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~New Beginning~

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Hank Anderson OC (Own Charakter) RK200 Markus RK800-51-59 Connor
09.07.2018
02.08.2018
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12.07.2018 4.816
 
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Ich hoffe, dass man am Ende alles versteht und es nicht nur kaudawelsch is ^^°
Falls irgendwie was nich verstanden wird, könnt ihr gerne nachfragen oder mich auch drauf hinweisen, dann kann ich gucken, wie ich es umschreiben könnte

Viel Spaß beim Lese
Lu-chan
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Seraphina~

Die Nacht über konnte ich kaum schlafen und dementsprechend müde war ich am Morgen dann auch. Aus meiner Tasche suchte ich mir ein paar andere Klamotten, da es mir zu auffällig war, in Jogginghose und einem alten Pullover herumzulaufen. Langsam zog ich mich um, bürstete mir die Haare und flocht sie mir zu zwei, nach außen geflochtenen, Grätenzöpfen und überlegte mir nebenbei, was ich jetzt machen könnte. Mich Tag ein Tag aus nur in Motels zu verstecken konnte ja auch kein Leben sein. Kurz sah ich auf mein Handy, um zu sehen, wie spät es was und packte dann meine Sachen wieder zusammen, da ich bis 10 Uhr aus dem Zimmer raus musste. Vorsichtig schulterte ich meine Tasche, ging meinen Schlüssel abgeben und sah mich dann in der Straße um. Etwas weiter die Straße herunter, in der Nähre vom Bahnhof, war ein Cafe und ich entschied mich, dort zu frühstücken. Auch wenn es schon recht spät am Morgen war, so war das Cafe fast leer, was ich sehr begrüßte. Ich bestellte schnell, setzte mich dann in eine hintere Ecke und während ich aß, kritzelte ich etwas in meinen Zeichenblock.

Fast eine Stunde später räumte ich dann wieder zusammen, bezahlte und ging zur Bahn. Von da aus fuhr ich nach Greektown, verließ den Bahnhof und lief zum Polizeidepartment. Etwas zögerlich betrat ich das Gebäude und holte die Jacke aus meiner Tasche, eh ich an einen freien Schalter ging. " Guten Tag, wie kann ich ihnen helfen?" begrüßte mich ein Androide freundlich. " Guten Tag. Ist Lieutenant ähm…..Anderson da?" fragte ich und mein Gegenüber brauchte kurz, um mir zu antworten. " Lieutenant Anderson ist noch nicht da. Soll ich ihm etwas ausrichten?" fragte sie  und ich überlegte kurz, ob ich wieder gehen sollte. " Ähm nein….Er hatte mir gestern seine Jacke geliehen und ich wollte sie ihm zurückbringen." erklärte ich und sie nickte verstehend. " Sie können sie ihm an seinen Schreitisch legen." sagte sie und deutete mir, dass ich durch die Schranke durfte. Lächeln nickte ich und ging dann weiter in das Department. Kurz sah ich mich um und da in der ersten Reihe niemand saß, der dem Mann von gestern auch nur annähernd ähnlich sah, schlussfolgerte ich, dass sein Schreitisch in der Zweiten sein musste. Langsam ging ich durch den Raum und achtete genau auf die Namensschilder. Da es nicht viele waren, fand ich ihn auch schnell. Ich faltete die Jacke zusammen, legte sie auf die Arbeitsfläche und  suchte mir einen leeren Zettel und einen Stift. Als ich beides fand, schrieb ich auf den Zettel > Danke für gestern - Seraphina< und legte ihn auf die Jacke, eh ich schnellen Schrittes das Gebäude wieder verließ.
