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Das Treffen der Musicalfiguren aus aller Welt

von Terk
OneshotAllgemein / P12 / Gen
13.07.2018
18.03.2019
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13.07.2018 1.304
 
Huhu!
Ich habe mich jetzt mal dazu aufgerafft, hier was zu posten. Das ganze hier ist durch dieses Projekt entstanden:
https://forum.fanfiktion.de/t/9462/1
Es geht darum, dass man zwei vorgegebene Sätze in einen OS einbauen muss.
Der OS ist  nicht besonders lang geworden und ich habe gestern Abend einfach mal drauflosgeschrieben, weshalb er auch kein Meisterwerk ist. Ich hoffe, er gefällt trotzdem jemandem.
Viel Spaß also, Terk.

Die zwei Sätze:

„Lasst uns ein Spiel spielen!“

„Du bist ein Geist?!“


Das Treffen der Musicalfiguren aus aller Welt


Herbert starrte grinsend das Gebäude vor ihm an. Seine Vorfreude auf diese Nacht war riesig und er konnte es kaum glauben, dass es heute endlich so weit war. Aber das Banner, das vor der Eingangstür aufgespannt war, versichterte ihm, dass er an der richtigen Adresse war.
Treffen der Musicalfiguren aus aller Welt: Herzlich Willkommen!
„Mann, beeil dich mal!“, quängelte Herbert wie ein kleines Kind herum. Alfred war schon seit einer gefühlten Ewigkeit damit beschäftigt, sich die Schuhe zu binden und das nervte ihn. Er wollte endlich da reingehen!
„Jaja, hast du alles?“
„Jaha! Los jetzt, ich will endlich mein Autogramm vom Phantom! Und von Mrs Danvers. Und von Scar. Und von-“
„Allen anderen Antagonisten, die es in der Musicalszene gibt?“, wurde er von Alfred unterbrochen.
Der junge Vampir musste sich wirklich zusammenreißen, nicht laut loszulachen. Sein Freund konnte sich manchmal wirklich wie ein kleines Kind benehmen.
„Dein Phantom läuft dir schon nicht weg.“
Schmunzelnd küsste Alfred Herbert auf die Wange, nam ihn an der Hand, zog die beiden Einladungen aus seiner Tasche und ging mit ihm zum Eingang. Die Einladungen waren schnell überprüft und nachdem der Türsteher ihre Anwesenheit auf seinem Klemmbrett vermerkt hatte mussten sie sich nur noch einen Button mit der Aufschrift  Tanz der Vampire anstecken und schon durfte das Paar hineingehen. Sobald sie den großen Saal betreten hatten, blieb beiden der Mund offen stehen. Überall tummelten sich die unterschiedlichsten Leute. Löwen, Katzen, andere Vampire, die Alfred nicht erkannte, Menschen und allerlei andere Figuren gingen umher, standen am Buffet oder unterhielten sich an einem der vielen Stehtische. Neugierig lukte Alfred auf die Buttons einiger Personen und musste feststellen, dass er trotz des Musical-Crashkurses, welchen er von Herbert als Vorbereitung bekommen hatte, die meisten dieser Musicals gar nicht kannte. Vielleicht hätte er seinen Freund bei dem ein oder anderen Musicalbesuch begleiten sollen. Umso erleichterter war er, als er ein bekanntes Gesicht erkannte. Oder besser gesagt, zwei bekannte Gesichter. Sarah und der Graf winkten ihnen von einem der Stehtische zu, an welchem sie mit zwei ihm unbekannten Personen standen. So zog Alfred Herbert mit sich zu den beiden, was ihm nur schwer gelang, da Herbert von all den anderen Anwesenden abgelenkt war und so aussah, als würde er zu jedem gleichzeitig stürmen wollen. Am Tisch angekommen gab Alfred Sarah einen freundschaftlichen Begrüßungskuss auf die Wange, reichte dem Grafen zur Begrüßung die Hand und wandte sich dann den beiden anderen zu. Eine hübsche junge Frau mit außergewöhnlich langen, braunen Haaren und ein äußerst attraktiver, blonder Mann, der ihm freundlich zunickte. Die Frau lächelte ihn an.  Elisabeth stand auf den Buttons der beiden, wieder eines der Musicals, welches er nicht kannte.
Der Graf übernahm die Rolle des Vermittlers.
„Das sind mein Sohn Herbert und sein Freund Alfred.“ Dabei wies er auf die genannten.
„Hallo.“, sagte Alfred freundlich und gab den beiden Unbekannten die Hand. Herbert mussste er kurz anstupsen, damit er seine Manieren nicht vergaß und den beiden ebenfalls die Hand reichte. So wie er sie anstarrte konnte das ganze noch in einer äußerst unangenehmen Situation enden. Alfred sah förmlich, wie es im Kopf seines Freundes ratterte, anscheinend versuchte er, die beiden zuzuordnen. So wie es aussah, hatten sie mit Elisabeth ein Musical erwischt, welches er noch nicht kannte. Dass es so etwas gab, war erstaunlich.
