Die Musik der Liebe

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
14.07.2018
14.05.2019
18
51.545
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14.07.2018 2.956
 
Disclaimer: Die Personen, die nicht von mir erfunden wurden gehören Richelle Mead. Ich verdiene kein Geld mit der Geschichte.

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I

Rose POV

Die Glocke läutete. Großartig. Endlich hatte ich mal gefühlt ein paar Stunden geschlafen ohne irgendwelche Träume und dann war es schon wieder Zeit aufzustehen.

Ich seufzte und stieg aus dem Bett. Ich war alleine im Zimmer weil keiner es lange mit mir in einem Zimmer ausgehalten hatte. Nachts schrie ich wegen der Albträume oft und hatte deswegen meine Zimmermitbewohnerinnen immer geweckt. Irgendwann war dies untragbar geworden, denn „sie müssen sich ja auch erholen und dazu brauchen sie Schlaf“. Das hatten zumindest die Therapeuten gesagt.

Bald war es vorbei. Nur noch eine Woche, dann kam ich endlich wieder raus. Unglaublich, dass der Vorfall nun schon genau sechs Monate her war. Vor sechs Monaten war alles anders geworden. Mason war gestorben. Und ich war daran schuld. Ich merkte, dass mir wieder die Tränen kamen und versuchte sie zurückzudrängen. Es würde sofort auffallen, wenn ich geweint hätte. Hier, in der Reha-Klinik für „nervliche Wracks“ wie ich es gerne nannte, wimmelte es nur von Psychologen. Die würden das sofort sehen.

Ich öffnete meinen Kleiderschrank und holte eine schlichte kurzärmlige Bluse und eine lange dunkelblaue Jeans heraus. Ja auch mein Kleiderstil hatte sich seit Masons Tod verändert. Eigentlich hatte ich mich seit Masons Tod komplett verändert. Früher kleidete ich mich auch gerne mal sexy oder so bunt, dass ich einfach auffallen musste. Ich liebte Schminke und viele Mädchen meiner Schule waren neidisch auf mein langes dunkelbraunes Haar, das Naturwellen hatte.

Inzwischen war ich eher froh, wenn man mich nicht wahrnahm. Meine Haare flocht ich meistens in einer Art Mozartzopf, Schminke benutzte ich meistens keine mehr und meine Kleidung war… langweilig. Blusen, immer zugeknöpft und meistens hellblau oder weiß und dunkle Jeans und normale Sneakers. Fehlte nur noch die Hornbrille und ich sah aus wie das typische Bild einer Streberin.

Ich sah in den Spiegel. Dunkelbraune Augen starrten mir entgegen. Umrahmt von Augenringen die fast genauso dunkel waren. Die letzten Nächte waren wieder kurz gewesen.

Wieder seufzte ich. Jetzt musste ich wohl doch nochmal Schminke benutzen. Die Augenringe schminkte ich mir weg und dann war es auch schon Zeit zum Frühstück. Als ich den Frühstückssaal betrat beachtete mich keiner. Ich hatte mir Mühe gegeben während der ganzen Zeit niemand an mich herankommen zu lassen. Die ganzen sechs Monate nicht. Ich verdiente keine Freunde. Nicht nachdem ich daran Schuld war, dass mein bester Freund das Leben nicht mehr führen konnte was er wollte und keine neuen Freunde mehr finden konnte.

Mason und ich waren auf dem Rückweg ins Internat gewesen, dass wir beide besucht hatten. Ich hatte Probe gehabt für meinen großen Auftritt eine Woche später. Ich spielte schon über 10 Jahre Cello und war eine der besten Cellistinnen meines Alters. Auftritte hatte ich vorher auch schon gehabt, sogar sehr viele, aber noch nie hatte ich vor so vielen Menschen gespielt. Ich wurde vom Staatsorchester begleitet und war als Solistin für den Abend geplant.

Mason hatte mich von der Probe abgeholt, weil er der Meinung war, dass ich nicht alleine im Dunkeln den Weg zum Internat laufen sollte. Ich hatte nur die Augen verdreht und ihn angefahren, dass dies nicht nötig sei. Ich war zu dem Zeitpunkt fast 17 und durchaus in der Lage die 15 Minuten alleine zu laufen. Eigentlich genoss ich diesen Weg immer, weil man seine Gedanken währenddessen so schön schweifen lassen konnte. Also hoffte ich, dass Mason einfach still sein würde. Genau das hatte er natürlich nicht vor.

