Rose Hall

von uninona
GeschichteKrimi / P16 Slash
10.07.2018
07.12.2018
22
54053
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Dieses Kapitel
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Liebe Leser- entschuldigt, ich war am Dienstag leider im krankenhaus undzwar ohne kaptop. Darum gab es kein Update. Da heute aber Nicolaus ist, denke ich, es passt, das ich es jetzt nachhole. Und es gint auch eine kleine Nikolasuüberraschung- vor allem für Schoko denke ich :)
Viel Spaß beim Lesen und ich frezue mich über jede rewie- auch von der netten Leserin von neulich ^^! zum beispiel!
Hugs uni



Auf Rose Hall erwartete sie eine Überraschung. Vor dem Haupteingang stand der Dienstwagen Inspektor Jaspers. Natürlich hatte Mrs Abercrombie den Polizisten herein gebeten. Der wartete nun in der Küche. Manchmal hatte Amanda das Gefühl, es gab – außer den Schlafzimmern – nur einen wirklich wichtigen Ort in diesem riesigen Haus. Eben die Küche. Selbstverständlich wusste Jasper inzwischen schon alles, worüber hier nachgedacht worden war. Zumindest das, was ausgesprochen wurde, während Mrs. Abercrombie anwesend war.
Vor Ort war er, um das Protokoll zu den gestrigen Ereignissen aufzunehmen, die zur erneuten Auffindung der alten Toten durch einen Rozenkopf geführt hatte. Natürlich hatte er das schon mündlich gehört. Aber alles musste seine Ordnung haben – und in einem Protokoll oder Bericht dokumentiert werden.

Jedoch auch er hatte Neuigkeiten. Bei den Toten handelte es sich tatsächlich Hektor Kinning und Mary Blige. Beide waren an Hand alter Zahnstaten identifiziert worden. Die Ergebnisse der DNA Untersuchungen, die zumindest Marys Erbgut mit dem von Robert Blige vergleichen sollten, standen noch aus. Dennoch war man sich sicher, die verschwudnenen Teenager aus den Fünfzigern waren tatsächlich all die Jahre in der Gruft unter der Kapelle gewesen. Es gab auch ein Ergebnis der Spurensicherung. Man hatte zwar letztlich die Pforte zur Gruft gewaltsam öffnen müssen, vorher jedoch alles an Spuren gesichert. Die hatten ergeben, die Tür war von außen verriegelt und blockiert gewesen. Wenn man das Innere des Grabesmals in Betracht zog und den Zustand von draußen, war das zur Zeit des Verschwindens der jugen Leute gewesen. Schon damals war die Kapelle eine Ruine und niemand kam auf die Idee, in der Gruft nachzusehen – zumal die Blockierung bei dem jahrhunderte alten Schloss nicht wirklich explizit ins Auge fiel. Selbst die Polizei hattes es ja erst bei genauer Untersuchung erkannt.
„Wer auch immer sie dort einschloss, hat sie absichtlich absichtlich dort zurück gelassen, hat von ihnen gewusst und sie einem qualvollen Tod durch verhungern und verdursten preis gegeben...“


Jasper schüttelte den Kopf. Offensichtlich war er von der Erkenntnis noch immer betroffen. Dieses Gefühl übertrug sich aufgenblicklich auf die anderen im Raum Anwesenden. Mrs. Abercrombie presste das Geschirrhandtuch, das sie gerade in der Hand hielt mit einem schluchzenden Geräusch von den Mund. Amanda spürte eine überwältigende Trauer, die ihr Herz wie mit einer eisernen Faust zusammen presste. Ein Blick auf Lilian und Tobias zeigte ihr, ihnen ging es nicht anders. Der kleine Engländer saß mit geschlossenen Augen da und eine einzelne Träne stahl sich unter den dichten Wimpern hervor. Der Archäologe drückte beide Fäuste fest geballt mit aller Kraft auf die Tischplatte. Sein Mund war nur noch ein schmaler Strich, so sehr presste er ihn zusammen. Sie alle erinnerten sich an Jodys Beschreibung, die Toten hätten eng beieinader gesessen, Mary im roten Kleid hatte ihren Kopf auf Hektors Brust gebettet. Jeder im Raum konnte sich nur zu gut vorstellen, wie das Liebspaar, das wahrscheinlich nur etwas Zurückgezogenheit gesucht hatte, sich plötzlich eingeschlossen wiederfand. Man kann zwei Wochen ohne Essen auskommen, jedoch nur drei Tage ohne Wasser, sagt man. Wie lange mochte es tatsächlich gedauert haben, bis sie starben? Und wer hatte ihnen das angetan?