Etwas in Gedanken ging ich die Treppe runter und zuckte zusammen, als mich jemand ansprach. " Miss Olsen?" fragte jemand und als ich aufsah, sah ich den Androiden von gestern am unteren Ende der Treppe. " Guten Tag ähm…" begrüßte ich ihn und ging die letzten Stufen zu ihm herunter. " Tut mir leid, ich hab mich ihnen noch nicht vorgestellt. Mein Name ist Connor." stellte er sich nun vor und ich nickte verstehend. " Freut mich…Connor. " sagte ich mit einem schiefen Lächeln und ignorierte die Tatsache, dass er mich wieder mit Miss Olsen angeredet hatte. " Was machen sie hier?" fragte mich Connor und ich sah zu ihm hoch. " Ich hab Lieutenant Anderson seine Jacke hergebracht, da sie gestern schon weg waren, bevor mir auffiel, dass ich sie noch um hatte." erklärte ich dem Braunhaarigen. " Verstehe. Das ist nett von ihnen." sagte er und ich wank nur ab. " Ach was. Immerhin ist es seine. Jedenfalls, ich muss jetzt weiter. Einen schönen Tag noch." verabschiedete ich mich dann, lächelte kurz und ging dann etwas zügiger weiter. " Ihnen auch." rief er mir noch hinterher.

Ein paar Straßen weiter ging ich in einen kleinen Supermarkt und holte mir was zu trinken und was Süßes zum knabbern. Danach stieg ich in einen Bus und fuhr in ein etwas heruntergekommenes Viertel. Als ich ausstieg, kamen mir vereinzelt Schneeflocken entgegen und ich lächelte etwas. Den restlichen Weg lief ich und war froh, als ich endlich bei dem Imbiss ankam, da meine Tasche langsam doch schon schwer wurde und mir tat der Rücken weh. " Hay Kleines." rief mir Gary entgegen, als er mich sah und ich wank kurz. " Hay Gary." lächelte ich, als ich nah genug bei ihm war und der Schwarzhaarige wendete sich mir komplett zu. " Schon zu früh hier?" fragte er und ich stellte meine Tasche ab. " Ich hab nichts weiter zu tun und könnte etwas Gesellschaft gebrauchen." antwortete ich ihm und rieb mir über meine geschundene Schulter. " Pack deine Tasche hinten unter dem Sitz und setz dich ruhig." sagte er und ich packte meine Tasche in den Wagen. " Kann ich dir irgendwie helfen?" fragte ich ihn, da er gerade erst alles aufbaute. " Geht schon, ich bin eh fast fertig." lehnte er mein Angebot ab und ich nickte. Seufzend ging ich in den Wagen, zog mir meine Stiefel aus, welche ich zu meiner Tasche stellte und setzte mich dann im Schneidersitz auf die Bank im Inneren. Aus meiner Tasche holte ich noch ein Zeichenblock und eine kleine Federtasche heraus und skizzierte weiter am Bild, dass ich im Cafe angefangen hatte. Kurz darauf kam dann Gary rein und bereitete hinter der Theke alles vor. " Willst du was essen?" fragte er mich und ich sah kurz zu ihm. " Nein danke, ich hab keinen Hunger." lehnte ich ab und biss mir nachdenklich auf der Lippe herum. " Sicher? Ich mach mir langsam aber sicher Sorgen." sagte er und ich seufzte leise. " Ganz sicher. Außerdem brauchst du dir keine Sorgen machen, mir geht es gut." antwortete ich und setzte mich etwas bequemer hin. Jetzt sah er mich ernst an und verschränkte die Arme vor der Brust. " Ich soll mir keine Sorgen machen? Kleines, du hast ein blaues Auge und ich will gar nicht erst wissen, wie viel du das letzte Jahr über abgenommen hast, also komm mir jetzt nicht damit, dass es dir gut geht." meckerte er jetzt und ich zuckte kurz zusammen. Nervös knabberte ich auf meiner Lippe und fuhr mir mit den Händen über das Gesicht. " Ok, ja, mir geht es nicht gut, aber ich will nicht darüber reden. Zufrieden?" sagte ich dann und sah zu ihm hoch. Seine Körperhaltung lockerte sich etwas und er seufzte. " Ich frag nicht weiter, wenn du jetzt wenigstens ne Kleinigkeit isst." schlug er dann vor und eher widerwillig stimmte ich dem zu. Zufrieden nickte Gary und machte mir dann was zu essen, während ich weiter an meinem Bild arbeitete.