„Rose, ich würde gerne mit dir sprechen“ meinte er auf halber Strecke.

Ich schnaufte leicht genervt: „Was gibt es denn?“ fragte ich dann doch.

Er zögerte. „Naja, ich weiß nicht genau wie ich es sagen soll… Also, ich ähm… ich, du, also wir…“ stammelte er.

„Jetzt sag bitte endlich was los ist und gib nicht so wirres Zeug von dir!“ fuhr ich ihn an. „Mein Tag war heute echt anstrengend und ich bin froh, wenn ich mal ein paar Minuten in Ruhe nachdenken kann. Also bitte sag endlich was du sagen willst.“ Ja, ich hatte an dem Tag definitiv nicht meinen besten Tag. Ich war müde, hatte leichte Kopfschmerzen und wollte eigentlich nur meine Ruhe.

„Also gut.“ Meinte Mason nur entschlossen, blieb stehen und hielt mich am Arm fest. Ich drehte mich zu ihm um und wollte ihn schon wieder anmeckern was denn los sei, als er mich plötzlich küsste. Einfach so. Ich war völlig erstarrt. Er hatte mich völlig überrumpelt. Damit hatte ich im Leben nicht gerechnet. Meine Erstarrung dauerte ungefähr drei Sekunden, dann riss ich mich los und trat hastig von ihm zurück.

„Sag mal spinnst du?“ brüllte ich ihn an. „Was soll denn das? Was machst du da?“

„Ich liebe dich Rose.“ sagte er.

Mir entfuhr ein schockiertes Auflachen: „Du liebst mich? Ist das dein Ernst? Wir sind beste Freunde Mason, aber doch nicht mehr.“ Und da war auch nie mehr gewesen. Nur ungefähr ein Jahr vorher ein Kuss. Aber das war eine Pflichtaufgabe beim Flaschendrehen gewesen. Ich zermarterte mir den Kopf. Hatte er irgendwelche Andeutungen gemacht? Oder hatte ich ihm irgendwelche Zeichen gesendet? Ich flirtete gerne, ja, aber das tat ich mit jedem Jungen. Und keiner von ihnen küsste mich einfach so und gestand mir seine Liebe.

„Ich liebe dich schon so lange Rose! Seit diesem unglaublichen Kuss vor einem Jahr kann ich nur noch an dich denken! Und ich weiß doch, dass es dir genauso geht.“ rief er, trat einen Schritt vor und fasste mich am Arm. „Gib es doch bitte endlich zu. Wir sind füreinander bestimmt.“ Wieder wollte er mich küssen, doch ich wich diesmal hastig zurück.

Mase, du irrst dich. Ich liebe dich nicht! Ich möchte dich auch nicht küssen. Und der Kuss vor einem Jahr war beim Flaschendrehen. Du verrennst dich da in etwas.“ versuchte ich ihn zu beschwichtigen.

Ärger zeichnete sich auf seinem Gesicht ab: „Achja? Du willst doch bloß nicht mit mir zusammen sein, weil du Angst hast, dass ich dich von deinem Plan ablenken würde eine berühmte Cellistin zu werden.“ Masons Stimme wurde immer lauter bis er mich schließlich fast anschrie. „Immer dieses beschissene Cello. Ich hasse es. Es macht alles kaputt!“ Er kam wieder auf mich zu und griff nach meinem Arm, doch ich stieß ihn zurück.

„Bleib mir vom Leib Mason und komm mal wieder runter! Ich gehe jetzt alleine zurück, ich hoffe morgen hast du dich wieder beruhigt und kannst mir eine Erklärung für dein verrücktes Verhalten geben!“ rief ich, drehte mich um und lief Richtung Internat.

Auf dem Weg kam ich an einer Bank vorbei, die etwas außer Sichtweite lag. Ich setzte mich schwer atmend darauf und versuchte meine Gedanken zu ordnen. Was war denn bitte mit Mason los? Er wirkte auf einmal völlig verrückt und besessen. Ich blieb noch 10 Minuten auf der Bank sitzen und wollte grade aufstehen, als ich einige lautere Stimmen näherkommen hörte. Masons Stimme war auch dabei. Also stellte ich mich schnell noch etwas weiter in die Dunkelheit. Auf Masons Gesellschaft hatte ich jetzt definitiv keine Lust. Die Stimmen klangen erregt. Als ob sie sich stritten. Worum es dabei ging konnte ich jedoch leider nicht verstehen. Als ich schließlich alle erkennen konnte, sah ich, dass es Mason und noch drei weitere Jungs waren, die ich aber nicht kannte. Zum Internat gehörten sie auf jeden Fall nicht.