Nichts sprach dafür, dass sie entführt worden waren, wie es um Mittsummer so oft den halbwüchsigen Jungen aus Rose Hall Villiage geschehen war. Auch hatte es nie zurvor ein Mädchen getroffen. Dennoch, so überlegte Inspektor Jasper laut, konnte es eine Rolle spielen, dass beide Familien nicht mit der Beziehung zwischen ihnen einverstanden waren. Sowohl von Seiten der Kinnings, als auch der Blige konnte es jemanden gegeben haben, der so ein Problem aus der Welt schaffen wollte. „Auf so grausame Art?“ Lilian war außer sich. „Ich meine, zumindest einer von ihnen gehörte zur Familie... also zu einer Partei ! Wie sehr muss muss man hassen, um jemanden absichtlich auf diese Art sterben zu lassen! Ich meine... man schließt doch niemanden ein und vergisst ihn dann einfach! Wer tut denn sowas, nur weil die Eltern sich nicht leiden können?“ Tobias legte ihm beruhigned die Hand auf den Arm. Dennoch mussten sie zugeben, es war etwas dran an dem, was er sagte. Irgendwer hatte Mary und Hektor nicht nur wenig leiden können. Um so etwas zu tun, musste der Jenige sie gehasst haben. Aber, so gab der Polizist zu bedenken, die Chance , dass die Person, die das getan hatte, noch lebte, war äußerst gering. Doch die Haushälterin erinnerte ihn daran, was sie ihm über Hopkins erzählt hatte. Wie dieser von der Gruppe Kinder aus beiden Dörfern berichtete, die gemeinsam die Grundschule besuchten. Tobias und Amanda konnten das Ihrige dazu beitragen, in dem sie über ihren Besuch bei Mrs. Snow in der Altersresidenz in Reading berichteten. Zum ersten mal hörten alle davon, dass alle Jungen der Gruppe in Mary Blige verliebt gewesen waren, jeder einzelne. Natürlich konnten das die Worte einer Frau sein, die eifersüchtig gewesen war und sich zurück gesetzt fühlte. Tatsächlich, so gab der Inspektor zu bedenken, konnte es sogar sein, das Elvira Snow, damals Rain, die Tür verbarrikadiert hatte. Das konnte niemand im Raum ganz von der Hand weisen.

Allerdings fragte Lilian seufzend, warum den nun aber Robert Blige getötet worden sei Das eine konnte doch wohl nicht mit dem Andern zu tun haben? Oder? Aber das würde sich wohl nicht hier am Küchentisch von Rose Hall beantworten lassen, sondern war Aufgabe der Polizei. Gerade war ihm das sogar recht, denn eigentlich fühlte er sich nach seiner Behandlung im Krankenhaus entsetzlich schwach und müde. Eigentlich hatte man ihm erneut nahegelegt, noch dort zu bleiben. Aber das hatte er abgelehnt und nun hatte er den Salat. Jeder konnte sehen, er gehörte ins Bett und nicht auf eine Mörderjagd, selbst, wenn diese nur am heimischen Küchentisch statt fand. So verschob auch Inspektor Jasper noch einmal seine Absicht, das Protokoll über die Auffindung der Leichen jetzt aufzunehmen und bat die Vier, sich am besten auf dem Rewier in Reading einzufinden, sobald es Mr. Rozenkopf wieder besser ginge. Über die neuen Informationen zu dem Fall war er jedoch dankbar, zumal die Haushälterin ihm nun auch noch davon erzählte, dass es Gerüche dazu gab, dass sich Mr. Robert dem einen oder anderen entführten Teenager unsittlich genähert haben sollte. Allerdings glaubte sie nicht, dass einer der Jungs - die größtenteils inzwischen Männer waren – oder ihren Eltern das offiziell zugeben würde. Zumal es in den Gerüchten hieß, Blige hätte Praktiken angewandt, die sich niemand vorstellen wollte und sei brutal gewesen... Inspektor Jasper sah es ihrem Gesicht an, sie hatte dafür viel Verständnis. Aber das würde er jetzt nicht kommentieren. Jedoch blickte der Polizist grübelnd auf Lilian. Er verabschiedete sich und versprach, auch dieser Spur nachzugehen, genau wie der im Fall des eingeschlossenden Pärchens. Er würde sich selbst bei den alten Leuten im Dorf nach ihnen umhören. Auch mit Mrs Snow wollte er persönlich sprechen. Und mit den Jungen und ihren Verwandten, die zuvor entführt worden waren...