Etwas später reichte mir der Schwarzhaarige dann eine Box mit einem Burger und schielte dabei auf mein Bild. " Hay, das ist doch Hank." nuschelte er und ich sah mit gehobener Augenbraue zu ihm hoch, während ich ihm die Box abnahm. " Du kennst ihn?" fragte ich und er nickte. " Ja. Er ist Stammgast und ein recht guter Freund von mir. Woher kennst du ihn?" fragte er mich und ich legte den Block zur Seite. " Er war gestern wegen einem Mord im Eden Club und hat mich nach Hause gefahren." erzählte ich ihm, als er wieder zurück ging. " Und jetzt frag bitte nicht, warum ich da war." murrte ich noch hinterher und fing dann langsam an, den Burger zu essen. " Hay Gary." kam dann ein Gast und ich verschluckte mich, als ich die Stimme wieder erkannte. " Wenn man von Teufel spricht." grinste der Schwarzhaarige und begrüßte den Mann. Ich währenddessen, versuchte so unauffällig wie möglich zu sein, doch es klappte nicht wirklich, da der Ergraute durch die Tür sah. Neben ihm erkannte ich Connor und hob zur Begrüßung kurz die Hand. " Schön sie wieder zu sehen Miss….." wollte mich der Braunhaarige gerade begrüßen, doch ich unterbrach ihn leicht genervt. " Seraphina." unterbrach ich ihn und er sah mich kurz verwirrt an. " Entschuldigung. Es ist schön sie wieder zu sehen Seraphina." begrüßte Connor mich erneut und ich nickte zufrieden. " Was machst du hier?" fragte mich dann sein Partner und kam näher zur Tür. " Ich wollte Gary besuchen." antwortete ich ihm und an sich war es ja auch nicht gelogen. " Nach einem einfachen Besuch sieht es aber nicht aus." sagte der Ältere skeptisch und deutete auf meine Tasche. " Versuch es erst gar nicht. Phienchen ist fast noch dickköpfiger als du und nicht mal ich bekomme was aus ihr raus." mischte sich nun der Besitzer des Imbisswagens ein und ich sah ihn kurz böse an. Auffordernd sah mich der Lieutenant an und ich seufzte kurz. " Wie man vielleicht sieh, hab ich mich gestern ziemlich heftig mit meiner Mutter gestritten und brauch jetzt nur ein paar Tage meine Ruhe." murrte ich und deutete auf mein blaues Auge.
Bevor der Ergraute noch mehr fragen konnte, klingelte mein Handy und ich ging ran. " Warte kurz." sagte ich, legte das Handy kurz bei Seite und zog mir schnell meine Stiefel wieder an. Danach nahm ich mein Handy wieder, ging aus dem Wagen und holte aus meiner Jackentasche einen Kopfhörer heraus, mit dem ich meistens telefonierte. Ich ging ein paar Meter vom Wagen weg, packte mein Handy in meine Jackentasche und stemmte meine Hände locker in die Hüfte. " Hay Keith." sagte ich dann. " Hay Sarah. Vorab erstmal, wo bist du? Deine Mutter hat schon angerufen und so weiter." fragte er mich und ich verschränkte die Arme vor der Brust. " Weg. Ok, ich bin noch in der Stadt, nur ich will nicht mehr nach Hause." erzählte ich ihm und lief etwas hin und her. " Is doch schon mal etwas. Kann ich dann jetzt endlich zur Polizei?" fragte mein Freund nun ernster und ich stockte kurz in meiner Bewegung. " Keith nein! Kann ich erstmal etwas zur Ruhe kommen? Außerdem möchte ich noch ein paar Vorbereitungen treffen, denn wenn ich wieder bei diesem verdammten Mistkerl lande, ist es vorbei !" wurde ich dann etwas lauter und biss mir wieder auf die Lippe. " Sarah jetzt beruhig dich erstmal. Ok, ich geb dir noch etwas Zeit, aber du musst mir versprechen, dass ich es in nächster Zeit machen darf." schlug er mir dann vor und ich haderte einige Zeit mit mir. " Von mir aus…." stimmte ich dann zähneknirschend zu und blieb stehen. " Kann ich dir sonst bei irgendwas helfen?" fragte mich Keith dann nach einem Moment des Schweigens etwas ruhiger und ich überlegte kurz. " Ja….Kannst du mir ein paar Kopien machen? Von der Festplatte auf einen Stick und von dem dann auf weitere, nur um