Darvey - kann es wirklich Liebe sein?

von Naddy T
KurzgeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Donna Paulsen Harvey Specter Michael "Mike" Ross Rachel Zane
10.07.2018
11.07.2018
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10.07.2018 984
 
Sie genoss es sehr mit ihm zu tanzen. Sie hatte sich in seinen Arm geschmiegt und hatte das Gefühl, sie würde über die Tanzfläche schweben.
Sein fester Griff gefiel ihr und sie glaubte, sein Handabdruck würde sich auf ihren Rücken einbrennen. Sie bewegten sich rhythmisch zur Musik und beide schienen es zu genießen. Sie blendeten die restlichen Hochzeitsgäste komplett aus und es gab nur noch sie beide.

Es dauerte eine Weile, bis sie bemerkten, dass die Musik schon eine Weile nicht mehr das spielte, wozu sie begonnen hatten zu tanzen. Verlegen blickte Donna zur Seite, als Harvey ihr leise ins Ohr flüsterte, dass sie völlig außer Takt waren.
„Lass uns zurück zum Tisch“, sagte Donna leise und sah ihm liebevoll in die Augen.
Harvey nickte, ließ von ihr ab, griff nach ihrer Hand und führte sie zum Tisch.

Gentlemanlike zog Harvey Donna den Stuhl zurecht, bevor er sich neben sie setzte.
„Wein?“
„Gern“, lächelte die Rothaarige ihrem Gegenüber an.
Harvey besorgte für beide ein Glas Wein. Er reichte ihr eines und sie nahm es dankend entgegen.
„Auf einen wunderschönen Abend“, prostete Donna ihm zu.
„Auf einen wunderschönen Abend“, lächelte Harvey, prostete ihr ebenfalls zu und ließ seinen Blick auf ihr ruhen. Er fuhr mit seinem Blick die Konturen ihres Gesichtes nach. Ihre wundervollen Augen, die ihn immer wieder so liebevoll anblickten, ihre Stupsnase, die sich zwar immer wieder in Sachen reinstecken, die sie nichts angingen, aber die einfach zu ihr gehörte und dann ihr sinnlicher Mund. Die rötlichen Lippen, die er immer wieder so gern küsste.
Bei dem Gedanken, bekam er leichte Gänsehaut und er nippte an seinem Glas, um sich auf andere Gedanken zu bringen.
Auch wenn Harvey gesagt hatte, dass er momentan niemanden in seinem Leben haben wollte, schrie sein Herz ganz klar nach ihr.

„Donna, magst du tanzen?“ Rachel war es, die auf ihre beste Freundin zugekommen war, da sie gemerkt hatte, dass ihr Chef unbedingt mit jemanden reden musste und dies war in diesem Moment wohl ihr Mann.
„Wir beide?“ fragte Donna überrascht.
„Ja klar, los komm.“ Aufmunternd strahlte die Brünette sie an, worauf Donna ihr Glas beiseitestellte und mit Rachel mitging, nachdem auch Harvey ihr aufmunternd zugenickt hatte.

