Pari Tenu

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Jean Méchant der Tambour OC (Own Character)
10.07.2018
08.11.2019
98
245721
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Hallo,

wie immer gilt:
Alle real existierenden Personen gehören sich selbst und ich will niemandem hier mit schaden.
Ich verdiene hiermit keinen Cent und freue mich über jegliche Reviews.

Viel Spaß euch jetzt mit dieser kleinen Story….

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Linda und ich hatten gerade unser Zelt aufgebaut und die Schlafsäcke auf die Isomatten gelegt. Wir setzten uns gemütlich an den kleinen Campingtisch auf unsere roten Campingstühle und öffneten das erste Bier und stießen auf das Mädels Wochenende an. Endlich war wieder MPS. Morgen würde es hier um 11Uhr in Bückeburg seine Pforten eröffnen. „Mia? Mia jetzt hör mir doch mal zu.“, wedelte meine beste Freundin mit der Hand vor meinen Augen herum.
„Was?“, erschrak ich mich, was sie zum lachen brachte. „Hörst du mir eigentlich mal zu? Du kleine Träumerin. Du siehst ihn doch Morgen.“, kicherte sie und ich schlug sie leicht gegen die Schulter.
Ich zuckte nur die Schultern und schenkte ihr dann wirklich meine komplette Aufmerksamkeit. Auch wenn es zu verlockend war, in meinen Gedanken bei ihm zu sein.

Sie erzählte mir von ihrer Arbeitskollegin, die nicht nur manchmal mehr als dämlich war und sie häufig dazu brachte beinahe zu explodieren. Die Arbeitskollegin machte laut Linda so viele Fehler und teils auch gravierende, dass sich das Gerücht, sie würde mit dem Chef eine Affäre haben, immer hartnäckiger wurde.
Wir bauten unseren kleinen Grill auf und entfachten ein kleines Feuer um unser Abendbrot, ein paar Würstchen zu grillen. Es flossen ein paar Bier und eventuell auch ein oder zwei kurze Schnäpse, so dass wir beide gegen Mitternacht mehr kichernd in unseren Campingstühlen hingen, als alles andere.
Lindas grüne Augen funkelten, dass ich es sogar im Schein der Lichterkette sehen konnte. Ihr Grinsen wurde breiter und sie setzte sich kerzengerade hin.

„Mia, ich habe die Idee. Die Saltaten erzählen doch immer allseits potent und so. zudem, dass sie hübschen Frauen nicht unbedingt widerstehen können.“, begann sie und zweifelnd nickte ich. „Ich habe die Idee. Wir beiden wetten mal wieder. Das letzte Mal ist viel zu lange her.“, rieb sie ihre Hände. Ich zog nur eine Augenbraue hoch, als sie schon weitersprach: „Ich wette, du schaffst es nicht Jean erst abzufüllen und ihn anschließend ins Bett zu bekommen.“.

Mir fiel die Kinnlade runter. „Was?“, stotterte ich als sie triumphierend in die Hände klatschte. „Und wenn du es nicht schaffst, ihn nächstes Wochenende in deinen Schlafsack oder du in seine Koje zu fallen, dann musst du in Köln als Playboy Bunny verkleidet rumrennen und jeden Musiker den wir sehen mit peinlichen Anmachsprüchen anquatschen.“, redete sie weiter. „Never ever!“, erklärte ich kopfschüttelnd. „Dann streng dich an und füll Jean erst ab und zieh ihn anschließend ins Bett.“, kam es von meiner besten Freundin. Ohne groß zu überlegen, schlug ich ein. „Aber Morgen darf ich ihn dann schon beobachten und rausfinden was er so trinkt und so, oder?“, fragte ich nach und Linda nickte eifrig. „Klar und nächsten Samstag schreitest du zur Tat. Wenn du ihn ins Zelt bekommst, ich penn freiwillig draußen.“, versprach sie mir und somit war es beschlossene Sache.
Ich zweifelte es zwar an, aber was hatte ich zu verlieren?
Mehr als mich völlig zum Idioten zu machen, war ja kaum möglich.

Das Problem war nur, Jean war mein heimlicher Schwarm und das wusste Linda ganz genau.

