Under my Skin

GeschichteDrama, Romanze / P16
Catherine de' Medici Diane de Poitiers King Henry II of France
08.07.2018
06.12.2019
14
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Disclaimer: „Reign“ oder die darin verwendeten Personen gehören nicht mir. Die Verletzungen irgendwelcher Rechte sind nicht beabsichtigt.
Pairing: Catherine/Henry – Cathry
Rating: M / P16
Category: Romance, Drama


Kapitel 1
Prolog


„Sie hat ihn wirklich verlassen?!“
Diane de Poitiers schüttelte fassungslos ihren Kopf und griff nach einem mit Wein gefüllten Kelch, um damit ihren Unglaube hinunter zu spülen. Nie hätte sie gedacht, dass sie diesen Moment jemals erleben würde.
„Wie hat König Henry darauf reagiert?“, fragte sie gespannt und sah ungeduldig zu dem hageren Mann auf, der ihr die freudige Kunde überbracht hatte.
„Man sagt, er sei sehr aufgebracht gewesen habe seine Reise nach Rom verschoben.“

Die Mätresse des Königs lachte auf bei der Vorstellung, dass Catherine de Medici ihrem Ehemann durch ihre Flucht die Bürde abnahm, selbst nach Rom reisen um dort beim Heiligen Vaters eine Annullierung seiner Ehe erbitten zu müssen. Ihr Handeln spielte ihnen perfekt in die Karten. Ihr Verschwinden konnte als Schuldeingeständnis gewertet werden und verbesserten Henrys Chancen, sein lästiges Weib los zu werden.

Was ihr an dieser Sache nicht gefiel, war die Unwissenheit. Darüber, wohin die Krämer-Tochter geflohen war und welche Ziele sie nun verfolgte. Denn dass sie still und im Verborgenen den Verlust ihres Status, ihrer Krone und ihres Ehemannes hinnehmen würde, konnte sich Diane beim besten Willen nicht vorstellen.

„Ich frage mich, wo sie untertauchen wird“, sinnierte sie laut.
„Meine Quelle hat erfahren, dass sie nach Italien aufgebrochen ist“, verriet ihr Spion und Diane nickte geistesabwesend. Wahrscheinlich suchte sie dort die Unterstützung ihrer vermögenden und einflussreichen Familie. Mit ihnen oder gar dem Papst als Alliierte, die ihr den Rücken stärkten, würde sie selbst aus der Ferne noch fähig sein, Henrys und ihre Pläne zunichte zu machen.

„Sie darf dort unter keinen Umständen ankommen!“, sagte sie ungehalten und sah den Mann an, der langsam aus dem Schatten trat. Sein Gesicht war genauso hager wie seine Gestalt und eine breit zackige Narbe zierte seine linke Wange, die von seinem Mundwinkel bis zur Schläfe verlief und dort unter dem Haaransatz verschwand.

„Ihre persönliche Garde ist bis an die Zähne bewaffnet und gut ausgebildet“, gab er ihr zu bedenken, doch sie wusste, dass er nicht vor der Aufgabe zurück schreckte, sondern lediglich den Preis in die Höhe zu treiben versuchte.
„Dann müsst Ihr sie entweder überraschen, oder in eine Falle locken. Ich bin sicher, Euch fällt etwas ein.“
„Das wird nicht billig. Ich brauche Unterstützung.“

Diane, die mit dieser Antwort gerechnet hatte, nickte und ging zu einer Truhe, aus der sie einen ansehnlichen Sack mit Gold heraus nahm. Diesen ließ sie ihrem Gegenüber in die Hand gleiten.
„Ich denke, das sollte ausreichen“, sagte sie lächelnd und trat ans Fenster um ihm die Gelegenheit zu geben, den Inhalt zu prüfen.
„Tut es wohl“, brummte der angeheuerte Meuchelmörder einen Augenblick später.
„Gut“, frohlockte die dunkelhaarige Frau und wandte sich wieder ihrem Besucher zu. „Ihr tötet jeden aus ihrer Gefolgschaft. Sie jedoch nicht!“

Seine fragenden Blick beantwortete sie damit, indem sie ihm eine grüne Phiole, sowie ein weiteres, kleineres Goldsäckchen entgegenhielt.
„Tränkt eure Waffe hiermit, wenn ihr Catherine de Medici verwundet, aber lasst sie am Leben.“ Der Mann nahm sowohl das Gold, als auch das Fläschchen entgegen und hielt es prüfend in die Höhe.
„Ein Gift?“, fragte er überflüssigerweise und Diane nickte.
„Ja. Seht Euch also vor und kommt damit nicht selbst in Berührung“, wies sie den Mann an.

Denn sie kannte weder die genaue Zusammensetzung, noch die Wirkungsstärke dieses Kontaktgiftes, war sich aber sicher, dass es höchst effizient und sehr gefährlich war.
War es nicht eine Ironie des Schicksals, dass Catherine de Medici ausgerechnet an ihrem eigenen Gift sterben würde? Eines, das sie ihrer Rivalin vor wenigen Wochen heimlich entwendet hatte und das ihr hoffentlich einen langsamen und qualvollen Tod bescheren würde. Einsam und allein in der Fremde.

Bei diesem Gedanken legte sich ein selbstzufriedenes Lächeln auf das Gesicht der dunkelhaarigen Frau.

„Ich nehme an, das ist alles?“
„Ja, und jetzt beeilt Euch. Wenn sie erst einmal ihre Familie erreicht hat, gibt es vorerst kein Herankommen mehr.“

Diane entließ den Mann mit einem Nicken. Dieser deutete eine Verbeugung an und verließ den Salon ohne ein weiteres Wort zu verlieren.
Von ihrer Position am Fenster aus konnte sie den von ihr angeheuerten Attentäter wenige Minuten später auf einem kräftigen Rappen davon galoppieren sehen.
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