Der Graf indessen wies nach einer höflichen Pause auf die beiden Unbekannten.
„Das sind die Kaiserin Elisabeth und ihr Gatte, der Tod.“
Der Tod? Alfred musste sich zusammenreißen, dass er keinen verwirrten Gesichtsausdruck machte. Den Tod als Figur in einem Musical... da war wohl einer auf Ideen gekommen. Und dann auch noch mit einer Kaiserin! Das musste eine schräge Geschichte sein, dieses Elisabeth. Alfred wollte gerade einen höflichen Kommentar abgeben, als er von Herbert unterbrochen wurde.
„Du bist ein Geist?! Cool!“
Herbert starrte den Mann, der wohl der Tod war, mit großen Augen an.
Alfred stöhnte leise. Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Kaum hier und schon hatte sein Freund alle Manieren vergessen, die er jemals besessen hatte. Gerade würde er ihm am liebsten eine klatschen. Dem Grafen mussten die gleichen Gedanken durch den Kopf gehen, denn er sah seinen Sohn mit einem Blick an, der nichts Gutes bedeuten konnte. Er wollte wohl gerade zu einer Strafpredigt ansetzen, als er von dem blonden Mann unterbrochen wurde, der entgegen aller Erwartungen amüsiert lächelte. Naja, Herberts Gesichtsausdruck war auch zu komisch, aber offenbar hatte der Tod seine Worte gar nicht kränkend aufgenommen.
„Dein Vater hat gesagt, ich bin der Tod. Ob ich somit ein Geist bin, muss jeder für sich selbst beurteilen.“
Seine Stimme war nicht kalt, wie Alfred es gedacht hatte. Trotzdem ließ sie ihm einen Schauer über den Rücken fahren.
„Nun muss ich uns beide allerdings entschuldigen, dort hinten steht Connor Murphy und ich würde mich zu gerne mit ihm über seine Motive für den Selbstmord unterhalten. Ich kann mich in meinen Aufgaben schließlich stets weiterbilden.“
Der Tod gab jedem noch einmal die Hand, die Frau an seiner Seite, die erstaunlich still war, nickte jedem einmal zu und schon verschwand das Paar in Richtung eines braunhaarigen Jungens. Alfred schaute ihnen beeindruckt hinterher.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier solche Leute treffen.
Alfred fuhr herum. Neben ihm stand Sarah und schaute ebenfalls dem Paar nach.
„Ich auch nicht. Komm, wir gehen Herberts Phantom suchen, sonst nervt er mich noch Jahrhunderte damit.“
Kichernd stimmte Sarah zu und die beiden drehten sich zu Herbert. Dieser wurde gerade nahezu erdolcht von den wütenden Blicken, die sein Vater ihm zuwarf.
„Verdammt noch mal, Herbert! Du benimmst dich geradeso, als hättest du keinerlei Erziehung von mir genossen.“, legte er auch schon los, kaum dass Elisabeth und der Tod außer Hörweite waren.
Herbert kümmerte das allerdings nicht weiter, er war zu beschäftigt, wie ein kleines Kind auf und ab zu hüpfen und willkürlich irgendwelche Personen anstarrte.
„Der macht seinen eigenen Fangirls Konkurrenz. Und er hat viele!“
Alfred zuckte wieder einmal zusammen, er hatte Magda gar nicht kommen hören.
„Lasst uns ein Spiel spielen! Wer es schafft, den werten Herrn Grafen vor Herbert zu einem Nervenzusammenbruch zu bringen hat gewonnen.“
Sie zeigte lachend auf den Grafen, welcher wirklich so aussah, als würde er gleich zusammenbrechen.
Sarah umarmte Magda zur Begrüßung lachend.
„Und was ist der Einsatz?“
„Ziemlich egal, es wird sowieso niemand schaffen.“, seufzte Alfred. „Hi Magda. Wo hast du denn Chagal gelassen?“
„Ach, der ist sobald wir hier drinnen waren abgehauen um Tarzan zu suchen.“
„Vater ist Disney-Fan?“ Sarah sah aus, als würde sie gleich losprusten müssen.
„Ja, er überrascht mich immer wieder. Was machen wir nun mit dem da?“
Sie zeigte auf Herbert. Alfred fasste sich seufzend an die Stirn.
„Ich gehe am besten mal mit ihm zu diesem Phantom und halte ihn von seinem Vater fern. Irgendwie werde ich ihn wohl beruhigen müssen.“
Er umarmte die beiden Mädchen noch einmal und ging dann zu seinem Freund.
„Hey Herbert, ist das da hinten dein Phantom?“
Herbert war sofort bei der Sache. Ohne sich noch einmal umzudrehen lief er schnurstracks auf den Stehtisch zu, an dem ein Mann mit einer weißen Halbmaske auf seinem Gesicht stand und sich mit einer älternen, streng aussehenden Frau unterhielt. Alfred seufzte noch einmal kurz und machte sich dann daran, mit Herbert schrittzuhalten. Wenn das so weiterging, konnte das noch eine lange Nacht werden.
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