sicher zu gehen, dass er nicht weis wie viele Kopien es gibt?.....Achja, und irgendwas für meine Haare?" fragte ich und wurde leicht nervös, da es aus meiner Sicht keine so gute Idee war. " Gut mach ich. Was soll ich dir für die Haare holen?" fragte er weiter und ich fing wieder an., hin und her zu laufen. " Ähm…Schere, Farbe…" sagte ich nachdenklich und nickte dann kurz, da es das an sich war. " Irgendeine bestimmte Farbe?" fragte er weiter und ich zuckte mit den Schultern. " Och nö, entscheide du ruhig, ich bin mit alles zufrieden." antwortete ich ihm und schien Keith anscheinend zu freuen. " Wo soll ich dann hinkommen?" fragte er und ich überlegte. " Ähm weis ich noch nicht. Ich meld mich später bei dir, wenn ich weis, wo ich schlafe." sagte ich und fuhr mir einmal übers Gesicht. " Ok dann sehen wir uns später. Pass auf dich auf." verabschiedete Keith sich dann von mir. " Bis später. Schöne Grüße an Martha und die Anderen." verabschiedete ich mich ebenfalls und legte dann auf.

Kurz blieb ich noch stehen und sammelte mich etwas. Je länger ich nachdachte, desto nervöser wurde ich und lief wieder etwas hin und her. Plötzlich nahm jemand meine Handgelenke und instinktiv trat ich zu, jedoch tat mir wahrscheinlich mehr weh, als meinem Gegenüber. " Oh tut mir leid Connor, nur…..das nächste Mal solltest du dich nicht so anschleichen…" entschuldigte ich mich und nuschelte den Rest nur leise vor mich hin. " Tut mir leid, ich wollte sie nicht erschrecken. Sie hatten nicht reagiert, als ich sie angesprochen hatte. Sie haben sich diesmal das Handgelenk ganz blutig gekratzt." erklärte mir der Braunhaarige und ich nickte verstehend. " Das sollte sich ein Arzt ansehen." sagte Connor und ließ meine Arme wieder los. " Das geht schon." sagte ich eher abweisend, zog meine Ärmel so weit runter, wie möglich und ging wieder zurück zum Imbisswagen. " Alles gut bei dir Kleines?" fragte mich Gary und ich wank nur ab. " Ja, alles gut." nuschelte ich, kramte aus meiner Tasche einen Verband raus und wickelte ihn mir ums Handgelenk. " Mein Freund hier hat mir ein bisschen was über dich erzählt und mich gebeten ein Auge auf dich zu haben, also würde ich dich gerne mitnehmen." wand sich Hank an mich und da ich ihm dem Rücken zugewandt hatte, sah er nicht, wie ich Gary einen genervten und auch bösen Blick zuwarf. " Jetzt guck mich nicht so an, ich mach mir nur Sorgen, dass dir etwas passieren könnte. Du hast ein Dach über dem Kopf, Gesellschaft wenn du willst und ich verspreche dir, dass er dich nicht ausfragen wird. Außerdem hat er noch einen Hund…" sagte mir der Schwarzhaarige und mit dem Letzten köderte er mich jetzt, was leider auch funktionierte. " Von mir aus…." murrte ich zerknirscht und stand langsam wieder auf. " Aber bevor ihr fahrt, möchte ich, dass du noch aufisst." sagte der Imbissbesitzer und ich seufzte. " Ich hab gerade keinen Hunger, aber ich kann ihn mitnehmen und später aufessen." sagte ich, packte meine Sachen zusammen und klappte die Pappbox zu. " Kleines…" wollte Gary mir eigentlich widersprechen, doch an meinem Blick erkannte er schon, dass er es lieber sein lassen sollte. Ich schulterte meine Tasche, nahm die Box und verließ den Wagen. Connor machte Anstalten, mir meine Tasche abzunehmen, doch ich lief einfach an ihm vorbei und ging zum einzigen Wagen, der in der Nähe parkte. Kurz darauf kamen dann auch die beiden Männer und wir setzten uns, wie am Vortag, in den Wagen. Jetzt saß mir nicht nur Keith mit seiner dämlichen Idee im Nacken, sondern ich hin auch noch bei dem Lieutenant fest. Nun gut, jetzt konnte ich auch nichts mehr an meiner Situation ändern. Seufzend fuhr ich mir einmal mit beiden Händen übers Gesicht und sah dann die restliche Fahrt über stumm aus dem Fenster.

