Secret Love

GeschichteDrama, Romanze / P16
Brian Littrell OC (Own Character)
10.07.2018
24.08.2018
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Tage wie diese hasst Lucy. Schon als sie am Morgen aus dem Bett  stieg war Ihr klar, dass dies kein guter Tag werden würde. Sie hatte keinen Kaffee im Haus gehabt und auf dem Weg zur Arbeit wurde sie beinahe von einem irren Fahrradkurier umgefahren. Mit sehr schlechter Laune war sie schließlich in der Bank angekommen. Noch nicht einmal der stets gut gelaunte Security-Mann Carl konnte Ihr ein Lächeln auf die Lippen zaubern.
Wie sie diesen Tag überstanden hatte wusste sie nicht. Aber jetzt half nur noch ein Drink und Ihre beste Freundin Stacy. Doch die ließ sie nun seit einer Ewigkeit warten. Das tat Ihr übriges für Ihre schlechte Laune. Sauer rührte sie in Ihrem Drink, als sie endlich eine Nachricht von Stacy bekam. Frustriert schob sie das Handy wieder in die Tasche und leerte Ihr Glas. Sie deutete dem Barkeeper an, dass sie zahlen wollte, als sie angerempelt wurde. „Oh, Verzeihung“, kam es direkt und sein schiefes Lächeln nahm Ihr augenblicklich den Wind aus den Segeln. „Schon gut“, murmelte sie und zog Geld aus der Tasche. Brian musterte sie. „Darf ich Sie zur Entschuldigung auf einen Drink einladen?“ Lucy starrte Ihn einen Moment an. Diese Augen machten es schwer klar zu denken. „Ähm… nein. Danke. Aber ich bin heute keine gute Gesellschaft.“ Sie griff Ihre Tasche und rutsche vom Barhocker. „Schade. Ich könnte nämlich Aufmunterung gebrauchen. Ich wurde nämlich versetzt.“ Lucy grinste leicht. „Ach Sie auch? Meine beste Freundin hat mich in diese Nobelbar zitiert und mich wegen so einem Typen den sie gerade mal einen Tag kennt, sitzen lassen.“ Brian lachte. „Dito. Mein bester Freund ist auch so einer.“ „Dann sollten wir einen Club gründen“, lachte Lucy. „Also doch einen Drink?“, fragte er. „Na gut. Warum nicht.“ Brian deutete auf einen Tisch in der Ecke. „Gehen wir da rüber?“ Lucy nickte und folgte Ihm. Brian orderte Getränke und sah Lucy lächelnd an. „Ich bin übrigens Brian.“ „Freut mich Brian. Ich bin Lucy. Bist du öfter hier?“ Brian schüttelte den Kopf. „Nein. Ich bin beruflich hier. Ich komme eigentlich aus Atlanta.“ „Was machst du beruflich?“, fragte sie und nippte an Ihrem Drink. „Das ist doch unwichtig“, sagte er leise. „Uninteressant.“ Er war froh, dass er mal nicht erkannt wurde. „Schüchtern siehst du eigentlich nicht aus“, lachte Lucy. „Schüchtern? Ich? Nein. Nur vorsichtig. Was machst du?“ „Ich bin Investmentberaterin in einer Bank die Straße runter. Nicht der Traumjob, aber zwischenzeitlich macht es auch Spaß.“ Sie lächelte leicht. „Das heißt wenn ich mein Geld in gute Hände geben möchte, muss ich zu dir kommen?“, lachte er. „Ja, solltest du.“ Sie grinste breit. Er war sehr gutaussehend, höflich und man fühlte sich sehr wohl in seiner Nähe. „Gibt es auch eine Misses Brian?“, fragte sie neugierig. „Ja, seit 17 Jahren verheiratet“, sagte er und hob die Hand. „Wow. Sowas gibt es noch?“ „Ist gar nicht so schwer“, grinste er. „Verrate mir dein Geheimnis. Vielleicht habe ich dann auch die Chance auf die große Liebe.“ Brian schwieg einen Moment. Sie war bildhübsch, schien klug zu sein. Er konnte sich gar nicht vorstellen, dass sie alleine war. Er räusperte sich und sah auf seinen Ring. „Ich kann dir keinen Rat geben. Die perfekte Ehe führe auch ich nicht. Ich bin viel zu oft unterwegs.“ „Aber du bist 17 Jahre verheiratet. Das muss doch die große Liebe sein?“ Er schluckte. Leighanne war einmal seine große Liebe gewesen. Damals als er sie am Set kennengelernt hatte. Doch sie hatten sich auseinandergelebt. Nur war er zu feige, die Ehe zu beenden.  
„Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich sie kennengelernt habe. Sie kam einfach in den Raum und es war um mich geschehen.“ Er lächelte schwach. „Aber so ist es nicht mehr. Es ist alles Alltag geworden.“ Lucy nickte leicht und legte den Kopf leicht schief. „Bist du glücklich? Also du scheinst erfolgreich zu sein und viel unterwegs zu sein. Bist verheiratet.“ Brian starrte sie einen Moment sprachlos an. Er saß mit einer Fremden in einer Bar und besprach Dinge mit Ihr, die er noch nicht mal mit Nick besprach. „Sorry, ich wollte nicht…“, stammelte sie und bemerkte Ihr Fettnäpfchen. „Nein. Nein. Alles gut. Ich habe geglaubt, dass ich glücklich bin. Ich liebe meinen Job. Doch in den letzten zwei Jahren ist alles irgendwie … also anders gesagt, vor zwei Jahren hätte ich mich nicht mit einer hübschen, wildfremden Frau in einer Bar getroffen. Dann wäre ich sofort wieder gegangen.“ Lucy grinste leicht. „Ich fühle mich geehrt“, sagte sie leise. „Aber es tut mir Leid, dass deine Ehe scheinbar nicht mehr glücklich ist. Ich glaube du bist ein Typ fürs ganze Leben.“ Nun war es Brian der lachte. „Danke für das Kompliment.“ Er deutete auf den Drink. „Trinken wir noch was?“ Lucy spitze die Lippen. „Gerne. Ich muss mich nur kurz frisch machen. Nicht weglaufen.“ Sie grinste und ging zu den Toiletten.  Brian lachte und schüttelte den Kopf. Es war erfrischend, mal nicht angeschrien zu werden und sich einfach nur nett zu unterhalten. Doch er musste zugeben, dass sie sehr interessant war und hübsch dazu. Er ermahnte sich innerlich. Das durfte er nicht denken. Er war verheiratet. Auch wenn er nicht glücklich war. Aber vielleicht war dieses Kennenlernen jetzt der letzte Wink, sich endlich mit seiner Ehe auseinander zu setzen. Der Kellner brachte die neuen Drinks und Lucy kam zurück an den Tisch. „So wo waren wir stehen geblieben?“, fragte sie lächelnd. „Du wolltest jetzt mal was von dir erzählen“, sagte er grinsend. „Du kennst meinen Namen, weißt wo ich arbeite und das ich keinen Mann habe.“ „Das wusste ich noch nicht“, grinste er frech. „Dann weißt du es jetzt. Ich bin Single.“ Sie legte Ihren Kopf zwischen Ihre Hände. „Irgendwie gibt es hier in New York nicht die Traumtypen für die Ewigkeit.“ „Vielleicht bist du zu wählerisch. Vielleicht bist du Ihm schon begegnet?“ Lucy sah sich um. „Außer dir hat mich heute nur noch der alte Mann dahinten angegraben.“ Brian folgte Ihrem
Blick und lachte leise auf. „Vielleicht hat er einen guten Charakter. Aussehen ist nicht alles.“ Lucy verzog das Gesicht. „Eher nicht.“ „Wie sollte dein Traumprinz denn aussehen?“, fragte er belustigt. Lucy fuhr mit dem Finger über den Glasrand. „Hm… ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Es war bei meinen Exfreuden immer eine Mischung aus erfolgreich und gut aussehend.“ Sie riss die Augen auf. „Oh Shit. Ich bin total oberflächlich.“ Brian lachte auf. „Ich kenne dich nicht, aber das denke ich nicht von dir.“ Lucy lächelte. „Nein, ich bin ganz bodenständig. Zumindest versuche ich es. Ist in New York ja nicht einfach.“ Brian nickte zustimmend. „Hast du Lust spazieren zu gehen?“, fragte er schließlich. Sie hob die Füsse. „Auf den Dingern?“ Brian lachte. „Ich Frauen könnt doch alles auf den Dingern. Leighanne hat auch so viele“, kam es über seine Lippen und er hielt augenblicklich inne. Lucy bemerkte dies, doch überspielte die Situation. „Deine Frau weiß eben was gut ist“, sagte sie und zwinkerte. Sie war überrascht von sich. Was tat sie hier nur? Brian war ein sehr netter Kerl. Ein Mann zum verlieben. Ein Mann zum Pferde stehlen. Aber er war ein Mann mit einer Frau. Das durfte sie auf keinen Fall vergessen. Sie sprachen über Gott und die Welt, als sie durch die New Yorker Straßen liefen. Sie fühlte sich wohl bei Ihm. Sie musste zugeben, dass es schon an Schicksal grenzte das sie Ihn getroffen hatte. Das ließ sie nach all den Enttäuschungen in der Liebe, doch noch an die einzig wahre Liebe glauben.