Am frühen Samstagmorgen standen wir verschlafen auf und suchten erst die Dixie Klos, bevor wir uns, so gut es möglich war sauber machten. Wir zogen uns unsere Gewandungen über. Linda trug ein grün- braunes Kleid. Unten mit einem sehr weiten Rock mit vielen aufwendigen Verzierungen und Schnürungen. In ihre Haare flocht sie sich kleine Blüten ein wirkte so beinahe noch zarter wie sie war.
Ich trug einen Rock der mir an der längsten Stelle bis zum Knie ging und an der kürzesten Stelle bis zur Mitte meiner Oberschenkel. Der schwarze Rock lief unten zackig aus. Eine rot- schwarze Corsage, sowie ein Stirnreif mit einem blauen Stein, der laut Linda hervorragend zu meinen blauen Augen passte. Die Haare fielen mir lockig bis über meine Brust.
Wir schminkten uns beide dezent und nahmen unsere kleinen Täschchen, sowie ein Weg Bier bevor wir uns auf den Weg zum Eingang machten.

Wir lauschten der Morgenmesse und zogen anschließend über das große Gelände. Schauten uns ein paar Stände an, ich kaufte mir ein Band mit kleinen Glöckchen und band es um mein Fußgelenk. „Jetzt kann ich dich auch nicht mehr verlieren“, lachte Linda deswegen nur aber mir gefiel es.
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den weg zur MPS Bühne und fanden noch einen Platz in der zweiten Reihe mittig vor der Bühne. Der Platz um uns herum wurde immer voller, bis schließlich das Intro von Saltatio Mortis durch die Boxen hallte.

Jean hatte hinter seinem Drumset Platz genommen und gab den Takt vor. Nach und nach betraten alle Jungs die Bühne und heizten dem Publikum gut ein. Jeder war animiert genug um mitzumachen und so hörte man schon recht bald ein lautes „Hey“ angeleiert von Alea, über den Platz hallen.
Lasterbalks legendäre Ansagen sorgten für so manche Lacher. So auch die Ansage, in der über die Kreuzfahrt erzählte und ein scheinbar feuchtfröhliches Konzert im Hafen von Barcelona. „Nicht das Schiff schwankte, oder die Tische. Sondern die Musiker die draufstanden. Schaut es euch bei Youtube an, wie unser lieber Jean hier, nicht mehr in der Lage war den Takt zu halten.“, lachte Lasterbalk. „Barcelona? War ich noch nie.“, tönte die Stimme hinter dem Schlagzeug hervor. „Doch klar, auf der Metal Cruise“, antwortete Alea lachend. „Ich war nie auf einer Kreuzfahrt. Das wüsste ich doch.“, kam es wieder vom Drummer. „Scheinbar ja nicht.“, lachte Lasterbalk weiter. „Quatsch und betrunken bin ich eh niemals.“, kam es stolz von Jean. „Du betrunken? Niemals? Haha was ist mit jetzt gerade?“, lachte Alea weiter. „Ich bin doch nicht betrunken. Muss ich eigentlich mehr wie Viertelnoten spielen gerade?“, fragte der Drummer gespielt irritiert. Es folgte ein einstimmiges „Ja!“, worauf man nur noch ein klägliches „Oh!“ hörte.
Das Publikum lachte laut los, die Saltaten begannen „Ali Ben“ zu spielen und kurz darauf kam die Werbepause. Jean gab wieder sein „Weck mich auf wenn es vorbei ist“ zum besten und bei seiner Stimme, schlug mein Herz nicht nur einmal aus dem Takt.
Linda stieß mich lachend an und erneut kassierte sie einen Schlag gegen den Oberarm.
„An meine lieben Schankmägde hier…ihr lasst uns bei der Hitze hier verdursten.“, stöhnte Alea ins Mikro und die übrigen stimmten zu. Jean nutzte die Chance und brüllte ins Mikro, dass er einen Gin Tonic haben will, was zu erneutem Gelächter führte.
„Merk dir das.“, schlug mich Linda an und ich nickte. „Das probiere ich gleich direkt.“, sah ich sie stolz an und Linda schüttelte nur lachend den Kopf.