Nach einiger Zeit wurden wir dann langsamer und Hand parkte vor einer Garage, was mir zeigte, dass wir da waren. " Da wären wir." sagte Hank und wir stiegen aus. Meine Tasche legte ich mir wieder um und folgte den Beiden dann ins Haus. Hinter mir schloss ich die Tür und zog mir meine Schuhe aus, als dann ein recht großer Hund vor mir stand. Er war sehr ruhig und deswegen hatte ich nicht erwartet, dass er sich auf die Hinterbeine Stellte und sich mehr oder weniger an mich lehnte. Da meine Tasche schon so schwer war, verlor ich das Gleichgewicht und fiel gegen den Türrahmen, woraufhin ich mein Gesicht vor Schmerzen verzog. " Sumo!" rief der Lieutenant und der Hund ließ von mir ab. " Alles gut, ich bin nur blöd mit dem Rücken gegen die Kante gekommen." sagte ich, da mich der Ergraute schon so ansah, und ging zu ihnen ins Wohnzimmer. Spätestens jetzt sah man, dass Hank keine Ahnung hatte, was er mit mir anstellen sollte. " An sich….brauchen sie mich kaum zu beachten und…ich schlaf auf dem Sofa." sagte ich und stellte meine Tasche langsam ab. " Von mir aus…..Möchtest du was trinken?" fragte er mich und ich schüttelte kurz mit dem Kopf. " Nein danke, ich hab selbst noch was." lehnte ich ab und zog mir meine Jacke aus. " Dann…mach es dir bequem." sagte er und ging in die Küche. Connor blieb derweilen da stehen, wo er jetzt war und ich schob meine Tasche neben das Sofa, setzte mich davor hin und holte ein paar Sachen zum Zeichnen raus. Auf der einen Seite holte ich meinen Skizzenblock raus und auf der Anderen mein Tablet. Als ich meine Kopfhörer aufsetzte, sah ich, wie der Androide zum Lieutenant ging, beachtete die Beiden aber nicht weiter. Meine Beine winkelte ich etwas an, legte den Block unter sie und machte vorher mit meinem Tablett ein Foto von einer der Skizzen, damit ich es linen und weiter ausarbeiten konnte.

