Ivorhen

GeschichteFantasy / P16
Legolas OC (Own Character)
14.07.2018
13.10.2019
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Hey!

Schön, dass du dich hierher verirrt hast.
Ich freue mich natürlich über Reviews und Kritik, damit ich weiß was ich in Zukunft besser machen kann.
Unsere Geschichte spielt, wie ihr wahrscheinlich bald merken werdet im Ringkrieg. Ein große Rolle spielen die Gefährten und die Geschichte rund um sie.

Alle Figuren, ausgenommen Alea und ihre Familie, gehören dem wunderbaren J. R. R. Tolkien. Auch alle Zitate die ich einbaue, sind Tolkiens geistiges Eigentum
Ich verdiene natürlich kein Geld mit dieser Geschichte.

Viel Spaß beim Lesen!
~ Eure Ruth

PS.: Da meine Sindarin Kenntnisse leider nicht allzu groß sind habe ich alle Konversationen auf Sindarin online übersetzt, also kann ich nichts dafür wenn etwas falsch ist. ;)



Legolas

Alea läuft lachend durch die Wälder des Düsterwalds.
Meiner Heimat.
Die Sonnenstrahlen fließen durch das Blätterdach und brechen an feinen Staubpartikeln. Sie lassen die Luft um uns  herum glitzern wie Diamantstaub.
Der sanfte Sommerwind rauscht in den Blättern und in der Ferne kann man das Rauschen des Waldflusses.

Alea bleibt hinter einem Baum stehen und tut so, als würde sie sich vor mir verstecken.
Ihre kastanienbraunen Haare glänzen in der Sonne und fallen ihr in leichten Wellen über die Schulter. Alea sieht anders aus als alle Elben, die im Düsterwald leben.
Fast alle Elben hier haben blondes Haar, aber sie sticht heraus. Kastanienbraun mit hellen Strähnen.
Aber nicht nur ihre Haare unterscheiden sich von unseren. Ihre Haut ist heller als alles was ich je zuvor gesehen habe.
Aleas Augen haben die Farbe von lilablauem Amethyst und wenn sie einen ansieht kommt es einem so vor, als würde man direkt in ihre Seele blicken.
Auf ihrem rechten Oberarm trägt sie stolz eine tätowierte grüne Ranke. Mit diesem Tattoo versteckt sie eine Narbe aus ihrer Kindheit, aber sie hat nie mit mir darüber gesprochen.

Ich weiß nur, dass sie gerne reisen würde. Wir haben oft darüber gesprochen. Sie möchte Mittelerde erkunden, Bruchtal sehen und die glitzernden Grotten besuchen.
Aber all das wird ihr verwehrt. Ich habe ihre Eltern nie kennengelernt, aber ihren Erzählungen zufolge, sind sie streng, aber dennoch gerecht. Trotzdem ist sie bei den Versuchen ihre Eltern von einer Reise zu überzeugen auf Widerstand gestoßen.
Weil Alea aber unnachgiebig ist wie ein Fels in der Brandung, haben sie ihre Eltern zu uns geschickt. Vater ist seit Jahren schon mit ihnen befreundet und hat sich deshalb nicht gescheut, einen Teil von Aleas Erziehung zu übernehmen.
Wir haben aber nicht nur versucht ihr ihre Reisepläne aus dem Kopf zu schlagen, wir haben ihre Kampfkünste perfektioniert.
Mit Pfeil und Bogen trifft sie eine Mücke auf hundert Metern Entfernung.
Ihre Zwillingsdolche schwingt sie so geschickt, dass sogar ich Respekt vor ihr habe. Abgesehen davon hat sie auch den Umgang mit kleinen Dolchen gelernt.
Aber wenn sie sich jetzt spielerisch vor mir versteckt ist sie einfach nur süß.