Als er gegangen war, schleppte sich Lilian freiwillig ins Bett und auch seine Freude beschlossen, für heute das Detektivspiel ruhen zu lassen. Statt dessen las Tobias ihm aus Harry Potter vor, wurde irgendwann von Amanda dabei abgelöst. Zwischendurch jagten sie sich etwas zu essen, das Mrs Abercrombie fürsorglich im Kühlschrank deponiert hatte, bevor sie sich, nach dem sie ihre Arbeit gemacht hatte, nach hause begab. Amanda hatte schon zuvor das Gefühl gehabt, Lil hätte sich viel zu früh entlassen lassen und sich dann umgehend übernommen - selbst wenn es sich ursprünglich nur um einen Spaziergang zum nahegelegenden Friedhof gehandelt hatte. Natürlich hätte er das nie zugegeben. Jetzt hatte ihn wohl die Erschöpfung eingeholt.

Amanda war irgendendwann eingeschlafen, denn hatte Tobias wieder übernommen, da Lilian ihn mit großen bettelnden Kinderblick ansah, der nur mit „Mehr“ zu übersetzen war. Als sie nun erwachte, lag ihr Freund noch im tiefen Schlummer. Er schien etwas schönes zu träumen, denn er lächelte entspannt und glücklich. Tobias war war offensichtlich in sein eingenes Bett verschwunden und gerade kam A.B. das gerade recht. So musste sie nicht jetzt schon über dieses verrückte Gefühl nachdenken, dieses kribbeln zwischen ihnen, dass sich wie Elektrizität hin und her schlängelte. Haha - und schon dachte sie genau darüber nach! Besser gesagt über das hartnäckige Kopfkino, dass sie und Lil im Keller dieses alten Hauses auf dem gemauerten Fußboden zeigte, mit gefesselten Händen und gesenken Köpfen. Tobias stand leger an eine Pfeiler gelehnt und betrachtete sie beide voller Wohlgefallen. Ehe sie sich ausdenken konnte, wie es weiter ging, klopfte es an der Tür und die Stimme der Haushälterin verkündete, der Frühstückstisch sei gedeckt und Mister Lencie habe schon gegessen, sei dann fort gefahren. Wohin habe er allerdings nicht gesagt. Was bitte hatte das zu bedeuten? Mrs Abercrombies Worte hatten die gleiche Wirkung wie eine kalte Dusche, jedoch nicht der erotischen Art. Oder doch?

Neben ihr blinzelte Lilian und erkundigte sich verschlafen, wie spät es sei. Ein Blick aufs Handy sagte Amanda, was sie bis jetzt auch nicht interessiert hatte: Es war schon zehn Uhr am Vormittag. Da sie wesetlich munterer war als ihr kleiner Freund sprang sie aus dem Bett und verkündete „Ich dusche zuerst!“ Tasächlich drehte sie das Wasser auf eiskalt und spülte die wirklich erregenden Vorstellungen über die Dinge, die sie Tobias und Lilian mit einandern taten davon. Das kalte Wasser, das wie spitze Nadeln auf ihre Haut traf, brachte tatsächlich Erleichterung. Die spofort wieder verschwand, als Lil zu ihr unter die Brause trat und sie sanft küsste. „Ich habe von uns geträumt...“ flüsterte er und grub seine Finger in ihre Schultern. Tobias mochte nicht da sein. Doch Mr. Rozenkopf himself schien entschlossen zu sein, jetzt war trotzdem Zeit für einen amorösen Momet. Überhaupt.... Wenn man bedachte, wie devot er eigentlich war, gerade übernahm er die Führung und würde wohl seinen Kopf durchsetzen. Auch wenn Amanda nur bei dem Gedanken an Lencie eine Gänsehaut bekam, gerade war ihr der „Ersatz“ mehr als recht.

