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~New Beginning~

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Hank Anderson OC (Own Charakter) RK200 Markus RK800-51-59 Connor
09.07.2018
02.08.2018
3
11.858
5
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3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
09.07.2018 3.302
 
Ich hoffe die Geschichte wird euch gefallen und ich würde mich über Kommis jeglicher Art freuen owo
Auch bin ich offen für Ideen oder Vorschläge, was ich noch einbauen könnte.
Schreibfehler versuche ich so gut es geht zu vermeiden, aber wenn sie zu gravierend sind, lasst es mich bitte wissen.

Jedenfalls,
Viel Spaß beim Lesen
Lu-chan
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Prolog- First Encounter

Seraphina~

Es war gegen halb 7 abends, als das Taxi hielt und meine Stiefschwester mich mit raus in die Kälte zog. Ich sah mich kurz um und erkannte recht schnell wo wir waren. Tessa hatte zwar gesagt, dass sie mit mir in einen Club will, aber dass sie damit den ´Eden Club ´ meinte, hätte ich mir ja auch denken können. Warum sie mich trotzdem ´nett ´ überredet hatte, den, meiner Meinung nach, viel zu kurzen Fummel zu tragen, konnte ich mir nicht erklären. " Jetzt komm endlich!" zickte sie mich fast schon an und zog mich dann herrisch ins Innere. Ihr Griff um mein Handgelenk verstärkte sich etwas, während sie sich umsah, als wenn sie Angst hätte ich würde ihr weglaufen. Ok, am liebsten wäre ich wirklich weggelaufen, doch weit wäre ich nicht wirklich gekommen. Grinsend blieb sie dann bei einem blonden Androiden stehen, ließ mich los und mietete ihn sich für eine Stunde. " Möchtest du dich mir anschließen~" fragte sie mich mit einem leicht fiesen Grinsen und ich schüttelte kurz mit dem Kopf. " Danke, aber nein. Ich wäre lieber alleine." lehnte ich ihr Angebot ab, was Tessa zwar nicht wirklich gefiel, aber sie akzeptierte es fürs Erste. Sie ging nicht sofort mit dem Blonden in eines der Zimmer, sondern wartete noch, bis ich ebenfalls einen gemietet hatte. Da ich ihre Geduld nicht allzu sehr strapazieren wollte, nahm ich einfach einen brünetten Androiden, der in der Röhre direkt neben ihrem war. Zufrieden nickte die Braunhaarige und ging dann mit dem Androiden auf eines der Zimmer. Ich ging mit dem Brünetten ebenfalls auf ein Zimmer, nur hatte ich nicht vor, mit ihm zu schlafen. Nervös kratzte ich mir über meine Unterarme und sah mich etwas in dem Zimmer um. Als mir der Androide eine Hand auf den rücken legte, um mich zum Bett zu führen, zuckte ich zusammen und wich ein paar Schritte zurück. " Tut mir leid…Ich hab nicht vor mit dir schlafen, also….bleib du bitte einfach hier, ok?" sagte ich schnell, verließ das Zimmer wieder und ging weiter nach hinten, um nicht nur dumm in dem Hauptraum zu stehen. Ich sah mich etwas im hinteren Teil um und entscheid mich dann in ein Hinterzimmer zu gehen, welches eigentlich nur für Mitarbeiter war. Natürlich hätte ich auch die Stunde bei dem Androiden totschlagen können, doch ich wollte gerade lieber alleine sein. Langsam ging ich durch den kurzen Flur und ging dann durch eine zweite Tür, welche in eine Art Werkstatt führte. Hier waren noch mehr Androiden, welche gerade wohl nicht aktiviert waren, dann Kisten, mit Ersatzteilen, Klamotten für die Androiden, ein paar Regale und Kisten und ein Tisch, an welchem die Androiden wohl repariert wurden, sofern es noch möglich war. Hinter dem Tisch war eine Ladeluke, welche offen war und ich entschied mich dazu, auf den Hinterhof zu gehen. Vorsichtig sprang ich von der Anhöhe und achtete darauf, nicht umzuknicken, was mit den Schuhen, die Tessa mir gegeben hatte, nicht gerade einfach war. Genervt pustete ich mir eine Strähne aus dem Gesicht und zog mir die Schuhe doch lieber aus. Es ist ja nicht so, als wenn ich nicht in hohen Schuhen laufen konnte, doch die hier waren für mich dann doch ein Kaliber zu hoch. Die Schuhe stellte ich an den Rand des Tores, damit sie nicht schnell auffielen.