Das Konzert verging mal wieder viel zu schnell und die Jungs verabschiedeten sich bis zum Nachtkonzert.
Ich zog Linda mit mir zur Drachenschenke und bestellte einen Gin Tonic und zwei Met. Linda bekam einen Met. Mit den Getränken ging es zurück vor die Bühne wo sich die ersten Trauben gebildet hatten. Wir blieben etwas abseits stehen und ich beobachtete wer wo zu finden war.
Jean fand ich dann umringt von etwa zehn Mädels in der Nähe der Bühne. Linda folgte mir auf den Fuß und blieb abseits neben mir stehen. Ich beobachtete wie Jean Fotos mit den einzelnen Mädels machte und als die letzte sich gerade verabschiedete, ging ich näher und stand grinsend und schüchtern vor dem Schlagzeuger. Er lächelte mich an, „Hi, was kann ich für dich tun?“. „Ähm, hi….ähhh der hier ist für dich.“, stotterte ich und hielt ihm das Glas entgegen. Ich wurde knallrot und sofort war mir ein Rätsel, wie ich diesen Mann, der mich dazu brachte zu stottern und kaum ein Wort rauszubekommen, abfüllen und abschleppen sollte. „Oh Danke. Womit habe ich das denn verdient?“, freute er sich. „Nur so.“, antwortete ich leise und starrte auf meine Füße.

Jean stieß sich ein Stück von der Abgrenzung ab und stand nun näher vor mir. Erschrocken sah ich auf und stellte fest wie nah er mir plötzlich war. „Dann musst du aber auch mit mir anstoßen. Mylady?“, hielt er mir sein Glas hin. Ich hob meinen Metbecher und wollte ihn schon gegen sein Glas stoßen, als er dieses wegzog. „Na, guckst du mir wohl in die Augen? Sonst gibt es schlechten Sex.“, lachte er.
Erneut wurde ich knallrot und die Hitze stieg mir in die Wangen. Ich hob meinen Blick und versuchte ihm in die Augen zu sehen. Ich atmete tief durch und traf auf den Blick aus seinen braunen Augen und versank augenblicklich darin. „Prost Mylady“, kam es von ihm und ohne zu überlegen antwortete ich auch mit „Prost"

Unsere Gläser stießen gegeneinander und wir nahmen beide einen Schluck. Ohne eine Vorwarnung, beugte sich Jean näher zu mir, sah mir kurz in die Augen und küsste mich dann auf die Wange, bevor er „Danke“ hauchte. „Ich muss gleich zu einem Interview. Seid ihr nächste Woche auch da? Dann würde ich mich gerne bei so einer hübschen Lady revanchieren, falls das okay für deine Freundin ist, wenn ich sie dir dann mal entführe?“; sprudelte es aus ihm heraus. Linda antwortete sofort, „Klar, ich bring sie dir nach dem Nachmittagskonzert nächste Woche vorbei.“. Jean lachte und schlug ein. „Hallo? Könnt ihr mal aufhören über mich zu reden, als sei ich gar nicht anwesend?“, moserte ich Linda an, was sowohl Linda als auch Jean zum lachen brachte. „Okay, würdet du mir die Ehre erweisen und nächste Woche nach dem Nachmittagsset mit mir was trinken gehen?“, fragte er mich nun und sah mir fest in die Augen. Erneut fehlten mir die Worte und ich nickte nur.

Jean zog erst Linda und anschließend mich in eine Umarmung. „Ich freu mich auf dich. Wie heisst du eigentlich?“, fragte er nun. „Mia, ich heiße Mia.“, stammelte ich. „ich freu mich auf dich Mia“, lächelte er und hauchte mir einen weiteren Kuss auf die Wange.

„Na, wenn das so nächste Woche läuft, gewinnst du aber auch nur, weil er dich abfüllt und in seine Koje zieht.“, lachte Linda, nachdem er gegangen war.
„Quatsch!“, rügte ich sie, was sie nur noch mehr zum lachen brachte. „Oh doch und du setzt dein Herz auf´s Spiel, ist dir das bewusst? Sollen wir die Wette abbrechen?“, sah sie mich durchdringend an.
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