Als sie in der Nähe des Central Parks ankamen stöhnte Lucy auf. „Also jetzt reicht es, mein Lieber. Die Schuhe müssen weg.“ Sie bleib stehen, legte Ihre Hand auf seine Schulter und zog die Schuhe von den Füssen. „Ein unglaublich tolles Gefühl.“ Brian lachte auf. Er hatte schon lange nicht mehr so viel gelacht und sich so wohl gefühlt. Sie weckte seine müden Lebensgeister wieder. Doch er durfte nicht an mehr glauben und hoffen, das sie das Glück war, dass er suchte. Er war verheiratet. Er hatte ein Versprechen gegeben. „Ich will ein Eis. Holen wir uns eines da drüben?“, sagte sie aufgeregt und zog Ihn mit sich. Er schüttelte schmunzelnd den Kopf und staunte nicht schlecht, wer Ihm plötzlich gegenüber stand. „Ach schau an!“, entfloh es Ihm und auch Lucy runzelte die Stirn. „Stacy?“ „Oh, hey, Rok“, sagte Nick und kratzte sich am Kopf. Lucy sah irritiert zwischen allen hin und her. „Lucy. Süße. Es tut mir so leid. Das ist Nick.“ Lucy nickte schweigend. „Das ist also der Typ der wichtiger ist als ich?“, schimpfte sie plötzlich. „Na ja. Er ist nur noch morgen hier. Und dann sehen wir uns nicht so schnell wieder“, erklärte Stacy. Lucy sah zu Brian. „Du kennst Ihn?“ Brian grinste breit. „Ja, ich würde behaupten, er sieht meinem besten Freund sehr ähnlich.“ „Rok, echt. Sorry. Ich mach das wieder gut. Morgen nach dem Konzert. Dann gehen wir aus. Ehrlich.“ Lucy blinzelte. „Konzert?“ „Danke, Carter. Musst du immer alles verraten und die „ich bin ein Promi“ Karte ausspielen?“ „Noch mal, sorry. Aber du hast ja auch jemanden nette gefunden.“ Er lächelte Lucy an. „Guckt die immer so komisch?“, fragte er Brian und erntete einen Klaps auf den Hinterkopf. „Ein bisschen Anstand, Nick.“ Stacy nahm Ihre Freundin zur Seite. „Sag bloß du weißt nicht, mit wem du da spazieren gehst?“ „Na mit Brian.“ „Süße, die beiden sind in einer Band. Sie sind super erfolgreich. Superstars.“ Lucy schüttelte den Kopf. „Deiner vielleicht. Aber Brian…“, sagte sie nachdenklich. „Glaub es mir doch. Aber sei mir nicht böse. Wir haben noch was vor. Ich ruf dich an.“ Und schon zog sie mit Nick von dannen.
Brian hatte mittlerweile zwei Eistüten in der Hand. Er lächelte charmant und hielt Lucy eine entgegen. Zögerlich nahm sie die Eistüte. „Bist du echt ein Star?“, fragte sie. Brian seufzte. „Ich befürchte, ja. Sorry. Ich wollte dich nicht hinters Licht führen. Aber es war echt toll nicht direkt angeschrien zu werden oder überall betatscht zu werden.“ Lucy nickte leicht. „Dieser Nick ist aber kein Frauenheld, oder? Stacy hat nämlich endlich mal Glück verdient.“ „Nick ist ein feiner Kerl. Er hat lange gebraucht, sich wieder mit Frauen zu treffen, nach der Trennung von seiner Freundin. Aber wenn ich mich recht erinnere, kennen Stacy und er sich schon länger. Sie chatten schon eine Weile.“ Lucy seufzte. „Unfassbar.“ Brian betrachtete sie einen Moment. „Ist die Stimmung nun hinüber?“ Lucy lächelte. „Nein. Ich mag dich trotzdem. Auch als Superstar.“ „Puh, erleichtert“, lachte er und die beiden liefen weiter. Schließlich kamen sie an Brians Hotel an. „So, hier ist mein Zuhause für die Nacht.“ „Nettes Zuhause“, grinste sie. Brian schob unsicher die Hände in die Taschen. Er wollte sie nicht gehen lassen. Einfach so. Und sie vielleicht nicht wieder sehen. „Lucy, ich …“, begann er, doch Lucy hob die Hand. „Sag nichts. Alles ist gut. Ich danke dir für den tollen Abend. Vielleicht sieht man sich ja noch mal.“ Sie spielte unsicher mit Ihrer Tasche. „Ja… das wäre toll“, sagte er leise. Lucy fischte eine Visitenkarte aus der Tasche und reichte sie Ihm kommentarlos. „Machs gut.“ Es war nur noch ein Flüstern und es machte sie traurig Ihn so stehen zu lassen. Doch die Gefahr, dass sie etwas tun würde, was sie nicht durfte, wurde von Minute zu Minute größer. Mit eiligen Schritten eilte sie davon und stieg an der Ecke in ein Taxi. Brian starrte auf die Karte in seiner Hand. Leicht frustriert seufzte er und ging in sein Zimmer.
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