Auch wenn sie innerlich ein wenig amüsiert war, als ihr zarter Freund sie nass, wie sie beide waren energisch auf auf den Fliesenboden des Bades kien ließ, mit heiserer Stimme bat - nein befahl, sein Glied in den Mund zu nehmen. Eigentlich war ihr Kopf zu hoch, aber wer ließ sich schon von Kleinigkeiten aufhalten. Sie setzte sich zurück auf die Fersen und schon war das Problem gelöst. Mit unglaublich willigem Augenaufschlag bettelte sie darum, dass er näher trat. Mit einem Schritt war er bei ihr und vergrub seine Hände in ihrem langen Haar. Wow, es war aufregend, ihn so anders zu erleben, zu spüren! Außerdem erinnerten sie die Fliesen an die imaginären Steine vom gemauerten Kellerboden – eine Gehirnwindung notierte: Keller ansehen... Aber andere Regionen und ihr gesamter Körper erfreuten sich am Augeblick. Lilian und seiner Anatomie ging es offensichtlich ebenso. Auch der Umstand, dass Mrs Abercrombie sicher in absehbarer Zeit noch einmal an das Frühstück erinnern würde erregte sie beide noch mehr. Amanda stellte sich gar vor, die Haushälterin würde ins Badezimmer platzen. Eine abwegige Idee eigentlich. Obwohl sie zwar von Zeit zu Zeit ihren Abeitgeber schon – von ihm beauftragt - persönlich aus dem Bett geworfen hatte. Aber das war nur geschehen, wenn er vollkommen allein im Hause war. Jetzt würde sie, wenn Mr. Rozenkopf nicht gerade ernsthaft um Hilfe rief, unter keinen vorstellbaren Umstand seine privaten Räume betreten. Dass sie ins Bad stürmte tentendiet realistisch gesehen also gegen Null. Aber die Idee war so aufregend, dass Amanda sich zusammen reißen musste nicht zu kommen, ohne das Lilian sie auch nur berührt hatte. Wobei das bei ihr sowieso nicht zwingend notwenig war. Alleine die Vorstellung und präzisie Anweisungen etwas nicht zu tun oder die Möglichkeit, etwas könne geschehen reichten ihr oft schon aus, sie scharf zu machen. Genau wie der Gedanke an Schmerz und Demütigung.

Aber Lilian schien heute früh sehr wohl an Körperkontakt interessiert. Kurz bevor er sich doch in ihren Mund ergoß, zog er sich zurück und bedeutete ihr, sich auf den Rücken zu legen. Die nassen Fliesen unter ihr waren kalt und glitschig. Aber das war aufregend. So machte sogar die Missionarsstellung Spaß, die sie eigentlich furchtbar langweilig fand und nicht mochte. Aber jetzt konnte sie Lils kleine Brüste erreichen, so wie er auch die ihren knetete und ihm in die Augen sehen, die vor Lust glänzten. Er glitt in sie, was so nass sie war, kein Problem darstellte. Tatsächlich klopfte erneut es in diesem Moment an der Schlafzimmertür und Mrs Abercrombie rief, der Inspektor sei noch einmal da, weil er noch eine Frage hatte. Eigentlich war es zum Kichern. Aber gerade war es aufregend. So schüttelte sie schon nach den ersten drei Stößen Lilians der Orgasmus. Der brauchte etwas länger und ließ sich dann ebenfalls erschöpft auf die Fliesen fallen. Sie lachten nun beide. Allerdings nahmen sie sich die Zeit, noch einmal zu duschen – diesmal sogar mit warmen Wasser und Duschgel.

Als sie zwanzig Minuten später hinunter gingen, erwartete sie dort tatsächlich der Polizist. Diesmal wollte er mit Lil sprechen. Es ging noch einmal um seine Flucht aus Bligehouse. Jasper wollte genau wissen, welche Türen er offen gelassen hatte und welche er vielleicht doch geschlossen habe. Denn irgendwie musste der Täter ja nach ihm ins Haus gekommen sein. Schon als Rozenkopfs Albi fest stand, hatte der Inspekor diesen Aspekt bedacht. Bei der ersten Vernehmung hatten sie sogar darüber gesprochen. Aber da war Lilian noch der Hauptverdächtige gewesen. So hatten diese Aussagen nur beiläufigen Wert gehabt. Jetzt war es von größter Wichtigkeit. Erneut berichtete der Hausherr, wie er eher panisch aus dem Haus gelaufen war, sich sein Fahrrad schnappte und so schnell wie möglich von diesem Ort des Grauens fort wollte. Er erinnerte sich nicht, überhaupt eine Tür hinter sich geschlossen zu haben. Allerdings sei das Tor zum Garten offen gewesen, was er damals für eine glückliche Fügung gehalten hatte. Jasper nickte gedankenbvoll und meinte so könne es tatsächlich gewesen sein. Allerdings habe man an keiner der Türen Fingerabdrücke gefunden. Alles sei fein säuberlich abgewischt worden. So war man so schlau wie zuvor. Nur der Weg ins Innere des Hauses war wohl geklärt. Wieso jedoch das zweiflüglige Tor offen gestanden hatte, blieb ein Rätsel.
Jasper verabschiedete, dankte für den Tee, den Mrs Abercrombie ihm schon während der Wartezeit gemacht hatte und überließ Amanda und Lilian ihren Frühstück, dem sie nun eifrig zusprachen