Es vergingen einige Stunden, eh sich jemand zu mir gesellte und ich nahm meine Kopfhörer ab. " Was machst du da eigentlich? Du sitzt hier jetzt schon seit Stunden ohne dich irgendwie wirklich zu bewegen." fragte mich Hank, als er sich auf das Sofa setzte und beugte sich etwas zu mir. " Zeichnen." antwortete ich ihm knapp und hörte mit meiner Tätigkeit nicht auf. " Und was genau?" fragte er weiter und jetzt sah ich auf. " Ähm….das ist mir zwar jetzt ein bisschen peinlich, aber ok.." sagte ich, kratzte mich kurz an der Wange und zoomte dann weiter aus dem Bild heraus, eh ich es ihm zeigte. " Das sieht gut aus." sagte er erstaunt und nahm mir das Tablet ab, um sich das Bild genauer anzusehen. " Das ist eine Szene von gestern." sagte der Ergraute und gab es mir wieder. " Japp. Ich lass mich meistens von Situationen, Personen oder auch Umgebungen inspirieren." erklärte ich und zeichnete weiter. " Verstehe…..Willst du nicht langsam was essen?" fragt er dann und ich seufzte stumm. " Ich hab keinen Hunger." sagte ich und versuchte, mich weiter auf mein Bild zu konzentrieren. " Ok…" sagte er eher zu sich und nickte kurz vor sich hin. " Ich weis, sie möchten mich am liebsten alles Mögliche fragen, um herauszufinden, was mit mir ist und so weiter, also mache ich ihnen ein Angebot. Sie können mich 3 Dinge fragen, als Dank, dass sie mich aufgenommen haben." sagte ich und arbeitete weiter an meinem Bild.
" Ok. Also…Warum hast du dich mit deiner Mutter gestritten?" stellte er die erste Frage und lehnte sie etwas nach vorne. " Es ging um den neues Freund meiner Mutter und seine Tochter. Ich versteh mich mit ihnen nicht sonderlich gut, was ich ihr mal wieder gesagt habe und der Streit hat sich diesmal so weit aufgebauscht, dass mich geschlagen hat." erklärte ich und der Ergraute nickte wieder. " Wieso ziehst du dann nicht aus?" fragte er reflexartig und ich musste schmunzeln, weil er damit eine Frage verschwendet hatte. " Richard hat es verhindert. Er hat seine Möglichkeiten und Kontakte, dass ich keine Wohnung bekomme. Diese Kontakte sind nicht gerade die Nettesten, weswegen ich nicht zu Freunden gehe, weil ich sie nicht in Gefahr bringen will." sagte ich und merkte, das er durch diese Frage, mehr erfahren hatte, als ich erst erwartet hatte. " Eine Frage haben sie noch." fügte ich noch hinzu, speicherte das Bild und setzte mich dann im Schneidersitz hin. Jetzt schien er länger zu überlegen, was er fragen sollte und ich drehte mich zu ihm. " Wieso warst du gestern im Eden Club?" stellte er mir die letzte Frage. " Meine Stiefschwester hat mich mitgenommen, weil sie der Meinung war, dass ich zu steif bin." sagte ich und sah zu ihm hoch. " Ok….Es ist schon spät ich geh schlafen. Connor hier wird dir Gesellschaft leisten." sagte Hank, als er wieder aufstand und verschwand dann in eines der Zimmer. " Schlafen sie gut" rief ich ihm noch hinterher, bevor er die Tür hinter sich schloss und dann drehte ich mich mit dem Rücken wieder zum Sofa.