„Jetzt komm schon!“ rief einer der Jungs. „Wir wissen, dass du es hast. Du gehörst schließlich zum Internat. Die haben da alle Geld!“

Mason erwiderte, dass er kein Geld dabeihabe und auch grade nicht in der Stimmung für Späße sei. Dies war jedoch anscheinend nicht die Antwort, die die Jungs haben wollten. Wahrscheinlich hatten sie auch einiges an Alkohol intus. Jedoch nicht so viel, als dass sie nicht mehr hätten treffen können. Einer von ihnen schlug zu. Und er traf Mason mit voller Wucht in den Bauch. Mason krümmte sich und blickte auf. Da fiel sein Blick auf mich. Ich stand so, dass man mich nicht direkt entdeckte. „Das ist alles deine Schuld!“ brüllte er „Dein blödes Cello ist an allem Schuld!“ Die anderen beiden schlugen ebenfalls zu. Immer weiter schlugen sie auf ihn ein. Ich war vor Schreck wie erstarrt, erholte mich zum Glück jedoch schnell und riss mein Handy raus. „Kommen Sie schnell!“ rief ich ins Telefon, als ich zur Notrufzentrale durchgestellt war. „Mein Freund wird gerade von drei Jungs zusammengeschlagen, beeilen Sie sich!“ Ich gab die Adresse durch, an der wir uns befanden und legte auf. Ich musste Mason doch irgendwie helfen. Also tat ich das idiotischste, was man in dieser Situation machen konnte. Ich griff die drei an. Ich packte einen am Arm und versuchte ihn wegzuziehen. Er sah mich erstaunt an, wo ich herkam. Dies interessierte mich jedoch nicht, da ich an ihm riss und schrie, dass sie aufhören sollten, da die Polizei sowieso gleich käme. Er schüttelte mich mühelos ab und verpasste Mason noch einen Tritt „Kommt wir gehen! Die Polizei ist unterwegs.“ rief er seinen Freunden zu. Diese ließen nach letzten Tritten ebenfalls von ihm ab und sie verschwanden. Ich war mit dem Kopf auf dem Asphalt aufgeschlagen und versuchte mich aufzurichten. Das fiel mir jedoch ziemlich schwer.

„Mason!“ rief ich und kroch zu ihm. Er sah furchtbar aus. Blutüberströmt und ich konnte nicht sehen ob er noch atmete. Ich versuchte ihn am Arm zu schütteln. „Mason! Bitte bleib bei mir! Bleib wach!“ Ich wusste nicht ob er überhaupt noch bei Bewusstsein war, aber ich musste es zumindest versuchen. Dann wurde mir jedoch schwarz vor Augen.

Zurück in der Gegenwart nahm ich mir etwas zu essen vom Buffet und setzte mich an meinen gewohnten Platz am Fenster. Das Essen lag mir mal wieder schwer im Magen. Seit dem Vorfall hatte ich ziemlich abgenommen. Hatte ich vorher noch so viel essen können, dass vielen Menschen der Mund offen stehen blieb, so kämpfte ich jetzt schon mit einem halben Brötchen. Aber so viel musste ich essen. Es wurde schon der Verdacht geäußert, dass ich an Magersucht erkrankt sei, aber das war völliger Blödsinn. Ich aß ja. Nur eben nicht mehr so viel. Von der Figur her konnte ich fast schon mit meiner besten Freundin Lissa mithalten. Nur dass es im Gegensatz zu ihr nicht gesund aussah. Lissa war von je her groß und unglaublich schlank gewesen. Ich war kleiner und etwas kräftiger. Nicht dick, aber nun mal nicht so dünn wie Lissa. Eigentlich normal.

Ich vermisste Lissa. Ich durfte nicht oft Besuch empfangen, da wir uns hier darauf konzentrieren sollten uns zu erholen. Bald würde ich sie ja wiedersehen.

