehren, sobald ihre Kinder sich beruhigt haben, etwas zu essen hatten und gesäubert wurden." Ryan schüttelte den Kopf, während man Espos ersticktes ungeduldiges Schnauben aus der Küche des Opfers hörte. „Diese kleinen Jungs waren wirklich in einer schlechten Verfassung."

Schweigend nickte Rick zustimmend. Dies war nur ein weiterer Grund, warum kein Kind von ihm in eine Kindertagesstätte ging.

„Nun, mit etwas Glück stellen ihre Eltern die Sache klar und verstecken die Beweise in ihren Gärten", konterte Espo sarkastisch.

„Genug." Beckett trat ins Wohnzimmer, ihre Augen verengten sich. „Hast du noch etwas herausgefunden?"

„Ohhhhh. Nein. Nein, nein, nein.”

Sie drehten sich gleichzeitig um, wie eine gut geölte Maschine, die Detectives - und ein Captain - im Raum, die alle nach den Waffen an ihren Hüften griffen.

„Sue? Was ist mit Sue passiert?“ Eine athletische Frau Mitte Vierzig mit blonden Haaren, die in einem perfekten hohen Pferdeschwanz nach hinten gezogen waren, ihre Wangen gerötet und die Augen suchend, griff nach der offenen Eingangstür. Der Beamte draußen zögerte, bevor er ungeschickt nach dem verstörten Eindringling griff. Die Trauer brannte heller als das heiße ‚Love Pink’ Trainingsoutfit, das sie trug.

„Ich bin Captain Beckett. Es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen..."

Kates Worte wurden leiser, als sie nach vorne griff, ihre Finger umklammerten den Ellbogen der Frau, während sie auf ihre Fersen sank, sich neben die zusammenbrechende Frau kauerte und ihr sanftes Gemurmel fortsetzte.

Castle näherte sich der Wand, dem Beistelltisch, der Teile des Flurs beanspruchte. Zellen, in denen früher leuchtende, mit Karikaturen bemalte Behälter standen, waren jetzt leer und eine dünne Staubschicht war bereits aufgetaucht.

Seufzend blätterte er durch die Papiere, die schief gestapelt waren. Sein Blick teilte sich zwischen seiner Frau und der Werbung, die jetzt auf dem Tisch lag, auf.

Werbung für Kindertagesstätten.

Seine Finger stockten und seine Augen suchten. Hatte sie eine davon in ihrer Aktentasche?

Könnte es sein Kind sein, das stundenlang vernachlässigt wurde, panisch und hysterisch war?

Seine Augen verengten sich und starrten auf Kates Rücken. Nicht mit ihm.
Review schreiben