Botschaft des Waldes

GeschichteMystery, Fantasy / P12
OC (Own Character)
12.07.2018
12.07.2018
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So leise wie möglich schlich ich mich durch das grüne Unterholz. Dabei zucken meine Ohren immer wieder in verschiedene Richtungen, um so jedes Geräusch einfangen zu können. Doch das einzige was ich bisher hörte waren die vertrauten Geräusche des Waldes die mich umgaben. Ich hörte weiter entfernt das leise Schnauben eines grasenden Rehs und das Knacken als es auf einen Ast trat. Ganz in der nähe erhob sich ein Vogel aus dem Geäst und ein Eichhörnchen hatte begonnen an etwas zu knabber, was konnte ich dabei nicht mit Sicherheit sagen. Das war jedoch auch nicht meine Aufgabe. Ich war als Botschafterin des Großen Baumes hier. Die Menschen die uns vor etwa zwanzig Jahren aus diesem Wald entkamen sind hier gesehen worden. Damals hatten sie den Wald mit einer giftigen Substanz geschadet und den Wächter verletzt. Ich war noch ein Kind keine 5 Gewandwandel alt. Einen dieser Gewandwandel hatten wir auch jetzt wieder hinter uns. Der Wald hatte das Gewand des Eises abgestreift und sich mit dem des Erwachens geschmückt. Ich war inzwischen 85 Gewandwandel alt und obwohl ich damals nicht helfen konnte so konnte ich es jetzt. Als Botschafterin war es meine Aufgabe potentielle Gefahren ausfindig zu machen und zu erkunden. Viele der anderen Tiere halfen mir dabei. So habe ich auch über des erscheinen der Gesuchten erfahren. Mein Ziel war ein Wohnwagen in mitten des Waldes. Ich musste wissen was sie damit vorhatten und was er enthielt. Es könnte ja Gift sein wie damals. Das war meine Aufgabe heraus zu finden ob sie wirklich „Böse“ waren. Ob er sie immer noch holen müsste. In meiner Wolfsgestalt schlich ich mich in Richtung des Wohnwagens fort. Als Botschafter besitzt man neben dieser noch zwei Gestalten. Die der Eule und die des Menschen. Die Tiergestalten dienten dem Zweck, Eins mit dem Wald und der Natur zu sein und mit ihr und den Lebewesen die sie beherbergt zu interagieren um sie zu schützten. In beiden Gestalten erkundet man eine andere Eben und beide sind entscheidend für den Wald. Als Eule hoch oben auf den Winden zu gleiten, welche lautlos von deinem Gefieder eingefangen werden, verschafft einen guten Überblick. Zu der Ebene des Himmels zählen aber genauso die Baumwipfel und ihre Bewohner, eben alles was für einen Wolf zu hoch ist. In der Gestalt des Wolfes hingegen ist die Ebene des Bodens und des Unterholzes der Norm. Hier lief man ohne Anstrengung die weitesten Strecken um die Gegend auszukundschaften und konnte mit allen Tieren dieser Ebene in Verbindung Treten.
Ich schreckte aus meinen Gedanken hoch als ich bemerkte wie sich der Wald vor mir zu lichten begann. Beim letzten Baum vor der Lichtung hielt ich inne und betrachtete das Ding aus der Ferne. Es war groß und glänzte von außen ganz komisch. Es sah nach einer harten Schicht aus, die das Ding schützte. Ein kleines Fenster, welches schon fast wie das Auge von diesem Wohnwagen wirkte, stand einen Spaltbreit offen. Vielleicht ja genug um als Eule den Kopf durch zu zwängen und es dann weiter auf zu drücken. Ich war sowieso eine recht klein geraten Eule, also müsste es passen. Neugierig schritt ich mit erhoben Kopf einige Schritte auf den Wohnwagen zu. Hielt dann aber inne. Ich musste erst überprüfen ob da auch niemand war. Meine Ohren stellte ich nach vorne auf, so konnte ich jedes Geräusch aus Richtung des Dings auffangen. Die Schnauze hob ich und schnupperte. Der Wind war dabei auf meiner Seite, sodass ich Wind abwärts stand und jeglicher Geruch des Wohnwagens in meine Richtung wehte. Meine feine Nase  nahm dabei auch längst vergangene Gerüche war. So drang aus dem Ding der Geruch von Blut aber ich konnte nicht sagen ob es von Mensch oder Tier stammte. Vermutlich war es von Wesen und zwar von mehreren. Ich konnte keinen genau zuordnen, der Geruch war schon zu alt. Und es war mir auch egal. Das war nicht mein Gebiet und zudem hatte ich auch schon das ein oder andere Wesen auf dem Gewissen, welches es Gewagt hatte dem Wald etwas Anzutun welches nicht im Sinne der Natur war. So unterbanden wir beispielsweise niemals das „Normale“ Jagen eins Wesens hier im Wald, aber Wilderei konnten wir nicht dulden.