Kurz sah ich mich in dem Hinterhof um und entschied mich dann, mich zwischen zwei der großen Kisten zu setzen. Aus meiner Handtasche holte ich mein Handy und meine Kopfhörer raus, setzte mir diese auf und startete leise die Musik. Langsam zog ich die Beine an den Körper, legte meine Arme um sie und legte den Kopf auf meinen Knien ab, um die Ruhe zu genießen. Dass es langsam anfing zu regnen störte mich nicht wirklich. Nur auf die Musik konzentriert, blendete ich die Außenwelt langsam aus und merkte gar nicht, wie schnell die Zeit verging. " Scheiße…Wir sind zu spät…" hörte ich dann plötzlich jemanden schreien und zuckte sofort zusammen. Schnell nahm ich die Kopfhörer ab, um zu lauschen, was los war und versuchte so leise wie möglich zu sein, damit niemand merkte, dass ich hier war. Im Inneren schien jemand rum zulaufen, doch ich traute mich nicht zu gucken. " Verdammt, schau sie dir an….Man benutzt sie, bis sie kaputt sind und dann sind die Müll…" hörte ich die gleich Stimme wie vorher und es schien mir, als wenn er mit jemandem reden würde. Schritte näherten sich und ich versuchte, mich noch etwas kleiner zu machen, damit mich niemand sah. Kurz darauf entfernte sich die Person wieder und ich hoffte, dann sie endlich gehen würden.
" Die Leute sind dich so was von krank….Keiner will mehr ´ne Beziehung, sie kaufen sich lieber ´nen Androiden….Die kochen für dich, gehen mit dir ins Bett, wenn du willst und man muss sich noch nicht mal um Gefühle scheren…Eh du dich versiehst, sind wir ausgestorben, weil sich alle lieber ´nen Haufen Plastik kaufen, statt einen anderen Menschen zu lieben…..Ich raff´s nicht." hörte ich wieder diese etwas rauchige Stimme und so langsam fragte ich mich, ob wirklich noch jemand b ei ihm war oder ob er nur Selbstgespräche führte. Bei dem, was er sagte, musste ich ihm aber größtenteils zustimmen. Man hörte aber auch, dass der Mann keine Androiden mochte im Gegensatz zu mir. Er war jedenfalls kein Angestellter des Eden Clubs würde ich anhand seiner Aussagen vermuten, aber was machte er dann hier? Ich wurde neugierig und lauschte gespannt weiter, doch achtete darauf, dass meine Deckung nicht aufflog.

Plötzlich hörte ich leise Kampfgeräusche und fragte mich, was da los war. " KEINE BEWEGUNG!" schrie der Mann wieder und so wie es sich anhörte, wurden danach ein paar Sachen umgeworfen. Die Kampfgeräusche kamen näher, weswegen ich kurz um die Ecke, einer der Kisten, linste. Von der Anhöhe stürzen zwei Personen, wobei ich die Weibliche als einen Androiden des Eden Clubs identifizieren konnte. Die männliche Person bewegte sich kurz nicht, als auch noch ein zweiter Androide des Clubs nach draußen sprang, um der Anderen zu helfen. Dem Anschein nach, waren die beiden Frauen entweder sehr gut befreundet oder ein Paar, so genau konnte ich es nicht sagen. Der junge Mann, der noch am Boden lang, schien sich langsam wieder zu fassen und währenddessen kam noch ein älterer Mann dazu. Ich glaube, der hat vorhin gesprochen. Mir fiel recht schnell die Waffe auf und ich wusste nicht, ob mich das gerade beunruhigen sollte.
Die Frauen stießen den älteren Mann gegen die Wand, wobei er die Waffe fallen ließ, und rannten dann zum Zaun, um drüber zu klettern. Keinen Moment später sprang der Jüngere auf, rannte ihnen hinterher und zog eine von ihnen wieder nach unten. Daraufhin kam die braunhaarige auch wieder runter und sie kämpfen mit alles, ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen den Mann. Als dieser wieder zu Boden geworfen wurde, schnappte er sich die Schusswaffe und richtete sie auf die Brünette, welche ihn wieder angriff. Zu meiner Verwunderung schoss er jedoch nicht, nahm die Waffe langsam runter und steckte den Tritt ihrerseits ein. Langsam stand der Androide, wie ich mittlerweile an den Klamotten und der LED erkannte hatte, auf und stand den Frauen gegenüber. " Dieser Mann...erschlug die andere Traci…Ich wusste, ich bin die Nächste…..Ich hatte solche Angst..…Ich bat ihn, aufzuhören, doch er hörte nicht…..Da legte ich ihm die Hände um den Hals und drückte zu….. bis er sich nicht mehr rührte…..Ich wollte ihn nicht töten….Ich wollte einfach nur überleben und zurück zu meiner Geliebten." erzählte sie und nahm die Hand der Brünetten. Man konnte den Schmerz und das Leid in ihrer Stimme hören. " Ich wollte nur wieder in ihren Armen liegen……und dabei die Menschen vergessen…..ihren Geruch nach Schweiß und die schmutzigen Wörter….." erzählte sie weiter und währenddessen ging der ältere Mann ebenfalls auf sie zu. " Na komm……." sagte die Brünette dann und die Blauhaarige sah zu ihr. " …..gehen wir." endete sie, woraufhin sie beide über den Zaun flohen und die beiden Männer sahen ihnen hinterher. Sie waren also wirklich ein Paar, was ich total unterstützen würde. Auf der einen Seite dachte ich mir " Aww" wegen den beiden, auf der anderen Seite jedoch auch. " WTF ein Mord?" . Dazu fragte ich mich natürlich auch, wer die beiden Männer waren und vor allem auc, wie lange ich hier schon saß.