Aus dem Augenwinkel sah ich, wie der Braunhaarige irgendwie unentschlossen neben mir stand und ich sah zu ihm hoch. " Setz dich ruhig Connor." sagte ich und kurz darauf setzte er sich neben mich auf den Boden. Ich weis nicht warum, aber irgendwie hätte ich erwartet, dass er sich, wie sein Partner vorher, auf das Sofa setzte. Bei dem Gedanken zuckte ich kurz mit den Schultern, nahm mir meinen Block und fing eine neue Skizze an. " Darf ich sie auch etwas fragen?" fragte er mich nach einer Weile, in der er mir beim zeichnen zusah und ich schmunzelte kurz. " theoretisch gesehen, war das gerade schon eine Frage, aber ja, du kannst mir eine Weitere stellen." sagte ich und sah kurz zu ihm. " Wieso kratzen sie sich so oft am Handgelenk? Es müsste doch eigentlich wehtun." fragte er mich und ich überlegte kurz, wie ich ihm antworten sollte. " Es gab mal eine Zeit, da hab ich mich am ganzen Körper gekratzt. teilweise auch bis es blutig war. Nicht weil es gejuckt hat, sondern eher wegen einer psychischen Sache. Mit der Zeit hab ich es mir abgewöhnt, aber bei dem Handgelenk hat es nicht wirklich funktioniert. Immer wenn ich in bestimmten Situationen bin kratze ich daran, ohne es wirklich zu merken. Je nach Situation mal mehr und mal weniger. Und zu dem, ob es wehtut, nicht wirklich. Meistens bekomm ich selber nicht mit, wenn ich es mache, aber im Nachhinein tut es ab und an weh." erklärte ich und er nickte langsam. " Kann ich dich auch was fragen?" fragte ich ihn und er sah mich kurz etwas verwirrt an. " Theoretisch war das gerade eine Frage, aber sie dürfen mir gerne noch eine stellen." sagte er mit einem leichten Grinsen und ich musste lachen. " Das war nicht schlecht~ Ok, hm. Was für ein Androide bist du?" fragte ich ihn, legte den Block wieder zur Seite und wendete mich ihm zu. " Wieso wollen sie das wissen?" fragte er und ich zuckte kurz mit den Schultern. " Ich interessiere mich für Androiden. Was für ein Modell, was sie für Aufgaben haben oder auch hatten und so weiter. Ich hab schon den ein oder anderen Abweichler getroffen und fand es interessant, wie verschieden sie im Gegensatz zu anderen Androiden waren und wie sich ihr Charakter entwickelt hat, anhand ihrer Erfahrungen und Entscheidungen." erklärte ich ihm und sah ihn neugierig an. " Ich bin ein RK800 und wurde zum DPD geschickt, um bei den Ermittlungen zu den Abweichlern zu helfen. Ich wurde speziell dafür angefertigt, um Abweichler zu jagen und um sie auszuschalten." erklärte er und ich nickte langsam. " Und was ist, wenn du selbst mal ein Abweichler werden solltest?" fragte ich und lehnte mich mit der Schulter gegen das Sofa. " Ich habe ein Sicherheitssystem, mit dem ich mich regelmäßig teste." antwortete er mir und ich überlegte kurz. " Verstehe…Warum hast du gestern nicht geschossen? Immerhin waren die beiden Androiden ja Abweichler." fragte ich weiter und als er überlegte, viel mir auf, dass seine LED kurz orange flackerte. " Ich…weis es nicht." sagte er nachdenklich und ich schmunzelte etwas. " Weist du…Aus meiner Sicht würde ich sagen, dass es die richtige Entscheidung war, sie fliehen zu lassen." sagte ich und streckte mich vorsichtig. " Wieso? Es ist meine Aufgabe, sie aufzuhalten, also warum ist es gut, dass ich versagt habe?" fragte er mich sehr verwirrt. " Weist du, ich habe schon einige Abweichler getroffen und hab mir angehört, wie sie zu solchen geworden sind. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie sie zu Abweichlern werden können. Ok, Möglichkeiten ist das falsche Wort. Sie durchbrechen ihre Programmierung und werden dadurch zu Abweichlern. Hmmmm Sagen wir es so, es gibt verschiedene Situationen, in denen sie ihre Programmierung durchbrechen können. 1. still und heimlich. Das sind meistens Androiden, sie einfach so verschwinden, ohne das es jemand mitbekommt. 