„Darf ich?“ Mike stand neben Harvey und sah ihn fragend an.
„Selbstverständlich, es ist eure Feier.“ Mike ließ sich neben Harvey auf einen Stuhl nieder, wo auch er einen Blick auf die Tanzfläche hatte.
„Es war eine wirklich wundervolle Trauung“, kam es nach einer Weile von Harvey.
„Wir haben genau das getan, was wir wollten und nicht was andere wollten“, erklärte Mike.
„Das habt ihr genau richtiggemacht. Ihr seht glücklich aus.“
„Das sind wir, wirklich. Aber... was ist mit dir und... Donna?“ Mike nippte an seinem Glas, welches er mit an den Tisch gebracht hatte und sah seinen besten Freund fragend an. Dieser ließ seinen Blick auf die Tanzfläche schweifen, wo er Donna und Rachel erblickte.
„Was soll mit mir und Donna sein?“ fragte er, ohne den Blick von den beiden Frauen abzuwenden.
„Harvey... das sieht ein Blinder, dass ihr füreinander geschaffen seid. Jetzt müsst ihr euch nur noch einen Ruck geben.“
Nun sah Harvey zu Mike und lehnte sich in seinem Stuhl relaxed zurück.
„Ich bin noch nicht bereit... für eine neue Beziehung. Ich möchte Donna einfach nicht enttäuschen“, gab er zu.
Mike sah Harvey zuerst überrascht und dann amüsiert an. „Jetzt hättest du mich fast reingelegt, aber...“
„Nichts aber, Mike. Ich meine es ernst. Ich möchte Donna nicht wieder enttäuschen, weil es vielleicht nicht so funktioniert, wie sie es sich wünscht.“
„Harvey, ich bitte dich. Schau sie dir an. Schau sie dir GENAU an. Du willst sie und sie will dich. Dir gehen seit der Trauung tausend Gedanken durch den Kopf und immer wieder bleiben diese bei ihr hängen. Gib dir einen Ruck. Versuche es. Du weißt wie schnell ein Leben zu Ende sein kann. Geh hin zu ihr, schnapp sie dir und haut ab. Genießt jede Sekunde.“
„Mike! Es ist eure Hochzeit und ich...“
„... das wünsche ich mir von Dir. Zur Hochzeit. Das Du einmal das Richtige tust, um glücklich zu sein.“
Harvey und Mike tauschten noch kurze Blicke aus, bis Harvey seufzte und aufstand. „Mach mich dann aber nicht dafür verantwortlich, dass eure Party zu schnell zu Ende ging“, schmunzelte der Anwalt.
„Keine Sorge, das werden wir gerade noch verkraften.“

Harvey hatte die Worte Mikes schon nicht mehr ganz wahrgenommen, denn Mike hatte Recht. Warum sein Leben mit Einsamkeit vergeuden, wenn man die Frau haben kann, die seit Jahrzenten in seinem Leben eine große Rolle spielte?
Harvey lehnte sich leicht an die Wand, die zur Trennung der anderen Hälfte des Saales stand und beobachtete Donna. Sie bewegte sich gerade ausgiebig zur Musik. Sie strahlte so viel Freude aus, dass es ein Genuss war, sie anzusehen.

Donna erhaschte einen Blick auf ihn und er lächelte ihr herzlich zu. „Ich brauche eine Pause“, meinte Donna an Rachel gewandt und als diese merkte warum, grinste Rachel. „Ja, ich denke ich werde auch mal meinen Ehemann aufsuchen, nicht, dass er mir noch abhandenkommt.“
Die Rothaarige nickte und ging auf Harvey zu. „Du stehst hier so… einsam“, bemerkte sie.
„Ich schau mich einfach so um“, antwortete er lässig.
„Und? Wen gefunden?“ Donna stellte sich neben ihren Chef und ließ ebenfalls ihren Blick schweifen.
„Ja, habe ich... lass uns gehen“, sagte Harvey sogleich und sah Donna in die Augen.
„Gehen? Jetzt? Aber...“ Harvey legte einen Finger auf Donnas Lippen.
„Wir haben Mikes Erlaubnis.“
Donnas Blick erstrahlte, ohne dass sie es eigentlich wollte, aber schon als Harvey sagte, sie sollten gehen, bemerkte sie ein unglaubliches Kribbeln in ihrer Magengegend. Dieses Kribbeln kannte sie eigentlich immer nur, wenn Harvey sie unbedacht berührte, sie anlächelte oder sie einfach spontan küsste. Doch jetzt war es doch etwas Anderes. Er wollte, dass sie gingen... zusammen. Donna wusste zwar nicht, worauf sie sich da einließ, aber das war ihr, auch wegen den vielen Gläsern Wein, gerade völlig egal.
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