Still beobachtete ich weiter das Geschehen, als sie sich einander zuwandten. " Ist vermutlich besser so…." sagte der Ergraute und der Androide schien das ganze nicht wirklich zu verstehen, da er den anderen eher verwirrt hinterher sah. Als der Ältere sich dann umdrehte, um zu gehen, huschte ich schnell wieder in mein Versteck. Jedoch leider nicht so leise, wie ich gehofft hatte. Innerlich fluchend, fasst ich mir an den Kopf und sah auf mein leicht aufgekratztes Knie. " Wer ist da?" rief dann jemand und da es nicht der ältere Mann war, schlussfolgerte ich, dass es der Androide war. Erst zögerte ich, doch da ich keine andere Wahl hatte, stand ich langsam auf und kam zwischen den Kisten hervor. Ich wusste nicht, was sie machen würden, weswegen ich nervös wurde und mich wieder am Handgelenk kratzte. " Du bist kein Androide, also was machst du hier?" sprach mich dann der Ergraute an und ich sah zu ihm. " Ähm…..es ist kompliziert und…..ich würde lieber nicht darüber reden….." antwortete ich ihm und hoffte, dass er keine weiteren Fragen stellen würde. " Sie sollten das lassen." sprach mich dann der Androide an und ich sah ihn verwirrt an. " Ihr Handgelenk. Sie sollten aufhören zu kratzen, es blutet schon." erklärte mir der Braunhaarige und ich sah auf mein rechtes Handgelenk. " Tschuldige…." nuschelte ich, auch wenn mir klar war, dass ich mich nicht entschuldigen müsste. Ich zog mir den Ärmel über die Hand und schlang meine Arme um meinen Oberkörper, da mir langsam kalt wurde. " Was machst du hier? Abgesehen davon, dass das hier nicht gerade ein Ort für ein so junges Mädchen ist." fragte mich der Ältere und ich sah wieder zu ihm. " Ähm ich…." fing ich an, war mir aber noch nicht sicher, ob ich überhaupt antworten sollte. Als ich nicht antwortete, kam er auf mich zu und da ich nicht wusste, was er vor hatte, schloss ich instinktiv die Augen. " Wie alt bist du eigentlich?" fragte er weiter und legte mir etwas über die Schultern, woraufhin ich die Augen wieder öffnete. Sofort sah ich, dass er seine Jacke nicht mehr an hatte und es das war, was er mir umgelegt hatte. " 19 " antwortete ich ihm knapp und zog die Jacke enger um mich. " Komm erst mal mit nach vorne, dann reden wir weiter." sagte der Ergraute dann und zusammen gingen wir zurück in den Hauptraum des Eden Clubs. Die Sanitäter brachten gerade den Leichnam raus und hier und da wuselten noch ein paar Polizisten herum, weswegen ich versuchte, so unauffällig wie möglich zu sein. " Wartet hier." sagte der Ältere und ging dann zu einem Kollegen. Unauffällig sah ich mich um und da ich keine Gäste sah, vermutete ich, dass Tessa schon weg war. " Könntest du bitte aufhören mich zu scannen und zu analysieren?" wendete ich mich dann an den Braunhaarigen und strich mir ein paar Haare aus dem Gesicht. " Tut mir leid Miss Olsen, ich wollte ihnen keine Unannehmlichkeiten bereiten." entschuldigte er sich und ich drehte mich komplett zu ihm. " Nenn mich bitte Seraphina, Miss Olsen ist meine Mutter." bat ich ihn und er nickte. " Verstanden Seraphina." antwortete er und da kam der ältere Herr auch schon wieder.