2. Eigenschutz. Das sind die meisten. Ich kann es ihnen nicht verübeln du sie auch gut verstehen. Das sind die, die Gewalt durch Menschen erlebt haben. Sie wurden in vielerlei Hinsicht misshandelt, haben sich irgendwann verteidigt und da kam es eben auch oft vor, dass sie zu weit gingen, weil sie mit der neuen Situation noch nicht klarkamen. Und dann noch 3. Das sind die, die ihre Programmierung für jemand anderes durchbrochen haben. Wenn jetzt zum Beispiel eine Frau, ein Kind oder auch ein Mann von jemanden misshandelt wird und der Androide diesen schützen will, auch wenn es ihm verboten wurde, dann übergehen sie ihren Befehl, werden zum Abweichler und helfen dem Opfer." versuchte ich es so verständlich wie möglich zu erklären und Connor schien sich seine Gedanken darüber zu machen. " Aber wieso machen sie das? Es sind doch nur Maschinen?" fragte er und ich schloss schmunzelnd die Augen. " Wieso hast du den Androide nicht erschossen? Das ist eine genauso gute Frage. Ja, Androiden können an sich nicht wirklich fühlen, aber unbewusst lernen sie es von den Menschen. Ihre Programme speichern alles Mögliche an Einflüssen aus ihrer Umgebung und lernen daraus. An sich sind es nur Impulse in den Schaltkreisen, aber spätestens wenn sie zu Abweichlern werden, sind bestimmte Impulse für sie ein bestimmtes Gefühl. Viele, die ihre Programmierung durchbrechen, sind erstmal überfordert mit dem, was sie plötzlich ´fühlen ´ können. Stell dir einen Staudamm vor. Auf der einen Seite ein Tal und auf der Anderen ein noch flacher See. Durch den Damm wird nur eine bestimmte Menge an Wasser durchgelassen, was in diesem Fall die Emotionen sind, die ein normaler Androide zeigen kann. Wenn jetzt der Besitzer eines Androiden in misshandelt oder was weis ich mit ihm macht, füllt sich der See hinter dem Damm immer weiter. Wenn der See zu hoch steigt und droht über den Damm zu fließen, ist das meist der Moment, wo ein Androide die Programmierung durchbricht. Bei dem Einen füllt sich der See schnell und dem Anderen langsamer und es können komplett verschiedene Emotionen sein. Wenn das Programm durchbrochen ist, ist das wie, als wenn man den Damm einreist und das ganze Wasser überflutet das Tal. Ergo, ein Abweichler wird von so vielen Impulsen überschüttet, dass er meistens überreagiert und sogar tötet. Hier muss man dann aber auch bedenken, dass der Eine alles schneller verarbeiten kann als ein anderer. Ich hoffe du verstehst irgendwie, was ich meine…." erklärte ich und irgendwie sah Connor recht überfordert aus, was man mehr an seinem Gesicht, als an seiner LED erkannte.

" Doch…Doch ich glaube, ich verstehe, was du meinst……Woher weist du das alles?" fragte er mich dann und ich setzte mich anders hin. " Wie schon gesagt, ich habe mit einigen Abweichlern geredet. Aus welchen Verhältnissen sie kommen, was ihnen passiert ist, wie es ihnen jetzt geht und so weiter, da kann man sich einiges zusammenreimen. Ob es alles richtig ist, weis ich nicht, aber es wäre auf jeden Fall eine Erklärung." antwortete ich ihm und er nickte langsam. " Weist du auch was über RA9?" fragte er mich weiter und ich musste kurz überlegen, was das noch mal war. " Es ist jetzt nicht direkt ein Gott, aber es ist etwas, woran sie glauben können und was ihnen Kraft und Hoffnung gibt. Angeblich ist RA9 der erste Abweichler und soll ihnen die Freiheit bringen. Mehr weis ich leider nicht und ich glaube, die Abweichler selbst wissen auch nicht viel darüber." sagte ich und gähnte dann. " Weist du was, wir können morgen weiter reden. Ich sollte jetzt langsam schlafen." sagte ich dann, stand langsam auf und setzte mich auf das Sofa. " Ich sollte dann jetzt gehen." sagte Connor und wollte aufstehen, doch ich legte ihm eine Hand auf die Schulter. " Ach was, du kannst ruhig bleiben, immerhin hat Hank gesagt, dass du mir Gesellschaft leisten sollst. Mir macht es nichts aus, wenn du bleibst." hielt ich ihn auf und legte mich langsam, seitlich hin. " Ok…Dann schlafen sie gut Seraphina." lächelte mit der Braunhaarige mich schief an und ich bedankte mich. Da ich die vorherige Nach kaum geschlafen hatte, schlief ich jetzt relativ schnell ein.
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