Als ich außer des alten Blutgeruchs nichts weiter wahrnahm, was auf die Anwesenheit der Menschen hinweisen würde, ging ich weiter bis meine schnauze die glänzende Schicht fast berührte. Ich schnupperte aufmerksam daran, doch es brachte nichts es war praktisch geruchslos. Kein greifbarer Geruch hing daran, nur eine beißende Kälte, welche ich seit der Kaltenzeit kaum noch gerochen bzw. gespürt hatte. Ich hob eine Pfote und versuchte daran zu kratzten, doch ,wie ich vermutet hatte, die Schicht war hart und undurchdringlich. Meine Krallen rutschten einfach daran ab. Ich blickte zu Fenster hoch. Was wenn ich da auch keinen halt finden würde? dann würde ich  abrutschten und runter fallen. Ich schüttelte mich heftig um die Furcht die mir in die Glieder fahren und sie erstarren lassen wollte los zu werden. Dann besah ich das Fenster noch einmal genauer. Ich neigte den Kopf leicht um es aus einer anderen Perspektive betrachten zu können. Ja, doch da genau unter dem kleinen Fenster befand sich eine Furche, eine Abhebung des Fensters vom Rest des Dings. Vorsichtig schlich ich noch ein paar Schritte nach vorne, so dass ich jetzt genau unter dem komischen Fenster stand. Ein starkes Zittern durchfuhr meinen Leib als ich meine Gestalt von dem großen Grauwolf in die Kleine zierlichen Maskenschleiereule wechselte.  Ich hatte dunkelbraune Flugfedern welche von dunkel und hellbraunen Punkten gesprenkelt waren. Fast wie einer kleiner Sternhimmel dachte ich. Ich blickte erneut zum Fenster hinauf und Spreizte meine Flügel. Ich spürte jede Feder. Dann schlug ich sie in einen Kräftigen Aufwärtsschlag zusammen, das sie sich fast an den Spitzen berührten. Ich spürte wie sich schon nach dem zweiten  anstrengenden  zusammenschlagen der Flügel der Wind in meinen Federn fing und mich trug. Ich ließ mich noch ein Stück höher tragen, um von oben den besten Punkt zum einsteigen zu erspähen. Mit einer schnellen Bewegung ließ ich mich Fallen und schlug auf halben weg eine Kurve in dem ich mich mit den Flügeln abfing. So konnte ich unter meinen Kopf durch das Fenster stecken. Noch in der gleichen Bewegung ließ ich meine Krallen vorschnellen und packte den Rand des Fensters. Ich versuchte das Fenster weiter zu öffnen, in dem ich es mit dem Rücken hoch drückte. Die Flügel hatte ich leicht angewinkelt, so konnte ich mehr Fläche nutzten und das Gleichgewicht besser halten. Den Schwanz hatte ich, zum gleichen Zweck, weit aufgefächert. Ich drückte immer wieder und mit aller Kraft gegen das Fenster ,doch es wollte sich einfach nicht weiter öffnen. Mit einem mal hörte man ein lautes Klacke und das ganze Gewicht des Fensters lag auf mir und schob mich nach innen. Ich verlor das Gleichgewicht und mit einem Kreischen fiel unsanft auf den Rücken. Überall ,um das Fenster, folgen Federn Rum, welche ich mir beim Sturz zwischen dem Fenster eingeklemmt und ausgerissen hatte. Ich keuchte auf und drehte mich zur Seite, sodass ich mich aufrichten konnte. Ich rückte meine Flügel zurecht und richtete mit meinem Schnabel die zerzausten Federn. Ich sah mich in dem kleinen Raum um. Für Menschliche Verhältnisse war er sehr Modern eingerichtet worden. Es gab viele Schränke mit verschieden großen Fächern, in denen sich kleine Fläschchen mit bunten Flüssigkeiten oder ,sehr alt aussehende, Bücher befanden. Eines davon konnte ich aufgeschlagen auf dem Tisch aus machen. Ich erhob mich in die Luft, wobei ich die zu Boden gefallenen Federn aufwirbeln und durch die Luft gleiten ließ. Ich landete auf dem Tresen mit dem Buch. Es war groß und auf der einen Seite konnte man eine Zeichnung sehen. Vier Person die eine Fünfte angriffen oder was auch immer das in der Mitte sein sollte. Anbei ,auf der Seite da neben, war ein Text von einem Kelly Burkhard verfasst worden. Die pechschwarze Tinte war noch nicht ganz getrocknet ,sie glänzte noch leicht wenn Licht darauf viel. Ich begann den Text zu lesen. Es handelte von der Niederstreckung „des Zerstörers“. Ich betrachtete die Zeichnung noch einmal und fuhr vorsichtig mit zwei Krallen darüber. Dann musste das in der Mitte der Zerstörer sein und die anderen vier die… die.. die Grimms. Mein Atem beschleunigte sich und ich konnte mein Herz rasen hören als mir klar wurde was ich hier vor mir hatte. Ein Grimmbuch. Es gab sie also wirklich. Mein Blick wanderte erneut durch den Raum bis er an einem Schrank in der Ecke hängen blieb. Mit einem Zittern wechselte ich zu meiner menschlichen Gestalt, da ich ahnte das eine Eule diesen Schrank nicht öffnen würde können. Ich schlugt als ich direkt davor stand ich hatte ein ungutes Gefühl was sich hinter der dünnen Holztür befand. Mit einem leisen Knarren öffnete ich die Türen. Zum Vorschein kam ein riesiges Waffenarsenal. Hier gab es alles mögliche von Armbrüsten bis zu Äxten. Doch eins fiel mir besonders auf eine Halterung war leer. Sie waren auf der Jagd. Deswegen war die Tinte noch frisch und diesen Waffe ,was es auch immer war ,weg. Sie würden sicher bald zurück kommen und dann wäre ich geliefert. Dieses mal konnte ich nicht verhindern das sich die Angst anbahnte. Ich bekam eine Aufwallung und als ich mich um drehte, konnte ich in der Glastür des anderen Schrankes mein Spiegelbild erkennen. Ich besaß ein Wolf ähnliches Gesicht mit langem Fell, welches ähnlich gemustert war wie das Gefieder meiner Eulengestalt. Meine Wolfsohren zuckten unruhig hin und her und in den gelb-grünen Augen spiegelte sich die Angst.
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