" Komm, ich fahr dich nach Hause." sagte er gleich und deutete mir, ihm zu folgen. " E-Es geht schon….Ich kann auch mit einem Taxi nach Hause fahren." lehnte ich sein Angebot ab, doch er widersprach mir gleich. " Es ist schon spät und für so ein junges Mädchen wie dich gefährlich. Wer weis, was passieren kann bis das Taxi da ist." sagte der Ergraute und ging dann vor. Stumm seufzte ich und als der Androide dann seinem Partner folgte, tat ich es ihm gleich. Draußen angekommen, merkte ich erst, dass meine Schuhe noch hinten im Lager waren, doch ich wollte jetzt nicht noch mal in den Eden Club. Zusammen gingen wir zu seinem Wagen und während der Ältere mir die Hintertür öffnete, ging der Braunhaarige auf die Beifahrerseite. " Danke…" nuschelte ich leise und setzte mich vorsichtig ins Auto. Als ich saß, schloss der Ergraute die Tür, woraufhin ich mich etwas seitlich hinsetzte und mich anschnallte. Die beiden Anderen stiegen ebenfalls ein und dann fuhren wir los. Ich lehnte meinen Kopf a die Rückenlehne und schloss die Augen, damit niemand mit mir reden würde. Dies funktionierte auch und wahrscheinlich dachten sie, dass ich schlief, da sie anfingen, sich über mich zu unterhalten.

" Dann erzähl mal."
" Was meinen sie Lieutenant Anderson?"
" Du hast dich doch über sie erkundigt, also was weist du?"
" Seraphina Alycia Olsen, 19 Jahre, lebt zusammen mit ihrer Mutter in East Downtown. Ihr Vater ist vor 3 Jahren verstorben und sie hat einen guten Schulabschluss."
" Was hältst du von ihrem Verhalten?"
" Sie schien recht…..ängstlich und nervös. Mir kam es auch vor, als wenn sie nicht wirklich freiwillig im Club war, aber da sie nichts erzählt hat, kann ich darüber nichts weiter sagen."