In der Zeit in der sie hier war sind wir uns so viel näher gekommen.
Bei dem Gedanken daran, dass sie gleich abgeholt wird und zurück nach Thal gebracht wird, wird mir irgendwie schwer ums Herz.
Ein Elb kann sein Herz nur einmal in seinem unsterblichen Leben an jemanden vergeben und ich denke ich habe meines an Alea verloren. Es schmerzt, wenn ich daran denke, dass wir uns vielleicht nie wieder sehen.
Aber noch ist sie hier und noch werde ich jede Sekunde mit ihr genießen.
Ich gehe auf sie zu, woraufhin sie sich mit dem Rücken fester an den Baumstamm drückt. Ihr Lachen ist hell und warm und vermutlich hat noch niemand den Prinzen vom Düsterwald so ausgelassen gesehen wie sie. Mit Alea kann ich lachen und mit ihr habe ich die letzten Jahre meine ärgsten Sorgen und Ängste geteilt. Nur das ich mich langsam aber stetig in sie verliebt habe, habe ich ihr verschwiegen.
Ich will nach ihr greifen aber sie rollt sich geschickt weg, bleibt aber mit dem Fuß in ihrem langen blauen Kleid hängen und sie landet auf dem Boden.
Erschrocken sehe ich sie an, aber als ich ihr lachendes Gesicht sehe muss ich unwillkürlich grinsen.

“ Barad! “
(Verdammt!)
“ Ich frage mich wirklich wie man in so etwas kämpfen soll. “

“ Frauen waren auch früher nicht dafür bestimmt zu kämpfen. Und überhaupt… “

“ Legolas, ich bitte dich. Du redest so viel. Fast schon zu viel. Warum hat man dich eigentlich nicht als Lehrer für die Elblinge engagiert? Ich glaube das würde sehr gut zu dir passen. “

Sie grinst mich verschmitzt an und ich schüttle nur lachend den Kopf während ich ihr auf die Füße helfe.
Als sie wieder festen Boden unter den Füßen hat, höre ich hinter mir Ferens Stimme.

“ Prinz Legolas, die Pferde sind fertig, Alea und ihre Wachen können los. “

Ich nicke Feren zu und er geht zum Tor. Feren war schon immer sehr hochrangig in der Elbengarde und jetzt ist er Kommandant der Schlosswache. Dieses Amt nimmt er sehr ernst.
Mein Blick wandert zu Alea, in ihrem Gesicht spiegelt sich eine Mischung aus Freude und Trauer wieder.

“ Ich werde nicht mit bis zum Tor gehen. Mein Vater hat mich wegen eines Gesprächs in die Halle bestellt. “

Dass ich in Wahrheit Angst davor habe, mich von ihr zu verabschieden, verrate ich ihr besser nicht. Es tut weh sie gehen zu lassen.
Wir haben uns in den letzten Monaten immer alles erzählt und mittlerweile kenne ich sie so gut, dass es so ist als wäre ich mit ihr aufgewachsen.
Allerdings habe ich ihr nie erzählt, warum ich keine Mutter habe. Der Schmerz um sie sitzt auch nach all den Jahren noch zu tief.

Alea nickt auf meine Worte hin und kommt auf mich zu.
Knapp vor mir bleibt sie stehen.

“ Legolas, ich weiß nicht wie ich es anders sagen soll. Ich wollte mich bei dir bedanken, dafür, dass du in den letzten Jahren immer ein offenes Ohr für mich hattest.
Danke. “

Alea sieht verlegen zu Boden und stellt sich schließlich auf ihre Zehenspitzen. Mein Herz setzte einige Takte aus als sie meinem Gesicht immer näher kommt. Ihre Lippen berühren meine Wange. Aus reiner Intuition legte ich vorsichtig meine Hände auf ihre schmale Taille. Obwohl ihre Lippen meine Wange nicht mehr berühren, verharrt Alea mit ihrem Gesicht neben meinem Kopf.
Nach Sekunden die sich anfühlen wie Stunden stellt sie sich wieder normal vor mich und lächelt mich scheu an. Dann dreht sie sich weg und geht zum Tor und zu den Pferden, die sie zurück nach Thal bringen. Ich schließe kurz meine Augen.
Sanft und warm haben ihre Lippen auf meiner Wange eine prickelnde Stelle hinterlassen. Langsam fahre ich mit meinem Finger über den Abdruck.

Ich werde sie lieben, für immer.
Auch wenn sie ihr Herz an jemand anderen verschenken sollte, wird meines immer ihr gehören.
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