Nachdem ich fertig gefrühstückt hatte, war es noch ungefähr eine halbe Stunde bis zu meiner ersten Therapieveranstaltung. Musiktherapie hieß sie. Mein persönlicher Albtraum. Dort sollte man mithilfe der Musik versuchen das, was uns belastete zu erzählen und zu verarbeiten. Nur das mein Nervenzusammenbruch mit der Musik zu tun hatte.

Als ich im Krankenhaus wieder wach geworden war, fragte ich natürlich sofort nach Mason. Dieser hatte es jedoch nicht geschafft und war schon im Krankenwagen seinen Verletzungen erlegen. Ich fühlte mich als würde ich ersticken. Mason war tot. Und ich war auch noch schuld daran. Wenn ich seine Gefühle erwidert hätte oder ihn zurückgeküsst hätte oder zumindest mit ihm zurück zum Internat gelaufen wäre, dann hätten ihn die drei Jungs bestimmt nicht angesprochen und angegriffen. Oder wenn ich stärker gewesen wäre hätte ich sie von ihm runterziehen können. Wie Mason es mir zugebrüllt hatte: Es war alles meine Schuld. Oder eher gesagt: Das Cello war an allem schuld, weil es mich blind und unempfindsam machte für die Gefühle anderer. Nur deswegen konnte ich Mason nicht zurücklieben.

Als ich nach zwei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen wurde, versuchte ich irgendwie weiter zu machen. Ich ging zur Probe, da mein großer Auftritt noch anstand. Ich nahm das Cello, setzte mich hin, nahm die richtige Position zum Spielen ein, hob den Bogen um anzufangen… und brach in Tränen aus. Ich konnte mich gar nicht mehr beruhigen, war nur noch am Schreien und am Weinen. Den Großteil sah ich nur durch einen dunklen Vorhang.

Ich war schuld. Und ich würde nie wieder Cello spielen können.

Für mich war die Musiktherapie somit eher kontraproduktiv. Jedoch gefiel es mir den anderen beim Musizieren zuzuhören. Eigentlich war dies nicht der Sinn der Therapie, doch als man festgestellt hatte, dass es mir doch guttat, hatte man mir erlaubt dabeizubleiben. Sehr zum Missfallen des Therapeuten, der diese Stunde leitete. Er lies es mich auch immer wieder spüren. Doch ich blieb dabei. Ich hatte irgendwann angefangen einer Mitpatientin, die sich das Cello als Instrument ausgesucht hatte, Tipps zu geben. Ich konnte zwar nicht mehr spielen, aber dadurch, dass ich mein Wissen weitergab wurde ich stabiler.

Bis zum Mittagessen hatten wir noch weitere Veranstaltungen.

Danach war uns ein wenig freie Zeit vergönnt. Diese war rar gesät, da das Konzept der Einrichtung war uns durch Beschäftigung von trüben Gedanken und Grübeleien abzulenken.

Ich stürzte an einen der Gemeinschaftslaptops. Endlich würde ich wieder ein wenig Kontakt nach draußen haben.

Ich öffnete Skype und wählte. Da ich bereits Bescheid gesagt hatte wann ich anrufen würde, wurde ich schon erwartet.

Die blauen Augen und schwarzen Haare meines Bruders erschienen.

„Christian!“ rief ich „Es ist so schön dich zu sehen. Bald komme ich endlich wieder. Ich freue mich schon so.“

Christian war nur drei Monate älter als ich und eigentlich nur mein Halbbruder. Da jedoch seine Mutter bei seiner Geburt verstorben war, hatte unser Vater ihn zu sich genommen und Christian wurde von meiner Mutter wie ein eigenes Kind behandelt. Wir wuchsen als vollwertige Geschwister auf und auch wenn er den Nachnamen seiner Mutter trug fühlten wir uns trotzdem wie Bruder und Schwester.

„Rose! Es ist so lange her. Du siehst viel besser aus. Toll, dass es dir wieder besser geht“, sagte er lächelnd. „Wir können es kaum erwarten bis du endlich wieder zu uns ins Internat kommst.“

„Wie sind die Ferien? Haben Mum und Dad sich mal gemeldet?“ fragte ich nach.

Unsere Eltern waren fast das ganze Jahr mit irgendwelchen „wichtigen“ Geschäften und Angelegenheiten beschäftigt und viel unterwegs. Deswegen waren Christian und ich schon früh in das Internat St. Vladimir gekommen. Die Ferien verbrachten wir deswegen oft bei Lissa. So wie Christian es dieses Mal auch tat. Dies stellte für ihn jedoch überhaupt kein Problem dar. Er und Lissa waren schon seit 2 Jahren ein Paar.

Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Ich vermisste sie so sehr.

„Nur kurz und auch nicht besonders oft.“, antwortete er. „Wahrscheinlich…“

„Rose!“ wurde er durch einen lauten Schrei unterbrochen. Lissa war anscheinend ins Zimmer gekommen und drängte ihn weg. Zuerst sah ich nur ihre langen platinblonden Locken. Ich lächelte. „Hey Liss. Ich freue mich auch dich zu sehen.“ „Wie geht es dir? Dir muss doch bestimmt langweilig sein. Sind die Leute dort inzwischen besser geworden? Ich freue mich so sehr, wenn die Schule wieder anfängt. Weil dann sehen wir uns endlich wieder!“ Ja… Lissa konnte quasseln wie ein Wasserfall. Sie fing an alle möglichen Dinge zu erzählen. Ich kam kaum zu Wort, aber das wollte ich im Moment auch gar nicht. Ihr fröhliches Gequassel erinnerte mich wieder daran, dass eine Person sich nicht an der Unterhaltung beteiligen konnte.

Ich seufzte. „Hey Liss, ich muss Schluss machen. Das Programm geht gleich weiter.“

Das war gelogen, aber irgendwie konnte ich ihr einfach nicht mehr zuhören.

„Oh ok. Schade.“ Meinte sie leicht betrübt. „Bis nächste Woche. Ich freue mich schon so sehr auf dich.“

Christian erschien nochmal vor dem Bildschirm. Er sah mich leicht misstrauisch an, dann wurde sein Gesicht jedoch weicher. „Ist alles in Ordnung bei dir, Rosi?“ Er nannte mich nur ganz selten Rosi. Wenn er sich Sorgen um mich machte und er mir sagen wollte, dass er für mich da war. Egal wie oft wir uns auch stritten, wir liebten uns einfach. Ich lächelte ihn sanft an und dieses Lächeln war wirklich echt. „Ja Chris. Es ist alles in Ordnung. Wirlich. Ich freue mich auf euch.“

„Wir uns auch auf dich. Bis nächste Woche. Wir holen dich am Flughafen ab.“ Dann wurde der Bildschirm schwarz.

Da ich ein wenig geschwindelt hatte was meine nächste Veranstaltung betraf, hatte ich jetzt noch ein paar Stunden Zeit.

Zum Rehazentrum gehörte ein kleiner Park. Ich beschloss dort ein wenig spazieren zu gehen. Heute an diesem Tag musste und wollte ich mit meinen Gedanken bei Mason sein. Die Einrichtung war soweit ich das wusste ziemlich teuer und bot deshalb den Komfort, dass dieser Park zumindest so groß war, dass ich nicht zwingend jemandem über den Weg laufen musste.

„Jaja, nur das Beste fürs Kind“ dachte ich ironisch. Meine Eltern verdienten außerordentlich gut und finanziell fehlte es uns an nichts. Dafür waren sie nie da. Ich hätte gerne auf einen Teil des Geldes verzichtet, wenn meine Eltern dafür häufiger verfügbar gewesen wären. In den letzten 4 Jahren hatte ich meine Eltern vielleicht fünf Mal gesehen. Aber so war das nun mal. Ich kannte es gar nicht anders.

Vor einem kleinen Blumenbeet setzte ich mich an einen Baum und schloss die Augen.

Nur noch eine Woche. Die Zeit konnte gar nicht schnell genug vergehen.




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Anmerkung der Autorin:

Hallo ihr Lieben, dies ist meine erste Fanfiktion und die Idee dafür ist mir schon etwas länger im Kopf herumgegeistert. In dieser Geschichte lasse ich meinen Gedanken ziemlich freien Lauf, da sie für mich ein Weg zur Entspannung ist.

Reviews sind natürlich gerne gesehen und wenn sich jemand zum Betaen anbieten möchte sehr gerne!
Diese Geschichte fängt natürlich jetzt erst an und das Kapitel ist ziemlich als Einleitung gedacht.
Da im Laufe der Geschichte mit Sicherheit auch mal intime Szenen drankommen, habe ich die Altersempfehlung mal auf 18 gesetzt.
Ich versuche regelmäßig zu posten.
Kapitel 2 ist auch schon geschrieben und am dritten arbeite ich gerade.

Liebe Grüße
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