Dann war es wieder still. Ein Weile später hielt der Wagen dann, ich öffnete langsam wieder die Augen und sah, dass wir da waren. " Danke dass sie mich gefahren haben." bedankte ich mich leise und der Ältere wank nur ab. Ich stieg aus dem Wagen aus und aus dem Augenwinkel sah ich, wie meine Mutter mit besorgtem Blick zu mir kam. " Schatz ist alles ok bei dir? Und wer ist das?" fragte sie und sah kurz zum Auto, bevor sie mein Gesicht in die Hände nahm und mir ein paar Haare aus dem Gesicht strich. " Mir geht es gut, es ist nichts. Tessa hat mich doch mitgenommen, es ist was im Club passiert und da es schon so spät war hat mich der Lieutenant nach Hause gefahren." erklärte ich ihr und schob vorsichtig ihre Hände weg. Hinter mir hörte ich, wie der Wagen weg fuhr und drehte mich um. Da fiel mir dann auch auf, dass ich noch immer die Jacke des Älteren hatte und seufzte still. " Lass uns rein gehen, bevor du noch krank wirst." sagte meine Mutter dann und wollte mir eine Hand auf den Rücken legen. " Als ob es dich interessiert." murrte ich, zog die Jacke enger um mich und ging ins Haus. die Braunhaarige folgte mir und schloss hinter uns die Tür. " Was ist eigentlich passiert und wo ist Tessa?" fragte sie mich und ich blieb auf den ersten Stufen der Treppe stehen. " Sie hat mich zum Eden Club geschleppt und da wurde jemand umgebracht. Wo Tessa ist? Keine Ahnung, vielleicht bei irgendeinem Typen, um sich weiter das Hirn rausvögeln zu lassen." murrte ich und ging hoch in mein Zimmer. Über Tessa so zu reden, konnte ich mir nur erlauben, da ihr Vater nicht zu Hause war.
In meinem Zimmer angekommen, legte ich die Jacke zum trocknen über meinen Schreibtischstuhl. Aus meinem Schrank suchte ich mir ein paar bequeme Sachen und ging dann ins Bad. Hinter mir schloss ich die Tür ab, legte meine Sachen im Waschbecken ab und schälte mich dann vorsichtig aus meinen Klamotten, welche ich in den Wäschekorb schmiss. Mit dem Rücken drehte ich mich zum Spiegel und mit ein paar Verrenkungen löste ich die großen Wundpflaster. Ich verzog das Gesicht etwas, da es doch schon sehr ziepte. Danach holte ich ein Handtuch raus und ging duschen. Das Shampoo und das Duschgel brannten in den Wunden, doch ich versuchte es weitestgehend zu ignorieren. Nachdem ich mich vorsichtig abgetrocknet hatte, zog ich mich untenherum an und klebte neue Wundpflaster mit erneuten Verrenkungen über die Wunden. Seufzend zog ich mich komplett an, putzte mir die Zähne und ging wieder in mein Zimmer. Als ich mein Handy ans Ladekabel anschloss, klopfte es und meine Mutter kam rein. " Ich…wollte mit dir reden. Du weist, dass du so nicht über deine Stiefschwester reden sollst…" sprach sie mich an und mein Blick wurde leicht genervt. " Es war doch eh niemand da, der es hätte hören können oder willst du mich verpetzten? Zutrauen würde ich es dir." antwortete ich ihr und  kramte ein paar Sachen auf meinen Schreibtisch zusammen. " Jetzt sei doch nicht so….Du weist, ich liebe ihn und möchte nur, dass du dich mit ihnen verstehst." versuchte sie die Situation zu schlichten, doch wie immer machte sie sie nur schlimmer. " Du bist alt genug um zu machen was du willst. Mir ist egal wen du liebst, aber muss ich darunter leiden? Du stellst ihn über das Wohl deiner eigenen Tochter. Nicht einmal ausziehen darf ich, ohne jemanden in Gefahr zu bringen." sagte ich, als ich mich zu ihr drehte und verschränkte die Arme vor der Brust. " Er mag dich und macht sich doch nur Sorgen, dass dir etwas passieren könnte." versuchte sie sein Verhalten zu erklären. " Er mag mich ein bisschen zu sehr und das ganz sicher nicht auf eine väterliche Weise. Du kannst machen, was du willst, aber ich hasse sowohl ihn als auch seine Tochter. Dir ist doch vollkommen egal, was sie mit mir machen." meckerte ich und wir stritten noch eine Weile weiter, bis ich anscheinend etwas sagte, dass ihr nicht gefiel und verpasste mir eine.

Ich biss mir auf die Lippe und fasste mir vorsichtig an die Wange, welche ziemlich brannte. " Ok, mir reicht es jetzt. Raus hier und lass mich in Ruhe, bevor ich mich noch komplette vergesse !" schrie ich die Braunhaarige an, schob sie aus meinem Zimmer und schloss meine Tür danach ab. Meine Augen füllten sich mit Tränen, doch ich wischte sie schnell weg. Jetzt hatte ich endgültig mit meiner Mutter abgeschlossen.
Mit einem verbissenen Gesichtsausdruck ging ich in meinem Zimmer auf und ab und überlegte, was ich jetzt machen sollte. Schnell entschied ich mich dazu, so viele Sachen wie möglich in meine Reisetasche zu stopfen und recht schnell merkte ich, wie wenig Sachen ich mittlerweile hatte. Da noch Platz in der Tasche war, packte ich alles vom Schreibtisch auch noch dazu. Meine Kopfhörer hängte ich mir um den Hals, nahm mir mein Zweithandy, welches ich unter dem Bett befestigt hatte und zog mir meine Stiefel an, welche noch im Schrank standen. Die Jacke vom Lieutenant stopfte ich auch noch in die Tasche, welche ich mir dann umlegte. Ich konnte jetzt nicht einfach so durch die Haustür gehen, weswegen ich aus dem Fenster stieg und kletterte das Rankengitter herunter. Leise ging ich um das Haus herum zur Straße, joggte zur Bushaltestelle und stieg in den Bus ein, der gerade ankam. Ich setzte mich in die letzte Reihe und hörte Musik. Mit dem Bus fuhr ich gefühlt bis an das andere Ende der Stadt, wo ich Geld von einem Automaten abholte und in einem Motel eincheckte.
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